Indiana Tribüne, Volume 28, Number 61, Indianapolis, Marion County, 2 November 1904 — Page 4

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Indiana Tribüne. HnauZzegedtn von der Steba SO. Indianapolis, Ind. garry O. Thudium Präsident. GeschäftSlocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE sss.

Krtered at tke Post Office ot Indianapolia second dass matter. (AuZ dem .Täglichen Telegraph'.) Die Wahl.

Der Wahltag steht vor der Thür und doch ist von nervöser Unruhe, wie man sie sonst bei Nationalwahlen gewöhnt ist, im Publikum nichts zu bemerken. Wir alle kennen den Grund dieser sür Amerika so seltsamen Erscheinung. Es ist die Abwesenheit aller Verschiedenheiten über die da Gemeinwohl betreffenden Fragen in den PrincipienMlärungen der Parteien. Für die Anhän- - ger derselben ist gesorgt, sie stimmen eben mit der Partei: Die große Anzahl der unabhängigen Wähler, und diese findet man zumeist unter den Deutschamerikanern, aber steht zwischen Thür und Angel. Diesen unabhängi gen Wählern könncu wir den wohlgemeinten Rathlgeben, ihre Stimmen für die jetzigeAdministration abzugeben. Der Telegraph" ist, obwohl er den Unabhängigen's.diesen Rath ertheilt, keineswegs republikanisch geworden. Er behält feineZBewegungSfreiheit nach wie vor. von dem Grundsätze ausgehend, daß eine deutsche Zeitung, um richtig wirken zu könnend ihre Unahängigkeit wahren muß.Zwenn sie auch traditionell junt nach einer gewissen Seite lehnt. Unser Rath an die unabhängigen Wähler stützt sich auf folgende Gründe: ES bestehen keine bemerkenSwerthe Dif ferenzen in Hinsicht der großen Tagesfragen zwischen den großen Parteien. Geordnete jVerhältnisse und Wohlstand herrschen im'zLande.FDie Regierung?' departementSIsind von Korruptionisten gesäubert. Unsere auswärtige Politik wird in vortrefflicher' Weise und im amerikanischen Sinn geleitet. Unter diesen Umständen dürfte ein Administrationswechsel nur Störung der Geschäftslage und Unordnung in den Verwaltungsdepartements mit sich bringen während für das Volk nichts zu gewinnen ist. Alle BerichteZ von den Philippinen deuten daraufhin, daß die Bevölkerung . , endlich die Bemühungen der civilisatorischen Bestrebungen Amerika'S anerkennt und in absehbarer Zeit so weit fortgeschritten sein wird, daß man den Inseln Selbstlegierung gewähren kann. Würde HerrZParkerZmehr thun können? Oöer sollte man Herrn Parker die Chance geben seinem Programm gemäß Marine und Heer auf die frühere Schwäche" zu reduziren. Der Zeit Punkt dazu wäre mit der brennenden Kriegsfrage, welche zum Weltkriege zu jeder Stunde ausbrechen könnte, in Sicht, wahrlich höchst unglücklich ge-wählt.

Auch wir haben in den Schrei gegen Militarismus eingestimmt, sind aber durch den ostafiatischen Krieg und den damit in Verbindung eintretenden Ereignissen eines besseren belehrt worden. Welcher guteAmerikaner . möchte gelrade jetzt nur ein einziges unserer Kriegsschiffe oder ein Regiment unserer Ar mee aufgeben, wo vielleicht eS zu jeder Stunde die Verhältnisse mit sich brin gen können, daß wir mannhaft zum Schutz amerikanischer Bürger im Aus lande eintreten müssen oder unsere HandelS-Jnteressen zu vertheidigen, ge zwungen sind. Wäre die Welt im höchsten Frieden so läge die Sache anders, dann könnte sich vielleichtldie Schale zu Gunsten des stillen Juristen neigen. Aber zur Zeit mit ernsten Verwickelungen großer Na tionen in Sicht,1 ist ein Mann der That, wie Theodore Roofevelt, der lo gifche Eandidat. Und die anderen Fragen Schutzzoll und Trusts. WaS'idie letzteren anbe trifft, p hat sich Roosevelt schon als völlig geeignete Person gezeigt, diesem

Uebel in ebensgivernünftiger wie ener . ' gischer WeisedieZSpitze zu brechen.

