Indiana Tribüne, Volume 28, Number 72, Indianapolis, Marion County, 15 November 1904 — Page 5

Jndittna Tridüne, 15 November

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Weitere Borbereitnngen für die

Patriotische Feier. Das Comite, welches die Vordere!, tungen für die patriotische Feier, welche am nächsten Donnerstag Abend zu Ehren der historischen Jreiheits-Glocke Veran ftsllfctwfrh nttrnfint. fiidt oto ' 7 :rT k.. .uy untiu uinci wem -oviip v(9 cm'..- . ... -s. li.: Mllyor oiman .roicocr eine lung ab. Die Glocke wird hier, von St. Louis kommend, am Donnerstag Abend um '6 Ubr eintreffen: der flacke Waaaon. welcher die Glocke trägt, wird nach dem Geleise an der West Washington Str. dieZseit der Jjcmai Brücke transportirt und von dort auf daS StraßenbahnGeleise hinüberaeführt werden. Um 8 Ubr wird sich von dier auZ die Parade in Bewegung setzen. Groß.Marschall derselben ist General W. I. McKce; drei Miliz . Compag. nien von Infanterie und die. leichte m . - - . . - . Artillerie, sowie fast alle militärischen Organisationen der Stadt werden an derselben theilnehmen.. Den Bemü. hungen deS Capt. Jacob L. Vieler ist eS gelungen, daß auch das T'rommel corpS der Atlin5 Saw Works", die Musik-Capelle von Nordyke k Marmon und das Trommler-Corps der AtlaS Engine WorkS-, sowie die Angestellten der drei Firmen sich an der Parade betheiligen werden. Die Marschlinie ist folgende: Von der West Washington Str. bis Penn sylvania Str., nördlich bis zur Ohio tr., westlich zum Terminal Bahnhof, welcher von allen CarS gesäubert sein wird, so daß Raum für 12.000 bis 15,000 Personen vorhanden ist. Im Bahnhof tülxti sodann die Feier abgehalten. Mayor Holtzman wird eine kurze Ansprache halten und die Gäste 'aus Philadelphia, etwa 60 Herren, will. kommen heißen. Robert Greir, Privat Secretär des MayorS von Philadelphia und Joseph R. C. McAllister. Mit. alied deS dortigen Stadtraths werden ebenfalls reden. Patriotische Lieder werden gesungen werden und die in dem Zuge vorhandenen Musik.Capellen werden concertiren. Um 10 Uhr Abends findet im Clay. Pool Hotel zu Ehren der Philadelphia Gäste ein Banquet statt; die Couverte kosten 85 und Tickets sind bei Wm. R. Williams, Secretür des lokalenComiteS zu erhalten: Damen können an dem Banquet ebenfalls theilnehmen. Mayor Holtzman wird Präsidiren, Senator Beveridge, und Achtb. John W. Kern, sowie Mayor Weaver und Henry Clay von Philadelphia werden Toaste beantworten. Am Freitag Vormittag wird die Glocke von den Schulkindern in Augen. schein genommen werden. Polizei hebt Opinrnhöhle ans und löst ein Räthsel. Lee Dillon, ein Kellner, der seine I Wobnuna als No. 9 Süd Oii Strake anaiebt, wurde aegern durch Sergeant Schekgert und Volizift Smith verhaftet Dillon'S Verhaftung wurde durch die Eifersucht einer Frau herbeigeführt. Dillon betrieb, wie die gegen ihn erho. denen Beschuldiaunaen sagen, eine wandernde Oviumhöhle. Männer und Frauen sammelten sich bald hier bald dort an, um 'unter seiner Leitung I dem Laster zu fröhnen. Dillon ist selber dem Kenuffe deS - Kiftk ver. fallen. Die während der Sitzungen ' ge brauchten Opium.Einrichtungen wur. den von der Polizei mit Beschlag be legt, und Dillon wurde wegen des Be triebeS der Eifthöhle unter Anklage ge. stellt, eine Oviumhöhle betrieben zu haben. Zugleich wurde auch noch für. Frank O'Brien, dem Besiker de Gebäudes. in welckem Dillon wobnte. ein Ge. heimniß gelöst welches demselben so weit viel Kopfzerbrechen gekostet und welckeö für ibn zualeick lick als ein kostwieliaeS erwies. n DillonS immer nSmliü wurde , . eine etwa 2 Fuß hoch emporflackernde GaSflamme'vorgesunden. Dillon, so wird gesagt, hatte die unter seinem Zimmer liegenden GaSröhren ange. bohrt und hatte das durch den Gas Messer kimmende GaS zu HeizungS zwecken l to. gebraucht. Nach Aus. sagen de Polizei steigerten sich O'. BrienS Errechnungen, seit der Zeit, daß Dillon it Röhren anbohrte, um etwa :S4 bis S6 pro Woche und alle Versuche, mit dem Gase ökonomisch umzugehen, erwiesen sich als völlig nutz. loS. Wegen der GaS Angelegenheit

