Indiana Tribüne, Volume 28, Number 84, Indianapolis, Marion County, 29 November 1904 — Page 1

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, , -rz3 , Wrsrtxeint seden Ntutzmittag. Jahrgang 28. Indianapolis, Ind., Dienstag, 29 , November 1904. , . - No. 84. , . , . .

Nnhe wirkte wohlthätig.

Ed. Bethel, 31, der seine Heimath als Cincinnati. O., angiebt, wurde vor mehreren Tagen als irrfinnig verhaftet, heute Vormittag jedoch ent lassen. Er befindet fich auf der Heim reise. Bethel litt zur Zeit seiner VerHaftung am Verfolgungswahn, er hatte die Einbildung, daß fich große Menschenmassen um ihn ansammelten und ihn mit dem Namen Sntoiv" belegten und ihn in seinem Wahne de dauerten. Heute war er ganz der nünftig und da er fich nach seiner H?imath begeben wollte, war anscheinend kein weiterer Grnnd' vorhanden, den Mann zu halten. Allem Anscheine nach zu urtheilen, hat die Ruhe wäh rend semer Hft wohlthätig auf ihn gewirkt. Schimpfte wie ein Rohrspatz. JameS Overman, 35, ein Wirth, der seine Adresse als 1622 West Wash. ington Str. angab, wurde gestern un ter der Anklage der Trunkenheit und deS Tragens verborgener Waffen, verhaftet. Overman soll in einer Wirth schaft in Gegenwart deS Polizisten Dun can fich in gemeinen Schimpfereien über den Mayor Holtzman, Polizei Capitän Krüger und einer ganzen Anzahl anderer, sowie auch über die Stadt Verwaltung im Allgemeinen fich ergan gen haben. Duncan mahnte den Mann zur yiuge und wurde tn gemeiner Weise angeschnauzt. Darauf erfolgte die Verhaftung. Diebstahle. Unter der Anklage des Kleindieb ftahlS wurde heute Vormittag JameS Parker, 50, durch die Detektive verhaftet. Parker ist beschuldigt, zwei, Jacob Singer' 430 Oft Washington Str., gehörige Teppiche von kleinem Werthe entwendet zu haben. Wie verlautet, waren dieselben im Hausflure, während die Frau des HauseS mit Reinmachen beschäftigt war, aufgehängt. Singer versetzte dieselben in einem Althändler.Geschäste an der Ost Washington Straße für 40 Cents. Er behauptet, die Teppiche in einer Alley gefunden zu haben. Die Dioeese Indianapolis. Pfarrer Gavisk. Kanzler der Diöcese Indianapolis hat dem zur Zeit in Rom weilenden Bischof Cbatard einen statistischen Bericht übersandt. Demselben zufolge find von den 152 Priester in dieser Diöcese 100 in den Ver. Staaten, 31 in Deutschland, 9 in Irland, 7 in Frankreich, 4 in der Schweiz und 1 in Belgien geboren. 86 von den in den Ver. Staaten geborenen Geistlichen erblickten in dieser Diöcese das Licht der Welt. Alle bis auf 3 erhielten ihre Erziehung in Jndiana. Angeblicher Zvelrad-Dieb von dem Bestohlenen abgefaßt. AlS'Omer Ballard, 19 Jahre alt, 630 Süd West Str. wohnhast, per Fahrrad gestern die Straße entlang fuhr, wurde er von einem Manne, der angeblich der frühere Besitzer deS RadeS war und dem dasselbe gestohlen wurde, angefallen und nach kurzem Kampfe zum Absteigen gezwungen. Die Radlerpolizisten Morgan und Samuels verhafteten Ballard und erhoben yie Anklage deS KleindiebftahlS 'gegen denselben". Ballard betheuert seine Unschuld. Massenvervalter für eine Anto mobil-Gefellfchaft ernannt. Im KieiSgericht reichte Alfred D. Hitz ein Gesuch ein, einen Massenver Walter für die Capitol Automobil Co., welche vor 2 Jahren etablirt wurde, zu ernennen. Der Kläger behauptet, daß die Gesellschaft über $3000 Schulden hat und daß eS nur im Interesse Ver Äctlonäre wäre, wenn ein Receiver er nannt würde. Der Richter ernannte JameS L. Barrett zum Maflenver- - walter.