Ueber den '.Schutzzoll brauchen wir uns ebenfallskeine grauen Haare wach fen zu lassen,.revldirt wird er werden. . wenn auch vielleicht nicht ganz so ein schneidend, als ldiedemolcuiische Plat form eS verspricht UnsererAnsicht nach könnte ein AdministratlttSwechsel nur.Schaden und Verwirruag, aber durchaus keinen Nutzen bringen.ZZ Dem Unabhängigen

Wühler und'dieser ist eS, dem unsere

Argumente gelten, können wir getrost anrathen, sür Roosevelt und FairbankS zu stimmen. In cin gefahrliches. Wespennest scheint Dr. Wiley, der Chemiker deS Ackerbau - Departements, mit seiner Bemerkung gestochen zu haben, daß nur ungesühr 15 Procent von dem hierzulande in den Handel kommenden Whiskey rein sein. In den letzten Tagen ging ihm ein Schreiben von einer der größten Brennereien der Vereinigten Staaten zu, in welchem, mehr deutlich wie schmeichelhaft, die Vebaupung anfgeftellt wurde, daß er sich übellebt habe und von gar keinem Nutzen mehr für die BundeS-Regierung Ein Passus in dem Briefe lautet wie folgt: Die Brennereibesitzer dieses Landes führen dem BundeS-Schatzamt alljährlich 180 Millionen Dollars an Abgaben zu und tragen mehr zum Unterhalt der Regierung bei, als irgend ein anderer Industriezweig. Ihre Staatsklugheit scheint nicht weit her zu ein, vielmehr dem Interesse der Regierung strackö zuwiderzulaufen, fs daß Sie der letzteren von gar keinem Nutzen lind". Auch noch andere Brennerei besitzet wenden sich in ähnlicher Weise gegen die Auslassungen des Chef-Che-mikerS, dem aus allen Theilen des Landes zahlreiche Protestbriefe zugehen. In anderen Schreiben bekunden sich wiederum Clubs, Hotelbesitzer, Hospiäler und Privatpersonen darnach, wo denn eigentlich durchaus reiner und unverfälschter Whiskey zu erlangen sei. In den Jahren 1901 und 1902 hat die Rinderpest ungefähr 70 pCt. der Ackerbau - Thiere in den Philippinen hingerafft, was die Folge hatte , daß wenig Land kultivirt wurde' und beträchtliche Noth unter der.) Bevölkerung entstand, welche die Philippinen - Commission aber dadurch inderte, daß sie öffentliche Arbeiten in Angriff nehmen ließ. Der Rinderpest wurde Einhalt gethan ; es wurden Farmthiere importirt, wozu die natür iche Vermehrung der Thiere kam, so daß der Stand der Dinge so gebessert wurde, daß sich fast ebensoviel Land unter Kultur befindet, wie vordem. Während des mit dem 30. Juni 1904 beendeten Fiskaljahres bezifferte sich der Export auf S30.226.127, der Import auf S33.221.250. Der Export war im Vergleich zum Vorjahre deshalb geringer, weil die Copra- und Zuckerernte infolge großen Mangels an Regen geringer auSsiel, und die Heuschrecken viel Schaden thaten. Die diesjährige Ernte aller Bodenprodukte ist außergewöhnlich gu, die dasür bezahlten Preise sind lohnend und eS leidet Niemand an Mangel an Nahrung und wird auch im nächsten Jahr Niemand daran leiden. Die Zahl der Volksschüler, die im Jahre 1903 184,202 war, ist im Jahre 1004 auf 263,553 gestiegen. Die Besteuerung ist nicht drückend, die Zollgebühren. betrugen im Durchschnitt 13 Prozent dieses WertheS, während sie unter dem spanischen Regiment 25 Prozent betrugen. Dle Einnahmen werdm rechtschaffen für die Wohlfahrt deS Volkes verwendet. Vierbeiniger Dieb. Aus dem Schlafzimmer eines iunaen Mannes, Namens Alonzo Ioung in Philaoelphrn, Pa.. wurde ein Diamantrmg im Werthe von $500 gestohlen und die Polizei war nicht im Stande, den Spitzbuben zu finden. Indeß, nach drei Wochen hat der Vestohlene durch seine eigene Pfiffigkeit sein Eigenthum wieder erlangt. Er legte nämlich au dieselbe Stelle, von wo der Ring verschwand, eine Schachtel, ähnlich derjenigen, in welcher sich der Ring befand befestigte sie aber an einer Svule flromi Am nächsten Morgen war die Schachtel verschwunden, doch der Zwirnfaden lief vurch em och in die Wand und hier, in einem Rattcnnest, wurde auch die Schachtel mit dem Ringe gefunden. Der Vater des Weib nachtsbaumesin Ohio, August Jrmaard. erlaa kürzlich in Wooster. .. einem Herzschlag. Jrmgard langte vor nwa w Jahren, einige Tage vor dem Weihnachtsseste in Wooster an und be schlok. sein Seimweb durck die Aufstel lung eines schönen- Christbaumes zu lindern. Et holte eine passende Tanne aus dem Walde und putzte sie, den ersten Christbaum im Staate Ohio. in seinem Kosthause nach echtem deutschen Brauche auf, Hunderte von Leuten kamen täglich, um sich das Kunstwerk anzuschauen, und schon am nächsten ZMeiynachtZette leuchtete m vielen Woh nungen jener Gegend der traute Weih nachtsbaum. X ' r YNZ-n?? Heituna" ver. SffMttHckt einen Stattbalterwechsel. Graf Goß in Trieft - scheidet unter sr-t l Verleihung ves ronireuzes oes ranz Joseph-Orens. Ihn ersetzt Pr:z Hohenlohe,' und diesen m der Züuro wina der Baron Biegeleben.

