Indiana Tribüne, Volume 28, Number 74, Indianapolis, Marion County, 17 November 1904 — Page 4
1
Indiana Tribüne. Hrraulgegeden von btt utedrs & Indianapolis, Ind. , , , Harry O. Thndium Präsident. GeschäftSlocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHOiNE 2G9.
Krtered at the Post Office ol Indianapolis as econd clat matter. Die 2lmerican Z?everation of Labor. Mit großem Interesse verfolgt man allseits den Verlauf der nun in San Francisco tagenden 24. Convention der American Föderation of Labor. Er wartet man doch, daß in dieser Convention das radikale Element, welches bislang vom Präsidenten KomperS und dessen Freunden erfolgreich bekämpft wurde, die Oberhand erhalten und die Körperschast zur Unterstützung der socialistischen Partei verpflichten wird. Die Hoffnung der Radikalen stützt sich diesmal auf den riesigen Stimmenzuwachs in der letzten Natio nalwahl. Ein hitziger Kampf über die Frage wird nicht ausbleiben, denn ein Sieg der Radikalen bedeutet, daß eS mit dem Einsluß von Gompers und Genossen aus sein würde. Vom unparteiischen Standpunkt aus betrachtet, könnte man den Gewerkschaftlern nur gratuliren, wenn sie Gomvers und Kollegen ein für alle mal loS fein würden. In allen Krisen der Föderation, in denen er Gelegenheit hatte, sich als genialer Führer zu zeigen, erwies er sich unfähig und in den großen Ausständen, in welchen große Gewerkschaften den Kampf mit reichen Korporationen aufnahmen in der Hoffnung in der Fedration of Labor'einen mächtigen Rückhalt zu sin den, erwieS er sich jeden großen GedankenZ unfähig, uud gab zwar einen Reichthum schöner Worte, aber .niemalS thatkräftige, entscheidende Hilfe. Er hat auch bei dieser Convention einen Schwall schöner Worte verzapft, deren jede ein Blumenfträußlein seiner Fähigkeit und Tüchtigkeit sein soll. In seinem Bericht vor den 480 an wesendm Delegaten, welche 3,400,000 Mitglieder von Gewerkschaften repräsentiren, sagt er: - .Die vielen sanguinischen Spekulationen unserer Gegner über den angeblichen Rückgang der Arbeiter Unionen des Landes haben sich als trügerisch er wiesen, indem die Zahl der Mitglieder der mit der American Föderation of Labor" liirten Arbeiter-Verdindungen während des Jahres eine beträchtliche Zunahme zeigen. In der Zeit vom 1. Oktober 1903 bis 30. September 1904 hat die American Federation of Labor" 443 neue Charter ausgestellt, nämlich für Internationale Unionen elf, für Staat'FöderationS fünf, für Centra! Labor UnionS ,99, für Local Trade UnionS und Föderal Labor UnionS 328. Am Ende deS FiskaljahrS, 30. September 1804, waren 19,902 Arbeiter.Unionen mit der A. F..of L. afsilirt. Die durchschnittliche Mitgliederzahl, welche während des Jahres die Kopfsteuer an die A. F. of L-. entrichteten, war 1,676.000, g?gen 1,465,800 im Jahre 1903. Wir hu. den ohne Zweifel in der nächsten Zu kunft mit der schärfsten Opposition zu kämpfen. ES giebt solche, welche den Zweck und großen Nutzen der organisirten Arbeiterbewegung nicht verstehen und wir müssen eifrig Anstrengungen machen, um Denen, die noch nicht or ganisirt sind, begreiflich zu machm, wie sehr Organisation zu ihrem eigenen Schutze nöthig ist und nicht vernach. lässigt werden darf, wenn die Arbeiter dewegung keinen Rückgang erleiden und die großen Hoffnungen erfüllt werden sollen, welche sich auf dieselben gründen. Die Errungenschaften deS abgelau fenen Jahres lassen sich zusammenfassen wie folgt: 1) den Lohnherabsetzungen ist Einhalt gethan worden; 2) die. in dnstrielle Situation ist nicht akut ge worden wie eS in früheren Jahren ge wöhnlich der Fall war; 3) eS ist viel Arbeitslosigkeit und Armuth. Leiden ' und Elend verhindert worden; 4) der Zeitraum der Stagnation der Jndu strien ist im Vergleich zu früheren Iah. ren abgekürzt worden; 5) die Aus sichten auf ein Wiederaufblühen der Industrien und des Handels in der Zukunft find günstiger als irgend einer ähnlichen verflossenen Periode; 6) eS be fleht ;in weniger akutes Gefühl der Un ruhe unter Arbeitern und Arbeitgebern im allgemeinen, unter Geschäftsleuten und dem ganzen Volke; 7) eS stehen
