Indiana Tribüne, Volume 28, Number 60, Indianapolis, Marion County, 1 November 1904 — Page 6
I f - er V - 6 Jndiana Tribüne) i. November 1903
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iiii lliHl SKönch JCur )G Jakobs Oel II Neuraloria besänftigt und besiegt den Scduierz. Tausende be zeugen für dessen unke dingt Heilungen. Freds 25c und 50c. i- ii- ii r i fc,- AJi 'mn4f ...Warum nicht ihr Heim... anziehend machen, durch den Ge brauch eines feß-"tnFSY-v -i fev jSSLn $i SSSv" KM 'zZfZC3dh 'nll Garland Ofen... .... und .... Range... Dieselben übertreffen alle andern in Schön heit. Dauerhaftigkeit, Heizkraft und Spar samkeit im Kohlen Verbrauche. Dieselben werde mit Vergnügn, gezeigt, in WILUO'S ...Möbel-Handlung... 141 West Washington Straße. TAGGÄRT'S k l BBEAP , Wiegt Euer Vroti. DaS Brod welches von Joseph Taggart gebacken ist, gibt Ihnen beides, QualtZät und Gewicht. Fragen Sie Ihren iGrocer dafür. Ebenso für Joseph Taggart's Butter CrckerS. Achtung ! Achtnng ! Vittöburg, $4.00 Tonne ttanahwa, 84 00 per Tonne Ohio Jackson, S4.75 per Tonne yocahontus, (Rauchlose) 4.50 ttt Tonne. H Wir geboren dem Trust nicht an.' ...Unsere Preise beweisen dieses... Jede Tonne 2000 Vfund garantirt. Home Fuel Co. . Oncorporirt.) Neun Phone 9-291. Alte Phone, Main 1160.
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Europäische Nachrichten-
VHeinproVirrz. Köln. Kürzlich wurde auf der Rampe der ersten Rheinbrücke der Arbeiter Peter Kirch, Unter KahlenHausen 9 wohnend, als er im Begriffe war, einen bespannten Lastwagen zu schieben, von dem Lastfuhrwerk über den Unterleib gefahren. Er wurde in das Bürgerspital gebracht, wo er in der Nacht seinen Verletzungen erlag. Aachen. Der städtische Kurdirektor v. Rapactt Warnia ist nach kurzer Krankheit an Arterienverkalkung gestorben. B e t t r a t h. Das 7jährige Töchterchen der Wittwe Klein spielte auf einem Ringofen, wobei die Kleider Feuer fingen. Die Brandwunden, welche das Kind erlitt, waren so erheblich, daß es wenige Stunden darauf im Krankenhause starb. . D ü s s e l d o r f. In der benachbarten Gemeinde Han wurde der 73jährige Weber Hotte mit erheblichen Berletzungen am Kopfe todt aufgefunden. Anscheinend ist der alte Mann von einem Automobil überfahren worden. Elberfeld. Es sind aus dem hiesigen Gerichtsgefängniß drei Berbreche? auf verwegene Art und Weise entsprungen. Ein Mitglied der Bande, der Artist Krefort, ist in Düsseldorf verhaftet worden. Goch. Der Gattenmörder Elerk wurde auf der Frauenstraße von den ihm begegnenden Polizeisergeanten Rogmann und Piron verhaftet und dem hiesigen Königl. Gerichtsgesängnisse eingeliefert. Koblenz. Der hier verstorbene Rentner Braun hat seiner Vaterstadt Boppard ein Legat von 100.000 Mark vermacht, aus deren Zinsen katholische Lehrlinge unterstützt werden sollen. Qdenkirchen. Vor einigen Wochen wurde Hierselbst der Schüler Jakob Reibel von einem Fuhrwerk überfahren und schwer verletzt. Der Knabe ist nunmehr im Krankenhause zu Rheydt, wohin man ihn gebracht hatte, seinen Verletzungen erlegen. Viersen. In seltener Rüstigkeit feierten die Eheleute Theod. Scholt?n Hierselbst das Fest der goldenen Hochzeit. Bürgermeister Stern überreichte unter herzlichen Glückwünschen die vom Kaiser verliehene Ehejubiläumsmedaille Zfrovwz Kessen.'Fraffau. Kassel. Nach kurzem Krankenlager starb der in weiten Kreisen geschätzte und beliebte frühere langjährige Direktor des städtischen SchlachtHofs, Eduard