Indiana Tribüne, Volume 28, Number 64, Indianapolis, Marion County, 5 November 1904 — Page 6

s. November 1901.

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n 5 Merkt Dieses Tlan kann sich nicht des Leben erfreuen, enn ma it Söberkeiäen geplagt ist. Men kann je doch Unmoblskin mit Wohl sein vertauschen durch tU Anwendung e $t. I,,,l Kich'5 ambunier Tropfen. .Warum nicht ihr Heimanziehend machen, durch den Ge - brauch eines Garland Ofen... . . . und .... Range... Dieselben übertreffen alle adern in Schön heit. Dauerhaftigkeit, Heizkraft und Spar samkeit im Kohlen Verbrauche. Dieselben werden mit Vergnüge gezeigt., in WILLIG'S ...Möbel-Handlung... 141 West Washington Straße, i PEÄB Wicgt Euer Brod. Das Brod welches von Joseph aggart gebacken ist, gilt Ihnen beides, Qualtiät und Gewicht. Fragen Sie Ihren ;6rocer dafür. Ebenso für Joseph Taggart's Butter Crackers. i ktablrtt 1863, mmmt jederzeit Tngage mtS entgegen. Irgendwelche Orcheftn T!ufik und irgend eine Anzahl von TZusikm wird geliefert. Neue LuSftattung und neu Uniformen. R. A. Miller, Director. Henr, Sprengpfeil, Sefchüftöführn. 301 Kentucky Svenue. Televbon Neu 4593. immvr mm 1 A.1 Pf-inhn tnrrVnt Crntarrf.X USfti:? us trn uiin viganni durch Cantal'NlHy cnfetboira ohne Unbequemlichkeiten. Preis 1 nrt. flUm D?uaaiffe d P.' O. So? 2081, New York.

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Europäische Nachrichten. Frovrz 'NrnndenSurg. Berlin. Generalarzt z. D. Dr. von Strube ist nach kurzem Krankenlager in seiner in der Johann-Georg-straße zu Halensee gelegenen Wohnung verstorben. Bei einer Vetroleumexplosion schwere Brandwunden erlitten haben im Hause Culmstraße 5 der etwa 80 Jahre alte 'Vater einer dort wohnhaften FrauLier und deren jungsks Kind. Die beiden Verwundeten wurden von den Samaritern der Wehr an Ort und Stelle verbunden und dann nach einem Krankenhause gebracht, wo sie bald darauf starben. Ein seltenes Jubiläum konnte auf der Hauptwache der Berliner Feuerwehr

