Indiana Tribüne, Volume 28, Number 62, Indianapolis, Marion County, 3 November 1904 — Page 1

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Mord oder Selbstmord? (eiche mit Schußwunde im Kopfe aufgefunden. Die Polizei mit der Untersuchung beschäftigt.

Heute Morgen um etwa 6 Uhr wurde in der.Nühe der Vandglia Kreuzung cn der Gürtelbahn die Leiche eines et. wa 35 Jahre alten Manneö ausgefun den, von dem man, nach in den Taschen aufgefundenen Briefschaften annimmt, daß er Edward G. Tichmor aus 01 ney, JUS., ist. Der Brief war C. E. Ryan unterzeichnet und besagte, daß Tichmor ein guter Bremser und Jardmeifter sei. Die Polizei ist der Anstt, daß der Mann Selbstmord beging; der Umstand aber, daß weder Werthsachen noch Uhr bei der Leiche aufgefunden wurde, läßt auch eine Mordtheorie zu. Da der Körper bereit kalt und steif war, mußte man annehmen, daß das Leben schon seit mehreren Standen er loschen war. Die Radlerpoliziften Morgan und Samuels, welche mit der Untersuchung des Falles betraut wur den, fanden, daß Harry Curry, ein Tyurmwelchensteller gestern Aoeno um etwa 11 Uhr einen Schuß hörte. Die - Kugel war .hinter dem rechten Ohre, etwas oberhalb desselben eingedrungen. Die Leiche wurde durch Dispensariums Arzt Dr. Hoover nach dem städtischen Leichenhause gebracht, und Coroner Tutewiler wurde, Zwecks Vornahme ei ner Untersuchung, benachrichtigt. Prominenter Burger von Stra- ' kenräubern angefallen. Louis E. Haag, ein Droguift, 82 Broadway, wurde gestern Abend etwas nach II Uhr, als er seine Wohnung be treten wollte, durch einen unbekannten maskirten Räuber mit einem Ende GaSröhre angegriffen. Der Mann fiand im Dunkeln in einer Ecke und als Herr Haag an der Seite deS Hauses entlang gehend im Begriffe stand, durch eine Seitenthüre 'Zutritt zum Hause zu gelangen, sprang der Bandit auf ihn zu., zugleich mit der Röhre einen Schlag nach dem Kopfe führend. Herr Haag hielt 'feinen Arm zum Schutze vor und nur diesem Umrande hat er es zu verdanken, daß er nicht getödtet . wurde. Herr Haag erlitt außer einer Verletzung am Arm auch Kopfwunden. Die Polizei wurde fofort benachrichtigt; da aber inzwischen der Bandit entflohen war, konnte nur eine Untersuchung des Vorfalles vorgenommen werden. Herr Haag glaubt im Stande zu sein, seinen Angreifer zu identifiziren, falls er dem selben begegnen sollte. ' Der G. L. Knor Fall noch' in Verhandlung. Während des ganzen Tages wurden die Verhandlungen in dem George L. .Knox Falle im KreiSgerichte gestern fortgesetzt und um die Sache zu einem schnelleren Abschlüsse zu bringen, be räumte der Richter für gestern Abend noch eine Extrü'Sitzung an. Leute Nachmittag muk mit dem Drucke der Stimmzettel begonnen wer den und es scheint fast, als ob dieFrage, soweit die Parteien in dem Verfahren in Betracht kommen, noch eben so weit - von einer Lösung entfernt ist, wie beim Anfange .der Verhandlungen. Vom frühen Morgen bis zum Schlüsse deö GerichtSsaaleS, gestern Abend 11 Uhr. . war das Gerichtszimmer voller Farbi ger, die anscheinend an den Verhandlungen ein regeS Interesse nahmen. ' Äie Verhandlungen werden heute früh 8.30 Uhr wieder aufgenommen. Inzwischen werden, wie verlautet, die Stimmzettel ohne KnörS amen gedruckt, da voraussichtlich die Untersuchung mehrere Tage in Anspruch nehmen wird. Knox'S Anwälte find . gewillt, den Fall bis zum Ende fortzu setzen. - Neue? Federweißer, bei August Pietsch, Ecke Wabash und Liberty Straße.

