Indiana Tribüne, Volume 28, Number 82, Indianapolis, Marion County, 26 November 1904 — Page 6
Jndianq Tribüne, L. November 1901.
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: MmKeHr ; f 4 4 t Hon Anna Vogel vom piclberg 4 00r war früher da als sie und gmcz langsam, die Hände auf dem Nucken, den blonden, ausdruckst vollen Kopf gesenkt, m Nachsmnen verloren, den langgestreckten Korridor des CeNchtZg:bäuves auf und ab. Durch die Fenster fiel das graue Licht des regnerischen Septei7.bertages herein und ließ die kothigm Spuren der vielen Füße sehen, die heute schon den Korridor beschulten hatten. Auf der einen Seite eine Anzahl hoher Thüren mit tiefen Nischen; auf der anderen, ihnen gegenüber, lange Bänke, darauf die Leute saßen, die für heute beschicken waren, um hier ihre Händel auszutragen. Eine gemischte Gesellschaft aus den verschiedensten Ständen, Männer und Frauen, Kläger und Geklagte. Und unter ihnen war auch er Doktor Viktor Hartmann seiner Gegnerin harrend, seiner Frau, um mit ihr vor den Richter hinzutreten. Es handelte sich darum, die Vande zu lösen, die einst die Liebe um sie Beide geschlungen. Wer ihm das damals, vor fünf Jahren, vorausgesagt hätte! Sein Kopf sank noch etwas tiefer auf die Brust herab. Klar zu machen wußte er es sich nicht mehr recht, wie es angefangen, daß seine Ehe sich so ganz anders, als "er es erwartet, gestaltet hatte. Nur wirre, unerfreuliche Bilder von Streitigkeiten aller Art zogen an seinem Geist vorüber; kleine Mißhelligkeiten, die sich aber fortgesetzt steigerten, bis sie sich allmälig zur Pein verdichteten. Und den Gesammteindruck davon empfand er in dieser Stunde als so unangenehm und trostlos, daß es ihn plötzlich mit brennendem Verlangen überkam, es möchte alles nur schon vorbei sein, und er hätte die zum allerletzten Male gesehen, die ihn so bitter um sein Glück und seine Illusion von Liebe und Ehe betrogen. Vor der quälenden Ungeduld, dieses Letzte hinter sich zu haben, schwand die Versunkenheit von ihm, und er wurde seiner Umgebung wieder gewahr. Mit rasch erhobenem Kopfe schaute er um sich und sah, daß sich der Korridor inzwischen gelichtet hatte. Die Bänke waren bis auf zwei leer geworden. Auf einer saß ein junger Mann in Arbeiterkleidung, auf der anderen eine junge hübsche Frau mit einem weißen Spitzentuch auf dem kokett frisirten Kopfe, das einfache Kleid durch eine scbwarze Schurze geschützt. In sin sierer Verbiß enheit saßen sie da. die Blicke feindselig voneinander abgewen det zwei Gegner, die auch ganz den Eindruck machten, scheidungslustige Eheleute zu sein und aus der Hand des Richters endgiltig ihre gegenseitige Freiheit zu empfangen. ' Er musterte das Paar in flüchtiger Neuaier und sah dann nach der Uhr. die wenige Minuten vor Zwölf wies. Merkwürdig doch, wie er sich beeilt hatte, hierher zu gelangen. Und merkwürdiger noch, wie man sich hastet, von etwas loszukommen, für dessen Besitz man einst das Leben hingegeben hatte. Leichte, rasche Schritte kamen die Treppe herauf. Unwillkürlich wandte er den Kopf. Eine schlanke Gestalt in eleganter schwarzer Toilette tauchte auf. Sie war es Jella. Sie sah ihn wenige Schritte vor sich, allein sie ging mit abgewendetem Gesicht an ihm vorbei zu der Bank vor jenem Saale, darin sie Beide zu den vorgeschriebenen Versöhnungsversuchen bereits zweimal gewesen waren. Ptetj nahm sie nicht. Sie lehnte nur