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Man sckreZbt auS Vöris: Ein heimkehrender Arbeiter finde:' auf dem Boulevard de Clichy, dem großen Vorstadt - Boulevard, einen Schutzmann, der wohl seinem ausfalliqen Gebühren nach zu urtheilen, etwas zu viel getrunken hat. Die Jungen auf der Straße lausen ihm nach und fangen an, sich über ihn lustig zu machen. Der Arbeiter geht darauf auf den Schutzmann zu, nimmt ihn beim Arm und führt ihn fort, die Straße hinauf. Weil der Polizist nun aber weiter schwankt, und, mit den Handen in der Luft fuchtelnd, Unsinn spricht, schüttelt ihn der biedere Arbeiter und sagt: Gehen Sie doch ordentlich, damit man denkt, sie führten mich fort." Das brachte den Mann wieder etwas zu sich. Eine Stunde später konnte er wieder auf semem Posten allem bleiben, und der Arbeiter setzte begleitet von den innigen Dankesworten 'des Sergeants de Vllle. seinen Heimwe' fort. , ' " ' Mehrere Pariser Vor stadtherumtreibet hatten einen Schneidergesellen, Octave Marceau, im Verdachte, sie bei der Polizei angegeben zu haben. Die jungen Taugenichtse, die sich die .Ritter der Sonne" lies Chevaliers du soleil) nannten, beschlossen, sich an Marceau zu rächen. Einer von ihnen, Louis Fournier, suchte mit ihm Bekanntschaft zu schlietzen und sprach ihn dann einige Tage später auf der Straße an; er forderte ihn auf, mit m die Rue des Francs Bourgeois, eine sehr stille, menschenleere Straße des Quartier du Temple, zu kommen und dort ein Glas Wein in einer kleinen, ausgezeichnetenKneipe zu trinken. Marceau ging bereitwilugst aus den Vorschlag em, und an der Ecke der genannten Straße, die bald erreicht war, fielen drei oder vier andere junge Leute über ihn her und brachten ihm verschiedene sehr gefahrIiche Verletzungen in der Brust und am Kopfe mit Messern bei. Als die Bewohner der Straße, von dem Schreien des Unglücklichen angelockt, herbeistürzten, flohen die Angreifer nach allen Richtungen auseinander. Jetzt liegt Marceau fast hoffnungslos an seinen Wunden m emem nahen Hospital darnieder, und Louis ??ournier, der als einziger von den etwa zehn Köpfe zählenden Rittern der Sonne eingefangen wurde, harrt der Untersuchung. Man ist den anderen Apachen auch auf der Spur. Einetragikomis ch e be schichte wird ausEharleroi mitgetheilt. Von dort verschwand vor einiger Zeit ein junges Liebespaar, der Sohn des Wechslers Robert und die Tochter des Polizei - Kommissärs Poinboeuf. In .:i-rT m .r , . . Ilmenau enen liefen eruarien Die Liebenden, daß sie des Lebens " müde. seien, sie hatten einiges Geld Mitgenommen, um das Dasein noch etwas zu genießen, würden dann aber gememschaftllch m den Tod aehen. Die Beschreibung der Flüchtigen würbe nach allen Richtunaen versandt, aber ohne Erfolg.. Inzwischen meldeten r . "r?rjc mr"n. i . r t- ' mnzojiic lauer, oay ncy m einem Gasthof zu Marseille ein unbekannte Liebespaar erstickt habe. Der Wechsler Nobert reiste .sofort dorthin, erkannte in den allerdings schon sehr entstellten Leichen die Verschwundenen wieder und ordnete deren Ueberfllhrung nach Eharleroi an. Hierauf reiste er zurück. Zum allgemeinen Erstaunen traf dieser Tage ein Telegramm in Eharleroi ein, daß sich das Pärchen in einem Gasthof zu Singen,. im oaoijcyenreis onnanz, aushalle. Die Nachricht war richtig. Ein Verwandter dampfte sofort mit dem Eilzug nachSingen und telegraphirte von dort, daß die Fluchtigen inzwischen nach Schaffhausen weiter gereist seien, von wo er sie am nächsten Tage zurückzubringen gedenke. Die Marseille: Leichen wurden auf diese Meldung hin in Jeumont angehalten, von wo sie wahrscheinlich wieder nach SüdFrankreich wandern. Die fünf S e k t i o n e n, die das Institut de France bilden, haben kürzlich in ihrer Quartalssitzung eine äußerst interessante Abstimmung über den. Hut Napoleons veranstaltet, den der Kaiser, wie aus authentischen Schriftstücken erwiesen sem soll, m., der Schlacht bei Waterloo getragen hat. Die werthvolle Napoleonsreliquie gehörte einst der Familie eines der obersten Würdenträger des Kaiserreiches und ging vor etwa zwanzig Jahren von dieser an den Maler Gerome.über sür den. Preis von 17,000. Franks. Mit dem vor einigen Monaten erfolgten Ableben des Künstlers, unter, des-, fen Sammlungen der Hut seither einen Ehrenplatz innehatte, sollte - der werthvolle Besitz auf Grund testamentarischer Verfügung an das Museum Eonde in Ehantilly übergehen.,.. Hiergegen, wurde nun von zahlreichen Verehrern Napoleons, unter anderen auch von der Akademie Francaise, Einspruch erhoben, mit der Begründung, daß dieses Museum in keiner Weise geeignet sei, eine derartige Reliquie Napoleons aufzubewahren, und daß für diese allein das Armeemuseum du richtige Platz sei. Um die Streitfrage endlich zur Lösung zu bringen, wurde sie den vereinigten Sektionen des Institut de France zur Abstimmung vorgelegt. Dieses hat nunmehr durch Mehrheitsbeschluß, gegen die Stimmen der Akademie Francaise bestimmt, daß der Hut Napoleons dem Museum in Ehantilly übergeben werde, wie es der letzte Wille des Schenkers gewesen ist.

