Indiana Tribüne, Volume 28, Number 54, Indianapolis, Marion County, 25 October 1904 — Page 6
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Europäische Nachrichten. &rovln$ eflt aten. Münster. Die diamantene Hoch zeit konnte hier das hochbetagte Ehepaar Karl Nagel und Frau Karoline,
geb. Nasse, begehen. Der Jubilar j (geboren rn Osnabrück) steht im 93. Lebensjahre und ist noch so rüstig,daß er bis vor zwei Jahren dem Waidwerk obliegen konnte. Seit 40 Jahren versieht er das Ehrenamt eines Kirchenrendanten der St. Mauritiuspsarre. Die Jubilarin, die im 81. Lebensjähre steht, entstammt der Familie Nasse, Verlagsfirma in Soest. Das greise Puar kann auf Ur-Urenkel herabschauen. Batenhorst. .Ein schreckliches Brandunglück hat den Land'wirth Heinrich Stork heimgesucht. Vorher hatte er die Dreschmaschine gehabt, um sein Korn abzudreschen. Nachts stand plötzlich das ganze Haus in hellem Feuer. Es griff so rapid um sich, daß an ein Retten nicht zu denken war. Zum größten Schmerze der bebauerungswürdizen Eltern ist in denFlammen ihr Söhnchen von 8 Jahren umgekommen. Dortmund. Der Arbeiter Hellmuth fand, als er von der Arbeit zurückkehrte, seine sämmtlichen FamilienMitglieder bewußtlos am Boden liegen. Es handelte sich anscheinend um eine Vergiftung infolge Genusses verdorbener Milch. Hörde. In seiner Wohnung erhängte sich der Invalide Germanowski. K ö r b e ck e (Warburg). Die Feldscheune des Landwirths Joseph Dierkes, die fast den ganzen Ernteertrag im Werthe von 9000 Mark barg und nicht versichert war, brannte bis auf den Grund nieder. N e h e i m. Einen häßlichen Tod erlitt hier ein gewisser Göcke aus Niederense, ein schon älterer Mann, der sich in total betrunkenem Zustande auf den Straßen herumtrieb und allgemeines Aufsehen erregte. Schließlich mußte er sich infolge des stark genossenen Fusels erbrechen und erstickte dabei. Sassendorf. Auf dem BahnHofe wurie das 3jährige Töchterchen des Äahnarbeiters Schmiesing von einec Güterzuge überfahren. Es erlitt derartig schwere Verletzungen des Kopfes und' rechten Armes, daß es seinem Leiden erlegen ist. W a t t e n s ch e i d. Bei dem Zugießen von Petroleum in das Herdfeuer verbrannte die Frau des Zechenbeamten Lohr. Ihr Kind wurde schwer verletzt. VHeinprovinz. Köln. Der Seniorchef des Kölner Bankhauses I. H. Stein, Herr Raöul Stein, ist gestorben. A l t e n e s s e n. Zwei noch nicht zwanzig Jahre alte Brüder überfielen zwei Kameraden, mit denen sie vorher gekneipt hatten. Dem Bergmann Rabe wurde die Halsschlagader durchschnitten, so daß er fast augenblicklich starb; sein Begleiter erhielt einen äußerst gefährlichen Stich in die Achselhöhle. Essen. Zu einer aufregenden Scene kam es in dem gegenwärtig sich hier aufhaltenden Circus Krembser. In dem Circus tritt u. A. auch der Löwendresseur Vügler auf. Als dieser sich in den Löwenkäfig, in dem sich sieben große Löwen befinden, begeben hatte, wurde eine junge Löwin, durch einige Schläge gereizt, widerspenstig. Als der Dresseur weiter auf das Thier einschlug, stürzte sich dieses plötzlich auf ihn und