Indiana Tribüne, Volume 28, Number 56, Indianapolis, Marion County, 27 October 1904 — Page 5
Jüdinn Tribüne,
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Politische Ankimdigungett .
Dr. Frank A. Morrison ist Kandidat für das Coroner Amt . und ersucht um die Stimmen aller deutschen Bürger bei der Wahl am 3. November.
Demokratische Ca',didaten. Stimmt Zur Robert M. Maddcn, Demokratischer Candidat für Sheriff von Marion County. Wahl am Dienstag, den 8. November 1901. Chas. E. Cor empfiehlt sich den Stimmgebern von Marion County als demokratischer Candidat für &iaatä&cxatot. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. James E. McCullouglz empfiehlt sich den Stimmgebern von Marion County als demokratischer Candidat für County Staatsanwalt. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. Henry C. Cox empfiehlt sich den Stimmgebern von Marion Countq als demokratischer Candidat für Nichter des Jugend'Gerickts. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. Stimmt für George Rotli, Demokratischer Candidat für Trusiee von Center Townsdip. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. Adolph G. Emhardt . empfiehlt sich den Stimmgebern von Marion County als demokratischer Candidat für Nevräsentant zur Legislatur. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. James E. Berry .7. 4rOitali1i A TrlfArnahiftftt u RrKtni ' Socal o. 7.) empfiehlt sich den Stimmgebern von Center Township als demokratischer Candidat für Affesssr von Center Township. Wahl am Dienstag, den 8, November 1904. ' AuflZspZritu Santo i5 den Neuen Heöridcn sind der Kapitän des Schooners Petrel", Pentecosi, und srchs Mann der Besatzung von den Insulanern niedergemetzelt warden. Der Ueberfall ist nach den Nach richten, die der Kapitän des Messageriedampfers Pacifique" an Ort und Stelle gesammelt hat, auch in diesem Falle ganz plötzlich und ohne jede Ver anlassung erfolgt, o daß die über raschte Mannschaft mit Ausnahme t nes Kanälen, der sich retten konnte und der dann später auch dem britischen Residenten die Meldung von der Mordthat erstattete, fast ohne jeden Widenstand den Angreifern zumOpfer gefallen ist. Kapitän Pentecost selbst ist an Händen und Füßen gebunden und in diesem wehrlosen Zustande mit Pfeiler und Speeren beworfen worden. , Umsonst hat der aus zahlreichen Wunde blutende Unglückliche die Unmenschen angefleht, ihn nicht länger zu martern, doch diese haben ihn vielmehr schließlich noch lebend in das an jener stelle von Haifischen wimmelnde Meer geworfen und ein Freudengeheul angestimmt, als die Ungeheuer ihn in Stücke rissen. E i n eigenartiges und wahrlich nicht gerade erfreuliches Bild .von Pariser Jugend entrollt eine Scene, die sich unlängst Nachts in der Rue Samt Martin abspielte. Die vierzehnjährlge Angele Sausson konnte bereits zwei Liebhaber ihr eigen nennen, den fünfzehnjährigen FigurenHändler Louis Morard und dessen sechzehnjährigen Collegen Pietro Rasfaelli. Die junge. Dame erklärte nun inten bilden Seladons, daß sie nur dem angehören werde, der in einem Duell S.eaer bleiben werde. Des Nachts trafen sich nun die beiden Händler auf ihrem Rundgang durch die Restaurants und Cafös. und man beschloß den' verlangten Zweikampf sofort auszuecyten. VJioxaxu war mn einem Messer bewaffnet, während sein Geaner nur einen handfesten Spazierstock zur Verfügung hatte. Raffaellr vurde denn auch durch Messerstiche sckiwer verletzt und sank blutüberströmt zu Boden. Morard suchte zu entflie hen, nicht ohne seinem Rivalen die Bronzeflguren und Statuetten zu ent wenden. Ein Schutzmann hatte aber den letzten Akt des Dtlells mit angeseben und verhaftete Morad, während er C" CV 3u..l wa gteicyzeiilg jur uzn ranayu Verwundeten in ein Krankenhaus kdzqz uy.
