Indiana Tribüne, Volume 28, Number 67, Indianapolis, Marion County, 9 November 1904 — Page 5

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Der Wahltag bon der Polizcistation ans betrachtet. Odzleich sich die der Wähl voraufgehende Campagne als ziemlich lau, im Vergleich mit den Campagnen vor' hergehender Jahre bezeichnen läßt, so war dennoch der eigentliche Wahlkamps auf dielen Stellen ein ziemlich-hitziger. Alle ldeamten waren soviel wie möglich bemüht, ihre eigenen Wähler zum Stimmplatze zu bringen und aus den Reihen der Gegner so viele Stirn Men wie nur möglich, auszumerzen. Als eine'Folge der beiderseitigen Be mühungen wurden unter Anklage des ungesetzlichen WählenS etwa 25 Wäbler im ganzen verhaftet. Die ersten Verhafteten waren Pat Donahue und Frank Betts, welche ihre Addregen als , 27 Süd Oft Straße angaben. Beide wurden auf Veranlassung des Sheriff? Metzger verhastet, weil sie sei. tun Angaben nach nicht lange genug im Precinct gewohnt hatten. Fred-Heier stellte Bürgschaft. Eli Hiatt.und Chas. R. Miles, . die ihre Adresse als No. 213 Ost Washington. Straße angaben, wurden dann durch Heier conteftirt, und ChaS. A. Book Walter wurde herbeigerufen, um Bürge für die Beiden zu werden. Später erschien ein Hülfö-Sheriff aus der 6. Ward mit Jacob Chey, einem ' FaZbigen,- von dem behauptet wurde, daß er auZ' Kentucky stamme und hier nicht zu Haufe fei. Charles N. Thompson stellte die Bürgschaft. Clay gab .seine Adresse als 313 Cllswortb Straße , an. Spä er'erschien Wahl'Sheriff David Scott mit 4 Italiener, wo dann keiner seine ' Adresse anzugeben geneigt schien, end.' lich ! gab ann einer derselben kund, daß alle vier' in einem Zimmer 129 Cook Str. wohnten. Richter Whallon ord an. daß die Leute freigelassen würr" den, jedoch weigerte sich der Schließer dieser Anor'nung zu folgen. Eine Anzahl Farbiger, die später noch einge

liefert wurden., verlangten durch Bürg schaft ihie Freiheit wieder. Äuch .verschiedene Verhaftungen tot gen angeblicher Uebertretungen des Ni cholson'GescheS oder wegen AuSschankS von Getränken am Wahltage wurden .vorgenommen. y Spät am Nachmittage wurden noch -George C. Dean, ein Drucker, der seine I Adresse als 457 Ost Washington Str. angab, ein republikanischer Wahl Sheriff unter Anklage des Meineides, sowie Calvin Gray. ein Farbiger, unler Anklage des ungesetzlichen WählenS 'eingeliefert. Dean ist beschuldigt, Gray, von dem behauptet wird, daß er nicht ftimmbe rechtigt ist, eidlich als Wühler bestätigt zu. haben. Fast alle Verhafteten wurden gegen Bürgschaft freigelassen. Unabhängiger Turnverein. Dar Unabhängige Turnverein hält heute Abend seine monatliche 23n sammlung ad. m ' - Neuer Federweißer, t. ,ei Auguy P'ietsch. Ecke Wabash und L ibirty Straßc. Bahnnnfall mit schlimmen Folgen. Clinton, Ind., 8. Nov. Wäh. rend ineS dichten Nebels, in welchen gestern Morgen das Wabash Thal eingehüllt war, rannte in der Nähe von Lyford. eine Meile östlich von hier, ein Extra Frachtzug der Chicago ' und Eastern Illinois Bahn gegen einen Zug welcher mit Arbeitern besetzt war. Zwei von ihnen wurden auf der Stelle getödtet und 25 wurden verletzt. Dieselben wurden nach Danville, Jlls., gebracht. . Fort Wayne, -8. Nov. Um 2 Uhr Morgens lief aus dem 12. Dd firict die Nachricht ein, daß der demo kratifche Congrcßmann Robinson er klärt hat, daß sein republikanischer Gegner N. W. Gilbert ihn mit einer Pluralität von 110 besiegt hat. Da5 demokratische County . Ticket steht in Gefahr. 15 Precints in Allen Covnty deuten einen republikanischen Gewinn von 32 Procent an. ' , L afayette. 8. Nov. .10 Pre cinktö in Lafayette von 22 geben Roose. velt 1277. Parker 864.. k jTct Lahrer Hinkende Bote sowie der Negenöburger Marien Kalender für 1905 sind durch unsere Ossiee zu beziehe::. -

Ein verhangnißvoller. Irrthum,