wurde die Anklage des Großdlebftahls I erzn -t rr- .

. wird yciui, gug oie igu? uu. oicjc I S)Tn?s" Ylavfnfnmrt tniirhi Xrf ist fnT- . vi icqeö laum anzuneymen, oa luon Z das Gas erst gebrauchte, nachdem es bereits durch Den Meter, geströmt war. ! also von O'Brien und nicht von der GaZ-Comp mgnie das Gas end wendete. Polizeiliches. Unter der Anklage deZ Einbruches und des GroKdiebstableS wurde deute früh Geo. Eobler. 22, ein Klempner, deffen Wohnung als 1031 Ost Wash ington Str. angegeben wird durch er ganten Riefer unter mwt- der Re vierpoliziften verhaftet. Cobler ist be schuldigt, ausser Klempneret 614 Ost Walymgton 5rira&e berathe entwendet Uu yen. Er bestreuet seme Schuld. l r p i. peilte fruy wuroe ang Veach, 814 Bates Str., wegen An grlffeS auf seme Frau verhaftet. Wie verlautet, soll Veach schwer getrunken haben und soll dann den Versuch ge macht haben, seiner Frau mit einem Rasirmesser die Kehle abzuschneiden. Er zagte die ganze Famme aus dem Hause. Veach erhielt bei dem Versuche sich zu 'wehren, eine tiefe Schnittwunde an der Hand. Grundeigeuthums Nebertragungen. LouiZ B. Calv:lage an Helen E D Cornelius, 34 LotS in 2. Factory Park Add. Haughville. $6, ( 00. Eliza M Tiege an LouiS E Tieste, Lot 3, Jameson'S Subd. Square 31, nahe New York uud WestStr. 82,270. Indianapolis Land and Jmprove ment Company an Gertrude M Brent, LotS 299 und 310, 5. Section West Park Add, östlich vom Jrren-Asyl. 8965. John A. Preßler an Cafsie O. Washburn, Lot 1 in Blair'S Subd. in Columbia Place, nördlich von Crown Hill. $250.. Furman Stout u. A. an Charley Kuehn. Theil nordwestliches Viertel, Sect. 2, Tsbp. 15, Range 2, Wayne Tfhp. $1000. John W. Trotter . an .denselben. Theil desselben Viertels. -81000., .Charles M Croß an George S GraveS, Theil von Lot .44, Julian u A Subd von Jrvington. fcl,000. Oöcar F Mann an Sarah A T Harrig, Lot 13, Block 20. Nord In dianapolis, 81,250. Julius R. Cox an Lizzie W. Crain, Lot 5 in Bradley'S Prospekt Str. Add. nahe Big Four Eisenbahn. 81,500. Jacob Klump an August Ruft u. A, Lot 1 in Block 126 in Brightwood. 81,200. John Griner an die Wabash Realty and Loan Company. Lot 6 in Hos brook'S Sub.. Dunlap'S Add., nahe State und. Prospect Str. 82,200. Oscar Mann, an Emma TimmonS, . ?v -m 3nownopo sin.? . '.n' . . r i r er . n r m . rv. . , ll - , von lö. vlraße und wen Uch von Norehestern Avz. S1250. Margaret Cain an John Whitlock, 2ot 21 in Norwood's Subdivision der Außenlot 122, nahe West und Norwood tr. 8500. varry MMigan an Tuttle Culver, LotS 3 und 6 in Leather's Subd. von Fletcher's ersterAddition und Lots 11 und 5 in Kelly &Routon'S Subd. (Vf.ii1 e nk.w im rr . .. Pn lelcyer s . Aoo., Manacyu,ettS ve.. nahe Newman Str. S8000. Minnie Bärge an Fatima Carter, 2ot 4 in WeeSner's Add. zu Jrving. ton. S2500. Albert Rausch an John Waggoner, Lot 4, Block 6 in Fletcher'S Broolsioe Add., östlich von Rural und nördlich von 10. Straße. SI750. O-car F. Mann an Nettie F. Wil f, 2ot5 21 bis 24, Block 30, North Indianapolis. $5,400. Derselbe an dieselbe, Lots 17, 18 und 19 in Block 26, North Jndiana I. m. r n us. Grundbesitz im. Gesammtwerthe von S513.423.L? wechselten in der verflos sknen Woche ihre Besitzer Peru, 14. Nov. Polizist Albert Potter hatte ein anderes Abenteuer mit Dieben gestern in aller Frühe zu be stehen. Er erwischte die Herrn 2ana finger in dem Momente, als sie, ich. beladen die Apotheke von Deibert der ließen. Beim Anblicke des Beamten rissen die Kerle ouS, ihre Beute im Stiche lassend. Trotz ' verschiedener nachgesandter Kugeln entkamen die Burschen. Einer derselben ist nach Ansicht deS Beamten angeschossen wor den.

