Indiana Tribüne, Volume 28, Number 64, Indianapolis, Marion County, 5 November 1904 — Page 5

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Die Sprach der Natur. Bon K. tf. Lolfsberg. Vieles lcmt ich in der Schule, . Aber eine Sprache nicht. Trotz Homer, Ovid und Plato . . Blieb ich nur ein armer Wicht. Denn die schönste, größte Sprache Spricht nur die Natur allein, Lesebuch und die Grammatik Sind deZ Waldes Vögelein. Vunte Steine, klare Bäche. Schmetterling und Blumenstrauß, VlüthenvraL)t und Waldeszäuber. Sonnenschein und Sturmesbraus. Ja, wer sollt' dich nicht verstehen, Edle Sprache der Natur. Die in Himmelsmelodien Süß erklingt in Moll und Dur. Wenn die Schul,: war geschlossen, Zog ich in den c.rünen Ham, Wo von Sonnengold umflossen, Gottes Altar keusch und rein. Waldesrauschen war die Orgel, cm rr 4. -

nogetiang oer öttrcycncyor. Und der Kuckuck war der Kantor, Nachtigall warder Tenorl i r Wodans Eichen hört ich rauschen. Bald harmonisch schön und mild Klang'S wie Harfen und Akkorde, Bald wie Sturm und Wogen wild. Möchten alle dich versahen, Edle Sprache der Natur, Die in Himmelsmelodien Süß erklingt in Moll und Dur. Nach den grünen Notenblättern Aus dem Buche der Natur, Das der Schöpfer selbst geschrieben. Singt und klingt's auf Feld und Flur. Anfangs mußt ich oftmals staunen ' Uno konnt' manches nicht versteh', - Bis ich's dann den kleinen Vöglein Nach und nach hab' abgeseh'n. Sah, wie sie die Jungen lehrten' Und das Nestchen sie gebaut. Schließlich lernt ich ihre Sprache, Ihrer Töne Zllang und laut. Möchten alle dich verstehen, Gottessprachc der Natur, Die in Himmclsmelodien Lieb erklingt in Moll und Dur! Der Dorsintrigaut. Zdumoreske von Alfons Watzlamik. An der linken Seite der Hauptstraße des Dorfes, gerade da, wo jeder Wagen, dessen Lenker die Tücken einer slo vakifchen Dorfsiraße nicht kennt, infolge einer plötzlich auftauchenden schluchtartigen Vertiefung das Gleichwicht verliert oder zumindest einen Nadbruch davonträgt, stand das Haus des Schuhmachers Herczeg Janos. Der Herr erfreute sich vor feiner Ankunft im Dorf des ehrlichen Namens Johann Herzog, den er aber im Interesse höheren Ansehens unter den zu Ungarn gehörenden Bewohnern mittels Uz geringen usuellen Gebühr in Herczeg umänderte; der spekulative Meister erreichte seinen Zweck vollständig, und es war schwer zu entscheiden,' ob die Achtung, die er genoß, nicht schon Furcht war. . Viel trug dazu die kommerzielle Vielseitigkeit des Herrn sowie seiner Gattin bei. ' Während er sich der Reparatur der Dorfstiefel widmete, betrieb , die Dame einen Kolonialwaarenhandel mit Branntweinausschank und Tabaktrafik, und eS gab wenige im Dorfe, die dem Herczegfchen Ehepaare nicht' in irgend einer Form etwas schuldig waren, sei es für Schuhe, sei eS für Lebensmittel oder für Schnaps und Cigarren. UeberdZes stand Frau Herczeg im. Rufe großer Praxis, jungen Weltbürgern den Eintritt zu erleichtern, und fand zum nicht geringen Verdruß der hierzu diplomirten Dame starken Zuspruch. HerrHerczeg wieder galt als Autorität für, alle möglichen Leiden, gleichviel, ob diese beim Menschen oder b'.Zm Vieh sich zeigten, und zahlte zu seinen erbitterten Gegnern naturgemäß den Dr. .jr und den Bezirksthierarzt. Das ..citige Paar kümmerte sich jedoch l diese Gegnerschaft wenig, legte jmunzelnd Jahr für Jahr eine beIJMstrfc itrnrn In VT (h"trfnff iUlUUV WUI'UIU. lil Vlk wu.MV ' :d war unablässig darauf bedacht, ue Mittel und Wege zu ersinnen, den - johlstand zu vermehren. ' Es braucht wohl nicht nach dem Gej Milderten hervorgehoben zu werden, ' lß Festlichkeiten im Dorfe meist auch ""n Fest für die Kasse Herczegs bedeu- ' :ten, und öei solchen Anlässen zeigte ier Meister erst, was Geschäftsgeist zu iisten vermag. Man feierte das Kirchweihfest. Volle acht Tage vorher hatte Herczeg zu thun, um den Röhrenstiefeln seiner Klienten den erforderlichen Glanz zu verleihen.' Am Tage selbst wurden die Geschäfte im-Hause . Herczeg schon um vier Uhr früh geöffnet, da 1 05011 um oieze 311 oie cuur- . . w t onr . . r? kanten eintrafen und tn die Schnapsbatterien Lücken rissen. Vor dem Wirthshause wurde inzwischen ein Maibaum aufgestellt, dann kamen Händler mit Näschereien, und allge meine Sensation erregte das Erschei.nen einiger Wagen, die die Bestandtheile eines Ringelspieles daherschleppten. Die Leute wußten allerdings nicht, daß ihr Mitbürger Herczeg der eigentliche Besitzer der verschiedenen Verkaufsstände war. und daß er eine 'Musikbande engagirt hatte,- die ihm dafür das Erträgniß ihrer Sammlungen abliefern mußte. Der Schuster hatte unter solchen Umständen von früh bis spät zu thun. Als endlich der schöne Tag programmgemäß mit einer solennen Rauferei zwischen den Burschen endete und Herrn Herczeg Gelegenheit bot, zu beweisen, daß er außer Stiefeln auch Köpfe fllcken könne war schon der Mond cm Himmel, und der Meister beschloß, zur Erholung noch etwas spazieren zu gehen. Plötzlich hörte er hinter sich Geflüster und gekahrte zwei Personen, die auf ihn zu-V

