Indiana Tribüne, Volume 28, Number 69, Indianapolis, Marion County, 11 November 1904 — Page 1
r! 00 2u.; Oissssci fjSSN5SSSCS: g Caae. und f 8 , 5ountaafl;lait g 10Pcr Woche. F KSSSSSsS S Cge. und 8 sv&o VOnC; SotmiagsbEati 10 per Woche. VM v lAv IHJ. LLLSTVLSSSS
Hf
?;
TTT fP'-f ' VJiJx l'
Mw
v
OSO
SiSSV
; Erscheint sedon Nruirmittag. Jahrgang 28. ' " Indianapolis, Ind., Freitag, 11. November 1904. . No. 69. ' . - t
Todt im Parke aufgefunden. William Webb. 57. 33 i Wesley Ave., wurde heute Vormittag 11 Uhr todt im Aiverfide Park, am Ufer des White River afgefunden. Webb, der feit mehreren Monaten ein Angestellter im Park ist, war im Begriffe, einen Baum in der Nähe der Stelle, wo man feine Leiche fand, zu fällen und man war zuerst der Ansicht, daß er vielleicht bei dieser Arbeit verunglückte. Dr. Hoover vom Dispensarium untersuchte den Mann jedoch und kam zu der An ficht, daß er vielleicht einem Herzschlage erlag. Der Todte hatte bereits mehrere Stunden im flachen Wager gelegen, als man ihn auffand.
Stellten sich den Behörden. Heute Morgen langten in der.hiefi gen Rekrutirungöftation zwei jungt Männer an, die ihre Namen als Albert Sockland 21, aus Sommer ville. Ind. und. ChaS. Rich 23 aus Melville, O., angaben. Beide ge standen, aus Fort Crook, NebraSka vor etwa Monatsfrist defertirt zu fein, ihr Gewissen bedrückte sie und so ka men sie dann nach hier um, sich durch den Sergeanten' der Station, W. H. Potter, verhaften zu lassen. 41 Alle vnrden entlassen. : Alle am Wahltage unter Anklage des ungesetzlichen StimmenS u. f. w. verhafteten Personen wurden gestern durch Richter Whallon, weil sich keine Zeugen gegen dieselben eingefunden hatten, entlassen. Feuer. Ein Feuer, über dessen Ursprung soweit nichts bekannt ist, zerstörte heute früh Edward LittleS Leihstall, 2964 North Western Ave. Die Flammen wurden im Hintergebäude zuerst . bemerkt, hatten sich jedoch vor Ankunft der Feuerwehr bereits so sehr verbreitet. daß daS Gebäude bis auf den Grund niederbrannte. Die benachbarte SÄmikde ffred Beraemanö wurde gleichfalls ein Raub der'Flammen. . Unfall. - An 'der 25. Straße, in Nähe des Fall Creek, gerieth gestern Abend ein Buggy, in welchem sich May Hart, die ihren Wohnort als St. Louis angab und ein Mann, dessen Namen als Adam genannt wird, befanden, in Collision mit einem Waggon der Nortb westein Straßenbahnlinie. Das Buggy ging in die Brüche und May Hart wurde auf. die Ztraße geschleudert. Die Ambulanz überführte sie nach dem Hospitale. AdamS foH nicht verletzt sein. Snith ys. Stllth. Scott Smith, ein Grocer, 2730 Ost New Jork Straße, wurde gestern unter der Anilage deS thätlichen Angriffes verhaftet, unter eigener Bürgschaft je doch wieder auf freien Fuß gesetzt. Wie verlautet, soll er das Votum eines Freo. Smith am Wahltage beanstandet haben. Nach Schluß der Wahlstätten dann geriethen beide in einen Wort Wechsel, im Verlaufe dessen Fred. Smith ein blaues Auge davon getragen haben soll. Derselbe sorgte darauf für Ecott Smith'S Verhaftung. Ohio Valley Medical Slss'." Die .Ohio Valley Medical Ag'n. welcher viele hiesige Aerzte als Mitglie der angehören, hat in ihrer in dieser Wochr abgehaltenen jährlichen Ver sammlung folgende Beamten erwählt: Präsident, Dr. I.' W. Stone, Hender. son. Ky.;Vice.Präsidenten,Dr. H. O. Pantzer. Indianapolis; Dr. Adolph Psingst. LouiZvillk. Ky. und Dr. - Brooks F. Beebe, Cincinnati; Sekretär . Schatzmeister, Dr. Ben Ford, EvanSville.
