Indiana Tribüne, Volume 28, Number 58, Indianapolis, Marion County, 29 October 1904 — Page 6

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x Europäische Nachrichten.

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Berlin. Generalleutnant

Karl v. Kleist, der von 1890 bis 1891" Jnspekteur der 1. Cavallerieinspektion war, hat h!:r sein fünfzigjähriges Dienstjubilttlm begangen. ' Der 67 Jahre altt Rohrleger Gottlieb Blümchen aus der Wollinerst' iße 35 hat durch Erhängen seinem Leben ein Ende gemacht. Seine 'Frau ist, schon seit fünf Jahren im städtischen Siechen-

Hause. Ebenso lange hauste er sur

sich allein in einer Stube im vierten

Stock des Hauses Wollinerstraße 35.

Emen gräßlichen Tod fand der

Arbeiter Karl Blumhof aus der Wie-

senstraße No. 60, der auf dem Schulr m n r .r .tn:.l

neuoau m oer PanluraiZe oqcgarugi

war. Blumhos aerieth mit einem Ar-

beitsqenossen in einen Streit, der da-

mit endete, daß ihn sein Gegner in die mit frisch gelöschtem Kalt gefüllte Grube stieß. Entsetzlich verbrannt

wurde der Unglückliche nach demKran-

kenbaus am ' nriedrichshain gebracht,

wo er seinen Verletzungen erlegen ist. In der Heizungsanlage des Zeughauses fand der Kesselreiniger Salewsky,

der mit der Reparatur des Dampfkes-

sels beschäftigt war, den Erstickungs-

tod. Ein Feuerwehrmann, der tyn

retten wollte, trug.eme schwere Gas-

Vergiftung davon. Der Mörder de2

Schulmädchens Koschorrek, derSchuh

machermelster Oskar von Busse, geoo-

ren im Jahre 1872 zu Dziewa, Kreis ;

Jnowrazlaw, wohnhaft in demselben

Hause, wo die Mordthat geschah, wur-

de verhaftet und gestand die That ein.

Er wollte das Mädchen vergewaltigen. Als dieses um Hilfe rief, erstickte er es

mit einem Kopfkissen. In der Gar-

..Warum nicht ihr Heim... tenstraße wurde das am 27. Merz ' ' I - rsrs m , . t

öv( in renziau aeoorene mnu

?r. August König's

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tropfen

sind eine sicher 5!ur gegen

Saueres Aufstossen,

Blähungen, Unverdaulichkeit und alle andere Arten

Magenleiden.;

Tie beseitigen die Ursache nnd die Folge ist Gesundheit.

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Haben Sie alle Arten von Behandlungen probiert, und doch keine Linderung empfunden ? Ist Ihnen Ihr FaN als hoffnungslos darstellt worden ? Sind Sie entmuthigt? Wenn der Wine ot Cardui anderen Frauen so viel Linderung gebracht hat. warum sollte pt (ZA inri ? vr. : nW;, t, r.a.i

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Z vUVr Ser Wine es Cardui verfchU nie, die schlimmsten Fälle von Qe lkrätte bAin?Hd merzen und Frauenschwäche zu lindern. Die wunderbaren S7n rnm Hi rami8.7eil Elende von verzweifelnden Leidenden in Erstaunen gesetzt, indem sie Ä f4m l$JPÜttrttn. Es ist überflüssig zu. sagen, daß V!n ot Cardui1 Tausende von Äs fai sälu'A1' 2 unheilbar aufgegeben worden waren ScrWiue of Cardui ist ein milc Tonic, das zede r5rau gebrauchen sollte. Jeder Apotheker verkauft $1.00 - Flaschen. Macht heute einen Versuch mit dem WINE OF CARDUI !

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anzizhend machen, durch den Ge brauch eines

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Frieda Arndt von einem Wagen der

elektrischen Straßenbahnlinie Pan kow-Mittelstraße überfahren und ge

tödtet.

Potsdam. Einer der ältesten Eh-

renbürger der Stadt, der langjährige

Stadtverordneten Vorsteher Hof-

buchhandler Pusch, ist gestorben.

Pusch war ein geborener Potsdamer;

er ist 76 Jahre alt geworden.

