Indiana Tribüne, Volume 28, Number 65, Indianapolis, Marion County, 7 November 1904 — Page 5
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Von E. Fahro. Sehen'Sie, meine Herren," sagte der berühmte Detektiv'Schwarz, das mit den Verbrechern ist wie mit den Kranken es qicbt heilbare und unheilbare. Natürlich sind uns die letzteren die interessanteren." STfcer," warf Charles Molton,' ein junger Amerikaner, ein, ich sollte docy meinen, daß gerade diese Ihnen die meisten Schwierigkeiten machen, und daß sie sich am schwersten fangen lassen! Sherlock Holmes sagt " Ach, was Ihr Sherlock Holmes sagt, isi mir wirtlich ziemlich gleichgiltig! Das ist eine Figur, aber kein Mensch ich dagegen bin ein Mensch, und ich versichere Ihnen, daß mir bisher noch nie ein Dieb entwischt ist, den ich ertappen wollte." Hm! Wahrscheinlich wollte er das immer nur in den möglichen Fällen," raunte Molton seinem Nachbar zu, ich kenne - aber einen unmöglichen Fall...." Nun besaß Herr Schwarz wirklich die für einen Detektiv unerläßlichen fabelhaft, scharfen Ohren und hatte diese nicht 'für ihn bestimmten Worte gehört. Mit einem ironischen Lächeln wandte er sich an den Amerikaner: Wollen Sie mir nicht Ihren unmöglichen Fall erzählen, hm?" ' Oh gern! Es handelt sich nämlich um einen Landsmann von mir, einen eleganten Gauner, dem man unzählige Male am Spieltisch, in Salons und an allen denkbaren eleganten Plätzen auf der Spur gewesen ist, und den man bisher nie hat fassen können. Er ist wie ein Aal! Längst mißtraut man ihm. und nie kann man ihm etwas beweisen er ist nämlich aus gutem Hause." : - ' Jack Billow!" sagte Herr Schwarz kurz. So! Sie wissen also schon, wen 'ich meine! Ja, denken Sie, aber, das Merkwürdigste ist, daß 'wir alle noch sozusagen mit ihm verkehren' eben weil ihm noch nie etwas bewiesen worden ist." Und weil er ein so verflixt liebenswürdiger Kerl W vollendete Herr Schwarz. Außerdem ist er ein wahrer AntoniuZ, und so viel ich bemerkt habe, sind wir gegen Männerschönheiten ebenso wenig unempfänglich wie gegen weibliche." - ' Billow ist famos!" rief ein viertes Mitglied der kleinen Tafelrunde, die in dem neuesten und luxuriösesten Hotel der Residenz beim Sekt versammelt war. Der Sprecher war ein ungeheuer reicher Eisenbaron, der erst kürzlich in den Besitz der väterlichen Millionen gekomnien- war und seine Zeit angenehm 'mit 'Nichtsthun' ausfüllte Er hatte eine Marotte, und das waren Detektivgeschichten die er am liebsten selbst miterlebte. Gegenwärtig hatte er sich für Billow begeistert, nur sozusagen als Speziali-" tät; er meinte, ein fesselnderes Studienobjekt könne es für den Kriminalisten gar nicht geben. Während die Herren plauderten, öffnete sich die Thür des kleinen Speisesaals, und der Gegenstand ihres Gesprächs trat ein. Rathen Sie, wo ich herkomme!" sagte er in seinem fremdartigen, aber fließenden Deutsch. Oder rathen Sie lieber nicht, Sie rathen ,och vorbei. Ich komme vorder Polizei." Was? Wieso? Weshalb denn?" klang es durcheinander. Nehmen Sie Platz und trinken Sie ein Glas," sagte der Baron, und dann erzählen Sie uns Ihr neuestes Märchen.Märchen? Lieber Baron, Sie bestehen darauf, alle meine Abenteuer, die ich Jhüen erzähle, unter die Märchen zu rechnen, und doch sind sie alle wahr! Alle!" Na, und das heutige?" ' Ja. das hsutige, hm es betrifft eine Dame." Ah! Erzählen Sie doch schnell! Ist sie schön?" Die Dame? Meine Herren, Sie wissen doch, daß ich prinzipiell nie mit