Für die Küche.

Kirschreis. (Eine äußerst erfrischende Speise.) Man kocht besten Reis m Salzwasser weich. Außerdem macht man ein gutes Kompott von Sauerkirschen und gibt einen Theil der aufgeklopften Kerne hinzu. Im Winter nimmt man mit Zucker eingelegte Sauerkirschen oder Schattenmorelle und schneidet Mandeln. Nüsse oder Haselnüsse hinein. Man mischt alles dein zusammen laum das Kompott wird erhitzt) und aenießt die Speise recht kalt. Sfe kann auch ohne Gebäck gegeben werden, da der Reis deen Stelle vertritt. Mischt man Schlagsahne darunter, füllt es in eine Form und gräbt solche in Eis ein, so hat man eine sehr schmackhafte und schonfarbige Demi-Glace. Reis mit Bananen. Man brüht 12 Pfd. Reis in heißem Wasser und kocht denselben dann in Milch, bis die Körner weich sind. Dann rührt man einen Eßlöffel Butter, die geriebene Schale y2 Citrone. 2 gut geschla gene Eigelb und 4 Eßlosel voll Zucker Kinzu. Nun länt man die Masse noch 10 Minuten kochen, bestreicht dann den Boden und die Selten emer Porzellanschüssel mit etwas Butter, füllt eine zolldicke Laae von dem Reis hinein und breitet darüber eine Lage in Scheiben geschnittener Bananen, aus welche man etwas Citronensaft träufelt und sie dann mit Zucker bestreut. Man 'füllt nun die Schussel abwechselnd mit Reis und Bananen, die letzte Laae muft aus Reis bestehen. Dann schlägt man von 2 Eiweiß mit 2 Eßlöffeln Zucker und etwas Citronensaft einen steifen Schnee, bedeckt den Puddina damit und lant ihn im Backofen etwas gelb werden. Aevfel im SÄlafrock. Scköne. aroke. mehr hohe als breite Aepfel, am liebsten die sogenannten Mönchäpfel, höhlt man in der Mitte aus und schalt sie ganz sein. In die Mitte füllt man Obstmarmelade, welche man mit aehackten Mandeln versetzt hat, hüllt sodann die Aepfel gut in einen Nudel-, Blatter- oder Murbteig, bestreicht diesen Teig mit Eigelb, setzt die Aepfel auf ein gebuttertes Blech und backt sie in der Ofenröhre gar. Will man den Teig ersparen, so füllt man nur Mandeln und Einaemachies in die Mitte, schält die Aepfel nicht. aber bratet sie ebenfalls aus dem Bleche, bis sie gar sind. Beide Arten von Aepfeln werden ohne weitere Zuspeise, nur mit feingestoßenem Zucker gereicyl. Gefüllte Gurken. Recht fleischiae Gurken werden abgeschält. der Länge nach aufgeschnitten und von den Kernen befreit. Darauf legt man sie in eine Schüssel, bestreut sie mit etwas Salz und läßt sie 1 2 Stunden durchziehen. Auf 4 mntelgroße Gurken nimmt man 1 Pfd. gehacktes Schweinefleisch, 1 in Wasser geweichtes Milchbrot, das gut zerquirlt wird, etwas Salz und Pfeffer, mischt die Masse gut durch einander und füllt die halben Gurken damit. Dann fügt man die Hälften auf einander, bindet sie zusammen und brät sie in steigender Butter gelblich braun, ungefähr zehn Minuten, träufelt Eitronensaft darüber , und fügt nach Geschmack Zucker zu. Sollten die Gurken nicht genügend Saft geben, so gießt man Wasser dazu, und läßt sie in dieser Sauce, aut verdeckt, noch 20 25 Minuten dämpfen, worauf man die Sauce mit etwas Mehl sämig macht. Kartoffel - Pudding. Pfund zu Sahne gerührte Butter wird mit sechs bis sieben Eidottern, die man nach und nach dazu fügt, Vl Pfund fein gestoßenem Zucker, auf dem nan die Schale einer Citrone abgerieben hat, Pfund geriebenen, gekochten Kartoffeln und 3 Unzen mit zwei Eiweißen, fein gestockenen, süßen Mandeln sehr gut vermischt. Zuletzt zieht man den steifgeschlagenen Schnee der übrigen vier bis sünf Eiweiße schnell darunter, füllt die Masse in die mit Butter ausgestrichene Puddingsform und kocht den Pudding eine Stunde im Wasserbade. , Hammelkeule mit sauerem Rahm. Eine gute von Haut und Fett gelöste Keule wird geklopft und 24 Stunden in sauere Milch $elegt. Dann trocknet man sie ab,, reibt sie mit Salz und Pfeffer ein, legt sie in einen ovalen Kreisekessel aus Speckscheiden, giebt etwas 'Wurzelwerk, Zwiebeln, Gewürz, Citronenschale und einige getrocknete Pilze dazu, gießt so viel Bouillon dazu, daß es gut darüber geht und dämpft sie unter öfterem Begießen gut weich. Dann nimmt man den Deckel ab, setzt die Keule hoch und bräunt .sie durch fortwährendes Uebergießen mit dickem sauren Rahm, wozu man einen halben Quart nimmt. Die Sauce wird durchgeseiht, der Braten mit etwas heißemWasser schön los gekocht und mit der Keule aufgegeben. Rührei mit Spargel in Muscheln (Coquilles.) Man schneide die zarten Theile von zwei Dutzend mittegroben Spargeln in kleine Stückchen, koche sie mit Butter und Salz und wenig Wasser und lasse sie erkalten und abtropfen. Verklopfe dann zwölf Eier, mische die Spargel darunter und bereite ein weiches Rührei, fülle eö in die erwärmten Muscheln, beleae eS mit feinen Streifen von geräuchertem Lachs und servireüber eine Serviette gestellt. ,

