Indiana Tribüne, Volume 28, Number 72, Indianapolis, Marion County, 15 November 1904 — Page 7
Jndiana Tribüne, 15. November 1003.
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ifcjC .!? ii lX TT (Fortsetzung.) Si? sühne Karl nun durch ein sehr niedriges Gemach, in dein eine grüne Ampel brannte und das mit vielen orientalischen Teppichen behaglich,, ja kostbar ausgestattet war. Dann mußt! man durch rine Tapetenthür und wieder eine Menge Stufen hinabsteigen. Hie? standen sie nun in einem hohen, kahlen Raum, in '. .m es nach Staub und Sägespänen roch. Karl konnte im ersten Augenblick werng meyr als graue Dämmerung erblicken. Dann unterschied er eine hohe Gestalt, die, in einen weiten, dunklen Mantel gehüllt, am offenen Fenster stand. Von dort wehte die' duftende Regenluft ihnen entgegen, und sie hörteil das Wehr rauschen. ,' Ist es Maja?" fra.'.e der Mann langsam und müde. Ja, Lieber. Ich bringe ihn, von dem ich Dir sagte." Das ist gut. Das ist sehr gut. Seien Sie willkommen, mein jung'r Freund. Menschen, die der Wahrheit nachstreben, sind immer Freunde. Das meinen Sie doch auch?" Karl bejahte energisch. Der seltsame Mann strebe ihm aus den Falten seines Mantels eine wachsgelbe Hand entgegen. Aus .der finsteren Kapuze sah Karl ein blasses, hageres, durchfurchtes Antlitz leuchten, von dem man nicht recht unters cheider: konnte, ob es einem Greise oder einem Jüngling angehört:. . . . Wie der Schaum da unten in der Dunkelheit glänzt," sagte Mia, die fitf? aus dem Fenster aelebnt batte. Und alle drei blickten schweigend hinab auf die stürzenden, brausenden, gischtaussprühenden Wasser. Eine lange Weile. Plötzlich schauderte Mias Freund heftig zusammen. Du wirst kalt, lieber Meister," sagte daö Mädchen bang, erschrocken. Karl färb, daß in dem Raum eine staubige, trockene Hitze herrschte, die nur wenig durch die feuchte Wassrluft gemildert w'urde. Aber der Mann trat zurück, zog die Kapuze noch tiefer über. die Stirn und hüllte ,lch frostemd ein. Laßt uns gehen, meine Kinder," sagte er. Wir sind nicht in Indien, wo die kleinen Hindum'ädchen nackt am Strom des Ganges kauern . . ." Sie kehr en in das niedere, teppichverhangene Gemach zurück. Der Mann warf seine Kapuze m den Nacken und legte sich m den Polstern emes onenta lischen Diwans maleiisch zurecht. Karl bemerkte nun, daß sein langes Haar nicht grau war, sondern von emem farblosen, seidenartigen Blond. Mia, die er Maja nannte, holte mit itjrn leisen, weichen Bewegungen Cigaretten und bediente ihn demüthig. Rauchen Sie nicht?" fragte er Karl. Dem war das Rauchen noch ein verbotener Genuß, welcher zu Haus ein wildes Entsetzen hervorgerufen habki würde. Er nahm eine Zigarette und rauchte sie ungeschickt und feierlich. Mia kauerte am Boden, die Hände um's Kme geschlungen. Wo waren wir?" fragte der seltsame, blutleere Mann mit dem durch furchten leidenden Antlitz. Bei dem Ernstkapitel," sagte Mia und sah Erwartungsvoll und frohgestimmt zu ihrem Freunde auf. Wissen Sie etwas von den indischen Weisbeitsbuchern den Dhammapa dein?" . Nein." sagte Karl, nichts, als was man eben so vom Buddhismus hört " Der Mann lächelte und machte eine abwehrende Bewegung mit der Hand. Das ist eine Kultur," sprach er lanosam. Wie vornehm, wie still in fiiü vollendet gegen unsere abscheuliche, tobe, barbarische Welt, die sich die civüisirie nennt." Karl lauschte gespannt und erregt In seinen faltigen Mantel gehüllt, matt, wie von tiefem, schwerem. Kummer ausgezehrt auf dem Diwan ruhend und das Zimmer mit den blauen Dämpfen ferner Cigaretten füllend, begann Mias Freund die Welt des fernen Asien vor den beiden jungen Menschen lebendig zu machen: jene Welt der unermeßliehen Dickichte, der