Indiana Tribüne, Volume 28, Number 54, Indianapolis, Marion County, 25 October 1904 — Page 3

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Der toiuolratistfjc Cmdidat

sührung eines, jüdischen Schauspiels.

Seine vorhergehende Rede zu Esopus.

Ohio. Lynchmord an einem Neger-Politikcr. Hilfs Sekretär Taylors Berichtigung. Verhängnißvolle Pulver-Erplosion.

Stürmische D e m o n st r a. t i o n. New York, 24. Okt. Richter Pker bildete heute Abend den Mittel. Punkt der begeistertsten Kundgebung, die ihn seit seiner Campagne für die Präsidentschaft begrüßte. Al5 Gäste don Tammanhführern hör ststt- rinfinfprt SRarUr linh T)t c Y ms n stnktsanwalt Ierome der Vorstellung im Grand Str. Theater an, woran sich ein Diner in einem Restaurant schloß. Im Theater spielte der jüdische Schauspieler Adler den König Lear und in einem jüdischen Drama Wahr heit". Theater und anliegende Straßen waren mit einer gewaltigen Menge gefüllt. Die Polizei mußte übereifrige Zuschauer mit Knüppeln in Schach ballen. Nach Schluß des Theaters begab sich der Candidat unter Vorantritt, von Polizei nach dem Restaurant durch eine wilde, jauchzende Menge, die sich heiser schrie, . Feuerwerk abbrannte und sonst ihrer Begeisterung die Zügel schießen ließ. Die Polizei ließ keinen genügen den Aufenthalt des Zuges zu, daß Jemand aus der Menge Gelegenheit fand, dem Candidaten die Hände zu schütteln. Jrrthümliche Angaben P a r k e r 'S berichtigt. Washington, 24. Ort. Der gellvertretende Schah'Sekretär Taylor gab heute nachstehende Erklärung ab: Die Aufmerksamkeit des Departements wurde aus die 2mul von Richter Parker aufaestellte Vebauptuna gelenkt. eS existiren RegierungS Verordnungen, welche die Veröffentlichung von Mit theilungen über Regierungs.Ausgaben verbieten. DieS ist ein Irrthum. Herr Parker scheint sich auS unglaubwürdi gen Quellen sehr weitgehende falsche Information eingeholt zu haben. . Die einzige Verordnung über Voranschläge besagt, daß kein untergeordneter Beam iMf w. Sckäkunaen . veröffent- .. c , . . , . l.chen dürfe bedo , solche v n de D . i x uio n)..uXMM .t M v njaiKincmsouiuimucu um uim iu. sidenten besprochen und von dusem gebilligt worden seien. Die Gepflogenheit des Departements in dieser Hin sicht erlitt dieses Jahr keinerlei Abweichung. Noch ein anderer Irrthum ist Herrn Parker passirt. Er scheint anzuneh men, die Rechnungs-Ablegung über die laufenden MonatS-Abgaben stehe im Zusammenhang mit diesen Veranschlagungen, was durchaus nicht zutrifft. Weiter sagt Parker, in den ersten zwei Monaten des FikcaljahreS hätten die Auslagen die Einnahmen um 824, 000,000 überschritten und sazt hierzu: Wie groß der Rückgang seit jener Zeit ist, vermag ich nicht anzugeben, da dem Publikum alle - Ausklärung während der Campagne vorenthalten wurde. Diese bemerkenswerthe Erklärung muß Parker in einer AugenblickS-Stim mung ohne Ueberlegung gemacht haben. ES ist ihm sicherlich bekannt, daß das Schatzamt jeden Tag ein TageS-Bulle tin und jeden Monat ein MonatS-Bul letin veröffentlicht. Falls Herr Parker sich über die Me thoden des Geschäftsbetriebs der Regie rung und die Lage der öffentlichen Fi nanzen an da? Schatzamt wenden Hintt rtrh ifirn rnfrfif rnih fiA?r I ' ' ' Mittüsiluna werden und er würde der rlegenheit, solche irresührende An aahm ,u machen. entKoben. Hearst'S Beschwerden" über die Kohlenoaynen. N e w Y o r k, 24. Okt. Die Ver Handlung vor der zwischenstaatlichen Handels'Commission über die Beschzoer den von W. R. Hearft, Vereinbarun gen der KohlenBahnen bei Fixirung der Preise betreffend, wurde heute fortgesetzt. Die Verhandlung war seit 27. Mal vertagt. Im Besonderen lautet die Beschuldigung dahin, daß die betreffen den Bahnen ausnehmend hohe Preise bei Kohlen zur Beschränkung des Han delS und in Verletzung deS Sherman 'schen Anti'Truft.GesetzeS berechneten. Kläger ist durch seinen Anwalt Clarence A. ShearS vertreten., Die Bahnen,