kamen; blitzschnell warf e? sich in daö Korn. Die Spaziergänger waren ein Herr und ein junges 'Mädchen., - Sie schienen einander sehr viel zu sagen zu haben, denn sie blieben oft stehen, und Herczeg hörte einmal ganz deutlich das Wort Seiratb. Er. batte die' beiden wohl erkannt. Es war der GutsverWalter und die Tochter des Postmeisiers. Er blieb in Gedanken versunken stehen, rannte dann nach Hause, weckte seine Frau und hatte mit ihr eine Unierredung, die. fcte zum Morgengrauen währte. Um 7 Uhr früh war Herczeg schon wieder aus den Beinen und überbrachte dem Gutsbesitzer ein Paar Reitstiefel. Der Besitzer der Stiefel, der mit dem pfiffigen Schuster gern ein paar Worte wechselte, erkundigte sich nach den Neuigkeiten im Dorfe. . ' Mir scheint, die Neuigkeiten werden diesmal von hier aus kommen," erwiderte der Meister und lächelte eigenthümlich. Von uns aus?" rief überrascht der Gutsherr, nanu, was ist denn los?" Vorläufig noch nichts ' und wenn man bei Zeiten vorbaut, kann's sogar noch gut ausgehen." Des Gutsherrn Mienen, drückten Spannung aus; Herczeg beobachtete dies lauernd. Wenn Sie mich nicht' verrathen, sage ich Ihnen etwas," flüsterte er dann. Na, heraus doch endlich," rief ungeduldig der Gutsherr. " ' Herczeg sah sich vorsichtig Nachhallen Seiten um. Ihr Verwalter hat anscheinend die Absicht, von hier'fortzugehen," flüsterte er dann, direkt hat er nichts gesagt, aber nach manchem, was er äußerte, konnte man das entnehmen." Dacht' ich mir's doch," meinte der Gutsherr ärgerlich, er macht schon seit längerem so ein melancholisches Gesicht. Na aber, ich werde ihn einmal ordentlich ins Gebet nehmen." Damit werden Sie wohl nicht viel