- Von Max Audoin. Unverschämter!" Mischen Sie sich 'nicht hinein!" Der Streit wurde hitziger.... ein unerwartete Zerstreuung für die Pasfagiere der Tramway.... es kam bis zum Kartenwechsel. Dannerst konnte sich Peter Legosf nach dem jungen Mädcken nmseben. das er von den u-

?er verliert, gewinnt!

dringlichkeiten eines jungen Lassen ,unge Wahlen, ohne zu anttootlCT, er. befreit hatte; er fand sie blaß, erschüt- rothete; doch em UNMttMcher Druck tert, einer Ohnmacht nahe. Als er lhrer Hand auf den Arm ihres Ritters ihr dann ehrfurchtsvoll seine Beglei- verrieth diesem, daß man ihm ob semes tung bis zu ihrer Behausung antrug, usMes nicht besonders zutne AU nahm sie selbe an, ebenso seinen Arm, Abschied nehmen wollte, wurde er welchen er ihr beim Verlassen des Wa- aufgefordert, mit einzutreten; da oben gens anbot. Bereits seit einem .Mo- wäre eine Großmutter, die sich glucklich nat fanden sie sich jeden Morgen in der schätzen wurde, dem Beschützer ihrer Tramway; wirklicher Zufall? Enkelm ihren ' Dank auszusprechen. Hm ... . man möchte nicht gerade da- Man kann sich leicht vorstellen, mit welrauf schwören, denn Peter Legoff faßte chem Eifer der Antrag . angenommen ein großes Interesse zu sejner Mitrei- wurde! Das Zimmer, m welches Le. senden und nichts bewies daß jene ihn eingeführt wurde, befand sich im vielleicht mit gleichgiltigen Blicken be- fünften Stockwerke und wurde ,ebr trachtet hätte. Schließlich, ob es nun armlich ausgesehen haben, ohne die die übertriebene Scheu des jungen paar kostbaren Möbelstücke StrandMannes war oder die nicht weniger gut und zene kleinen Dmger, Handstrenge Reserve von Seiten des jungen arbeiten Flitter mit denen emeDame Mädchens.... ihre Sympathien blie- von Geschmack es versteht, sich die I -ben bis zu diesem Tage stumm und wsion eines relativen Luxus zu schafwürden es voraussichtlich noch lange f. Alles athmete friedliches Leben

geblieben sein. Legoff war Beamter in einem Miniftpriiim. yll rr bn& P.hpwim kl'rttek. hatte er von Anderem und Besserem geträumt, aber die Dummheit begangen, rrrf rrnf frnnnrn nfrT dprn rtnitrtPn ,iw . ivtov. k.v, -...g.vj.. Verwandten von Seite seiner Mutter, zu überwerfen. Es war dies cm be - reits von seinen Geschäften zurückge -

zogen lebender Unternehmer, ein sehr , stroioe! . . . oure wix eiwas zureiche?, egoistischer, geiziger Junggc-, stoßen sem? selle...-. aber schließlich doch ein Ban- .Nem, Großmama ... wenigstens ; ims 'Im s'n Nicht s, dank dem Dazwischentreten de

.... ii tut .... uvi, 1 wviit Traum! Legoff mußte sich noch glücklich schätzen, eine kleine Unterstützung zu unterholten. Er tröstete sich aber üeirnijii.', ui'icn Tiacuaeji isiiuiutir ei mit einem hinlänglichen Skeptizismus

gegenüberstand. Im Grßen und,," "

