Indiana Tribüne, Volume 28, Number 64, Indianapolis, Marion County, 5 November 1904 — Page 4

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Indiana Tribüne. HnauIzkAkbe von dn Sntnlders $. , Indianapolis, Ind.

Sarry O.THudiua .... Präsident. GeschäftSlocal: No31 Süd Delaware Straße. TELEPHON 29. i tered at the Post Office ot Indianapolis as second dass matter. Die Preise der Lebensbedürfnisse. Die höheren Preise für verschiedene Lebensbedürfnisse sind als Argument im gegenwärtigen Wahlkqmpf benützt worden. Man versucht die Veranttoortlichkeit dafür dem Schutzzollsystem zur Laft zu .legen. Dabei unterläßt man freilich, die Thatsache zu erwähnen, .daß die Arbeitslöhne noch weit mehr in den'letzten Jahrzehnten gestiegen sind, als die Preise für Lebensbedürfnisse. Allerdings waren in Folge des Dar nisderliegens aller Industrien und der . schweren GeschästZockungen zur Zeit der verhängnißvollen. Cleveland'schen Tarifexperimente die Preise für LebenL Bedürfnisse vielfach niedriger als jetzt. Dem großen Publikum erwuchs aber nur sehr bedingungsweiser Nutzen da rauZ. Denn die Arbeitslöhne waren noch weit mehr heruntergegangen, als die Preise, und Viele' hatten überhaupt die 'Arbeit und alle Möglichkeit, sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen, eingebüßt, so daß sie selbst zu den billigsten Preisen nichts mehr, kaufen konnten. Sie mußten sich entweder spärlich behelfen oder von den Sup penanstalten der zweiten Cleveland'schen Administration Gebrauch machen, oder auch sich den Jndustrial ArmieS" anschließen, jenen verzweifelnden. und Arbeitslosen, die in der Stärke von Zehntausenden hilf. und rathlos durch da5 Land zogen. Einer interessanten Aufgabe har sich in letzter Zeit das Bureau für Arbeitsftatistik im Staate Massachusetts unter, zogen, indem es die Ursachen der Preisfieigerung durch Anfrage an Hunderte von Kaufleuten und Fabrikanten zu erMitteln suchte. Natürlich laufen die Hunderte von Antworten, die eingegangen find, nicht alle auf Eins hinaus. -Sie stimmen aber alle darin überein, daß der Schutz Zolltarif in keiner Weife für die höhe, ren Preise verantwortlich gemacht wer den' kann. Im Segentheil hat er sich, wenn man diesen Angaben glauben darf, als ein Schutz im besten Sinne des Wortes erwiesen; für die Geschäfts, weli und auch für die Arbeiter, denen er reichliche Arbeit bei besseren Lohn. Verhältnissen verschaffte, .als sie vorher hatten. . Gerade die höheren Arbeitslöhne schinen theilweise das Steigen der 2t benSmittelpreise verursacht zu haben. Wenn der Produzent höhere ArbeitSlöhne zu zahlen hat, so .ist eS ja selbst, verständlich, . daß er die dadurch entftan. dene Erhöhung der Produktionskosten auf die von ihm gelieferten Produkte ode? Waaren schlägt. . Noch viel , mehr scheinen die Jndu ftrietruftS zur Erhöhung der Preise beigetragen zu haben. . Sie schraub, ten nach Belieben-die. Preise in die Höhe. Aber auch damit hat der Schutz, zolltariff nichts zu thun. Von dem freihändlerischen England hat die Trustidee ihren Ausgang genommen und die Trusts wuchern dort üppig.' Wenn sie es nicht ganz so schlimm treiben, wie hier, so liegt das Haupt, sächlich daran, daß England sich stren. gerer Gesetze erfreut, durch welche dm Uebergriffen und ZAusschreitungen der großen Jndußrietrusts, engere Schran- - ken gezogen worden sind. Alle Preise sind das Produkt von Angebot und Nachfrage. Eine erhöhte Kaufkraft deS Publikums in Zeiten flotteren Geschäftsganges und günsti' gerer Lohnverhältniffe wird notbwen dlger Weise eine steigende Tendenz der Preise zur Folge haben, während Zeiten großer Arbeitslosigkeit und schwerer GeschästSstock ungen regelmäßig . ein Niedergehen der Preise mit sich bringen. Nur noch ein paar Tage und die Qual ist vorüber. Lieber ein Ballot durch unrichti ges Streichen verderben, als für einen unerwünschten Candidaten stimmen. Herr Julius Keller nebst Gattin, Tochter und Sohn sind Don nerstag Nachmittag nach monatlicher Vergnügungsreise gesund und munter wieder angelangt. Willkommen daheim!