Brandenburq a. H. Der 19-

jährige Arbeiter Franz Diglas war

auf dem Hofe eines Grundstücks m der

!ceuendorserstrake mit dem Reinigen

eines 'Glasdachs beschäftigt, als er plötzlich infolge eines Fehltrittes von

den Lausbrettern auf das Glasoach

flel, dieses durchschlug und auf den

gepflasterten Hof stürzte. Der Verun

glückte trug eine schwere Gehirnerschüt

terung davon und zerschnitt sich an

den starken Scheiben die Schlaaaoer

des linken Oberschenkels. Trotz sosor-

tiger Hilfe starb er.

Groß - Lichterfelde. Em

Naubmordversuch wurde an dem Nentier und Villenbesitzer David Hesse

verübt. Als der 76jährige Mann zu Bett aehen wollte, erhielt er plötzlich

von hinten mit einem Todtschläaer ei-

Nttttüö ncn la9 aus dem zrops und wurde iB daraus von einem Manne angefallen.

Dieselben Übertressen alle andern in Schon- Der Einbrecher suchte sein Ovfer zu

.ÄSSW?''' Bt"' toütgcn unb lieg erst davon ab, als

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Dieselben werden mit VeranLaen Geld zu aeben. Nackdem er 100

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Mark erhalten hatte, flüchtete der Ein-

breche?. Als Thater wurde der beschaftigungslose . Maler Ottz Kegel festgestellt, der in Brandenburg a. H.

verhastet wurde. Hesse durfte kaum mit dem Leben davonkommen. ,

K o t t b u s. Der Weber Traut-

mann aus der Nrirastrake. ein 24iafi

14) West Washington Straße, riger. verheirateter Mann, hat in der

Wohnung seiner Schwiegereltern,-

Dresdenerstraße 131, seine Schwie

germutter und emen 4jährigen Knaben, ein uneheliches Kind einer unverheiratheten Schwägerin, die sich in

VittSburg, 84.00 per Tonne Berlin in Stellung befindet, ermordet. Kanahwa, 84 tt per Tonne Oy!o Jaazon, 4.75 per Tonne war und in letzter 3eit eine erhebliche

Poeahontus, (Rauchlose) 84.50 Geldsumme als Abfindung von dem r ' x ' ' I rn i e.-, t . - . . ...

PCX Tonne. jaier oes inoc gezayl! woroen ein I fnss in VntV nm V&

vu, v iuiw utiyttiumiutii, vaj iuuimann die ruchlose That verübte, weil die Schwiegermutter sich weigerte, dem Thäter etwas von diesem Geld abzugeben. Letzterer wurde verhaftet. N e u d a m m. Kolonist Seinrick

e' onna rnfittth cmc aus Kerstenbrügge wurde auf Jede Tonne 000 Pfuno h A(js; cw? Sltr A '

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Schuß ins Herz getödtet. Der Schuß

wurde von einem Jäger abgegeben,

der aus .Nehbocke zagte. Der unglück liche Schütze stellte sich dem Gericht.

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SeuDüone929i. Altes Vbone. Main 1150. von emem Brande heimgesucht worden.

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vmiy ucn uic lllgsoallerel zernori und bedeutende Borrätbe an Nroviant

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UtII I MAL lULLtbt Uh UU5IU, v-rmch.et wmdm.

Arovtt? Hstprcuhen.

550 Nord Meridian Str. Königsberg. Von der Stra-

ßenbahn überfahren und getödtet wur

....Äcbulc iet cröNNet.... de der pensionirte Gerichtsfekretär Be-

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lau. "Jütx 30 zaore alle roeiler

TaSchüle? sowie, auswärtige Schüler

lche hier im College völlige Aufnahm, tzdxn. IoirnfT iu jeder Jeit eintreten. Eix

sderneÄ aut auZaerüsteteS Jnstiwt. voll

ttnoig tn allen Abtheilungen deS Lnnenk

Heinrich Hopple hat sich auf dem Voden seiner Wohnung, Artilleriestraße 40, erhängt. Seine Leiche wurde ins

Leichenschauhaus überfuhrt. Das

fünften. Katalog frei.

Eclwanl Taylor, Direktor.

der Kunst der Musik und den verwandter Motiv der That ist nicht bekannt.

Blschossvurg. Overmspeltor Plenius aus Pustnik wurde, als er mit seinem Rade nach Hause fuhr, von Arbeil)ern aus Sorquitten angehalten und mit Messern bearbeitet, so daß er auf der Stelle todt liegen blieb. Die Messerhelden wollten dem Nadfahrer nicht aus dem Wege gehen, und als er klinaelte, fielen sie über Ihn her.

Die Hauptattentäter sind bereits ver- ' haftet.