Republikanische Kandidaten. Stimmt für Edward G. Sourbier Republikanischer Candidat für Sheriff von Marion County. Wahl am Dienstag, den 6. November 1904. W. B. West empfiehlt fich den Stimmgebern von Center Township als republikanischer Candidat für Trustes von Center Township. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. Martin M.Hugg empfiehlt fich den Stimmgebern von Marion County als republikanischer Candidat für Staats-Seuator. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. 'John McGregor empfiehlt sich den Stimmgebern ron Marion County als republikanischer Candidat für County-Commissar des 2. Distrikts. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. Henry W, Klausmann empfiehlt sich den Stimmgebern von Marion County als republikanischer Candidat für (5öunty Survcyor.
Wahl am Dienstag, den 8. November 19045 M. L. Jeffcrson empfiehlt sich den Stimmgebern von Center Township.als republikanischer Candidat für Assessor Wahl am Dienstag, den 8. November 1904 George W. Stubbs empfiehlt sich den Stimmgebern von Marion County als republikanischer Candidat für Richter des Jugend'Gerichts. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. Harry D. Tutcwilcr empfiehlt sich den Stimmgebern von Marion County als republikanischer Candidat für County Coroner. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. John E. McGaughey empfiehlt sich den Stimmgebern von Marion County als republikanischer Candidat für County Commissär deZ 1. Distlikts.' Wahl am Dienstag, den 8. November 1904 - Noheiscnrodnktion. Die Gesammt - Roheisenerzeugung Großbritanniens betrug im Jahre 1903 nicht mehr als 8,549,303 Tonnen, doch war das immerhin die größte Menge eines einzelnen Jahres seit 1900, als man 8.908,570 Tonnen erzeugte. Die stärkste Produktion , war diejenige vom Jahre 1899 von nicht weniger als 9,305,520 Tonnen. Aus dem Auslande bezog England 130,570 Tonnen; es exportirte 1,065.473 Tonnen. Die Ausfuhr von fabrizirtem Eisen und' Stahl gestaltete sich m England m vorigen Jahre größer, denn seit langer Zeit, was auf d?n ausnahmsweise großen Bedarf der Ber. Staaten zurückzuführen war. Die Union produzirte im Jahre 1903 nicht mehr als 18.001.000 Tonnen, in Teutschland dagegen wurde die Erzeugung sehr bedeutend erhöht und stellte sich auf nicht weniger als 10,085.000 Tonnen, gegen 8.402.100 Tonnen im Jahre 1902. Die deutsche Roheisenerzeugung hat .sich seit 1893 verdoppelt. Dabei kaufte Deutschland im Jcchre 1903 ziemlich bedeutende Mengen Roheisen in England, wohin es aber wiederum viel Stahl und Fertigeisen lieferte. Beinahe z u M ö r d e r n geworden wären die Schulknaben de? öffentlichen Schnle zu Flushing. L. I.. welche gegen einen kleinen Knaben die unter dem Namen Hazing" bekannten Quälereien in Anwendung brachten. Sie ergriffen den elf Jahre alten Herbert Howe auf seinem Mge zur Schule, fesselten ihn. verbanden ihm die Augen und warfen ihn in einen unbenutzten Brunnen. Hier Ware er wayrlchelnllcy umaekommen. wenn sein jüngerer Bruder den ihn suchenden Polizisten nicht ...,. . . r. t ii . einen Hlngerzelg gegcocn ijauc.
