Indiana Tribüne, Volume 28, Number 65, Indianapolis, Marion County, 7 November 1904 — Page 1
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1 ' . . Erscheint jeden Ntr6!!nittag. . ;' , Jahrgang 23. Indianapolis, Jnd , Montag, 7 November iiu No 65.
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VedauernSverther Znstand. Seit eiwa einer Woche wird JameS Schofield, ein geistesschwacher Mann, der vom Arbeitshaufe fortwanderte, in der Polizeiftation gehalten. Schosield war früher ein Jnsaffe de Irrenhauses und der Mann sollte unbedingt dorthin zurückgesandt werden, ehe er sich in den Zellen der Polizeiftation, die nicht für einen längerm Aufenthält geistig ge ftörter Personen eingerichtet sind, am Ende noch ein Leld zufügt. Schofield ift in einer bemitleidenSmerthen Lage, Tag und Nacht geht er in der Zelle .auf und , ab und hält Vorträge. Ab und zu spricht er anscheinend vernünf tig, bricht dann jedoch plötzlich wieder in wildes Brüllen und Toben aus.. Er glaubt, daß ihm von allen Seiten nach
dem Leben getrachtet wird uud trifft zu seiner Sicherung allerlei Vorkehrungen, die den Wärtern im StationShaue eine endlose Menge Mühen verursachen und die eine faft unausgesetzte Beobachtung zur Pflicht machen.- Mit einem Lap pen. den er auf irgend eine unerklär liche Weise erlangte, verschloß er z. B. während der Nacht im Klosette den Wasier-Abfluß und drehte dann das Waffer voll an, um eben ein Gift, wel ches wie er' glaubt, beständig in die Zelle gepumpt wird, hinaus zu spülen. ' Wie lange der Mann noch dort sein wird, läßt sich nicht sagen, gewiß ist, daß er bereits seit einer Woche in der Lelle sitzt.' ' Einbrecher im Herzen der Stadt. C. W. Kriels Eigarrenladen, No. 106 Monument Platz, wurde gestern Abend durch Einbrecher heimgesucht, und eine beträchtliche Anzahl Waare und Baar geld sielen denselben zur Beute. Zu 'tritt zum Geschäfte erlangten die Diebe durch die Vorderthüre und die Polizei ist der Ansicht, daß die Diebe während des Tages das Patentschloß so stellten, daß dasselbe am Abend nicht, 'wie üb lich, beim Schließen der Thüre, schloß Herr Kriel verschloß sein Geschäft etwa um 10 Uhr gestern- Abend. $45 in Baargeld und zwei Mufterkasten Meer schaumpfelfen werden vermißt. e sammjverluft etwa $100. Feuer auf der Südseite. Heute früh, zwischen 4 und 5 Uhr brach in dem großen Stalle hinter dem Hause 904 Woodlawn Ave., ' Frank Whealtey gehörig, ein Feuer aus,, welches sich sofort auf dem gegenüber der Alley liegenden Stalle der Frau Anna M. Hicks mittheilte und dann noch einen benachbarten anderen Stall in Asche legte. Der Gesammtverlust ift etwaS1000. Ruhe ist die erste Bürgerpflicht. m , Das Blasen auf sog. KuhhSrnern wird am Abend des Wahltages nicht erlaubt sein. Laut einer vom Polizei-Superinten denten ttruger erlassenen Ordre wird das Blasen von Kuhhörnern, sowie auch'die Anwendung von Lürmappara ten irgend welcher Art, am Wahladende mit sofortiger Verhaftung geahndet werden. Supt. Kruger ift entschlaf sen, die Ordmanz, wclche derartigen Unfug verbietet, strikt durchzuführen und diesbezügliche Anordnung ift an die Polizisten erlassen. Personal-Notizsn. Frau N e i d l i n g e r , bit totchl bekannte deutsche Hebamme ift von ihrem Besuch im alten Vaterland wie der gesund und munter zu Hause, No. 526 Prospect angekommen. Herr Auguft Leukhardt von 909 Beville Ave. wurde gestern anläßlich seines 48. Geburtstages von seinen Freunden und Verwandten mit einer UeberrafchungS Partie erfreut. Mehrere derselben brachten finnige und angenehme Geschenke mit. Daß der Geburtstag .in solenner und fröhlicher Weife gefeiert wurde, braucht wohl kaum erst erwähnt zu werden. . .