Einem unter der Marke Wahl' Propheten" erschienenen Artikel der N. Z). Volkszeitung entnehmen wir folgende Stellen: Ein Gedicht, deffen VerfafferS Namen unserem Gedächtniß ent schwunden ist und deffen erste Zeilen so lauten: Ein schwarzer Mohr, mit Na. men Peter, war bei der Reiterei Trom. peter, und wurde einst in einer Schlacht zum Kriesgefangenen gemacht," erzählt, "wie im weiteren Verlauf der Dinge dem unglückseligen Trompeter nach seiner Gefangennahme Tod und Verderben angedroht wurden, und wie ihm auf seine Entschuldigung, daß er ja in seiner Eigenschaft als Trompeter keinem Menschen etwas zu Leide gethan habe, erwidert wurde: Du bliesest unseren Feinden Muth!" Dieses Trompeter.Verbrechen machen sich auch die meisten Wahl.Propheten schuldig, und zwar in dem doppelten Sinne, daß sie durch ihre kühnen Vorhersagungen in den eigenen Reihen Begeisterung und Zuversicht, in denen der Gegner Furcht, Schrecken und Entmuthigung zu ver breiten suchten. Dabei ist noch, wie wir schon früher gelegentlich der eigen! lichen Bedeutung der BoguSWahlwet. ten auszuführen Gelegenheit hatten, die Erwägung maßgebend, daß bei der allgemeinen Sport-Leidenschast unseres