gefeiert werden. Der Oberfeuerwehrmann WilhelmZimmeiling feierte sein 25jähriges ' Dienstjubiläum. Seine Kameraden überreichten lhm ein Dlplom und einen schönen Stuhl. Auf dem Friedhof erschossen hat sich der 66 Jahre alte Buchhalter Julius Gröning aus der Kastanien-Allee No. 56. Der Mann verlor vor drei Jahren durch den Tod einen 26jährigen Sohn, den er besonders lieb hatte. Seitdem war er tiefsinnig. Dazu kam in der letzten Zeit noch ein körperliches Leiden. Eine der glänzendsten Erscheinungen des Berliner Barreaus, Justizrath Hermann Staub, ist an den Folgen einer Operation, seinen zahlreichen Freunden unerwartet, gestorben. Staub war einer der grundlichsten Kenner des Handelsrechts. Er gehörte zu den Begründern der Deutschen Juristenzeitung", die unter seiner trefflichen Redaktion m kurzer Zeit zu einem der angesehensten juristischen Fachblatter wurde. Das öOjahngt Bestehen der Firma C: F. Merker, Dresdener Str. 91, Liqueurfabrik, beging der jetzige Inhaber Dr. Paul Merker, welcher als Rendant demVorstände des Vereins der Berliner GastWirthe angehört. Vom eigenen Va ter überfahren und getodtet wurde der achtjährige Reinhold Voigt aus der Kaiserin-Augusta - Allee 24. Der Kleine hatte in der Waldstraße gespielt und hierbei die Annäherung einesMörtelwagens, der von seinem Vater gelenkt wurde, übersehen; er rannte direkt in das Fuhrwerk hinein, dessen Räder ihm über den Kopf und die Arme rollten. Charlottenburg. Durch einen herabfallenden Balken erschlagen wurde hier der 40 Jahre alte Maurerpolier Buller, dessen Familie in Britzke bei Brandenburg a. H. wohnt. Eberswalde. Ein schwerer Unfall ereignete sich in der Schlächterei von Krummow in der Eisenbahnstrafct. Beim Fleischwiegen gerieth der 17jährige Lehrling Franz Walter aus Berlin auf bisher nicht aufgeklärte Weise mit der rechten Hand unter das mehrere Centner schwere Messer, wobei ihm die Hand über dem Gelenk fast abgeschnitten wurde. Königsberg (Neumark). Von einem schweren Unfall ist Gymnasialdirektor Prof. Dr. Böttger betroffen worden. Eine Senkgrube, die sich unmitelbar am Ausgang des Vorderhauses nach dem Schülhofe befindet, war nach theilweiser Räumung nicht wieder ordnungsmäßig zugedeckt worden. In der Dunkelheit stürzte Prof. Vöttger in die Grube und zog sich dabei innere Verletzungen zu. Landsberg a. W. Beim Angeln in der Warthe ertrank der 30jährige, unverheiratete Dreher Wilhelm Sänne. Der Verunglückte litt an Krämpfen und ist wahrscheinlich in's Wasser gestürzt. M o ck o w bei Lieberose. Jagdaufscher Kuhney aus Berlin, der vonBer liner Pächtern der Gemeindejagd angestellt war, erschoß nachinem voraufgegangenen Streit in einer hiesigen Gastwirthschaft auf der Straße den Schuhmacher Konzak, der ihn ohrfeigte, darauf verübte er Selbstmord. Reuruppin. In einem Walde bei Frankendorf wurde die '13jährige Jda Turkler mit durchschnittenem Halse todt aufgefunden. Als Mörder wurde der 22jährige Büdnerssohn Otto Herm aus Frankendorf otrhaf tet. Herm hat die That eingestanden. Schöneberg. Erschossen hat sich hier m seiner Wohnung der Schrift steller Karl Wald aus Verzweiflung über literarische Mißerfolge. Wald wir vor zwanzig Jahren ein vielgelesencrNovellist: auch für die Bühne wirk te er in kleinen Lustspielen und schwanken. Frovinz Hflpreußen. Königsberg.. Das 4i5faige Söhnchen des Schneidermeisters Scheckenrciter, Vorderanger No. 10. das auf dem Löbenichtschen Kirchenplatz ri.iL- . . "rf. I ipicuc, ivuroc von einem alleren Knaben aus dem Nachbarhause auf das Floß am Neuen Markt mitgenommen, wo dem Kleinen das Spielzeua ins Wasser fiel. Das Kind wollte es retten. beugte sich vornüber, stürzte in den Pregel und ertrank. Erschossen hat sich einer der angezehensten Burger Po narth's, der Besitzer Mertins. Schon feit längerer Zeit litt er an hochgradiger Nervosität, die in der letzten Zeit bedenklich zunahm. Mertms hat vöi etwa einem halben Jahie sein Grundstück an die Gemeinde Ponarth , verkauft, und wie aus Aeußerungen des Verstorbenen hervorgeht, ist ihm die Trennung von ' seinem Vesitzthum schwer geworden. In det Abwesenheit der anderen Familienmitglieder voll-

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Während den letzten drei lange Nacht des Elendes. Es vZetf nur auszuhalten im Stande

laufen, und erlitt außerdem gleichzeitig einen schweren Sturz. Dies geschah unglücklicher Weise während der monatlichen Periode, und die Folge war so schlimm, wie man sich nur denken konnte. Entzündung und Eiterung folgten, nicht nur in der Mutter, sondern auch in den Eierstöcken und den faNopischen Röhren. "

7 rxn bJ Mein Arzt that sein

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Linderung sei nicht möglich, ausgenommen durch erne Operation, welche ich

lehnte. Ich probirte dann verschiedene berühmte Heilmittel, ohne irgend welchen Erfolg, bis meine Mutter mir empfahl, den iWIne of Cardul zu Probiren, da derselbe ihr empfohlen worden sei. Ich .nahm ihn. wie eine ertrinkende Person noch nach einem Strohhalm greift, und er erwies sich, wie von Gott gesandt, für mich. Meine Schmerzen wurden allmählich geringer, das

tägliche Kopfweh, das ich zu ertragen hatte, verschwand. Meine Gesundheit im Allgemeinen

besserte sich, und in dreizehn Wochen war ich vollständig genesen. Keine Operation war noth wendig. Der Wlne of Cardul erwies sich als meinen p , . q , Retter, und ich bin sehr erfreut, ihm allein meine thel Jiafier