ihu7. nassen Schirm an die Bank und blieb seitwärts beim Fenster stehen, , blickte durch die angelaufenen Scheiben hinaus in den trüben Tag mit gleichgiltiger. unbewegter Miene. Sie vernahm die streitenden Stimmen, die aus dem .Saal herausklangen, aber sie horchte nicht darauf. Was ging es sie an, worüber andere verhandelten! Sie war ganz und völlig eingenommen von dem einen: die Stunde der Befreiung hat geschlagen. Zum dritten Male noch hinein in diesen Saal und dann weg erlöst, als ihre eigene Herrin. Q wie das schön sein wird, endlich wieder ganz frei zu sein, unabhängig von dem Willen eines anderen, der den ihren immer hatte knechten wollen! Unbeweglich harrte sie in der Fenstermsche und hatte keinen, Blick für den Mann, der doch einst ihre Gefühlswelt vollständig beherrscht. Er aber mußte immer wieder auf sie hinschauen, und ihm war's, als wäre plötzlich etwas in ihm umgeworsen worden, sein Groll gegen die Frau, die er so eifersüchtig geliebt, daß er sie am liebsten von aller Welt abgeschlossen hatte, und die nun bald das Recht besitzen sollte, ifyu die Thür zu weisen, wenn er es sich beifallen ließe, ihre Schwelle zu betreten . . . Jeder andere durfte nun ganz ungehindert zu ihr kommen, nur er allein nicht. Ein Gefühl der Pein senkte sich auf seine Seele, ließ ihn als Demüthigung empfinden, was doch blos die natürliche Folge seiner freien Entschließung war. Er wollte es überwinden. doch er fühlte plötzlich, daß er seine ganze Willenskraft aufbieten mußte, um entschlössen zu bleiben. Wie er sie ein paar Schrijte nur entfern! vor sich sah, das Antlitz in seiner reinen Profillinie ihm halb zu;,enendet.
m ihrer dunklen . Schonven, nm oem kalten Blicke in den hellen Augen, die in so leidenschaftlicher Zärtlichkeit aufflammen konnten, da spürte er, wie der alte Zauber, dem er einst erlegen, wieder begann auf ihn zu wirken. Und wenn er vielleicht früher nicht so stark die vornehme Eleganz ihrer Erscheinung empfunden hatte nun prägte sich ihm dieselbe mit unverwischbarem Eindruck ein: nichts Auffallendes in der Toileite, alles von gewählter Einfachheit eine wahre Dame. Sein Blick war unverwandt auf sie gerichtet, als wollte er sie zwingen, ihm gleichfalls Beachtung zu schenken. Allein sie-that es nicht. Er sollte sehen, daß
sie Mit ihm fertig und nur da war, um einer aesetzlichen Formalität zu genügen. Er wandte sich hastig ab, als woUe er vor ihr und den beiden anderen auf den Bänken verbergen, was in ihm vorging und daß er mit emem Male, so sentimentale Anwandlungen bekam. Im nächsten Augenblicke öffnete sich die Thür. Die letzten gegnerischen Parteien in Bagatellsachen kamen heraus, das Arbeiterpaar, dem das Warten schon etwas zu lang geworden sein mußte, beeilte sich, dem Namensaufruf Folge zu leisten, und hastete m s Amtszimmer hinein. Jella und Viktor waren allem. Aus dem Saale klangen laut genug und mit verschiedenem Klang die Stimmen heraus: trotzig die der Frau, erbittert die des Mannes, mahnend die des Richters. Eine Weile hörte Viktor hrrrrnif hrmn fnrn ?5 rilHhfisf) mit unüberwindbarem Drang über ihn. Und ehe er es noch denken konnte, stand er hnr seiner Krau. Qum lenten Male sind wir bier. u. . .. l J:lla. Soll's dabei bleiben? Gedampft, eindringlich klang sem Ton. Sie schaute erstaunt trnf. Also doch? Er wollte die Versöhnung? Aber sie mnI7t Urt Hihüt stA aam krank u ' i i vom Druck des Ehejoches und des fremden Willens, der auf ihr gelastet. In ihr war nur Sehnsucht nach Freiheit, Reden, thun und handeln können nach Belieben, Verkehr pflegen, mit wem sie wollte, an ihrer Familie hangen und sie unterstützen dürfen-nicht heimlich, nicht in Bangen und Zagen vor Entdeckung, sondern frei und offen-von dem Geld, das sie dem eiaenen Fleiße und Talente dankte und erwarb. 