Indiana Tribüne, Volume 28, Number 66, Indianapolis, Marion County, 8 November 1904 — Page 7

V

l a . , 8. f(t Jndkana Tribüne ovember 190L

1 : A ,T, A j. A r

tt N 4m& -VI. W - 44 T M

M lsjisslirnk H -! n n n n . Fortsetzung Asta kam stcy grenzenlos UversMssig vor. Der Nosenstrauß war von seinen Knieen herabgeglitten, unbeachtet lag er am Boden. Sie hob ihn auf und' legte ihn auf einen Stuhl. Ich will jetzt lieber gehen. Darf ich also bald einmal wiederkommen?" Sie sind sehr gütig," sagte Mengersky theilnahmslos. Die Wirkung des Morphiums schien schon nachzulassen. Er wurde immer apathischer. Er lehnte denKopf zurück und schloß die Auaen. . m tfrau Alengersly begleitete Asta, die ihr Weinen nicht unterdrücken konnte, hinaus, kommen Sie lieber nicht wieder," bat sie.. Der Ton. in dem sie es sagte, nahm den Worten jede Unfreundlichkeit. Sie thun sich weh und ihm auch. ES hilft nun doch einmal nichts. Je weniger er daran denkt, wie'Z früher war, desto besser ist's. Sobald der Arm besser wird, nehme ich ihn mit nach Warschau zurück. Er freut sich auch schon auf die Leschnogasse und unser altes Haus. Da ist's ' am besten für uns Beide." Mascha Mascha!" tönte wieder , die schwache Stimme des Kranken-. Er hängt an mir wie ein kleines Kind an der Mutter Schürze." Das unschöne Gesicht strahlte. Sie nickte Asta hastig Zu und ging wieder zu ihrem Mann. Die Thür zog sie hinter sich zu. Langsam ging Asta zum Hause hinaus, die Straß? herunter. Die Thränen liefen unaufhaltsam über ihr Geficht. Die Sonnenstrahlen, der Gesang derBögel, der Lindenduft, alles that ihr weh. Es stand in zu grellem Gegensatz zu dem Jammer, dem grauen, hoffnungslosen Elend, in das sie eben hineingesehen hatte. Wenn noch etwas Erhabenheit in diesem Elend gewesen wäre, wenn Mengesky seinen Trost in der Musik, im Sireben nach einer anderen Art Erfolg gesucht hätte! Er komponirte einst ja auch, schrieb freilich nie etwas auf. Die ihm schnell einfal- " lenden Melodien verewigte . nur die goldbraune Violine durch ihren Gesang, kein geschriebenes Notenblatt. Daß sie ihn so finden würde! Schrecklich! Unwillkürlich mußte sie an ihren Mann denken, wie der wohl solch Unglück tragen würde. Aufrecht, fest anders konnte sie ihn sich nicht vor, stellen, den Ersah für das Verlorene in feinen mannigfachen Interessen fuchend, wenn ihm sein eigentlicher Beruf