biß ihm die linke Hand dollständig ab. München- G l a d b a ch. Auf dem hiesigen Hauptbahnhofe wurde der 56 Jahre alte Maschinenputzer Franz Esser beim Ueberschreiten der Geleise von einer Lokomotive erfaßt und furchtbar verstümmelt. Er war sofort todt. O t t w e i l e r. Der verstorbene Oberpräsident a. D. Frhr. v. Nichthofen, der seinerzeit Landrath des hiesigen Kreises geweftll ist, hat unserer Stadt 10,000 Mark zu wohlthätigen Zwecken hinterlassen. Rellinghausen (Essen). Die Haushälterin Martha Pechtler, Dinnendahlstraße No. 55 Hierselbst, wurde in ihrem Bette todt aufgefunden. Neben der Leiche lag ein geladener Revolver, aus welchem zwei Patronen abgefeuert worden und in das Gehirn eingedrungen waren. Ob Mord oder Selbstmord vorliegt, ist nicht festgestellt. S ch l e b u sch. Dem Webermeister Joh. Wilms zu Gronenborn ist das allgemeine Ehrenzeichen verliehen worden. Solingen. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich an der Ecke d Kuller- und Schlachthofstraße. Dort wurde der 6jähriae Sohn des Arbeiters Linder von Mangenberg von einem Fuhrwerk aus Barmen übersahren. Der Junge erlitt lebensgefährliehe innere Verletzungen und wurde in's Krankenhaus bracht. Sein Zustand ist bedenklich. Ob den Führer des Wagens eine Schuld trifft, muß die Untersuchung ergeben. Provinz 5delsen'?rarlau. . Kassel. Frau Wittwe Sturm, Oberste Gasse 20, konnte ein Mietherjubiläum feiern. Es sind nämlich gerade 25 Jahre verflossen, seit sie in das Haus des Bäckermeisters Vudig emzog. B a d O r'b. Im Walde bei Aufe-
nau wurde die bereits in Verwesung übergegangene Leiche deA vor längerer Zeit spurlos verschwundenen geistes'gestörten Taglöhners Joh. Weisbecker von hier aufgefunden. E i ch e n b e r g. Der Tagelöhner Ludolf stürzte beim Apfelpflücken von einem hohen Apfelbaum herab und erlitt dabei einen Bruch des Rückgrates, sodaß alsbald der Tod eintrat. Frankfurt. An der Vockenheimer Warte wurde der 11jährige Sohn des Kaufmannes Meurer von einem Automobil überfahren und sofort getödtet. Kaltennordhe,im. DerKaufmann Robert Dittmar dahier, bei dem am 18. August ein Feuer ausbrach, durch das zwei große Anwesen vernichtet wurden, ist gesanglich eingezogen worden. Rinteln. Unser Bürgermeister Oberstleutnant Gärtner feierte sein bOjä'hriges Dienstjubiläum. W e r n s w i g. Hier wurde unter sehr zahlreicher Betheiligung der Lehrer hiesiger Gemeinde, Rektor Ri:mann, zu Grabe getragen. W i tz e n h a u s e n. Der Lehrer E. Kröhl, seither Lehrer an der städtischen Volksschule dahier. tritt in den Schuldienst der Stadt Kassel über. . Mitteldeutsche Staaten. Braunschweig. 'Durch Sturz von einem Baume verunglückt: auf