mehr Arbeiter- und Arbeitgeber in gutem Einvernehmen als in frührren Jahren; 8) eS- werden größere An strengungen gemacht, um gerechte Be ziehungen zwischen Arbeitern und Ar beitgebern herbeizuführen; 9) eS besteht eine bessere Auffassung der Rechte und Pflichten des Menschen gegen den Men schen, eine allgemeinere Zufriedenheit im Volke mit der gegenwärtigen Lage der Dinge und eine freudigere und hoff nungsvollere Aussicht auf die künftige." Diese sogenannten Errungenschaften sind, wie der individuelle Gewerkschaft ler weiß, nichts als schöne Worte. Werden doch gerade jetzt von der FabrikanteN'Vereinigung die Gewerk schaften mit größerem Erfolge, wie je bekämpft. Herr GomperS weiß eS ganz genau, daß die großen Streiks gegen Riefen corporationen alle zu Gunsten der letz' teren verliefen aus dem hauptsächlich.-? Grunde, weil die Stütze, welch? die Ge werkschaftler in der Federation of Labor erbofften, sich als unzuverlässig und trügerisch erwies. Unserer Berechnung zufolge muß die Federation über einen Riesenond verfügen, dessen Zinsen allein genügen sollten, sämmtliche Verwaltung Unkosten der Federation zu' decken, selbst wenn leichtsinnig gewirthschaftet wird. Wohl gab man aus diesem Fond en streikenden Gewerkschaftlern eine färg ltche Unterstützung, aber der eigentliche Zweck deS RiefenfondS, der gewisser maßen als KriegSkasse im Kampfe um Besserung der Arbeiterlage dienen sollte, wurde niemals erfüllt. Wenn die Federation in dem gleischerstreik eine, achtunggebietende Summe zwecks Streiksührung in einer Chicago Bank hinterlegt hätte, so wäre der moralische Eindruck zu Gunsten der Gewerkschaftler ein überwältigender gewesen. So aber wurden, nach langwierigen Unter Handlungen der Herren vom ExecutivComite stets nur unbedeutende Beträge, die gerade genügten, um die streikenden Gewerkschaftler vor dem Verhungern zu schützen und das Anrufen 'privater Wohlthätigkeit nöthig machten, bewilligt. Den streikenden Fleischern von Chicago wurde kaum eine größere Summe gewährt, als wie die Zinsen der seit Jahren von der Fleischergewerk schast an die Federation ausbezahlte Kopfsteuer ausmachten. Im geschäftlichen Verkehre mit Liefe ranten von BurcauArtikeln ic: war man ungleich großmüthiger. Die unverschämtesten Rechnungen wurden be willigt und deren Zahlung auf Ban ketten, bei denen der Sekt in Strömen floß, gefeiert. Von dem Einen nimmt man's, dem Anderen giebt man's der Rest für die Commandantur. Wie Herr GomperS die Coloradoer Situation auffaßt, verkündigt er in seinem Berichte wie folgt: . .Ueber die Vorgänge in Colorado, die Deportirung von Arbeitern und insbesondere über das willkürliche Auf treten des Gouverneurs Peabody wird in dem Bericht ein äußerst nachdrücklicheS VerdammungSurthcil gefällt. ES heißt darüber: Die ruchlose Politik der sogenannten CitizenS' Alliances" hat in Colorado ihre vollsten Früchte getragen; sie waltete nicht nur frei, sondern hatte schmählicher Weife noch den Beistand der Executive des Staates und der ganzen Militärmacht. Menschenrechte. die feit mehr als 700 Iahren anerkannt waren, sind mit Füßen