schönen Frauen etwas zu thun habe aus guten Gründen. Sie sind mir nämlich alle viel zu anspruchsvoll. Meine Dame ist groß, hager wie ein Plättbrett, hat graugelben Teint, einen weitoeschlitzten Mund und ist die bezauberndste Person, die es aiebt." Wie reich?" fragte Herr Schwarz lakonisch. Sehr! Ich war mit ihr zusammen auf dem Ball beim amerikanischen Gesandten. Um Mitternacht hatte sie genug von dem Vergnügen und -wollte nach Hause.. Alle Wagen waren erst zu zwei Uhr bestellt, folglich mußten wir zu Fuß gehen oder haben Sie schon mal erlebt, daß eine Nachtdroschke zu haben . wäre, wenn man sie braucht? Also, wir gingen zu Fuß, und meine Dame plauderte entzückend, wie es eine moderne Frau eben thut. Wie sie gerade von Kepler auf rothe Grütze und von da auf die Praeraphaeliten gekommen war, versperren uns ein paar Betrunkene den Weg. Ich werfe den einen in den Rinnstein, inzwischen aber hat der andere die Dame zu umarmen versucht sie wehrt sich natürlich ich springe zu, halte den Burschen fest und übergebe ihn einem Schutzmann, der unglaublich, aber wahr zur rechten Zeit erscheint." Billow hielt inne, um sein drittes Elas Sekt hinunterzschlürfen.
. Na, und weiter? fragte der Varon. : Kommt schon. Was soll ich Ihnen sagen? 'Meine , Dame vermißte sofort ihr herrliches Perlenhalsband und behauptete selbstverständlich, der Mensch,-der sie umhalste, habe es ihr gestohlen. Deshalb mußten-wir zur Wache; und, nun das Tollste: die Perlenkette war nicht zu finden." Na, so was!" Sie wird sie schon vorher verloren haben." Sie liegt vielleicht auf derStraße." Alle diese Ausrufe begleitete Billow mit einem Kopfschütteln, während er ernsthaft uvd andauernd weiter trank. Billow," flüsterte der Baron, der schon sehr kleine Augen und einen sehr rothen Kopf hatte, gestehenSie mir's, Billow Sie selber hatten die Perlcn genommen! Ich sag's nicht weiter! Ich garantire Ihnen sogar Straffreiheit auf Ehre!" Sind Sie verrückt, Baron?" stieß Billow heraus, indem er stch gleichwohl gemüthlich eine Cigarette ansteckte. ' Nee! Aber müde bin ich ich gehe zu Bett, meine Herren!" Man erhob sich und verabschiedete sich. Der Baron wohnte in diesem Hause und brauchte nur mit dem Aufzug hinaufzufahren. Dieser Aufzug war eine-von den famosen Neuerungen, die überall im Hotel angebracht waren Er bewegte sich nämlich ohne Bedienung. Wer ihn benützen wollte, trat hinein, drückte auf einen Knopf, und dann fuhr man lautlos und ziemlich geschwind in die Höhe und hielt ganz nach Belieben augenblicklich an, wo man wollte. Das Hotel war wie ausgestorben, denn es war schon fast drei Uhr früh. In der Halle und in den Gängen war Niemand zu sehen, so daß Herr Schwarz der .den'Baron noch auf sein Zimmer begleiten wollte, jetzt ohne Furcht vor neugierigenLauschern sprechen konnte. - ,. - , . Mr. Billow,", sagte er, als dieser, der die Herren noch bis zum Lift beleitet hatte, -jetzt Gutenacht bot 'und sich' entfernen wollte, bitte einen Augenblick." .Das hübsche Gesicht des Amerika-, ners veränderte sich n keinem Muskel, als der Detektiv sagte: Wollen Sie mir einen Moment Jbren Hut gestatten?" Meinen Hut?" Wie kommen Sie darauf?" " Oh, Sie können ihn mir ruhig anvertrauen, ich thue ihm nichts." Aber das ist doch ein sonderbare Idee Sie wissen, wie peinlich ich mit meinen Sachen' umgehe . . ." Ja, ich weiß. Aber wenn Sie es denn ganz deutlich hören wollen, Mr. Billow ich. habe vorhin, einen Blick in Ihren Cylinder gethan er hat einen