dem Grundstücke Gliesmaroderstraße 33 der 8jährige Paul Noack. Er war auf einen Kastanienbaum geklettert und gerieth in der Höhe von 6 Metern auf einen trockenen Zweig, der mit ihm abbrach. Der Knabe stürzte auf den Kopf und erlitt schwere innere Verletzungen. Dessau. Bei einem schweren Gewittör, das, von strömendem Regen begleitet, über unserer Gegend niederging, hat es mehrere Male eingeschlagen. Bei Griesen brannte infolge Blitzschlages eine mit Getreide gefüllte Windmühle nieder, und in Reppichau wurde die Scheune des Landwirths LTabe völlig eingeäschert. In der Stadt Dessau selbst hat es etwa sechsmal eingeschlagen, doch nirgends gezündet. Gera. Die Leiche des seit kurzem verschwundenen Qberlt. z. S. d. Res. Neumerkel von hier ist in Cuxhafen gelandet worden. Der Verunglückte war Kaufmann und ist schriftstellerisch hervorgetreten. Neumerkel, der vor kurzem zur Ableistung einer vierwöchigen Uebung in Cuxhafen eil getroffen war, ist offenbar in der Dunkelheit von der Alten Liebe abgestürzt und ertrunken. - Oberweisbach. Noch hat sich die Aufregung über die hier ausgebrochenen vier Schadenfeuer nicht gelegt, da erscholl schon wieder Feueralarm. Es brannte bei dem Conditor und PostHalter Emil Rock. Das Anwesen ist zum größten Theil niedergebrannt. R o ß l a u. Bei einem Brande beim Malermeister Matschke rettete der-in der Papierfabrik beschäftigte Arbeiter Krüger aus der Elbstraße mit großer Bravour vier Kinder. Wolf n b 8 t t e l. Arbeiter Franz Zakonski von hier war dabei beschäfiiigt, einen Wagen im Schacht zu schieben, hatte aber nicht bemerkt, daß die Schale noch nicht wieder Hera5gelassen war. Der Wagen stürzte in die Tiefe und riß den Zakonski mit. Mit vollständig zerschmetterten und zerquetschten Gliedmaßen wurde der Verunglückte aus dem Schacht geholt. Sachsen. Dresden. Ein dreifaches 50jähriges Jubiläum beging in seltener körperlicher und geistiger Frische der privatisirende Glasermeister Friedrich Müller, Mazstraße 7, der 1854 Meister und Bürger wurde und gleichzeitig sein Geschäft begründete, dessen Inhaber seit 1880 der Schwiegersohn des .Jubilars, Glasermeister Bruno Hunger, ist. Dem Schankwirth Bauer ist füodie von ihm bewirkte Errettung eines Knaben vom Tode des Ertrinkens in der Elbe die silberne Lebensrettungs'.nedaille verliehen worden. Ein Tourist, Namens Karl Schmidt von hier, stürzte beim Ersteigen oer Schwarzwand in der Nieserfernergruppe und wurde schwer verletzt. B o z d o r f. Der 60 Jahre alte Arbeiter Bergmann fiel die Treppe nach seiner Wohnung herab und blieb bewußtlos liegen; er hatte einen Schfc dklbruch erlitten. EubabeiFlöha. Der Bruder des Gutsbesitzers Weigand wurde von einem Pferde vor den Leib geschlagen und verstarb an den erlittenen schweren inneren Verletzungen unter großen Schmerzen. Klaffenbach. Auf dem unweit der Haltestelle ?!eukirchen-Klaffenbach aeleaenen Straßmübergange wurde durchweinen von Altchemnitz nachStollberg verkehrenden Personenzug der 77 Jahre lte Strumpfwirker Wilhelm Richter von hier überfahren und getödtet. Leipzig. Beim Transport eines eisernen Geldschrankes wurde inReudnitz der 43 Jahre alte Möbelträger Riedrich getödtet. Er rutschte aus und kam zu Fall; der Schrank fiel ihm auf den Kopf und tödtete ihn sofort. 25 Jahre waren letztens verflossen, seitdem die bekannte Weinhandlung von Röhß & Kiesgen ihren Sitz im Schletterhause, Peterssiraße 26, genommen hat. 1879 siedelte sie von der Nikolaistraße No. 46 dahin über.