Volkes der Wunsch, auf der gewinnen den Seite zu sein, das Seine dazu thut. um eine Anzahl von Wählern n-cht gegenihre Ueberzeugung, denn so. ein Ding kennen sie überhaupt nicht zu veranlassen, ihren bisher angenommenen Standpunkt aufzugeben . und am Wahltage für diejenige Partei zu stim men, welche den Vorhersagungen ge mäß, von .denen sie sich bestimmen lassen, den Sieg sicher erringen würde. - Daß eine solche oder eine ähnliche Wirkung in Folge jener Mittel der kühnen Prophezeiungen und zu Äun sten der einen oder anderen Partei abgeschlossenen Wetten auch thatsächlich ausgeübt wird, wird Jeder zugeben. der sich mit Bezug darauf in den Vorfällen des öffentlichen Lebens und der Aeußerungen der Preffe etwas umfleht. So flnden wir in der gestrigen Aus gäbe eines demokratischen Blattes eine Einsendung, deffen Autor sich bitter darüber beklagt, welches Unheil z. B. das von dem N. Y. Herald" publi. cirte Resultat seines, unter den Wählern New Yorks veranstalteten Wahl Canvaß" (Zählung) anrichte. ' Er selbst, der Einsender hatte nun, da das Resultat des Wahlkampfes schon vor. herzu Gunsten RooseveltS entschieden gewesen sei, bereits bei sich beschaffen, gar nicht an die Wahlurne zu gehen, und drei seiner Bekannten', ebenfalls Demokraten, feien aus denselben Gründen zu demselben Entschluß gekommen. Erst der von anderer Seite gesührte Nachweis, daß in der Herald".Auf. stellung sich solche Rechnungsfehler be fänden, daß nach deren Richtigstellung die für.Roosevelt angegebene Majorität sich m eine solche für Parker, verwandle, hätte ihren Entschluß geändert. Abgesehen nun von der unglaublichen Dummheit, welche sich darin dokumen tirt, auf die Vorauöfagungen von Parteiblättern, worunter auch solche Blätter zu verstehen sind, welche nur in diesem speciellen Falle Partei ergriffen haben, auch nur daS geringste Gewicht zu legen, beweift jene Einsendung, in Verbindung mit Symptomen ähnlichem Natur, die gänzliche Principienlosigkeit unserer Durchschnitts . Wählerschaft. Daß es Pflicht'deS politischen Menschen, deS Bürgers, ist, für. seine Ueber, zeugung Zeugniß abzulegen, auch wenn er sich in verschwindender-Minorität de befinden sollte, damit sein Protest ge gen die bestehende Ordnung der Dinge im Jnterresse der Sache, deren Sieg für die Allgemeinheit er für nothwen dig hält, zur Geltung komme, daß es ferner niemals einen Fortschritt im öffentlichen Leben geben würde, wenn die Bürger, die sich ra einer gewissen Parteirichtung bekennen, davon abfte hm wollten, ihre Stimme, für dieselbe zu erheben, auch wenn ihr Votum zunächst nicht das Geringste an den be stehenden Verhältnissen ändern könnte davon scheint ein großer Theil un serer Wählerschast kein: Ahnung zu haben. .Mit Ausnahme der wirklich führenden Elemente auf beiden Seiten des großen wirthschaftlichen ConfliktS, welcher fast allein mit Ausnahme, der reinen Aemterjägerei, unseren politischen Kämpfen zu Grunde liegt, fehlt unseren Wühlern durchaus jedes fach liche Zielbewußtsein. Daher jenes merk würdige Verhalten, einfach nicht mit zuthun", wenn man zwar nicht zu den bisherigen Gegnern überlaufen will, dessen Sieg aber für ein unabwendda S Ereigniß'hält.

Behörde für off. Werke.