Für das Poftmeister-Amt.

Capt. I. L. Vieler vom Deutsch 'Republik Nischen Club indossirt. Der Deutsch . Republikanische-Club hielt gestern Abend eine zahlreich be suchte Versammlung ab. Die von dem betreffenden Comite un terbreiteten Nebengesetze wurden wie verlesen angenommen. Markige Beschlüsse, in welchen Herr Jacob L. Vieler für daS Postmeisteramt indosfirt wurde, wurden gefaßt. Dann wurden 'noch Routinegeschäfte erledigt. Die Beamtenwahl hatte folgendes Ergebniß : Präs. I. L. Vieler. 1. Vice-Präs. Otto Stechhan. 2. Anton Bayer. 3. C. Guido Bell. Secr. Theo. F. Vonnegut. Schatzmstr. W. A. Grey-r. In der Verbrecher-Gallerie Befindet fich bereits daö Bild des leben?, müden Hochstapler?. Bezüglich des in -Cincinnati durch Selbstmord um's Leben gekommenen Deutschen, von dem angenommen lvird, daß er auch in dieser Stadt Diebstähle in ' den Hotels, ausführte. wird gemeldet, daß man nach längerem Suchen ein Bild deS ManneS in der Verbrecher Gallerie auffand. Sein rechter Name scheint Max Greiner zu sein und man nimmt an, daß er aus Reichendach in Sachsen stammt. Im Gibson Hotel in Cincinnati wären ihm beinahe $12,000,' welche der Juwelier reisende Julius Fränkel mit sich sührte. in die Hände gefallen, jedoch hatte Fränkel die Cassette, .in welcher fich die Juwelen befanden, dem Hotel Clerk übergeben und so erlangte Greiner nur etliche. Kravattennadeln von kleinem Werthe. Im Claypool Hotel hier sührte er einen kleinen Diebstahl aus, er stahl einem Cincinnatier Namens Bettman 2 Meilendücher. In Bezug auf Frl. Liddy Lang, an welche ein in seinem Besitze aufgesundener Handkoffer adres firt war, sagte er vor seinem Tode aus, daß die junge Dame seine Braut sei und daß sie von seiner Verbrecherkar riere keine Ahnung habe. Packete mit der Adresse Max Greiner versehen. sandte er nach New Orleans voraus und man schließt auS diesem, daß er dort nächstens geschästlich" aufzutre ten gedachte. An dem John W "Holtz man Juwelendiebstahl war Greiner nicht betheiligt.'. kontroverse zwischen Polizeirich" ter und GesnndheitSbeamten, Welche das Superior Gericht beschäftigen wird. Vor einiger Zeit erließ die Gesund heits'Behörde durch ihren Sekretär an ihre Jnspectoren die Ordre, darauf zu achten, daß die Alley'S nicht als Lage rungSplätze für Abfälle u. A. auch für Asche benutzt werden. Ein Jnspecto? hatte hinter dem Hause 218 Süd Pine Straße Aschen hausen entdeckt und er hatte an die Be wohner des Hauses die Aufforderung gerichtet, die Asche zu entfernen. Diese scheerten fich nicht um die Ordre, indenr keine von den im Hause wohnenden Familien überhaupt eine Ahnung von diese? AscheAnsammlung haben wolle. Dem Jnspector ging eS wie dem See in .Wilhelm Tell" er ras't und wollt' sein Opfer haben. So erwirkte er denn einen VerhaftS befehl gegen die Besitzerin des Hauses, Fräulein Daisy Twyman von No. 803 Nord Illinois Str. Gestern kam der Fall im Polizeige richt zur Verhandlung, und Richter Whallon fand es geradezu abgeschmackt und widersinnig, HauSeigenthümer für die Handlungen ihrer Miether verant wortlich zu machen; er wies daher die Klage ab. , Der Polizeianwalt appellirte sofort gegen die Entscheidung an daS Supe rior'Gericht .