Jndpls. Männerchor. Herr Julius Keller gedachte desselben auch in der fernen Schweiz. lZin Abend der Neberrafchungen.
Der Indianapolis Männerchor hielt gestern Abend seine General.Probe sür daS heute Abend stattfindende Conzert ab. Alles ging wie am Schnürchen und nachdem Dirigent Bellinzer sich mit den Leistungen seiner Sänger und Sängerinnen zufrieden erklärt hatte, glaubte ein Jeder und eme Jede, daß es Zeit fei, die heimathlichen Penaten aufzusuchen. Allein Herr. John P. Frenzel er. lärte, daß er, wohl bemerkt habe, daß während der Probe ein passives Mitglied sein Erscheinen gemacht hutte. welches erst kürzlich von einer großen beschwerlichen Reise zurückgekommen sei. Dieser Mann Herr Julius Keller süße in der RathSstube einsam im erlassen dar und eS wäre wohl ange than, ihm ein. Stündchen darzu bringen. . Daß-dieser Vorschlag mit Be geisterung ' aufgenommen wurde, be darf wohl kaum der Erwähnung. So zogen dann die ' Sänger zu zweien um den Tisch des einsamen dasitzenden ZecherS, in dem sie ihm zu gleicher Zeit ein Ständchen darbrach ten. ' Herr Keller war zuerst baff denn er war ja extra gekommen, um den Männerchor zu überraschen" und jetzt wurde er zuerst von demselben -sür prise'd." Dann aber wurde er sofort Herr der Situation und nachdem er für die ihm zu Theil gewordene Ehrung seinen Dank ausgesprochen hatte, hielt er so dann eine kernige Ansprache, welche un gefährwie folgt lautete: Werthe Freunde und Freundinnen ! Wie Sie Alle wissen, besuchte ich mit meiner lieben Frau und Kindern jüngst die Schweiz. Eines Tageö befanden wir uns auf einem Pfade, welcher sich zwischen einer felsigen Gegend und ei nem steilen Abhang hindurchschlüngelt. Wir bewunderten gerade die großarti gen NaturScenerien, als ein mächti ger Stier des Weges und direct auf meine Frau gelaufen kam. Um die selbe vor dem Schicksal, . in den boden losen Abgrund geschleudert zu werden. zu retten, gab eS für mich nur einen Ausweg, nämlich, den Stier bei den l Hörnern zu fassen. Ich that eS und zwar mit solcher Gewalt, daß ich ihm ein Horn auSriß und den vierbeinigen Gesellen sodann in den velhundert Fuß unter unseren Füßen schäumenden GebirgSbach warf. DaS mächtige Horn in den Händen haltend, stimmten wir alle ein Lied an und in dem Augenblick gedachte .ich deS lieben JndplS. Männerchor und ich be schloß sofort, die so hart erkämpfte Trophäe demselben zu verehren. Mit diesen Worten überreichte Herr Keller dem Vice.Prüsidenten deS Ver eins,' Herrn Fred Mack, (Präsiden Louis Murr war nicht anwesend) ein geradezu wundervolles Trinkhorn. Dasselbe hat eine gewundene Länge von etwa drei Fuß. An seinem oberen Ende ist eS gleich durchsichtigem Onyx; nach der Spitze zu verdunkelt es sich immer mehr und der letzte Theil deS selben ist rabenschwarz. . Die Farben schattirungen sind geradezu wundervoll . DaS Horn ist in prachtvoller und rei cher Weise mit Silber beschlagen und ausgelegt und auf feiner umfangreich sten Seite weift es ein breites silbernes Band mit zwei Schildern auf. Das eine enthält da PZahrzeichen des Männerchor M", das andere die Widmung: Au3 der fernen alten Heimath fen det dem Indianapolis Männerchor dies Angebinde. Juliu S.Keller. Donaueschinge, September 1904." i . - ' Herr .'Mack nahm das werthvolle Geschenk im Namen deS Vereins mit herzlichen Worten deS DankeS ent
gegen. -
Zu den vielen Gaben, welche dem Männerchor" in diesem, seinem golde nen Jubiläumsjahre verliehen wurden.
