Indiana Tribüne, Volume 28, Number 66, Indianapolis, Marion County, 8 November 1904 — Page 5

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2er Krieg im Tonto-Belken.

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Geschichte einer Aena'er Blutfehde. Neber 30 Menschenleben forderte sie. Nur Einer hat sie überlei t. Folge deS Jnterencnstreites zwischen - Horn Vieh und Schafzüchtcrn. Wohl baben Kentuckv und WestWirgZnien manche noch verlustreichere . Fehdekriege aufzuweisen, als derjenige 1 im iorno - eaen von Arizona; aber letzterer- nimmt eine eigenartige Stellunq ein. da er den ersten scharfen Zusammenstoß der Schafzüchter und der Hornviehzüchter unseres Nordwestens bildete. Zugleich ist er unter diesen Zusammenstößen der einzige, der sich über eine Reihe Jahre hingezogen hat; eine so lange Fehde zwischen bestimmten Partien in der Viehweide - Welt ist etwas Unerhörtes. Und an erbittertem und verzweifeltem Charakter sieht diese Fehde hinter nichts Aehnlichem zurück! Man darf ihre Geschichte abschließend behandeln: denn von allen daran Vetheiligten schleppt sich nur noch ein Einziger im irdischen Jammerthal herum! Schon die zwei Opfer, welche im heurigen Sommer noch in's Gras beißen mußten, standen nur indirekt mit diesem Krieg in Verbindung, obwohl ihr tragischer Tod ein Nachspiel der greulichen Kämpfe war. und der Boden sozusagen noch immer heiß und explosiv genug ist! Die kriegführenden Parteien in dieser Fehde sind oder waren die Grahams und die Tewkshirys. Jahrelang hatten sie einträchtiglich im TontoBecken Viehzucht getrieben .und auf ganz freundschaftlichem Fuße mit einander verkehrt. Das war . aber nur der Fall, so lange die beiden Sippen sich nur der Hornvieh - Zucht widmeten. An einem verhängnißvollenTage fiel es den Tewksbury's bei, auch Schafe in diesem Becken zu halten. Und der Anblick der verhaßten Schafe auf einem Gebiet.. welches sie sozusagen als geheiligten Boden für die amerikanischen Stiere .betrachteten, war für die GrahamS zuviel! Zunächst protestirten sie heftig, aber vergeblich. ' Denn die Tewksbury's sechs schneidige junge Burschen mit einem Gemisch von Jrländer- und Indianerblut ließen sich durch nichts von einer Sache abbringen, auf die sie einmal ihren Kopf gesetzt hatten. Sie ! beantworteten die Proteste der GraLams damit, daß sie noch mehr Schafe kauften. Und so brach die Kriegsfurie los, und die ganze Umgegend nahm für und wider Partei. Auf die Seie der Grahams fchlugen sich vor Allem die Gow Punchers" von der Hashknife Viehweide. Sie betrachteten aber die Fehde anfänglich nur als einen riesigen Spaß, und so ein Bischen Krakehl mit KnallEffekten gehörte ja zur Würze ihres "Lebens.- Den räudigen Schafhirtenerwartete man schnell genug Mores zu lehren,' indem man ihrem vierbeinigen Gefolge die blauen Bohnen zu kosten gab, dann würde das zweiTtrtSs fr(s Zrfy f t sf&n VW tt itW V V tU JUVIk V V 41 V 4 V 4 verziehen. '. .Die aktiven Feindseligkeiten begannen, als einer der Tewksbury'schen Schafhirten . auf Weideland erwischt wurde, welches man als einen Theil des Hashknife'schen Ranch -, Eigenihums beanspruchte nach dem schönen Grundsatz, daß der thatsächliche Besitz neun Zehntel vom Recht bildet und sich fluchend weigerte, das Gelände zu verlassen.' Zur Warnung und Demüthigung wurde seinem Schäferhund das zottige Dasein ausaevustet. Die Tödtuna eines. Sundes WVU ll VU W'UJ IUlf, iUClUCl, ri t n n -w wir w-y a n r m 1 i ri- -w m n w i m ! n. r i ' y r . r einem wen imen fecnarmricn aunetiint , , , , V J't if werden kann! Wüthend lief der Schäfer zu den Tewksbury's zurück und berichtete das .Vorgefallene. Er wuroe mit zwei anoeren ewassnelen wieder aus oen Schauplatz gesandt, um die Heerde zur . ..c: , jc - er. ununciizuu((ngcn, rocicqc oic iflinos I lümmel'nach allen Richtungen zerstreut hatten. Die Cowboys umzingelten die Drei, und diese zogen sich nach einem Punkte zurück, der einmatürliches Fort bildete. Nachdem einen ganzen Tag hindurch viel herüber und .hinüber geschossen worden war, gelang es der Schäferpartie in mondfinsterer Nacht, nach dem Hauptquartier der Tewksbury's zu entkommen, wenn auch mit einigen Wunden. ' Zu den Verbündeten der Tewksbury's gehörte der Sheriff Houck vom County Apache, sintemalen er selber ein Schafzüchter war. Dieser machte sich prompt aus den Weg, um Haftbefehle gegen die Graham's und ihre Gefolgschaft zu erlangen. Er hatte aber zu diesem Behuf 100 Meilen zurückzulegen, und in feiner Abwefenheit gab es veihängnißschwere Entwicklungen. Der Hashknife Gewalthaufe und die Graham's erlangten Verstärkung vom Hogolian - Gebirge her und wollten einen entscheidenden Schlag füh- . ren. Auch den Tewksöury's kam dies 'zu Ohren; sie ließen sich aber nicht einschüchtern. Mit indianischer Schlauheit verlegten sie ihr Lager thalabwärts nach einer Blockhütte, vonder sie eine beherrschende Aussicht nach allen Seiten weithin hatten und zugleick selber gut gedeckt waren. Selbstverständlich waren sie gUt mit Munition ausgerüstet. Mit so fester Entssssenbeit. wie General Stoessel in Port Arthur, erwarteten sie . den