. Auf 93,944

Beläuft sich Roosevelt's plura lität im Staate. Das Resultat der von der Staats Wahlbehörde vorgenommenen Zählung. Die dreizehn Deputy Bundes.Mar. chälle, welche ernannt worden waren, um die bei der kürzlich stattgefundenen Präsidentenwahl für das National. Ticket in den einzelnen Congreß-Di-st rieten abgegebenen Stimmen einzu sammeln, Übermittelten gestern Vormittag, wie es das Gesetz vorschreibt, dem Staats-Sekretär Storms ihre Berichte. Die Staats.Wahl.Behörde trat so. dann in'der Osfice des Gouverneurs zusommen, um die Stimmen zu zählen. Spät am Abend war sie mit ihrer Arbeit fertig nnd das Resultat war, daß Herr Roosevelt im Staate eine Pluralität van 93,944 erhalten hat. Für die Electoren wurden Stimmen abgegeben, wie folgt: Republikanische: 363,289 Demokratische 1 274,345 ; Prohibitionistische 23.496 People'S ..' .2,444 Socialistische Partei . .... 12.013 Social. Ärbeiter.Partei . 1,598 Total 682,185 Die Republikanischen Electoren des Staates werden am 9 Januar im Saale der Staats-Repräsentanten zusammentreten, um sodann ihre offizielle Stimme für Roosevelt abzugeben. DaS Refutat ihrer Abstimmung wird hierauf dem Präsidenten und dem OberBundeSgericht übersandt werdet. Wieder ein Ranbanfall ans äffener Strafte. Frau E. Mendenhall von 224 Ost St. Clair Straße würde gestern Abend an der Delaware und Fort Mayne Str. von einem Nigger Überfallen und um ihr Portemonnaie, welches $4 enthielt. beraubt. ' v . Polizeiliches, Mm. Bryant, 36, ein Farbiger, 1250 Lafayette Straße, wurde -durch Polizist McZarty gestern, verhaftet und unter die Anklage der .Trunkenheit, des BummelnS und der Behinderung emeS Beamten in Ausübung." seiner Pflicht gestellt. Bryant soll mit der ne ulich vorgenommenen Massenverbaftung von Farbigen in einem Sziiellokale nicht ganz in Einverstündniß gewesen sein und hat fich dann mit dem Polizisten so wett eingelassen, daß dieser fich ge nöthigt sah, ihn einzulochen. . Straftenbahnnnfall.. Thomas Bolar, ein alter Mann, 1522 Ost Nebraöka Straße wohnhaft. fiel gestern Abend von einem Jrvington Straßenbahnwagen und zog sich schmerzliche Verletzungen zu. Die DispensariumsAmbulanz Überführte ihn in ferne Wohnung. Nachdem die beiden kleinen Söhne der Frau Wm. Kreusch in Center, Wis., Zeugen gewesen waren, w:e ibre Mutter mehreren Hühnern den Kopf abgehackt, versuchten sie dieselbe Prozedur an ihrer noch im Säuglinqsalter stehenden kleinen Schwester. Sie legten sie mit dem Kopfe auf einen Block, und der älteste der beiden vielversprechenden Knaben führte einen Hieb mit dem Beu nach ihrem Halje, schlug jedoch vorbei. Als er zum zweiten Hiebe ausholte, wurde ihm das Beil von einem zufällig des WegeZ kommenden Farmer entrissen. In der Holy Jnnocents' Kirche zu Hoboken, N. I., wurde kurz lich eine Gedenktafel an Peter Lee, der 1804 als Sklave der Familie Stevens geboren wurde und 1902 starb, ent hüllt. Lee hat sein ganzes Leben im Dienst -der Familie zugebracht. Vier Generationen hat er gedient. Bei ti nem Tode trauerten die Mitglieder der Familie aufrichtig. Vollzählig wohn ten sie auch der Enthüllung der von ihnen gestifteten Tafel bei. Auf der Tafel stehen die Worte: In liebevollem Gedenken an Peter Lee, 1804 1902." Bischof Waller von Fond du Lac, Wis., weihte die Tafel ein.