M e e r a n e. Der kürzlich verstorbene Stadtrath Commerzienrath Straff hat der hiesigen Stadtgemeinde durch eine letztwillige Verfügung 30.000 Mark testamentarisch vermach!. OttenhainbeiLöbau. Bei den Erntearbeiten - wurde die Frau des Zimmermeisters Spür durch einen Fliegenstich am rechten Oberarm 'verletzt. Obwohl sofort mehrere Aerzte hinzugezogen wurden, starb die 40 Jahre alte Frau infolge Blutvergiftung. S e b n i tz. Hausbesitzer Weber und Musiker Zimmermann stürzte von der Scheune infolge Ausrutschens auf einen Stein, wodurch ihm die Hirnschale zerschmettert wurde. Er war sofort todt. Z w i ck a u. Der hier in Arbeit siehende Klempnergeselle Max Sickinger stieg auf einem Oberhohndorfer Schacht in der Mittagspause, um einem Mädchen gegenüber seinen Magemuth zu zeigen, auf eine 30 Meter hohe Essewurde aber vom Schwindel erfaßt und stürzte ab. Er erlitt schwere Verletzungen, namentlich am Kopfe, mehrere Nippen- und Beinbrüche. In hoffnungslosem Zustande wurde er in's Krankenhaus geschafft, wo er starb. Keslen'Aarnrltndt. D a r m st a d t. Kammermusiker Dern beging sein 25jähriges Dienste jubiläum als Mitglied der Hofkapelle. Oberlandesgerichtsrath Dr. Werle und Frau Gemahlin feierten das Fest der silbernen Hochzeit. Blödes heim. Arbeiter Ad. Henkel gerieth mit seiner and in die Dreschmaschine und wurde dieselbe derart zugerichtet, daß sie alsbald abgenommen werden mußte. Gießen. Beim Wecken erschoß sich in der K'erne mit seinem Dienstgewehr der Musketier vom 116. Ins.Rea:. Oblj?. Der Grund zur That ist unbekannr. Heppenheim bei Worms. Ein gräßlicher Unglücksfall ist hier vorgekommen. Der neun Jahre alte Philipp Schwahn, Sohn des DrejSmaschinenbesitzzrs. Gg. Schwahn, brachte in die Häckselmaschine die rechte Hand, die ihm buchstäblich abgeschnitten wurde. Im Krankenhause mußte ihm auch ein Theil des Armes amputirt werden. ' Mainz. In der Nähe von FreiWeinheim wurSe eine Leiche gelandet, die jetzt als die des 74jähr. Rentners Heller aus Kaub, der sich seit einiger Zeit in Wiesbaden aufhielt, erkannt worden ist. Ob hier ein Selbstmord oder ein Unfall vorliegt, ist nicht aufgeklärt. O b e r - I n g e l h e i m. In einem hiesigen Steinbruche wurde der 26 Jahre alte Arbeiter Jakob Wolfrath von herabfallender Erdmasse verschüttet. Als man den Bedauernswerthen aus seiner unglücklichen Lage befreit hatte, sah man, daß ihm die Beine geKrochen und die Brust eingedrückt war. Der Tod trat sofort ein.
Jwei karlsbader Kurgaste. Es war im Jahre 1763. als in Karlsbad zwei seltsame Kurgäste miteinander Bekanntschaft machten. Der eine wohnte in dem Hause Zu den zwei Ketten", der andere im Hause Zu Mariahilf." Der eine sah so tkübselig drein, als ob er das aanze Weh der Welt mit sich, herumschleppte, der andere, klein und hager, mit scheuen, melancholischen Augen, als würde er beim geringsten Geräusch schon furchtsam zusammenknicken oder gar davonlaufen. Eines Tages, als sie wieder einmal schweigend nebeneinander geschritten waren, blieb Plötze lich der letztere stehen, und nachdem er seinen Begleiter eine Weile betrachtet hatte, sagte er kopsschüttelnd: Ich möchte nur wissen, 5)err Professor, wie ein Mann, der so' aussieht wie Sie, so viele lustige Sachen schreiben konnte." Der also angeredete es war Geller! zuckte die Achseln. Und dann sah er den anderen an und entgegnete mit einem melancholischen Lächeln: Und ich, Exzellenz, möchte nur wissen, wie ein Mann, ver so aussieht wie Sie, die Schlacht bei Kunersdorf gewinnen und Schweidnitz in einer Nacht neh men konnte." Der Begleiter Gellerts war der berühmte österreichische Feldberr Frhr. v. Laudon. , DaSHirschvrüllen Wenn der Herbst die Wälder färbt, kennt der Thüringer kein schöneres Vergnügen, als mit Weib und Kind in des Waldes tiefsten Gründe' zu ziehen, um nächtlicher Weile dem Brunftaeschrei der Hirsche zu lauschen. Frieorichroda und Reinhardsbrunn rüh men sich, die besten Standquartiere für den Besuch des Hirschbrüllens zu sein. In Friedrichroda machen dke Gastwirthe durch die Zeitung das Publikum aufmerksam, wann. der Konig der Wälder" den Bergwald mit eherner Stimme durchhallt.' Urwüchsig wie das. Geschrei der Hirsche sind zuweilen diese Hirschbrüllanzeigen. So enthält die Friedrichrodaer eitung" in der geeigneten Zeit folgende stehende Anzeige: Parkhotel Rein hardsbrunn. Von jetzt ab jeden Abend Großes Hirschbrüllen. ' Bei ungünstiger Witterung im Saale." Mehr kann man in der That von undressirten. Qirlcben nickt, verlangen !.