'Er ober war darüber immer bös geworden, als ob es an ihr ein schlechter Zug wäre, daß ihr Herz an den Ihren hing, Im Nu zog ihr das alles durch's Gemüth aufreizend, verbitternd, jedes weichere Fühlen scheuchend. In ihre schönen Augen trat ein kalter Glanz. und hart drang ihre stimme an sein Ohr, als sie mit unbeugsamer Festigkeit zur Antwort gab: Ja, es soll dabei bleiben." Ist das Dein letztes Wort?" fragte er gepreßt. Sie neigte den Kopf. Ja." Er brauchte etn Weüchen, um die Bitterkeit, die in ihm aufstieg, zu bezwinaen Und wenn es Dir dock einmal leid ifiirn sollte clla?" " Sie zuckte lässig mit den Achseln, Das ist dann meine Sacke. Es wird mir aber nicht leid thun. Ich war zu sehr beengt und will endlich wieder mir selbst gehören " .Dir selbst!" entaeanete er kerb, Saa lieber? Deinen Leuten'" 3nim auck aewik? sie kaken doch ein natürliches Recht auf mich." tn seinen blauen Auaen blikte es zornig auf. Bon dem Augenblick an, da Du mein Weib geworden bist, war alles und jedes Recht auf meiner Seite allein," raunte er ihr gedämpft zu und ' ' - . u wollte mit unwillkürlichem Griffe ihre fiand erfassen. ' ' Sie wich zur Wand zurück und verschränkte fest die Hände. Allein sie that ibm nickt den Gefallen, sick aleickfalls zu erregen. Das lag hinter ihr der Sinn für leidenschaftliche Szenen. Sie blieb kalt Du bast es auck aenüaend ausaenützt und aus mir eine Sklavin machen wollen, wenn ich es nur geduldet hätte, Aber so wehrlos war ich doch nicht, Und auch nicht so schutzlos, wie Du es aern aebabt hättest." .Sckuklos!" Er lackte leile vor sick hin. Nun, Deine Leute haben Dich gut geschützt. Sie haben sich zwischen Dich und mich gestellt, haben Dich in unerbörter Meise aufaebekt und Dick mir iqnetzlich ganz entrissen. Und warum das alles? Um Dich besser noch. um Dich gründlich ausbeuten zu können!" Wieder einmal war da? Wort ae- ' w - - - t ij- ' V " m a-a
fallen, das zu hören sie nicht ertragen willig verlassen und Dich für sie entkonnte, das sie stets wie ein Peitschen- schieden: für Deine Mutter, die als Kieb' traf. Vielleicki aerade deshalb Wittwe eines hohen Beamten ihre aus-
weil es berechtigt war. Vor diesem kömmliche Pension bezieht; für Deine einen Worte der Ursache und Fort- Schwester, die von dieser Pension mitwirkuna aller 5Zwietrackt unter ibnen Zehrt, weil sie zu faul und dumm ist,
schwand ihre Ruhe, ihre 'Kälte. An sich auf eigene Füße zu stellen; für Deidiesem einen ' Wort? entzündeten sich nen Bruder, der in Geldsachen an fnschlimme, baßvolle tteaunaen in ibr. volem Leichtsinn seinesgleichen sucht
.Qör' auf'" rief sie ibm aus zusammenaevref.!en Näbnen bervor mit 'loderndem Blick zu. Ich duld' es nicht, daß Du in dieser Weise von den Meinen sprichst. Es wirkt auf mich doch immer nur im gegentheiligen Sinn das weint Du. Und darum sollst Du es jetzt auch endlich einmal wissen: ia. ick bin den Meinen treu und will es sein, ohne Furcht, daß es mir ein anderer, verwehren kann, dem es deshalb 1 . . ' . ' nickt paßt, weil er es 'sich selbst entzogen fühlt Es war gesagt, das Wort, das sie ibm dre aanzen 5labre ber trok -aller