zählt dieses Geschenk deS Herm Keller unstreitig mit zu einem der schönsten. ES ist in seiner Art ein Kunstwerk ersten RangeS. . Nach der Ueberreichung fand , noch ein gemüthliches Beisammensein statt. Ei winziger Kiesel bringt Wm. Coldvell auf'S Polizeiregister. Weil er einen ganz kleinen winzigen Kieselstein an der Washington und Liberty Str.-Ecke, die Straße hinabrollte, sagt W. Eoldwell, 33, der seine Vohnung als 615 Oft Miami Straße angibt, wurde von Frau S. Duncan gegen ihn ein Verhaftsbefehl herausge? nommen. Anderen Aussagen nach jedoch, soll das winzige Kieselchen gan ansehnliche Dimensionen gehabt haben und soll mit ziemlicher Vehemenz Frau Duncan am Fuße getroffen haben. Richter Whallon wird heute den Scha!. den bemessen. ' . - Ans der Wanderung nach Ten- - nessee. ChaS. McVey. ein alter grauhariger Veteran deS, Bürgerkrieges, dessen Hei math in Chattanooga, Tenn., ist, traf gestern Abend auf seiner Fußreife vom Danville, JllS., Soldatenheime, nach seiner Heimath im sonnigen Süden in erschöpftem Zustande hier ein. Mit leidige Seelen nahmen sich des alten mittellosen Mannes, der während des ganzen Tages, noch nichts gegessen zu haben vorgab an, und sorgten für seine vorläusize Unterkunft. McVey sagte daß seine Frau . in Tennessee wohne und daß während seiner Abwe senheit ein erwachsener Sohn für den Unterhalt der Muteer sorge.' . V Soll SanSeinrkchtnng gestohlen haben. Pearl Sutton, 225 Ost Maryland Straße, wurde gestern unter der An. klage, eine Quantität Möbel und einen Heizofen von. Frau Alice Broderich ge stöhlen zu haben, an die Großgefchwo renen überwiesen. Pearl Suttön und Alice Broderich wohnten in demselben Hause zur Zeit, als Frau Broderich an die Großgeschworenen überbunden und später durch Richter Alförd zu einer kurzen Jailhaft verurtheilt wurde, weil sie eine Quantität Zeug und Seiden Waaren, die von der Merritt Wollen waaren'lZavrtt gefloylen waren, em pfangen hatt?.. Während sie sich nun in derJail befand, faat sie. wurden ihre Möbel u. f. w. durch Pearl Sut ton verkauft. Die Möbel waren erst kürzlich angeschafft und repräsentirten einen Werth von etwa $200. Beide Frauen waren dem MorphiumLaster ergeben, jedoch habe sich Frau Broderich den Gebrauch des Giftes in der Jai abgewöhnt und "sagt, daß sie dasselbe niemals wieder anwenden werde. ' MM Die Stadt wird das Straßen fegen selbst in die Sand nehmen. In der heutigen Sitzung der Be hörde für .öffentliche Werke ' wird die selbe wahrscheinlich den Beschluß fassen. daß die Stadt in Zukunft selbst das Straßenfegen in' die Hand nimmt. ES wird erwartet, daß dadurch die Straßen nicht nur in.reinerem Zustand gehalten werden, sondern daß die Stab auch etwa $20,000 erspart. ; Winchester. 11. Nov. Mich Wig'gS, alias ChaS. Menning, der in Greenville, O., unter der Anklage, ein Pferd gestohlen zu haben, kürzlich ver hastet wuroe und der hier in der Jai gehalten wird, wurde durch Detektiv I. M. gleicher alö ein Michigan City Flüchtling identisicirt. : Im Jahre 1900 wurde er -für 11 Jahre wegen Groß diebftahlS nach Michigan City gesandt, brach jedoch vor zwei Jahren aus, und wurde erst jetzt wieder eingefangen.