David Rnehle, ein bekannter deutscher Burger,
War der Unglückliche, welcher am Samstag ' Abend von einem Bahnzuge überfahren wurde. Der unglückliche Mann, welcher am Samstag Abend auf der gefährlichen Eisenbahntreuzung an der Noble und WashingtonStraße von einem Zuge überfahren und töotlia) verletzt wurde, ist gestern Vormittag als David Ruehle, ein Angestellter der Home Brewing Co., identificirt worden. . Er befand sich zur Zeit, als das Unglück sich ereignete, von der Arbeit kommend, auf dem Wege nach dem Markt, um Einkäufe zu machen . Der Verblichene war 46 Jahre alt, verheirathet, Vater von 4 Kindern, rcngirend von 215 Jahren. Mitglied des Deutschen Militär Vereins und wohnte 629 Lincoln Str. Er war seit etwa 4 Jahren in der Brauerei beschäftigt und war allgemein geachtet und beliebt. Die Leiche wurde gestern nach der Wohnung des Verunglückten überführt. mm iti mm kiarngari-Sängerchor. Gemüthliche und vergnügte Unterhaltung. Die gestern Abend vom Harugari Sängerchor in seiner freundlichen Halle veranstaltete Abendunterhaltung nahm einen in jeder Beziehung gemüthlichen, vergnügten und erfolgreichen Verlauf. Ein formelles Programm war nicht aufgestellt, aber nichtsdestoweniger war in vortrefflicher Weise dafür gesorgt worden, daß eö den zahlreich erschiene nen Gästen an Unterhaltung nicht fehlte. Zunächst wurde eine allgemeine EuchrePartie für Damen und Herren arrangirt, und dann erfreute der Sängerchor unter Leitung seines tüchtigen Dirigenten Herrn Leppert die Besucher durch den Vortrag bxx Lieder Wenn die Quellen stille fließen-, Im Pokale und Vettchen am Berge". Ist auch die Anzahl der Sänger keine große, so leistet der Süngerchor aber qualitativ wirklich ganz Vortreffliches. Die Her ren Conrad Rieß, Carl Richter und Charles T. Baaske trugen mit .ihren komischen Vortrügen viel jum Erfolge der' Festlichkeit bei. Die Bedienung und Bewirtbung war ausgezeichnet. ' ' . ,V-' '- i ( , .11,.', , mm m !?, tr-' (Eingesandt.) ; ' Ein Freund des DentschthnmS. . ' T ri I . Bezugnehmend auf das Eingesandt im gestrigen Spottvogel- anläßlich Herrn Aug. Kuhn'S Candidatur als County'Schatzmeifter möchte ich mir er lauben zu erwähnen, .daß der besagte Herr ein Mann von ächtem Schrot und Korn sozusagen ist; ein Vertreter des DeutfchthumS im wahrsten Sinne des Wortes, ehrlich und aufrichtig die Mottos seines GefchSsteS, welches be reits vielfach bewiesen. Wie vrr einigen Jahren die schwarze Bande der Heuchler im PythiaS Ritter Orden- ihre deutschen Mitglieder so flegelhaft behandelten wegen der deukschm Rituale, daß diese stch bewo gen fühlten,, besagtem Lumpengesindel den Fehdehandschuh hinzuwerfen und denOrden verließen, da warzHerr Kühn einer der ersten Bürger der eine Lanze für daS Deutfchthum brach. Er sprach damals im White River Park, in nicht undeutlichen Worten gegen das Muckerthum Blackwells und dessen HenkerStnecht, er ermunterte den deutschen Mitgliedern des OrdenS zu sammen zu galten . und diese Schmach mit Entrüstung zurückzuweisen. Durch ein solch mannhaftes Vorangehen, sollte ich meinen, Hütte Herr Kühn ' sich die Achtung und Zuneigung' aller hiefi gen Deutschen erworben;, ein Jeder, und hauptsächlich unsere Adoptiv'Bür ger, sollten die Gelegenheit' ergreifen, die ihnen geboten und Alles aufbieten um unseren wahren Freund in seiner Wahl als Schaßmeister zu unterstützen. Darum ' meine deutsche t Mitbürger gibt Eure Stimmen für Schatzmeister unserem bewährten Freunde August Kühn. ; - . ' ' . . - ' ChäS. I. Schmidt. '
Jener in einer Automobilfabrik.