Feind.

Als sie eines TageZ beim Mittagsmahl safte, kamen fünf Berittene dader, lauter fremde Rindslümmel von der anderen Seite des Gebirges. Vor dem Blockhaus machten sie Halt, und Jim Tewksbury trat vor die Thür und fraate nach dem Begehr der Herrschassen; sein scharfes Auge hatte sofort bemerkt, daß jedes der Pferde ein Hashknife - Zeichen, hatte. Der Führer der Partie antwortete mit der Frage, ob sie hier eine Mahlzeit Be kommen könnten. Tewksbury erwiderte bedeutungsvoll: Wir halten kein Hotel." Der Ton, in welchem diese Worte gesprochen wurden, war so gut wie ein Signalschuß, und so. fort war die Schlacht im Gange! Blitzschnell hatte 'Jim einen der Cowboys vom Pferde geschossen, war in die Thür zurückgetreten, und eine mörderische Salve krachte aus dem Haus. Ein zweiter Rinderhirte fiel todt aus dem Sattel, und der Führer der Partie, ein gewisser Tom Tucker, stürzte sckwer verwundet mit seinem erschossenen Pferde, das übe? ihn fiel; fünfmal wurde er getroffen, feuerte aber "wieder, bis sein Revolver leer war. ' , . s " Die Tewksbury's hätten der ganzen Partie das Lebenslicht .auspusten können; indeß zeigten sie sich einigermaßen großmüthig. Einer der verwundeten Feinde wurde sogar in'dasBlockHaus gebracht und verbunden, worauf man ihn an einer Stelle ließ, wo seine Freunde ihn leicht finden 'konnten. Solche Großmuth - Akte kamen später nicht mehr vor! Vorübergehend jagte das Schicksal dieser vorgeschobenen Partie ihren Auftraggebern doch Schrecken ein; aber dann organisirten sie. einen RacheFeldzug größeren Stils. Um diese Zeit erschien auch der Sherisf Houck mit seinen Hastbefehlen wieder auf der Bildsläche, die Rindslümmel lachten ihm bloß in's Gesicht, und er sah, daß ohne eine starke Streitmacht gar nicht' an die Vollstreckung der Hastbefehle, zu denken war. ', Mit weiteren! Verstärkungen rückte die Graham - ,Sippe in's Feld und umzingelte den Schauplatz des obigen Kampfes, fand jedoch nur das verlassene Blohaus vor. Die Tewksbury's und ihre Mannen hatten auf einem hohen Hügel, welcher auch in Vortheilhafter Nähe von einer Quelle lag,