genommen war. Mengersky war haltlos versunken. Sie wollte jetzt nur noch das Wohls thätigkeitskonzert abwarten, in dem sie singen wollte, und dann nach Hause reifen. In der Hitze, die jetzt drückend über Berlin lag, erquickte schon der Gedanke an die frische Seeluft in Wilhelmshaven. William mußte in etwa drei Wochen zurückkommen, er war schon auf der Rückreise. Asta hatte sich endlich entschlossen, ihm einen langen, ausführlichen Brief zu schreiben. Als sie erst einmal anfing. ihr Herz auszuschütten, ging, es leichter, als sie dachte. Die wohlthuenden Eindrücke in Markas Häuslichkeit, die Enttäuschungen in Berlin schilderte sie sehr lebendig. auch ihre guten Vorsätze, in Zukunft nach Markas Vorbild Musik und hausfrauliche Thätigkeit zu vereinen. Das war aber noch nicht genug. Sie mußte sich durchaus etwas rechtfertigen und den tiefsten Grund ihres kalten, oft abftoßenden Wesens ihm gegenüber nennen. Sie sprach von Mengersky, erwähnte ihrer Liebe füreinander, und daß sie hauptsächlich, um den bittern Schmerz zu überwinden, Williams Antrag angenommen habe. Das machte mich so ungerecht und bitter." ging der Brief weiter, ich weiß wohl, daß meine Behivbiuna. Du babeü damals das em cu3 lauer Berechnung ageoen, immcs und undankbar ' war. Verzeih nur, wenn Du kannst Ich habe Mengersky wieder gesehen, William. Er ist durch einen Unalücksfall verkrüppelt. Er lebt in einer verwahrlosten Häuslichkeit mit einer saloppen, wenn . auch gutherzigen Frau. Er wird in kurze? Zeit für immer nach Polen zurückaeben und gleitet damit aus meinem Leben heraus. Ich kann den niederziehenden Eindruck nicht schildern. den er und seine Umgebung auf mich machten. Von meiner Liebe, mei-m-t Bewunderung für ihn ist nichts mehr zurückgeblieben. Mir wird weh L - 's um s Herz, wenn q an iyii oenie vav ist alles. 5tö verachte mich eigentlich selbst! Kann Dir an der Liebe eines so wankelmütigen, schwachen Wesens, wie ich es bin, etwas liegen? Ja? Dann will ich Dich lieben und Dir unser Heim traulich machen, so gut ich es kann. Antworte mir bald. Es ist - -. V.a so kalt UNO lleoearm qizz alles um mirs berUM." Der Brief war fchon fort, als ihr Anfiel, daß sie ja, ganz vergaß, von dem Wohlthätigkeitskonzert zu schrei. ben. Nun war es zu ipai vazu, lyn noch um ErlaubmN zu fragen. Früher, als sie geglaubt hatte, lies Williams Antwort ein. Er schrieb in