erreichen, .meinte listig lächelnd der Schuster - er wird alles rn Abrede stellen und eines Tages doch gehen. Das muß schlauer gemacht werden. Herr, wir muffen ihn hr festnageln. Der Herr lachte. Möchte wissen, wie Sie den Verwalter festnageln wollen." Wir verheirathen ihn, bemerkte krocken Herczeg." Ueberrascht trat der Gutsbesitzer einen Schritt zurück. Herczeg, Sie sind doch der pfiffigste Mensch, der mir vorgekommen ist. Wenn Sie das zustande bringen, zahl' ich Ihnen hundert Kronen baar auf die Hand. Top," rief der Schuster, aber eine Bedingung muß ich stellen reinen Mund, sonst wird alles verpatzt." Fast zur selben Zeit, da diese Unterredung stattfand, hatte Frau Herczeg im Laden eine Unterredung mit Marie, der Tochter des Postmeisters, und das Ergebniß derselben war, daß das Madchen zah errothete, dann zornig aufstampfte, nach Hause eilte und an den Verwalter einen vier Seiten langen Brief schrieb, worauf sie heftig zu weinen begann; mit ihrem Frohsinn war es von diesem Augenblick an vorbei. Sie wurde sichtlich mager und blaß, sprach fast kein Wort und blieb am liebsten zu Hause. Den in. sie dringenden Eltern verweigerte sie jede Auskunft, und in ihrer Betrubmß wandte sich die Mutter einige Tage später an die Schuhmachersgattin, die ihr aufmerksam.zuhörte. Wie alt ist Marie?" fragte sie dann. Neunzehn Jahre, erwiderte die Mutter. Frau Herczeg lachte. Wissen Sie, da hätten Sie schon selbst darauf kommen können. Das Madel ist eben in ein Alter gekommen, wo die 'elterliche Liebe nicht mehr ausreicht. Da heißt's eben daran denken . . ." Sie zu verheirathen," fiel ihr die Postmeisterin ins Wort, wahrhaftig. daran hatte ich gar nicht gedacht. Ja, aber wo soll ich einen Mann für sie finden?" Das kann wohl nicht so,schwer sein." meinte Frau Herczeg. Marie ist ein hübsches Mädchen ..." Und bekommt eme ganz schone Ausstattung," ergänzte die Muster. Frau Herczeg wiegte das Haupt. Wenn's auf mich ankommt, ich..." Frau Herczeg, Sie hat, der Himmel in dieses Dorf geschickt. Ich verspreche Ihnen 100 Gulden, wenn Sie mir einen braven, tüchtigen Mann beschaffen." Na, es ist nicht gerade des Geldes wegen," warf die Schuhmacherin ein. Weiß ich, liebe Frau Herczeg, aber dem Verdienst seinen Lohn." , Nun, wenn Sie mich durchaus bezahlen wollen, ich nehme den Vorschlag an, aber wenn die Sache gut ausgehen soll, darf vorläufig niemand etwas erfahren, auch Ihr Mann nicht, Sie wlssen ja, die Männer sind in solchen Sachen die reinen Tölpatsche." Erleichtert und hosfnungsfreudlg verließ die Postmeisterin den Laden Frau Herczeas. Nach den Besuchen des Schusters im Herrschaftshause zu urtheilen, mußte unter den herrschaftlichen Fußbekleidüngen eine Art Reiß-Seuche ausgebrochen sein, denn gut . viermal in der Woche hatte Herczeg Stiefel zu bringen oder abzuholen, wobei es natürlich nie ohne eine kleineUnterhaltung abging; als der Meister einmal das Haus verließ, hörte er einen leisen Ififf und sah,, wie der Verwalter ihm winkte, zu folgen. Sie gingen in den Kuhstall. Dort blieb der Verwalter stehen . und

, nopsle herczeg .verirauNa) aus vie . Schulter. Können Sie das Maul j halten?" fragte er dann.