ZNeik Zjabcrsack's Zchrcibcbries.
Xo. US. Seöhrter Mister Edithor! ' Seitdem ich mit die Selma gesettelt gehabt hen, do is auch der Christ widder ganz annerschter zu mich gewese. Er :s arig nöis gewese un Hot gar nit genug for mich duhn könne. Ich weiß ja gut genug, daß das die Selma ihre Duhings is, bikahs er is grad wie sie uff en Pennie wie der Dickens uff e arme Secl, awwer dicselwe Zeit macht's eim doch ganz annerschter fühle, wann mer noch halbwegs diesent getriet werd. Es' is ja auch so: Ich lewe jetzt doch schon die lange Jahre mit Baldrians un ich mach, wie mer uff deutsch sage duht, mei Heim mit se. Ich bezahle en diesente Preis for mei Bohrd un so fort un' wann ich alles uffickere wollt, was ich die Fämillie schon gutes gethan hen, dann deht en schöner 45maunt eraus komme. Awwer ich sin nit so un alles waS recht is kann ich jt leide. Auch diesmol Hot sich mei gute's Herz Widder gezeigt. Ich hen driwwer nachgevenkt, ob ich nit die Selma e kleine Freud mache könnt, odder mehbie den Christ odder iehwen die Kids un do hen ich so allerhand Gedanke, kriegt. Wann ich cbdes for den Christ duhn deht, deht ersch doch nit epprieschjiehte; er is so en Feller wo for gar nicks ebbes kehre duht, als wie for en Peil Geld un unner uns gesagt, viel Geld duhn ich auch nit spende, wenigstens gleich ich's nit for annere Leut zu spende. Dann is da die Selma; wann ich ebbes for die duhn wollt, die deht's off Kohrs epprieschjiehte, awwer der Trubel is, sie duht blos Sache Leiche, wo arig viel Geld koste, wo, wie mer uff deitsch sage duht, arig eckspenzief sin, so wie for instenz Deiements un annere Tschuhellerie; so ebbes is awwer dorchin un dorchaus nit mein Fall un for den Riesen hen ich auch meinMeind uffgemacht, daß ich auch die Selma auskotte wollt. Jetzt sin blos noch die Kids da gewese. Wisse Se, die Baldrians denke ja die Welt von . ihre Kids un wann mer se höre duht, dann Hot's in die ganze Taun keine schönere un bessere un schmartere Kinner wie ihre. Do hen ich denn gedenkt, wann ich ebbes for die Kids uffmache, dann duhn ich den Christ un die Selma pliese un ich kann's e darnseit billiger mache, als wann ich mehbie die Selma odder den Christ e Pressent kaufe deht. Es Hot mich nur e wenig Trubel gemacht, bis ich ausgefunne hen, was ich Mit die Kids anfange sollt. Ich hätt se ja eniol mit nach die Weltsfehr nemme könne, awwer do müßt ich doch en ganz verdollter Fühl sein, wann ich zu so Eckspenzes gehn deht. Do is mich e Eidie komme. In e schmale Kontrietaun so ebaut dreißig Meils von Aepple Jack hen se e Fehr abgehalte un do hen ich gedenkt nemm ich am beste die Kids emol hin. Ich kann se ja sage, das wär die Weltsfehr. was wisse so dumme Buwe. 