Indiana Tribüne, Volume 28, Number 77, Indianapolis, Marion County, 21 November 1904 — Page 4

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Judlana Tr lbüne, 21. November.. 1904

Jndiana Tribüne. Heraus geAtben von der utedrs ! Indianapolis, Ind. Harry C. Thudium Prästdeut. GeschäftSloealt No' 31 Süd Delaware Straße. TELBPHOiNE 2G9.

-. tered at the Post Office oj Indianapolis a tecond dass matter. nälxäboiä)aUtt ank Dcutsch'SüVwestafrika. Eine Nachtragsforderung von $80, 000.000 Mark zur Bestreitung der Un kosten für die Armee in Deutfch-Süd' Westafrika bei Niederwerfung deZ Ein geborenenaufftande wird dem deut schen Reichstag im Dezember vorgelegt melden. Selbst diese Summe macht dem Reichsschatzamt zu schassen, welches bemüht ist, die jährlichen Defizite herabzumindern und gleichzeitig zusätzliche Summen für verschiedene öffentliche Arbeiten und für die Armee und Marine aufzubringen. Etwa 1400 Re kruten gehen in den nächsten Tagen nach Deuisch'Südweftasrika, Haupt sächlich um die Verluste der dort statio nirlcn Truppen, welche sie durch Krank' heiten erlitten haben, zu ersetzen. Inzwischen umdüstert sich die Lage in den deutschen Schutzgebieten von Südwestafrika zusehends immer mehr. Der Ausstand breitet sich aus und die Hereros erhalten weitere Bundesgenossen in anderen Stämmen. Private Nachrichten aus Deutsch.Südwestafrika besagen, daß die Ovambos sich in Haufen den rebellischen WitboiS ange schlössen haben und gegen die deutschen Truppen im Felde stehen. Damit ist der Eolonialkrieg in eine neue schlimme Phase getreten. Eie Erhebung der Ovambos wird auf den Einfluß Hendrik WitboiS zurückgeführt, des OberHäuptling der Witbois, welcher den Deutschen vor einigen Wochen den Fehdehandschuh hingeworfen hat. Die Erhebung der Ovambos macht einen dicken Strich durch die nächsten Eolonialpläne. Gen. von Trotha hatte Befehl erhalten, nach Unterdrückung der Unruhen im mittleren Schutzge biete nach Nordwesten vorzurücken und dort mit Einführung der deutschen Verwaltung den Anfang zu machen. Man hoffke, daß die Ovambos sich da rauf beschränken würden, eine feindselige Miene zu -zeigen, ohne zu den Waffen zu greifen. Allein Hendrick hat dies zersplitterte Volk organisirt und soll auch die'.portugiesifchen Ovambos auf deutsches Gebiet herübergezo- . gen haben. Die Ovambos hatten die Annäherung Versuche der Hereros früher zurückgewiesen. Offenbar sind auch sie diesmal durch die geplante Entwaffnung aller Eingeborenen von DeutschSüdafrika kopfscheu gemacht worden. Der bedeutendste Ovambohäuptling ist Kambonde. Derselbe hatte den Deutschen bis vor wenigen Tagen noch wohlwollende Neutralität gezeigt. Jetzt steht er mit seinem Bruder Nechale im ter 'Waffen. Letzterer hatte einen Ueberfall auf einen deutschen Posten gemacht und sollte nach bureaukratischen Methoden dafür bestraft" werden. Zm Grenzgebiet des OvambolandeS find letzter Tage zahlreiche Ueberfälle mit Ermordung und Beraubung von Weißen vorgekommen. Betfchuana, Koranna und andere machen das Land ebenfalls unsicher. Trotha muß dort, wo deutsche, englisches und portugiesi fcheS Gebiet zusammenstoßen, einige .feste Plätze mit ständigen Besatzungen errichten. Ein von der Berliner Nat..Ztg." wiedergegebener Bericht giebt eine Schilderung von den, Kämpfen gegen die Herero; am. Waterberg, welcher erken nen läßt, mit einem wie hartnäckigen Gegner eS die deutsche Truppe zu thun hattet ES heißt darin: Planmäßig und disziplinirt verfuhren die Aufstän dischen; einige ihrer Führer, allen voran der alte Kajata, entwickelten nicht gegewöhnliche , strategische Kenntnisse, und verstanden eS sehr gut, ihre Schaa ren, den Geländeverhältnissen anpassend, so zum Angriff zu führen, daß eS der höchsten Anstrengung unserer Sol daten, der ganzen Entwicklung unserer modernsten Geschütze, Maschinengewehre in Verbindung mit der. Anwendung von Helia und Telegraphen, .Funken telegraphen und Fesselballons bedürfte, um den vorzüglich verschanzten', in schier 'unzudringlichen Buschwäldern lauerndenHneroS 'beizukommen. Sogar das zarte Geschlecht" kämpft bei den HerereS aktiv mit, , indem die Weiber,