Teske. Das seltene Fest der goldenen Hochzeit wurde von Rentier Heinrich Siemon und Frau, geb. Morell, Hierselbst gefeiert. F u l d a. Einbrecher stahlen dem Bäcker Rothschild in Neuhof für 15,000 Mark Werthpapiere, Gold und Pretiosen. Es entstand bei Mackenzell bei Hünfeld ein Brand, der mitten im Dorfe sechs Bauernanwesen, (Wohnhäuser mit Nebengebäuden) einäscherte und die Kirche und das Pfarrhaus stark gefährdete. G e l n h a u s e n. Im nahen Obersotzbach kam das sechsjährige Töchterchen des Landwirths Eresmann mit den Kleidern dem Feuer zu nahe, sodaß es alsbald in hellen Flammen stand. An den erhaltenen Brandwunden ist das Kmd am folgenden Tage gestorben. H a n a u. Es verschied der Rentier Wilhelm Heraeus, früher Inhaber der weltbekannten Firma W. E. Heraeus, Platinschmelze, dahier, die jetzt von seinen Söhnen betrieben wird. Kirch Hain. Im Alter. von 69. Jahren verschied nach kurzem Kranksein der Pfarrer und kgl. Kreisschulinspeltor Fett. Rothenburg. Emen guten Fang machte kürzlich der Gendarm Sendler, indem er einen der Strafanstalt . Braueiler "entsprungenen Sträfling festnahm und dem hiesigen Amtsgericht überlieferte. Mtterdeutsche Staaten. ,Ap old a. Im Alter von 65 Iahren ist hier der Lehrer emer. Wilhelm Altrecht gestorben. Er war viele Jahre Liedermeister des 1. Bezirks vom Thüringer Sängerbund und hat sich in dieser Eigenschaft um den deutschen Männergesang große Verdienste erworben. B r a u n s ch w e i g. Ein im hiesigen Kreisgefängniß untergebrachter Untersuchungögefangener auZ Rieseberg, Gottlieb Schindler, hat sich durch Abschneiden des Halses entleibt; die Leiche ist nach der Leichenhalle an der Pflegehausstraße gebracht worden. Ei send erg. Die Vermuthung, daß das große Feuer, das die Anwesen der Landwirthe Sachse und Buchheim im nahen Königshöfen einäscherte, vorsätzlich angelegt wurde, hat sich bestätigt. Der Staatsanwalt-, schaft'in Gera hat sich ein. ehemaliger Knecht des Landwirths Sachse gestellt mit dem freiwilligen Geständnißer habe das Gut seines früheren Herrn 'in Brand gesteckt. Haarhausen. In einem Anfalle geistiger Störung warf die Wittwe Friederike Vostel ihr zweijähriges Enkelsöhnchen in einen Kessel mit kochendem Wasser. Als die kranke, im Bette liegende Mutter des Kleinen nach ihrem Liebling fragte, holte die Wahnsinnige den Leichnam herbei und legte ihn der unglücklichen Mutter in's Bett. . Lange wiesen.. Der Werkfüh-r.-B ."s4-.',rtCf V tfffcc'-i v-3 -
rer Kothlow von der hiesigen WaschMaschinenfabrik von Pohlent & Freitag rannte mit seinem Rade gegen einen Bordstein und stürzte ab, wobei er so schwere innere Verletzungen erlitt, daß er im Krankenhause in Arnstadt gestorben ist. - Ritschenhausen. DurchGroßfeuer wurden die Wohnhäuser, Scheunen und Nebengebäude der Wittwe Dürer und' der Landwirthe Anton Bießmann, Alfred Frickel sowie Emil Frickel vernichtet. Wasungen. Im benachbarten Roßdorf sind durch Großfeuer dreizehn Wohnhäuser nebst Stallungen und Nebengebäuden eingeäschert worden. Weida. Auf dem Schützenplatze ist ein Kanonier der Schützengesellschaft, der Böttcher RLder, schwer verunglückt. Beim Abgeben eines Kanonenschusses ging der Schuß zu frühzeitig los, so daß dem RLdel der rechte Arm vollständig zerschmettert wurde und amputirt werden mußte. Außerdem hat der Verunglückte erhebliche Verletzungen im Gesicht davongetragen, so daß Gefahr für das Augenlicht besteht. Weißenbrunn a. F. Hier starb Rittergutsbesitzer Wegner, welcher