Quartier bezogen und sich vorbereitet, eine längere Belagerung zu bestehen. Sie wurden von den Graham's umstellt, weicht es indeß vorerst für das Geratenste hielten, eine Aushunge rung zu versuchen und sich bis dahin auf gelegentliches vereinzeltes mutet schießen zu beschranken. Nach mehreren Tagen verließ Jim Tewskbury spät Nachts das Lager, um Wasseraus der Quelle drunten zu holen:, er hatte aber nicht versäumt. seinen Bruder Ed. der ebenfalls cm Auge falkenhelle" hatte, auf einen hohen Felsen zu postlren, damit er ihm bei Gefahr einen Warnungsruf sende. 1 ' , i rst (5s war monoyeu, uno in oer erne konnte man einen Mann sehen. Jim erreichte indeß unbehelligt die Quelle; als er aber aus der Rückkehr war, vemerkte er im Thau die Fährte eines anderen Mannes, die quer über seiiu eigene ging. Ohne Weiteres hängte er dieWasserCantine über seine Schulter und machte' sein Gewehr gebrauchsfertig. Da- erscholl der verabredete Warnungsruf von. seinem Bruder. Jim feuerte ohne, sich umzuwenden, über seine Schultern hinweg und lief dann so schnell wie möglich nach dem Lager zu. Dort erfuhr er erst welch einen Meisterschuß er gethan; ein Cowboy, der ihm folgte, war gestürzt, und später hatten ihn Andere weggetragen, unter beständiger Gefährdung der Tewksbury'schen Kugeln. Uebrigens wurde er z". spät'weggebracht: er verblutete an der schweren Wunde, die er in den ..Oberschenkel .erhalten hatte. Dies und einige - andere schlimme Erfahrungen Ler Belagerungs-Streit-macht führten zur Aushebung der Belagerung; aber ein flotter GuerillaKrieg wurde jetzt betrieben, mit wechjtlnbern Glück. Eines Morgens, kurz nachdem Will" Graham auf dem Rückweg von einem Tanzvergnügen zu Phoenix erschössen worden war (später stellte es sich heraus, daß das nichts mit dem Kriea zu thun gehabt hatte, aber es wurde darum doch nicht aus dem rothen Rachebuch ausgewischt!) gelang es den Rinderhirten, die Tewksbury's in dzn Hügeln zu überraschen, ehe sie, ihre ganze Streitmacht concentriren konnten. John Tewksbury und Ben" Jacobs waren gerade nach ihren Perden gegangen, als plötzlich ein heftiges Feuer eröffnet wurde. Beide Gcnannten blieben todt auf dem Platze, von vielen Kugeln durchlöchert. Die fünf anderen, welche augenblicklich' zur Partie gehörten, hatten das Lager noch nicht verlassen; sie unterhielten von' dort aus ein wirkungsvolles Feuer, durch welches sie ihre. Gegner den ganzen Tag in Schach hielten. Nachts aber bewerkstelligten sie einen verstohlenen Abzug. Die nächste wichtigere Kriegsaktion ereignete sich drei Wochen später, und auch in diesemFall griffen die RinderHirten frühmorgens die TewksburyLeute an. Manche dieser schliefen sogar noch in ihren Decken, als der Kampf losging. Es gehörte indeß nicht viel dazu, sie zu erwecken, und ihre Schießeisens lagen zu sofortigem Gebrauch neben ihnen. Wohl hatten die Schäfer einige Verwundete, aber