heulend wie Besessene, hinter der Front

die Männer zum Vorgehen anfeuern und mit ihren langen, und schweren Kopf'KirriS die etwa Zögernden im barmherzig schlagen. Wie gut die HereroS wissen, daß eine Truppe nur unter der Führung umsichtiger, tapserer Ossiziere den Sieg erringen kann. erhellt aus der Neigung, gerade auf die Ofsiziere in erster Linie zu feuern; so drangen auch am Waterberg die feindlichen Abtheilungen unausgesetzt auf General v. Trotha und seinen Stab ein und nöthigten diesen zum persön lichen Eingreifen in das Gefecht; nicht minder galt ihr Feuer der Bespannung der Maschinengewehre und Geschütze, die sie wohl zu erlangen hofften, wenn die Iugthiere todt wären. Wie schon 1896, so auch in diesem Aufstande ist die Thatsache festgestellt, daß hinter jeoem gewehrtragenden HereroKrieger drei bis vier Kirriträger laufen. Füllt der Schütze, so ergreist der Nächststehende das Gewehr deS Gefallenen. Männer wie Herr Clemens Vonnegut, welcher gestern den 80. Meilenstein eines erfolgreichen Lebens zurück gelegt hat, sind eS in erster Linie, welche dem Deutfch-Amerikanerthum die Ach tung der Stockamerikaner eintrugen. Ihr Wirken, selbst in engeren Kreisen, wirft einen Abglanz nicht nur auf die Familie, sondern auf das ganze Gemeinwesen. Gleich am Anfange der Berliner diesmaligen Musiksaison bot sich eine sehr interessante Gelegenheit zum Ver gleiche zwischen deutscher und französi scher Orchestermusik. Diese Gelegen heit gab das Gastspiel des Lamoureux Orchesters aus Paris. Das Lamou reux-Orchester nimmt einen historischen Ehrenplatz ein. Es war Lamoureux, der in Paris den Kamps für die deut sche Musik aufgenommen und gegen den heftigsten Widerstand zum Siege geführt hat. Mit der Popula. risirung nicht allein von Wagner, fondern auch von Beethoven, Schu mann u. s. w. in Frankreich ist der Name Lamoureux für immer verbun den. Nun ist'Msr. Camille Chevillard sein Nachfolger in der Leitung des Or chesters geworden, und die unter seiner Direktion stehende Kapelle muß als eine solche allerersten Ranges bezeichnet wer den. Jedes Mitglied dieser wackeren Schaar ist ein echter Künstler, die Präzision des Ensembles ist musterhaft, die Klangschönheit der Instrumente, ganz besonders der Blasinstrumente, ist außerordentlich; das Bläsermotiv in dem Scherzo der Eroica von Beethoven habe ich noch nie so zauberhaft schön gehört, wie von den Franzosen. Gerade an dieser Sinfonie offenbarte sich ihre Vortragsweise am deutlichsten. Ihre Stärke liegt in dem Glänze und dem Temperamente des Vortrages, durch die sie auch ein sozusagen dekoratives Stück,, wie die CelliniOuvertüre von Verlioz, ganz prächtig herzurichten wissen. Allein die Erschöpfung deS geistigen GehalteS und die Architektur der Sinfonie ließen zu wünschen übrig; manche ihrer wichtigsten und schönsten Motive glitten eindruckslos vorüber und wur den von den mächtigen Cnsemblesätzen erdrückt. Ein glücklicher Zufall wollte, daß wenige Tage darauf die königliche Kapelle unter Weingartner dieselbe Sinfonie spielte. Vielleicht verfiel Weingartner ' Vxt und da in den ent gegengesetzten Fehler und verlor fich wohl einmal in der Ausarbeitung geistreicher Einzelheiten. Auch machte sein . Vortrag nicht den üppig-glanz vollen' Eindruck der französischen Auf führung. Was aber an Gedanken und Empfindung in dem Werke lebte', das brachte er mit ergreifender Schönheit und Klarheit heraus, und er verstand eS, den Aufbau der Sinfonie mit voll kommener Plastik hewuszuarbeiten. ES waren zwei ebenbürtige Rivalen, die da um die Palme rangen. Die Franzosen verfügten vielleicht über die glänzen deren Mittel, allein fie gingen mit ihnen allzu verschwenderisch und nicht immer weife um. während die Deut schen durch sparsame, wohl berechnete und künstlerische Verwendung ibrer be scheidenen Mittel eine tiefe und harmo nifche Wirkung erreichten. Danksagungs-Naten Exkursionen von allen Ticket Stationen der Pennsylvania Linien. ExcursionS-TicketS werden verkauft von.allen Ticket Stationen der Penn sylvania Bahnen, am 23. und 24. November, nach irgend einer Station nicht mehr als 150 Meilen von der VerkaufZ.Station. .. Tickets sind giltig für die Rückfahrt bis 23. November. Für Cinzelnheiten konfultire man die Lokal Ticket.Agenten der Pennsylvania Linien