sich um das Kriegervereinswesen große Verdienste erworben hat. Sacyzen. Dresden. Der Schluß des Sommerhalbjahres hat für das Wettiner Gymnasium einen empfindlichen Verlust gebracht: Studienrath Professor Dr. Heger ist nach 36jähriger Amtsthätigkeit, die in ihrem ersten Theil der Kreuzschule, während der letzten 22 Jahre aber dem Wettiner Gymnasium gewidmet war, in den Ruhestand getreten. Ofenfabrikant Karl Heckel ist in Dresden - Neustadt im 64. Lebensjahre verschieden. Der Verstorbene gehörte dem Stadtverord-neten-Kollegmm seit dem Jahre 1890 bis jetzt, also nahezu 15 Jahre, ununterbrochen an. A n n a b e r Der seit November v. I. hier ve. t Lehrer Kindt ist im Stadtwaldc on zwei Realgymnasiasten erhängt aufgefunden, worden. Döbeln. Der Maschinist- ArWege in hiesiger Zuckerfabrik kam beim Auflegen eines Treibriemens in die Maschine und erlitt dabei tödtliche Verlekunaen. E i l e n b e r g. Der Bergmann M. Bartel stieß bei der Arbeit auf ein Stück Dynamit, das explodirte und den sofortigen Tod des Mannes herbeiführte. Hainewalde. Der 43 Jahre alte Plüschweber Hermann Mättig fiel so unglücklich die Treppe herab, daß er todt aufgehoben wurde. - - i Leipzig. Der zuletzt in Dresden in Stellung gewesene 18jährige Kellner Willy Leistner aus Eallenberg wurde meinem hiesigen Gehölz erhängt aufgefunden. Nach den angestellten Ermittlungen fehlten bei der Leiche die Uhr, ein Ring und einGeldbetrag, welchen Leistner aus seiner Wohnung mitgenommen hatte. M i t t w e i.d a. Webermeister Karl Ernst Flieher beging sein 50jähriges BUrgerjubilaum. O st r a u. Der langjährige NachtWächter Bäßler verübte Selbstmord durch Erhängen aus Furcht vor Strafe. Man hatte in seiner Wohnung eine Anzahl, von Diebstählen herrührende Gegenstände aufgefunden. Siebenehn. Das achtjährige Töchterchen des Schuhmachermeisters Hanoel wurde auf dem Wege zur Schule von einem beladenen Sandwagen überfahren und so schwer verletzt, daß es, bevor die Wohnung deL Arztes erreicht war, verstarb. . i t t a u. Das 25jährige Dienstjubiläum als Beamte der hiesigen Stadt begingen der Rathsvollzieher Lsuis Hermann Röscher und der Schutzmann Wilhelm Vittrich. KesleN'Darmstadt. Darm stadt. Bei Gimbsheim wurde die Uniform des Gardisten WilhelmSchmidt, welcher bei dem hiesigen Infanterie Regiment No. 115 garnisonirt war und zu Besuch bei seinen Eltern weilte, am Rhein aufgefunden. Er entfernte sich von seinem Truppentheil und suchte vermuthlich aus Furcht vor Strafe im Rhein den Tod. Büdesheim. Der zehnjährige Sohn des. Arbeiters Heinrich Hörnung wurde vom Blitz erschlagen. Die Ehefrau Kitz, in deren Wohnung sich der kleine Hornung geflüchtet hatte, wurde betäubt. H ö ch st i. O. Oberlehrer Wolf von hier blickt in diesem .Jahre auf eine 50jährige Thätigkelj im Dienst der Schule zurück. Aus diesem Anlaß wurde dem greisen Jubilare von Seiten der Kreisschulcommission zu Erbach die von dem Großherzog verliehene Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen feierlichst überreicht. M o m v a ch. Das drei Jahre alte Kind des Landwirthes Kohl trank, während die Eltern auf .dem Felde waren, Kupfervitriol und erlitt dadurch innere Verletzungen. Es' wurde von Nachbarn sofort in die Kupferberg'sche Klinik gebracht, woselbst es bald darauf verschieden ist. Nieder - Ramstadt. Hier ereignete sich ein bedauerlicher Unglücksfall. Der Landwirth Wilhelm Geibel wollte Heu vom Heuboden holen, glitt aus, stürzte und brach das Genicks .