Kur zuzuschreiben. brachte Mertins die 'verhängnißvolle That. A l l e n st e i n. Bei den Drainage arbeiten in der Stadt wurde der Arbeiter Skupfchke aus Bredinken verschüttet und sofort getodtet. Beutnerdor lOrtelsbur Der 12jährige Sohn des Schuhmachers Lakowski füllte ungelöschtenKalk rn eme Blechbuchse, goß Wasser darauf und verschloß das Gesäß. Als der Kalk zu löschen anfing, zersprengte der sich entwickelnde Dampf das -Gefäß und sein Inhalt verbrühte den Kyaben derart, daß er im Gesicht und an den Augen schwere Wunden erlitt. D o m n a u. Die Scheune des Besitzers Freudenreich in Abschwangen gerieth in Brand. Bald theilte sich daS Feuer den benachbarten Gebäuoen mit .-nd in verhältnißmäßig kurzer Zeit .,aren noch zwei Stallungen ein Raub der Flammen geworden. Sämmtliche Wirthschaftsgebäude nebst Inventar sind versichert. Gerdauen. Maurer Bittner aus Bawien ertrank im Bawier See. Bittner, welcher angetrunken war, nahm trotz-Abmahnungen am Mischen theil. Nach Beendigung des-Flschens wollte er seine Schwimmkunst zeigen. In der Mitte des Sees verließen ihn jedoch seine Kräfte, so daß er, ehe Hilfe z,ur Stelle war, bereits ertrunken war. Korschen. In dem benächbarten Dorfe Langwalde hat sich ein be-dauerlicher-Unfall mit tödtlichem Ausgange zugetragen. Die Jnstmannsfrau Losch aus Langwalde fiel ausUnVorsichtigkeit unglücklich vom Mitfach auf die Tenne herab, daß der Tod eintrat. Memel. Mit brennenden Kleidern stürzte die Frau des Glasermeisters Schulz in der Barbierstraße vor die Thür. Sie hatte in der eine Treppe hoch gelegenen Wohnung die Kinder gebadet und dabei die auf dem Tische stehende Lampe hinuntergeworfen, als sie die Wanne mit dem Wasser fortschaffen' wolle. Die bedauernswerthe Frau war an Händen, Gesicht und Hals stark verbrannt. Szabienen. Auf der Besitzung des Herrn Baumann brannten ein Stall und eine Scheune total ab. Tilsit. Unteroffizier Belper vom Bezirkscommando hat seinem Leben durch Erhängen in der oberen Aktenkammer aus Furcht vor Strafe ein Ende gemacht. Provinz Westpreußen. D a n z i g. Dem Ingenieur Carlson wurde der Rothe Adlerorden . 4. Klasse und dem Werkmeister Brüggemann das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen. C h r i st b u r g. Niedergebrannt sind in der Schloßvorstadt Wohnhaus und Stallgeväuve des Schuhmachermeisters Gustav Branitzki. D i r s ch a u. Dem in Baldau in Dienst stehenden 34 Jahre alten Arbeiter Anton Pastwa wurde beim Getreidedreschen von der Dreschmaschine das linke Bein bis zum Knie abgerissen. Der Schwerverletzte wurde in das hiesige St. Vincenz - Krankenhaus befLrdert, wo er besinnungslos darniederliegt. . ' E l b i n g. Durch einen infolge Kurzschlusses entstandenen Brand ist hier das Ehlrt'sche Material- undDelikatessengeschäft am alten Markt abgebrannt. Nichts ist gerettet. Die städtische Feuerw-Hr hat mitMühe acht Personen gerettet, die in größter Lebensgefahr schwebten. . K o n i tz. Als der Chausseewärter Brauer aus Lichnau in feiner dienstfreien Zeit damit beschäftigt war,Hafer einzufahren, fiel er infolge Rutschens mehrcr Getreidebündel von dem von ihm geführten Wagen, kam unter die Pferde und wurde überfahren. Die erlittenen Verletzungen waren derart, daß Brauer trotz ärztlicher Hilfe kurz darauf starb. O s ch e. Ein Vrandunglück hat das .benachbarteDorf Miedzno heimgesucht. Das Feuer war in der Wohnung des Besitzers Kuczimski entstanden und verbreitete sich in kurzer Zeit soweit, t, V:. ra. ."ri. . et - srti y vuit uic cyuiic vuu lllZlMöli. VQtQZ'