Welcher den Tod eines FamilienÄaterS zur Folge hatte. Wm. OwenS, 630 Warren Ave.)' ein verheiratheter Mann, der Frau und 5 Kinder hinterlaßt, ist am Mon'ag Abend gestorben. ' Am Sonntag wurde der sich in anscheinend scher leidendem Zustande befindende Mann durch ein Versehen aus dem Lospitale an die Polizei abgeliefert und später dann eingeschlossen.' Am Sonntag Abend erschien Frau OwenZ in der Station und Capitain Boylan, mit dem sie Rücksprache nahm, beauftragte, den Mann aus der Haft zu entlassen, da irgend ein Fehler vorliegen müsie. Owens ging heim und versprach, sich am Montag im Polizeigerichte zu stel len, seine Frau telephonirte aber am Montag, daß der Mann sehr krank sei und gestern traf dann die Nachricht seines Todes ein.' Superintendent Krüger sagte, daß Gefangene oftmals Hospital ge sandt werden müssen und wenn diese! ben genügend geheilt sind, um von dort entlassen zu werden, dann geben gewöhnlich die Hospital-Behörden No. tiz und ein Patrolmagen wird zum Ab holen der Geheilten augesandt OwenS war aber nicht als Gesängener. dem Hospitale überliefert und wie eS scheint, wurde er mit einem. Farbi gen, dessen Namen gleichfalls OwenS ist. verwechselt. Dieser farbige OwenS, der von der Polizei im Hospitale eingeliefert wurde, s gab bei seiner Ab Lieferung den Namen Weaver an, und so. wurde, er.dann im Hospitale angeschrieben, und als Weaver wurde er später auch von- den Hospitalbehörden an.die Polizei Übergeben. Im Poli zeigerjchte aber wurde sein. Fall unter dem Namen Owens verhört u;ib abge wickelt. Später jedoch, wie verlautet, wurde die Polizei vom Hospitale aus benach richtig!, daß Wm. OwenS jetzt gesund genug sei, um verhört zu, werden und dann wurde der gebrechliche weiße Mann der Polizei übergeben Ob Omens den Folgen des TranS Portes erlag, ist noch nicht festgestellt. auch ist bis jetzt noch nicht ermittelt, wer die . verhangnißvollen Fehlcr be ging, einen völlig unbescholtenen Mann und noch dazu einen, der allem Anscheine nach in schwer krankem Zustande war. der Polizei als genügend gesund, um ein Verhör durchzumachen, zu überweisen. Raucht die Tish I Mingo. Torfgewinnung unter Wasser. Dort, wo Torf unter Wasser steht, kann er, ohne daß man das Wasser abzulassen braucht, auf praktische Art mit Hilfe meines Centrifugal-Pumpenbaggers gewonnen werden. Der Vagger ist auf einem Boote untergebracht. Man läßt ihn bis zu der Tiefe herab, in welcher man zu arbeiten wünscht, und trennt mit Hilfe der an ' ihm angebrachten Mess er oder Schneiden .in stetigem Betrieb die Torfmasse von der Wand ab. Wurzeln und Gräser werden dabei zu kleinen Theilen zerschnitten. Die hinter dem Messerwerk angesetzte kreisende Pumpe saugt darauf die Schlammmassen ab und fördert sie. nach dem Boote oder nach einer Ausgußrinne, welche das Gut nach dem Strande abführt. Zur direkten Verarbeitung 'auf Ziegel eignet sich solcher Tor? nicht.., Man muß erst das Wasser abstehen und abfließen lasfen. Dnn erst wird der Torf in Formm gestrichen und gut abgetrocknet. Siegten ü b e r d i e P o - 1 1. Gegen 300 Bauern der Ortschaften Meyans und Chignin im französischen Departement Savoyen zerstörten trotz des Einschreitens der Gendarmerie die in der Gemeinde St. Andree ' vorgenommenen Kanalisationsarbeiten, durch die sie des Wassers beraubt worden waren. Die größte Stadt Süda m e r i'k a s ist jetzt Buenos-Aires in Argentinien. Die Stadt zählt nach dem jüngsten Census rund 1,000.000 Einwohner. Nur ein Fünftel derselben sind geborue Argentinier. ' Zur reichlichen Hälfte sind die Einwohner Italiener. IM kanadischen Westen wurden im verflossenen Jahre nicht weniger als 167 neue Schulen etablirt. wodurch ihre Gesammtzahl auf 736 mit H52 Lehrern stieg. Das Schuleigenthum hatte eine Zunahme von $312,000 zu verzeichnen und beziffert sich jetzt aus $1,448,620. Zahlungsein st ellungen von V a n k e n und Geldinstituten fanden in den ersten neun" Monaten des Jahres 1904 ia den Ver. Staaten 76 mit Verpflichtungen in d Höhe von $20.810.464 statt, gegen 67 Zahlungseinstellungen Mit Verbindlichkeiten in der Höhe! von nahezu $7,000,000 im gleichen Zeitraume des Vorjahres.

