Indiana Tribüne, Volume 28, Number 67, Indianapolis, Marion County, 9 November 1904 — Page 1
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Riesige republikanische Plnralitaten. Jeder zweifelhafte Staat stimmte republikanifch. Schon früh am Abend der Sieg von den Demokraten zugestanden. Selbst der sonst kompakte wackelte bedenklich. Süden - Im WeißenHause W a s b i n a t 0 n. 8. Nov. Um. ßco?n von seift Familie und .einer Anzahl vertrauter Freunde empfing Prüstdent Roosevelt hzute die Kunde von seinem überwältigenden Sieg an den. Wahlurnen des amerikanischen Volkes. Die ersie Nachricht endgiltiger Art ging dem Präsidenten beim Diner zu. die Versicherung enthaltend, daß er in seinem HetmathZstaate New Jork mit einer in der That erstaunlichen Mehr t 1 .n . l c. . c Vjcii genegl uuur. 25as Resultat kam ihm nicht ganz 'unerwartet, obwobl er selbst aus einen
solch' gewaltigen Sieg nicht gerechnet hatte. Der Präsident besprach diese und andere Nachrichten, die immer günstiger lauteten, mit überraschender Ruhe, ohne daZ geringste Anzeichen von Ner. vosität. Ueberzeugt, wie er sagt, daß der Feldzug nach Plänen der Principien -und des Patriotismus geführt wurde und daß alles für rechtmäßig Erlaubte geschah, um den Ersolg der von der republikanischen Partei und ihm ver kündeten Grundsätze zu verbürgen, er. wartete er mit vollkommenem Vertrauen den Wahrspruch des Volkes. Kurz nach 10 Uhr Nachts begab . sich der Präsident in sein Privat Bureau im Executiv Gebäude, eiue große Schaar ihn erwartender Corresponden ten begrüßend. Er machte keinen Versuch, die große Freude über den Sieg zu verbergen. Nachher dikrte er-Sekr. Loeb eine Er klärung, die .seine Ansichten zum Aus druck bringt, in einem Armftuhl zu rückgelehntZ während die Correspon , denten um den großen Schreibtisch im Halbkreis herumstanden. Jeder war so ftill. daß das Ticken der Wanduhr deutlich vernehmbar war. President verwahrt sich gegen eine nochmalige Kandidatur. Washington, 8., Nov. Prä fident Roosevelt gab heute Nacht nach Empfang der Wahl Eingänge folgende Erklärung ab:
Ich fühle tief die mir durch das amerikanische Volk erwiesene Ehre, in dem es mir hierdurch sein Vertrauen ausdrückt für das, was ich gethan und was ich zu thun versucht habe. Ich schätze in vollem Umfange die Verantwortung, welche mir dieses Ver trauen auferlegt und ich werde alles in meiner Kraft stehende thun, eS nicht zu täuschen. Am 4. März werde ich 3 ?kabre im Amte sein nnd diese 3 Jahre sind mein erster Termin. Die weise Sitte, welche den Präsi denten auf 2 Termine beschränkt, . ist dem Inhalt und nicht er Form nach zu betrachten; unter keinen Umstünden ' werde ich nochmals candidkren oder eine andere Nomination annehmen. Wie Parkerdie Kunde aufnahm.' EsopuS, N.J., 8. Nov. Rich ter Parker schien durch daS Resultat nicht entmuthigt, obwohl man weife, daß er seine überwältigende Niederlage in seinem eigenen Staate tief bedauert Er emvnnä die Mittheilung in seinem Studirzimmer, ' wo. .er mit mehreren - Nachbarn rauchend saß.- Da3 Bulletin aus dem demokr. Hauptquartier über