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? Das graö im Walde t 5 Jovcllc van Max Treu ! o ; g $ (Schluß.) AN mem Bruder fcyon zurua?' war seine erste Frage. ..Ja. er schläft!" hieß es. Er sah nach ihm und fand ihn in tiefem Schlummer; der anstrengende Patrouillenmarsch hatte ihm offenbar Zugesetzt. Wissen. Sie schon, Wallrod," hörte er da eine Stimme neben sich, und er erkannte einen befreundeten Offizier derFreischaaren, wissen Sie schon, daß es morgen ein Gefecht geben wird?" Gott sei' Dank!" rief Otto. Er sehnte sich nach Kampf und Streit, um den Kampf in seinem Herzen still werden zu lassen. Bayerische und badische Truppen rücken gegen uns an," fuhr der andere fort. Ihr Bruder hat zuverlässige Nachrichten gebracht. Es wird einen heißen Tanz geben. Wenn wir nur den Sieg schon in Händen hätten!" setzte er bedeutunasvoll hinzu. .ant ronnle er uns feylen!" rief Otto. Der andere zuckte die Achseln. - Warten wir es ab!" sagte er und entfernte sich. Verwundert sah ihm Otto nach. War das die Zuversicht, mit t:r man in den Kampf zog? Dieser Kleinmuth, der an einen Erfolg offenbar nicht glaubte? Kämpfte man denn nicht' für hohe, reine Ideale, in denen allein schon die Gewähr für den Sieg liegen mußte? Ja. liegen mußte? Denn das war doch kein Ideal, das sich nicht durchzusetzen vermochte? Der einsame Träumer fuhr zusammen. SVütjl strich der Nachtwind über sein Haupt. War ihm nicht heute schon ein Ideal gescheitert? Sinnend starrte er .in die Flamme des Lagerfeuers. Klar und deutlich erkannte er es: die Macht der realen Thatsachen war mächtiger als alle Ideale! Und wie sich sein reineZ, vom edelsten Willen durchglühies Herz auch gegen diesen Gedanken sträubte, es war doch so, was er sich wiederholte: die Macht der realen Thatsachen war mächtiger alö alle Ideale! In der Studirsture freilich, wie so ganz anders sah da alles aus als hier, als im, Leben, wo das freie Spiel materieller Kräfte die Entscheidung bringt. Da fuhr er auf. Trompetensignalk schmetterten, Trommeln wirbelten, im Osten erschien ein schmaler, blasser Streifen am Himmel; der Tag war da. Die beiden Brüder schüttelten sich die Hand. Besorgt sah Albert den anderen an. Was ist Dir, Otto?" fragte er. Du siehst blaß aus." Otto schüttelte den Kopf. . Ohne Sorge! Es ist nichts. Ich habe nicht geschlafen."' Ich desto besser." lachte Albert. Du Glücklicher!" Mit bedeutungsvollem Blick sah Otto bei diesem Wort den Bruder an. Einen Augenblick kämpfte er ziit sich, ob er ihm jetzt die Entdeckung offenbaren sollte, die er gestern gemacht hatte. Nein, nicht, sttzt! Nach dem Kampf! entschied er sich schließlich. So bestellte er denn dem Bruder nur viele Grüße von Anna. Und Du?" fragte Albert. Ein rollender Kanonendonner überhob Otto der Antwort. Nun kam Leben in die Freischaaren. Alles machte sich fertig zum Gefecht. Und bald knatier.:n neben dem immer stärker werdenden Geschützfeuer' die ersten Gewehrschüsse herüber und . hinüber. Der Kampf war im Gang. Von Hirschhorn " aus öffnen sich, während das Neckarthal von Osten zum Westen zieht, nach Norden zii zwei Thäler. Das eine führt über Langenthal, Heddesbach nach Waldmichelback, das andere über Hainbrunn nach Beerfelden. Leide Thäler werden von bcdeutenden Höhen flankirt, die zum großen Theil fast bis zur Thalsohle hinab mit Wald bewachsen sind.' Auf der östlichen Seite des erstgenannten Thals führt mitten durch diesen Wald ein B:rgweg nach Grein und Schönau, derselbe Weg, den Otto gestern zurückgelegt hatte. Hier hatten die Freischaren besonders starke Positionen inne, theils unterhalb, theils oberhalb des erwähnten Vergwegs, und von hier aus beherrschten .sie sowohl das Neckarthal selbst wie auch die beiden oöengenannteii Thäler. Gegen diese Stellungen richtete sich denn auch insbesondere der Angriff, der bayerischen und badischen Truppen, und hier oben war auch die Stelle, wo die beiden Brüder Albert und Otto im ersten Treffen standen. Mit sorgenvollem Blick beobachtete Otto den Gang des Geftchts, während er unermüdlich seine Büchse krachen ließ. Es war nicht zu verkennen, die Gegner machten reißende Fortschritte. Näher und näher avancirten ihre Linien, von Osten und von Westen her, ganze Abtheilungen durchschwammen den Neckar, und schon' konnte man deutlich einzelne Kommandorufe von, drüben her verstehen. Und wie sie so näher und näher kamen, durchzuckte Otto ein schmerzliches Gefühl: weshalb mordete man hier? Waren denn jene nicht auck alle Söhne einer und derselben Mutter standen hier nicht Deutsche gegen Deutfche in blutigem Ringen? ' Ihm -bebe das Herz bei diesem Gedanken; ja, ei waxen deutsche Brüder! Aber doch l .