Ein genußreicher Vortrag Unter den Auspicien der Damen des Socialen Turnvereins.

Der Redner durch reichen ZSeifaU geehrt. Unter den Auspizien deS DamenVereins des socialen Turnvereins sprach gestern Nachmittag im Auditorium des deutschen Hauses vor einer kunftver ständigen Zuhörerschaar Herrn Adolf Falbisaner in interessantester Weise über DeS deutschen Liedes Wiederhall in Amerika's deutscher Dichtung." Eingeleitet wurde in passender Weife diese geistige Veranstaltung durch den Vortrag des LiedeS vom zerbro chenen Ringlein" seitens eines Doppel Quartetts des Deutschen Club und Musikvereins". Durch die ergreifende Vortragsweise dieses alten, deutschen Volksliedes wurde eine dem schöngeisti' gen Thema des Volksliedes entspre chende Stimmung erzielt. Reicher Applaus wurde der braven Sängerschaar gezollt. Daraufhin stellte Herr Albert Krull in passenden Worten den Redner des TageS, den uns allen längst bestbe kannten Herrn A. Falbisaner dem Publikum vor. In der Einleitung zu seinem Vor trage schilderte der Redner die gewaltig das Herz ergreifende, wunderbare Sage, die unö Kunde giebt von dem Werden der deutschen Dichtung. Er wieZ die Stammverwandtschaft der Poesie zum Liede nach und betonte, wie in allen gesellschaftlichen Schichten, in den viel fältigsten Lebenslagen, wo immer die deutsche Zunge klingt, das deutsche Lied sich in'S Herz des VolkeS gesun. gen habe, und ein jedes deutsche Weib, jedweder deutsche Mann seine -Lieder-sammlung mit sich im Herzen trage. So haben denn auch die Europamüden dies theuere Vermächtniß der Ahnen nach der neuen Heimath mitgebracht, in. den fruchtbaren Boden der freien Republik verpflanzten sie das Reis das durch Jahrhunderte hindurch so wun derbar Prächtig am deutschen Stamme sich entfaltet hatte. Redner führte aus, 'daß die ersten deutschen Ansiedler durch die deutschen Gesänge hierzulande den Sinn unddie Liebe zur Kunst erweckten und weit. von der deutschen Wiege den Samen des Schönen säeten und den Grundstein zum Kultus des Erhabenen legten und dadurch auf dem Gebiete der Kunst zu Lehrmeistern der jungen Nation wurden. Als die eifrigsten Förderer und feurigsten Panegyriker des deutschen LiedeS bezeichnete Redner die deutsch amerikanischen Dichter, welche das deutsche Lied in den herrlichsten Tönen besangen. Wann aber wird die Zeit kommen", frug der Redner ernsthaft, in der die ses ideale Wirken , und künstlerische Schassen der Sänger im deutschen Dichterwalde Amerika? nur einigerma ßen gebührend gewürdigt wird und die hier lebenden Millionen deutscher Ab kunft sich überhaupt nur bewußt wer den, daß wir eine deutsch-amerikanische Dichtung haben, der wir gar manche Strophe von süßestem Klänge, tiefster Herzinnigkeit und bleibendem Werthe verdanken?" Zum Tadel deS Deutfch'Amerikaner thumeS müsse aber konstatirt werden, daß bis auf unsere Tage Caspar Butz Recht behalten habe, wenn er sagt, daß wohl das HSrt'fte LooS auf Erden, ist hier ein deutscher Dichter sein." Auf Grund poetischer Erzeugnisse von Dr. Gustav Brühl, Eduard Dorsch, Puchner und Friedrich Lexow, mit.de ren prächtigsten Strophen das aufmerk fam lauschende Publikum bekannt wurde, lieferte Redner den Nachweis, mit welch' hoher Begeisterung und ern stem Eifer die deutscham?rikanischen Dichter allem Großen, allem Schönen in deS LiedeS süßen Tönen" ihren Weihrauch darbrachten. Durch Citate aus Gedichten von NieS, Jlgen, Schnauffer u. A. wurde die Herkunft des deutschen LiedeS, und durch Dich tungen von Zündt, F. A. Schmidt, Castelhun, Lohmann u. A.. sowie durch deS Redners eigene Erzählungen ernsten und humoristischen Charakters wurden des deutschen LiedeS Macht und Wirkung lebhaft geschildert. Dem deutschen Sänger und dem deutschen Liede haben, wie der Vor'tra gende richtig bemerkte, besonderSLexow, Giegold und Stechhan in echt kernigen und wahrhast begeisterten Worten die Bestimmung angewiesen, und des deut fchen Volksliedes Anhänglichkeit und Treue besangen in sehnsüchtig klingen