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WW eine Niederlage, überbrachte ihn) ein Vertreter der 'Assoc. Presse. .Hieraus andte er die obige Depesche an Herrn Roosevelt. Den ganzen Abend befanden sich 'bei Herrn Parker die Mitglieder seiner Fa milie und deren Gäste, Herr und Frau Freer und Herr und Frau Long aus Esopus. Die Bulletins brachten Boten vom Telegraphenamt; Sekr. McCausland verlas sie. W. I. B ry a n. , L In'xp l n. Nebr., 8. Nov. W. I. Bryan wurde heute Abend eine Co pie von Parkerö Glückwunschdepesche an den Präsidenten gezeigt. Er sagte. eö ferzu früh um ein Commentar über da Resultat zumachen und lehnte jede Aeußerung ab.; - Am Stimmen gehindert. New Brunsw ick, N. I., 8. Nov. Die Meinungsverschiedenheit der Republikaner und Demokraten über das AbftimmungS'Recht der Studenten am RutgerS Colleg führte für den ganzen Tag zur Schließung der St-.mmplätze in der 6. Ward, wodurch 471 registrirte Wähler ihre Stimmen verloren. Parker'S Glückwunsch. Depesche an Roosevelt. EsopuS, N. Y., 3. NoS. Um 8:30 Uhr sandte Richter Parker folgende Depesche an den Präsidenten: Rosemount, Esopus, N. ZI.. 8. Nov., 3:30 AbendS. An den Präsidenten. Washington. . Das Volk hat durch seine Stimme JhreVerwaltung mit Entschiedenheit gebilligt und ich beglückwünsche Sie hierzu. Alton B. Parker. Antwort an Parker. Washington. 8. Nv. Die Antwort des Präsidenten auf Herrn Parker'S Telegramm lautet: Alton B. Parker, Rosemount, N. I. Ich danke Ihnen für Ihren Glückwunsch. Theodore Roosevelt. Taggart an Cortelyou. New Jrk, 8. Nov. .Der Vor sitzende deS demokratischen National Comite'S Taggart sandte Herrn Cor telyou seine Glückwünsche, auf welche dieser dankend erwiderte. -
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smrri ; t y i V l Sonstige Glückwünsche. C hic a g or 8. Nov. Vice-Nor sitzender Harry S. New vom repudl National'Comite depeschirte an.' den Präsidenten: . ' Meine aufrichtigsten Glückwünsche zu Jyrem glanzenden Älege Bas Volk weiß eine gute Sache zu .schätzen, wenn es dieselbe sieht. . Jndiana giebt Ihnen die größte Mehrheit, die jemals ein. Präsidentschafts . Candidat erhielt. An Senator Fairbanks und Cortel you sandte Herr New ebenfalls Glül wünsche. Sekretär Dover beglückwünschte den Präsidenten, indem er sagt, .eö sei ein eben so großer persönlicher Triumph als ein Parteisieg. New York, 8. Nov. Der Vor. sitzende Cortelyou übermittelte dem Präsidenten seine und seiner Comite ComiteCollegen Glückwünsche zu dem überwältigenden Vertrauensvotum des Landes in Sie und Ihre Regierung". New York, 8. Nov. Theodor RooseveltS Pluralität in seinem Ge? burtöstaate überragt die, welche Mc' Kinley im Jahre 1900 erhielt um 41.500. Die letzten Berichte zeigen,' daß er 135,000 mehr Stimmen er halten hat wie Parker. ' Die StiM' menzahl für ihn war nicht nur in den ländlichen Distrikten so überwältigend sondern auch in dem traditionell demo kratischen Groß New York. Anstatt daß Parker in der Stadt New York ie erwartet wurde 100.000 mehr Stim. men wie Roosevelt erhalten würde, hatte er kaum 40.000 mehr als Rosse, velt erhaltene Der republikanische Er. folg machte sich so überwältigend be merkbar, daß man schon zu Verhältniß mäßig früher Abendstunde wußte, daß Roosevelt erwählt wurde. Gegen Bryan fiel Parkes ?otum um 16,000 stimmen im Staate New Jork. C o l u m b u S. Q.. 8. Nov. Die Berichte über den AuSgang der Wahl im Staate, ergeben, daß die Republi kaner noch nie eine so riesige Majorität erzielt hatten wie diesmal. Sie erziel ten eine Pluralität von 137.000 Stimmen gegen 113,000 bei der letzten Wahl. - New I o r k. 3. Nov. Der Vorsitzende des republikanischen Congreß Comites berichtet,, daß das Haus eine republikanische Majorität von 50 ha den würde.