getreten, Arbeiter ihren Familien ent rissen und gewaltsam über die Grenzen des Staates geschleppt worden, weil sie Unionen angehörten, eine RechtZver letzung ohne gleichen! Für die Arbei ter deS Staates ergiebt sich daraus die dringende Nothwendigkeit besserer Or ganifation. Sie sollten auch nicht nur auf der Bestrafung der Uebelthäter, sondern auch auf der desinitiven Annahme deS streitigen Achtstundengesetzes bestehen." Wiederum ein Schwall schöner Worte. Als aber der Wehruf der Coloradoer Gewerkschaftler um Hilfe an 'Herrn GomperS gerichtet wurde, da stieß er auf taube Ohren. Er habe keine Jurisdiktion über daS Streikgeb'et in Colorado, sagte er, und die mächtige Federation rührte keine Hand, um den kümpfenden Brüdern in ihrer verzwei selten Lage beizustehen. ' Im Interesse der Arbeiterschaft ist der radikalen Faction, welche diesmal zahlreicher uli je auf der Convention in San Francisco vertreten ist. Er folg zu wünschen, da dies die Kalt ftellung GomperS bedeuten würde.
Die historische Freiheits-Glocke . Wird heute mit den ihr gebührenden Ehren empfangen werden.
Die x Die alte ehrwürdige historische Frei Heits-Glocke wird, wie schon deS öfteren erwähnt, auf ihrer Fahrt von St. Louis nach Philadelphia heute Abend gegen 6 Uhr hier eintreffen. Der offene Waggon, auf welchem sie sich besindet, wird nach dem Geleise an der West Washington Str diesseits der Canal B.'ücke befördert und von dort auf das Straßendahn Geleise hinübergeleitet werden. Um 7:40 wird sich die Parade, welche sie nach dem Terminal Bahnhof escor tiren wird, an der, West und Washing ton Straße formiren und um 8 Uhr wird sie sich sodann in Bewegung setzen. Die Marschlinie ist fol gende : An .der Washington Str. östlich zur Pennsylvania Str., nördlich zur Ohio Str. und westlich zum Terminal BahnHof. , Hier wird eine kurze aber eiri drucksvolle Feier abgehalten werden. Nayor Holtzman und einige andere Herren werden kurze Ansprachen halten und die Musik'Capellen werden patrlo tische Weisen spielen. Sämmtliche Cars werden aus dem Bahnhof entfernt sein, so daß Raum für 12.Y00. bis 15,000 Personen vorhanden ist. v Während der Nacht wird die Glocke von Milizsoldaten bewacht werden. ' Morgen sind sämmtliche öffentliche Schulen in der Stadt und im County geschlossen, um den Kindern Gelegenheit zu geben, die ehrwürdige Reliquie aus einer großen, denkwürdigen Zeik in Augenschein zu nehmen. Die Kin der werden nicht von den Lehrern zur Glocke geführt werden, sondern eS wird den Eltern überlagen, ihnen dieselbe zu zeigen. Eine Delegation von etwa 40 Bür gern der Stadt, bestehend aus Mitglie dern des Stadtraths und des localen Comites, wird heute Morgen um 7 Uhr 20 Minuten nach Vincennes abdam pfen. um die Herren aus Philadelphia (etwa 60 an der Zahl), welche die C5 corte der Glocke auf ihrer Rückfahrt bilden, zu begrüßen. DieParade. Die Parade wird, wie folgt, zufam mengefetzt fein: Polizei: Groß.Marschall W. I. McKee und Stab. 1. D ivision. Marschall Col. Harry H. Smith und Stab. 1. Bataillon, 2. Infanterie, I. N. G., Major H. T. Conde. Commandeur. Signal'Corps, I. N. G. Hospital.CorpS, I. N. G. Batterie A, I. N. G. Musik. Vater Matthew'S Knaben-Brigade. Bataillon uniform. PythiaS Ritter. Uniformirte Makkabäer Ritter. . Woodmen. 2. Division. Marfchall Harold C. Megrew u. Stab. Musik. G. A. R. Posten. DeutschAmerikanischerVe teranen Verein. Patriotischer Orden der Söhne von' Amerika. Verband DeutscherVereine. Active Turner der 3 Tu in Vereine mit Fackeln. Rothmänner. Orden der Adler. ElkS. Central Labor Union. Amalgamated Sheet Metal Workerö' Alliance.