uaensckeinlicber fast nur einiae Äei-

St ß tt tt Ü SS SS w " w ttTt w w w

tt n llornan von Henriette v. Mcerhewib ff i" '5 ' V V len. Das Postschifs sollte den Br:es sofort mitnehmen. Asta, geliebte, sune Frau! Von Deinem ganzen Brief las ich nur die etzten Zeilen, daß Du mich ueben willst. Damit ist alles gut alles Vergangene ausgelöscht. Du sagtest mir einmal: Verzeihen ohne viele Worte, ohne weitere Vorwürfe das ist schön. Das. demüthigt nicht, das nimmt nur die Last von der Seele. Ich will auch veiter nichts, wie iede Last von Dir nehmen, Geliebte. Laß mich Dich in Wilhelmshaven in unserer Wohnung inden, wenn ich zurückkomme, und reue Dich ein wenig, mich wiederzuehen. Nur ein wenig, Asta, ich freue mich für zwei. Dem aBtII.tcm. Asta rührte der liebevolle Ton der Antwort. Sie fing wirklich an, das Wiedersehen zu ersehnen. Am liebsten hatte sie das Konzert im Stich geassen und wäre nach Hause -geeilt, um dort alles in Ordnung zu bringen. Sie erinnerte sich Ellens freudiger Vorbereitungen, wenn Kurt von einer längeren Reise zurückkehrte. Reine Gardlnen, frischer Kuchen, blühende Blumen, ein Abendbrot, das aus seinen Lieblingsgerichten bestand das mußte wohl alles dazu gehören. Merkwürdig, wie wenig ihr auf ein mal daran lag, öffentlich zu singen. Wenn sie es Rosengart nicht fest verprochen hotte, wurde sie die Sache am iebsten rückgängig gemacht haben. William würde- wohl kaum böse darüber sein, da es ja nur ein Wohlthaigkeitsunternehmen war, aber lhr selbst ehlte jede Lust. Schon seit einigen Tagen fühlte sie sich angegriffen, wahrscheinuch von der druckenden Hitze. Auch ihre Stimme klang gar nicht gut. sie Zitterte beim Ansatz, kam nicht ordentlich heraus. Heute ging es überHaupt nicht mehr. Ihr Kopf schmerzte heftig, der Hals war brennend trocken. Sie legte sich zu Bett, konnte aber vor Schmerzen nicht schlafen. Das Madchen. daS sie zum Essen rief, erschrak. Herrgott, wie sehen gnädige Frau aus! Das reine Fiebergesicht. Soll ich die Suppe heraufbringen?" Nein, ich danke," antwortete Asta mühsam. Das Sprechen würde ihr auf einmal so schwer. Der Kopf schmerzte fürchterlich bei der Anstrengung, ihn zu heben. Mit einem leisen Stöhnen ließ sie ihn wieder in'3 Kissen sinken. Das Madchen machte der Vensionsdame eine so schreckliche Schilderung von Astas Zustand, daß die anderen Gäste heftig erschraken. Sie müssen sofort emen Arzt kommen lassen. Es könnte ja ansteckend sein." lautete die allgemeine Forderung. Ohne vorher mit Asta zu sprechen, schickte Frau Krause ihren Hausarzt, der Asta untersuchte, ihr m den Hals sah und dann erklärte, die Dame habe Diphtheritis, und der Höhe des Fiebers nach würde es ein schwerer Fall werden. Frau Krause war außer sich. Diph theritis im Hause! Da liefen ihr alle Gaste fort, vor allem die kinderreiche amerikanische Familie, die so gut zahlte. Ohne auf die Emreden des Arztes zu achten, lief sie zu Astas Zimmer und öffnete vorsichtig einen kleinen Spalt der Thür. Gnädige Frau, es thut mir furchjba? leid, aber es ist nicht zu andern. Sie müssen fort. Was muß ich?" Asta hob mühsam die schweren Lider. Sie müssen in ein Krankenhaus. Der Arzt sagt. Sie haben Diphthe ritis." Astas Mund zuckte. Hinaus! Fort wohin? Lassen Sie mich doch hier liegen," bat sie schwach. Es ist-ge-wiß nicht so schlimm. Morgen muß ich ja singen. Singen? Allmächtiger Gott! Mit Diphtheritis singen! Ich werde alles besorgen, Sie im Krankenhaus anmel den. Aber fort müssen S?. Ich kann den Schaden nicht tragen, daß alle meine Gäste mir Ihretwegen kündigen. Gut, ich werde gehen." Asta erhob sich mit Anstrengung. Sie wollte ihre Sachen .zusammensuchen. Ihr wurde aber so elend, dcch. sie es bald aufgab und nur Herrn Rosenaart einen Zettel schrieb, daß sie morgen Nicht singm könne. Halb ohnmächtig fiel sie auf ihr Bett zurück. Sie wußte kaum mehr, was mit ihr geschah. Sie hörte Menschen kommen und gehen, fühlte sich aufgehoben und in irgend ein schaukelndes Ding gelegt. Sie glaubte ersticken zu müssen, aber sie war zu schwach vom Fieber, das immer höher stieg, um rufen zu können. Endlich lag sie' wieder in einem Bett, in einer kleinen, engen Stube mit weißgetünchten Wänden, Gittern vor den Fenstern. Wie , eine Jsolirzelle im Irrenhaus sah es aus. Sie schauerte zusammen. Eine Schwester in dunkelblauem Leinenkleid und weißer Haube beugte sich über sie. Die steifgestärkte Schürze knisterte. Der Ton reizte Astas Nerven, auch die leicht knarrenden Schuhe der Schwester thaten ihr weh. Von irgend einem Kirch.