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Lake Genevieve, Wis., den 20. Nov., 1903. Jahren war mein Leben, meiner Gesundheit halber, für mich nur eine

schien, daß ich aN das Elend zu erdulden war. Vor nunmehr drei Jahren erkältete

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denkbar Bestes zur Linderung, jedoch nach

zweite Viee.Präfldentt, Tcachers' Aslociatwn.

ke, Partyka und Konopacki niederbrannten. S t r i p p a u. Der Bruder des Besitzers Berg hielt sich seit einigerZeit hier besuchsweise auf und war beim Dreschen behilflich. Unvorsichtigerweise ließ er die zum Hinabwerfen der Garben benutzte Heugabel von dem an der Seite der Tenne hoch mit Getreide gefüllten Raume hinabgleiten, so daß die Zinken der Heugabel nach oben gerichtet waren, und stieg danach herab. Dabei fiel er so unglücklich, daß die spitzen Zinken der Heugabel ihm tief in den Leib drangen. Der Unglückliche wurde in ein Krankenhaus nach Dan.zig gebracht, wo er unter großen ' Schmerzen gestorben ist. .Zinten. Das Fest seines 25jährigen Bestehens feierte der hiesigeKriegerverein. Am Kriegerdenkmal überreichte Bürgermeister Holtzmann in Vertretung des Landraths dem Verein das vom Kaiser gestiftete Fahnenband. Provinz 'ornmern. Stettin. Der am Klosterhof w.ohnende Schiffsarbeiter Emil Brehmer erlitt durch einen Sturz aus dem Fenster seiner Wohnung im ersten Stockwerk des Hauses Heinrichstraße 44 auf dem Hofe eine Zerschmetterung des Nasenbeins und anscheinend auch einen Schädelbruch', einen Bruch des linken Oberschenkels oberhalb desKniegelenks und einen Schenkelhalsbruch. Bütow. Der Besitzer Peter Schimleck in Jellentsch, bei dem es letzter Zeit mehrfach brannte, ohne daß das Feuer weiter um sich greifen konnte, wurde wegen Verdachts der Brandstiftung verhaftet und dem hiesigenGerichtsgefängniß zugeführt. Greifswald. Einen GattenMordversuch unternahm der GützkoWerstrabe No. 23 wohnhafte Büchsenmacher Grafenthin, welcher einen Revolverfchuß auf seine Ehefrau abgab. Die Kugel drang in den Hals. Die Verletzung soll aber nicht lebensgefährlich. sein. Grasenthin entzog sich dem irdischen Richter und machte seinem Leben durch Erschießen ein Ende. Klein-Reichow. Auf schreckliche Weise sind der Eigenthümer Tribeß und sein Sohn ums Leben gekommen. Sie waren mit dem Drainiren des Ackers beschäftigt. Zufällig kamen sie an eine tiefe Stelle, wo sich Flugsand befand. Die Mutter wollte dem Sohne gerade Wasser reichen, als der Sad auf die . beiden Männer stürzte und sie begrub. N e u st e t t i n. In Groß-Schwarz-see ist das gemeinsame Wohnhaus der Eigenthümer Dittberner und Kunde niedergebrannt. Bei einem Brande in Eschriege, der die Scheune und den Stall des Wirthschaftsgehöfts einäscherte, ist der ArbeiterBeyer ums Leben gekommen. Dessen Leiche wurde im Keller ausgefunden. Stralsund. Dachdecker Bark fiel vom Dach des Hauses Bartherstraße No. 22, das er zu theeren hatte, auf das Straßenpflaster herab und zog sich hierbei so schwere innere Verletzungen zu, daß er sofort per Krankentrage in das städtische Krankenhaus transportirt werden mußte. Dort ist er, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben, verstorben. T r e p t o w a. R. Dem Vraumeister F. Kroy in der Dampfbrauerei F. Utz platzte plötzlich eine Krampfader. Nachdem diese unterbunden war, wurde Kroy von einem Schlaganfall betroffen, welcher den sofortigen Tod zur Folge hatte. Wartenberg (Pyritz). Vauerhofsbesitzer Friedrich Plath stürzte mit einer Fuhre Bretter unterwegs, infolge eineö Bruchs des Wagen - Vorderrades mit dem Kopf auf dieChaussee und Zxrsiarb nach kurzer Zeit. Unerwartete Aufklär u n g. Dame (von auswärts zum ersten Male in einer großen Kaffeegesellschaft der Residenz): Sagen Sie, Frau Doctor, sind Sie nicht zuweilen eifersüchtig auf die Patientinnen Ihres Herrn Gemahls?" Frau Doctor: Ganz und gar nicht mein Mann ist Tbierarzt!"