den Versen der Cincinnatier Philologe Dr. H. H. Fick und der in letzter Zeit in ' Dichterwettstreiten vielfach erfolg reiche Postor Hilbebrandt. Ganz besondere Auszeichnung 'seitens des ver ständnißvollen Publikums fanden die vom Redner im Wortlaute wiedergegebenen, so allerliebst im Volks tone gehaltenen beiden Dichtungen Fick's Mein Schätzchen" und Das Lied, das meine Mutter sang". Das erstere bringen wir hier zum Abdruck: . Ich hab' ein Schätzchen wunderlieb, Gar anmuthvoll und rein. Das schlich als mahrer Herzensdieb Sich leise tei mir ein. Nun schmeichelt eS und koset bald Und lacht mich schelmisch an ; Es schlug mit magischer Gemalt Mich feste in den Bann. DaS Liebchen tröstet mich im'Leid, Spricht mir bei Sorgen zu, Ist früh und spät mir dienstbereit. Versüßet meine Ruh! Und denkt eS ist die Gattin mein Nicht gram mir ob dem Schatz ; Schließt selbst ihn in das Herze ein Und gönnt ihm gern den Platz. Sie duldet ihm Widersprach', Daß mich's zum Liebchen zieht; Denn dieser Schatz, daß ich's nur sag': ES ist das deutsche Lied. An den Haupttheil seines Vortrages knüpfte Herr Falbisaner äußerst beach tenswerthe Schlußfolgerungen, woraus besonders hervorzuheben ist, daß in Erkenntniß der Allgewalt des deut schen LiedeS und im festen Glauben an die Macht des deutschen Idealismus wir ein Recht haben, stolz zu sein, auf den großen, unschätzbaren Betrag zur Summe des amerikanischen Lebens, den wir geliefert", indem wir im Kultus des Schönen, einen reinen, unverfälsch' ten, veredelnden Genuß zeigten, welcher den Menschen über sein Alltagleben erhebt, um ihm mit der allgemeineren, edleren Menschennatur zu vereinen; einen Genuß, einem Seel?nabend ühn lich, in welchem der Einzelne und die Gesellschaft stch für jineii Augenblick wenigstens vom Staube deS alltäglichen Lebens befreien,um sreundlicher,frischer und kräftiger daraus emporzusteigen. Der Redner schloß seine schöngeistige Abhandlung mit einer zündenden Lobrede auf die deutfch-amerikanischen Dichter, die, wie er ausführte, in über' wiegender Zahl in jeder bedeutungS vollen Bewegung immer in den Reihen der unermüdlichsten Vertheidiger hu manen Fortschrittes zu stnden waren und opferwillig die besten Interessen unseres AdoptivvaterlandeS vertraten, war es nun in den bewegten Zeiten deS Kampfgewühls uud Sturmesoranges, oder als wir uns der herzerquickenden Segnungen des der Menschheit Glück begründenden Friedens erfreuten. SchönheitZgläubig und freiheitsdurstig wie ste waren, war auch ihr Sinnen und Trachten einer rationellen Welt anfchauung zugethan, und aufrichtig sehnten .sie die Tage herbei, in denen ein freieres und glücklicheres Volk das neue Lied anstimmte, das Lied, welches in den kräftigen Versen von Otto Soubron stch also charakteristrt : Ich bin das Lied vom Menschenrecht ; Zum Festmahl Jedweden es winkt ; t Ich singe vom Erdengarten traut, Wo Allen der Becher'blinkt. Ich singe das Ende vom teuflischen Wahn, Der die Erde dünget mit Blut ; Ich bin das Lied vom neuen Geschlecht, Das frei ist von Mordesmuth." Redner ermähnte noch die Zuhörer, Allem, was schön und edel ist am deut schen Volkscharakter, und vorzüglich dem Liede, der herrlichsten Gabe der schönsten der Musen, einen würdigen Tempel zu errichten. Und sollte eö nicht gelingen, in den breiten Schichten der Masten wahre Begeisterung zu ent fachen, dann versäume man ja nicht, im engeren Kreise des eigenen, trauten HeimS den Altar für den Genius d'eS Schönen zu bauen. Redner behandelte seinen mit großer Sorgfalt ausgearbeiteten, und warme Liebe zur Sache beweisenden Vortrag in erschöpfendster- und fesielnder Weise. Abgesehen von einigen Aöschweifun gen ernsten und humoristischen Charac terS, deren Einflechtung er nöthig .zu finden schien, um der im Wissenschaft lichen Rahmen gehaltenen Abhandlung einen populären Anstrich . zu geben, führte Redner in edlen Gedanken und schöner Sprache sein Thema durch. Die schön modulirte Vortragsweise der ei tirten Gedichte erhöhte in hohem Grade den Gesammteindruck. Der reich gezollte. Applaus bewies, daß der Vortrag von allen Anwesenden voll und ganz geschätzt wurde. " Die Veranstaltung dieser genuß reichen NachmittagsUuterhaltung lag in den bewährten Händen der 6. See tion deS DamenvcreinS des Socialen Turnvereins, unter Vorsiö von Frau Klein.