oeinde! Und jene trieb das Karte (St
bot.ihrer Oberen; sie aber, die schwarzch Schaaren. die hier oben am Waldrand standen, sie hatte Niemand zu Kampf und Tod getrieben, sie kämpften freiwillig für ihr großes, herrliches Ideal', für das zu sterben sie bereit, waren. Da erschallte dicht in seiner Näh: ein lauter Ruf: Rette sich, wer kann! Die Feinde sind uns in der Flanke, sie dringen in das Heddesbacher Thal ein! Rd sich, wer kann!" Otto fauste und brauste es in den Ohren. Hitte er denn recht gehört? Rette sich, wer kann!" so hatte man gerufen. Nein, nein, um Gotteswillen nicht, das war ja doch nicht möglich, dasväre ja Flucht, schmähliche Flucht! Weshalb stand man denn hier? Siegen oder sterben! Das war doch die Loosung. Nur dadurch erringt man seine Ideale aber Flucht, pfui doch! ,.SKht Leute!" donnerte Ottos Stimme über die Schaaren hin. Vorwärts, mir nach!" Und mit kräftigemGriff die schwarz-roth-goldene Fahne fassend, die eben den Händen ihres sinkenden Trägers entfiel, wollte er den Abhang hinunterstürmen, um in unwiderstehlichem Anstürm den vordringenden Gegner zurückzuschlagen. Aber schon war durch das unaufhaltsame Vorrücken der Feinde die Haltung der eigenen Leute schwer erschüttert, schon sah man sie in einzelnen Trupps sich in die Wälder zurückziehen. Und näher und näher kamen die Feinde. Hoch erhobenen Hauptes stand Otto, während es über ihm -im schwarz-roth-goldenen Banner rauschte, wie eine prophetische Melodie von Kaiser und Kaiserherrlichkeit. Und vor ihm und neben ihm drängten die Feinde heran. Nur ein kleines Häuflein hielt noch bei ihm aus. Da fühlte er sich von einer kräftigen Faust ergriffen. Komm, Otto. Vorwärts! Der Tag ist für uns verloren!" Sein Bruder Albert stand neben ihm und wollte ihn mit, fortreißen. Wie aus dumpfem 'raum fuhr Otto auf. Verloren?" sprach er vor sich hin. Komm!" rief Albert. Wohl darfst und sollst Du Dein Leben einsetzen im Kamj?f um Deine Ideale, aber nicht es muthwillig auf's Spiel setzen! Vergiß nicht, daß dort drüben über den Bergen ein Herz für Dich schlägt und für Dein Leben zittert!" 'Da kau. Bewegung in den weltverlorenen Träumer. ' Für mich?" rief er. Für mich? Nein, mein Bruder! Mir ist! jenes Herz verloren, wie für uns der Sieg! Aber auf Dich wartet es, auf Dich." Er brach jäh. ab. "Dicht vor sich sah er aus dem Gebüsch den Helm eines bayerischen Schützen auftauchen. Ein Gewehr lag im Anschlag, gerade auf Albert gerichtet. Im Nu sprang Otto vor den Bruder, um ihn mit seinem Leibe zu decken. Jetzt- knallte der Schuß. Otto taumelt, er sinkt nieder, und über ihn hin stnU die schwarz-roth-goldene Fahne, die ihn wie ein Leichentuch bedecken will. Was thatest Du?" ruft Albert erschüttelt. . , Ein glückliches Lächeln huscbt über Ottos Züge. . Ich löste ein Versprechen ein," flllsterte er leise. Ich gab es ihr ihr halte sie gut, sie ist es werth, sie liebt Dich" Und dann schließt er müde die Augen; den Zusammenbruch seines zweiten Ideals will er nicht mehr mit ansehen. Da springt Albert zu. Mit nervigen Armen faßt er den noch Athmenden, hüllt ihn in das Fahnentuch, das er von der Stange losreißt, und lädt ihn auf feine Schultern. Und nun rückwärts, rückwärts; bergan, bergan! Mein armer Bruder!" murmelt er. O, ich wußte es wohl, die