thurm läutete es unaufhörlich bald lauter dann leiser. Sie fühlte jeden ! Glockenschlag im Kopf. Die Glocke j mußte einen Sprung haben. Das Geläute klang so unrhythmisch alles Dissonanzen und gebrochene Töne. .Das Läuten soll aufhören ich

kann das Läuten nicht aushalten!" rief sie plötzlich außer sich. Die Glocken klingen ganz falsch immer einen halben Ton zu tief oder zu hoch! Die Schwester antwortete gar Nicht auf diese Phantasien. ' Sie saß stumm neben dem Bett und notirte die Fiebertabelle für den Doktor. Nur wenn Asta nach Athem rang sie konnte jetzt kaum noch Luft holen rückte sie ihr die Kissen höher oder legte die Decken anders. Geaen Abend machte der Anstaltsarzt seine Krankenbesuche in seinem weißen Rock, das röthliche, glattrasirte Gesicht glanzend vor Gesundheit und Heiterkeit. Er war immer lustig und , rt Ck . , l!f jt i. guter zwinge, am peranonsilcy io an Sterbebetten, es mangelte ibm nie an einem guten oder schlechten Witz. Einige Kranke erheiterte das, vielen mochte es wohl herzlos ihrem Elend gegenüber vorkommen. Er las flüchtig Astas Namen aus dem Täselchen über dem Bett. 'INun, meine verehrte gnädige Frau, was machen wir denn? Bischen Diphtheritis was? Wollen wir schon kriegen!" Asta sah ihn unwillig an. Das lächelnde rothe Gesicht mit den blonden Qartstoppeln um den Mund war ihr ebenso widerwärtig wie die stumpfe Miene der Schwester. Ich habe keine ,Lust!" ächzte-sie mühsam. " O. das hat keine Gefahr. Schlimmsten Falls machen wir ein kleines Kehlkopfschnittchen. Dann ist alles wieder gut." Er verständigte sich durch einen Blick mit der Schwester. 41.5, sagte die kurz mit einem Blick auf die Fiebertabelle. Asta wurde unruhig. Sie zog ihre heiße, trockene Hand, um deren Gelenk der Doktor seine kurzen, dicken Finger legte, heftig fort. Kemen Kehlkopfschnitt!" sagte sie rasch. Dann kann ich ja nicht mehr singen." Na, dre Hauptsache ist doch, daß man athmen kann," lachte der Doktor jovial. Auch die Schwester fühlte sich verpflichtet, den guten Wch zu belächeln. Nein dann will ich lieber sterben!" schrie die Kranke außer sich. Der Arzt sah jetzt aufmerksamer nach der Tafel mit dem Namen über Astas Bett.' Frau Asta v. Normann aus Wilhelmshaven, las er. Na, aber gnädige Frau, Sie sind doch wohl nicht Sängerin? Für's Sprechen reicht das Stimmchen auch noch nach der Operation aus." Sie sah ihn nur mit verzweifelnden Augen flehend an. Der Arzt räusperte sich. Die Todesangst auf dem reizenden jungen Gesicht rührte ihn unwillkürlich. Nun, ist vielleicht gar nicht nöthig. Wollen's eben abwarten," tröstete -er. Wo ist . denn der Herr Gemahl, gnädige Frau? In Wilhelmshaven? Soll ich ihm telegraphiren?" Asta schüttelte den Kopf. Jst nicht da," sagte sie mühsam. Ach so wohl Marineoffizier ? Macht eine Seereise? Nun, wenn er wieder da ist, ist das kleine Frauchen längst gesund." Er sprach noch leise mit der Schwester weiter. Eine fürchterliche Nacht folgte, in der Asta alles vergaß außer der entsetzlichen Angst, mit der sie nach Luft rang. Früh am Morgen mußte die Operation gemacht werden. Asta widersetzte sich nicht länger. Wie eine Sterbende, stumm, ohne sich anders als durch Zeichen verständlich machen zu können, lag sie in ihrem Lett. Die Schwester wechselte die Kanülen, bettete sie um, pflegte sie mit unverändertem Gleichmuth und stoischer Ruhe, gegen die die gutmüthigen Scherze des Arztes, beinahe tröstlich waren. Das Fenster wurde etwas geöffnet. Bon dem Hof des Nebengebäudes dran gen vie langgezogenen Tone einer Leierorgel herein. Die süße Lieblichkeit der Melodie des italienischen Liedes konnte selbst das jammervolle Jnstru ment nicht ganz entstellen. Asta rang plötzlich die Hände. . Mit verzweifelter Geberde legte sie sie an die Ohren. Ich darf das Fenster nicht schließen," sagte die Schwester ruhig. Die Luft im Zimmer ist nicht gut." Asta drehte den Kopf zur Seite Niemand sollte die heißen Tbränev he, an denen sie fast erstickte. Drauen wimmerte der Leierkasten ein Lied nach dem anderen. Jrdend Jemand. der diese Art von Musik liebte, warf wohl ein Geldstück herunter, deshalb wurde nun das ganze Repertvir dank bar abgeorgelt. Die Schwester wunderte sich, daß das Fieber bei ihrer Kranken wieder bedeutend stieg. Der Arzt runzelte unzufrieden die Stirn. Er machte der Pflegerm Vor würfe, die diese mürrisch hinnahm. Keines von Beiden ahnte den Grund von Astas seeliscoen Leiden, die ihrer Genesung entgegenwirkten. Nachts, wenn das laute Athmen den gesunden Schlaf' der Schwester verrieth, zerbiß Asta ihr Kissen vor Verzweiflung. Wie ein verwundetes Thier, das seinen Schmerz nicht ausklagen kann, wand

t sich in ,hrem Bett. (Schluß folgt.)

ZNeik Zjabcrsack's Zchreibcbrief.