'Sell kann ich mitaus große Eckspenzes machc, die Alte sin getickelt UN ich stehn dann als en feiner Feller do. Ich hen denn ouch gleich die Selma gesagt, daß ich die Buwe mit zu die Fehr nemme wollt, awwer ich hen nit gesagt Kontrie-Fehr. Mach die Buwe bis morge früh rettig un, dann starte mer, hen ich gesagt. Ich denke, die Selma Hot suppo'hst, ich deht se nach die Weltsfehr nemme, bikahs se Hot sich gefreut wie alles un Hot drei TronkS gepackt, als wann mer for e Halmes Jahr fort steht wollte, for e halwes Jahr fort stehn wollte, un for den Riesen hen ich auch nicks gesagt, awwer die Tronks hen ich zu den Saluhnkieper hahle losse, wo ich se gestört hen. Die Buwe wäre ganz eckseitet. bikahs se hen gewißt, wann se mit mich gehn dehte, daß se e ganze Latt Fonn hätte. In e Stund sin mer mit die Trehn in den Nest gewese un mer hen schon aus die Kahr die Muhsick gehört. Der ältste Bub. wo mer Bästian rufe duht, Hot gesagt, er deht einiges bette, daß das nit Sehnt Luis sein könnt, bikahs das Willetsch deht doch nit gucke wie e Taun, wo e Weltsfehr drin abgehakte wern deht. Ich hen gesagt, er wär en ganz eenfelliger dummer Bub; er sollt nur emol 'seine Tietscher frage, die. deh! ihn schon ecksplehne, was Sehnt Luis for e Taun wär. Well, ich hen se in die erschte Lein mit nach den Werthshaus genomme, wo ich e paarRuhms gerennt hen un dann hen mer e feines. Breckfest gehabt un das hen se so gut gegliche, daß keiner mehr iwwer die Taun gekickt Hot. Wie ich mit esse dorch war, do sin die Buwe noch lang nit fertig gewese un ich sin e wenig in den Bahrrühm, for eins for den Dorscht , zu nemme, un do hen ich auch den Mehr un die ganze Affissersch von die Taun gemiet. Die sin arig praut gewese. for daß der Scheriff von e große Taun ! wie Aepple Jäck ihre Fehr einnemme
se l einiges sor mch uhn wollte. : goh juh, hen ich gesagt; ich hen c ganze Latt Kids mitgebracht, wo mein Freund den Bolies - Thiereckter von Aepple Jäck seine, sin un ich will die Buwe e große Zeit gewwe. ich gewwe nicks drum, wann's auch e wenig Geld koste duht. Ich sin en Strehnscher her un was Ihr for mich duht. das werd cpprieschjiehtct. Do Hot der Mehr gesagt: Bei Galle, das Ding will ich schon fickse. Jhne Ihre Kids solle an unsere Fehr denke, so lang wie se lewe. Mir sin hier nit hinnig den Mond daheim; mir wisse, wie mer Zittiepiebel triete duht un wann ich's helfe kann, dann brauche Sie kein Pennie zu spende un wann die Willetsch e neue Mohrgetsch an den Schulhaus rehse muß. Soweit wär also alles in schönstem Schehp gewese un ich hen mit die größte Hoffnunge in die Zukunft geguckt. In mein nächste Schreitvcbrief will ich Jhne schreiwe, wie die Sach geschafft Hot. for heut kann ich die Zeit nit mehr spehre. Mit allerhand Riegards Juhrs Trulie. Mcik Habersack, Eskweier un Scheriff von .Apple J&c! Holie Terrer Kauntie.