Der gestrige. Unfall im Stadt-

Hospital. In Bezug auf den bedauerlichen Fehlgriff im Hospitale gestern, welchem zwei Menschenleben zum Opfer sie len, sagt Dr. Martin, der Su perlntendent des Hospitales, daß, ob. gleich die Krankenpflegerin unachtsam in diesem Falle vorging, dennoch die durch den Umzug veranlaßte Umwäl' zung hauptsäa die Schuld an dem Un glücksfalle trage, da unter gewöhnlichen Umständen und unter normalen Ve HSltniffen. ein solches Versehen völlig unmöglich sei.' Ihre. Zukunst. als Krankenpflegerin ist für Fräulein Funk zerstört, sie war eine der zuverlässigsten und pflichtgetreuesten Krankenpflegerinw w r nen, als Angeueule zeoocy voixo ne niqi im Hospitale verbleiben können. Da5 junge Mädchen stammt aus Marion, Ind., und liegt jetzt, als eine Folge des ihr durch den Fehlgriff bereiteten Schreckens selber in gefährlichem Zu stände im. Hospitale darnieder. Sie weiß bezüglich deS tragischen AusgangeS ihres Versehens noch nichts.' Coroner Tutewiler wurde benachrichtigt und Dr. Martin gab Zeitungen und Aerzten einen vollständigen Bericht in der Sache. Frau Cox war eine Wittwe, die ihren eigenen Unterhalt verdiente; sie wohnte etwa seit drei Jahren in der Stadt und war etwas, über 5 Wochen Patientin des Hospitals. Frau Shaw die Farbigewar nicht ganz so lange dort in Behandlung. Beide waren. vom Typhus kurirt, auf dem Wege der Besserung. Frl. Mindenhall ist seit etwa H Jahren als Krankenpflegerin im Hospitale angestellt, während Früu lein Funk annähernd 8 Monate dort gewesen ist. Eine 5'procent. Carbol Lösung bat Wasserfarbe konnte also dem Aussehen nach leicht mit. heißem Wasser verwechselt werden und da die Pflegerin noch etwa einen Eßlöffel voll Terpentin der Lösung zuzusetzen hatte. so war der Fehler später auch durch den Geruch nicht rmehr zu entdecken, daß also nur durch die Wirkung allein der Fehlgriff und die Anwesenheit deS Gif' teö bekannt wurden. Die eigenthüm liche Art und Weise, in der das Gif in den Körper überführt wurde, sowie auch der Umstand, daß gerade eine Lösung desselben zur Anwendung kam. machten 'die beiden Vergiftungsfülle weit mehr gefährlich, wie eine direkte Ueberführ'ung der unvermifchten Säure in den Magen. Die starke Säure überzieht nämlich sofort die Magenwände mit einer Kruste von Albumaten, welche die Ausnahme des GifteS in den Blutlauf hindern, die Lösung hingegen wird von den Schleimhäuten deS MagenS und der Gedärme unbehindert in'S Blut - über tragen Äie . Wirkung des in'S Blut übergegangenen Giftes befleht in einer chemischen Umwandlung der rothen Blutkörperchen, die meistens den Tod nach sich zieht. , Konsum erö' Gas Trust Co. Die .Consumerö' GaS Trust. Co." hat folgend? Directoren erwählt: W. I. Richards, JämeS W. Lilly. H. C. AtkinS, Hervey BateS Jr., John P. Frenzel, Fred Fahnley, Horace Mc Kay, G. L. Schnull und George Wolf. Zu TrusteeS wurden erwühlt: Prüsi dent, H. H. Hanna; VicePrüfident, Henry Coburn; Sekretär, L. M. Har vey. Herr Bement Lyman bleibt noch wie vor Sekretär der.Gefellschast. Elue Zal)l)l)-vchadenersahklage. John JamcS reichte gegen die In diarapoliS Street Railway Co. eine Klage auf $5000 Schadenersatz ein. Er-giebt an. daß seine Frau am 6. Dezember 1902.auf einer Stelle an der .Martindale Ave., wo die Straßenbahn Geleise die Eisenbahn kreuzen, im Dunkeln in eine auögegrabene Stelle siel und sich schwer verletzte; er hatte in Folge dessen-große Unannehmlichkei ten und Unkosten.