f rr.srf r'rv r r ' - -r ' ''"-s X " sss ? - - -r v "a - t'-' - s rrfTPt ,-:r?s ' - i Ai - W ' y & Jf - -, -v -, - ffii I i 5 v- , y- v'-lV v v ; - - -' Ts C 1 j - V s-V- J " Ji-lr - ,j r : a ' ; ; Xj , 5 r? ,Nsv I s II - ' U ' f j ' s h i S S l v - 4 ; .iM vyhhf;-; L v Vi L JF j$ S ' W ' - j ' ' S' i - - : 'S;. : 1 OS.ni., ' ;V : F I . ' "V - s' I h - V ' - 'U l -'.Klr'-- v-rj fS-vM im ''vl i t S s 's t U '-S''-. ,v' ",S ' Cji fe 1 j ' " U -i ' rrg u agsgyrrr- rÄ7Tf i-i DWMa 1 k , -5 f N -$Jt tiHM Z i IV', tiiLJy v :ilÄi WW. f j rwrs f H ÜrSi TytKJtBirJ.J bli; l-F5Z3Zl TT trZ l j ' n I - iii i i i, , , , " ,m LJ: r-: TT WriXIhri : rrm1' hr JL s7S ? v V4 Sl1j irQj y:rj& - -' ' f y 5 s ; f: rTSS? !8X fr $hMM$z$tt ilKX' m
j)arade.
International Union Steam EngineerS. Barkeeper'S Union.' Atlas Engine Works TrommlerCorpS und Angestellte. AtkinS Saw Works Trommler-Corps und Angestellte. Nordyke & Marmon Musikkapelle, TrommlerCorpS' und Angestellte. Der Verband deutscher Vereine macht eS jedem Vereine zur Ehrenpflicht sich an diese rpatrioti' schen Feier in vorgeschrie bener Weise zu bethei ligen. Der Verband stellt seine eigene Musik. Nach Schluß der Parade werden alle Vereine ersucht, sich im VersammlungSLocale zur Ablieferung ihrer Fahnen und Schärpen wieder einzusinken und gleichzeitig an einer gemüthlichen Nach feier theilzunehmen. D a 5 V an q u e t. Um 9:30 nimmt im Claypool Hotel das Banquet, welches zu Ehren der Herren auS Philadelphia, welche die Glocke auf ihrer Fahrt von St. Louis nach Philadelphia begleiten, gegeben, wird, seinen Anfang. Als Toastmeister wird Mayor John W. Holtzman fungiren. Folgende Toaste werden beantwortet werden : Philadelphia" Mayor John Weaver von Philadelphia. 1776 1904" Senator Albert I. Beveridge.' ' 'Die Freiheits Glocke" Henry Clay, Philadelphia? Was bedeutet für uns die Frei heitS'Glocke?" John W. Kern. DieFreiheitS Glocke. Die historische FreiheitS . Glocke, zu deren Ehren heute Abend die patrio tische Feier veranstaltet wird, schaut auf ein Alter von 150 Jahren zurück. Im Jahre 1744 war in Philadel, phia die Unabhängigkeit5'Halle", be kannt als die Wiege derAmerikanischen Freiheit" nach den Plänen deS Andrew Hamilton, Sprechers der gesetzgebenden Versammlung, vollendet worden. Fünf Jahre später wurde am südlichen Flügel ein Thurm errichtet, ' welcher zur Aufnahme einer Glocke dienen sollte. Ein Jahr später faßte die LegislatuS einen Beschluß, kraft welchem die Su perintenden der Halle. Jsaac NorriS, hsmas Leech und Edward Warner, autorisirt wurden, eine Glocke von sol chcm Gewicht und solchen Dimensionen anzuschaffen, wie sie für passend sinden würden. Am 1. November 1751 richteten die Herren an Robert Charles in London, welcher, .wie eS scheint, sehr häufig Ge schäfte für die Provinz Pennsylvania ausgeführt hatte, ein Schreiben, in wel chem sie ihm denAuftrag ertheilen, ihnen eine gute von den besten Arbeitern gej gossene Glocke im Gewicht von 2000 Pfund