Die offizielle Zahlung der Stimmen,
Welche am Dienstag bei der Wahl abgegeben rsurden. Im Saale des Kreisgerichts wurde gestern Vormittag seitens der Wahl bchörde unter dem Vorsitz von ,C. S. Denny mit der offiziellen Zählung der am Dienstag bei der Wahl abgegebenen Stimmen begonnen. Als Sekretär des Wahlraths fungirte Deputy County Clerk Leonard Quill außerdem' waren noch 6 ClerkS anwesend; sür die - Republikanische Partei fungirten als ClerkS Robert Bryfon und Robert Shingler, für die Demokraten Albert Zearing, Thomas Harrold und T. I. Jgoe? Horace E. Smith hatte das Vergnügen, die ihm von den Jnspec toren überreichten Berichte den ClerkS vorzulesen. ES wird, angenommen, daß die Zählung nicht vor morgen Samstag Mittag beendet sein wird. Die offizielle Zählung von den 15 WardS von Center Townfhip ergab folgendes Resultat: Truftee: Wm. West, Rep. 23,113 und George Roth, 20.483. Assessor? Michael Iefferson, Rep. 23.659 Stimmen; JameS Berry, Dem. 19.374. Im Ganzen wurden nahezu 49,000 Stimmen in Center Townfhip abgege ben, und zwar wie folgt: . T r u st e e. Assessor.
Ward. Roth. West. Berry. Iefferson. 1 1,421 2.542 1,418 2,477 2...... 869 2,214 869 2,183 3 869 2,204 869 2.183 4 1,199 2.291 1,194 2,264 5 1,175 1,902 . 1,157 1,383 6 1,044 2,355 1,024 2.331 7 1,309 2,330 1,376 2,298 8 880 2,074 842 2,090 9 1,632 1,990 1,620 . 1,880 10 1,839 . 2,086 1,882 ' 2,065 11 2.076 1,912 2,065 1,904 12..:... 152 1,386 1,801 1,424 13. 2.629 1,489 2,444 1,532 14...... 897 1,244 920 1,167 15 .518 ' 538 . 518 521 Center (outsläe) 279 tV 456 . 275 447 Total.. .20,483 . 23,113 19,874 23,659 ;
StaatS'Vorsiker Newlin von der Prohibitions.Partei ist der Ansicht, daß der PchsidentschaftS . Candidat Swallow im Staate etwa 20,000 bis 25,000 erhalten hat. " - Auf offener Straße beraubt. Frau Dafy JoneS, die an der Nord Senate Ave. , wohnt, wurde gestern Abend, als sie an der 13. Straße ent lang ging, durch. einen aus der Brooks Straße auf sie zuspringenden Schmar. zen um ihre Börse, nebst Inhalt be raubt. Der Räuber verschwand mi seiner Beute im Dunkeln und war beim Eintreffen der Polizei längst über alle Berge. Frau JoneS konnte nur eine sehr undeutliche Beschreibung deS Die beS geben. Ein folgenschwerer Rausch. MoseS Joseph' aus Cincinnati war schon seit längerer Zeit hier ein Räth sel. denn obaleicb seine Eltern in Ein cinnati wohnen, reift er schon seit Iah ren ziellos im Lande umher. Bekannte hier haben schon verschiedentlich versucht, ihn auf andere Wege zu lenken, jedoch vergeblich. Gestern stand er wieder im Polizeigerichte unter Anklage der Trunkenheit und zwar mit dem Vermerke deS dritten Vergehens.' Er wurde am Montag durch die Radler Hull und Shine an der Ecke der Süd und Illinois Straße verhaftet, wo er die Passanten durch unfläthige Redens arten insultirte. Für den Rausch er hielt er 30 Tage Arbeitshaus und wegen des Anrempeln der Passanten wurden ihm $10 nebst Kosten zu. ertheilt. Der Lahrer Hinkende Bote sowie der Negenöhurger Marien Kalender für 1905 find durch unsere Osstee zu beziehen.
Einbruch und Brand-stistung.