doppelten Boden.' Und die vorhin gestohlene Perlenkette befindet sich darin!" Bei diesen Worten wurde der Varon ganz nüchtern. Er wollte etwas sagen, Billow zureden, die lacherliche Verdächtigung zu entkräften aber dieser war blitzschnell in den Auszug gesprungen und hatte einen winzigen Revolver hervorgezogen. Zugleich drückte er auf den elektrischen Knopf, und der Lift fuhr langsam in die Höhe. - 'Himmelkreuz --" begann d'er Varon. Aber der Detektiv verlor die Geistesgegenwart nicht. -i Kommen Sie' Sie springen hinauf in den zweiten Stock ich warte im ersten bei der Thür des Aufzuges der Spitzbube. will von oben durch eine Seitentreppe' entschlüpfen." : In hastig'en Sätzen flogen die beiden Verfolger die Treppe hinauf. Diesmal Kaheich ihn," triumphirte heimlich Herr Schwarz, ich wußte es ja, daß ich ihn eines Tages fangen würde!" Aber er hatte ihn noch nicht! Billow hatte vorausgesehen, daß man ihn oben absangen würde, und demzufolge hielt er den Auszug unterwegs an und fuhr eiligst wieder hinab. ' Eine Minute darauf war er auf der Straße und in Sicherheit. Herr Schwarz und der Baron sahen sich verblüfft an, als sie nach einigem vergeblichen Warten den Thatbestand entdeckten. Sie stürzten auf die Wache und ließen telephonisch Leute aufstellen, die Billows Wohnung bewachen mußten. Nach einer Viertelstunde kam von einer anderen Wache die Nachricht, Mr. Billow befände sich seit zwanzig Minuten dortselbst und zwar sei er lediglich hingekommen, um seinen Ctzlinder untersuchen zu lassen, der kelnen doppelten Boden habe. Gleich darauf erschien Billow selbst amTelephon und begehrte den Detektiv zu sprechen. Herr Schwarz, sind Sie da?" Jawohl, ich bin hier." Habe lange nicht so gelacht, Herr Schwarz!" . , . Ach was, reden Sie andern Leuten ein, was Sie wollen h; weiß, daß Sie die Perlen haben.""' Wahrhaftig? Ich nlerde Sie wegen Beleidigung verklagen, Herr Schwarz! Ist. der Baron da?"' Ja, ich bin hier, lieber Billow. Was giebt's denn?" "Sagen' Sie doch dem Esel, dem Schwarz, daß er noch .nie 'o reingefallen ist wie heute." Na, das weiß er doch schon allein!" Nein, er weiß noch nicht alleZ
es exttttrt gar kein Perlenhaisvano, was heute Nacht gestohlen worden ist!" Donner - wetter!" Das ganze Abenteuer habe ich erfunden, um den superklugen Herrn ein bischen zu blamiren." Sie sind tn kapitaler Kerl, Bil-low!"-!eiß ich schon lange! Schlafen Sie wohl! Schluß!" .. Eine eigenartige Methode, sich das Leben zu nehmen, die an den Chicagoer Anarchisten Lingg erinnert, hat ein Schweizer angewandt. Er befestigte eine Zündschnur an einer Dynamitpatrone und nahm letztere in den Mund. Dann zündete er die Schnur an und wartete gedulbig, bis die Explosion erfolgte. Die Folgen waren fürchterlich. Der Kopf war in tausend Stücke zersprengt und auch der Körper gräßlich zerstückelt. Aus P i st y n, e i n e m D o rf e bei Kossow in Posen, wird folgender entsetzliche Vorfall gemeldet: Der Zögling der Sekunda Martin Skowrowski mußte seit einiger Zeit wegen aufgetretener geistiger Umnachtung dem Unterrichte feri bleiben und befand sich in häuslicher Pflege. In der verflossenen Nacht wurde er von einem Tobsuchtsanfalle heimgesucht und erschlug seinen siebzigjährigen Vater, seine Mutter und seiner. 