Ganzen ein angenehmer junger Mann, dessen sympathische Gestalt und OffenHerzigkeit allein schon ein Biedcrkeitsdiplom werth waren. Was jene anbelangt, die er seine Unbekannte nannte, so war sie beiläufig zwanzig, zart, schwach; obwohl sie das Traucrgewand äußerst elegant - kleidete, so erkannte man doch nur an ihrer einfachen Art, ebenso wie an dem stolzen, resignirten' Ausdrucke ihres schönen Antlitzes die Tochter einer durch Unglück herabgekommcnen Familie, welche nun auf das Stundengeben angewiesen war.. Jeden Morgen zur selben Stunde kam sie mit ihrer Mappe unter dem Arm daher. Legoff betrachtete sie schon immer verstoh len vom Boulevard Royal an und gebrauchte dann alle möglichen geschickten Manöver, dank deren sie dann die Fahrt bis zum Ehtclet gemeinsam machten. Auf die Länge der Zeit mußte ihr dies schlaue Verfahren auffallen, doch nichts in ihrem Benehmen verrieth dem stillen Verehrer, daß sie darüber erfreut oder erzürnt sei, ja ob sie es überhaupt bemerkt habe. Er hätte jhr folgen und sich beim Eoncierge erkundigen können, wer sie sei und was sie thue; aber es fiel ihm gar nicht ein, abgesehen davon, daß ihm diese. Art des Spionirens widerstrebte. Warum sollte er den Zauber des Unbekannten zerstören, welcher ihn zu allen Hoffnungen berechtigte? Und wenn er z. B. erführe, daß sie nicht mehr frei sei? War es nicht besser, einen Zufall abzuwarten, wobei er ihr einen imcr Dienste erweisen könnte, diezur Dankbarkeit verpflichten und um diesen Preis dann ihre Sympathie zu gewinnen .... mit einem Worte, inihr Leben zu treten. Endlich bot sich diese Gelegenheit, und sie war wirklich nicht alltäglich. Legosf war entzück', die feingeformte Hand euf seinem Arme n i zittern zu Turnen, uno verlang am?c seine Schritte,' theils um die Trennung um einige Minuten hinauszuschieben, aber auch um Muth und Zeit für eine Erklärung zu gewinnen, die unausweichlich war Sie sprachen von gleichgiltigen Dingen und es war das lunge Madchen selbst, das unbewußt das Eis brach. Also, mein Herr, Sie werden sich morgen schlagen?" Gewiß, mem Fraulein! ' Für . ... für eine Fremde!" O, Sie sind mir mcht fremd. Und ich selbst, bin ich Ihnen wirklich ein Fremder? Haben Sie nicht zu bemerken geruht, daß wir taglich dieselbe Strecke zurücklegen?" .... Freilich, ich glaube, Sie steigen beim Ehätelct aus?" Und nach einer Wen': setzte sie hinzu: Und ist es morgen?" Morgen früh; das verschafft mir einen Tag Urlaub." Wie können Sie nur mit dieser Leichtfertigkeit von sd ernsten Dinaen reden! .... Das ist schlecht von Ihnen, V ?' V . L oenicn vsie vrnn oaoei rnaii an iiyre Eltern?" Ich habe keine Familie.' Niemand kümmert sich um mich." Niemand? .... Und wenn Sie zum Unglück verwundet würden?" ' Giebt es denn keine Gerechtigkeit?' ff er-..ri je. . c - i tl ClP n . mcht verwundet sein: erstens weil. ich erne sichere Hand habe und dann vtuu, 4iii.ni uuuicuw u iu treue kni . M . - Als er zögerte,.. frug .sie: ...'.Nun. I

eil? Wohlan denn!... . Wil ich Zn dZcfern Falle Ihr Beschützer bin und es sich- schön ausnehmen ' würde, wenn Sancho über den Cid Sieger wäre," antwortete er ganz stolz. Sie lächelte. Ich bin aber nicht Ximene." - Noch ich der Cid," seufzte er, und dennoch . . . '

