Indiana Tribüne, Volume 28, Number 69, Indianapolis, Marion County, 11 November 1904 — Page 7
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tt tt M. l.l. ttifiii Km 44 SÄ V VV" lt. ü w w (Fortsetzung.) Dionys war inzwischen ebenfalls heruntergekommen. Leise setzte er sich an's Klavier und spielte ein Stück aus den Meistersingern. Da ging sie zu ihm, legte ihre Wange an seinen braunen Kops und flüsterte: Mein Trost mein Glück mein Sohn!" 3Cte thränen stürzten ihr aus den Augen. Karl stand verlegen, ungeschickt mitten im Zimmer. Gott mochte wissen, warum Dionys stets dieses Ahnungsvermögen für die Stimmungen seiner Mutter besaß, das ihm so völlig abging. Und wie es lam, daß er immer so geheimnißvoll schreckliche Sachen anstellte Wenn er nur begriffen hätte, warum er das Lied nicht pfeifen sollte? War e das Pfcisen an sich? Vielleicht nicht gentlcinanlike? Er verfiel immer irgendwie auf Dinge, die als nicht gentlemunlike beurtheilt wurden. Aber das Pfeifen konnte doch eine Nrau. die eine so lebhafte ZZreude an jeder bei ihren Kindern hervortretenden Begabung zeigte, nicht kränken. Es war wohl nur nrch zu roh gewesen. Wenn man es leiser, weicher, schmelzender versuchte. Er spitzte die Lippen, ein paar Töne entsa)lupften lhm. ,,Mais Charles!" mahnte Mademoiselle erschrocken. Mama " saqte Karl, völlia in seinen Eedankengang vertieft, so wird es Dir besser gefallen." Und er begann auf's Neue au iloten. Seine Mutter wandte sich heftig zu ihm zurück und sah ihn mit den zornig blitzenden Augen an, die er fürchtete. - Ceh auf Dein Zimmer. Tu wirst heut Abend allein essen!" 3i erflärc mir doch" Kein Wort mehr!" Karl ging, abu seine Haltung, sein Kopfsck)ütteln. jede Muskel seines Körpers zeigte Nebellion und Mißbilligung des mütterlichen Befehls. 2. K a p i t e. l. ie kleinen deutschen Städte. 3 jf xWie viele verschiedene Welten, t ' j-v" mm W -r k. wmziae selten für eimr und der andern scheint xxm" der strenae Drill iraend -eines M i . C M fS- (... W3 U.!xm CV -m iuucii iCJ uuiiycu -vi5 Hunderts zu' herrschen, die Straßen stehen schnurgerade, die Häuser wie Reihen auf -.arschirter Grenadiere da, und die Parade mit klingender Blechmusik bildet den Sammelpunkt der Gesellschaft. Und dann wieder Orte, denen die Jagdpassion ihres Fürsten den eigenartigen Stempel aufgedrückt hat, oder kleine Residenzen, wo heitere, sinnliche Rokokogeister um dieNymphen und Faune blühender Schloßgarten schwd ben. Das sind die Nester mit den romantischen alten Liebesgeschichten, den pikanten neuen Skandälchen. Recht im Gegensatz zu ihnen die Industriestädte. in denen kraftvolle Emporkömmlinge durch Eisenwerke oder chemischen Fabriken die Luft und das Wasser verändern. daß die Bäume verdorren und unter der zum Proletariat herabgesunn Bevölkerung die Sozialoemokratie einen guten Nährboden findet. Auch Musenstädte haben wir in unserm Baterlande, in denen immer Feste gefeiert werden: Sanaer-, Krüger-, Turner feste. Städte, die immer bekränzt .sind. im denen immer Standarten wehen, wo immer Massengesange tonen. Und arnisonstädte, wo der Leutnant, und orpsstudentennester, wo die Bulldcg&n den Ton angeben. Und SeefahrerHeimstätten, die bis in ihre verborgenstcn Wmkel nach Theer und Fischen ixt chen, wo noch seltsame Schifferäber glauben im Schwange gehen. Und jeder dieser Orte theilt seinen Bewohnern ein wenig von seinem Eharakte? mit, gibt ihnen eine besondere An?i?t und Anschauung über das, wa in der Welt am nöthigsten und wichtigsten ist, was das Leben am meisten sckimückt und bereichert. Mit dem scharfen Blick der Britin. die nicht irrt, wenn sie nicht irren will, hatte Frau Edina Allandice Bürgelin aus den vielen wunderlichen und eigenartigen Städten, von denen ihr Kunde geworden, geraoe vie eine zu iyrem Wohnsitz erkoren, die ihren ästhetischen Bedürfnissen und ihrer geistigen Kultur ' die am meisten angemessene war. Hier in Bernhardshausen herrschte die Bilduna. und zwar eine Art der Bildung. die mebr durch Dichte? und Künstler,