22jährigen Bruder mit einer Hacke. Skowrowski rief nach der gräßlichen That selbst die Nachbarn herbei, die den Wahnsinn!gen festnahmen und der Polizei übergaben. JnEnglandmachtman zurzeit bei Eowes auf der JnselWigt Versuche mit Rettungsbooten, die mit Motoren ausgerüstet sind. In ein gewohnliches Rettungsboot wurde ein in einem wasserdichten Kasten befindlicher Benzinmotor eingebaut. Der Motorenbetrieb erwies sich auch für Rettüngszwecke als sehr gut verwendbar, denn das Versuchsboot machte' mit voller Besatzung 79 englische Meilen in der Stunde. 'Das Boot wurde, nachdem man eine Last, die der vollen Besatzung (13 Mann) entsprach, daran befestigt hatte, mehrmals gekentert, richtete stch aber immer - wieder auf. Zwar stad der Motor, wenn das Boot umgekehrt lag, zeitweilig still, begann jedoch nach kurzer Zeit wieder zu arbeitend Das 'einzige Hinderniß liegt in der Schwere des Motors, die sich bei Transporten usw. unliebsam bemerkbar machen dürfte; sonst sind,'die Probefahrten , zu aller Zufriedenheit ausgefallen. Seit Jahren ist die Zahl der Heirathen in Stockholm' im Abnehmen begriffen; sie ist jetzt die niedrigste in ganz Europa. Man ist darüber sehr beunruhigt und sinnt auf Maßregeln, wie dem am besten abzuhelfen wäre. Die Männer zeigen eine zunehmende Abneigung, sich durch Hei-, rath zu binden. Dabei sind die Gesetze, die .sich auf die Eheschließung beziehen, in Schweden außerordentlich dehnbar. Wenn zwei Eheleute durchaus nicht zusammenpassen, so begiebt sich einer der beiden nachdem .'nur zwölf Stunden entfernten Kopenhägen, das die nächste ausländische' Stadt ist. bleibt dort 14 Tage, und setzt das schwedische Consulat davon in Kenntniß. Das genügt als öesefeltdher fS3c weis für böswilliges Verlassen, 'und ist ein ausreichender Scheidungsg'rund. Kürzlich ereignete sich folgender Fall. Ein bekannter Bürger Stockholms,' der zum FriedenScongreß. , in St. Louis eingeladen war, zeigte von London aus an, daß er seine Frau verlassen habe, und diese wurde'sofort geschieden. In einer Wiener Vorstadtvariete wird die ganze 'Entführungsgeschichte der 'Prinzessin Luise allabendlich unter frenetischem Beifall der Menge vorgeführt, und zwar durch kinematographische Originalaufnahmen. Man sieht auf der Lewwand das Hotel Wettiner Hof von-der Giebelseite. Rechts an der Vorderfront entlang patrouillirt ein' Posten ständig auf und ab. Während dessen spielt sich hinten die Entführungs - Scene vor den erstaunten Zuschauern ab.' Mattachich und Weiher legen mit Hilfe einiger Getreuen eine Leiter bis zum ersten Stockwerk an,' das Fenster öffnet sich und die Prinzessin klettert auf des Zehenspitzen hinunter. Schon hat sie das bereitstehende Automobil bestiegen, Mattachich . nebst Weitzer folgen ihr, und das Fahrzeug fährt fort. Jetzt hat aber auch die Patrouille Geräusch vernommen, sie sucht die Fliehenden zurückzuhalten, aus dem Stettiner Hof strömen Leute herbei, Pierson erscheint auf der Bildfläche, aber sie vermögen die Entwischten, die ihnen eine lange Nase machen, durch nichts mebr aufzuhalten. Bald 'st da5 Auto den Blicken entzogen, und mit verzweifelten Gebärden Piersons schließt die . Aufnahme. ,
Vt Fals ch verstanden. Professor der Botanik (in einer tfityitn Töchterschule): Fräulein Jda,. was schließen die Blumenblätter alles em? (Fräulein Jda schweigt.) , Professor: Nehmen Sie doch-einmal eine der Blumen hier zur Hand, pflücken Sie die einzelnen Blätter ab und sehe Sie zu, was sich dann herausstellt!- Fraulein Jda (zupft Blatt für Blatt be, d'ächtig ab und haucht enothend): Er liebt mich!" Uebertiumpst. Melne Braut bekommt sogar ein Automobil mit!" Und die , meine ein lenkbares Luftschiff!"