als Gast M ber Stof

Bryan und Fairbanks als Redner Zu über welche Beschwerde geführt wird, sind die Lehigh Valley, Pennsylvania, Erie. Delaware ck.Hudson, New Jork, Ontario k Western. Central Räilroad of New. Jersey. Reading & Delaware, Lackawanna & Western." Parker über Campagne Mißbräuche. Esopus. N..J., 24. Okt. Rich. ler Parker ließ heute die Fragen, welche sonst Üblicherweise in National-Feld zügen zur Besprechung kommen, bei Seite und sprach vor mehreren hundert Personen über Campagne Bräuche und Mißbräuche. Er tadelte die gegen wältige Regierung wegen des AntheileS, welchen Beamte an der Campagne nehmen. In Wirklichkeit werden jetzt die Beamten von einer Handvoll Corpora tionS'Leiter gewählt, welche die Gelder der Corporationen vertheilen, um die Führung der Regierung in den Hän den Jener zu belasten, welche sie für ihre Privat-Jnteressen am förderlichsten halten. Zum Schlüsse sagte Herr Parker: Solche Combinationen oder Trusts, welchen der Zoll keinen Gewinn bringt, suchen ihren Profit durch Monopole. Daher widersetzen sich ihre Beamten der Durchführung des Gesetzes gegen sie. Wenn solche Kräfte sich einen, um das Geld zu liefern, von dem man ihnen den Wahlsieg verspricht, so ist die Absicht so klar wie der Tag, es han delt sich um Wahl-Kauf, um Erkaufung 4 weiterer Jahre von Gewinn durch Zoll.Besteuerung oder Erpressung vom Publicum durch Monopole. Politische Beiträge durch Corpora tionen und Trusts bedeuten Cornip tion. Sie können nicht ehrenhaft fein. Reine GcfchäftZ.Jnteressen werden durch bloße geschäftliche Erwägungen be stimmt. Eine Corporation subskribirt nur deshalb für eine politische Partei, weil sie erwartet, daß diese Partei etwas zu ihren Gunsten thut oder etwas unter läßt, was ihr Schaden bringen könnte. Ein anderes Motiv, läßt sich nicht vorstellen und es kann auch kein anderes der Natur der Sache nach existiren. Die Art unseres RegierungS-Systems ist dem Favoritismus feindlich, aber in der Praxis sehen wir viel davon. In den letzten Jahren.ist eS derart gestiegen, daß die Wenigen, welche Vergünstigungen genossen, entweder direkt durch das Gesetz oder indirekt durch Nicht Verfolgung von Gesetzes - Ver letzungen, viele Hunderte von Millionen reprüsentlren und besitzen. Diese Interessen entschlossen sich zu dem Versuch die gegenwärtige Regie rung noch länger im Amte zu halten. Redner führte dann aus, daß die Angriffe der Trusts einige Monate hin durch nur dazu dienten, dem Wähler Sand in die Augen, zu streuen: die Thatsache bleibe, daß die Trusts sich jetzt einer Fortdauer der gegenwärtigen Regierung nicht widersetzen. Im Gegentheil sei eS allgemein bekannt, daß sie sich entschlossen, dem republikanischen National Comite eine solche Summe zur' Verfügung zu stellen, von- der sich eine Ge winnung der unsicheren Elemente den zweifelhaften Staaten für'S repn blikanische Ticket erhoffen lasse. Arizonas Wünsche. Washington. 24. Oktober. Der Jahresbericht des Gouverneurs von Arizona an den Sekretär des Innern sagt, .daß die Bevölkerung beträchtlich gewachsen ist und jetzt 165.000 bis 170,000 ausmacht. Der Bericht bringt den Wunsch des Volkes von Arizona nach Verleihung der Staatenrechte zum Ausdruck. Allein gegen den Plan, ihr Gebiet mit New Mexico zu vereinen, bat das Volk von Arizona energisch protestirt, und dies wird weiter geschehen, bis die ser anstößige Plan -aus dem Felde ge schlagen ist. Lieber wollen die Leute, daß ihr Ge meinwesen auf ewig ein Territorium bleibt ate- es mit New Mexico verei nigen zulassen." Nach Anficht deS Gouverneurs wäre die Verschmelzung für die Masse der Bevölkerung in keinem der Territorien annehmbar.

schnellste Kreuzer.