schwülen Blumendüfte, der gelben, ' stillen Ströme, der Bäume mit ihren phantastischen Lustwurzeln, von d?nen nackte Büßer sich , allmälig einspinnen lassen, erstarrt in weltabgewandten Träumereien, Qualen- und Todesuberwlnder. iciu Welt in der aus üppiger, wilder Sinnengier wie eine grandiose weiße Lotosblüthe die Religion der unendlichen Güte, der vornehmen Entsagung, der stillen, rcinen Seelenversunkenheit emporstieg. Während er redete, horchte Kar einige Male auf fernes Lachen, dem ein ' Poltern. Geschrei und Schelten folgte Der Meister fuhr sich mit der Hand über die Siirn und seufzte. Kar! der cafc die Störung schnell, berauscht vo all dem Neuem, das er gierig in sich aufnabm. Nachdem der Meister sie freundlich entlassen hatte, wobei er Karl die Hand drückte und Mia auf die Stirn küßte, und die Beiden hinaustraten in d
Sommernacht, fragte Karl: jWas be
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JX w Vornan von Gabriele Reuter .... TT -f- -TT i .f..T. TT. 4 4 f rt st st st st H w tv """ vr deutete das Seschrei, das wir ein paarmal hörten?" -Es waren die Kinder von Doktor Fahrenhorst, die sich prügelten." Wie kommen die aber hierher?" Ja sie wohnen doch bei ihrem Baer." Doktor Fahrenhorst war der Mann, den wir besucht haben?" Ja. Karl versank in stummes Staunen. Der indische Weise hatte Kinder Kinder, die sich prügelten. F. K a p i t e l. ie größte Strafe, die Karl auferkgt werden konnte, geschah ihm, wenn - Frau Bürgelin seine Begleitung für dasTheater beanspruchte. Sie glaubte ehrlich, ihm damit eine rechte Freude zu mcchen. Denn sorgfaltig überlegte f und wählte ein Stück, von dem er sicher Genuß haben mußte, eine von den sch'nen klassischen Tragödien, die in Bernhardshausen besonders gut dargestellt wurven. Und er hätte wohl auch Freude daran empfunden, wenn er sich irgendwo im Parkett auf den Stehplatzen hätte herumtreiben, kommen und gehen können, wie es ihm gefiel. Aber Toilettemachen seme Kra watte, sein Haar saßen nie, wie sie sitzen sollten, immer mußte wch daran herumgezupft werden und dies Hinfahren im geschlossenen Wagen, denn seme Mutter litt neuerdings viel an Gesichtsschmerzen und fürchtete sich deshalb vor der Abendluft dies Stillsitzen in der ersten Reche des Balkons, vom Gaslicht bestrahlt, so daß man nicht mit der Wimper zucken konnte, ohne vom ganzen Publikum mißbilligend oder wohlwollend beachtet zu werden dies Aufstehen und sich Berneigen, wenn der Herzog in der Mittelloge erschien dieses Begrüßen von Frau lein von Kalb, Fräulein von Klingen berg, Fräulein von Wolzogen und wie die Damen alle heißen mochten, die um ihn her saßen das unbehagliche Be wußtsein, daß er, der Schüler, eigentlich von Rechts wegen gar nicht an die sen exponirten und vornehmen Platz gehörte, und daß von ihm erwartet werde, als ein liebenswürdiger Weltmann in den Zwischenakten seme Mut ter zu unterhalten, diese Fülle von Pflichten, die mit dem Genuß verbünden waren, machten ihn für Karl beinahe unerträglich. Sem an stete Bewegung und freie Luft gewöhnter, in der heftigsten Entwickelung begriffener Korper wurde förmlich vor. emem ner vösen Fieber erfaßt. E2 war auch in der Frühlingszeit erstickend hei in dem kleinen Theater; das Blut sauste und klopfte Karl huben Ohren, es führte förmlich ein Separc'nzert in seinem Hirn auf. bis die ..chlafen lhn zum Zerspringen schmerzten. Und eine Unruhe bekam er in die Glieder, daß er geradeswegs hätte über die Brüstung in's Parkett springen und dort mit Händen und Füßen um sich schlagen mögen. Dabei hieß, es natürlich still sitzen, von halb sieben bis zehn Uhr. Frau Bürg:lin fand es gewöhnlich und ungesund, m den Zwischenakten hin auszugehen, da das