Ueberall Willkommen fmb dse Biere Her

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SHmaöhaft Stärkend Absolut rein. Office-Telephon 1050. Auch in Flaschen durch das Flaschen -Departement zu beziehen.

Televboueö: Neu Nicht genug Lob und Anerkennung kann dem Damenverein und besonders seiner hochgeehrten Präsidentin .'Frau Anna Siebold für diese thatkräftige Förderung deutscher Sprache und Ideale gezollt werden. Frl. Charlotte Dinkelaker sorgte bei dem darauf stattfindenden Kaffiekränzchen in liebenswürdiger Weise für reich liche Bewirtbung mit duftendem Kaffee und Streuselkuchen. Großer Kummer. Frau Margarethe Weidman, 927 Tcmple Ave., die Mutter deö 12 Jahre alten Oscar Weidman, der am Samstag durch zufälliges Entladen einer Büchse sein Leben verlor, befindet stch als eine Folge des schweren Schlages in kritischer Lage. Sobald die bedauern?' werthe Mutter hörte' daß ihr Sohn einem Unfälle zum Opfer gefallen, lief ste hin zu ihm undz warf sich im Schmerze neben denselben nieder und konnte nur "mit Gewalt entfernt werden. Edwin Katzenberger, 920 Keystone Avenue, durch besten Flinte Oscar Weidman um's Leben kam, ist ein Cousin desselben; beide saßen mit noch einem dritten Knäben Frank Benzen zusammen auf einen freien Platz in der Nähe der Oakland Ave. und 10. Str. als plötzlich das .Gewehr losging und Oscar Weidman am Halse treffend, die Schlagader'durchschnitt. Die beiden Knaben trugen ihren vermundeten Kameraden nach der Wohnung, 918 Oakland Avenue, wo sie ihn auf der Veranda niederlegten, da er soeben in feinem eigenen Blute erstickte. Edwin Katzenberger lief nach Hause, um seinen Eltern den Unglücksfall mit zutheilen, siel aber ohnmächtig um und konnte erst nach geraumer Zeit soweit gebracht werden, daß 'man den Un glück-fall von ihm in Erfahrung bringen konnte. Frau Margarethe Weide man, die Mutter des erschaffenen Knaben, ist eine Wittwe. Gewaltige Äusregung verursachte im Elephantenhause im New Aorker Centralpark ein junger Mann,' der sich als den 22 Jahre alten Lalmer S. Ely bezeichnete. Er lan)cte schließlich in der Jrrenabthnlung des Bellevue - Hospitals. Ely batte sich zuerst dadurch bemerkbar gemacht, daß er Frauen und Mädchen, die die Elephanten beobachteten, schlug. Schließlich ergriff er ein kleines Mädchen und warf es dem großen Elephanten direkt vor die Füße. Der ThierWärter Snyder packj den jungen Mann dann,' konnte ihn aber, obwohl er viel kräftiger gebaut ist, nicht überwältigen, und Ely -wäre entkommen, wenn nicht drei Polizisten dazu gekomwen wären. Es bedürfte der vereinten Anstrengungen der vier Männer, um Ely nach dem Arsenal zu schaffen und ihn da festzuhalten, bis eine Ambulanz eintraf. Ely wurde dann in eine Zwangsjacke gethan und später nach dem Bellevue Hospital übergeführt. Unnöthige Angst. Die ganze Nacht über hat der Kopfschmerz nicht nachgelassen. Ich fürchte, Herr Doktor, es ist vielleicht am Ende eine Hirnentzündung." Dazu fehlt doch jede Voraussetzung." Viehausstellnng'Excursion nach Chi . cago über die Pennsylvania Linien. ExcursioN'Tickets nach Chicago werden über die Pennsylvania Linien am 27., 23. und 29. November verkaust für den einzelnen erstklassigen Fahr preis plus S1.00 .für die Rundfahtt, in Anbetracht der. Internationalen Viehausstellung. Die diesjährige Aus stellung mit 11.000 Thieren, einschlkeß lich 2000 Pferoen. ist die großartigste an Record. und der niedrige Fahrpreis der Pennsylvania Linien macht eine Reise nach Chicago sehr billig. . Für Einzelnheiten wende man sich an die Lokal Ticket Agenten der Pennsylvania Linien.