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in 1) werde EmarrbLa und

ÄuSstvtz aus d?n rmrgnk durch Cantal.Mty anfgeboden ohne Undequnlllichklten. P?tt? O1.V0. ld alle DruzgiffeN der Y. O. Vor 2081. Wcro Dorf.

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I o Y a n n t s b u r g. AIs der Kätner Specka aus Rollten ein Fuer Torf vom Felde holte, wurde er unterwegs von einem fürchterlichen Sturm erfaßt, vom Wagen geschleudert und

derart verletzt, daß er verstarb. Lötzen. Der Arbeiter Eduard Gellesch von hier fiel beim Abladen von Holz von einem Schleppdampfer von dem nach dem Lande' führenden Brett ins Wasser. Obwohl er sofort herausgezogen wurde, waren Wieber-

Belebungsversuche erfolglos. Ein Herz

schlag hatte semem Leben em Ende bereitet. P o w a h e n. Ein Todtschlaa ist

auf dem hiesigen Gute verübt worden.

Im Insthause wurde m der Familie

des Gutsarbeiters Hildebrandj -die

Einsegnung der zungsten Tochter festlich begangen. Hildebrandt verließ dabei die Wohnung, um in dem Stalle nach den Schweinen zu sehen. Die

Bewohner des Hauses hörten bald

darauf mehrere fluchende Mannerstimmen, und aleich darauf stürzte eine

Verwandte Hildebrandts ins Stübchen unter die Festtheilnehmer mit dem Rufe: Kommt schnell, der Onkel ist

erschlagen!" Jm Stalle lag, mit zertrümmertem Schädel, der alte Hildebrandt in einer großen Blutlache regungslos da. Von der Chaussee aus waren einige Männer ohne weiteres auf ihn eingedrungen, und mit einer wuchtigen ' Gartenlatte hatte ihm der Arbeiter Otto Arendt aus dem benachbarten Dorfe Bärwald den Schädel eingeschlagen. Der To'dtschläger.gleichfalls verheirathet und Familienvater, wurde verhaftet. Er leugnete zu Anfang, legte dann aber ein Geständniß ab, will sich aber in seinem Opfer geirrt haben, da der Ueberfall dem Losman Fritz Gisch gegolten haben soll. T i.l sit. Von seiner Kuh angefallen wurde der 60 Jahre alte Darrmeisier Dill aus Taberbrück, wobei er so böse zugerichtet wurde, daß er seinen Verletzungen erlegen ist. "gfrxnna Westpreußen. D a n z i g. Der Schmied Hermann

Lehmann in der Dienergasse wurde das Opfer einer Wette. Lehmann hatte mit mehreren Bekannten gewettet, daß er in der Mottlau die Strecke zwischen der Aschbrücke und der Kuhbrücke hin und zurück ohne Unterbrechung durchschwimmen würde. Die Höhe der Wette war aus ein Achtel Bier festgesetzt. Schon hatte Leh--mann die Aschbrücke auf dem Rückwege bis auf wenige Meter wieder erreicht, da tauchte er plötzlich unter und verschwand vor den Blicken der Umstehenden. Deutch-Krone. Auf der Besitzung des Gutsbesitzers Ruckert brannten sammtliche'Gebäude bis auf das Wohnhaus nieder. Elbing. Ein schwerer Unfall ereignete sich in Hansdorf. Der Ar b'eiter Andreas Lettmann war in die Mähmaschine gerathen und erlitt dabei so schwere Verletzungen, daß er sofort in das hiesige Diakonissenkrankenhaus geschafft werden mußte, wo er an VerblutuU gestorben ist. Hoppen. Der bejahrte Altsitzer Potrykus wurde von dem 27jährigen Sohne seines Altentheilsgebers Czerwinski so schwer verletzt, daß er starb. Die Ursache des , Todtschlags sollen immer wiederkehrende Streitigkeiten zwischen dem Altentheilsgeber und dem erschlagenen Altsitzer gewesen sein. Der Thäter ist verhaftet wor-

den. Rehhof. Nach langem Leiden verstarb hier -der durch seine Tüchtigkeit bekannte Häuptlehrer Sehmrau im Alter von 41 Jahren. Z e y e r (Elbing). Von einer großen Feuersbrunst ist die hiesige Ortschafi heimgesucht worden. In den Wirthschaftsgebäuden -des Besitzers Samuel Jochem entstand Feuer, das in rasender Geschwindigkeit um sich griff und, sich den Nachbargebäuden mittheilte.. In kurzer Zeit bildeten neun Besitzungen ein großes Flammenmeer. Folgende 4 Besitzungen sind gänzlich niedergebrannt: Samuel Jo-