sie kämpften so schneidig, daß die Rindslümmel bald einen Todten und einen tödtlich Verwundeten hatten: zwei ihrer besten Leute Namens Middleton und Ellenwood. - Das war an genblicklich genug für sie, und sie zo gen sich mit ihren Todten und Verletzten zurück. Solche Zusammenstöße gab es noch mehr; doch ging der jahrelange Krieg größtentheils in eine Reihe vereinzelt ter Meuchelmorde über, was man so. im Jagdleben pot &liooting" nennt. Dabei mukte aber Einer nach dem Andern dran glauben! Von zehn eisenfresserischen Kerlen, welche von den Grakams lediglich zu dem Zweck importirt worden waren, die Tewks-bury's-zu vernichten, blieb auch nicht ein Gnziger am Leben! Doch den unmittelbar Betheiligten ging es nicht besser,- als ihren Söldlingen, und zwar auf beiden Seiten. Gewöhnlich haben bei den Kämpfen zwischen Rin-der-und Schafhirten die Letzteren bei Weitem den Kürzeren gezogen; im vorliegenden Fehdekrieg aber waren die beiderseitigen Streitmächte einander in jeder Beziehung würdig. Dafür waren es auch so ziemlich" lauter waschechte Amerikaner, und keine Dagos" u. dergl. waren darunter, wie es sonst auf Seiten der Schäfer sehr häufig ist.' ' . . - Von der Tewksbury - Sippe waren schließlich nur noch zwei am Lelen. Es muß übrigens hier noch bemerkt werden, daß der V a t e r der Tewksbury's in diesem ganzen Fehdekrieg nicht mitzurechnen ist; er hatte sich dem Rummel vollständig ferngehalten und wurde von den Grahams denn auch allezeit als nicht-kriegführende Partei anerkannt. )enn den dämonischen Charakter einer Vendetta, welche ihre Opfer auch unter jedem zufälligen Anverwandten ohne Rücksicht auf Alter und Geschlecht sucht, hat dieser Fehdekrieg doch größtentheils nicht angenommen. Nur wer mitgegangen" war, der wurde ohne Ausnahme auch mitgehangen", vorausgesetzt, daß er mitgefangen" werden konnte. Endlich wurde John Graham, das Oberhaupt der Viehhirten - Partei, des langen Kampfes müde und zog nach Temple, Arizona, weg. Im Laufe des Jahres 1892 jedoch kehrte er nach dem Tonto - Becken zurück, brachte sein Hornvieh zusammen und trieb dasselbe weg. Er. konnte dies ohne friedliche Unterbrechung thun; doch er war für die Kugel markirt, und siehe da! sechs Wochen, später wurde er in der Nähe seines eigenen derzeitigen Heimes niedergeschossen und tam nicht wieder auf. Er lebte indeß noch lange genug, 'erklaren zu können, daß Ed" Tewksbury und ein John Nhodes seine Angreifer gewesen seien. Dies führte auf's Neue dazu, daß die Gerichte mit der Fehde beschäfiigt wurden. Tewksbury und Rhodes wurden in