dem ez:g2N Worte waren s A fottW INGC deibOraCN, Wtz 0U In dem einzigsn Worte waren so , -uno ermnerie an eme vnwren? uung. eme anjiaHuiac uu Mit Stolz ertragene Dürftigkeit. Dao war die richtige Umgebung, in der er . P4 seine Unbekannte stets dachte. In emem. 7?auteml am Fenster saß i , i ri i ri 1 eine alte Dame und strickte; zuerst be- , '5 l inin. I Du es, Marille? ... Zu dieu , . ,v , , y rn r jf." 1 Herrn . . Sie stellte ihren Beschützer vor und erzählte den Vorfall m der Tramway. Ganz bestürzt trat die alte ; , 1 . S . . 7 'J !cn 'hretwogcn nicht prelszugebcn. Als (eil, uciiuuyic ic uvn ct'u iucuiyitua das Vorsprechen, daß er .am nächsten Nachmittag sie von dem Ausgang des Duells benachrichtigen könne.' Legoff versprach es und mußte sogar für alle Fälle seine Adresse da lassen; est dann erlaubte Großmama, daß er sich entferne, um seine Zeugen .aufzusuchen.' Das junge Mädchen begleitete ihn bis zur .'Stiege und sagte mit zitternder Stimme:- Auf Wiedersehen, mein Herr." . ; Er nahm ihre kleine Hand und wagte es.sie an.dic Lippen zu ziehen, ohne daß' man über diese Kühnheit beleidigt gewesen wäre; und ihr tief m die Auaen' blickend, die sich für einen Moment trübten, sagte er: Auf Wiedersehen . . gewiß, auf Wiedersehen." . Entschieden giebt es keine Gerechtiz seit, aus Erden! Am 'nächstfolgenden Morgen zwischen 6 und 7 Uhr erhielt Legoff einen Degenstoß in die rechte Seite; wenn auch glücklicherweise kein edles Organ verletzt war, so mußte unscr.Held immerhin vierzehn Tage das Zimmer hüten. Vierzehn Tage, ohne Marcelle' zu sehen! Welch trübe Aussichten! ' Als der Abend kam, seine Freunde sich entfernten und die Hausmeisterin, die ihn Pflegte, in ihre Loge, hinabgestiegen war, überließ er sich in der Einsamkeit trüben Gedanken; da ertönten zwei Schläge an die Zimmerthüre, und er glaubte zu träumen, als rr Marcelles Großmutter an sein Bett herantreten sah. Sie, gnädige Frau," stammelte er, Sie ..." Unglücklicher Junge, Sie sind verwundet!" . Nicht gefährlich ... nur ein Kiatzcr . . . . beruhigen Sie sich, gnädige Frau . . . aber wirklich, ich bin sehr überrascht '...". O, diese jungen Leute! Das haben Sie jetzt davon . . . Und wer'pflegi Sie?" Meine Hausmeisterin." Armes ftind! Sie könnewsich rühmen, uns in große Angst versetzt zu haben! Den ganzen Nachmittag haben wir- Sie erwartet Marcelle ging gar nicht in ihre Stunden. , Als wir dann sahen, daß Sie trotz Ihres Äcrwrechcns gekommen sind, ahnten wir ein ungiua, uno i keine Ruhe, ehe ; rr - i c selbst nach Ihnen zu sehen. Glückli chcrweise ist also Ihre Verwundung nicht schwer ... Vermissen Sie nichts? -I ' . r t . e mtm'i . . . nun, oann gcye ill) . . . ÄUs morgen!" Sie entfernte sich, Legoff heiter und entzückt zurücklassend; er segnete seine ' (Zrhmmno fnpitSpt pt so Ptn dtlick'Z ickni der Svmvatbie seiner Anaebe-, teten verdankte, und hatte eine gute Nacht. . Die alte Dame, die unterdessen bei der Hausmeisterin sehr diskret Erkundigungen über seine Gewohnheiten und seinen Umgang eingeholt' hatte, kam alle Tage wieder und brachte jedesmal in ihrem Pompadour Erfrischungen für den Kranken mit. Bald waren sie inniq befreundet, und bevor eine Woche verflossen war, hatten sie sich bereits gegenseitig ihre Geheimnisse anvertraut. Da erfuhr Legöff von seiner ??rnn?mtn??rTVytn Sn6(rr h sTfvttAn--v vv VK J W T'!1 burn, ihr Sohn Marcelles Vater durch schleckte Terrainsveku''onen ruinirt wurde, die jedoch durch unreelle Manöver eines gewissenlosen Unterneh.