Wcihnachts-Erössnung. Tausende bewundern die reich haltigen kage

Der Firma 5haö. Mayer & Company. Einen Genuß seltenster Art bot zweifellos gestern die WeihnachtS'Eröff nung deS großen GeschenkeLadenS der Firma Charles Mayer & Co. Ein Lager, an Mannigfaltigkeit so reich, daß wohl kaum in der Geschichte unse rer Stadt etwas ähnliches zu verzeich nen ist, bot sich den Blicken der er staunten Besucher dar. Jedes Stockwerk des RiesengeschästeS war bis zum Aeußersten mit Waaren und Geschenken förmlich überladen. Die anheimelnde Musik deS Orchesters, das Blitzen und Blinken der geschlis fenen GlaSwaaren und Jumelen.welche die von den Glühlichtern auSgefandten Lichtstrahlen in allen Farben deS Regenbogens wieder gaben, dle schö nen Silberwaaren die mit den geschlif fenen Glaszegenständen so schön kon trastirten und doch wieoer zu einem harmonischen Ganzen verschmolzen, sie alle trugen ihren Theil dazu bei, gleich beim Betreten deö RiesengeschästeS eine FesttagSstimmung in jedem Be sucher hervorzurufen. Neben diesen standen Goldsachen, Marmor und Alabaster-Büsten in vornehmer Pracht. Alle Völker der Erde boten hier den Besuchern ihre besten Erzeugnisse dar. In geschmackvoller Weise waren Vasen mit Blumen auf den Schaukästen vertheilt, Rosen und Chrysüntemen abwechselnd. Ein jedes Stockwelk des großen Geschäftes hatte für die Besucher seine Anziehungskrast und unter den ausgestellten Artikeln befanden sich eine beträchtliche Anzahl rarer Kunstsachen der respektiven Branchen. Im zweiten Stockwerke war einTischgedecke, weleS einen Werth von nicht weniger wie $1500 repräfentirte. Die Servirteller waren vom feinsten Doulton, das in Gold verzierte weiße Porzellanzedecke, war französisches Fa brikat, die Silbersachen deS Tafelge deckeS waren schwer und aus gediege nem Silber. Eine geschmackvolle De coration in Rosen und Smilax mit grünen seidenen Bändern, vervollstän digte die Dekoration der Tafel. Im Hintergründe des zweiten Stockwerkes war eine Lager Scene aufgebaut, Herbftblätter bildeten die Unterlage und Zweige und Büsche den Hinter gründ. Den Vordergrund der ge schmackvoll und künstlerisch aufgebauten Scene bildete ein altmodischer Holz zaun. Die Jäger, die hier ein Lager aufge schlagen haben, sind im Begriffe ihr Abendmahl in dem von Zweigen ge stützten Kessel zu bereiten. Der Hund der Jagdpartie steht außerhalb der Umzäunung. Im dritten Stockwerk wurden Jäger, Fischer und Sports leuteAuSrüftnngen der verschiedensten Art gezeigt. Im vierten Stockwerke aber war es, wo sich Santa Claus den Kleinen zeigte. , Alles, was nur ein Kinderherz zu erfreuen vermag, für wahr, ist hier zu finden. Für die Mädchen die Pup pen. und Puppenhäuser, die Kochge schirre und andere Spielzeuge, in end loser Zahl. Auch praktische Sachen für die Mädchen, zur Ausstattung der Kinderstube wurden gezeigt. Ein kleiner AlcoholOfen, mit seinem nickel'plattirten Kochgeschirr wurde zur Herstellung süßer, Chocolade gebraucht, selbst die zur Ausstattung der Kinder nmmer notylgen 2)codel waren vor Handen. ' Die Knabenherzen aber erfreuten sich an den unzähligen mechanischen Spiel fachen, den Miniatur Eisenbahnen, Maschinen aller . Sorten usw. Einem jeden der Besucher. wurde als Andenken ein halbes Dutzend Souvenier Postkar ten deö Geschäfts geschenkt. Yersonal-Notizen. ; Herr L ouiSHollweg wird am nächsten Sonntags, eine Reife nach Deutschland antreten.