DaS grünängige Gespenst

Führte zu einer Schießassaire an ter Nooler Straße. Dem farbigen John Marshall, Hau sirer in Kohlen, wurde gestern Abend von seiner Gattin Lula, als er in sei ner Wohnung 1459 Rooker Str. an langte, ein warmer Empfang zu theil. ?ie feuerte einen Revolver auf' ihn ab. Marshall erlitt eine Verwundung an der Schulter und wurde in's Hoöyital überführt, unter Anklage des thätlichen Angriffs jedoch in der Polizeistation angeschrieben. Lula wurde unter der Anklage des mörderischen Angriffes eingestzerrt. Die Ursache der Schießerei war Eifersucht: sie war der Ansicht, daß er seine Gunst einer anderen farbigen Schönen zugc wandt hatte. ' General James A. Carnahan nicht schuldig. General JameS A. Carnahan von den uniformirten PythiaS Rittern, welcher bei dem vom 15. bis 20. August in LouiSville abgehaltenen Conclave in der Beurtheilung deS Wett-ExercirenS nicht unparteiisch gewesen sein sollte, ist von der vom GroßKanzler Shively ernannten Untersuchungs Commission von aller Schuld freigesprochen worden. Ein neues Connth soll gebildet verden. Der nächsten StaatS'LegZslatur wird eine Bill vorgelegt werden, aus Thei len der CountieS Hamilton, Clinton und Boone ein neues County mit She ridan, zur Zeit die zweitgrößte Stadt in Hamilton County, als County-Sitz zu bilden. ES . ist jedoch kaum anzu nehmen, daß eine derartige Bill eine Majorität in der Gesetzgebung finden wird. Criminal-Gerlcht. Aogeblicher Regieruugs Jnspector bestraft. John Malvney,' ein berüchtigtes In dividuum von der Südseite wurde im Criminalgericht schuldig befunden, dem Albert Rudasel, Maschinisten der Säge. mühle der Balke-Kraus Lumber Co., No. 7 Emerson Place, um $6.50 in Baar gestohlen zu habend . Eines Tages Xwi October erschien er im Maschinenraume, der Gesellschaft und theilte dem Maschinisten mit, daß er Dampfkeffel'Jnspector der Bundesre gierung sei und eine Jnspection vor nehmen wolle. Gesagt, gethan. Seine Haupt'Jnspicirung beschränkte fich jedoch auf die Weste, welche in einem Schranke hing, und aus der er sodann das Geld entnahm. Er wurde gestern zu 6 Monaten Arbeitshaus verdonnert. Diebischer Laufjunge - bestraft. Äarl Jngham, alias Keplinger, wel im Claypool'Hotel, woselbst er als Lausbursche angestellt war, Diebftähle ausführte, wurde gestern im Criminal gericht, trotzdem er daS Blaue vom Himmel wegleugnete, schuldig befunden und zu 185 Tagen Arbeitshaus verurtheilt. Er wäre, seiner Jugend wegen, mit einer geringen Strafe davongekommen, wenn er fich nicht auf das Lügen ver legt, und die Schuld auf einen College geschoben hätte. Auszahlung von Verficherungsgeldern verklagt. Trotzdem fie regelmäßig ihre Aufal gen zahlte, sagt Mary F. Unger in ihrer Klage gegen die Columbian Re lief-Fund-Affociation, weigert fich die Company dennoch, die durch den Todesfall einer Verwandten füllig gewor denen S400 Verficherungsgelder zu zahlen. Sie sucht die Zahlung jetzt auf dem gerichtlichen Wege 'zu er zwingen. -

Phoebe-Verein.