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" - Das . Aaothal 'und Charbin. Vine Borrathskammcr der Welt und ei Sttttclpunkt für Müllerei. Laut einer Schilderung des amerikaNischen Konsuls in Riutschwang ist daL in dem gegenwärtigen Kriege in de: Mandschurei so oft genannte Liaotha'. die größte Vorrathskammer der Welt für Bohnen und Hirse, denen, der Wcizen .an Ertrag beinahe gleichkommt. Durch die bedeutende Bohnenernte, die zur Nahrung und zur . Vereitung von Oel und Vohnenkuchendüngev dient, wird das an der Liaomündung gelegene Riutschwang zur Regenzeit zu einem Stapelplatz für Bohnen, wie es sonst keinen gibt. Aus dem Liaothal werden. jährlich für tz10.00O,000 Brotund Hülsenfrüchte ausgeführt. Mißernten und Hungersnoth sind unbekannt, die Ernte ist so regelmäßig wie nur irgendwo m der Welt bei natürlicher Bewässerung. :' Die durch den Liao und dessen Nebenflüsse bewässerte Landschaft hat einen Umfang von 23, 166 englischen Quadratmeilen.' Sie ist zum Theil gebirgig, aber das meiste Land ist eben ode? von leicht abfallenden und anbaufähigen Hügeln gebildet. Der Boden ist meist sandiger Lehm mit einer Beimischung von Thon. Kies und Steine kommen leiten vor, so daß es beim Eisenbahnbau eine schwere Aufgäbe war, .an der Strecke genügend Schotter beizubringen. Die Bearbeitung des Bodens ist ,im Allgemeinen leicht, und die reichen Bohnen- und Hirsensorten scheinen das Erdreich nicht zu erschöpfen. In skm mongolischen Theile des Thales ist das Land meist noch in jungfräulichem Zustande - und gibt,' nur Weibe für Pferde, Rinder, Schafe und Ziegen. Von diesem Landestheile gehören noch weite Striche den mongolischen Fürsten oder werden durch sie beherrscht. Der Krieg hat eine aufstrebende Geschäftigkeit untcrbrochen, welche die Anlage von modernen Mühlen in's Auge gefaßt hatte und die besten Aussichten bot. Man hatte schon darauf gehofft, daß binnen zwei Jahren die Mandschurei Weizen nach Europa ausführen würde. Das Liaothal dürfte später für die Ausfuhr von Erzeugnissen der Molkerei und der Schweine- und Rinderzucht in Betracht kommen, und bei der Zusammensetzung, des Bodens und feiner Ebenheit sowie den allgemeinen klimatischen Verhaltniss en wird ein großer Theil des ' Liaothales sich besonders 'für die Gewinnung von Luzerne eignen. ' Der Liao führt die Wasserläüfe , aus dem südlichen Theile der Mandschurei und einem mongolischen LandeSstrich ab. Weiter nördlich, bei Eharbin, gehört das Land durch den dort fließenden Sungari zum Stromgebiet des Amurs. Der Sungari durchschneidet einen großen Bezirk, der sich aber in Bezug auf Reichthum der Produktion nicht entfernt mit dem Liaothal messen kann. Dort beginnt der harte Frost im Anfang November und dauert bis Ende März. Während dieser Jahreszeit und im Frühjahr herrschen scharfe und unangenehme Winde; das Thermometer sinkt vorübergehend auf 47 Grad Fahrenheit unter Ni?ll. Allein die Eingeborenen lassen sich durch die große Kälte nicht abhalten, sondern befahren schon um vier Uhr Morgens die Straßen, um ihre Ernten zu Markt zu bringen, wobei sie manchmal riesige Entfernungen zurückzulegen haben. Eharbin war vor dem Kriege der Mittelpunkt des mandschurischen Müllereigewerbes. Es hatte zehn Mühlen mit einer Leistungsfähigkeit von über 400 Tonnen Mehl täglich in Thätigkeit. Vereitelte Vankberaub u n g. In Johannesburg im Transvaal wurde ein geplanter , räuberischer Ueberfall auf die African Bank Eor poration der Polizei verrathen, die daraufhin die Gebäude der Gesellschaft befetzte. Ein Räuber wurde erschossen, zwei ankere wurden auf der Flucht fest genommen, eine- vierte Person würd" als verdächtig verhaftet. No. 9. Drake's Palmetto Wiue. Für Indigestion. Blähungen, Verstopfung und Katarrh der Schleimhäute. Jeder Fall wird absolut mit einer .Dosis täglich kuriert. Fünf undsievzig Cents in Apotheken für eine grobe Flasche .die übliche Dollargröne aber eine Probeslasche wird frei jedem Leser dieser Lei tung zugesandt, der sie nötig hat und darum schreibt. Adressieren Sie. Ihren Brief oder eine Postkarte an die Drake Lormula Company, Drale Building, Chicago, Jll.

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