Socialer Turnverein.

Die Ernennung der verschiedenen Aus schösse. - Die gestern Abend stattgehabte regel mäßige MonatS'Bersammlung des So cialen Turnvereins erfreute sich eines zahlreichen Besuches und die Verhand lungen zeichneten sich durch reges In teresse der anwesenden Turner auS. Mit Bedauern wurde die Resigna tion deS.I. SchriftwartS Gust. Westing angenommen und als Nachfolger wurde sodann Turner Richard Kurtz ein stimmig erwählt. Eine Einladung deS DamenvereinS zu der am 20. November, Nachmittags um 3 Uhr im Auditorium stattfinden den geiftig.geselligen Unterhaltung, bei der Turner Falbisaner einen Vortrag halten wird, wurde dankend entgegen genommen und die Mitglieder ersucht. sich zahlreich zu betheiligen. 'Recht günstig lautete der Bericht deS Turnlehrers über den gegenwärtigen Stand, der Turnschule. Die große Zahl der'Schüler, die regelmäßige Be themgung am Unterricht und das große Interesse, welches dem körperli chen Turnen enrgegengebracht wird. deuten darauf hin, daß die Erfolge im laufenden Semester äußerst zufrieden stellender Natur fein werden. Jwnuttenuaze mpseylungen zur - . m Hebung deL Interesses und Förderung des ZusammengehörigkeitS Gefühles wurden von Turnlehrer Fischer unter breitet und Schritte zur Durchführung derselben unternommen. Gesellige Unterhaltungen sollen ein Mal jeden Monat abgehalten und dem Basket Ball'Team" soll von jetzt ab bis 1. März der Turnsaal an 4 Abenden zur Benützung überlassen werden. Der. Turnlehrer wurde beauftragt. sich mit den College von den beiden anderenhier bestehenden. Turnvereinen bezüglich, gemeinschaftlicher Turnabende in Verbindung zu setzen. Sprecher George Vonnegut ernannte im Einverständniß mit dem Vorstande die folgenden Ausschüsse: Für K ö rp e r l icheST urnen: Franklin Vonnegut, Louis Sielken, ChaS. Mode; ex.officio Hugo Fischer, und Max Emmerich. Für geistige Bestreb un gen: Armin Boyn, Peter scherer und Carl Lieber. Für S o n n t a g 3 S ch u l e: A. Metzger, P. Scherer und Albert Krull. Für V e r g n ü g u n g e n : G. Westing, F. C. Besch und E. Hap peröberger; x-officio Louis Siel ken und George Mode. . Für Bücher . Revision: Julius Becherer, John Thoeny und Martin Birk. Für Finanzen: George. Mode, Emil Zabel und A. Grummann. Für KrankenComite: Her mann Lieber, Louis Sielken und A. Grummann. Katzenjammer aber keine Bergistung. Aus einer Wirthschaft an. der Ken tucky Ave. wurde gestern Abend eine angeblich unter den Folgen einer Ver giftung leidende Frau Duncan. nach dem Stadthospitale überführt. Spä tere Nachfrage dort ergab, daß dieselbe an einem großen Kater gelitten hatte und daß von einer Vergiftung auch nicht eine Spur von ihr vorgefunden wurde. ' Neuer Federweißer bei Wm. Stoeffler, ' 202 Nord Noble Str. 4 Indem benachbarten Hause, 3337 W. Michigan Str., -wurde gleichfalls ein Besuch abgestattet; 40 Cents ist alles was hier vermißt wurde. Will HebbS, 3331 West Mi chigan Str. wohnhaft, wurde während dei Nacht von Einbrechern mit emem B.fuche beehrt. D ie genügsamen Ein dringlinge nahmen nur öl in Baar. JahreSball deö Oärtner NnterstünnngS-VereinS am Donnerstag, 24. kkovembsr (DankfagungStag), in der Oermania Halles T