iners oerdetaefübrt wurden. o va

nach seinem Tode nur einen gegen sei- moxavenv des Meus, iym rmr Mi, nen Gegner angestrengten Prozeß zu- Lm einzigen Wort Z dankm aber rückließ. Von dem glücklichen Ausgang s er sie fragte, ok sie glucklich ti, So dieses Prozesses hing die Hoffnung auf . J?0?1. ,.?M2 ben Aueine bessere Zukunft der beiixn Dämm . 83 llbin sthrglucklich 06; leider mußten sie aber aus Mangel 1 le bttuhinten Papiere die den an Geld die Klage sistiren. Die gute ?amen als Aktenstücke vorgeleg wurMarcelle sah sich gezwungen, Stunden n Erslndungcn Legof s lebzu geben, um zu den ungenügendeit tx ?Wtasle und nur der totalen Einnahmen ihrer Großmuttes bttZU- ""te er beiden Damen nn tragen. Es war dahci nicht zu ver- chtlichen Verfahren war es ZU danken, wundern, daß die alle Dame sich bestall- : Snff dig mit dem Prozesse beschäftigte, und ? kuhnen Plan ZU gUttM ZU als sie erfuhr, daß Legofs, bevor er sich bnngm. M,t großem Ernst nahm er mit seinem Onkel entzweite, die Reckt! die Rolle des Rathgebers an. und. der

ftndtrf Kh m niffif :rnfrmrtT fiit, ten, ihm alle auf den Prozeß bezügI V V j V I V Q- WW lichm Pap!ne zu übergeben. Wie groß mx aber die Bestürzung und der Kum - nur des jungen Mannes, als er auf den ersten Blick, den er auf den Um schlag der Akten warf, entdeckte, daß der Plünderer der befreundeten Damen sem eigener Onkel war. Als am so!genden Tage Frau von Chaigneburn ibn zur gewohnten Stunde besuchen kam, fragte sie ängstlich nach dem Ur theil seiner Untersuchungen. Legoff suhlte nicht den Muth m sich, der alten Dame die abscheuliche Wahrheit ms 'L)e iazk zu laaen: er bat daher, nt fÄrmttteÄVa beschöstigln. sobald er wieder herstellt sein werde. .Ihr Gegner ist ein Dieb", rnllAf X aaVhTVa itVt sugle er mit Nachdruck, .aber um ihn 31t iVnrtnn cfrtnrt fs2 frit2iitft W mit! WH.n M, wffnrtw vertrauensvoll in meine Hände zu legen ..v. ,.r nrHf.i.Ä u"i utillfc uia a nen. H Was hoffte er noch von seinem Onkel? Durch welche Betheuerungen hvffie er sein Herz zu erweichen? Ihn zum Mitleid zu erregen? Oder mit welchen Argumenten schmeichelte, er sich seine ßuSiSffMiaMffJ . r?r ..,., g ,,.Vvv. - wußt? ftlbst noch nicht . . . Es ge4iv,ht thr,rii iitVrltt t3. sÄrhtrf r.f -;,,-.;ri ,,v V:. r,v, ,.. I. ,t,nBtS? " . w f-v i-" a4ivviv, wD wwv. tut ... viiu wwtuuutt uu- kuvktw um Onkel in die bessere Welt, um dort Rechenschaft abzuleaen. Sich unveraänachenschaft abzulegen. Sich unvergäng lich glaubend, ließ der so wenig würdlae Mann keme testamentarischen Ver fügungen zurück, und so wurde sein großes Vermögen gesetzlich Legoss zu erkannt. 