Die Pope Motor Co." erlitt erheblichen Schaden. Der gestern Nachmittag kurz nach 4 Uhr vom Kasten. No. 723 gegebene Alarm war durch ein Feuer veranlaßt, welches in dem zwischen Maryland uno Georgia.Straße, No. 139 Süd East Straße, belegenen Fabrikgebäude der Pope Motor Co.", Fabrikanten von elektrischen Automobilen, ausgebrochenj war. Die Situation schien anfänglich eine bedenkliche, da in unmittelbarer Nachbarschaft der Brandstätte sich eine An zahl Frachtwaggons befanden, welche n Gefahr standen, in Brand zu gera then. Allein dieselben wurden schleunigst aus der gefährlichen Nachbarschaft entfernt. Das Feuer wär im Dachstuhle des weitläufigen Gebäudes entstanden und unter Leitung des Feuer Marschalls Coots bot die Löschmannschaft alles Mögliche auf, um das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Nach einer Stunde harter Arbeit war dasselbe unter Controlle. Während ' das Gebäude um etwa $500 beschädigt wurde , wird der,, hauptsächlich durch Wasser, angerichtete Schaden, an Werkzeugen, Maschinerien und Materialien auf etwa $2000 ge schätzt. Da Feiertag war, so war eö nicht zu verwundern, daß sich eine große Men schenmenge auf der Brandstätte, vor Allem aber die liebe Jugend eingefun den hatte. Zu schauen gab eS nicht viel, wohl aber fetzten die Zuschauer sich der Ge fahr auS von den den Schläuchen ent sprudelnden' Wassermassen gründlich durchnäßt zu werden. Mehr Wbiökey als Gift. , Angeblicher Eelömordversuch. - ,-. Kurz nach Mittag lief gestern im Dispensarium die Nachricht ein, . daß in einem Hause an S. Illinois Str. ein weibliches Wesen sich hätte vergiften wollen. Dr. Reed begab , sich dorthin und er wurde, wie er sagte, vom Ekel erfaßt, als er den Raum betrat, in welchem die angeblich lebensmüde Per son sich befand. Eine wüste .Orgie hatte ohne Zweifel dort, stattgefunden, und mehrere berauschte Männer und Frauen befanden sich noch in dem Zim mer. Die Selbstmord.Candidatin litt augenscheinlich mehr an AlcoholismuS, als an den Folgen einer Dosis Cocain, welche sie noch nebenbei ihrem inneren Menschen einverleibte. Gefährlich war die Sache nicht. Polizeianwalt nacht Ersahrungen mit feinen Gästen. Ziemlich unangenehm berührt war Gehülfsanttäger HölmeS neulich, als er unter den Frauen auf der Anklage dank im Polizeigericht zwei Zigeunerin nen vorfand, von denen erst kürzlich eine bei ihm im Haufe gelegentlich einer Abendunterhaltung ihre Künste gezeigt hatte. . Alle Theilnehmer an der Unterhaltung, nebenbei gesagt, sollen sich köstlich über die Wahrsagerin amU.' fr.t haben, mit Ausnahme von Holmes, dem nämlich mitgetheilt wurde, daß innerhalb zwei Wochen in seinem Le den ein Wechsel eintreten werde. HolmeS soll zugegeben haben, daß die Frau Bezahlung erhielt und daß sie keine LizenS hatte, zum Glück für ihn jedoch wurde der Fall unter dem Stadt gefetze verfochten, so a die Anklage gegen die Frau durch GehülfS'Stadt Ankläger Oran Hack erhoben wurde. Die Vertheidigung, stützte sich darauf, daß die Stadtordinanz nur Lizenfen verlangt, wenn die Wahrsager annonziren. Richter Whallon entließ die Frauen. Der Lahrer Hinkende Bote sowie der Negenöburger Marien ttalender für 1905 find durch unsere Ofsice zu beziehen.