Gewiß, erwiderte der Schuster. Dann hören Sie zu. Ich hab mit der Marie etwas gehabt." Mit welcher Marie?" fragte Herczeg tn vollendeter Unschuld. Na, mit des Postmeisters Tochter." Na, und? " Na, und plöhlich schreibt s eines Tages ganz konfuses Zeug, erklärt, sie wolle von mir nichts wissen und verbietet mir geradezu, mich nochmals bei ihr sehen zu lassen." Na, und? " Ich liebe das Mävel, ich will es heirathen." Nun, so sagen Sie'S ihr doch, was hab' denn ich dabei zu thun?" Einrenken sollen. Sie die Geschichte," rief der Verwalter. Es kann da nur ein Mißverständmß oder eine Verleumdung obwalten. Herauskriegen sollen Sie, was sie gegen mich hat und an dem Tage, wo ich sie als Frau heimführe, zahle ich Ihnen 100 Kronen baar auf die Hand." Herczeg' kratzte sich anscheinend verlegen. Hm," meinte er dann, das ist eine kitzlige Geschichte aber ich will's pro" - Als Herczeg in. seinen Laden treten wollte, stieß er fast mit dem Postmeister zusammen; als höflicher Mann erkündigte er sich nach dem Befinden der Familie. . Danke," biumnte der, Gefragte, so ziemlich ... 5' :uf die Marie." O, ist das lein krank?" Was weiß icy verrückt ist sie," war die mürrische Antwort. "Also noch immer die Geschichte mit dem Verwalter?" Was für eine Geschichte?" fuhr der Postmeister auf. ' Na, die pfeifen schon die Spatzen auf dem Dache." Was?" schrie derLerr. Daß Fräulein Marie in den VerWalter verliebt ist, und daß Ihre Frau Gemahlin eine Heirath nicht zugeben will." , Der Postmeister blieb einen Augenblick vor Staunen stumm. Und ich habe bis zu diesem Augenblick keine Ahnung davon," murmelte er dann. Schau . . . schau ... der Verwalter ...ist doch ein ganz netter Mensch." Und hat ein ganz nettes Einkommen," ergänzte Herczeg. Und meine Frau ist dagegen? Und ich darf nichts sagen?" Wie ich hörte, soll die Frau Gemahlin geäußert haben, wenn sie einmal nein sage, gebe es keine Macht der Welt, die dagegen aufkomme.". So ?" meinte grimmig der Postmeiste?, na, das wollen wir sehen." Hastig wollte er davoneilen. . Wohin' denn?" rief Herczeg. Nach Hause . ' Natürlich und Skandal machen,, daß alle Leute zusammenlaufen und die Geschichte dann noch mehr herumkömmt." - ' Der Postmeister war wieder stehen geblieben. Es ist wahr," meinte er dann sinnend, Skandalmachen hat keinen Zweck." ' ' Eine Weile standen beide Herren stumm da. Herr Postmeister," rief plötzlich Herczeg, ich hab' mich meiner Treu bis jetzt nie in fremde Geschichten eingemengt, aber Ihnen zuliebe will ich eine Ausnahme machen." .':. Mann, wenn Sie da einen seinen Weg ausfindig machen . . . na, Sie wissen ja, ich lasse mich nicht lumpen und auf einen Hunderter kommt's mir nicht an." Bezahlen wollen Sie mich?" fuhr! Herczeg entrüstet auf. - Begütigend legte ihm der Postmeister die Hndauf die Schulter. Na, na, so war'ö a nicht gemeint ich wollte Ihnen damit nur meine Erkenntlichkeit zeigen." Der Meister war durch diese Erklärung wieder besänftigt und ohne sich darüber auszulassen, welche Umstände ihn dazu bewogen, erklärte er, unter solchen Umständen das Anerbieten anzunehmen, worauf er wieder nachdenklich vor sich hinsah. Ja, so wird's gehen," rief er plötzlich befriedigt. Wir müssen versuchen, Ihre Frau umzustimmen." . Der Postmeister schien enttäuscht. Das ist Ihre ganze Idee?" fragte er dann. Diese Rolle wird rnerne Frau übernehmen," meinte schlcu schmunzelnd Herczeg, und wenn sie erst Ihre Frau so weit gebracht hat. daß ste mit sich reden läßt, dann gebe ich Ihnen einen Wink und Sie sängen einmal so ganz zufällig über die Geschichte zu reden an." Versteh schon, so fein hinten herum . . ." . Ganz -richtig, also vorläufig 'warten Sie erst einmal ab . . ." X Die Frau Postmeisterin wurde außerordentlich verlegen, als einige Tage später, während sie mit ihrem Mann nach dem Essen beisammensaß, Frau Herczeg auftauchte; glücklicherweise schien ihr Mann nichts zu merken. Er grüßte flüchtig die Schusterin und ging dann ins Amt. Um Gotteswillen, wie 'können 'Sie so unvorsichtig sein," meinte die Postmeistersgattin, bedenken Sie, wenn mein Mann Verdacht schöpft, kommt die ganze' Geschichte vorzeitig auf." Frau Herczeg lächelte. Nur unbesorgt," meinte sie dann, Verdacht hat Ihr Mann schon lange geschöpft... - Die Dame des Hauses zückje zusammen.