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als', durch strenge Fachgelehrte gepflegt, f im Laufe eines Jahrhunderts 'allmälig durch alle Schichten der Bevölkerung
hindurchgestaer: .war uno. rni eeien -sämmtlicher Bürger des ruhigen, gerrifM Qrtes mit einer Art von edler IWi überzogen hatte. Es gab natürlich Au? '.ahmen, aber das waren meistens Zugereiste. Im Ganzen konnte man wohl behaupten, daß auch der Fremde, wenn er nur lange genug m;.& ; m??nbardshausen zu emer l würdigen, klassisch abgeklärten gewisa 'rmirrfc-ii Weltanschauung
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ranreisie. auch Frauen . die führende Rolle. Stacht
n Vornan Von Gabriele Neuter 33 ? mimv i t tt f ö . t - 4 4 4 4 4 4 - - einer neuen -demokratischen Emanzipa tion zufolge, sondern gemäß der alten, schönen Tradition: Willst Du genau erfahren, was sich ziemt, so frage nur bei edlen Frauen an. Und diese Frauen hießen immer noch, wie zu: ver großen Dichter: Kornelia. Karoline. Lotte, Natalie. Ein Hauch von glorreicher Vergangenheit umschwebte ste. Ihre Mütter, ihre Tanten waren jene yj.. - ' ri.t. schonen Seelen gewesen, vie m unieroliehen Gesängen, in den holdesten Liedern gefeiert . und angebetet worden waren. Unter den liebenswürdigen Hoffräulein. den geistreichen Stiftsdamen, von denen Bernhardshausen wimmelte, gab es Nas,ekopfe von originellster Häßlichkeit, die im Traum noch immer jene Rosenkränze trugen. mit denen sie einst als kleine pausbackige Genien denOlympiern gehuldigt hatten. Diese Frauen würden ihre Lippen nie mit gemeinem Weiberklatsch vergis. tet haben. Sie verstanden mit einem Lächeln zu 'erurtheilen, mit einer sanf ten Bewegung oer yanv vzuroen für alle Zei en. Sie wußten aber auch huldvoll m lhre Zirkel aufzunehmen, wer sich ihilen als gläubiger Schüler nahte. Ja, wenn sie in einer Personlichkeit die eigene Geistesrichtung ahnten und angenehme Belebung eines doch immerhin engen Milieus erwarteten, gingen sie wohl auch empfangend dem fremden Gaste entgegen. So thaten sie, als Frau Allandice Bürgelin in ihre Mitte trat. Vortrefflich begründete Empfehlungen aus ihrer Heimath führten. Frau Bürgelin bei Hof ein und dem Neujahrsempfang gereichte ihre hoheitsvolle Schönheit zur Zierde. Ohne witzig oder , i i ? n l mumer ooer geinreiH zu tm, veruano sie. aus emer reichen 5!ebenserfabruna yeraus, gut und klug zu unterhalten.' Der Herzog vahm 'gerne hin 'und wieder den Thee bei ihr und plauderte über gemeinsame Bekannte, hervorragende Gelehrte und Kunstler, die der hohe Herr gern zu seinen Freunden zählte. Mit den Pnnz:ssinnen entspann sich bald ein reger Austausch von Büchern und Musikalien. Es bekam einen liebenswürdigen Reiz für die fürstliche Familie, in einem Hause zu verkehren, wo nicht ein Livreediener, sondern ein hübsches blondes Hausmädchen in hellem Kattunkleide ihnen die Thur offnete. und wo sie trotzdem von der Herrin mit der Ruhe einer Gleichberechtigten empfangen wurden. Frau Bürgelin, die sie nur Mrs. Allandice nannten, blieb ihnen die Tochter der schottischen Aristokratie, welche mit dem englischen' Königshause verwandt war. Jene Episode ihres Lebens, in der sie dem Schweizer Arzt verhenathet geWesen, betrachtete man als ein romantlsches Intermezzo, welches man gütig ignorirte. Frau Bürgelin unterschätzte die auten Beziehungen zum Hof vonBernhardshausen durchaus nicht. Aber den wichtigsten Theil ihres Lebensplanes bildeten sie so wenig wie der Verkehr mit den gebildeten und gescheiten adligen Damen. Eine alte