Jndpls. Männcrchor.
Bericht des Sest - Ausschusses übn die Feier des Goldenen Jubiläums. Der Ueberfchuk an den Männerchor j HeiM'Fond überwiesen. i - In der gestrigen VorstandS-Sitzung des Indianapolis Münnerchor" übermittelte Präsident Louis Murr demselben folgenden Bericht des Fest-AuS-schuffes, dessen Inhalt für sich selbst spricht: ' Werthe Herren! ES gereicht mir zur Ehre, im Ans trage des Goldenen Jubiläums-Aus sckuffeS die Mittheilung zu machen, daß dch Fest in bester Weise zu allgemeiner Befriedigung verlaufen ist und für den Verein in musikalischer Beziehung ein ehrender Erfolg erreicht wurde. Laut angebogenem Berichte verbleibt ein Ueberschutz von $656.10; dieser Be trag ift hiermit dem Vereine überwiesen. Außerdem sind noch 283 Exem plare der VereinSgeschichte übrig. , DaS Protokoll über die von dem Ausschusse geführten GeschäftSversamm lungen, sowie sämmtliche Berichte, ein gelaufene Gratulationen und DankeS schreiben, wurden dem VereinS-Sekretär übergeben. Dem Verein wurden bei dem Feste folgende Geschenke überreicht: .Goldene Erinnerungs.Medaille von Sr; Majestät dem Deutschen Kaiser; für den Verein eine überaus ehrende und seltene Auszeichnung. Goldene Punsch,Schaale und Löffel von dem Indianapolis Liederkranz. Goldener Pokal von dem Cincinnati Liedertranz. ' . Bronze-Statue von dem Unabhängi gen Turnverew. Standarte mit seidener amerikani scher und deutscher Fahne' von dem Co. lumbus, Ohiö, Männerchor. Taktftock, einstiges Eigenthum von Prof. Despa, überreicht durch Herrn Henrv Runge.' . Widmungsschrift in prächtiger Aus. führung in Rahmen " gefaßt, von ' dem Wiener MännerGes angverein. Bronze-Tafel - vW dem Louisville, Ky., Liederkranz. Lorbeer-Kranz ' von dem Deutschen Club und Musik.Verein. GratülationsGedicht von der Hübepohl Combination in Cincinnati. Eeld.Gesch'enk, $506 m Gold, inlie gend im Miniatu'r-Grundftein für ein neues Männerchor Heim, von dem Münnerchor-DamenVerein. Geld Geschenk, $1075, von den Männerchor Aktiven und Vorstands Mitgliedern Der Fefi.Auöschuß hat sämmtliche, durch daS Fest entstandene Geschäste erledigt und ersucht um gütige Annah. me des Berichtes und Entlassung des Ausschusses." Der Vorstand nahm den Bericht deS Feft.AuSschusseS entgegen und derselbe wurde dann mit Dank entlassen. In Anbetracht dessen, daß durch die Geldgaben hei dem Feste, daS Erstehen eines neuen Männerchor.Heim in An regung gekommen, beschloß der Vorstand, den Betrag deS oben berichteten Ueberschusses diesem Fond zu überweisen. ' ' ' Neuer Federweißer, " öei August Pietsch, Ecke Wabgsh und Liberty Straße. Gute Kartoffelernte. In Spencer County sind die Farmer mit der diesjährigen Kartoffelernte mehr als gewöhnlich zufrieden. Quan titüt und Qualität sind gut,' ein Be. weis, daß . bessere Pflege deS BodenS sich in vielfältiger Weife bei der Ernte belohnt. Ein in Luce Townfhip woh. n'ender Farmer brachte fünf Kartoffeln in die 'Ctadt, dir zusammen 8 Pfund wogen, gewiß ein schönes Gewicht. Wie verlautet ift die reiche Ernte dem Umstand zuzuschreiben, daß der Boden mit Stroh gedüngt wurde -an Stelle der. gewöhnlichen Methode. '
Unfälle. Angesehene Bürger der Stadt verletzt. Am Samstag Abend ereignete sich an