Theater kein Foyer besaß und man nur in dem engen, zugr gen Gange vor den Logen herumstand. Es war entsetzlich. Karl wußte, wie empfindlich seine Mutter war, wenn sie ihren Söhnen eine Freude bereiten wollte und mansie nicht als eine solche empfand. Darum litt er lange schweigend. Aber er begann alles zu verab scheuen, was mit dem Theater zusammenhing die Stücke sowie die Schauspleler. Endlich machte er einmal Mademor selle Aubert zur Vertrauten seiner Qualen. Seitdem lourle er nur noch selten von semer Mutter aufgefordert. Mademolselle wußte immer, wenn Frau Bürgelm-auf den Gedanken kam Karl mit sich zu nehmen, die allerklar sien und allerverständigsten Gründe weshalb er gerade an diesem Abend zu Hause bleiben müsse. Und im Grunde hatte Frau Burgelm die Be gleitung von .Dionys ja auch wei lieber. Der Baron Perneberg wagte es und ließ den Tristan auffuhren: em Unter nehmen, welches schon seit langer Zei Zwischen ibm und dem 'ersten Kavell meiste? erwogen und geplant war und oann hatten beide Acanner doch stets vor der Ausführung des aewaltiaen Werkes bei den bescheidenen Kräften Zyres Theaters gezagt. Endlich gab Doris Rüder den ent scheidenden Anstoß. Sie drana immt ungestümer in ihren Chef, sie die Rolle der Isolde singen zu lassen. Man durfte hoffen, dafc sie eine würdiae Wertreterin sein werde. ' Für den Tristan war em fremder Gast gewonnen, Orchester und Dirigent setzten ihr bestes Können ein. Seit Wochen lebte Doris nur noch ihrer aewaltiaen Aufaabe.' Mit de leidenschaftlichen Begeisterung ihres energischen Temperaments erfaßte sie
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die Gestalt der irischen Königsmaid und machte sie sich zu eigen. Das Ringen mit dem strömenden.
brausenden Tönemeer, das siegreiche Bezwingen seiner mächtigen Wogen, auf daß sie dem Willen der Sängerin gehorchten, und der Meerwmd zauchzend mit ihren Sckleiern zu spielen schien, daß Haß und sehnende Rachewuth den starken Erlosungsichrei fanden, daß Liebeswonne und höchste Noth in ihrer Stimme, in ihren Bewegungen, in ihrem Blick einen großen und echten Ausdruck gewannen das war Glück, war Dasemsgenuß, war em Wochenanger, herrlicher Rausch. Und es gelang. Ihre Sl'mme bewährte sich als eine gesunde Kraft, sie behielt Fülle und Wohlklang bis zum letzten Ton.- Ihre Darstellung war ems u:it ihrer Gesangsleistung. Ihre Erscheinung war umwoben von dem Hauche emes großen Schicksals. Sie hob sich aus der Schablone des .guten Schauspielerthums, der Buhnenroutme hinaus in jene Sphäre, wo die unsterbliche Wahrheit wohnt, die sich hm und wieder n einer Dichtung, einer Musik, eine... Bildwerk offenbart und des Leber höchste Schmerzen, feine tiefsteLust nn Menschen deutet. Jsoldens Sehnsucht an diesem Abend wa, ewige Menschensehnsucht. Ihre Liebesklage war die Klage, die durch die Jahrtausende tönt. S:e toa mcht mehr Doris Ruder. die tüchtige Sängerin. Sie spielte, und sang, von emem Dämon getrieben, der starker war als sie selbst in dem ge wöhnlichen Durchschnittsmaß ihres Könnens. So hatte der Genius, in dessen Diensten sie stand, auf sie eingewirkt. ' Und so ursprünglich war. das, was sie gab, daß es bei einem Theil des Publikums Befremden, bei einem andern Staunen, zum Theil sogar Entrüstung weckte. Der Intendant kam bleich und v.U ternd hinter die Koulissen und drückte ihr stumm die Hand. Der fremde Gast machte seiner Beaeisteruna etwas aeräuschvoller Luft und sprach von einem Engagement an einer wirklich großen Bühne, nach Hamburg, Berlin oder München. - Doris war lange aufgehalten worden Ter Herzog hatte mit ihr geredet. em paar Familien, em kunstliebender Kammerherr mit , seiner Frau, eine reiche Wittwe, die sie protegirte, hatten