Ein kleiner Junge wahrscheinlich der. Lebensretter seiner Angehörigen. Heute Morgen um 2 Uhr wurde die Feuerwehr nach dem von Geo. Bun ting,No.501 Ost McCarty Straße, be wohnten Hause gerufen, woselbst ein Feuer auZgebrochen war. Als die Löschmannschaften an der Brandstätte anlangten, fand sie jedoch nichts zum Löschen mehr vor, die Be wohner hatten daS Feuer im Keime er' stickt. Der kleine Junge der Familie war um 2 Uhr aufgewacht und fand das ganze Zimmer voll dichtem Qualm und Rauch. Er weckte feine Großmutter und als diese ein Fenster öffnen wollte, fand sie dasselbe bereits geöffnet vor. ES stellte sich heraus. . daß ein Ein bruch in das HauS versucht worden war und daß die betreffenden Diebe später den Versuch machten, dasselbe in Brand zu stecken. ' Wie Lizzie ei Kosthans betrieb. Lizzie Clark, ein Dienstmädchen. 723 Jndiana Ave., faß gestern im Zeugen stuhle in der Pouzelftatton, um gegen ihren Stiefvater Robert Helm, der sie angeblich angegriffen hatte. Aussagen zu machen. Anklüger Holmes, während er mit Fragen die Zeugin hielt, schrieb einen VerhastSbefehl aus und als Lizzie den Zeugenftand verließ, wurde sie festgenommen und unter der An klage der Unterschlagung eingesperrt. Helm wurde wegen Angriffs auf feine Stieftochter und ihren Begleiter, am Waylavenoe veryastet uno ; legte dann seiner Verhaftung Widerstand entgegen und mußte durch' die Polizei erst gehörig verknüppelt werden, ehe eS gelang, ihn nach der Station abzu liefern. Frau Helm sagt, ein Fremder aus Terre Haute und Lizzie hätten Mam men das Geschäft geführt, jedoch sei der Fremde mit der OpiumauSrüstung bei ihrer Rückkehr ausgerissen, ehe sie uoch Gelegenheit erhielt, seinen Namen auSsindig zu machen. ' ' Raöler ' Hall und Shine wurden mit ' der Unter suchung beauftragt. ' '; ' ' r' " i , .jtf; ' - Nach den Aussagen . von Marie Helm, die ein , Kosth'auS betreibt, und für welche Lizzie Clark arbeitete, collec tlrte Lizzie während , der Abwesenheit der Eigenthümern! die. Kostgelder ein und weigerte sich dann, daS Geld .ab zugeben. Auch sagt Frau Helm, die sich eine Zeitlang außerhalb der Stadt aufhielt, daß Lizzie während ihrer Ab Wesenheit eine Opium-Höhle in dem Hause betrieb. B r a z i l, 11. Nov. Der neuer wählte Sheriff Bray hat bereits Notiz gegeben, daß die SlotMaschinen in Zukunft nicht mehr erlaubt sein werden. Etwa 100 derselben sollen in den hiesigen Wirthschaften aufgestellt fein. Bray'S Borgehen, so wird ge sagt, soll aus der durch die Wirthe gegen ihn gemachten Propaganda tx:U springen. P e r u, 11. Nov. Fünf Elephan. ten. die zum Wallace CircuS gehören, entflohen gestern Nachmittag nd verursachten eine ungeheure Aufregung' in der Nachbarschaft. Der CircuS bezieht dort ' seine Winterquartiere. Zwei der Elephanten die als Zugthiere be nutzt werden, verfolgten einen Neger, der sich in ein Gebäude flüchtete. DaS Trompeten der aufgeregten Verfolger erregte die Aufmerksamkeit von drei Elephanten, die sich bereits im Stalle befanden und' vereint liefen alle fünf den Weg entlang, . Pferde erschreckend und Farmer in die Baumspitzen jagend. Die wüthenden Thiere durch wateten den Strom, wurden aber doch nach heißer Jagd eingefangen und in die Quartiere zurückgebracht.
Nachrichten aus Jndiana.