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Der Wine of Cardul at seine Probe bestanden. Er hat die Großmütter, Mütter, Schwestern und Tochter zweier Generationen kurirt. Er kurirt fünfundsiebzigjährige Frauen. Er kurirt heute noch Frauen von solchen Leiden, wie unregelmäßige Perioden, unerträgliche Schmerzen, Entzündungen der verschiedenen Theile, Nervosität und Schwächen aller Arten, besonders des weiblichen Geschlechtes. Der Wine es Cardul ebnet den Pfad zur Jungfernschaft, verhütet schwere Leiden beim Eintritt in die Mutterschaft, indem er die Funkturnen etablirt, welche zur weiblichen Gesundheit nöthig sind. Als ein Mittel zur Beförderung der Menstruation dient er als Unterstützung einer Z?rau lebenslänalick. bereitet sie auf die Vrüsunasuunde der Geburt vor. und versichert ihr eine schnelle Rückkehr
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kzesttaen 'Auselnanderienungen doaz me mals in' Gesicht zu schleudern gewagt hatte. L Sie sah, daß er jäh zusammenzuckte, db zedn Blutstropfen aus s emem Antlitz schwand, und sie empfand es ...hl. r.. .f. c... r t rr. c.n w io Tiogioaeno: cer ? a uno tief. Sie war gerächt für alle Knechtung, die ihr von seiner Seite zu Theil geworden war. O ' tr - i . -i . c . A)as öiio war es, oas war oer Schlüssel für die Wandlung, die all- . ,' , . . c . - r mang Mir ior vorgegangen oas auberwort der Ihrigen mit dem sie Jella ste f beeinflußt und sie dahin getrieben batten sick von lbm frei ,u matten! Und sie hatte den Muth gefunden, es ihm so brutal vorzuwerfen! Allem gerade an der tiefen Demuthigung, die sie ihm da mit Absicht und Bewußtsein zugefügt rankte sich sem gutes Selbstbewußtsein empor. Und r schien formlich vor ihr zu wachsen als er ihr nach einem kurzen, schwul lastenden Sich chweigen die Antwort gab. die er ihr endlich und zum dauernden Gedächtniß geben mußte. . "Du sollst nun klar sehen. Jella, und die Wahrheit hören." t Sem Ton klang knapp und trocken wie es so eme letzte Abrechnung mit sich brmgt. Wenn lch darüber auch mcht viel gesprochen habe Du weißt es doch, daß es mich xuai qm, maim ovn leiten, ernstem Streben und voraus sichtlich schöner Zukunft, die sich bei der von Mir eingeschlagenen Laufbahn wohl erwarten läßt, teilweise wenigi,tens m ver cyulo meiner yxan zu stehen. Du weißt aber auch, daß ich hart geschwankt habe, Dem Loos an meines zu ketten, so lange ich Dir bei memer Mit Neprasentanonszwang verbundenen Stellung eine völlig sorgenlose Existenz nicht bieten konnte. Nur wolltest Du nichts davon wissen, daß wir noch em, zwei Jahre bis zu meiner Berufung m's Ministerium hatten warten sollen-eben, weil es Dich drängte, von Demen Leuten loszukommen, die Dir Dein Geld immer so gründlich abnahmen daß für Dich selbst, kaum etwas übrig blieb. Und weil ich Dich sehr liebte, bin ich schwach genug gewesen, oarem zu willigen, oer Mann emer Frau zu werden, die mit ihrer Schnftstellerei ebensoviel erwirbt. . f .fi n i c . ic , a:s icv uno oaraus pocyeno mir stets Unbotmäßigkeit gezeigt hat. Wovon Du aber nichts zu wissen scheinst," fuhr er, da sie ihn unterbrechen wollte, ruhig und mit kälterem, schärferem Ausdruck fort, das ist die gesetzliche Bestimmung, daß dem Manne das Verfügungsrecht über das von der Frau in der Ehe Erworbene zusteht. Ich konnte