Der Staats-Berband Deutscher

Vereine von Jndiana incorporirt. Der StaatS.Verdand Deutscher Ver eine von Jndiana erwirkte gestern beim StaatS-Sekretär feine JncorporationS Papiere. Dieselben sind mit großem Fleiß ausgearbeitet und legen die Zwecke und Ziele des Verbandes klar und deutlich dar. Die Beamten deS Verbandes find: Präsident. Joseph Keller, Jndianapo liS; Erster Vice-Prüsident, Robert Nix,JnsianapoliSs Zweiter Vice-Prüsident, Dr. I. I. Keerl, Evansville; Schatz meister, H. O. Thudium, Jndianapo liö; Sekretär, I. W. Loeper, Jndiana polis. . ' Stellenvermittler in Schvnlitäten. Unter der Anklage der falschen Vor spiegelungen steht David H. Rogers, 51, ein Stellenvermittler, der seinen Wohnort als 523 N. Pennsylvania Str. angiedt, auf dem Polizeiregister. Die von John A. Smith erhobene An klage lautet, daß RogerS gegen Zah slung von $1.50, Smith eine Stellung bei der Mutual Building. Co. als Collector zu besorgen versprach, daß aber Smith, wie er angiebt, auöfand, daß diese Companie überhaupt keine Vakanz für ihn hatte. . Sabeas Corpus" - Verfahre endgültig abgeviesen. DaS Ober.Gericht entschied gestern, daß das HabeaS Corpus" Verfahren, durch welches JameS GilleSpie sich .aus der Haft zu befreien suchte, vom KreiS gerichte rechtlich abgewiesen wurde. GilleSpie ist in Rising Sun der Er mordung seiner Schwester angeklagt. DaS Verfahren sucht sich darauf, zu stützen, daß Gillespie bereits einmal unter der Anklage in Gefahr stand und daß er aus diesem Grunde nicht noch einmal wegen desselben Falles prozessirt werden könne. SicherheitS-Sehorde. Polizist Crabtree auf einige Tage vom Dienst suspendirt. In der gestrigen Sitzung der Sicher? heitsbehörde wurde der farbige Polizist Crabtree. gegen den von Harriet Purns einer alten weißen Iran, die , Anklage erhoben war. sie geschlagen zu . haben. auf 10 Tage ohne Zahlung, vom Dienst suspendirt. Die Anklage, ' einen Kna ben, beim Versuche einer Anzahl Min derjähriger aus einer Wirthschaft zu entfernen, gemißhandelt zu. haben. wurde fallen gelassen. Die Resignation deS Sergeanten Malter S. White, wurde entgegenge nommen und William Paulfell, der an der Ecke derPennsylvania und Wash ington tstt. stanomri war, wurde zur Ausfüllung der entstandenen Vakanz, zum Sergeanten ernannt. Harvey Harwood, wurde dem Feuer Departement zugewiesen. L " ' . Die Gaö-Ordinanz betreffend 9' Das Comite des Stadtraths für Freibriefe und Contracte, in dessen Händen die schon deö Oefteren be sprochene 60 Cents HeizgaS'Ordinanz liegt, hielt geftertt wieder eine Sitzung ab. Stadt . Ingenieur Jeup reichte einen Bericht ein, in welchem er die Be hauptung des Herrn John R. Pearson, General Betriebsleiter der Jndianapo liS Gäs-Gesellschaft, das GaS nicht un ter 71 Cents hergellen zu können, .zu entkräftigen versuchte. ' Seimath-UnterstntznngS - Verein. Heute Abmd Ball. ; Heute Abend findet in der Süd feite Turnhalle der jährliche große Ball des H e iM a t h.U n t e r st ü tz u n g S Vereins statt. Besucher der frühe ren Festlichkeiten dieses populären Ver eins wissen, daß sie sich auf denselben stets köstlich unterhalten.' Dieses wird auch jedenfaÜS heute Abend wieder der Fall sein. ;

Nachrichten aus Jndiana.