Morgen wird der jährliche Weihnachtsmarkt eröffnet werden. Der vomPhoebe-Verein jährlich zum Besten des Dlakonissen-Hospitals ver anstaltete Weihnachtsmarkt wird morgen, Mittwcch, in verTomlinson'Halle eröffnet und bis zum Freitag Abend abgehalten werden. Wie üblich, werden die Damen an jedem Tage, Mittags und Abends, schmackhafte Mahlzeiten zum Preise von 25 Cents serviren. Die verschiedenen Comites setzen fich wie folgt zusammen: A u f f i ch t s.C o m i t e. Frauen: I. Graue!, H. Roepke, I. C. Peter. Aufsicht über die Tische. Frauen: K. Boese, E. Schwenk. , H a n d a r b e i tR u d e. Frauen: Aug. Aldag, P. F. Nestel, G. Schull, M. Oldendorf, I. Gard. ner, W. Aldag, Ch. Bernlöhr, G.Kern, John Aldag, G. Krause, ChaS. Broich, N.Vonnegut. Schürzen Bude. Frauen: Ch. Prange, L. Pauli, L. Ziegler, F. Schuller, H. Zwicker, S. Bockstahler, K. Wagner, M. Kern, M. Wagner, M. Phiele, E. Vogt, K. Amthor. Schnittwaaren Bude. Frauen: Ch. Wagner, S. Groenert, Ch. Weßling. M. Schwier, , John Rassaco, C. Ruth. M. O. Meyer. L. Rathert, C. Müsfing, W. Lohmann, O. Pleschner, O. Berndt. . Puppen Bude. Frauen: W. Krieger. . J.Mauer. F. Beyer, W. AdamS. Jda Vogt, A. M. Scheffer, WSchlake. M., Hirsch, mann. ' . Möbel Bude. . Frauen: John Schmidt, E. Schmidt, F.'Reiffel, M. Hohn, F. Sramer, M,. Jske, V. Klanke, I. Heddrich, K. Reger, O.' Schopp, E. Hartmann, H. Dewald. Back werk Bude. Frauen: L. Schlegel, C. Rahe, E. Elbrecht, W. Maschmeyer, ,W. Her man, M. Ruskaupt, E. Schaeffer, H. Kattau, R. Reick, Frl. M. Fette, M. Lichtenauer. C a n d y und Limonade Bude. Frauen L. Burk, A. Renner, G. Prange, B. Polster, B. Meier, C. Baus, S. Rennegart, S. Schory, L. S!evin,D. Adam, E. Prange. Jce Cream Bude. Frauen M. Culmann, H. Rüsse, A. Schuhmacher, S.Schweikel, A.Steffen, A. Spangenberg, ,S. Schlesky. S Schlenzker, K. Dierdorf, M. Roth, E. Stolte, Frl. E. Reller. Kaffee und Austern Bude. Frauen E. Schla'ke, E. Wiese, B. Vorster, M. Danner,. L. S.' Beer, mann, D. Nieman, H. Henschen, W. Beermann, C. Stehlin, M. Nenman. 1. Tisch. Frauen C. Boese, E. Knödel, C. Rothert, C. Schumacher, H. Bonke, I. Ruöcke, S. Baumsührer, E. GieS. ler, C. Cathauer, M. May, K. Fah. rion, FrlS. H. Handftein, K. Dntton. 2. Tisch. Frauen: C. Boese, E. Guth. M. Pottick, L. Grah. L. Grimm, J.Grieb, C. Heun, S, Kiemeyer, E. Kloepper, C. Koß, S, Kelpin, E. Klein, Jda Bründlein. . 3. T i s ch. , Frauen: H. Boese, K. Grasow, S. WolterS, C. Band, S. Bufcher, S. Mathews,' H. ,Reyer, H. Jsenflamm, L. Roth, P. Jllig, M. Bachemeyer, A. Korner, Mi s chte ! ch. Frau H. HenrichS.

Auditorium Bar. rJ, Meinen Freunden und Gönnern zur gefälligen Nachricht, daß ich eine neue Wirthschaft unter obigem Namen in 449 Virginia Ave. eröffnet habe. Ich werde mich stets bemühen mit den besten Getränken und Cigarren, sowie mit einem seinen Lunch aufzuwarten. Um gütigen. Zuspruch bittend zeichnet Achtungsvoll . - - Gustav Doebber.