Jugendsehnsucht, eine bestimmte Zukunftshoffnünq zog sie mit weit wärmerem Interesse zur Buhne. Und Bernhardshausen war noch eine von den seltenen Städten, wo die Bühne in der That von einem hohen Standpunkt aus geleitet wurde. Der Intendant, em kalber Poet und ein ganzer Idealist, daneben ein liebenswürdiger, leichtherziger Leöemann, operirie mit diesen Eigenschaften zum Wohl, seines Instituts wie der geschickteste Kapitalist. Mittel hatte cr wenig zur Verfügung Versprechungen in Hülle und Fülle. Und die wußte er so treuherzig bieder an den Mann oder an die Dame zu bringen, er hütete sich so geschickt, sie auf die Geldfragen zu richten, er wußte sie in ein Gewand von so erhabenen schönen Farben zu Ueiden, daß es kaum einen Dichter, von Ruf kaum eine Bühnengröße mit Künstleraspirationen, gab, die sich nicht davon blenden ließ. Sie wäre sonst leicht in den Ruf einer grob materiellen Gesinnung gerathen. So konnte Varon Perneberg die Premieren interessanier Dichtungen gewissermaßen als Generalprobe vor der Berliner Hauptschlacht bringen. So standen ihm stets berühmte Gäste zur Verfügung, die auf klingenden Gewinn verzichteten, um der Ehren und vornehmen Freuden theilhaftig zu werden, die ein Gastspiel in Bernhardshausen mit sich brachte: der Orden und Ansprachen des Herzogs, der anregenden Abende im Haus des Intendanten, wo sie von der Aristokratie verhätschelt wurden; der Fahrten zu den Gräbern der Dichter,. Ersten, wo in kostbaren Blumenspenden ideale Huldigung und Reklame für sich selbst so wohl vereinigt wurde. Junge, vielversprechende Talente begnügten' sich mit der bescheidensten Gage, um sich unter elnem so begeisterten und an jeder ihrer Leistungen so herzlich antheilnehwenden Chef ausbilden zu dürfen.' . Auf diese Weise blieb das Bühnenleben der kleineir Stadt immer bedeutend. Frau Bürgelin besaß die Beaeilte-
rungssähigkeit ihrer Rasse. Elm Be-
gelsterungsfähigkeit, die m seltsamem Gegensatz zu dem sonst so reservirten Wesen der Angelsachsen, vielleicht erzeugt durch ihre Vermischung mit den leidenschaftlichen Kelten, hie und da plötzlich bei dem ganzen Volk hervorbricht, und die Welt mit Verwunderung erfüllt. Erschien die Fremde, fürstlich unnahbar auf ihrem Platz in der vordersten Reihe des Balkons, und saß dort gewissermaßen bon einem kühlen Luftkreis , umgeben, der das eifrige Gelauder der alten Damen wie der jungen Mädchen und Leutnants rings um sie her von ihr fern hielt, so hätte man es nicht für möglich gehalten, daß dieselbe Frau, wenn die Vorstellung sie crgriff, ihren Thränen freien Lauf ließ oder mit einer solchen Heftigkeit in die Hände klatschte, daß oft sie allein daS schwerfälligere deutsche Publikum zu einem erneuten Hervorruf der Schauspieler hinriß. Sie nahm energisch Partei. Wer ihre Gunst erworbei. hatte, den vertheidigte sie bei Hof und in der Gesellschaft mit angreiferischer Lust.' So versuchte sie unaufhörlich, der neuen jungen Sängerin, Doris Rüder, den Boden zu ebnen. Manche Eigenart ihrer Rollenauffassung, mit der sie durch einen gewissen kecken Realismus Anstoß erregte, wurde von Frau Bürgelin verständnißvoll gepriesen. Doris hatte schon davon gehört. Unwillkürlich flog nun ihr Blick beim Auftreten zuerst hinüber nach dem Platz, wo das silberne Haupthaar über dem rosiaen Antlitz ' schimmerte, wo der schöne schlanke Knabe so ernsthaft neben seiner Mutter faß. Dem Knaben aber galt.mehr als der Sängerin die fanatische Begeisterung der Mutter für die Bühne. Hier konzentrirte sich ihr glühendster Lebenswille. Dionys sollte aufwachsen unter dem Eindruck, der ihr selbst in Bayreuth aufgegangen war, daß ein Vühnenwerk in der Vereinigung von Musik und Dichtung, von Darstellung und Dekoration den Brennpunkt der Kunst überhaupt bilde. Das ganze Sein