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Griechischer Marmor.
Die wunderbaren Marmorbrüche, die einst das Material zu so vielen Meisterwerken der griechischen Bildhauerkunst und Architektur geliefert haben, die Marmorbrüche von Paros, vom Petelikon, von Antiparos, deren Namen so viel klassische Erinnerungen in uns hervorrufen, werden heute mehr als je ausgebeutet; sie sind es, die noch in der Gegenwart einen der wichtigsten Ausfuhrartikel Griechenlands liefern. Eine englische Gesellschaft beutet die meisten dieser berühmten Steinbrüche in Naxos, in Paros und anderswo aAs und bringt den ausgezeichneten weißen Vildhauermarmor überall hin in den Handel. Im Laufe eines einzigen Jahres versendet sie nicht weniger als 1.100.000 bis 1,200.000 Eubikmeter Bildhauermarmor, und dazu kommen noch die gewöhnlicheren Marmorarten, die zum Bau der Häuser im modernen Griechenland dienen. Die Gesammtausbeute hat im Jahre 1903 5,100.000 Eubikmeter überschritten; von diesen kommen 800,000 allein vom Berge Pentelikon. Ver Marmor, den dieser letztere licsr . geht fast ausschließlich nach Deutschland über Hamburg, während nach Frankreich kaum 15,000 Eubikmeter von Tinos kommen. Die fünfte Hose. Ein alter General, der in der Armee durch seine abgetragenen Uniformen bekannt war, hatte sich zurUnterrichtsbesichtigung der Rekruten eingefunden. Er liebte es, selbst einige Fragen an die Leute zu richten. Mein Sohn", begann er zu einem wohlgenährten Sprossen der Mark, beschreiben Sie mir 'mal die Uniform eines Generals." Der Rekrut schweigt. Nun, mein Sohn, seien Sie nicht ängstlich. Sehen Sie mal, Sie müssen oben oder unten anfangen, dann vergessen Sie nichts. Na? Was habe ich denn zum Beispiel für Hosen an?" Der Rekrut wirft' flüchtig einen Blick darauf, und wie eine Erleuchtung geht es über sein breites Gesicht: Die die fünfte Hose, Euer Excellenz!" . Bansai!" Folgende Erklärung des japanischen Hochrufs Bansai!" mag als Das gelten, was sie werth ist: Ban stammt ab von mang, welches die Zahl Zebntausend bedeutet.' Jtschi-mang bedeutet ein Zehntausend; ni-mang zwei Zehntausend oder zwanzigtausend,' san-mang drei Zehntausend oder dreißigtausend, ähnlich wie es im Deutschen heißt: eintausend, zweitausend, dreitausend etc. Sai heißt Jahr", jedoch nur in zahlenrechnerischem Sinne. Sonst gebraucht man für Jahr" auch die Worte toschi und' neng. Anata wa toschi wo ikutz de gosaimas?" Wie viele Jahre alt sind Sie? Oder neng in schin-neng bedeutet Neujähr, saku-neng bedeutet letztes Jahr, rai-neng nächstes Jahr. Ko neng i otenkin de arimasta" bedeutet: in diesem Jahre war schönes Wetter. In der. Zusammensetzung wurde dem Wohlklang zulieb das Wort ..mang" in ban" umgebildet und so entstand das Doppelwort bansai", d. i. zehntausend Jahre", was in idealem Sinne gleichbedeutend ist mit in Ewigkeit". Wie sind nun die Japaner dazu gekommen, diese Bezeichnung als Hochruf anzuwenden? Wahrscheinlich haben japanische Studenten gar oft auf deutschen Hochschulen mitgejodelt: Er lebe hoch, er lebe hoch, er lebe tausend Jahre!" und das alsso schön und bezeichnend empfunden, daß sie den Tausendjahrehochruf in Japan importirten. - Ein Berliner NmzugSgeschichtchen. Die Frau Professor sagt zum Umzugsmann: Besonders sorgsam behandeln Sie, bitte, diese zwei Büsten. Der Venuskopf kommt auch in der neuen Wohnung in die Fensternische und . der Sokrates über meinen Schreibtisch." Darauf geht