hrmmi Chicago, 8. Nov. ' Depeschen an ldie Associirte Presse melden, daß die Republikaner 169 und die Demo kraten 137. Vertreter erwählt haben. Von den andern 80 Distrikten haben jetzt die Republikaner 49, die Demo, kraten 31 Vertreter. St, Louis, 8. Nov. Richard -BSlrtholdt ist" mit riesiger Majorität wieder für Congreß erwählt worden. D e n v e r,' Col., 8. Nov. Nach den spärlichen Berichten zu urtheilen. erlangte Roosevelt eine Majorität von 10.000. Alva Adams, De. m o k x a t, wurde a l S G o u verneur erwählt. - Al a b am a, 8. Nov. Alle de. mokratischen Candidaten für Congreß wurden erwählt. - New Orleans, 8. Nov. Louisiana giebt Roosevelt 35,000 Majorität. Sieben demokratische Abg?. ordnete wurden erwählt. Chicago, JllS., 8. Nov. DebS, 'der socialistische Candidat für die Prä. sidentschast, erhielt in der Stadt 45,. 000 Stimmen. W a s h i n g t o n, D. C., 8. Nov. Die Nachrichten, von dem großen republikanischen Siege wurden mit Ju bel begrüßt. . Tausende von Menschen sind vor daö Weiße Haus gezogen und veranstalteten patriotische Kundge bungen. - P h i l a d e l p h i a , 9. Novbr. Die Republikaner haben auf der aarn zen Linie gesiegt. ES ergiebt sich eine Majorität im Staate für Roosevelt und FalrbankS von 300,000. Von den 26 Senatoren sind 25 Republik, ner; von 32 Congreßabgeordneten 29 erwählt B r o ck t o n, Mass., 8. Nov. Der demokratische Candidat sür das Gou verneursamt von Massachusetts, W. L. Douglas, ist erwühlt. Rückkehr des Präsidenten. Washington, 8. Nov. Präsiden Roosevelt kehrte kurz , nach 6 Uhr auS Oyster Bay zurück und fuhr sofort in Begleitung von Capitän Cowles nach dem Weißen Haufe. Der .Privatwagen des Präsidenten war dem fahrplanmäßiAen Penna Zug angehängt, der mit zahlreichen Paffa gieren besetzt war. Von Oyster Bay nach Washington hatte den. Präsidenten Herr Merritt,
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ein Nachbar, begleitet, der Gast im Weißen Hause sein wird.. ' . Capitän Cowles, der in Connecticut gestimmt, schloß sich der Gesellschaft in Jersey City an Die Reise selbst ver lief ohne bemerkenswerthe Zwischen fülle. Bekannte Männer ander Wahl. Urne. Oyster Bay, 8. Nov. Präsident Roosevelt traf heute Vormittag mit Sonderzug aus Long Island. City ein und fuhr direkt vom Bahnhof nach dem Stimmplatze im 5.Precinkt von Oyster Bay. Er gab hier seinen Stimmzettel No. 164. ab. ' Eine große Menschenmenge begrüßte den Präsidenten enthusiastisch der rasch aus seinem Wagen sprang, die Treppe hinauseilte, den Wahlrichtern die Hände drückte und sich sofort nach , einer der Stimmbuden begab. Als er seinen Stimmzettel ablieferte, wurde eine Photographie aufgenommen. Sekretär Loeb, welcher den Präfideu ten begleitet hatte, stimmte im 7. Pre cinkt. Um 11 Uhr erfolgte Rückkehr nach Washington. Am Bahnhof waren zahlreiche Freunde und Nachbarn er schienen. Kingston. N. I.. 3. Nov. Richter Parker erschien um 11 Uhr 40 Min. nebst seinem Sekretär McCaus land an dem Stimmplatze in GreenKill Ave., im 3. Diftrict der 9. Ward. Er wurde mit Hochrufen empfangen; nach Erfüllung der üblichen Formalitäten händigte er seinen Stimmzettel, No. 147, einem Clerk ein. Verschiedene Photographen machten Aufnähmen. Princeton. N. I., 8. Nov. Der frühere Präsident Grober Cleve. fand- stimmte im ersten Distrikt, nur zweiHäusergevierte von seiner Woh nung entfernt. Bei seinem Erscheinen machte die lange Linie Platz und ließ ihn sofort eintreten. C i n c i n n a t i. 8. Nov. Kriegs sekretär Taft weilte heute zur! Stimm Abgabe hier und kehrte nach Wash ington zurück. Er fährt nächste Woche nach Panama. Hempste a-d.' L. I.. 8. Nov. Der Vorsitzende des republ. National. Comites Cortelyou stimmte hier in sei. nem HeimathSort und kehrte später nach New Jork zurück. W a s b i n g t o n, 8. Nov. Generalpoftmeifter Wynne kehrte Nachmit. tagS von der Abstimmung aus Phila delphia zurück.