sollte ihm durchwurzelt werden von der Ueberzeugung, daß Kunst mcht eme schöne Nebensächlichkeit set sondern den tiefsten Sinn, die höchste Bedeutung unsrer Kultur bilde, Frau Bürgelin war überzeugt, daß er diesen Eindruck in einer großen regsamen Hauptstadt, wo tausend wechselnde Interessen sich täglich befehden, niemals so stark empfangen würde, wie in dem stillen, vornehmen Bernhards hausen. Dionys hatte' schon früh in kindlich reizvollen Kompositionen Proben einer ungewöhnlichen musikalischen Vegabung gegeben. Sie durste wohl hossen. ' Und sie hoffte mit aller überschwenglicken Phantasie ihres lebendigen -Ger stes. Die Krone des Genies zu fordern, schien ihr nicht zu gering für den Sohn. Der Nachfolger Wagners. Aber mit emem neuen Leitmotiv mit dem der Freude. Ohne- Leid, ohne schmerz sollte er aufwachsen, um einmal die Herzen der gequälten Menschen zu öffnen für den Sonnenschein, für die Lust, für das frohe unbekümmerte Jauchzen. In ihm sollte das -beste Theil ihres Selbst der Darstellung des Schönen opfern. Wie fromme Mütter ihr liebstes Kind der Himmelskönigin weihen, hatte sie ihren Sohn dem reinen und strengen Dienst der Kunst ge weiht. - Während die Villa Edina nach und nach ihrer Vollendung entgegenreifte. knüpften sich noch mancherlei andre Fäden zwischen der Fremden und den Einheimischen. Handwerker erhielten bei dem Umbau und der inneren Einrichtung des schönen Hauses bequemen Verdienst, in den Läden wurden große Einkäufe gemacht. Ter Vorstand des Armenvereins begrüßte eme von Frau Bürgelin ihm übersandte Anzahl Banknoten mit ver gnügter Ueberraschung. Während des harten Winters fanden eine Menge armer Kinder an der Küchenthür der neuen Villa regelmäßig eine warme Mahlzeit. So wurde Frau Edina Allandice Bürgelin in Vernhardshausen heimisch, während ihre Knaben die Umgegend durchstreiften und sie sich auf diese Weise zu eigen machten. Da sie im Haus von. Lehrern des Gymnasiums und in deren Freistunden unterrichtet wurden, konnte es geschehen. daß man Karl zu Zeiten, wo jeder normale Junge in der Schule zu sitzen hatte, draußen m den Feldern träumerisch 'umherwandelnd antraf oder Dwnys. wie' er sich mit semer Er zieherin im Park schneeballte. 'Den Bewohnern von Bernhardshausen war durchgangig eme ernste, pädagogische Richtung eingeboren. Und man schüttelte mißbilligend die Köpfe. Reife Männer und Frauen tauschten ihre Be-. denken, auch warnende Prophezeiungen wurden laut. Schon nach, emem halben Jahre glaubte man, durch die Liebenswürdigkeiten die Frau Bürgelin verschwenderisch nach rechts und links erwies, genügende Freundesrechte erworden zu haben, um energisch em schreiten zu dürfen. Frau Bürgelin war eine reizende Frau, .aber sie mußte sich den Anjchauungen fugen lernen, die m Bern hardshausen herrschten. Man beschloß. daß eme weibliche Erziehung für Kna ben nicht tauge, daß sie also ihren Söhnen statt dieses Fräulein Aubert einen Hauslehrer zu halten oder besser noch,
sie, wie andre Jungen auch, in das
Gymnasium zu schicken habe. Die Hofdamen mit den Rassekopfen begannen den Feldzug zu eröffnen. Eine unter, ihnen, die sich, durch einen derben Witz auszeichnete, der auch im Frau.enverein die Pflicht zufiel, widerspenstigen Armen den Text zu - lesen, wurde als Vorgarde ausgesandt. Sie schilderte die Gefahren, denen die liebe Mrs. Allandice ihre Söhne aussetzte, m grotesker Uebertreibung: Dionys würde ein unleidliches Muttersohnchen werden, Karl müsse sich unfehlbar m das frische Frauletn verneben oder er würde auf den Dörfern Beziehungen zu Stallmägden anknüpfen. Frau Burgelm saß Mit unbeweglich ernsthaftem Gesicht vor der Rednerin. Nur als die Stallmagd in's Feld gerückt wurde, zogen sich ihre Brauen zusammen ' und sie murmelte hörbar: Vulgär." Dergleichen