Der neue z;unge

Humores? von M. Thlery. . Kaum war das Dessert abgetragen, als Albert Grand seine Serviette achtlos zusammenlegte, seinen Stuhl zurückschob und im Aufstehen sagte: Entschuldigt mich bitte... aber wenn ich prämiirt werden will, mu& ich mich an die Arbeit machen ... die Zeit ist knapp! Robert, der sehr sicher ist, will mir helfen." , Frau Grand warf ihrem, Mann einen triumphirenden Blick zu undermuthigte ihren Sohn, indem sie z'artlich sagte: So ist's recht, Kind, geh .... aber, strenge Dich nicht zu sehr an." Herr Grand hatte die Zeitung vor-, genommen. Der Blick seiner Frau war ihm entgangen, aber er hörte ihre fürsorgliche Warnung und lachte leise und ironisch. Als Albert das Zimmer verlassen hatte, konnte Frau Grand ihrer Empörung Worte geben. . Dunkelroth, mit blitzenden Augen und scharfer Stimme begann sie: ma ja! So ist's recht! Mach', das Kind noch muthlos." - . ; Mir soll's ja nur lieb sein," sagte Herr Grand versöhnlich, 'wenn mein Sohn sich wirklich bessert." . "- Du gibst doch zu, daß es von größem Fleiß zeugt, wenn Albert' .sogar am Sonntag Nachmittag lernt." ' , 'Ich gebe es zu . . .,. gebe es.gern zu ... . aber warum lernt er denn gerade jetzt?" . ' Weil es zur Versetzung gehr, und weil bei dem Semesterabschluß Preise vctheilt werden." Bisher hat er sich immer mit irgend einer fingirten Krankheit vor den maßgebenden Extemporalien gedrückt." Na!' Diesmal thut er es aber nicht . ... Du siehst ja .... er arbeitet." Horch .... Albert geht aus ... . ich habe gehört, wie die Thür ins Schloß fiel ... ." ' Er ist zu Robert gegangen, er hat's ja vorhin erst in Deiner, Gegenwart gesagt .... ich find' es wirklich rührend, daß der so gute Mitschüler de,m, weniger Guten Nachhilfe gibt." . ,. Und ich bin überrascht denn Nobert ist ein Esel." Natürlich ... weil's der beste Freund Deines Sohnes ist,' bist Du auch gegen ihn ungerecht." . Albert kam erst spät Abends zurück. Er ließ sich ganz erschöpft auf einen Lehnstuhl sinken und stöhnte: Ich bin wie zerschlagen! Das sieht sich so leicht an.... na! Ich kann. nicht mehr!" . Er rekelte die langen Arme , und Beine soweit von sich, als er konnte, als wenn er gleich einen Kinnbackenlrampf bekommen sollte, und sagte: Herr Gott, habe ich Kopfschmerzen!" . .Ach, Jungchen! Du hast Dich überanstrengt ..... ich hab's mir gleich ge-, dacht .... iß nur noch etwas und dann leg Dich rasch zu Bett." ' ' ' ' Albert war dem Ehepaar Grand erst nach zwölfjähriger Ehe beschert worden. Ein Onkel Elise's hatte den Grands ein kleines Haus in einem Vorort vermacht, und Herr Grand hatte sein Schnittwaarengeschäft verkauft, um als Rentier" zu leben. In diese Zeit fiel die Geburt Albert's. Elise hatte für ihr Kind' eine wahrhaft blinde Affenliebe, und lange war auch Herr Grand blind gegen alles, was an dem kleinen Albert tadelnswerth war. Der Sohn war ein Wunderkind .... sein Wille war maßgebend im Hause, und wenn er in der Schule der Letzte' der Klasse war, nun ... so waren eben nur die Lehrer daran schuld. - Herrn Grand gingen zwar allmählich die Augen auf, aber die Mutter