1 ' ro:. C Wirrnisse: Sollte er mit der Gesammtsitmm, h?,r. ffrfifrfwtf itA hi TOif, Dies setzte den armen Mann in arge fchuld an einem so abscheulichen Diebstahl übernehmen? Nicht um die ganze Welt! . . . Anderntheils, wenn er ganz I-V .v,v. 7 einfach den Damen den Betrag des gestohlenen Geldes zurückgebe, vorausgesetzt, daß ihr Zartgefühl sich zu diesem Kompromiß hergeben möchte, würde ev mcht heißen, daß er emer Gaunersamilie angehöre, was ihm natürlich nur ibre Veracktuna zuz'öae. wodurch er dann auf seine schönen, noch nicht, ein gestandenen Pläne verzichten müßte. Als er wieder gesund wurde, ver schwieg er die Veränderung semer ma teriellen Lage, ging nach wie vor in sein Bureau und fuhr jeden Morgen mit Marcelle auf der Jmpörial der Tramway. Jetzt, wo das Eis gebrochen war. VTi t Vai ntrtn (nt TI fR?"ttnf 1trS fmwui . sah sich öfters des Abends in der kleinen Wohnung am Boulevard der Porte Royale. Aber noch immer fand Legofs die Lösung seines Problems nicht, und wenn der Prozeß aufs Tapet kam., denn man ließ die Aktenstücke in seiner Verwahrung . . ., oder wenn" ihn Mür- ' m. r r I roXXn tih Trt svrFnlrt ftnr ttnrttrTtt 1 ! v .7, , rfc" , v 3 : i schritte befragte, fo pemigte ihn -sem fXi .iltT . r!.st ih nrtihT I wi.Huuuv , i14'.. I"11 , --. , ., Endlich emes Sonn ags sahen, hn beide Damen m,t strahlendem Gesichte und lebhast gestikulirend herankommen, wie jemand, der ine große Neuigkeit ' . . . V - - . . ... ZU berichten hat. Gleich beim Ein ritt in das Zimmer rief er aus: Es tzeht hnrhvM? mkine Damm!" ' " . ; . Äy, was Dtnn r frugen ne, vor Schrecken erblassend. . Ihr Gegner ist gestorben, aber Sie "I fl r.L i.s ?rtmmn IftVUtll vynw vuuvii, : l't.:Jr,i r:.. nAn IUJ iuvi uuu uvu viiifc uu i i.s w ws ,1.. liiuuviui, ui.v 'uim vv., .vv. vi vfiifir. Alaufie ick hS. dan ick sckon von heute an für einen glücklichen Ausgang Ihres Prozesses bürgen kann. Wollen J ' T V "- - - - - . . - Sie mir für diese Angelegenheit Ihre mmnete eBm? ck wäre lLcklZck Ihnen mühsame Schritte und langwierinf Änrmmstpn -a ersvattn? bit. " u " " u - 11 T r tr. "lt:. iti r je :r Aber Ihre Beschäftigung? Ich werde schon mit meinem Chef darüber Rücksprache halten." Und das Geld?" Das ist die geringste meiner SorJVil I viv y,vnj.v .vv gm: ich habe einen Onkel, der mir die r cvt. ctni.c ,:;js, I gen; icy yave emen nre, oer mir m Ruthe besorgt, um Ihren Dieb zu zuch tigen." Und lachte bei dem Gedanken, wie er dem Todten noch posthum einen Streich spielen wird. Die alte Dame nahm den. Antrag an und Legoff öffnete eine Mappe, die mit Schriftstücken gefüllt war, die Damen ersuchend, all dies unverständliche Aeug zu unterschreiben. Auch Sie. mein Fräulein, wollen Sie nicht Einsicht nehmen?" " O nein, ich werde mit geschlossenen Augen , unterzeichnen, ich vertraueJhnen