Zeit für unsere Ideale ist noch nicht gekommen. So lange sich die- Deutschen noch geg7 ''itZg zerfleischen, ist sie nicht da." .suchend schleppt er seine Lait aufwärts, höher und höher. In schweren Tropfen perlt ihm der Schweiß von der Stirn, er achtet es nicht. Weiter, nur weiter! Endlich aber kann auch der starke Mann nicht mehr. Er muß einige Augenblicke rasten und ruhen. Im tiefsten Dickicht legt er den Bruder vorsichtig auf eine weiche Grasfläche. Da schlägt dieser die Augen auf. Aber Albert erschrickt bei diesem Blick; es ist kein Zweifel, das ist das halberlofchene Auge eines Sterbenden. Wie fühlst Du Dich, Otto?" fragt er bange. Gut, gut. Laß mich hier liegen, Bruder er kommt. Meister Tod, er komm! ich weiß es. ' Hier oben will ich sterben, hier im Wald hörst Du die Amsel? Sie ruft, mich " Thränen entströmen Alberts Augen. Nicht weinen!" bittet Otto. Und dann fetzt er hastig hinzu: Du mußt fort, Jruöer ich höre sie kommen, unsere Verfolger, die uns suchen." . Keinesfalls!" betheuert Albert. Ich bleibe bei Dir." Wenn sie Dich finden, erschießen sie Dich!" Mögen sie es!. Dann sterbe ich mit Dir." Das darfst Du nicht!- Dein Leben gehört nicht Dir. Ich sage Dir jetzt, was ich weiß. Anna liebt Dich, nur T ich allein! Du mußt -Dich ihr erhalten Du müßt! Flieh. Bruder, ilieb!
Da hört man von unten her Stimmcn. . .Sie sind es!" drängt Otto. Flieh, flieh!" . - ' Niemals, so lange Du lebst, Bruder." Mein Leben ist zu Ende in wenig Minuten Du kannst' mir nicht mehr helfen.' Rette Dein Leben fürAnna!" 'ch harre bei Dir aus!" te? will einen Versuch machen, Otto auf's Neue auf die Schultern zu laden. Aber schmerzvoll stöhnt der Verwundete aus. Laß mich liegen, Albert. Flieh!" So lange Du athmest, bleibe ich bei Dir!" Leb 'wohl, Bruder!" lispeln die Lippsn des Sterbenden. Mache Anna glücklich! Grüße mir das Vaterland!" Ein leises Zucken noch, dann ist alles aus. Albert küßt des Todten Lippen, und dann drückt er ihm die Augen zu. Schlaf wohl, treues Herz!" Noch ein Blick auf den stumm Daliegenden. Und nun weiter weiter! s ' Erst nach einigen Wochen fanden Holzfäller den Todten. Man hat ihn dort oben, hart am Wegesrand, begraben. Niemand wußte, wer er war; seinen Namen festzustellen, wollte den Behörden nicht gelingen. Einsam undvergessen lag fortan das Grab. Alljährlich jedoch, an einem bestimmten Tage des Juni, dem Datum des Gefechts bei Hirschhorn, stieg von Schönau aus ein hochgewachsener, stattlicher Mann hinauf, der jedesmal einen mächtigen Eichenkranz mit schwarz-roth-goldener Schleife dort niederlegte. Lange weilte er stets an der Gruft, und mit Thränen im Auge schied er von ihr. Aber er sprach kein Wort; er gab keine Auskunft, wer der Todte wäre; er kenne ihn nicht dem Namen nach, antwartete er zudringlichen Fragern. Und schließlich fragte auch ihn Niemand mehr. , . Als' er das letzte Mal dort 'hinauf kam im Juni 1871 trug der Kranz statt der fchwarz-roth-goldenen eine schwarz-weiß-rothe Schleife. Die Leute in Schönau meinten an jenem Tage,, so feierlich wie heute hätte der stille Mann noch niemals ausgefehen. Und der Bube, der dem Fremden den Kranz hinaufgetragen hatte, erzählte nachher im Ort, wie er ihn vor dem Grabe sagen gehört habe: Nun ist es geworden, worum wir kämpften: das deutsche Vaterland grüßt Dich, Du treuer Todter!" Von jenem Jahre an kam auch der Fremde nicht mehr. Auch er sei, so sagte man, zu den Todten versammelt worden. Aber wer er war, hat man niemals erfahren. , Einsam und still liegt nun das Grab dort oben im Wald. Weithin fliegt das Auge über die prächtigen Berge des Odenwalds; die volle Schönheit der deutschen Gebirgslandschaft liegt da