blieb blind. Als das Aufrücken in die höheren Klassen in stets langsamerem Tempo vor sich ging, hatte der Vater aber seinen Willen durchzusetzen gewußt: Albert war in Tagespension zu einem Lehrer gegeben worden. Nun war aber in der Familie des Lehrers Scharlach ausgebrochen, und diesem Umstand war es zu verdanken, daß Albert wieder dauernd im Hause der Eltern weilte. Während der ganzen folgenden Woche hielt Albert's Lerneifer an. Montag ließ Albert sich kaum die Zeit zum Essen und verschwand gleich wieder. um mit Robert zu arbeiten, as zind wlrv nch nocy rranr machen," klagte die ängstliche Mutter. Am Dienstag war die Sache noch viel ärger! Albert bat. etwas Mundvorrath mitnehmen zu dürfen; er hätte keine Zeit zu Tisch zu kommen wollte mit Robert nur eine ganze kurze Pause im Lernen machen. Und am nächsten Tage war es dieselbe Geschichte . . . 1 Albert erschien nur noch zum Abendbrot, todtmüde, und verschwand immer gleich nach dem Essen. Der Junge sieht wirklich sehr ermüdet aus," gab Herr Grand zu, aber es ist merkwürdig, gerade so sieht er immer während der Ferien aus, wenn er sich den ganzen Tag im Freien,herumgetrieben hat." Ermüdung' äußert sich doch immer gleich," sag!e El'e in schulmeisterhaftem Tone. ' Nun ist's ja auch bald überstanden... Montag ist der letz Schultag . . . Du hast ja gehört, was er vorhin sagte? Wenn ich leer ausgehe, ist's nicht meine Muld." . Der arme Junge! Wenn er nur für so viel Fleiß belohnt wird!" In aller Herrgottsfrühe klopfte es am Schlafzimmer des Eheepaares. Auf ihr Herein erschien Albert und rief fröhlich:

uten Moraen. Vaba! Moraen.

Mana!" ' .Bist Du schon auf. mein Jüngchen?" ; ;. . ' .Ach! Ich konnt' nicht mehr schlafen ... . konnt' nicht mehr still liegen." .Neg' Dich doch nicht so auf," ermabnte 5?rau Grand. Du hast gut reden, Mama!" sagt: Albert. seit zehn Tagin lerne ich ... ich wußt' ja-gar nichts .... denk' nur .. .. absolut nichts! .... Hatte mir das nur eingebildet! .... Robert hat mir aber gesagt ... Du überläßt Dich dem Zufall .... hast gar kein System, so kommt man nicht ans Ziel ... Du 'kannst ja vielleicht Glück haben ..... aber es ist doch sehr riskant, denn es sind ja doch, sehr viele. Du mußt fleißig lernen, folge mir nur." ' Und' ich bin ihm gefolgt .... ich glaube, es wird gehen wenn ich nicht ganz tolles -Pech habe .... die letzten Tage ging's schon ganz glatt." Ich hätt' mich gern einmal überzeugt,' ob Du wirklich Fortschritte gemacht hast, hätte gern Fragen an Dich gestellt.", - .. Fragen!" .'....Ah, ich bitt' Dich, Vater,, was hättest Du denn davon gehaht! Nein, sehen!- Sehen mußt Du es . . . . na! Heute ist ja der entschei--dende Tag!".' , '. - - Der entscheidende Tag ... morgen doch erst." ' . : , Nein. Heute l Wieso denn heute?... Am Sonn'lag?"' . ; ; " ' Na. natürlich! Es ist doch von Anfang an der Sonntag 'festgesetzt gewesen." ' Und bei den erstaunten Mienen der Eltern rief Albert in mitleidigem, bedauernden Tone: Nein! Wirklich! Sagt doch bloö einmal v. . . um alles in der Welt, wozu haltet Ihr denn die Zeitung?" : Äise sah den Sohn