der Nord Meridian Straße, in Nähe der.22. Straße, ein Unfall, -der leicht größere Dimensionen hätte' annehmen können. Die Herren Joseph L. Potter, 1919 Nord Cop'itol Avenue, Michael Steinbauer, 1922 Nord Capitol Ade. und Wm. P. Jungclaus, 2028 Nord Meridian Straße, kehrten im Automo bile des Herrn Potter .von der Stadt heim und fuhren, um eben Herrn Jungclau zuerst heimzubringen, die Nord Meridian Straße hinauf, als sie in Nähe der 22. Straße in einen auf der Straße liegenden Sandhaufen hin einfuhren. Durch den plötzlichen Stoß wurde das Auto auf die Seite und auf den Bürgersteig geschleudert und ein Rad zerbrach so, daß alle Insassen mehr oder minder schwere Erschütterungen davon trugen. Am schlimmsten jedoch wurde Herr Steinhauer verletzt, der sich an den Gliedern und im ganzen Körper schwere und' schmerzliche Abschürfungen zuzog, da er, als das Automobile so plötzlich zum Stehen kam, über dasselbe'hinweg aufs Pflaster fiel. Als die Herren John Caskey, 2513 Station Str. und Wm. Fullenwider, 2517 Station Str., gestern Abend-spät an derRoosevelt Ave. entlang fuhren, ge rieth daS Fuhrwerk an einer schlechten Stelle der Straße in eine Vertiefung und kippte um. DaS Pferd brannte durch. Caökey, sowie auch Füllen wider wurden beide verletzt. DaS Buggy ging in die Brüche. Sochzeitsqlocken läuteten in der städtischen Sastille. . Im Gefängniß wurden gestern Nach mittag Clare'nce Drake und . Catharine Eastin, beide aus Charleston, JllS.. durch Friedensrichter Harvey Stout, getraut. Drake war. auf eine von dem Mädchen erhobene. Anklage hin vor Friedensrichter Smock nach der Bastille gesandt. . Das Mädchen besorgte den Heirathsschein und nach vollzogener Trauung wurde dann durch Richter Smock der neugebackene Ehemann wieder aus der Hast entlassen.. Casey Kimbel war bei der Trauung Zeuge, Brautjungfer" jmd bester Mann, zugleich. . . A, . Unter der Anklage derVergewalti gung wurde der 19 Jahre alte.Carl Moore, 2040 LewiS Straße,, gestern verhastet. lSIT Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho'S Longfellow". Sterberate in Staate niedriger. Der allgemeine Gesundheitszustand des Staates während des Monates September war über das Durch schnittsmaß hinaus gut. 2693 Todes fälle wurden gemeldet,. dies meint 12.2 zu 10,000. Im vorhergehenden Mo nate, also im Auguft d. J. ' war die Rate 13.2 pro 10,000 und im vorher gehenden Jahre war der September etwa 13.4 per 10.000. Lungen schwindsucht forderte im letzten Septcm ber 287 Opfer, während andere Fvr men der Tuberculose ii Menschenleben vernichteten. 139 Todessülle' durch Typhus, 319 durch Magenleiden, 115 durch Krebsschaden und 146 durch Un fülle wurden gleichfalls gemeldet. -. Der Süden deö Staates zeigt die niedrigste, während das Centrum des Staates die höchste Sterberate aufzeigt. Im Süden des Staates war jedoch die größte SchwindfuchtSrate zu verzeich' nen, nämlich .15.48 pro 10,000, dies ist eine Besserung deS GefundheitSzu ftandeS gegenüber dem für den Monat Auguft veröffentlichten Berichte. polizeiliches. ThoS. Cohen, Ben Gilman, Harry Simpson und Perry Porter wurden wegen Uebertretungen des Nicholfon Gesetzes verhaftet.