Hast genommen und nach Phoenix zum Prozeß gebracht. Eines Teges, mitten in einer der Verhandlungen dieser Angeleqenheit, zog die Wittwe des Erschossenen , einen. Revolver aus ihrem Kleid und versuchte, Nhodes in die Ewigkeit zu spediren; ihr Vater aber, der gleichfalls noch, nie zu den Kriegsührenden gehört hatte, fiel ihr inden Arm. und der Schuß machte blos ein Loch in der- Decke der Gerichtsflube. Rhodes wurde übrigens freigesprochen und dann von bewaffneten Freunden schleunig aus dem Städtchen gebracht. . Er ist inzwischen gleichfalls in der Versenkung verschwunden. Tewksbury wurde schuldig befunden; doch setzte es die Vertbeidigung durch, daß ihm ein neuer Prozeß gewährt wurdeund er wurde dann gegen angemessene Bürgschaft auf freien Fuß gesetzt. Schließlich wurde die Anklage gegen ihn ganz gestzichen und dieser Tewksbury erfreut sich noch heute zu Globe, Arizona, des rosigen Lichtes als der einzige Ueberlebende des Tonto -.Becken-Krieges. Er hat auch gute Aussicht, nicht in seinen Stiefeln zu sterben besonders, wenn er sich jenem unHeimlichen Becken fernhalten sollte. Udber 30 Todte hat diese Fehde in ihrem unmittelbaren Verlauf ' gefordert, also die beiden unglückseligen Schafhirten nicht eingerechnet, die, wie Eingangs erwähnt, im Laufe des heurigen Sommers ebenfalls im Tonto - Becken erschossen wurden, weil sie die Verwegenheit gehabt hatten, die, längst von den Viehzüchtern des Beckens gezogene Tcd:sgrenze" zu überschreiten, und auch ungerechnet so manchen Anderen, der als beiläufige Folge des Krieges den .Staub küssen mußte. Die Hornvieh-Züchter, wenn auch nicht die Grahams, sind die controllirende Macht .in dem Becken geblieben, und sie haben' nicht wieder solche Gegner gefunden, wie die Tewksbury's es waren! , D e r P o st t l l o n d'a in 0 u r. Stutzer: Was sagte denn das Fräu--lein, als Du ihr meinen Brief und den Rosenstrauch brachtest? Diener: Alter Esel! Aber es ist nicht unmöglich, daß sie mich damit gemeint hat. Eine gehors ame Tochter. Vorhin bist Du wieder mit dem Referendar unterm Schirm gegangen sbgleich ich Dir verboten hatte, von seinem Anerbieten je wieder Gebrauch zu machen!" Hab' ich auch nicht, Papachen, diesmal ist er unter meinem Schirm aeaanaen!"

Allerlei fiir'ö HauS.

Z u r H e r st e ll u n g v o n P a piermachs verwendet man altes Papier, durch Kochen mit Wasser in einen gleichförmigen Teig, entwässert denselben durch Auspressen, mischt ihn mit einem Bindemittel (Leim, Gummilösung, Stärkekleisier),.auch wohl ntit Sand, Thon, Kreide, Schwerspat und drückt ihn in geölte Formen. Nach dem Trocknen werden die geformten Gegenstände mit Leinöl getränkt und bei höherer Temperatur gebacken. Man fertigt aus dieser Masse Dosen, Figuren, Zellen für galvanische Gemente, Zuckerformen und allerlei Spielwaaren. Eine andere Sorte Papiermache besteht aus Papierbogen, welche mit einem Gemenge von Leim und Kleister übereinander geklebt werden und zwar häufig auf Holzformen, welche man in solcher Weise mit einer starken Papierlage überzieht. Nach dem Trocknen werden die Gegenstände abgedreht, behobelt und lackirt. .Buntfarbige Ledert as ch e n, die durch Regenflecke dunkler geworden sind, reibt man zunächst mit einem weichen in Benzin getränkten Wolltuch ab, dann mit einem Seidenläppchen trocken und . bürstet sie, wenn das Leder dunkelgelb ist, mit einer in ganz fein pulverisirten Oker getauchten Bürste. Ist das Leder hellgelb, so muß dem fein pulverisirten Oker ebensolche Schlemmkreide zugesetzt werden. Der beste und haltbarste A n st r i ch für Balkonöl ist mit gutem Bernsteinlack überzogene Oelfarbe. Der Lack darf erst nach dem Trocknen der Oelfarbe aufgetragen werden. Es werden jetzt aber auch empfehlenswerthe Lackfarben in Kirschroth, Ma-hagoni-und Nußbaumbraun usw. fabrizirt, die, den Vortheil haben, sich leicht streichen zu lassen und nach einbis zweimaligem Ueberstreichen vollständig zu decken. Eine vorzügliche Seife fürWollwäfche bereitet man sich leicht selbst folgendermaßen: In einem Pint siedend heißem Wasser löse man ein Pfund Sodaseife auf, und in einem-Pint ebenfalls heißem Wasser i4 Pfund kohlensaures, crystallisirtes Natron. Wenn beides ziemlich abgekühlt ist, gießt man es zusammen und verrührt es aut. Nach dem Erkalten ist es eine ganz feste Masse, die man in Stücke in beliebter Größe zerschneidet. n"$lecke in Zeichnungen. Diese entfernt' man, indem auf die Stelle Speckstein, Federweiß und Magnsiapulver gebracht, im Nothfalle weißes Filtrirpapier, aufgelegt und die Auflage mit käuflichem Wassirstoffsuperozyd durchtränkt wird. Man läßt einige Stunden einwirken nd Entfernt dann die Auflage mittelst eines Pinsels. Wenn nothwendig, wiederholt.man diese Operation. Auf diese Art werden Flecke von schwarzem Kaffee aus. einer werthvollen. Planzeichnung ohne Radiren mit Messer oder Gummi vollständig . entfernt. Auch Rothweinflecke verschwinden vollständig. Die Tüschlinien werden hierver nicht angegriffen. ' ' Um Metall - Gegenstände vor dem Anlaufen zu schützen, überstreiche man dieselben mit durch Weinaeist verdünntem? Kollodium; jedoch muß beim erstmaligen Bestreichen der Ueberzug gleich m der gewünschten Stärke aufgetragen werden, weil bei nochmaligem Ueberstreicken gewöhnlich Flecken und -kleine 'Bläschen entstehen. So behandelte Gegenstände behalten,