verständnißlos an'." ' ' , Aber Herrn Grand war schon alles klar.' . ' . Albert! .Du .hast - bei Robert schwimmen gelernt .... beim heutigen Wettschwimmen der Schüler hoffst Du prämiirt zu -werden." ' Na'natürlich! Habt Ihr denn das nicht gewußt?' Was habtJhr denn gedacht? Robert hat mich , ordentlich vorgenommen .... jetzt bin ich ganz .sicher." ' "": Unglückskind!" stöhnte Frau Grand. -Aber Herr Grand schien wie von 'dem Druck ganz anormaler VerhältNisse befreit und sagte: . .Na, was anderes wäre doch auch nicht gut denkbar .... ich kenne doch meinen Jungen." lus Karlckien'S Klassenaufsatz. ' ' " : : ' (Ein Hausthier zu beschreiben: Der .. ' ' Laubfrosch"). Der Laubfrosch ist bald Laub, wenn er still wie ein Blatt sitzt, bald Frosch, wenn er.in's Wasser platscht und bald Laubfrosch, wenn er Wetter prophezeit. Er lebt von allerlei Gehtier undKriechtier, am liebsten von Glückspinnen, jw'enn ich sie nämlich glücklich in sein 'Ä!as' gesperrt habe.' Auch glaube ich, daß er mit dem Löwen verwandt ist, denn beide erHaschen ihre Beute nur im Sprung, und zwar. muß sie noch krabbeln. Er ist auch ein Würgengel, denn wenn er eine Spinne gekriecht hat, kaut er nicht lange, sondern drückt die Augen zu und würgt, so lange, bis sie runter ist, ebenso wie unser Fritz bei Klößen. Der , Laubfrosch, stammt wahrscheinlich' aus Kiautschau, oder sonst da wo her, da er' Plätze an der Sonne liebt; am Abend begnügt er sich mit Petroleumlampen, wenn sie brennen. Meiner springt dann aus seinem Schelleetopf heraus auf die Lampe. Und wenn er sich dann auf dem Petroleumpasseng ordentlich eingeölt hat, auf mein lateinisches Exerzitium, wofür ich dann wegen Fettigkeit von Herrn Haarraus gerupft werde. Er ist also sehr anhänglich an mich und kann sich auch an Glas und . glatte Tintenfässer anhängen. ' Strumpfbänder. Kleinen Kindern sollte man keine Strumpfbände? anlegen, da diese höchst gesundheitsschädlich wirken. Der dauernde Druck stört die Gewebe, auf die er.sia erstreckt, in ihrer Ernährung, so daß ,n denselben die Sto?s Erneuerung langsamer und unvollständiger vor sich geht; aber nicht nur die weicken Gewebe, sondern auch die Knochen werden auf diese Weise angegriffen. Dabei ist der , Schaden bei einem Kinde, da sich dasselbe in der Entwickelung befindet, noch weit größer als bei erwachsenen Personen. Wie man tapeziert. Will man Wände neu tapezieren, so bereitet man sich zunächst einen Kleister , auf folgende. Weise: Man löse Reisstärke in kaltem Wasser auf, setze dieses auf das Feuer und lasse es kochen, bis das Ganze dünnflüssig ist. Dann empfiehlt es sich, der .Flüssigkeit einen Aufguß von Colloquintin, ein Ungeziefer dertreibendes Mittel, zuzusetzen. Diesen Kleister trage man auf die Rückseite der vorher passend geschnittenen Ta pete mit einem breiten Pinsel gleichmäßig auf, fasse an den beiden oberen Ecken an, drücke sie genau wagerecht an die Wand und streiche mit einer Bürste das Ganze von oben nach unten fest. Bei dem zweiten Streifen achte man darauf, daß er genau an den ersten paßt und daß Blumen und Arabesken ineinander übergehen.