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In der gestrigen , Sitzung der Be. hörde für öffentliche Werke' wurden Gesuche eingereicht für Cement'Seitenwege in Beauty Ave. von New Jork Str. bis Lancrost Straße. Waffer.Röhren in 31. Str. von Clifton Str. bis Barnes Ave. Die PrimärAffeßmentListe wurde gestern bestätigt für: Cement-Seitenwege in Pine Str. von New York Str. bis Vermont Str. Cement-Seitenwege und Rinnsteine in Noble Str., von Washington Str. bis Äirginia Ave. Die Behörde ordnete gestern die Aus dehnung der College Avenue Straßen. bahn.Route über die 27. Str. bis nach der Cornell Ave. an. Seit Jahren haben die Bewohner in dortiger Gegend um die Verlängernng dieser Straßenbahnröute nachgesucht, aber da sie sich über die Straßen, welche die BahnGesellschaft benutzen sollte, nicht einigen konnten, so gelangte der Plan nicht zur Aussührung. Die Gattin eines wohlhabenden Pariser Kaufmannes hatte diesen seit geraumer Zeit im Verdachte, es mit der ehelichen Treue nicht zu genau zu nehmen. Als nun Herr C. letzthin eine Einladung zur Theilnahme an einer Jagd erhielt, nahm die Dame diese Ankündigung mit einem 'sehr ungläubigen Lächeln entgegen. Sie sagte aber nichts, sondern ließ den Gatten ruhig in einen Fiaker steigen und nach der Ostbahn fahren. Kaum hatte er aber das Haus verlas-sen,-da nahm auch Frau ., die einen langen Staubmantel angezogen und das Gesicht mit einem dichten weißen Schleier bedickt hatte, einen Wagen. S'tf fuhr gleichfalls nach dem Ostbahnhof und kam gerade noch zeitig genug an, um zu sehen, wie ihr Gatte seine Flinte und seine Packete einem Beamten zur Verwahrung gab, dann wieder in-seinen Fiaker stieg und in das Innere der Stadt zurückkehrte. Der Wagen feiner Frau fuhr der Droschke nach, und die Wettfahrt endete erst an der weit entfernten Cours de Vincenneh". Dort stieg Herr C. vor einem sehr stattlichen Hause aus. bezahlte den Kutscher und ging hinein. Frau C. wartete in ihrem Wagen in einer Gemüthsverfassung, die man sich leicht vorstellen kann, auf die weitere Entwicklung der Dinge. Es verging' eine peinvolle Viertelstunde, dann er schien der Gatte in einem sehr elegan ten Promenadenanzuge.am Arm einer hübschen weißgekleideten Dame. Frau C. verließ ihre Droschki, schlich sich an die Dame heran und entriß ihr datz goldene Geldtäschchen, das die Nebenbuhlerin in der Hand hielt. Wie eine Diebin von Beruf ergriff sie dann djo Flucht. Man stürmte ihr natürliV nach, holte sie ein und brachte sie auf die Wache. Das. Paar, das als Zeugen fungiren sollte, erschien gleichfalls auf dem Polizeibureau., Man kann sich die Ueberraschung. des Herrn C. vorstellen, als die vermeintliche I)iebin den Schleie? aufhob und sich als feine rächende Gattin entpuppte. Die Dame erklärte kurz und bündig, diese List nur angewendet zu 'haben, um den Ehebruch ihres Gatten feststellen zu lassen und die Scheidungsklage anzustrengen. Herr C. nahm die Sache sehr philosophisch auf und sagte zu dem Polizeicommissär: Da sieht man wieder einmal, wie weise das -Gesetz-buch ist, das der Frau befiehlt, ihrem Gatten überall zu folgen." . Aepfel mit dem- Bildnisse KÄiig. Eduards wurde dieser Tage im Coventgarden zu London verkauft. Die prächtigen Früchte waren in Frankreich gewachsen, und das Lichtbild des Königs ist in ihre rosige Schale eingemalt mit Sonnenstrahlen, was bekanntlich leicht gelingt. Es ist theures Obst. Die ersten sechs, die in England. verkauft worden sind,. haben dem ersten Käufer $4.50 gekostet. Er verkaufte sie unmittelbar darauf wie der für $7.50. Sie gingen nach zehn Minuten für $12 in andere Hand über, und ehe die Sonne sank, erzielten die sechs Aepfel einen Pute von $25. In diesem Zeitpunkt ihrer Entwicklung wurden sie gegessen. Der .Daily Graphic" bildet einen der schönen großen Aepfel ab, die zuletzt zu haben waren. Das Bild des Königs darauf ist auf den ersten Blick zu erkennen, wenn es auch natürlich nicht mit einem Stahlstich wetteifern kann. Das Lichtbild im wahrsten Sinne des Wortes ist dadurch hergestellt worden, daß man auf der grünen Schale der noch unreifen Aepfel einen photograPhischen Film befestigte. Die . Aepsel sind dann der vollen Sonne ausgesetzt worden und so gereift, und die Films haben dabei, wie zu erwarten war, auf der sich allmählich röthenden Haut ihr Schattenbild erzeugt. Verrannt. Gast (beim Eintreten ins Wirthshaus): Donnerwetter! Aber es ist ja heute so leer hier? Woher kommt das? Kellner: Ach, gnädiger Herr, ' bei dem Sauwetter bleibt ja jeder vernünftige Mrnlch in Hause! - . - : -

Vom Auslande.