vilNoungS. xv, ausgenommen rettagS

Aber, wie werden wir jemals unsere I Schuld abtragen?" bemerkte die alte Dame. v ' Ach was. erst nach dem Richter" spruche wollen wir vom Honorar reden. An diesem Abend, als Legoff Abschied nahm, begnügte sich Marcelle wie

i ö par sur ton ver rxit Zllorwand, die ganzen Abend: bei den Da ZtJZ T i,ä , , V"achl gule Nachnchlen: 1 mrt Riesenschritten vori..d: rr . ? j.c . r , ntytfc 1.4, UU, IU VUVll die ande vor Veranuaen reibend. Unser Sachverwalter ist eine Perle. Eines Taaes kam er mit ernster Miene, wie ein Mann des Gesetzes, ein großes Portefeuille unter dem Arm tragend, zu den Damen. Als er !.en Betrag sammt Zinsen vom Tage der Klage an in Banknoten auf den Lisch legte, im Ganzen zweihundertsechzia tausend' und' vierundsünfzig Frank, gut gerechnet, überreichte er den Damen Kesiempelles Blatt mit der Sitte, ' Summe zu 'ttfchrn. SAld d, s ed.gt " """""!' " I CllvH. Pardon, mein Herr", sagte die alte ?'weg '..."Jen allem haben wir unser Gluck zu verdankm. nur vfitf rv, ; I WllVU llilV Ul Vfcll UUUU UV VtU unserer Sache verbunden . . . Das Urtheil lst gesprochen . .'.'es ist also an der Zeit, das Honorar zu erwähnen." Aber, gnädige Frau!" L-K pT- 5 -'TÄ?-! r o XV gäbe es denn kem Mittel, um Ihr Zar: Dies Wort schreckt Sie ab. . . Aber 5kps,,sxs mit ,s? '"hl mit m I -"' av i jti.i v:. fu-z, iiuujictt v:t viiuhuiuuiu uicii auuui blick die jungen Leule und sagte dann: . v cm rr r - v f lieben Marcelle mein Herr und S arm sind wollen Sie es ihr nicht eingestehen, aber ich hab es errathen; auch meine Enkelin liebt Sie, ich kann es Ihnen jetzt sagen, da wir dank Ihrer Ergebenheit reich geworden sind . . . Sie hätten sich Mühe gegeben, so ist es auch gerecht, daß Sie sich mit uns freuen." Dabei legte die gute Dame .. I . m-tr-j ortffa die Hand Marcelles in jene Legoffs ,ttiS Alts Xa2 und sagte, auf das Geld hinweisend: Hier die Mitgift meiner Enkelin; da Sie aber ihren Prozeß gewonnen haben, so ist das Geld gleichzeitig das Ihre..." Peter Legosf lächelte ... Wer verliert, gewinnt, dachte er bei sich, und küßte die Stirne seiner schönen Braut. ach einem Eheglück von nur wenigen Minuten ist in New York eine Frau Elizabeth Henry zu Grabe getragen. Sie war toot einer Woche, sckwer an Sckwindsuckt leidend, nacb dem Bellevue 5)osvital oebrackt wor-. den. wo die Aerzte sofort sahen, daß Leben nur nocb nach wenigen Ta-' zählte. Sie klammerte sich aber c - r n c r i r . t an oas eren je! uno iagie immer, nc habe noch so viel zu thun, besonders sprach sie von ihrem Jim, nach dem sie nitt m ihr Ende nahte, bat sic darum, als Jim's Frau sterben zu dürfen? sofort wurde .err 5enrv berbeigerufen, der bereit war, den Wunsch der Sterbenden zu erfüllen. Rev. Dr. -www WWI W -V ... . . ... aroin von oer armeiilerllrcye legle z fcgncnb bic änbe bc ? g in(inj ' . . . . anocriinö Die junge Frau hielt die Hand ihres Gatlen fest, bis sie nach etwa 1 Minuten hinübeischlummert . s.m c; i.s Z m . 'mmm, LVh?. lundheiisbehorde wurde dieliT srft nt f ftilrl iAhAMl4ti icZ-tt. iy 7" x mhl a f S) ! n Aufgabe e die Hauptstädte Europa's und nr Vln cwit,n z hfifrtin uns, 557 ".r T. 4, 1 77 . . 1 ren sanitäre Emrichtungen zu ,nsp.zZ-I n. empfangen. Die Com-ss rnisuon besteht aus -Doktor I 0, ( ert r rr l rr r Takamme. Professor der Chemie an 1, . r..;. ' 'r f m ? der Universität ZU Tokio. Dr. Tanva rv-. r.rr rr r ' i rrs Professor der Pharmaceutik und Dr. to Professor der Chirurgie, beide o Tokio. Nachdem d:e Herren unSl tM(nMli4iM Cl..i. 1.. CT w ficu uuuä uu Darlmgton die einzelnen Departeem ebaude des Board of slth besichtigt, erklärte Dr. Sato, 1 c . . y c rr ir.tr &ohrPsri?r n?r hnmmtf1 01c 55aooralorien iiä) mit 'denen von . 10 Hamburg, Deutschland, vergleichen lieKen. m ' i ' WMMlMlfettöe UstC. J 1 (xV v c ö. Sonis. Die einzige Linie,-welche Passagiere.' und Gepäck in dem AnSstellnngSplatz'lan det, ehe der Zug in Yt. LöuiS einfährt. CC sin Waggon Excursion jeden Tag. und S'"lg sur , gr, $9.00 Xttcti ?aft. ailtitt lür 12 W " M Tage. i Abfahrt von Indianapolis 1! .60 Ubr vormittags und 11 10 Uhr Abends. Mkunft auf dem Ausstellungsplatz 7 Uhr Men)3 und 7:40 Uhr Morgens.

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Stadt'Osfice: 8 Nord Illinois Str. '

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