zum Preise von etwa 100 Pfund Sterling zu schicken. Dieselbe sollte in großen Buchstaben folgende Inschrift tragen: By Order of the Assembly of the Province of Pennsy. for the State House in the City öf Phila., 1;52" UND darvN ter : Proclaim Liberty through all the land unto all the inhabitants thereof. Levit. XXV 10." Im Uuguft 1752 langte die Glocke in Philadelphia an und sie wurde f.? dann in luftiger Höhe deS ThurmeS aufgehängt. Dieser feierliche Act wurde von den
Gesetzgebern durch ein Festmahl ge feiert, für welches u. A. laut einer noch vorhandenen Rechnung verbraucht wur den : Mehrere PeckS Kartoffeln, 14 Pfund Rindfleisch, 4 Schinken, Butter, Käse, 300 Citronen, 3 Gallonen Rum, 36 Laibe Brod und ein Faß Bier; die Rechnung belief sich auf 5 13 Shil lings und 10 Pence. Aber die Freude der guten Bewohner der Stadt der Bruderliebe Über ihre schöne neue Glocke machte schon sehr bald einer Verstimmung Platz. Denn als der Schwängel der Glocke zum .ersten Male 'in Bewegung gesetzt wurde, barst deren eine Seite. '
Zuerst beabsichtigten die Superinten dent dieselbe nach England zurückzusen den. Da jedoch dann ein volles Jahr vergangen wäre, bis die neue Glocke wieder an ihrem BejimmungS ort zurückgelangte, so wurde beschlossen. die Glocke im eigenen Lande umgießen zu lassen. Die Arbeit wurde ausgeführt, allein der Ton war durchaus ungenügend, es war, wie sich herausstellte, der Compo sition zu viel Kupfer beigemengt worden. So wurde sie denn mit Muth und vertrauen zum dritten walt umge gossen und das Werk wurde in zu friedenstellender Weife ausgeführt. Anfang Juni 1753 erhielt die Glocke dieselbe welche heute Abend hier eintreffen wird ihren Platz im Thurme der UnabhängigkeitS-Halle Dieses Mal wird jedoch von keinem Schmause berichtet. Schwer und bang mag die Glocke ost in den stürmischen Jahren, welche der Revolution voraufgingen, gedröhnt und auch sie wird wohl manchem Wan derer auf seinem letzten Wege mit ihren Trauerschlägen begleitet Habens Am 2. Juli 1776 trat der Congreß in geheinier Sitzung zusammen, Um über die ihm vorgelegte Unabhängig keits-Erklürung zu berathen und am glorreichen 4 Juli wurde ' dieselbe an genommen undder Congreß, um jeder Zersplitterung vorzubeugen, erklärte die Unabhängigkeit . der Vereinigten Staaten vom Mutterlanoe. Vier Tage später wurde die Unab hängigkeits'Erklärung der Bevölkerung von Philadelphia vorgelesen. Der Enthusiasmus derselben kannte keine Grenzen, Böllerschüsse, ertönten, Freudenfeuer brannten und die Glocke verkündete den ganzen Tag und die ganze Nacht mit ehernem Schalle dem Volke die Jubelbotschaft von der ihm beschiedenen goldenen Freiheit. Von diesem Tage an datirt der Ruhm der altehrwürdigen Reliquie. Aber auch sie wurde von den schwer brandenden Wogen der darauf folgen den Kriegsjahre nicht verschont. Am 11. September 1777 war Gene ral Washington, welcher Philadelphia vor dem Feinde schützen wollte, am Brandywine von General Howe geschla