die Dame in die neue Wohnung voraus. Dort erscheint später der Umzugsmann und dreht verlegen die Mütze: Jnäd'ge Frau, mit den Venus hat es janz jut jejangen, sehen Se, er kommt schon de Treppe ruff! Aber was der ältere Herr war, der is meinen Willem een kleen bißchen ausgeschliddert und nu bammeln ihn fo'n paar Kriemelchen an de ,Nase. Aber mein Willem is jleich mit 'rum nach'n Stukkatör, dat der't anjipfen thut." Der Frau Professor ahnte nichts Gutes. Nach zwei Tagen erscheint Willem mit Sokrates im Arm; der hat eine ganz unmögliche schöne grade Nase im Gesicht, beinahe der der Venus ähnlich. Das geht nicht," sagt die Frau Professor traurig, die Nase ist ja völlig unähnlich; so mag ich die Büste gar nicht ansehen..." Darauf Willem: Entschuldijen Se doch meta jütigst! Wir haben uns da jar nischt bei jedacht. Ick wußte doch nich, dat Sie den Herrn jekannt haben, wir dachten, daß er bloß aus'n Laden wäre! Nu is et wohl jar Schw'iejerpapachen!?" D e r g r L ß e.r e G a n n e r. Wenn Du weißt, wer Dir Dein Pferd gestohlen hat, warum zeigst Du ihn da nicht an?" Ich wart' erst, bis er es hat neu beschlagen lassen." ' .'-.e;-T-3avi-.-w fJflam - st
.leik Dabersack's Zchrelbebrief.
Vo. 881 Seohrter Mister Edithor! Ei tell juh, ich hen e Zeit gehabt uff die Fehr, vas duht einiges biete. Wisse Se, ich sin ja in den erschte Platz hierher komme, for die Kids e wenig Fonn zu mache, awwer ich hen ganz schnell ausgefunne, 1 daß auch en uffgewachfener Mann sehr viel Vergniege hawwe kann, un jetzt hen ich sarrie gefiehlt, daß ich die Kids nit bei ihre Ma gelosse hen un alleins mit mich zu die Fehr sin. Do is awwer nur mei gutes dummes Herz dran schuld. Well, es is jetzt nicks annerschter zu duhn gewese, als daß ich das Beste draus gemacht hen, was zu mache war. Die Buwe hen's so gut gcgliche, daß se gar nit mehr for Heim gefragt hen. Der Mehr Hot uns zuerscht emol dorch die Fehr genomme. Wei, ich hätt nie nit gedenkt, daß mer in so e schmale Taun so ebbes Schönes uffmache könnt. Do is in die erschte Lein e Mennatscherie gewese. ' Do sin in Front Pickschers gewese, die wäre schrecklich. En junger Feller Hot bis an die Nies in den Rache von en Leien gestocke. Uff e anneres Pickscher war e Lehdie gepehnt, wo e Schnehk um ihren Hals gewunne gehabt Hot. Widder e anneres Hot e Lehdie gezeigt,' wo mit ihren Zopp an e Trapies gehängt Hot un so fort. Ich hen mich in mei Nohtbuck e Memmorandum 'gemacht, daß mer den Schoh einnemme wollte. Das nächste Hot die Goldmein geheiße, un der Feller an die Autseit Hot gehallert, daß das Publikum inweitet' wär, en Tripp dausend Füß unner den Grund zu mache un das Gold was do unne vergrawe is, zu sehn. Do wer'n die Buwe alleins enei geschickt, hen ich zu mich gedenkt. Bis se do Widder autseit komme, des duht e paar Stunde nemme un in die Mienteim kann ich en annere Schoh einnemme. Dann sin mer an en Schoh komme, do Hot's gesagt: Die Siekrets des Hahrems. Datt's mie," hen ich gesagt un ich hen mich schnell e Memmohrendumm gemacht un sin dann weiter, bikahs die Kids hätte mich sonst auch gefragt, enei zu gehn. Dann .sin mer an das Hunde Thiehter komme. Well, hen ich gedenkt, das nemme mer allzusamme ein. 