vor der Garderobe auf sie gewartet und sie mit wohlgemeinten, aber etwas banalem Lobe übergosse-i. Nun hatte sie alles abgeschüttelt und fuhr allein nach Haus. Sogar die gute Frida, die hilf reiche, bescheidene Freundm, diz sie wie jede Bühnenkünstlerin besaß, konnte sie heut nicht ertragen. Sie war über alles Maß erschöpft und doch bebte noch jeder Nerv in wundervoller Aufregung. Aber daheim daheim würde viel leicht die Mama inzwischen angekommen sein, die gute Mama mit ihrem häuslichen Aerger, mit allen zammer lichen Sorgen, die sie seit so vielen Jahren umstrickt hielten, daß sie niemals mehr herausfand auch nicht für eine Stunde. Und Doris saß im Wagen, zitternd vor Furcht, bebend in Angst, daß ihre Mutter, die sie doch liebte wie ein Kind ihre Mutter liebt, sie daheim, erwarten würde. Und sie sollte jetzt, nach dieser That, nach dem intensiven großen Leben der letzten Stunden, Geduld und Gute und Freundlichkeit für die ewig aleichbleibenden kleinen Kümmernisse der alten Frau finden. Bor ihrer Hausthür stand ein Wagen. Und als sie ihre bescheidene kleine Wohnung betrat, fand sie dort alles glänzend ' hell. Und Blumenduft schwebte ihr entgegen. Und nicht die Pfarrerin von Griesbach wartete auf sie, sondern Frau Edina Bürgelin. Sie erlte dem glühend erregten Mädchen mit ausgebreiteten Armen entgegen und schloß sie stürmisch an ihr Herz. Doris lehnte den heißen Kopf an ihre Brust und fühlte, wie die Thränen der fremden Frau auf ihr Haar nieder tropften, wie sie ergriffen, erschüttert war, gleich ihr. Sie lag lange still. mit geschlossenen Augen, fühlte sich da heim, fühlte sich verstanden. Zu erfahren, daß Frau Bürgelin nicht nur eine elegante Weltdame, sondern wirklich die feine Musikkennerin. die Mitempfinderin war, die sie in ihr erhofft, war ein köstliches Erlebniß. Doris ahnte nicht, welchen Eindruck sie selbst m dem Rausch des Erfolges, m dem strahlenden Glück an der eigenen Leistung auf Frau Burgelm machte. Lange schwelgten sie in Schwärmerei und Freude aneinander. Da bewegte sich die Decke des Eßtisches, auf dem das bescheidene Mahl noch unberührt. aus Doris wartete. Ein brauner Haarschopf kroch unier , dttu grünen Plu Ich fransen hervor. Doris fuhr erschrecken zusammen auch cm paar blaue Augen tauchten unter dem Haarschopfe auf und eine schläfrige Knabenstimme fragte: Mama gehen wir denn noch nicht nach Haus? Fräulein Rüder muß doch endlich was essen! Doris brach in ihr helles, unb'andi ges, ländliches Gelächter aus. Sie sprang zu dem Tisch und zog Dionys, immerfort lachend, an semem Haar schöpf hervor, Mein Bübchen," rief Frau Bürge lin, zum erstenmal in meinem Leben hatte ich Dich vergessen! Fräulein Dons wenn Sie wußten, was das Iti ßen will! Das arme Kind. Du bist
Ich habe sehr schön geschlafen, da
unter dem Tisch." sagte Dionys einfach. Doris faßte ihn mit beiden Händen in's Haar und küßte ihn auf den Mund. Den Kuß sollst Du nicht vergessen, in ihm küßt Dich die Kunst," sagte seine Mutter. Der Knabe lächelte froh. - Ich soll Musiker werden," erklärte er ein wenig unbehilflich. )ann sind wir ja halbe Kollegen, scherzte Doris. Aber höre einmal Du schläfst, nachdem Du den Tristan zum erstenmal gehört hast?" O!" rief Dionys, schüttelte seme Mähne und zeigte lachend seine Prachtvollen Zähne, deshalb weiß ich doch. was Sie heut Abend geleistet haben, Fräulein Rüder! Ich habe Sie lieb darum!" , Er sprang auf sie zu und küßte sie noch einmal, frisch und unbefangen. Ihr mußt Freunde werden," sagte Frau Bürgelin. , die ihnen leuchtenden Auges zugeschaut hatte. Wollen wir, mein schöner Griechenjunge?" fragte Doris. Ich bm's zufneden." antwortete Dionys und blickte das bewegte Mädchen freundlich