Nachrichten aus Jndiana. Versailles, 28. Nov. Aerzte, welche' Clifford Darling, den Mörder seiner Frau, auf seinen , geigigen Zu stand untersuchten, haben erklärt, daß er Jrrfinn nur fimülirt. GreenSburg, 28. Nod. Frl. Anna Willoughby, 22 Jahre, machte gestern ihrem Dasein mittelst einer Do fis Strychnin ein freiwilliges Ende; Liebeskummer hatte fie zur Verzweiflung getrieben. C olu m.b us,, 27. Nov. Die Geschworenen, vor'' welchen George Hayes unter- der Anklage des MordeS prozesfirt wurde, brachte nach einftün diger Berathung einen Wahrspruch auf nicht schuldig ein. HayeS wurde so fort in Freiheit gesetzt. Noble sville, 23. Nov. Die

Geschworenen vor welchen der Prozeß gegen den der Ermordung Fred Kiser'S von Elwood angeklagten Andrew I. Baker verhandelt wurde, haben den Angeklagten nach .20-stündiger Be rathung freigesprochen. B l o o m i n g t o n, 23.Nov. Der große Leihstall von Charles PivenS wurde gestern Abend, vom Feuer total zerstört; 25 Wagenpferde kamen in den Flammen um. Dem Schaden von $5000, welchen PivenS erleidet, steht nur eine Versicherung von $1500 gegenüber. ' , Hartford City, 23. Nov. Daniel C. De Witt, einer der reichsten Oel"Farmer in Blackford County, ist seit dem DanksagungStag spurlos verschwunden.' Er hatte zur Zeit etwa $90 in seinem Besitz und seine Familie und Freunde glauben, daß er daS Opfer eines Verbrechens wurde, Jef-fersonville, 23. Nov.. Nach ..einjähriger versuchsweiser Ein führung ist der SonntagSschlußvertrag . zwischen den Grocers und den ClerkS abgelaufen und dürfte kaum erneuert werden. Eine der größten Firmen gab gestern bekannt, daß sie Sonntags von acht bis zwölf Uh. offen halten werde. Andere sollen - durch die Hinterthür "' verkaufen! . P r i n c e t o n, 23. Nov. Hier mußte . der Leichenmg des vor einigen Tagen verdorbenen Farmers Harrison Whiting unterbrochen werden, weil auf einer in der Nähe gelegenen Farm deS Herrn Will Volkmann ein Brand, aus gedrschen war, der die thatkräftige Hilfe aller Leidtragenden nöthig machte. Volkmann hatte, um. sich an dem Be gräbniß betheiligen zu können, seine Kinder daheim gelassen und hatten dieselben in der Küche ein Feuer ent zündet, welches das Dach der Küche in -Brand setzte. Dank dem energischen Eingreifen der Anwesenden wurde das Feuer rasch gelöscht, ohne daß ein nen . nenswerther Schaden zu verzeichnen war, worauf nach mehr als dreiviertel stündiger Verzögerung der Zag der Leidträgenden nach dem Kirchhof fort gesetzt wurde. M t. Vernon, 23. Nov. Joe Whitecloud, . ein Mischblut.Jndianer, fungirte seit, geraumer Zeit im Bair Hotel in Carmi als Nacht.Clerk und ' ließ eö sich dieser Tage einfallen, . sein Auge wohlgefällig auf 2 lleberzieher ruhen zu lassen, die Gästen von Bin cennes gehörten. Dieses Wohlgefallen steigerte sich bei dem Gedanken, wie. majestätisch die Weiße Wolke- in dem lleberzieher leichter und schwerer Qua lität wohl ausschauen möchte. , Der Wunsch ist meist Vater deS Gedankens und so dauerte eS nicht lange, da war die Weiße Wolke" am Horizont deS Hotel-HimmelS in Carmi verzogen und hatte sich zur Gesellschaft die beiden lleberzieher mitgenommen. ..Um sich gegen böse Menschen wirksam schützen zu können, bewaffnete sich die Weiße Wölke" auch noch mit einem dem Eigen l thümer deS Hotels gehörigen Revolver, -

steckte sich außerdem die Moneten ein und zog seines Weges - ar bald aber V wurde er 'au5 allen seinen Himmeln gerissen, denn Marschall Williams von Mt. 'Vernon kriegte ihn beim Wickel und brachte ihn nach Nummero Sicher.