' Ministerium CombeS. 5 Ueber die Möglichkeit der Umgestalhing des Ministeriums Combes kurz nach Wiederaufnahme-der parlamentarischen Arbeiten schreibt man aus Paris: Dem grundgelehrten Unterrichtsminister Ehaumiö. welcher dem Vorgänger PZus' X. gleich, in Mußestunden lateinische Verse macht, schreib! man die Autorschaft eines Distichons zu, dessen Hexameter die unversöhnlich: radikale Majorität des Kabinetts den vielbezchäftigten Zeitgenossen in Eünncning bringen soll: Combcs, Vall6. Pelletan.Andr. Mougeot, Trouillott, Doumergue NouvierMarujouls. Delcass, Chzumi6. Bescheiden setzte der Autor seinen Namen als letzten hin. Eine klug berechnete Bescheidenheit, sagen seine Gegner, welche Herrn Combes immer wieoer vor der violetten Gefahr -war-nen. d. h. vor gewissen Zugeständnissen, die der gemäßigte. Chaumi6 den Mcn stgnori" machen könnte, falls es ihm gelänge, mit seinen drei gleichgesinnten Ministerkollegen die gegenwärtige Masorität des Kabinetts zu sprenge. Trotz aller Dementi werden die vertraulichen Mittheilungen, die Herr Ehaumi6 einem Mitarbeiter des Matin über intime Ministerrath-Vorg'änge zu machen für gut fand, in politischen Kreisen eifrig besprochen: besonders folgeiide Aeußerung des Unterrichtsministers: Es geschieht zuweilen, daß uns Vieren von der Minorität am grünen Tische im Elys6e sich ein Fünfter zugesellt, und ' dann fügen sich die anderen." Man braucht kein Oedipus im Räthsellösen zu sein, um den Namen dieses Fünften zu errathen. Der Präsident des Ministerrathes 'ist der Staatschef. Herr Loubet macht, wenngleich nicht allzuhäufig, von seinem verfassungsmäßigen Recht Gebrauch, die Unterschrift zu verweigern, falls eine Vorlaqe' ihm unzweckmäßig oder unzeitgemäß erscheint. In der Regel merkt der vortragende Ressortminister schon an den Minen und Gesten des sebbaften Südländers Loubet, ob auf Beifall oder Ablehnung .des Herrn Excutif" zu rechnen ist. Im letzteren Falle faßt sich der Herr Minister kurz und beantragt schließlich die Vertagung des Gegenstandes auf eine nächste Sitzung. Loubet kommt stets wohl vcr bereitet in den Ministerrath. Mit jedem der zu behandelnden Themen hat er' sich so gut wie möglich vertraut gemacht und überrascht zuweilen den don seinen Sektionschefs bedienten Minister durch Wenn und Aber, die aus den Aten nicht gleich zu widerlegen sind. Die kirchliche Frage kennt Loube! gründlich, und auch in großen militärücken Angelegenheiten weiß er jetzt genügend - Bescheid. ' 'Seine Jugendfreunde, die Generale Voyron und Grasset, mit denen er auch in Montlimar viel - verkehrt, haben zwar durchaus keinen Einfluß auf sein Votum; aber der Staatschef mag es angenehm und nützlich finden, von Voyrön. -dem Inspekteur der Kolonialarmee, und Grasset, dem ehemaligenGouverneur voNsLyon. .sich über die Stimmüng in der Armee unterrichten zu lassen." Neuestens ist es die Reform der Offiziersbildungsschule, von St. Eyr, welche Herrn Loubet lebhaft interessirt. Man fürchtet für en militärischen Geist" durch Heranziehung allzuzahlreicher Lehrkräfte aus dem Aivilstande, man droht dem' Kriegsminister 'mit einer niederschmetternden Interpellation, man prophezeit sogar. daß dieseOrangenschale" das Kabinett Combes . zum Falle bringen werde. Herr Chaumil aber verbirgt' sich im stillen und schweigt. V o n den Negern in Onkel Sams Land haben 11 bis 16' Prozent in einem höheren oder geringeren Maße weißes Blut in ihren Adern.