Kriegsschiff Colorado" übertrifft die kontraktlich nöthige Naschheit. Boston. 24. Oct. Der Panzer kreuzer Colorado", von Wm. Cramp & Sohn in Philadelphia erbaut, legt; heute auf seiner osficiellen Probefahrt 83 Seemeilen in 3 Stunden 57 Mi. nuten und 7 Sekunden zurück, eine Durchschnitts.Geschwindigkeit von 22. 16 Knoten per Stunde entfaltend. Contraktlich find nur 22 Knoten der langt. Mit der heutigen Leistung steht die Colorado als das schnellste Schiff in der Classe der Panzerkreuzer da und als eines der raschesten in der! Flotte überhaupt. Unter den großen, amerik. Schiffen wird die Schnelligkeit der Colorado-nur von der Columbia und MinneapoliS übertroffen. Capitän Faulkner commandirte das Schiff während der Fahrt. Bryan in Ohio. Wheeling. W Va., 34. Oct. W. I. Bryan begann heute seine )hio Tour im Interesse des demokratischen National-TicketS. ES bestand zuerst die Absicht zwei Tage hierzu zu nehmen, man einigte sich aber dann auf einen einzigen Tag bis spät Abends, wobei Bryan den ganzen Staat von Bridge Port nordwestlich bis Masillon durchquerte, mit einer Ansprache in Hamilton bei Cincinnati endend, eine Gesammtstrecke von nahezu 430 Meilen. Nach dieser Ohio Tour besucht Bryan wieder Jndiana für einige Tage, von dort aus gebt er. wie er saat. nach Missouri und dann nach NebraSka. SenatorFairbankS. Colum buS, O., 24. Okt. Se nator Fairbanks fchloß einen anstren genden Campagnetag Abends in dem dichtgefüllten Auditorium. Der Senator war cuf der ganzen Tour, die in Wheeling begonnen, von Gouverneur Herrick begleitet. Morgen wird Mi chigan durchquert. Auf der Flucht erschossen. Detroit. Mich., 24. Okt. F. C. Matthews, ein wegen Fahnenflucht in Fort Wayne besindlicher Gefangener, wurde heute bei tmem glucht.Versuche von dem Soldaten Hila erschossen. Lynchmord aneinemNeger Führer. Norfolk. Va., 24. Oct. H. W. Blount, der farbige Besitzer eines Fifch.LadenS in der Vorstadt Berkley. wurde heute früh von 50 MaSkirten aus der PolizeiStation geholt und ge lyncht. Blount war am Samstag verhaftet worden, weil er einen Polizisten mit einer brennenden Lampe schlimm ver letzt hatte. Die Juwelen der Frau Gavit. New Haben, Conn., 24. Oct. Die Juwelen im Werthe von S25.000, welche Frau Gavit aus Albany auf dem N. Y. Central-Bahnhof liegen ließ, sind durch einen BahnAngestell ten von hier gefunden und einer Trust Gesellschaft zur Ausdewahrung überge ben worden. Blount wurde nach seiner Entsüh rung durch den Mob auf ein Feld ge bracht, mit einem stumpfen Instrument zu Tode geschlagen und die Leiche nach her mit Schüssen durchbohrt. -Der Er mordete war Jahre lang ein farbiger republ. Führer und früher im Nocfol ker Schiffsbauhof angestellt. R i ch m o n d , Ba.,.24. Oktober. Anlükllcb des Lvncomordes wlro ein NegerAufruhr befürchtet; der Bürger meiste? von Berkley ersuchte den Gou verneur Montague, genügende Trup pen im Falle der Noth in Bereitschaft zu halten. Beffemer Medaille. An Andres Carnegie vorn Eisen und StahliJnstitute verliehen. New York, 24. Oct. ' Die Eröff nungZ.Sitzung des Eisen und Stahl Instituts, die zweite dieses lnterna tionalen Verbandes auf amerikanischem Boden, fand heute Abend statt. Hierbei wurde Andrew Carnegie . die höchste Ehre, welche das Institut ZU vergeben hat, die goldene Bessemer Medaille verliehen. Die Verleihung erfolgte, weil Carnegie sein Lebenöwerk der Entwicklung der Stahl und Eisen Jndustie in der Welt widmete. Carnegie hielt in Erwiderung einer Begrüßungsansprache seitens eines Vertreters deS Bürgermeisters eine län gere Rede. ' ' .

Seltener Fall..