V. 265. , Eeöbrter Mister Edithor! Well, ich hen e große Zeit gehabt, un ick hen auch mein Schehr von Trubel gehabt. Ich sehn jetzt sehr gut, for warum die mehrschte Manner, wo mehrfache Fämillie - Väter un Pa's sin, Bahlhetts rehse duhn. Ich hen in mein Lewe doch schon e ganze Latt mitgemacht un hen mehr Batter un Worrie gehabt, als wie in e Kauheit geht, awwer for einen Trubel sin ich immer verschont gebliwwe, mich um Kids zu battere jetzt hen ich auch davon mei Schehr gehabt. Awwer ich will Jhne die ganze Geschicht verzehle, grad wie's gehäppend is. Wie mer. uns also in den Scherman Willetsch e wenig riefrescht gehabt hatte, do hen mer uns rettig gemacht for au starte. Ich hen Jhne gesagt, daß mich eine von die Wehtergehrls verzählt Hot, daß sie emol.bei die Baldrian's gedient gehabt Hot, daß se awwer die Selma fchon in die erschte Woch gefeiert gehabt Hot. bikahs fe is tschellus an se gewese. Daß die Selma ihr keine Wehtsches gewwe Hot un daß ich aus purrensige Gutmüthigkeit ihr e fünf Dahler Bild gesechnkt hen. Ich hen oo gar nit mehr dran gedenkt gehabt, awwer ich hen doch vor lauter Freud das Mädche e paar mol getriet un se Hot auch en Dorscht entwickelt, do Hot mer den Hut for abziehe müsse. So eZappässithee hen ich bei en viehmehle Meedche nie eckspecktet gehabt. Wie mer fort hen gehn wolle, do Hot's e Kättestrohf gewwe. Das Mehdche is von die Rührung es könne awwer auch die Drinks gewese sein so iwwerwältigt geworde, daß-se gestart Hot zu greine; se is mich um den Hals gefalle un hoi gehallert, ich hätt ihr Lew, gesehft un ich wär der beste Mann von die Welt un se deht mich nit mehr von sich losse. Ei tell juh, ich hen arig emberrest gefühlt un ich sin nur froh gewese, daß derMennetscher von den Willetsch herbei komme is un Hot se von mich gerisse. Er Hot mei Ecksjuhs gefragt un Hot gesagt, se deht alle paar Dag so en Spell kriege. Ich denke, se Hot auch bei den Christ so en Spell gehabt un die Selma duht so ebbes nit gleiche. Well, ich sin froh gewese. wie mer fort wäre. Bei Galle, das Hot mich fühle mache, als wann ich in en Leienkehtsch wär.un der Leien deht mich uff eemol täckele. So, ihr Buwe. hen ich gesagt, jetzt wolle mer eemol den Schoh einnemme. Der Willie Hot gesagt, wann's Widder so en Schoh wär, wie der, wo ich ewe gemacht hätt, dann deht er nit for kehre. Hen Se schon emol so e säßiges Kind gehört? Ich hen die Kids nach die Mennatscherie genomme, hen se riesehrft Siehts kriegt un hen zu se gesagt, wann der Schoh immer wär, dann deht ichse autseit miete. Se wäre sättisfeit un ich sin mit die Schentelmänner zu die errehbien Gehrls gange. Mer hen Stets in die ??rontroh gehabt un ich hen gar nit abwarte könne, bis -der Schoh gestart Hot. Die Band Hot in einem fort gespielt un ich denke, se hen nur warte wolle, bis e größeres Kraut beisamme war. So bei un bei Hot sich das Tent gefüllt un der Thierekter Hot bekannt gemacht, daß jetzt der Schoh starte deht. Der Körten is dann auch end lich gerehst morde un es sin so ebaul zwanzig junge Lehdies in Kastjuhms an die C:ehtsch komme, die Ware auteseit. Jeder in die Ahdjienz Hot den Hals gestreckt, als wann se von Robber wäre un ich hen mei Auge uffgerisse, daß se mich fascht eraus gefalle sin. Grad wie das Dänze Hot starte solle', da kommt en Feller zu mich un Hot gesagt, ich sollt emol gleich heraus komme, es wär ebbes gehäppend. Off Kohrs hen ich den Schoh Schoh sein losse un sin autseit un do Hot mich der Feller mit in. die Mennatscherie genomme. bis zu den Leienkehtsch. Wie ich en Blick nach den Kehtsch geworfe hen. vo sin ich purtiniehr gefehndet. Denke Se nur emol an, do Hot der Willie an den Flohr vor den Kehtsch geleqe un der Leien Hot immer an ihn erum geschlappert un Hot gehault, als wann er in vier Woche kein diesendes Dinner mehr gehabt hätt. Ich kann Jhne sage, ich hen ein Schimmer nach den innern kriegt. Wie ich Widder e wenig riekowwert hatt, do hen ich en schrecklicke Foß gerehst. ' Ich hen mich uff den Heller gestürzt, Wi7 den-Leien in Tschahrtsch gehabt Hot. un ich denke, ich hätt ihn in dausend Stickelcher verrisse, wann er nit viel stärker wie mich gewese wär. Er 'Hot gesagt, ich sollt kein Fühl auZ mich mache, der Bub wär in den Kehtsch sehfer als wann er in e Strittkahr reide deht. Gleich druf Hot er den Willie Widder autseit gelosse un der Bud dit geschmeilt un is so praud gewese - wie alles. Ich hen dann auch ausgefunne, dan der Leien nur noch aut mm