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Dienstag,
Politische Mnkttnöigungcn.
Dr. Frank ,A. Morrison ist Kandidat für das Coroner Amt . und ersucht um die Stimmen aller deutschen Bürger bei der Wahl am 8. November.
Demokratische Kandidaten. ; Stimmt für Robert M. Maddcn, Demokratischer Candidat für Sheriff von Marion County. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. c Chas. E. Cox empfiehlt sich den Stimmgebern von Manon County als demokratischer Candidat für Staats-Senator. Wahj am Dienstag, den 8. November 1904. Jaues E. McCullough empfiehlt sich den Stimmgebern von Marion County als demokratischer Candidat für County Staatsanwalt. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. Stimmt für Qeoirso ISfcotÜ Demokratischer Candidat für Trustee von Center Township. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. . , Henry C. Cor . ,; empfiehlt sich den Stimmgebern -vo Marion County als demokratischer Candidat für , Nichter des IugendiGerildts uc : Wahl am Dienstag, den 8. ?tovember 1904? Adolph G. Emhardt empfiehlt sich den Stimmgebern von Marion County als demokratischer Candidat für Repräsentant zur Legislatur. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. James E. Berry (Mitglied des Telegraphisten . Vereins, Local 9lo. ?.) empfiehlt sich den Stimmgebern von Center Township als demokratischer Candidat für '. Assessor von Center Township. Wahl am Dienstag, den 8. November 190t. Achtung ! Achtung ! Pittsburg, 04.00 per Tonne Kanahwa, 84 00 per Tonne Ohio Jackson, $4 .7 5 per Tonne PocahontuS, (Rauchlose) mM per Tonne. ' . ' ': Wir gehSren dem Trust ' nicht an. : ' : ' m ...Unsere Preise beweiseiidiefeSV Jede Tonne 2000 Bfund garantirt. - ' Home Fuel Co. Jneorporlrt.H euer Phone 9291. AlteS Phone, Main 1150.
den 8. November 1904
Republikanische Kandidaten.
Stimmt für Edward G. Sourbier Republikanischer Candidat für Sheriff von Marion County. , Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. " W. B. West empfiehlt sich den Stimmgebern von Center Township alS republikanischer Candidat für Trukee von Center Township. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. . Martin M. Hngg empfiehlt sich den Stimmgebern von Marion' County ls republikanischer Candidat für Staats'Senator. ' Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. John McGregor empfiehlt sich den Stimmgebern von Marion , County als republikanischer Candidat für County-Commissär deS 2. Distrikts. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. . Henry W. Klausmann empfiehlt sich den Stimmgebenrvon Marion County als republikanischer Candidat für ! 'County Surveyor. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. , : M. L. Jcsserson empfiehlt sich den Stimmgebern von Center TownZhip.als republikanischer Candidat für Assessor Wahl am Dienstag, den 8. November 1904 George W. Stubos empfiehlt sich den Stimmgebern von Marion -County'als republikanischer Candidat für . Richtir des Jugend'Gerichts. , , , - . - : Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. Harry D. Tutewiler . empfehlt sich den'Stimmgebern von Marion County als republikanischer Candidat für County Eoron'er. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904..' . John E. MrGaughey empfiehlt sich den Stimmgebern von Marion ' County als republikanischer Candidat für Eounty Commifsar ; v des 1. Distrikts. . , Wahl ani Dienstag, den, 8. Povember 1904. II I 111 Ull ' .. ..Fahrzeit der Züge.. . ' . LbsahrtLnkunfloledo. hicago und Mchigau Cpref .t 7.15 tiOJLI koledv. Detroit nd Chicago tm.,....i2.lo s.u Vichtgan kity, Staltete .LasayttteLpl.? 7.20 sio. tSglich t anlftenomnea Cotnttaal. .
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