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1030; Alt 1050. mm 55o. 1 W. Washington Str (lerekavts National Bank.) Ein europäisches Department. Wechsel, Creditbriefe und Poftanweisungen aus alle Städte Europas, Schiffsscheine "'S und von urova. An und verkauf ausländischen Geldes. jLs gibt viele Leute welche sich quälen und schlaflose Nächte verbringen um jahrliche VerKindlichkeiten nachzukommen, solche wie Wechsel und Zahlungen für Lebensversicherungen, die.bei Nichtberichtigung für. die ganze Familie Unglück bedeuten. Mühsalen dieser Art können umgangen werden, wenn, man den einfachen Weg einschlägt, indem man den zwölften Theil der zur bezahlenden Summe monatlich deponirt mit Die Jndiana Trust Company. mo dieselbe 3 Prozent Zinsen tragen und die materiell dazu beitragen, der Verpflichtung nachzukommen; Probiren Sie es und beginnen Sie heute ein Conto. Capital $1,000,000.00 Ueberschuß 225,000.00 'o. Die städtische VerbesserungSLiga. Die Civic Improvernent League hat in ihrer letzten Versammlung ein aus den Herren S. 33. Wilson, (5. A. Wallingford und Lew! Hoover bestehendes Comite ernannt, welches die Behörde für öffentliche Werke ersuchen soll, die StraßenbahN'Eesellfchaft zu veranlassen, an ihren Waggons erleuch tete Buchstaben anzubringen, damit die verschiedenen Routen klar und deutlich zu lesen find. Unter den beiGladstone, N. D., arbeitenden Italienern kam es wegen eines Tellers Suppe zu einem Streit, welcher mit der Erschießung des Einen endete. Die Uebelthäter wurden nach einem Wettlauf von 30 Meilen eingefangen und verhaftet. I m H a u p t k o r r i d o r, Schreibezimmer und Caf6 des MarlboroughHotels in New Iork rief dieser Tage eine Katze, die von der 37. Str. aus eindrang und schrecklich miauend hin und her rannte, beträchtliche Aufregung hervor. Gleich hieß es, dit Katze ist toll", und viele Männer sprangen auf Stühle, während andere auf den Vroadway hinausliefen. Wie sich später herausstellte, hatten verwahrloste Knaben dem Thiere Terpentin eingegeben. Die Katze lief schließlich aus dem Hotel wieder auf die Straße hinaus und gerieth unter eine Droschke, die ihr über ein Hinterbein fuhr. ' Ein Polizist hob die Katze auf und endete ihr Leiden mt einer Revolverkugel: '

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