R i cb m o n d, 2. Nov. Harry ein uanvoriestrager aus Richmond, wurde unter der Anklage, Gelder des Postamtes zu seinen eigenen Zwecken verwendet zu haben,durch Deputy U.S. Marsball Alonzo Boyd verhaftet. Ver. Staaten Commissär I. S. ReeveZ aus Richmond ließ den Mann später gegen $300 Bürgschaft frei. Hartford, 2. Nov. Die Leiche deS prominenten Farmers Edward Prefton von 'Sanderson, welcher seit dem 22. Oktober vermißt wurde, , ward heute in einer Kiesgrube in der Nähe der Stadt gesunden.' Zwei Kugelwunden waren in seinem Kopf und ain Halse war ein schwerer Stein befestigt. Die beiden Schwäger des Münne, Will und Cook wurden auf Befehl deS CoronerS verhaftet. T e r re H a ut e, 2. Nov. Der 17 Jahre alte William Lehman, Treiber in der Black Creek Kohlengrube bei Linton, kam in derfelber um'S Leben. Er hatte von dem Karren aus, in dem er sich befunden hatte, Kappe und Lampe fallen lassen und wollte auf heben. Dabei fiel er heraus und wurde zu Tode gequetscht. Seine Leiche wurde verstümmelt angetroffen. ES war bei Lehman gerade seine letzke Tour an dem Tage gewesen. Shelbyville, 1. Nov. Der Elevator und die HominyMühle der Nading Mill & Gram Co., das ganze Etablissement der Vandegrift Wrench Co. und drei Wohnhäuser sind hier am Dienstag Morgen eingeäschert worden. Der Verlust stellt sich wie folgt: Na' ding Co.. Verlust 550,000, Versiche. rung S29,000; Vandegrift Co., Ver luft 516,000, Versicherung $10,000; Gebäude, Verlust $5000. . ' P r i n c e t o n, 2. Nov. Hier geht das Gerücht, das bisher jedoch unbe stätigt geblieben ist, daß das FriSco. Bahnsystem daselbst eineOertlichkeit für eine Bahnwerkstätte suche; die bis herigen befinden sich in Danville.-Jlli noiS. Im benachbarten Pike County, in Petersburg. beabsichtigtZ die neu eta blirte Johnson Glas jCo. mit einem Grundkapital ' von $150,000 die Her ftellung von gläsernen Särgen zu be treiben. ES sollen. 150 Arbeiter be fchäft'igt und "täglich 1000 Glassärge hergestellt werden. ' Fort Wayne,. 2. Nov. Im Februar dieses JahreS fand in Peoria, Jll., eine Versammlung von Vertre tern der lutherischen KinderfreundGe sellfchaften der Missouri-Synode statt, und wurde schon damals der Plan in Anregung gebrachi, nicht nur diese, sondern alle derartigenZ Gesellschaf ten und Institute, wie Hospitäler, Waisenhäuser, TaubftummenAnftalt. Anstalt für Epileptische und Schwach finnige und die Stadtmisfionen unter einen Hüt zu bringen, das heißt, zu einem General-Berbande zu vereinigen. Zu diesem Zwecke wurde' eine Conven tion einberufen, welche gestern in dem Vereinshause der EmmauS'Gemeinde eröffnet wurde und bis zum 4. Novem der dauern wird. Zu derselben hatten sich 15 Delegaten von auswärts einge funden, doch werden noch mehrere er. wartet. Vertreten find bis jetzt die Staaten: Jndiana, Illinois, KansaS, Missouri, Ohio, NebraSka, Minnesota, die beiden DakotaS,. Michigan, Wik confin und New Jork. Herr Pastor Karl Eißfeldt von Mil waukee führte den Vorsitz und eröffnete die Konvention. Die Wahl -der Beamten hatte folgendes Resultat: . Pastor Karl . Eißfeldt, Präsident; Paftir Philipp WambSganß von Fort Wayne, VicePräsident; Prof. W..K. Weißbrodt von Watertown, WiS., Superintendent des luth. Heims für Schwachsinnige und. Epileptiker, . Se kretär; Pastor Geo. Koch, von Peoria Jll.. Schatzmeister. Nach, der Organisation wurde die Tagesordnung aufgestellt und auch be schlössen, die nächste Konvention der neuen Verbindung, für die noch kein offizieller Name angenommen worden ist, in Chicago abzuhalten und zar in der ersten Septemberwoche 1905.