'Ich gleiche nämlich auch zu sehn, was es for schmarte Ennimells Hot. Das nächste war e Flohthiehter. Die Fliehs wäre usf Pohstcrs an die Autseit abgepehnt un die Kids hen gedenkt, es wäre Labstersch. Well, bifor daß ich do enei gehn, muß ich eischt ausfinne ob die Flieh's auch angetschehnt sin, bikahs ich hen so arig schwietes Blut. Dann sind mer an en frie Schoh komme. Do war en Feller mit zwei Behrs un zwei Monkies, wo allerhand Tricks gemacht hen. Die Kinner hen das arig gut gegliche un wie der kleine Monkie erum is komme for e Kolleckschen uffzumache, hen ich ihn en Pennie in fein Hut geworfe. Ich hen for die Kunst immer ebbes iwwerig. Nachher hen ich. ausgefunne, daß ich ihn bei Mißteht e fünf Dahler Goldstück gewwe hen. Ich siw bei ,den Monkie sein Bahs gange und hen for mei Goldstück efrogt. Der Hot awwer gesag?, der Monkie deht ihn nur all die schmale Tschensch gewwe. Was mehr wär wie en Nickel das deht er selbst behalte; ich sollt emol mit den Monkie spreche, mehbie, er deht das Geld uffgewwe. !'Er Hot mich dann auch' den Monkie herbclgeholt.awwer wie der mich gesehn Hot, do Hot er gespauzt und gespuckt un Hot mich die Zahn gezeigt, als wann 'er mich usfresse wollt. Well, hen ich gedenkt, was soll ich mit so en Äff uffmickse. un sin mit dir Kids weiter. Dann sin mer -an en Schoh komme, wo die Errebien Gehrls" Ware. In Front hen so Sticker drei gestanne un Heu mit mich geschmeilt ei tell juh. das Ware Pietsche. Ich .hen reiteweg mei Memmohrandumm gemacht un hen die Kids ausgekott. Mer sin auch noch zu Seildänzer komme un e ganze Latt annere Stoff, un schließlich käme mer - auch an die Schermen Willetsch. Sell is der Platz gewese, wo mer ebbes zu kaue un zu drinke Hot kriegt un do hen mer zum erschte Mol gestappt. Ich hen den Mister Mehr und den Kaunzel, wo aus drei Marnt, bestanne. Hot, den Feiertschief, den Tietscher un den Nachtwächter inweitet 'mit zu komme un hen jedes eins von meine Kids führe mache. Das Hot's e wenig iesiger for mich gemacht un dann Hot's auch nit so dumm for mich geguckt. Wann en Mann wie mich mit sechs odder siwwe Kids angemartscht kommt, dann is er gesellschaftlich doht. So Hot's ganz schön geschafft. Mer hen uns an en große Tehbel gehockt un hen von e arig gutguckiges Mehdche unser Bier gebracht kriegt. Selles Mehdche Hot die ganze Zeit an uns geweht. Se Hot mich in einem fort an- - - a-ww- --. --wt'-.--
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geguckt un -das Hot mich arig gut siehle mache, bikahs es Hot doch uff die Hand ' gelege, daß ich e guie Jmpreschen an sie gemacht hen. Der Mister Mhr Hot's auch genohtist un Hot Fonn driwwer gemacht. Er $ot gesagt, ich sollt doch emöl zu se spreche. Well, ich hen schon e paar Biercher in mich gehabt un do hen ich genug Nöhrf uffpicke könne, mit sie zu spreche. Wie se mich en frische Schuhper gebracht Hot. da hen ich gesagt: Freileinche, ich denke Sie gleiche mich, bikahsSie gucke immer zu mich." Do Hot se gesagt: Bilde Se sich nur keine Schwachheit ein; wann Sie en Esel angucke, dann meint das doch nit, daß Sie den Esel gleiche, duht's? Ich hen Jhne nur angeguckt, bikahs Jhne Ihr Fehs guckt fämmillier zu mich, awwer ich kann Jhne nit plehse." Wie is denn Jhne Ihre Name, hen ich gefragt. Do Hot se gesagt, se deht uff den Name Berwelche höre, un se wär e Meenzerin, wo ihr Bruder bei die achtziger stehn deht. Ich hen gesagt, ich wär'n in meine junge Jahre schon oft in Meenz gewese, awwer ich hätt nie nit das Vergniege gehabt, sie oder ihren Herrn Bruder dort zu miete. Do Hot se gesagt: Hen Sie nit in Appel Jack gewohnt?" Korrekt, hen ich gesagt, ich lewe jetzt noch dort." Un Jhne