Beurtheilungen ihrer wohlgemeinten Warnungen liebte nun aber Fräulein von 5clingenberg durchaus nicht und sie rief gereizt: Denken Sie an mich, solche Experimente fallen jedesmal schlecht aus!" Wer von uns Beiden, glauben Sie, kennt die Knaben besser?" fragte Frau Bürgelin. Sie, welche sie vielleicht viermal gesehen Und kaum gesprochen haben, oder ich, die sie großzog?" Fräulein von Klingenberq bemerkte, daß Fremde oft einen schärferen Blick bewiesen als die Eltern. Eltern, die zu faul oder zu dumm sind, um über, ihre Kinder nachzuden ken, antwv.rete Frau Bürgelin verächtlich. Aber sagen Sie mir die Wahrheit, macht Ihnen Dionys den Eindruck eines unleidlichen GeschoPfes? , Nein natürlich, er ist ja ein charmantcr Vengel." - Macht Ihnen Karl den Eindruck eines verdorbenen Knaben?" Aber, Liebe Beste " Antworten Sie mir!" Frau Vürgelins blaue Augen begannen zu blitzen wie gezogene Degenklingen im Sonnenschein. Macht er Ihnen den druck?"Wissen Sie etwas Sonder bares hat er schon"' Das ist nicht, was ich wissen wollte. Durchschnittsmenschen können meine Söhne niemals werden." Nun, nun," begütigte Kornelie Klingenberg, so war es .ja auch nicht gemeint. Bei Professor Berglings., wo er ja viel verkehrt, haben sie Karl alle gern. 'Nur druckt er seme Meinung etwas zu bestlmnit aus für sem Alter. Daraus können Sie aber nicht auf eine verdorbene Geunnung schließen. Mein Gott, wie ernst Sie alles nehmen!" Es ist auch eine ernste Sache. Man sollte nicht Behaupt! n aufstellen, die sich nicht begründen en." gramem von st aenoerg vegann . 7 , V das Thema des Geft chs zu wechseln. Als sie sich .verabschiedet hatte, sagte Frau Bürgelin zu ihrer , Pauline: Wenn diese Dame wiederkommt, bm ich nicht zu sprechen! Ich kann ihr Gesicht für eine Weile nicht sehen. Wie häßlich sie ist," sprach sie gedankenvoll vor sich hin. Der Mißerfolg der kühnen und sonst immer siegreichen Korneue Klingenberg machte die andern Damen zaghast. Der Frau wird nur em Mann imponiren," rief Lucinde von Kalb. Soll ich Serenissimus emen Wink geben?" fragte ein älteres einflußreiches Hoffraulem. ,Ach, der Herzog vergißt so etwas. wenn er sich gut unterhalt. Eii bien Der nächste dazu wäre der Direktor Matthias.' Sie führt es ja doch nicht durch und ist die Marotte vorüber, kommen die Jungen ja schließllch doch m s Gymnasium und unter seine Oberhoheit." Dr. Matthias bat, von vielen Sei ten dringend zu dem Schritt ermuntert. um eine Unterredung mit Frau Bürgelin. Nach allem, was Dr. Matthias von der Engländerin gehört hatte, schien sie ihm einfach ein exaltirtes Frauenzimmer. Fräulein von Kalb hatte ganz recht, ein ernster deutscher Mann war hier an seinem Platze. Und als Fachmann konnte er ihr am besten das Gefährliche- des Planes, ihren Knaben eine Sondererziehung zu geben, klar machen. . Er trug eine wohlgefügte, gehaltvolle Rede auf seiner Zunge in ihren Salon. Aber als ihm Frau Burgelm entgegentrat, in ihrem schneeweißen Gewände von weicher indischer Seide, ein silberdurchwobenes Schleiertuch über dem silbernen Haar, da verwirrte ihn, ihre Erscheinung und der hoheitsvolle Blick ihrer blauen Augen, die nichts von der Sanftmuth und Lieblichkeit besaßen, welche blauen Augen sonst eigen zu sein, pflegt. Sie ließ sich auf einen tiefen Sessel nieder und deutete höflich auf einen gleichen ihr gegenüber. Ernst und zurückhaltend forderte sie ihn auf, ihr mitzutheilen, was er zu sagen. wünsche. (Fortsetzung folgt.) KaserncnofvMtkeIt. Unteroffizier: Wenn ich kvmmandire ,Nührt Euch,' braucht nicht gleich ein jeder den Veitstanz zu kriegen .Meier, Sie schmunzeln ja wie ein fetter Mastochse, der glaubt, hundert Vegetarier von ihrer Lebensweise abtrünntz machen zu können!
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