chem, Frisch, Hoffmann, Brahtz, Joh. Jochem, Karl Schulz, Schienke, Duwensee und die Wirtschaftsgebäude der Schule. Frovlnz Fc:mnern. Stettin. Landgerichtsrath a. D. Blumenthal wurde durch einen Radfahrer überfahren. Der alte Herr erlitt einen Bruch des rechten Oberschenkels unweit des Hüftgelenkes und ist an den Folgen dieser Verletzung gestorben. Das Fest der goldenen Hochzeit beging Böttchermeister Ju lius Silbersdorff hier mit seiner Gat. tin im Kreise der Familie. Der kürzlich durch den Stoß einer Luftschaukel auf dem Platze an der Junkerstraße am Kopfe verletzte Karoussellbesitzer Martin ist gestorben. A l t d a m m. Vom Motorrade gestürzt ist bei Hohenkrug der Brunnenbohrer Louis Knick. Er erlitt so schwere innere Verletzungen, daß er per Wagen nach seiner Wohnung befördert .werden mußte. D a b e r. Jm hiesigen Krankenhaus verstarb nach schwerem Leiden dieEhesrau des Invaliden Rosinski infolge der Brandwunden, welche sie durch einen Blitzstrahl erlitten hatte, betrauert von einem kranken Ehegatten und sechs kleinen Kindern.'G o l l n o w. In dem Wohnhause des Ackerbürgers Zuge in der Schisferstraße brach Feuer aus, das die Gebäude, sowie in weiterer Ausdehnung das Wittwe Burowsche Wohnhaus und die Stallgebäude der Kahnschiffer Fritz Burow und August Bartelt ein-

äscherte. K o l b e r g. Das Rentier Marquardt'sche Ehepaar feierte in voller Rüstigkeit das Fest der goldenen Hochzeit. S ch l a w e. Hier hat sich die 18jährige Tochter des Schmieds Retmann aus Segenthin, welche wegen Typhus im hiesigen Kreiskrankenhause Aufnahme gefunden hatte, im FieberWahn aus dem Fenster des 2. StockWerks gestürzt. Sie verstarb infolge der bei ' dem Sturz erlittenen Ver-

lehunsen. Tempelburg. Infolge Sturzes von der Treppe erlitt der 63 Jahre alte Tischlermeister Müller eine GeHirnerschütterung, die den Tod des Verunglückten herbeiführte. W u st e r w i tz (Schlawe). Die dem Trunke ergebene sogenannte AI te Auguste Voß" wurde todt in einem Rieselkanal aufgefunden, obgleich dieser nur sehr wenig Wasser enthielt. Vrovinz Schreswig-Korstetn. Altona. Beim Hauptbahnhof ereignete sich ein entsetzlicher Unglücksfall. Dem 4jährigen Knaben Rädler, der nach Kinderart dem jetzt besonders lebhaften Treiben daselbst zuschaute, wurde von einem durchgegangenen Pferd durch einen Schlag mit dem Huf der Schädel gespalten. Der schleunigst herbeigeholte Arzi konnte nur den Tod des unglücklichen Kindes feststellen. Dockenhuden. Das Fest der goldenen Hochzeit feierte unter großer Betheiligung der Einwohner derThierarzt Joh. Bansen, G l ü ck ö st a d t. Durch einen Unglücksfall wurde die Familie des Eigarrenmachers Westphal Hierselbst in tiefe Trauer versetzt. Der jüngste ungefähr 5 Jahre alte Sohn desselben fiel beim Spielen in den Battardeau und ist leider ertrunken. I tz e h o e. Hier ertrank der 9j'ährige Sohn' Max des Arbeiters Lindemann, Reichenstraße 34, in der Stör am Schweinemarkt. Kiel. An Bord des Linienfchiffs Mecklenburg" jagte sich der Fähnrich z. S. v. Tippelskirch eine Revolverkugel in die Schläfe. Man fand ihn bewußtlos im Waschraum der Fähnriche und. schaffte i'hn ins Stationslazarett, wo er verschied. Arbeiter Johann Boll, der bei der Expedition der dänischen Postschiffe beschäftigt war, fiel vom Gepäckwagen herunter und' schlug mit dem Kopf auf das Pflaster. Er ist an den erlittenen Verletzungen Sejtorben.