Compagnie , Phthian GuardS, I. O. K. P-
Jntereffante Abendunterhaltung und frohlicher Ball. Die Compagnie A, Pythian GuardS" der Verbesserten PythiaS Rit ter veranstaltete gestern Abend in der Südseite Turnhalle eine Abendunter Haltung, für welche ein interessantes Programm aufgestellt war und welches auch vortresflich durchgeführt wurde. Die Mitwirkenden waren die So pranistin Frl. Ruth Fischer, die Piani' stin Frl. Roch, die 'Violinistin Frl. Grace Hagermonn, der Humorist Ed. Meßmer und vor Allem das Quartett, welches sich aus ausgezeichnetem Stim menmaterial zusammensetzte, nämlich Henry Roebke, LouiS Schaeffer, Fred. Steinkuehler und Frank Baden. Die von ihnen vorgetragenen. Lieder der dienten den reichen Beifall, welchen sie errangen. Herr Frank Baden, welcher einen kräftigen zweiten Baß fein Eigen nennt, erfreute die Zuhörer noch durch ein Solo. Ein-fröhlicher Ball schloß die in jeder Beziehung hübsch arrangirte Fest lichkeit. Damen-Verein des Südseite Turnvereins. Der Damen - Verein des Südseite Turnvereins veranstaltete gestern Räch mittag eine EuchrePartie für Damen und Herren, an welcher die Betheili gung eine sehr lebhafte war. Als Siegerinnen resp. Sieger gingen aus dem Turnier hervor: Damen: - 1. Preis Frau Schöneman. . 2. '.Frl. Minnie Sohlt. 3. . Frau Herman Roy. . ' Herr e n: 1. Preis E. Julian Harps. 2. Eugene Oren. 2. w' Max Herschel. ' Die Vorbereitungen für die Partie waren von den Damen der 2. Section, Vorsitzende Frl. Clara Gutzwiller,.in bester Weise getroffen worden. Jnernemgroße n Flecywaa- -rengeschäfte New Jork's wird neuer dings alles Fleisch durch' nettgekleidete junge Fleischerinnen verkauft. Messer. Beil '. und Fleischsäge ' handhaben . sie zwar vorläufig, noch nicht, aber das. wird schon noch kommen. Die Zerlegung' der großen Fleischstücke erfolgt also, '.noch- von'' Fleischern, aber der Verkauf nur durch die jungen Da men. Die Einrichtung soll sich sehr bewähren -und große Ersparnisse im Betriebe 'zeitigen, denn bei den Fleischerinnen giebt es kein Uebergewicht, auch sind sie gegen Trinkgelder gefeit. Eine Riesenarbeit hateine Contractorenfirma . in Two Harbors, Minn., übernommen. Sie hat einen Contrakt mit der U. S. Steel Co. (Stahltrust) abgeschlossen, die Monroe Mjne bei Chishelm äbzude cken, was ca. eme Million Dollars kosten wird. Man kann sich einen Begriff von der Riesenarbeit machen, wenn man hört daß auf einem volle 40 Acker messenden Stück- Land 80 Fuß Gründ von der Oberfläche zu entfernen find, um die Eisenlager vollständig blos zu legen. Mit Dampf, schaufeln soll dann das Erz sofort in Vahnwagen verladeV und weiter transportirt werden. Die Contraktoren. hoffen mit dem.Job'' in fünf Jahren fertig zu werden. Eine sensations.süchtige Dame scheint- Frl. Eleanor Tommerup, in Racine, Wiö., ..zu sein, Sie hatte kürzlich ihre rechte Wange mit verdünnter Karbolsäure-bestrichen und .meldete dann der Polizei, daß von einem fremden jungen Mann ein. Angriff auf sie' verübt worden sei. ' Um dieser Geschichte einen Anstrich deö Wahren, zu verleihen, schrieb sie an sich selbst einen' Brief, unterzeichnete' den Namen des angeblichen Angreifers, und warf das Schreiben in den Gartens wo 'es von einer Nachbarin gefunden wurde. Nach einer dom Polizeichef - . eingeleiteten Untersuchung stellte sich heraus, daß das jur.e Mädchen dies Gerücht ,ledZgNch deshalb" verbreitet hatte, um eine Sensation -,rufen. .. .. , -'' mm m " ' ' '; Gottlied L eukhardt, Die gemüthllche Ecke (?cke Noble und Market Str ' -
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