Haule.wär, vay er rem emzrge Jaon

mehr hatt un daß ihn der Mannetscher schon lang an den Pehperrecksmann verkauft hätt, wann er nit noch ganz gut for den Drick zu juhse war. daß mer en kleme Bub zu ihn losse debt. Sobald er awwen emol anfange deht, stch for die kleme uwe zu ferchte, dann deht er doht geschosse wern un aus sei? Schkinn dehte dann herschledderne Handschuh ' gemacht wern. Well ich hen qesehn, daß ich mich blamirt gehabt hen, awwer die Schkehr vergeh ich doch mein ganzes Lewe nit. Mir war die ganze Freud an die Fehr genomme. Die Kids hen ganz annerscht gefühlt. Se hen gesagt, so e große Zelt hatte se noch me gehabt. Well, ich hen se dann nach die Goldmein genomme. Mer Freunde hen mich Widder mit nach die errehbien Gehrls nemme wolle, awwer ich hen gesagt, nosser, wir warte hier an die Autseit, bis die Kids Widder komme. Well mer hen so ebaut zehn Minnits gewart, un.do hen mer uff einmal e große Foß inseit gehört. Die Piebels sin dorch enanner geronnt un do hen ich reiteweg gewußt, daß die Buwe Widder ebbes angestellt hatte. Ich sin so schnell wie en Hund gauzt mseit un do hen mer denn die Bescheerung gehabt. Wie die Piebels in den Graund gewese sin for die Goldmem zu sehn, Hot einer von unsere Kids ebbes sparkele sehn. Er Hot gedenkt, er hätt en Tschonk Gold gefunne un Hot's losreiße wolle. Es is awwer en Bräßbotten gewese un wie er dran gepullt Hot, is alles elektrische Leit in die Mein ausgange un e alte Lehdie Hot in die Darkneß en Mißstepp gedahn un is in en Pand gefalle, wo unner den Graund war. Well, es war e schreckliche Kandischen un ichs hen erscht Widder besser gefühlt, wie ich die Rohl gekahlt gehabt hen un hen ausgefunne, daß ich kein von die Buwe schei gewese sin. Mit allerhand RiegardZ . Juhrs Trulie, Meik Habersack; Eskweier un Scheriff von Apple Jeä Holie Terrer Kauntie. Treue eines Hundes. Ein Kaufmann zu Münden besitzt einen Terrier, ein äußerst wachsames und anhängliches Thier, das nur den einen Fehler hat, durch fortgesetztes Bellen die Nachbarn zu stören und zu Klagen zu veranlassen. Infolge dessen hat dn Besitzer den Hund wiederholt verkauft, doch das treue Thier litß sich nirgends halten; sobald man ihn losließ, eilte er sofort wieder nach Münden zurück und fand sich voll Freude bei seinem Herrn wieder ein. Neuerdings wurde nun der Hund an einen Gastwirth verkauft, und dieser verhandelte ihn nach Breslau.' Nun hielt man ein Wiederkommen für ausgeschlossen. Kaum aber war das treue Thier in Breslau, so wurde von dort auch schon gemeldet, daß es wieder verschwunden sei, und als letztmorgens das Dienstmädchen seines früheren Herrn 'in Münden die Hausthür öffnete, stand der Hund davor, der alsbald seiner Freude, wieder daheim zu sein, den lebhaftesten Ausdruck gab. Wie es dem treuen Thiere möglich gewesen, den weiten Weg von Breslau bis nach Münden zurückzufinden, das wird wohl sein Geheimniß bleiben, an der Thatsache ändert das nichts. Jetzt aber hat sich sein Herr doch entschlossen, den Hund nicht wieder zu verkaufen. Der Ortssinn des Thieres muß ganz ungewöhnlich entwickelt sein; das Thier wird doch sicherlich eir'". Theil ver Reise nach Breslau mit der isenbahn gemacht haben. Daß es ihm trotzdem gelang, sich nach Münden wieder durchzusinden, wäre eine großartige Leistung, wenn sein neuer Herr ihn nicht etwa mit auf die Reise nahm und so in die Nähe der alten Heimath bracbte. ' AusAnlaßderGeburt des italienischen Thronfolgers haben die Mailänder Sparbanken befchlossen, 2y2 Millionen Lire für die Begründung von Kinderheimen in der Lombardei und für Unterstützung Bedürst'ger zu stiften. Die Kinderinstitute sollen nach dem Prinzen von Piemo.n benannt werden. Bei einer Versteigerung von Saatkartoffeln auf der Londoner Kartoffel - Ausstellung erzielte. eine vom oerühmten schottischen Kartoffelzüchter Findlay ausgestellte neue Art das Angebot von fünfhundert Pfund Sterling für das Kilo, für die nächsttheuere, Perle" genannte Art wurden fünfundzwanzig Pfund Sterling für das Kilo gezahlt. DerDampfer Hans Wot.rmann", welcher vor Kurzem in Hambürg eintraf und der in der Biskayabai einen heftigen Orkan zu überste hen hatte, brachte als streng bewachten Gefangenen den italienischen Arbeiter Antonio Simon mit, welcher im Mai ' bei Karibik während der Bahnfahrt im Waggon den MarineOberleutnant Herrmann, den Seesolbaten Kiesling sowie einen schwarzen Bremser ohne jeden Grund durch Revolverschüsse verwundete, dann vom Zuge sprang und entfloh. Kiesling erlag di?ser Verwundung. Seitdem Simon ergriffen worden ist, spielt er den wilden Mann und soll nun, -ehe er vor Gericht gestellt wird, in einer deutschen Irrenanstalt auf seinen Geisteszustand untersucht, werden.