Eine wohlthätige Diebin ist in Toinville festgenommen worden. Sie war früher Dienstmadchen und war ihre? letzten Herrschaft mit 11,000 Francs durchgebrannt. Sie wurde verhaftet, als sie in einem Fiaker durch die Straße fuhr, umEinkäufe zu machen. Man fand bei ihr einen Trauerkranz, eine Hammelkeule und einen Regulator. Auf der Polizei gab sie ihren Diebstahl zu, behauptete aber, nur im Interesse der leidenden Menschheit gehandelt zu haben. Der Kranz fei für das Grad einer todten Freundin bestimmt, die Hammelkeule für eine kranke Frau, der Regulator für eine arme NachbarsfamiIre; Sie weigerte sich entschieden, den Ort anzugeben, wo sie die 11.000 Francs versteckt hat, die sie nach Verbüßung ihrer , Strafe wohlthätigen Zwecken widmen will. Die in Frankreich übliche Freisprechung von Angeklagten, die der Tödtung betrügerischer Ehegatten oder verrätherischer Geliebten beschuldigt sind, hat in Rumänien Schule gemacht. . Vor einigen Monaten war in Cotesti die junge, ihm vor noch nicht langer Zeit angetraute zweite Gattin eines reichen Mannes in einem zärtlichen Tete-a-Tete mit seinem Kutscher ertappt und nebst ihrem Galan von dem betrogenenGatten niedergeschossen worden, wobei er von seinem Sohne aus erster Ehe unterstützt wurde. Die beiden erschienen deshalb kürzlich wegen Mordes vor den Geschworenen, doch wurden sie, obgleich sie den Getödteten, von deren verbrecherischen Beziehungen sie Kenntniß besaßen, eine Falle gelegt hatten, so daß ihre That als wohl überlegt erschien, freigesprochen und nur zu einer Buße von 8000 Francs an die Mutter der getesteten Frau verurtheilt. . Ein künstliches Nordseebad" ist vor Kurzem in München in Gegenwart des Prinz - Regenten eingeweiht worden. Es handelt- sich um Wellenbäder. Die Wellen werden in einem größeren Wasserbecken, dessen Boden gegen das eine Ende gleich, dem Meeresstrande sanft ansteigt, erzeugt. Am oberen tiefsten Ende des Beckens, wo die Wassertiefe fast zwei Meter beträgt, ist ein Wellenerzeuger angebracht, eine keilförmige Eintauchvorrichtung, die durch Elektrizität bewegt wird. Wird nun diese Eintauchvorrichtung die die ganze Breite deß Wasserbeckens einnimmt, gehoben und gesenkt, so verdrängt sie große Mengen Wassers, das in schwingende und rollende Bewegung geräth. Es entstehen Wellenberge von ansehnlicher Höhe, gerädeso wie bei bewegter See, und Wellenthäler. Wie am ' Meeresufer die Wogen sich überschlagen und brechen, um in einem Wirbel und Strudel zu verlaufen, so tritt auch hier die gleiche Erscheinung ein. Die Eintauchvorrichtung hat eine Leistungsfähigkeit von etwa 18 Wellen in der Minute.' : Ueber erneu Hund als Netter einer deutschen Schiffsmannschaft wird berichtet:. Der furchtbare Sturm, der dieser Tage über die britischen Inseln dahinfegte und besonders im Canal tobte, hat wieder viel Schaden an Eigenthum angerichtet, obwohl glücklicherweise, -soweit sich bis jetzt übersehen läßt, der Verlust an Menschenleben verhältnißmäßig gering ist. Eine deutsche Barke Maria" wurde zwischen Rosehearty und Sandhavon an die Küste getrieben; die Mannschaft hat ihre Rettung aus schwerer Lebensgefahr einem Hunde zu verdanken. Als ihre Nothzeichen an der Küste bemerkt wurden, wurde sofort nach der nächsten Stadt, Fraserburgh, an die dortige Rettungsstelle gedrahtet. - Da man jedoch sah daß schnelle Hilfe rkoththat, wurde der einem in der Nähe des Strandes wohnenden Bankier gehörige große Hund mit einem Seil ins Wasser geschickt, und wirklich gelang es dem Thiere, das eine Ende des'Seifes bis zum gestrandeten Schiff zu bringen. Unterdessen war die RettungsMannschaft am Platze erschienen, und mit Hilfe des von dem Hunde hinübergeschafften Seiles wurden alle Mann sicher ans Land gebracht.' D i e G e s ch i ch t e einer seltsamen Ehe beschäftigte dieser Tage bereits zum zweiten Male einen Londoner Gerichtshof. Vor zwölf Jahren ging eine Dame aus guter Familie ohne Wissen der Eltern, mit einem Architekten eine rechtsgiltige Ehe ein, ohne daß das junge Paar einen gemeinsamen Hausstand gründete. Der eben vermählte Ehemann, dessen Obliegenheit es nach englischer Sitte gewefen wäre, die für die Haushaltung nöthige Aussteuer zu beschaffen, erklärte sich hierzu, wie auch zur Bestreitung des gemeinsamen LebensunterHalts vorläufig außer Stande und veranlagte feine junge Frau, einstweilen noch im Hause der Eltern zu verbleiben, bis seine Stellung ihm die Begründung eines eigenen Heims ermögliche. Darüber aber vergingen Jahre, und seine Gefühle zur Gattin 'wurden merklich kälter. "Als diese nunmehr erfuhr,, daß er im Hause einer Wittwe lebte und sehr wohl über die nothwendigen Mittel verfügte, strengte sie einen Prozeß gegen ihn an. Der'Gerichtshof aber wies ihren Antrag mit der Begründung zurück,' ihre Klage, daß sie von ihrem Ehegatten verlassen 'worden sei, sei nicht aufrecht zu erhalten, da die beiden Eheleute ja nie zulammen gelebt hätten.