an. Ein werthvolleres Geschenk wem ich Ihnen nicht zu machen, Liebe, Einzige, Große! Ich gebe meinen Sohn in Ihre Hand. Er ist mein höchstes Kleinod. Sie sind es werth aber biilen Sie ihn mir aut." zvann geleitete Doris ihre Opalen Gäste mit einem Licht zum Wagen. Als er die Straße hinabgerollt war, stand sie noch mit der flackernden Leuchte im Thürrahmen, der Nachtwind bewegte die Locken über ihrer Stirn und strich frisch um ihre glühenden Wangen. Da habe ich ja . ein wunderliches Geschenk b:kommen dachte - sie und lachte. Einen Schüler? Ein Kind? Oder einen jungen Anbeter? Was soll ich nit ihm anfangen? Aber die Frau. vie cutter das ist eine Errungenschaft! O wie herrlich, wie reich war dieser Tag. ' .Kapitel. arl war jetzt häufig in 'dem h-A Maueraärtcken von Staats1 rath Wöhlcrs zu finden. Er neckie sich mit Mias zungerer Schwester Eva und mit deren Freunbinnen, jagte sich mit den Backfischen über die Blumenbeete, turnte, schoß Purzelbäume und trieb so diel jungerhaften Uebermuth, daß Mademoiselle ihn kaum wiedererkannte, als sie eines 'Nachmittags mit Dionys kam. ihn abzuholen. Ein paarmal nef sie änastlich und bestürzt ibr mabnendes? Mai3 Charles! Aber sie beschloß sofort m stcy, daß er im Umgang mit diesen Kindern glücklich sei. Und in der stillen. fast Heimlichen Weise, wie sie ibren Willen durchzusetzen verstand, obwohl sie stets die nachgiebige, sich den wechselnden Stimmungen ihrer Herrin klug anschmiegende Gesellschafterin zu sein schien, erzällte sie Frau Bürgelin. von dem fröhlichen Treiben beiWöhlers und ließ durchblicken, die lebhafte kleine Eva gefalle Karl wohl ganz besonders gut. Infolgedessen lud Frau Büraelin die Wühlerischen Mädchen mit ihren Freunvinnen. den Berqllnas. öfter ln ihren Garten ein. Auch besprach sie mit der Staatsrathm, man sollte unter Mademoiselles Leituna einmal in der Wocke zusammenkomme und französisch plaudern. Frau Bürgelin wäre es ganz gelegen gewesen, , wenn Karl für die hübsche Eva Feuer gefangen hätte. Ein siebzehnjähriger Junge muß feine kleine Schwärmerei haben. Sie rechnete darauf, daß er unter dem Einfluß de: jungen Mädchen seme nachlässigen Manieren verbessern, seine Person mehr pflegen werde. Und 'richtig. Den Neckereien der Backfische fiel der lächerlich verfrühte Flaum um Kinn und Wangen, auf den Karl so stolz gewesen, endlich doch zum Opfer. Man bemerkte nun. dak seine Ge sichtszüge im Schnitt an die seiner Mutter erinnerten allerdings nur wie eme verzeichnete Kopie an em schone Meisterbild. Aber man sah jetzt auch den wechselnden Ausdruck von Schalkheit, Ironie und Klugheit um Wange Nase und Mund des Knaben spielen Seine Mutter sekte ihm diese Bortheile ruhig und eingehend aüseinand.er und beglückwünschte ihn zu der Wer änderung. stari machte es Vergnügen, dan er 'seiner Mutter gefiel. Er bewunderte ihre Erscheinung wie Nichts andres auf der Welt. Zwischen ihr und dem schlanken jungen Marchenprmzen Dw nys Wlte er sich oft wie eine Art Ka liban. denn seine Phantasie, die ibm alles in übertriebenen Dimensionen zeigte, spiegelte ihm auch seine Häßliche keit als etwas geradezu Groteskes vor Ja, er hatte sich das zottelige Haar um Haupt und Antlitz mit 'einer gewissen Erbitterung wachsen lassen,, um diesen lnorucl von etwas Erschreckendem noch zu verstärken. Mia war die einzige, die mit seinem jetzt konventionelleren Aeußeren nicht zusrieoen schien. Du salzest mehr aus wie Du selbst wie so em ganz n'ärrischer Kerl " bemerkte sie. Da war denn seine Freude an der neuen Erscheinung wieder vorüber. .' (Fortsetzung folgt.) Ueber die schlechtenZeiten wird am meisten ln den Wirthshäusern geIVfcitT,, "flV
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