Feuer - Signale

. PnmZylv Viurdt ; Tnglish'A Opern-Haus 1 SastundN'ttDorr t Noble und ZAchigan ' 91. jjalev u. Slafi 8ü Pine und NorH Market und Pine I Vermont nahe Last 3lo. 8 Spritzenhau Waff. 9ük nahe 21--5U Teuvare und Wclnuz 4 6. Jersey u Centtal Ä. i5 Nah und Eorneli Sv sh uvd 11. nahe ' ' Park Ave und 12 E Columbia undHtllsid 9 Highland Ave u.PraU 51 JllinoiZ und St. Jo 13 Pennsylv. und PraU h Meridian uns II. Et? No.k Sprinhaut iS. nahe JllinoiZ :s Senate Ave .StTIatr JllinoiZ und Vichigan '.9 Detshlvania und 14. : Senate Lve. und IS. i 9to. 1 Spritzenhaus Ins Äre naheWichiga Veridia und Salnut 4 California Vermont 6 Blake und New gort t Ind. Av. u. St. Clatr 5 Sity Hospital Llak und Norty Michigan und Lzye 4 No. 6 Spritzenhaus Washington nahe Oeft Ssendorf u Sash. Missouri New ForS tö Vieridian u Wash A Jllinoii und Ohi tr Capitel Skv. u Wash 49 kmgan'S Porkhaul Straßenbahn Stüll 33. Washington Bit u No. 10 Spritzenhau JllinoU u errill Illinois u Loutflana Wekund South West und VcEartY Senat v. u Henry VI Meridian und Aay 5k.Epr!tzhaLt . Itadiso v. u orris Ü Wadlon Lv. u Dunlop No Haken Leiterhaus South nah Delawari Pm.u Merrill a Dlawan . Zvkrtartv n aztndcL5 U New Jersey u.VerrQ 7 irg.v.radsha Eaft und Prospekt 9 Bicking und High n No. 11 Spritzenhaus LirAv.nahHur n 4ft und Georgi fi Ekdar und Giri T4 Davidson u Geornta n English Av. Pin ft Chelbv und Bäte ' No. 3 Spritznchau Prospekt nahe Ehelbh gleicher Av. u Shelby st' Market u. New Jersey Delsvare und Wash. East u Washington New York u.Davidsor Taubstummen ÄnstaU ;$ Ver. Staaten Arsenal 7 Oriental und Waff. Frauen-Reformat. '1 No. 13 Spritzenhaus Maryland nahe Tta, Meridian u. 'Vtcvqia. 3 Meridian und Louth 4 Pennsvk u. Louisiana Virgini Ave u. Alab. 5 Harptquarticr. 47 Grand Hotel. 8 Tapital Ave und Dhl 'S No. IS Spritzenhaus 1. und Lsh. n Alabama und 18. ü Central Ave und tf. li Aandes und 15. n Brookjide und Jupit 38 Central Ave und 17. 29 Delaware und 19. II Alabama und 11. ? Bellefontawe und t. u College Av und . "6 Delaware und 13. z Alabama und NortZ 3? Nevmann und 19. 55 College Ave und 14 39 Cornell Lve und IS, 41 Dandcs und 19. 42 Highland Ave und 10, 43 Tecumseh und 10. i5 New Jersey and 2. 46 Sllvord und 17. 7 No. S Spritzenhaus Hiksid Ave und I, ä College Ave und 2. (9 College Ave und VI. 52 Park Lve und 22. 63 LSu. W Lahn u. 22. 54 Ramsey Ave und 10. 56 Stoughton u Netvma 57 Atlas und Pike. 8 Blohd und Pawpaw. 69 No. 21 Spritzenhaus Ärightwovd b Arden und Depot 3 Brightwood und 25. 4 Rural und vloyd 5 Et. Tlair u. Keyswn 7 Arsenal Av un 23. 8 eUefontatn unk . m Park Et tob II 212 Capital 5v und ?. 513 Penns ,lv. u. Vich 2!4 Illinois und 20. 215 Senate Ave und i. 216 Pennsvlvania und 22 l? Weridian und 1. 21? Capital Ave und fc , 219 Broadway und 10. 31 Illinois ,md VtrLes 234 No. 14 Spritzenhaus Kenwood und 30. 35 Illinois und 53. 236 Annktta und 30 237 No. 9. SpritzenhZu Udell und Raoer 138 UdeU Ladder sEorfl 239 Jsabel und 27. 