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Politische Mnkünöigungcn.

Dr. Frank A. Morrison 4 ist Kandidat für das Coroner Amt und ersucht um die Stimmen aller deutschen Bürger. bei der Wahl am 8. November.

Demokratische Kandidaten. Stimmt für Robert M. Madden, Demokratischer Candidat für Sheriff von Marion County. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. ; Chas. E. Cox empfiehlt sich den Stimmgebern von Marion County als demokratischer Candidat für Staats-Scnator. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. Janes E.McCullongh . empfiehlt sich den Stimmgebern von Marion County als demokratischer Candidat für County Stäatsanwalt. Wahl am Dienstag, dm 8. November 1904. Stimmt für Demokratischer Candidat für Trustee von Center Townsbip. Wahl am Dienstag, den 3. November 1904. Henry Cc Cox empfiehlt sich den Stimmgebern von Marion County als demokratischer Candidat für Richter des-Zugend'Gerickts. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. ' Adolph G. Emhardt empfiehlt sich den Stimmgebern von Marion County als demokratischer Cattdidat für Repräsentant zur Legislatur. Wahl am Dienstag, den , 8. November 1904. James E. Berrh Mitglied deITeIkgrphisten . Verein, Local tfto. 7.) empfiehlt sich den Stimmgebern von Center Township als demokratischer Candidat für Agegor von Center Tsvnship. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. Die unter ihrem Mädchennamen Helene Böhlau bekannte Noman. schriststcllcnn, die Tochter des bekann. ten Berlagsbuchhättdlers, die seit Jahren mit ihrem Gatten und Sohne in Münan lobt und seit ihrem 1886 erfolgten Ucbertritt zunr- Islam und darauf nach türkischem Rechte vollz?aencn Vorehclichimg Mit ihrem gleich, falls . übergetretenen' nunmehrigen Gatten den Nameir Al Naschid trägt, sieht zur Zeit die Giltigkeit ihrer Ehe dadurch bedroht, daß die verlassene; erste Frau ihres Gatten, mit dem diese 1863 auf Helgo-.nd getraut worden war und bis 1886 auf deut schem Bundesgebiete zusammen gelebt hatte, die Giltigkeit der in Konstanti nopel mit Helene Böhlau gcschlosse nen Ehe bestreikt. Diese erste Frau bat sckon 1893 am Landgericht Münclzen einen Prozeß anhängig gemacht. Er soll nnnmelir wnigsteiis jurn Theil, nämlich bezüglich Feststellung des Ehestandes, entschieden werden.

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