Eine Frau wegen Wahl'Betrügereien vor dem Polizei'Nichter. New York, 24. Okt. DaSunge wöhnliche Schauspiel einer Frau, .die sich im Polizei'Giricht wegen Registra ionSBetrügerein verantwortet, spielte sich heute ab. Angeklagt war Katie Hicks, die 3 Miethshäuser an der West. Seite gemiethet hat. Aus diesen Häu trn registrirten 120 Männer. 6070 Registrationen sollen betrügerisch sein. Die Gefangene ist seit vielen Jahren in der Politik thätig. Sie wurde unter $1,500 Bürgschaft festgehalten. Pulver. Explosion. Marshalltown. Ja.. 24. Oct. Die Pulver.Fabrik von Abbott & Sohn flog heute in die Luft; die Ex plofion erschütterte die ganze Stadt und zertrümmerte Fenster und Thürmen weiter Entfernung. Als Thäter gelten 2 Tramps, von denen jede Spur fehlt. Sonst kamen keine UnglückSfülle vor. Schreckliches Ende. New York, 24. Oct. H. Klen, ein Farmer aus Iowa, warf sich heute an 42. Str. vor einen Hochbahnzug und wurde im Angesicht eimr zahl reichen Menge zu Tode gequetscht. Aus der deutschen Südscc. Im März d. I. war auf der Du?ouJnsel, nördlich von Kaiser-Wil-Helms-Land, die Station der Firma Hernsheim & Co. von den 'Eingebore nen überfallen und dabei der Wandler Reimers getödtet worden. Ueber tit deskalb von dem Gouverneur Dr. Hahl unternommene Strafexpedition wird der Welt-Korrespondenz" aus Herbertshöhe, Mitte Juli, geschrieben: Die Ursache des Mordes hat sich hier auch nicht völlig ermitteln lassen und nur soviel steht fest, daß die unqlaubliche Verblendung des Händlers Reimers und seine'grenzenlose Unvorslchngknt die Hauptschuld an den bc tlagenswerthenVorgängen trägt. Man sagt, weil nicht genug Kopra eingebracht worden sei, hat der Weiße den Sohn desKönigs der Insel verprügelt. Schon dies muß als eine äußerst beleidigende That aufgefaßt worden sein und die Gemüther heftig erregt haben. Aber nicht genug damit, ließ der thörichte Mann, unter Beiseitesetzung jeglicher Schonung der heiligsten Gefühle dieser Ahnenverehre?, alte geheiligte Gräber öffnen, um sich in den Besitz des mit den großen Todten begrabenen, alten werthvollen Schmuckes u setzen. So hat er selbst den Zunder ln das Pulverfaß geworfen und die nachfolgende Explosion herbeigeführt. Wer will sich wundern, wenn sich nun die in ihren heiligsten Gefühlen gekränkten Naturkinder zur Wehr setzten und nach landesüblicher Sitte Vergeltung übten, indem sie den Frevler beseitigten? Der alte König gab das Sianal zum Ueberfall der Station und Reimers hatte seine Thorheit mit dem Leben zu bezahlen. Das Haus wurde ausgeraubt. Eine Panik brach nun unter den fieberhaft erregten Jnsulanern aus, und traurig ist das Nack)spiel. Der betagte König starb noch am selben Tage an den Folgen inneren Aufruhrs und seine Unterthanen beschlossen eine Flucht über See nach den benachbarten Inseln. Nach der zuverlässigenAngabe eines Herrn Hellwig, der sich dort erst im vorigen Iahre eine zeitlaNg behufs Sammlung von Kuriositäten aufhielt, soll der Stamm etwa bOO Personen stark gewesen sein 60 fand man noch auf der Insel. Die übrigen waren alle auf ihren gebrechlichen Kanus geflüchtet. 50 von ihnen erreichten Vuvulu, 16 Aua, die ande ren alle kamen infolae schlechten Wet ters elendiglich auf hoher See um. Die Zahl der Untergegangenen beträgt also etwa 370 Personen. Der Sohn des Königs . soll den Speerstoß gegen Reimers geführt haben. Das Kaiserliche Gericht hat ie ;och nach Aufnahme des Berichteten das Verfahren eingestellt. Es sah sich zu emem Einschreiten gegen die weni gen Ueberlebenden nicht veranlaßt. Die Hauptschuld trug, soweit das Resultat der Untersuchung in Betracht kam, der weiße Händler, und zudem wurde de: Kern ds Volkes in der höchst bedauerlichen Katastrophe auf See durch Naturkräfte vernichtet. Der geschädigten Firma wurden eine Anzahl KokosnußPalmen zur Deckung des Verlustes überwiesen. . Es ist kaum zu ermessen,, welcher Schaden 'den zungen deutschen Kolonien in materieller und moralischer Hinsicht durch solch: Vorkommnisse, hervorgerufen durch rücksichtsloses Vorgeben und nimmersatte Habsucht, erwachst, und für welche oft den Un schuldigen die Strafe trifft. An Honig exportirt Dänemark 2,500,000 Pfund im Jahre. Der d u r chs ch n i t t l i ch Personenstand einer Familie in Onkel Oams Land beträgl 4.7 Köpfe. ' D i eh e u r i g e Kartoffel e r n t tt Jerseys,, England, wird au 52.849 Tonnen zum Werthe von Z1.096.453 geschätzt.

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