Dich also festhalten und auf meinem Recht bestehen. Auch könnte ich l'tz noch die Einwilligung zu unserer Ehescheidung verweigern, und Du konntest dann erfolglos nach Gründen suchen, welche Dir die Möglichkeit bie ten würden. Dich meiner zu entledigen, Aber ich will das alles nicht. Du bist für mich mcht, was Du sem sollst und was ich von Dir erhofft habe. Ich I w- , y y r jrv w 7 IaWa lA A 1 1 A V. IA A A M um uc u muu, Du mir vorgezogen hast damals, vor sechs Wochen, als für uns alles davon abhing und ich Dich vor die Wahl stellte: sie oder ich. Du hast mich bösund es m semeM Amt niemals zu etwas bringen wird. Ich weiche also Deinen Leuten, lasse Dich ihnen aber wenn sie dann für Dich die Mühlsteine 'geworden sind, die Dich zerreiben wie ein Korn, dann denk zurück an diese Stunde, Jella, und trag' es mit Ergebung. Denn Dir wird dann nur, was Du gewollt und auch verdient hast. Vergiß es aber niemals. Jella. daß ich Dich in entscheidender Stunde gewarnt t rfii vr ! . yaoe. uno im ienien Augenona noco zur Versöhnung bereit gewesen bin." Sie hatte ihn zu Ende reden lassen müssen sie wußte nicht warum. Vielleicht nur aus dem unklaren Gefühl
Medizin? bie weint Mutter SsörauHte.
ihrer Kräfte, welche zur Mutterschaft nöthig sind. Wenn der Wine of Cardul hie und 'Schwäche - Anfälle, und zur Zeit des Lebenswechsels wird er ein gesundes, hohes Alter
Dieses berühmte . Stärkungsmittel für Frauen ist im Bereiche aller Leidenden. Damit ist keine Auslage für emen Spezialrsten für den Gebrauch verknüpft. Bestellen Sie sich noch heute eine Dollarlasche bet Ihrem Apotheier. und können Sie dieselbe vollständige Kur. welche über 1 600,000 andere leidende Frauen erzielt haben, gewinnen. Ihr Apotheker wird Ihnen dieselbe Medizin verkaufen. welche d:e Grohmutter, Mütter, Schwestern und Töchter vor fünfundsiebzig Jahren kurirt hat. . te5 V "mge von den 1.600.000'kurirten Frauen, welche ihre Gesundheit, und in Fällen selbst ,hr Leben dem wine of Cardul verdanken. Beim Durchlesen dieser Liste sollte jede Leidende überzeugt sein, den Wine of Cardul zu gebrauchen. . . . Iran (kVarkeS Mason, Mze.PrLfldentin. MotherS' tlluB. Houston, Tex. Iran L. M. Tyonson, Director, Leethoden itoflcal Cocietlz. 1469 Second Ctr.. Loulsville. h. Fra (Staxa SmUh, The Shakespeare. Phoenix. Ariz. Iran Lizzie H. Thompson. 85 West 88. Str., New York City. SW Fredrlck Nirdlknger, 395 Broad Ctr.. Philadelphia. Pa. Fra A. . Seott. 736 Cüd Hlll Str.. Los Angeles. Cal. - Können Sie eine bessere GesundheitS - Garantie, als dieses Verzeichniß. verlangen ? Veginnen Sie heute noch mit der Kur l
heraus, baß sie zu weit gegangen war. Nun, da er schwieg, und sie seinen Blick groß und fest aus sich gerichtet sah, als wollte er sie zwingen, Einkehr u halten und sich als Schuldige zu be-' kennen, nicht als sein Opfer, als welches sie sich stets gefühlt, ein Glaube, der von ihren Verwandten geflissentlich genährt wurde nun brach die letzte tiefste Bitterkeit aus ihr hervor in dem Gedenken alles dessen, was er ihrer selbstständigen Natur an Bethätigung ihres Unabhängigkeitshanges verwehrt. Es machte sie ungerecht gegen sein innerstes Wesen, darin sie nur den Ty rannen erkennen wollte; es verhärtete ihr Herz gegen die ernste Eindringlichkeit seiner Worte. Ich habe nichts mehr zu bedenken," fiel es mit kaltem Troz von ihren Lippen. Ich weiß, was ich thue weiß, was ich will. Und