Wia mir Tadeln schon sau'-". Aus Wien stammt der folgende Bericht über eine lustige GerichtsverHandlung: Fräulein Tinerl ist tief gekränkt. So 'was is mir noch nie passirt, Herr Richler," klagt sie, mein ganzes Herz hab' ich ihr ausg'schütt' und so a Falschheit!" Dabei wirft das junge, hi'bsche Mädchen einen nied.'rschmetternden Blick auf die ehrsame Matrone, die ihr gegenüber vor dem Richtertisch lieht. . Denken S' Jhna nur: i bin nämlich Blumenmadel; und wia's schon so geht, hab' i halt a mei' G'spusi g'habt. Wann ma g'rad nöt grauöli' ausschaut, Sö versienzan, Herr Richter. Ja, und da hab' i bei der Person da g'wohnt. Und wann i a Vrieferl 'kriegt hab', hab' i ihr's vorg'lesen. Ich hab' mir halt denkt, so a bejahrtere Frau muß doch aus an Schreiben auf an Charakter schließen könna. Da war's immer so lieb zu mir, aber wia i von ihr auszogen bin, können S' Jhna so a Gemeinheit denken da hat f meine Liabsbriaf', die no immer an die alte Adreß kommen san, aufg'fangen und selba g'lesen, die grausliche Person." ber aengan S', Fräul'n Ainerl," bittet die alte Frau, ganz niedergeschmettert von dem Redeschwall des reschen Blumenmädchens, es ist ja nix dran. Weil S' mir die Brieferln immer vorg'lesen hab'n, war i halt neugierig, wia's weitergeht, und hab' s' halt aufg'macht." So," replizirt die andre in erbittertem Tone, und meiner Muatta bam S' es auch nur aus Neugier derzählt, was? Drei schöne Verhältnis hab' i durch Jhna verloren." - Gleich drei?" fragt erstaunt der Richter. ' Freili', in den Vriaferln war'n doch immer die Rendezvous bestimmt, und weil die da mir's veruntreut hat, hab' i net hinkommen kinna, und er is davong'gangen." Ja, aber das ist doch nur einer?" Ganz erstaunt betrachtete die Kleine den Richter. Ja, aber wann mir aner davongeht, muß i mir doch an andern nehmen!" Verblüfft über diese Logik nimmt der Richter die Briefe zur Hand und blättert darin herum. Nach ' einer kurzen Pause: Na, hören Sie, das ist doch ein bißchen stark. Fast jeder Brief trägt eine andere Unterschrift. Wer 'ist denn der Karl da, der Ihnen die Millionen Küsse schickt?" Das is a Student!" Und der Fritz, der Sie zuckersüßes Mausi nennt?" Das is a Einjähriger!" Und da kommt ein Gustl vor, der Ihnen vorwirft, daß Sie mit dem Franzl zu viel kokettiren. Was ist denn der?". Die Kleine legt nachdenklich 'den Finger an die Nase. Der? Mir scheint, das ist der Feuerwehrmann." Ja, wie viel Liebschaften haben Sie denn eigentlich?" Ja, Herr Richter, wissen S', wia mir Madeln halt schon san ." Der Richter sieht sich schließlich veranlaßt, die Verhandlung zu vertagen. Beide , Frauen verlassen das Bezirksgericht Josefstadt, wo sich die kleine Scene abgespielt hat. Noch auf dei Treppe dreht sich Fräulein Tinerl resolut um und sagt z ihrer Gegnerin triumphirend: Jetzt hab' i an Neuchen, aber Jhna erzähl' i just nix . . ." Abschreckendes Beispiel. A.: Ja ja. meine Frau hätte ich auch wohl nicht geheirathet; aber bei einer fröhlichen Geburtstagsfeier, als ich etwas viel getrunken hatte, verlobte ich mich 'mit ihr, und nachher konnte ich nicht mehr zurück. B. (Temperenzler): Also wieder einOpfer des Alkohols! ' Viel verlangt. Tuchdrucker (zum Kunden) Beim Druck 'Ihrer Verlobungsanzeigen ist ein kleines Versehen vorgekommen, mein Herr statt Fräulein Anna Müller" hat der Setzer Fräulein Anna Meier" gesetzt!... Könnten SZe denn Ihre Verlobung nicht rückgängig machen und sich mit einem Fräulein Anna Meier verloben?!
wollt. Se hen mich geprammißt, daß