: hatte, was eine Frau in dieser ich mich beim Schlittschuh drei Monaten erklärte er. auf das Entschiedenste ab Der wrinkkürr dcr Stotsch." i Wie russische Marineoffiziere an Vr lift ttcheS Nah verwahrte. Das russische Kanonenboot Siwutsch" war nach einem gewaltigen Wasserfalle im nordwestlichen Rußland benannt, trotzdem scheinen die Herren Offiziere dieses nicht mehr existirenden Fahrzeuges wenig vom Wasser alZ durstlöschendem Mitte! gehalten zu haben, wie aus einer Korrespondenz Rcymond Recoulys aus Jnkeou an den Pariser Temps" zu ersehn ist. Die Siwutfch" war ein zur sibirischen Flottille gehöriges Kanonenboot, welches beim Ausbruche des Krieges im Hafen von Niutschwang lag und auch später nothgcrungen daselbst verblieb, bis die Javaner in Jnkeou einzogen. In der clf'en Stunde wurde es den Liao hinaufgeschleppt und von der eigenen Besatzung in die Luft gesprengt. Obzwar ein alter Kasten," hatten seine Baukosten immerhin $533,095 betragen. Es war ein altes, häßliches, dickbäuchiges Fahrzeug," schreibt Recouly. Das me'rtwürdigsie an ihm war ohne Zweifel sein Weinkeller. D'.k Offiziere bezogen ihre französischen Weine direkt von den besten Häusern in Bordeaux und Burgund. Sorgfältig auf Flaschen gezogen, in einer Spezia!kammer sanft gebettet, - wurde dieser köstliche Nektar unter Einhaltung unendlicher Vorsichtsmaßregeln und AufWendung des größten Scharfsinnes vc: zwei furchtbaren Feinden bewahrt: allzu großer Hitze und , allzu großer Kälte. Während des Winters konnte, dank einem wissenschaftlich angelegten Dampfßeizungssystem eine konstante Temperatur in der Kammer erzieht werden. Tag und Nacht hielt ein Mann am Thermometer Wacht, stets bereit, bei der geringsten Bewegung der Quecksilbersäule Alarm zu schlagen. Im Sommer ersetzte das Eis den Dampf, und dank diesen beiden Mitteln war es Frankreichs Weinen gelungen, über das Klima der Mandschurei zu triumphiren. Manövcr-GaftfrcnndsÄaft. Während des Manövers im Vogtlande, Sachsen, hatte auch das Städ!chen Legenfeld Einquartirung erhalten In der Nä,e des Ortes war eine Feldwache postirt, die aber infolge anhaltenden starken Regens Nachts gegen V2 Uhr zurückbeordert wurde. Triefend naß gelangie der Soldat, ein Einjähriger, im Städichen an und such-e ver gebens nach einem Nachtquartier. Ermüdet und abgespannt klagte er einigen Offizieren, die ihm auf dem Markte begegneten, sein Leid. Während die Herren noch berathen, tritt ein einfacher Mann, auf sie zu, erklärt, daß er gehört, um was es sich handle, und tiiUl dringend, ihm doch den. Herrn SoU bat" zu üoerlassen." Er allein habe keine Einquartirung und habe sich doch so sehr darauf gefreut. Sein Vorschlag wurde gern angenommen, und der Herr Soldat" haite alle Ursache, mit seinem Wirth zufrieden zu sein.' Rasch sorgte dieser für trockene Kleidung, richtete ein Abendbrot her und bemühte sick, mit rührender Aufmerkfamkeit um feinen späten Gast. Dem that die außerordentliche Liebenswürdigkeit sehr wohl, und er streckte sich behaglich auf sein schnell gerüstetes Lager. Andern Tages muß. das Regiment schon früh drei Uhr marschbereit fein. Neuge stärkt erhebt sich der Soldat und beeilt sich bei der Toilette. Wer beschreibt aber sein Erstaunen, als er alle seine Garderobe schon sauber gebürstet vorfindet, ja, als er die Stiefel anziehen will, sieht er, daß diese sogar frisch besohlt sind! Hat der Schuhmachermeiste? seine Nachtruhe geopfert, um seinem Soldaten so recht die große Freude zum Ausdruck zu bringen, die er ihm mit seinem späten" Besuch bereitet hat. ' M i t der größten Zahl Studenten, -die sie je zu verzeichnen hatte, trat jüngst, die Universität von Wisconsin ihr neues, 55. Unterrichtsjahr an. Es wurden nicht wenige? als 2207. Studenten. eingeschrieben, 218 mehr als im Vorjahre. '