ich will von Dir frei sein!" In ihm wallte es auf. Schmerzlich und wie haßerfüllt. Und doch wiede: bang und weich. Ein einziges Mal nur nicht diesen herben, eisigen Ton aus diesem schönen Munde nur einen einzigen milderen Blick aus diesen wunderbaren Augensternen und er hätte sie an sich reißen wollen, um sie nicht wieder loszulassen. Aber nein, mit ihr verstockt, verblendet, wie sie war war nichts zu machen. So mochte sie denn ihren Willen haben! Daß sie es unma: oocy oereuen wuroe propyeicy fast stand es vor seinem Geist. , So sei es!" Mit einer Kopfneigung trat er zurück und wandte sich ab. Er hatte ihr nichts mehr ZU sagen. Die Thür hinter ihm that sich auf, das Arbeiterpaar erschienenes nach dem anderen in kurzer Zwischenpause. Zuerst er, dann si. Und der Mann wartete auf das Weib, weil er ihr noch etwas sagen mußte. Mit demselben trotzigen Gesicht, mit dem sie in das Amtslokal hineingegangen war, kam sie heraus und wollte mit hochragendem Kopfe an ihm vorbei. Er trat ihr in den Weg, ließ sie nicht weiter. So, Lisi," sagte er laut in verbissenem Zorn zu ihr, jetzt sind wir miteinander fertig und jedes von uns frei. Aber das sag' ich Dir, wenn ich Dir auf was draufkomm', nämlich daß D' vielleicht ein'n anderen hast, und mich darum bast loshab'n wollen, dann gibt's was! Dann krieqst von mir ein'n Denkzettel, Du falsches Ding, daß Dich kein anderer mehr anschauen wird. Jetzt weißt's, und ietzt richt Dich danach. Unglücklich g'nug hast mich g'macht, und darum sollst Du mit kein' anderen glücklich werd'n. Merk Dir s. was ich Dir g'sagt hab' und jetzt geh zum Henker! Sie lachte ihm höhnisch in's Gesicht. Dorthin kannst Du selber gehn', ich bin noch für was Besseres da und dank' meinem Herrgott, daß ich von Dir und Deiner blöden Eifersucht erlöst bin, dalketer Narr Du!" Sie warf den Kopf zurück, schlüpfte gewandt an ihm vorbei und eilte davon. Dabei, klang ihr spöttisches Auflachen an sem Ohr. Er starrte ihr ein Weilchen finster nach, raffte sich dann -auf und entfernte sich, Schimpfworte murmelnd, über die Treppe. Und so stirbt Liebe! überkam es Jella. So endet eine Ehe, die wahrscheinlich frohen Herzens, unter glücklichen Anzeichen geschlossen worden war, ganz wie bei ihnen selbst, die nun auch auseinander gehen sollten wie zwe Fremde, die niemals in Liebe und in Leidenschaft eins gewesen waren. Angewidert von diesem Abschluß eines Ehedramas aus dem Volke, mußte sie unwillkürlich auf Viktor hinschauen und sah ihn lachein, so ganz eigen, yerv verächtlich das .Lächeln eines Pessi misten, der von den Menschen Gutes nicht erwartet. Und dabei bohrte sich sein Blick fest in ihren. Nun?" fragte er sarkastisch. War das nicht reizend dieser Abschied? Verdient er nicht nachgemacht zu werden?" Er lachte voll Geringschätzung kurz auf. Was für eine traurige Komodle ist dock das Leben und die oTU1 ',, . LCCVv - ri Liebe! Und mit den Jmgern schmv-