anteiligen, 0er liijicic. r Interessante Beobachtungen über simulirende Biersüßler. TaS TichtodtsteUen ertappter Füchse Ter Asse ein Meister der Simulation Rache n gefiederte Uläubern Intelligenz oder Instinkt? Neuerdings hat die uralte Frage, wie weit komplizirte Handlungen und Verrichtungen der Thiere demJnstinkt oder einem mehr oder weniger entwickelten Verstand zuzuschreiben seien, ' wieder einmal Anlaß zu lebhaften Erörterungen gegeben. Wenn wir unter Verstand die Fähigkeit verstehen, aus Erfahrungen Schlüsse zu ziehen und sie zu eigenem Nutzen zu verwerthen, dann dürften dieselben Aeußerungsformen bei Thier und Mensch tcmm auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sein. Eine bekannte Thatsache ist das Sich-

todtstellen, ein Instinkt, der besonders bei vielen Insekten, Käfern und Spinnen zu großer Vollkommenheit sich entwickelt hat und auch bei kleineren Säugethieren, wie Mäuse, Wiesel und Eichhörnchen, beobachtet worden ist,- die nicht selten beim Auftreten einer plötzlichen Gefahr in kataplektischem Zustände' wie todt liegen bleiben. Wenn man daher bei solchen Thieren sagen darf, die Simulation geschehe ohne die bewußte Absicht, den Verfolger zu täufchen, so wird es uns doch schwer, diese Behauptung bei höher organisirten Thieren aufrecht zu erhalten. Wir be-

gegnen auf diesen Stufen nämlich Beispielen von Simulation, die nicht nur zum Zweck hat, dem drohenden Tode zu entgehen, sondern sich vielmehr als der Ausfluß einer wohlbedachten Ueberlegung darstellt, um sich dadurch einen sichtlichen Vortheil zu verschaffen. Von einem Fuchs, der in einem Hühnerhaus überrascht worden, wird erzählt, daß er sich todt gestellt und geduldet hatte, daß man ihn beim Schwänze nahm und auf einen Düngerhaufen warf. Kaum spürte er' sich aber im Freien, nahm er schleunigst Reißaus und ließ dem verblüfften Knecht das Nachsehen. . Auch Wölfe simuliren vorzüglich. Es ist schon häufig ' beobachtet worden, daß ein Wolf, der in eine Fallgrube geräth, bewegungslos liegen bleibt und sich ruhig fortbringen läßt, um den nächstmöglichen Augenblick zum Entweichen zu benutzen. Daß der schlaue und intelligente Affe auch in Hinsicht auf Verfiellungskunst alle anderen Thiere hinter sich zurückläßt, ist schon daraus ersichtlich. daß er sich nicht etwa todt stellt, um Gefahren zu entgehen, sondern um seine eigenen Opfer, zu täuschen. Ein noch nicht vollständig gezähmter Affe wurde mittelst emtt langen Schnur an eine Stange gebunden, so zwar, daß das "Thier an der letzteren nach Belieben auf- und abklettern konnte. Wenn er nun auf der Spitze der Stange saß, pflegten Krähen das Futer zu stehlen, das ihm immer an dem Fuß der Stange gestellt wurde. Um die Diebe zu strafen, verfiel er auf folgenden Plan. Kaum war eines Morgens seine gewöhnliche Nation am Fuße der Stange niedergesetzt, als er von 'seinem hohen Lieblingsplatz die -Krähen nach ihrer Gewohnheit in großer Zahl herankommen sah. Er begann nun die Stange ganz langsam, wie von Schmerzen gepeinigt, herabzugleiten, bis er sich endlich schwer auf die Erde fallen ließ und dort regungslos liegen blieb. Die Krähen schienen nach einiger Zeit den Affen für todt zu halten und kamen in hellen

Haufen heran, um sich an dem Mahl . f t' V TP c .

gütlich zu tyun. Plonncy ergriff oer Affe jedoch einen der gefiederten Räu-

ber, riß ihm eine Feder nach der anderen bei lebendigem Leibe heraus und warf dann sein Opfer hoch in die Luft zur Warnung für die übrigen, die eiligst

davonflogen und ihn nicht wieder be lästiaten.

, Auch der Elephant versteht das Si-

muliren ausgezeichnet. Auf Grund die-

ser wohlverburgten Thatsachen erscheint die Annahme berechtigt, daß das Thier das : :rmöa.en besitzt, Ersahrungen zu

sammeln und diese gegeoenenFalls vor theilhaft zu verwerthen weiß.