F o r t W a y n e. 10. Nov. Sämmt liche republikanische Kandidaten von Allen County, vom Congreß'Candida ten N. W. Gilbert herunter bis zum Truiiee von Wayne Townfhip sind er wähl! worden. Lafayette. 10. Nov." Edgar Taylor und Harry Pritchard, wurden gestern unter den Anklagen verhaftet. auf Andrew Shipp, den CusteS von DaviS Fährn einen Raubanfall und mörderifchenAncriff ausgeführt. Shipp ist schwer verwundet. T e r r e ö a u t e. 10. November. George SimrronS, welcher einst daS Seelforgeramt an der hiesigen Ersten Baptisten KircheZ'.bekleidete, aber jetzt feit Jahr und Tag in Peoria, Jll . -ansässig ist, ist an die Spitze einer-k" tigen Bank, welche ein Actien-Capita: -von S2ö0,000 hat, getreten. Der ehemalige Herr Pastor hat hier in Terre Haute einst tüchtig kgegen die" SaluhnS gearbeitet und auch in Peoria einen wahren Kreuzzug gegen Wirth schalten, in Scene gesetzt. L afayette, lO.Wov. Wie. schon gestern erwähnt, hat I. Frank ßirtrtfH h ttit vtnXMt raiMtH.vttt qutt.ity, Vfcfr ItbUbtlVUlfllt ViUUUbllllUt, Hausarrest. v Ec war am Sonntag d,r.Änste.ckung durch die Plattem ausgesezD? und wlrö das Haus nicht verlassen, bis es sicher ist, daß eine Ansteckungsgefahr vorüber. Herr Hanley hattet am Sonntag den früheren Staatssekretär B. Hunt, Ro bert PottS und andere republikanische Führer zu einem Diner in seinem House eingeladen. Potts hatteZ zur Zeit sie Blattern der schlimmsten Art, dieS wurde aber erst am Abend richtig diag nosirt. PottS hatte noch kein Fieber, als er sich in der Wohnung Hanley'S befand, und die Aerzte behaupteudaß deshalb keine Gefahr dek "Ansteckung vorhanden sei. . . EvanSville, 10.Z Nov. Mayor Vowell von unserem Nackbarffdcken Henderson am jenseitigen User, hat nachstehende Dan!sagungSProkwma f tion erlassen,, welche ihrer Eig'enart wegen, wohlverdient,' hervorgehoben z werden. Dieselbe lautet wie folghy Kraft der mir, als Mayor eil: unscheinbaren kleinen Städtchens v liehenen AmtSbefugniß, proklamire hiermit öffentlich: Sintemalen nach christlichem Brav' Dorsnerftag, der 24. November, als Be und, Danktag bestimmet worden ist flehe ich Sünder und Heilige an, in die Kirche zu gehen! undgutj zu sein. Bewahrt Eure, Unschuld und haltet fest an dem Rechten, denn was recht ist, wird dem Menschen' Frieden; geben ob Ihr nun Kirchenlieder' singen oder Wachteln schießen oder süßeS Gift aus schönen Frauenaugen trinken möget, f Lasset uuS dem Herrn danken', daß unsere ColonelS nichtjfo voll Corn sind, als das Corn voller Kernels. Obwohl der Boden um uns, denZjPflug und m x ? rr . . eazen geugeu oaoen, mir reicyer rnie lachen mag, haben wir doch noch die Armen mit uns. Herr, erlöse sie von dünner Suppe undZ kaltenZKartoffeln. Oh, christliche - Frauen kund Mftnner, überrascht den Magen der Hungernden mit Austern, Truthahndraten und und MinceP!e.' Schmückt die in Lum ptN gehenden Armen i mit bequemen Kleidern. Eine Unze praktischer Wohl thätigkett ist ein Pfund Sermone werth. Meine Lieben, lasset uns kauf einer Harfe von eintausend Saiten ein neucö Loblied spielen, lasset unsZdem Herrn danken, für die reizendste Schaar Ba dies, die je in dem alten Städtchen das Licht der Welt erblickten, feit der -SchöpfunzStag dämmerte und die Mor genfterne zusammen sangen. Süße, entzückende Lieblinge, laßt das Lächeln auf Euren Wangen Grüb chen. hervorzaubern, wie wenn Sonnen strahlen dunkle erhellen. Strampelt mit Euren Beinchen, macht die Absätze hoch und macht die Erde zum Himmel. Mit Wohlwollen fürAlle und Miß gunst gegen Niemanden setze ich meinen ossiziellen Namenszug unter die vor El .t V - i (nWailiii .fJL!.t.. flcyrilveil um yiuucmuct yqutiece nen Worte.
K