241 Meridian und 24 24'Jllmoisu St.Clau. 243 Cldrldge und 23 212 West uud Wainut 13 West und 12. 214 Howard und 16 815 Torbet und Pack 216 Capital Lve und 217 Northwestern Lv UA 21 Gent und 12. 219 Canül und 10. 324, Sere,Uw Works 224 Vermont und Lyn 225 BiSmarck u Srandvlet: 26 No. 29 Spritzenhaus Haughville. 227 Vichigan u. Holmes, 22 ZZlichigan u. Concord 241 West und VtcJntvr 412 Missouri u. 3&ahta 413 SKftouri und fthio 415 Capital Lve U'öesrgw 416 ZKiisouri u enttuky Ll, 417 Senate Av u. Wash. 21 P und S swndbaus 93. Washington. 422 Irren-Hospital. 424 VÄeyAveu.JDuZkd 425 Wash and Harr 426 No. 1 Spritzenhmch W. Washington 427 Oliver und virch . 423 Oliver und Osgood 429 Nordhke und ZZork 431 Hadley LveiuVorri 432 River Ave u. rr 454 River Lve und Key 435 Harding . ig 4 R ? 436 Harding und OQvei 4Z7 o. 19 eprijenhZ VUxrii und XtazMn acoscac? 446t0tfhcstj 451 Steiiiuc ud 452 Howard und See 452 Etrnt ttnl) tat M Saatbett tnb BCx&si 457 Nordhk Ctx m. l& man Works KZ Lefild BIS enwcky Ave 514 Veridia und VtsxtA 516 JlinoiZ KN ZZ 517 Worris und Dakota 513 Morris und Chura) 519 Capital A. u StcCax, 621 Meridian und Paw? m Pine unl) cid 524 Madisor.Ave u Linttw 926 Meridian und VeU ZA S27 Carlos und Ray 52 Meridian und Arizon S29 idian u.NahNond 531 Meridian u. VrCat, t S52 No. 17 SpritzenkA? MorriS nah West 62 MeKeraaund Dou?V. 1 Last u. Lincoln Im 614 East und Beecha 615 Wright uns Sander 617 McCarty und LN 61 New Jersey u tr A 712 Spruc und Prospee, 1U Engksh Av. u, LaurU 714 State Ave u.ttS -715 Shelby und Beech 71 State Ave und Oran? 71 Orange und Lsun! 719 Shelby u. Gedopt y 721 LtiingtonL.u Lauch 723 Fletcher vu. Spru 724 Stote Ave u. Pkasan?' lü Prospekt und leasanZ 726 Orant und Harla? 73 Liberty und Mea 722 Noöle und South , No. 15 Spritzenhaus Ost Washingto v tt Warkt und Neble -. k!4 Ohi04t. Highland Lv 515 Michigan u. Highlans Sl Markt rrsenslL BIT Oft C5V lair unk Union Vah Geleise. gi Vn Handle Shops -W2 Vermont no WaltZ 824 Wash. und etatc LZ, e&5 VUrdden' Beunfl ?a 626 Tk und Dorsch 27.Oash.undeviLe 839 No. 12 Spritzenhaus veville mche Wchigs, 1 Southeafier La Woodftde. K52 Waft. und Dearbtt,. 24 Southeafter ku Arsenal Ades 25 New Vork uxd ZcXtf ; 12 Mnois und Karhi ! 12 JLwois und fSarfel 14 Penn, nd Baft i5DlZare nd V& . vpezial.Oignsle. krsten 2 Schläge, pveiter Alarm, dveiten 2 SchlZge, dritter Alarm, Oritten 2 Schläge, dierkr Alarm. i--l, Feuer aus uud Schlauch ausgervS. .Schlag, köafserdruck ab. Echläge, 1 Lhr Mittags. ie so lzeichnet Signale wrdm n do Thür ächter angegebe da a d betl'end LtnisV reujungeR keine AltremVen tnaeblot f&k , ' I Durchlaufende Züge. t söMs

v mm

Die einzige Linie, welche Passagiere und Gepäck in dem QnSstellngsplatz'lan det, ehe der Zug in St. LouiS einfährt. 0 C C n Waggon Exkursion ' jeden Taq, OUiUU ausgenommen Freitags und Samstags, giltig für 7 Tage. 83 0() iagV00, lUiö fÖt 15 Abfahrt von Indianapolis 11 .50 Uhr Vormittag? und 11 10 Uhr AbendS. Ankunft auf dem AuSstellungsplatz 7 Uhr Abends und 7:40 Uhr Morgens. Stadt.Osfice: 8 Nord ZllinoiS Str.