vor uns ausgegossen. Und wenn der Mond über die Höhen kommt und seine zitternden Strahlen über den GrabHügel dahinhuschen und auf den Blättern der Eichen und Buchen spielen, dann erzählt zuweilen wohl der leise flüsternde Nachtwind ' dem einsamen Wanderer die Geschichte von dem Mann, der hier oben feit mehr denn einem halben Jahrhundert schlummert. Aber der Wanderer muß ein Sonntagskind sein. Die Zeitung als Sclbflkochcr. Ein findiger Kopf hat entdeckt, daß man. die Zeitungen auch als sogenannte ..Selbstkocher" verwenden kann, d. h. an Stelle der Kochkisten und ähnlicher Apparate, die in den letzten Jahren eifrig angeboten wurden. Ihr Name ist ja renommistisch, sie sollten Fertigkocher" heißen, da sie nur die über Feuer angekochten Speisen weiterfchmoren lassen, doch das Gratis-Weiterkochen und Warmhalten ist auch schon löblich genug. Nun scheinen diese Heukisten u. s. w. mit einem Schlage überflüssig geworden zu fein, denn fechs Zeitungsblätter thun dieselben Dienste. Das Verfahren ist einfach: Man kocht die Speisen an in Töpfen, deren Deckel gut schließen und deren Griffe nach unten zu gelegen sind.' Dann stellt man den Topf vom Feuer schnell auf fechs Bogen Zeitungen, schlägt sofort das oberste !Alatt so dicht wie möglich auf allen Seiten um den Topf und dreht das überstehende Papier zu einem knoten zusammen. Ebenso verfährt man mit den übrigen fünf Bogen. Dieser sechsfache Papiermantel, dessen Knoten man noch mit Bindfaden sichern kann, wirkt als vorzügliche Jsolirung; Reis, Hülsenfrüchte,. Gemüse. Schmor- und Kochfleisch, Puddings u. f. w. fchmoren stundenlang darin weiter; in drei Stunden sinkt die Temperatur vielleicht nur von 212 auf 167 Grad. , Natürlich wird man die Papierpackete nicht an nassen und kalten Stellen aufbewahren. Malzres (ßsTd)id)iäjtn. Ein Leser der Täglichen Rundschau" erzWt:. Elschen spielt bei Großmama. Eine alte, wunderhübsche Kaffeetasse erregt ihr Gefallen, und sie bettelt: Großmama, schenk mir die Tasse." Nein, mein Kind. Später mal sollst Du sie haben." Wann später?" Nun, wenn der liebe Gott mich mal ruft." Elschen schweigt und spielt weiter. Nach eine? Weile horcht sie Plötzluh auf: Du, Großmama!" Ja, mein Kind?" Ich glaube, eben bat der liöe Gott Dich aerufen." X
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Wqfhwgton Stt 51 No. 10 Epritzenbau Jllinoi u Merrill U Jllinoi Louisiana U WeK und South M Weft und MeCarty Senat, Lve. u Henry VI Meridian und Ray No. 4 Spritzehau RMonAv.uNorriS Madiion Lv.u Dunlop No Haken Leiterhauk South nah Delaware tt Pn.uS!erriU Delawan u. ZÄSartö n kstmldVeSary New Jersey .RrQ C7 Birg. Lv. u radsha 8 Saft und Prospect N Bicking und High . ' tl Ns. li Spritzenhaui Etr Ave. nah Hur 11 Ckst und Georgia 1 Eeda? und CIrt 74 Davidson u Georgia 75 English Av.u Pine 76 Shclöy und Bäte 8 No. 5 Spritzenhaus Prosvectnahe Shelby n Fletcher Av. u Shelby S1 Market .New Zcrsey K2 Delswar und Wash.. öS East u Washwgton S4 New Forku.Davidso? 