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pend schlenderte er nachlässig den Kor ridor hinauf Sie hatte das Gesicht rasch zur Seite gewendet, weil sie fühlte, daß ihr in jähem Schwall das Blut bis zu den Schlafen stieg, denn ihr Inneres gab ihm recht. In allem. Auch in dem. was er ihr vorhin über sich und sie und ihre Verwandten gesagt. Und iedes Wort, das er gesprochen, klang neu in ihr auf ernst, ruhig, eindringlich und es schien ihr Plötzlich verwunderlich, was sie in diesen Worten so sehr zum Trotze aufgestachelt, daß sie ihn mcht wenigstens m Ruhe abgewiesen hatte.' Wenn die Umstände einen schon zu einem Schritte wie die Ehescheidung nothigen, muß man denn ganz m Feindschaft auseinandergehen? Kann man denn wenn .man schon emmal nicht zueinander paßt nicht auch still und friedlich voneinander scheiden, ohne Haß und Groll? Warum denn nicht? Sie wollte es bewelien, wenn sie ihre Freiheit haben würde. Und dieser Vorsatz that ihr wohl. schuf ihr plötzlich eine stille Freude. Sie hatte ihn ja doch so lieb, so leidenschaftlich lieb gehabt und wünschte ihm nichts Schlechtes, warf keinen Haß auf ihn. Nur paßten sie eben nicht zusammen das allein trennte sie, zwang eines vom anderen los. Herr Doktor Viktor Hartmann und Frau Jella Hartmann!" rief laut die Stimme des Amtsdieners auf den Flur hinaus, und wenige Augenblicke später stand Jella mit ihrem Manne vor dem Richter. Er wies ihr hoflich den Stuhl seitwärts von seinem Schreibtisch an und suchte aus den Akten, die daraus lagen, Zwei Schriftstücke hervor, legte sie vor sich hin zurecht und richtete seinen Blick forschend auf die junge, schöne Dame. Sie sind heute zum dritten und zum letzten Male da, gnädige Frau," sagte er in ruhigem, eindringlichem Tone, um Ihren Willen kundzugeben, ob Sie auf der einverständlichen Ehescheidung von Ihrem Gatten beharren. Sind Sie sich der Tragweite Ihrer Handlungsweise bewußt und bestehen Sie endgiltig auf der Scheidung, dann antWorten Sie mit Ja." - Sie sah den ernsten Blick des Richters auf ihr haften, in einer Weise, als wollte er ihr Innerstes durchdringen. Und alle die Sicherheit, die sie vor zehn Minuten noch empfunden, gerieth in's Schwanken, ließ sie mit einem Male im Stiche. Ihr war's zu Muthe, als stürze plötzlich etwas in ihr ein. was sie so lange fest und stark erhalten, und all ihr starrer Trotz gegen den Mann, dessen Namen sie trug, ging unter in einem Gefühle der Anlehnungsbedürftigkeit an einen stärkeren Willen als den ihren, der sie, wie sie das nun mit greller Klarheit fühlte, in die Irre getrieben hatte. Ich weiche also. Deinen Leuten," klangen Vikcors schroffe Worte in ihr nach, lae wxq innen aoer wenn sie dann für Dich die Mühlsteine geworden sind, die -Dich zerreiben wie ein Korn, dann denk zurück an diese Stunde, Jella, und trag es mit Ergebung: denn Dir wird dann nur, was Du gewollt und auch verdient hast. Vergiß aber niemals, Jella, daß ich Dich in entscheidender Stunde -gewarnt habe und im letzten Augenblick noch zur Versöhnung bereit gewesen bin." Und wie mit Hammerfchlägen dröhnten diese Worte nun an ihr Herz. Sie wußte, dachte, fühlte nichts mehr als das eine, daß sie sich verloren hatten. Blitzschnell durchzog ihr diese Erkenntniß Gehirn und Herz, und hilflos sah sie von dem Riazter weg auf Viktor, dessen Äugen unverwandt an ihrem bleichen Antlitz hingen. Ruhig und durchdringend, mit einem Ausdruck. daß er von seiner guten Sache überzeugt fei. Nun, gnädige Frau," fragte der Richter nach einer Pause, in der er vergeblich auf ihr Ja. gewartet, beharren Sie-im Ernste auf der Ehescheidung? Wieder suchten ihre Blicke jene Viktors, und da fand sie darin emen seit samen AusdruiZ: Bangen, Fragen und Gebieten. So reiß Dich doch los. w-nnj Du es kannst! So reiß Dich los vonj