gen worden und mußte Pennsylvanien aufgeben. Bevor der britische Befehls haber aber sein Winterquartier in Phi ladelphia aufschlug, war die historische Glocke, um sie vor dem' Schicksale, vom Feinde zu Kanonenmateriäl umgegossen zu werden, zu bewahren, nach Allen town, Pa., in Sicherheit gebracht worden., Nachdem die Briten etwa ein Jahr später Philadelphia und den Staat geräumt hatten, würde die Glocke nach dem Thurme der Unab hängigkeitöhalle zurückgebracht, und von dort aus ließ sie seitdem oft an Tagen froher oder ernster Ereignisse ihre dröh nende Stimme erschallen, bis ste am 8. Juli 1835. an welchem Tage eine Me morial-Feier für den Ober-BundeSrich ter Marshall stattfand, für immer ver stummte; sie" war auf der einen Seite geborsten. Die Stadt Philadelphia aber hegt die FreiheitS.Glocke wie ein unfchükba reS, theures Kleinod. n ä u Iß b b von nTTrvrrrrr T Tl MMltt deS btstM BitteS. -
Ocl abgelagert und fenseutirt. PURE GOLD" Bier in Flaschen nach allen Theilen der vtavt frrt abgeliefert. GEORGE SEIFERT, Sukros-SSllöler. i Neues Vdoue164a
fflffliELiüii;
mm Un 5 S5o. 1 W. Washington Str X (MerchanU National Bank.) Ein europäisches Department. echsel, Creditbriefe und Postanweisungen aus alle Städte EurovaZ. Schiffsscheine naey und vo Euroöa. An und verkauf auslündischen Geldes. iine Person, welche ein SparConto besitzt, ist in einem gewissen Maße ein öffentlicher Wohlthäter, der in feiner bescheidenen Art dazu beiträgt, das Geld in wirklicher Circulation per Kopf zu erhöhen. Die Person welche kein Spar Conto unterhält, sondern ihr Geld in verborgenen Plätzen versteckt, zieht das Geld aus der Circulation und hindert dadurch das Wachsthum und die Prosperität desLandes und beraubt sich zur gleichen Zeit um ein legitimes Einkommen. Die Jndiana Trust Company. ist speziell equippirt um jedem Dcponenten prompte und fähige Dienste zu gewähren sowie gerechte Einkünfte an seinen Depositen. Capital $1,000,000.00 Ueberschuß 225,000.00 Mg 4 Route Niedrige Raten nach Chicag I und 1 zurück in Anbetracht der Viehausstellung 7.VW Rundfahrt giltig auf allen Zügen, die am 27:, 28. und 29. November abfahren, mit Retourfahrt bis zum 3. Dezember inclusiv. Rundfahrt $3,73 ailtia auf allen Augen am 30. November mit Relourfahrt bis 3. Dez nber inklusive. Für Information svrecke in der TicketOffice No. 1 Ost Washington Straße oder Union Bahnhof vor. H. M. Bronson, A. G. P. A. ColumbuZ, 16. Nov. Der 70jährige Andrew Fleener wurde heute durch räthselhafteZ Selbstentladen ei neS Gewehres sofort getödtrt. Fleener versuchte vergebens seit mehreren Ta , r 9 rr v gen emen um iem Gyofl yerumrrelsenden Habicht zu erlegen. Als er ihn wiederum erblickte, griff er nach seinem Gewehr mit dem oben gemeldeten Re sultate. Fleener focht im Bürgerkriege mit. snl b w i 0Q - nvTrn 2 QDHqHCDo . Striktes Union Erzeugnis i ,- Oir sprechen in irgend mim trtVlffhoif ffr HVM WtHMflt I Wäsche vor. W. ?tttjfc& Ctite Vionel tCX
TOP? 0)llU