Jhrn Name is Habersack?" Das is all, was es is." hen ich gesagt. Well, do sin ich also doch nit mißtehken gewese, bot se gesagt. Ich hen vor ebaut vier Jahr zurück emol bei den Mister Baldrian gedient; awwer die Missus Baldrian is tschellus an mich gewese un Hot mich gefeiert, bifor daß mei erschte Woch iwwer gewese is. Die Missus Hot mich mei Wehtsches nit gewwe un do hen Sie Pittie an mich genomme un hen mich e fünf Dahler Bild geschenkt. So ebbes vergess' ich in mei ganzes Lewe nit." Wie se das gesagt Hot, is se mich um den Hals gefalle un Hot mich en Kiß gewwe. Ich sinso geschkehrt gewese, daß ich kein Muhf hen mache könne, sonst wär ich schuhr genug ausgebäckt. Die. Schentelmänner hen all gelacht un der Mister Mehr Hot auch sei Meilche hingehalte un Hot eckspecktet, daß auch ebbes for ihn abfalle deht. Das Bärwelche Hot awwer bei ihn die Lein gezöge. So, jetzt Ware mer reitig, die verschiedene Schohs einzunemme un in -mein nächste Brief kriege Se en RiePort davon. Mit allerhand Riegards Juhrs Trulie, Meik Habersack, Eskweier un Scheriff von Apple JaS Holie Terrer Kauntie. j ' Wenn man auswendig lernt. Z
Am Wiener Polytechnikum las noch vor wenigen Jahren Hofrath von Brachelli über Statistik und Nationalökonomie, ein alter, liebenswürdiger Herr, der nur unter einer kleinen Schwäche litt Er war sehr stolz auf seine Titel und versäumte nie, bei seinen Vorlesungen feine Werke unter voller WieVergabe feiner sämmtlichen Titel anzuführen. So pflegte er unter Anderem ein gewisses Kapitel nie anders als mit denWorten zu schlichen :Ueber diesen Theil der Nationalökonomie gibt es nur ein Werk, und das ist von Gabriel Ritter von Brachem, k. und k. Hofrath und Universttäts - Professor meiner Wenigkeit." Nun fügte es sich, daß unter seinen Hörern sich einst ein Student befand, der bei fehr schwacher Begabuna. sich durch geradezu ungeheuerlichen Fleiß auszeichnete. Er war der richtige Büffler, wie er im Buche steht. Tüchtiger Stenograph, nahm er sämmtliche Vorträge wortwörtlich auf und lernte sie dann ebenso wortwörtlich auswendig. Nun fügte es der Zufall, daß dieser Hörer beim Examen von Brachelli gerade das obenerwähnte Kapitel als Frage erhielt. Er schnurrte sein Thema herunter und schloß folgendermaßen: Ueber diesen Theil der Nationalökonomie gibt es nur ein Werk, und das ist von Gabriel Ritter von Brachelli, k. und k. Hosrath und Universitätsprofessor Ihrer Wenigkeit." R e i n f a l l. Feldwebel: Mensch, Pummelknopp, Sie haben ja 'nen Gang wie 'n Gorilla! Was war denn bloß Ihr Vater? Soldat: Feldwebel. Weiter Blick. Besuch: Du bist so' reich beschenkt worden und weinst? Der kleine Emil: Ich denke an die Schläge, die ich für's Kaputmachen kriege. , Mißverstanden. t Sind Sie eigentlich eine Freundin von Landpartien, Fräulein Elfe?" Auch das, wenn .er Rittergutsbesitzer und Reserveoffizier ist." Ironisch. Junger Dickter: Was sagen Sie zu meinen poetischen Werken. Fräulein? Dame: Ich glaube, daß sie gelesen werden, wenn kein Mensch mehr etwas von Schiller und Goethe weiß. Doppelsinnig. FremderBohnen hier die Professoren und Studenten in einem bestimmtenStadtviertel?" Einheimischer: Die Studeuten wohl; aber die Professoren sind in der ganzen Stadt zerstreut!" Vorsicht geboten! Er: Alte, jetzt wirst Du Dich künstig mir gegenüber 'n bißchen besser aussuhren müssm. . . unser neuer Zlmrsnherr war. wie er mir eben gesagt hat, früher Kriegsberichterstatter."