Aber ich habe ihm denselben arund

lich ausgeredet." Wie haben Sie denn bas angestellt?" . fragte bewundernd die PostMeisterin. Wieder lachte Frau Herczeg. Ich habe ihm direkt gesagt, daß seine Vermuthung richtig ist, daß der Verwalter in Fräulein Marie .verschossen ist, daß Sie aber entschieden dagegen seien." Nun und er?" Mein Gott, leider scheint er wirklich an der Sache einen Haken zu finden, aber das thut nichts, den Herrn Postmeister werde ich schon herumkriegen. Passen Sie nur auf, so weit bringe ich ihn, daß er ganz von selbst mit Ihnen darüber zu reden anfangen wird.Sie glauben wirklich?" ' Verlassen Sie sich darauf; und wenn's dann soweit ist. dann seien Sie nur nicht zu hastig mit Ihrer Zustimmung,' das wäre doch verdächtig immer nur ein klein bischen nacleben, immer thun, als ob Sie nicht sonderlich erfreut darüber wäre, und wenn Ihr Mann am Schluß dann sich in Eifer geredet hat, na dann sagen Sie mit einem Seufzer in Gottes. Namen . ja. Die Vekehrungsvers uche des Herczegschett '..res schienen von Erfolg begleitet zu sein, denn schon in l?enigen Tagen konnte der Meister dem Postmeister mittheilen, daß er nun die Sache aufs Tapet bringen dürfe, während Frau Herczeg der Postmeisterin die erfreuliche Thatsache verkündete, daß es ihr anscheinend gelungen sei, ihn herumzukriegen. Und wirklich fing denselben Abend der Postmeister an, über das Heirathen im allgemeinen zu sprechen; er verwies auf die Schwierigkeiten, die es mache, einen geeigneten Mann zu finden, ließ sich dann in anerkennender Weise über den Verwalter aus und meinte schließlich, daß der Herr für Marie eine sehr gute Partie wäre. Der Rathschläge Frau Herczegs eingedenk, begann die Postmeisterin schüchtern zu opponiren, den Mahnungen des Schusters folgend, beherrschte der Gemahl den aufsteigenden Grimm, und das Ende der Unterredung war, daß Frau Postmeister seufzend meinte, wenn er gla" be, daß Marie ihr Glück machen werix wolle sie dem gewiß nicht im Wegi. stehen. Daß es dem Schuster binnen Kurzem gelang, Marie mit dem Verwalter zu -versöhnen, braucht wohl nicht erst erwähnt zu werden, noch weniger, daß es einige Wochen später eine solenne Hochzeitsfeier gab. Zur selben Zeit, als das erste Hoch auf das neuvermählte Paar vomGutsbesitzer ausgebracht wurde, saßen Herr Herczeg und Gemahlin im Kämmerlein und betrachteten eine Anzahl Scheine, die'alle in den Ecken die Zahl 100 tru--Weißt Du?" sagte plötzlich der biedere Schuster, ganz schlau haben wir die' Sache doch nicht angepackt, wir hätten auch die gnädige Frau ins ,pZel ziehen sollen, sicher läge noch ein Hunderter mehr da ' schade eine solche Gelegenheit kommt nicht wieder." Ja, man lernt ' eben nie aus seufzte' philosophisch die Dame und schloß die Scheine in die Kasse ein. Einige Tage nacy der Hochzeit gingen seltsame Gerüchte im Dorfe herum. Es hieß, zwei Unbekannte, die obendrein noch Masken trugen, hätten den Schuster bei Nacht überfallen und ihn windelweich durchgeprügelt. Man zerbrach sich vergeblich den Kopf, wer ein Interesse daran haben könnte, den Allerweltsretter Herczeg zu prügeln, und gerieth bei diesen Kombinationen auf den Doktor med. und den Thierarzt, deren Gegnerschaft genügend bekannt war. ' Herr Herczeg aber lag im Bette, getreulich gepflegt von seiner Gattin und meinte melancholisch: Na, einen Trost habe ich, die Prügel habe ich mir ehrlich verdient." Niedrige :: Raten . und lange Zeit Bedingungen für ... . , Danksagungs Tag Fahrkartrn la Essen Sie den Truthuhn mit ' den lieben Alten zu Hause". Am 23. und 24 November werden-Retour fabrkarten verkauft nach allen LocalStatto. nen der Big Four Route", Cincinnatt Northern und D. & U. Bahn, (innerhalb einen Umkreis von 160 Meilen der AbfahrtS Station) ; ebenso nach vielen Punkten mit BerbindungS-Linien deS Central Passagier Association.GebietS zu sehr niedrigen Preisen. Fahrkarten sind gültig für die Retour, fahrt blS zu und einschließlich den 28. November 1004. Für völlige Information und Einzelnhei. ten über Raten, Fabrkarten u.s.ro., wende man sich an die Big Four Agenten, oder schreibe an Unterzeichneten. , Warren I. Lynch, General Paffagier und Ticket-Agent, Cincinnati, O. Die beüe 5 Cent Cigarre in der Stadt, Ducho!S Lsngfellow".

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