85 Taubstummen Änstalt Ver. Staaten Arsenal 57 Orient! und Wash. 89 FrauenkReformat. tt No. 13 Spritzenhau Maryland nahe Her. 149 Park Q vsb 1 , 112 Capital So ud 17, 3 Pennsylv. . Vichiaa 214 JNiiunl nd 20. 215 Senate Av und 21. 216 Pennsylvania und 25 217 l'Ieridian und 1. llH Csvital Av und tt, 219 Broadtoay und 10. 2?i J'linoi und WcLea ' 4 S:o. 14 Spritzenhau Ücnttcsb und 30. 35 IllinoiS und 33. 36 Annetta und 8k 7 No. 9. Spritzenh' Udell und Rader -233 llteil Laddcr SerU 2C9 Jfcbel und 7. 241 Meridian und 24. 24ZJLinoiu St. 243 Eldridge und 23. 812 Weft uud Walnut 313 West und 12. 814 Howard und 16. 815 Tv'.-bet und Paea 816 Capital Av und ld 817 Northwestern Ave IS Gent nd 13. 19 Canal und 10. 824 Cerealine Work 824 Vermont und Lyn 225 BiSmarZ u Srandv 26 No. 29 Cpritzenhau Haughville. 827 Michigan u. Hslme, 823 Michigan u. Concor 841 West und McJntyn 412 Missouri u. Marylan 13 Missouri und Dio 415 Capital Ave Georgia 416 Missouri u entucky S. 417 Senate Ave u. Wash. 421 P und E Nundau W. Washwgton. 428 Jrren-Hospital. 424 Miley Ave u.J Dn2 425 Wash. und Harr 42 No. IS SpritzenZauS W. Washington 427 Olwer und trch 453 Oliver und OSgood 429 Nordhke und Vork 481 Hadley Av u. orrt 32 River Ave u. Morri 484 River Av nd Sfcnj 435 Hardwg .Big 4? 43 Harding und Oltva 487 No. 19 SpriHenhq? Morri und Aortta 4HVHSL2M' 4 tocky 1 Sri! und 452 Howard und 458 orr n5 appsi 45 Laöt und StUucsi 457 RordyK Av s. lass non OorS 512 West und VjQ 613 enwcky Av u. SarV 4 Meridian und Sfon? 51 JSKtvi nd ansät 517 Morris und DaKta ' 13 Morris und Church 519 Capital 3L u SRcCarv. m Meridian und Pw: 523 Pine unk Lord 524 Madisor.AvLtnl!K H2S Meridian und BeU ?V 27 Carlo und Ray 523 Meridian und rizone.' 529 Vridian u. NadRnt 531 Meridian u. M.cu 632 No. 17 Spritzend 2u Morris nahe West 51 Mcernanund Dou,, . 18 Saft u. Lincoln 614 East und Seecha öl Wright un Satixt 17 McCarty und Lraq 13 New Jrrsey v!e Av 71 Spruce uns PrcspeS ra Cnglish Av. tt. Lki ,14 State Ave u.lt N 71 Shelby und 71 State Ave nfe Oran 71 Orange und Laurc! 71 S-hc!bY u.Q.taae 721 LeringtonÄ. ZkQ tu Fletcher Avu. Cpnrf 724 State Ave u. Pleasan. 7i5 Prospekt und Tleasani 72 Orange und Harlar 723 Liberty und Wca 729 NoK und South kl No. 15 Spritzen? Ost Washington 13 Market und Nobl: S14 Ohio u. Highlid 3fr 315 Mickigan u. Highla 816 Market u Arsenal 2 817 Oft . Clair vxii Union Bahn Geleise. 821 Pan Handle Shop L28 ennont uns WaKo BU Wash. und State Atz. 25 Madden'Lmge Fs5 826 Tucker und Dorsch L27 Wash. und ev4 9i 829 310.12 Spritzenhaus Veville nah Michig 81 Souteaster AV vxi Woodside. 881 WaJ. und Dearbo 884 Southeaster u . rsmal v. K35 New Dork und Zce$'i 12 Jllinoi rnd Maryl. 13 Jllinoi nd MarKö. 14 Penn, nd OasZ. 15 Delaware nd Wtit , 9 Meridian u. Georgia. 8 V!cridisn und South 4 PennsyK u. Louisiana 95 Lirgini Ave u. Tlab. 96 Hauptquartier. , 97 Grand Hotel. 93 Capital Ave und Dhi ii No. 16 Spritzenhau 16. und Slsh. i21 Alabama und 16. (25 Central Ave und iS. 126 Fände und 15. 127 Brookside und Juptt 128 Central Ave und 17. 129 Delaware und 19. 131 Alabama und 11. 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