Nasenbluten.

Einfache Mittel zur schnellen AbstcLung deS lästigen UcbelS. Das beste und einfachste Mitte! zur Stillung deö 'Nasenblutens bildet 'die frische, möglichst i'ühlc Luft, welche man recht tief und schnell durch die Naft einathmen, kurze Zeit in der Lunge zurü!khalten und dann rasch durch den Mund ausstoßen muß. Dies wird zwanzigbis dreißigmal wiederholt. Solch? Athemhaltung stellt in dem ungeheuer erweiterten Lungeninnern eine Art von Saugpumpe her, d::en Wirkung sich mit der eines riesigen Schröpftopfes vergleichen läßt, welcher das Jlüt dorthin ziehi und dadurch die Adern der Nase und des Kopses ziemlich blutleer macht. .Diese Lungensaugkraft ist so gewaltig, daß man die' von ihr angeregte Blutströmung bis hinunter in die Füße verfolgen kann. Legt man bei Jemand, der die Athcmhaltung möglichst kräftig und schnell vornimmt, das Hörrohr an die Leistengegend über dem dort an der Oberfläche verlaufenden Blutaderstamme an. so hört man die Bluibcwegung darin ordentlich wirbeln. Auch hält der mächtig durch die Nase eingezogene LufistroM das Blut eine Zeitlang 'in derselben zurück und bringt es durch die Kältewirkung leichter auf der Wunde zum Gerinnen. Die Arme hält man stets hoch über den Kopf. Befindet man sich im Zimmer, so stellt oder setzt man sich, auch im Winter, an's offene Fenster. Der Kopf darf dabei nie gebeugt sein, weil eine abschüssige Haltung dem Blutausflusse aus der Zase entschieden Vorschub leistet. Leicht auszuführen ist auch das Einziehen von recht kaltem Wasser aus der hohlen Hand. Dabei darf man aber, aus dem vorhin angegebenen Grunde, Kopf und Oberkörper nich 'tief herunterbeugen. Zugleich macht' man kalte Wasserimschläge auf Nase und Stirn, dagegen heiße in die Nackengegend. Will die Blutung gar nicht stehen, so spritzt man den frisch ausgepreßten Saft einer Citrone mit einer kleinen Spritze in die blutende, vorher von Gerinnseln befreite Nasenhälfte. Schließlich sei noch auf die vielfach empfohlene Einspritzung ' mit heißem Wasser von ungefähr 128 Grad hingewiesen, bei welcher der Kranke aber fortwährend geräuschvoll (schnarchend) durch den Mund athmen muß, damit das Eintreten von Wasser in den Kehlköpf vermieden wird. Komischer Irrthum. Der Prager tschechische Advokat Dr. Ottokar Ventulak weilte zum Sommeraufenthalt in dem Vöhmerwaldorte Eisenstein, Bayern. Während dieser

Zeit erhielt er von jernem Kanztelleiter die Mittheilung von dem Ausfall einer Rechtssache mit der Anfrage, ob gegen die. Entscheidung ein Rekurs eingebracht werden solle. Dr. Ventulak setzte sich in den Kopf, daß er auch seinen Theil zur Tschechisirung des Böhmerwaldes beitragen müsse, und gab auf dem Eisensteiner Telegraphenamt ein AntWorttelegramm des Inhalts auf: Xcpdarcjte zadne rekursjl" (Ueberreichet keine Rekurse!"). Da der Advokat jedoch über eine schlechte Handschrift verfügt und die tschechische Sprache überdies nicht zu den landesüblichen gehört, erlebte das Telegramm auf seiner Reise eine kleine Wandlung und kam in folgendem Wortlaut an: ,,tfcpnxlavojt3 za duc okurkyl" zu Deutsch: Verkaufet bei Tag keine Gurken!" Man soll in der Prager Kanzlei des Advokaten bei der Ankunst des Telegramms ernste Besorgniß über das Wohlbefinden des Absenders gehegt haben.

. Seldennrntlx. Besucher (ironisch): Also, wenn Ihre Wirtschafterin sagt. ,Jch gehe aus,' dann müssen Sie sich das einfach gefallen lassen?" Alter Junggeselle: Ja, das. hat sie sich nun einmal so angewöhnt; (jenergisch) das 'heißt,, die Stiefel putze ich ihr heute aber nicht!"