da gebraucht wird, verhütet er sichern. X. einem, der es mit Dir besser meint als Du mit Dir selbst! Und sie ' erhob sich jäh von ihrem Sitze. Tic:nlu Klar und bestimmt kam es aus ihrem Munde. Und sonst nichts. Aber sie trat auf Viktor zu. streckte ihm die Hand entgegen und sah ihn biitend an mit einem Blicke, der ihm offenbarte, daß sie sich nach langem Irren gefunden hatte und 'anders geworden war, als sie es bisher gewesen. So anders, wie er es von ihr verlangt und auch hatte verlangen dürfen. Eine Minute später war von Beiden das Protokoll unterzeichnet, daß sie von dem Begehren der Ehescheidung zurückgetreten seien, und Arm in Arm entfernten sie '.sich aus dem Gerichtssaal als zwei Menschen, die sich nach fünfjähriger Liebesehe voller Stürme nun erst in unerschütterlichem Vertrauen aefunden hatten. Dir Enilkclzung drs Mais. Ueber die Entstehung des Mais eristirt bei den Indianern die folgende hübsche Sage: Ein junger Indianer begab sich in den Wald und baute sich dorten eine Hütte. Er bat dann den großen Geist, ihm eine Gabe zu verleihen, die seinen Mitmenschen zum Segen gereiche. Es erschien darauf dem Indianer ein Geist in Gestalt eines jungen Mannes, der mit grünen Kleidern angethan war und dessen Haupt grüne Federn schmückten. Ter Geist erklärte dem Indianer, daß sein Wunsch in Erfüllung gehen werde, wenn er in einem Ningkampfe mit ihm Sieger, bleibe. Ohne einen Augenblick zu zogern, nahm oer iunge Ztrleger oie Herausforderung an. Drei Tage lang rangen die Beiden resultatlos mit einander. Am Schlüsse des dritten Tage sagte der Geist-ndlich dem Indianer: Morgen wirst Du über mich trmmphlren, und Deinem Herzenswunsche wird dann Genüge geschehen. Ich habe aber eine Bedingung zu stellen: Wenn Du mich zu Boden geworfen hast, so begrabe mich auf der Stelle, wo ich gefallen bin, und verlasse dann unverweilt den Platz. Kehre aber in kurzen Zeiträumen zurück, halte mein Grab von Unkraut frei und lege freche Erde auf die Stätte." Wie vorhergesagt, siegte der Jndmner am folgenden Tage über den Geist; seme Instruktionen befolgte er buchstäblich. Nicht lange dauerte es, als der junge Krieger zu seinem Erstaunen aus der Grabstätte Federn sprossen sah, die sich allmälig zu voll ausgewachsenen Pflanzen mit goldig schimmernden Körnerfrüchten entwickelten. So wurde der Menschheit der Mais gebracht, .der sich als ein Vorbote für Reichthum und Gesundheit erwies. Der Sparkassenverwalter Teubner in R'ömhild wurde von einem italienischen Arbiter übe.fallen, mit einer Hacke niedergeschlagen und einer Summe von 2200 Mark beraubt. Teubner ist schwer verletzt. Der Th'äter ist entflohen. Der Rechtsprakt.-ikant Alexander Freiherr v. Watter aus Grunewald bei Berlin, der. wie wir seinerzeit meldeten, am 31. März d. I. in einem Nürnberger Hotel seine Geliebte erschossen, deren Kind erdrosselt und sich dann selbst zu erschießen versucht hat, ist aus dem städtischen Kran!enhaus: in Nürnberg entlassen und in die dortige Blindenanstatt eingeliefert worden. Dmn durck die Schüsse, die er auf sich abgegeben hatte, ist 'er auf beiden Augen fast völlig erblindet. Umden Leidenskelch voll zu machen, wird sich der Unglückliche junge Mann noch wegen Doppelmordes vor dem Schwurgericht zu verantworten haben. Kasernenkofb lüthc. Meier, sind Sie nicht als Zwill i n g geboren?" Wieso. Herr Korvoral?" .Nu. ich meine . . . Sie sind in allem so ängstlich, daß man glauben muß.. Sie haben sich c auk die Welt getraut!". gar nicht allein