van den Piym. Lnterschcldungsmcrknale von giftigen und genictzbarcn Arten. Es dürfte nicht allgemein bekannt sein, daß von den Vergiftungen durch Pilze die allerwenigsten durch wirklich giftige Arten verursacht werden. In den meisten Fällen sind es gerade die bekanntesten und beliebtesten eßbaren Arten, die in sich infolge krankhafter Zersetzung das Gift entwickeln. Es genügt oft schon, daß ein Pilz im Walde drei, vier Tage Regen erhält, um ihn zu verderbend Noch leichter geschieht das mit den in den Großstädten augehäuften Vorräthen, die manchmal eine Woche lang von einem Markt zum andern geschleppt werden. Das sicherste Zeichen für die Ungenießbarkeit eines Pilzes ist der Verlust der Elastizität. Wenn der Pilz sich feucht und teigig anfühlt, wenn ein Fingerdruck einen bleibenden Eindruck hinterläßt, dann ist der Pilz zur menschlichen Nahrung ' ungeeignet. Wenn man ihn aufschneidet, dann wird er von einer trüben Flüssigkeit durchsetzt sein. Das ist das Zeichen der bereits beginnenden Zersetzung, die in dem Pilze ähnliche Gifte erzeugt, wie in Fleisch. Wurst und Fisch. . Hausfrauen, die sich von dieser Erkenntniß leiten lassen, können unbedenklich allezu Markt gebrachten Pilze kaufen und zurichten. Sie müssen nur die Vorsichtsmaßregel -anwenden, jedes Pilzgericht abzukochen und das dabei gebrauchte Wasser wegzugießen. Die wenigen Pilzarten, deren . Genuß trotz des Abkochens schädlich wirken kann, sind leicht zu erkennen. Man thut aber gut, sich von dem alten. Aberglauben zu befreien, daß ein silberner. Löffel oder eine Zwiebel, mit den Pilzen gekocht, das Vorhandensein giftiger Exemplare durch Schwarzwerden anzeigen. Das ist nicht der Fall! Ebenso wenig ist es ein Zeichen von Giftigkeit, wenn manche Arten beim Schneiden oder Brechen blau anlaufen Gerade unter diesen Pilzen gibt es sehr schmackhafte So?ten, z. B. den Sandpilz. Man kann ohne Uebertreibung sagen, . daß der größte Theil aller brauchbaren Pilze ungenutzt verkommt' wen man sie für ungenießbar oder gar giftig hält. . r Japanische Gastfreundschaft. Ueber einen Empfang, der. Kriegsberichterstattern von Seiten des ,KomMandanten des , japanischen Kriegshafens Sasebo, Vizeadmirals Sameshima, zu Theil wurde,, berichtet der Korrespondent der Frankfurter Zeitung": " Als wir uns auf der-Äanshu Maru" dem Hafen näherten,- erschienen zwei Torpedoboote, welche die Führuno der Manshu Maru". übernahmen. Während unserer Einfahrt in . den Hafen erhielten wir dann von Vizeadmiral Sameshima ein drahtloses Telegramm, in welchem er uns für den Abend zu Gaste lud. Wir machten also .bald Toilette wir reisen hier mit Smofmg," Frack und Chlmder zum Kriege und dann brachten uns Dampspinassen an das User. Wir nahmen unser Essen stehend an langen Tischen ein. Das'Menu bestand aus großem Seefisch, kalt, mit Mayonnaise, kaltem Braten, kaltem Geflügel, Kartoffelsalat und Früchten dazu gab es Bier. Rothwein und während der Toaste Sekt. Die letzteren behandelten die Themata Kaiser." Glückliche Reise" und von unserer Seite Dank." Marquis Kuroda ist für solche Eelegenheiten der offizielle Sprecher, wie , er auch stets den Ehrenplatz erhält. Nach' dem Essen gab es dann Kaffee. Vier, Cigärren und Cigaretten, dazu Musik. Auch ?ier leistete die Marinekapelle Anerkenlenswerthes. Als Nr. 1 war verzeichnet: Marsch aus dem Tannhäuser. von Wagner;" Nr. 6 hieß Ungarischer Tanz, von Brahms." O s ' Wahnsinnsakt eines Verliebte n. Als sich die Gattin des Universitätsprofessors Laurenti.in Neapel. Italien, zum Bahnhöfe begab, um eine Reise anzutreten, kam plötzlZ! der Student Sommelli auf sie zu und feuerte fünf Revolverfchüsse auf Frau LaUrenti ab, die todt zu Boden sank. Der junge 'Mann, der eine Unglückselige Leidenschaft zur Gattm des .Professors gefaßt hatte, suchte sich mit der sechsten Kugel selbst zu entleiben. Er wurde in sterbendem Zustande fortgeschafft. .

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