wenn sie sonst nicht im Gebrauch sind, jahrelang ihren reinen Metallglanz. Sehr vort'heilhast ist dieses Verfahren namentlich bei Denkmünzen, Prunkgesäßen, Tafelaufsätzen und dergleichen, welche nie oder nur selten in Gebrauch genommen werden, oder in Glasschränken oder offen stets zur Ansicht stehen, und welche durch öfteres Pu tzen viel von ihrer Schönheit verlieren. ... : Zur Bereitung von Hefe kocht man 2 Unzen vom besten Hopfen in 1 Gallone Wasser eine halbe Stunde lang, seiht durch und löst in der Flüssigkeit 2 Unzen Salz und y2 Pfund Zucker. Wenn die Mischung bis zur Milchwärme abgekühlt ist, rührt man 1 Pfund gesiebtes Mehl erst mit einem Theile dieser Flüssigkeit glatt und giebt dann den Rest hinzu. Nun setzt man das Ganze zwei Tage lang in die Nähe eines warmen Ofens; am 3. Tage mischt man 3 Pfund gekochte und ganz fein zerstampfte Kartoffeln eben so sorgfältig wie das Mehl dazwischen. Am nächsien Tage zeigt sich dann ein dunkler, schwerer Schaum auf der Oberfläche. Das Ganze wird nun gehörig durch einander gerührt und durch ein Sieb oder einen Durchschlag' geseiht, in einen Steinkrug gegossen, gut verkorkt und verbunden und im kühlen Keller verwahrt, wo sie sich Monate lang hält. Vor, dem Gebrauch muß das Ganze gut aufgeschüttelt werden. Hühner, besonders junge, die man zu schlachten beabsichtigt, sollte man einige Wochen vorher in einem, Käfig oder einem anderen kleinen Gelaß recht viel mit gekochten Fleischresten füttern. Die Thiere werden dabei auffallend schnell fleischig und fett. Stahlbeschläge zu reinigen. Kienruß und Olivenöl wird hierfür benutzt; man putzt dann noch mit einer weichen Bürste und gefälltem kohlensauremKalk oder Schlemmkreide nack.

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