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Das Electoral-Botnm. New York, 8. Nov. Den spä testen Berichten nach steht das Clecoral Votum folgendermaßen : Für Roosevelt: . Staaten Stimmen Colorado. 5 California .10 Connecticut 7 Delaware 3 Jdaho..... ; 3 Illinois ..... ....27 Jndiana 15 Iowa., 13 Kansas 10 Mains 6 Maiyland 8 Massachusetts ...16 Michigan 14 x Minnesota:. 11 Montana 3 New Jersey 12 NebraSka 3 New Hampshire 4 Nevada 3 New York 39 Nord Dakota. 4 Ohio ..23 Oregon , : 4 Pennsylvania 34 Rhode Island.... 4 Süd Dakota........' 4 Uiatj. 3 Vermont .. 4 West.Virginien.. 7 Washington .5 Wisconsin. .13 Wtjoming. ...... .......... 3 Total...... .325 Für Parker. Alabama. ..11 Arkansas ... . 9 Florida. . l 6 Georgia ,x. 12 Kentucky ........13 Louisiana... .' '.. 9 Mississippi......... 10 Missouri.. ....18 Nord Carolina..., ......... 12 South Carolina. . : ... 9 : Tennessee 12 ' TexaS. . 18 Virginia.. .. .. .. .. . . . . " ' '12 Total ......151 Leichtes segeln. Washingtons. Nov. Prä. sident Roosevelt ist eines republikani schen HauseS sicher; jetzt ist die repub likanische Majorität des Hauses 34, von nun an roiro ne wenlgnens lv oe tragen. , Alle alten Districte behielten die Republikaner ihre Distrikte, wäh. rend die Demokraten die ihrenverloren. Selbst die 5 und 15 Missouris welche als streng demokratisch galten wurden von den Republikanern genommen. Alabama, Arkansas, Florida, Georgia, Mississippi, N. Carolina, S.' Carolina und TexaS sind natürlich compact geblieben und senden lauter Demokraten in den Congreß. Kentucky und Virginia aber werden diesmal ausnahmö weise je einen republikanischen Ver treter nach Washington schicken. Per Telephone. W a s h i n g t o n. 8. Nov. . Auf die vom Senator FairbankS von Jndiatta poliS im WeißenHause eingelaufene Glückwunsch . Depesche bedankte sich Herr Roosevelt per Fernsprecher bei seinem Mitcandidaten' Folk gewählt. S t. Louiö, 8. Ncv. Joseph W. Folk ist mit großer -jorität älZ Gouverneur erwählt roord'eu. ' ' Misso ü ri fraglich. ." S t. L o u i s, 9. Nov. Das Er. gebniß der Wahlen ist zweifelhaft. Die Republikaner behaupten den Staat mit 5000. Majorität errungen zu ha den. . - - ' ; .- .