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?lug über die Alpen. epelterlnlS efahrvove Ballonfahrt nd glückliche Landung im 5ngstligcuhal. Der Luftschiffer C. Spelterini, ein Kind der Graubündner Alpen, unternahm dieser Tage eine Luftfahrt über die Alpen, welche einen überaus glücklichen Verlauf nahm, wenngleich der kühne Aeronaut seine Absicht, nach einem Flug über die Jungfrau im Lande der Citronen zu landen, nicht erreichte. Spelterini ist der einzige Luftschiffer, der diesen Sport als Spezialität betrachtet und mit vielem Glück immer wieder von Neuem sich über die Gebirgsriesen im Ballon erhebt, wo in der eisigen Stille die Todesgefahr in tausend Möglichkeiten ihm vor Augen steht. In 1879 überflog er von Sitten im Rhonethal aus nach Nordwesten hin d! Alpen und landete damals in Frankreich. Er ist ferner im Jahre 1901 vom hohen Rigi-Culm aus nach Osten über den Tö gefahren. Bei der jüngsten Alpenfahrt Spelterinis ging die Auffahrt Mittags 12 Uhr 50 Minuten von Eigerwand aus, einer Station an der Jungfraubahn im Verner Oberland, von statten. Im Korbe befand sich Spelterini und der Ingenieur Stöffler aus Genf. Man muß sich klar darüber werden, daß in diesem Gelände nur in den bewohnten Thälern, allenfalls auch auf den grünen Matten, die der Menschenfuß noch erreichen, kann, zu landen ist. Der Luftschiffer muß also genau ermessen, was sein Ballon noch zu leisten vermag, und die zufällig sich ihm bietende Landungsgelegenheit, sobald voraussichtlich eine weitere vor der Erschöpfung der Tragkraft des Fahrzeugs kaum zu erwarten steht, mit Entschlossenheit ausnutzen. Nach der tadellos vollzogenen Auffahrt drehte das Fahrzeug zunächst in Richtung auf den Mönch. Es schien, als! wolle es über das Finsteraarhorn nach Airolo fahren. Aber noch war die über die Grate wehende Strömung nicht erreicht. Dieser Zeitpunkt zeigte sein Erscheinen an durch ein plötzliches Abtreiben des Ballons in nordwestlicher Richtung über den Sulegg bis nach dem Saxetenthal. Das war ungefähr die Richtung, in der Spelterini vorsi ben Jahren von Sitten aus über'. Schweizer Jura nach Frankreich . trieben wurde. In der Luftschifffal' treten aber, ganz besonders im Hochc birge, immer Ueberraschungen auf. i f kam es, daß unerwartet ein Abtril nach Süden auf die Bläuer Alp hr eintrat. Der Ausblick, der sich von hi aus den Luftfahrern enthüllte, war q greifend großartig. Breitfirn ..un Aletschgletscher lagen in ihrer ganzes Pracht vor ihnen, und im Südweste winkte das gewaltige Massiv de Montblanc. ' Aber der Ballon schien von diesem Eisrecken nicht angezogen zu werden, er wendete sich westlich und ließ sich zugleich in dichte Nebel einhüllen. Spelterinis Aufgabe war es nun, aus diesem Wolkenchaos- nach unten herauszukommen. Aber jeder weiß, daß die Nebel im Hochgebirge an den Graten hängen und oft tief' herabreichen. Die Lage des Luftschiffers war also keineswegs angenehm. Er konnte, wenn er den Ballon durch Ventilziehen zum Fallen veranlaßte, vielleicht gerade auf einen einsamen Gletscher 'oder auf eine einsame Spitze fallen, von wo er nie herabgekommen wäre. Das Glück half. Eine Lücke nach unten zeigte gegen 5h Uhr Abends ein Alpenthal. Der landeskundige Aeronaut erkannte alsbald, daß es die Gilbachegg im Engstligenthal war. und zog sofort kurz entschlossen an der Ventilleine, um hier zu landen. Bei Alpweiler Gilbach wurde die Landung ohne Unfall vollzogen. Gegen 10 Uhr Abends war der Ballon vom Landungsplatz aus geborgen. Die dritte kühne Alpenfahrt Spelterinis war beendet. .'

Die Höhe der Trink-gelber,"-welche alljährlich in der Schweiz gezahlt werden, wird auf . 800,000 veranschlagt. ' .

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