Indiana Tribüne, Volume 28, Number 52, Indianapolis, Marion County, 22 October 1904 — Page 7
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- JUJU - Afm. V "I - Vr - Tr n IX w N f ff 1vv . (Fortsetzung Der das G:ld beqleitende Brief lau itit freilich recht trübe. Der Aufentbal! in dem Vorstädichen sei trostlos, Otto finde keinen Umgang, Stint arbeite im Garten oder säße alle n in seiner Stube, vermuiblick mit iraend einer Schreiberei befchaftiat. Sie selbst habe abgearb?it?te 5)ände wie eine Magd, denn außer KoSm. Weihen, Plätten'gäbe e3 andere Beschäftigungen für ste nicht rnebr. Jede ?e:le athmete verbitterten Gram. Die War.una. n!ckt so viel (StTb ni ertbun, überschlua Asta. Bon (?llen?. Standpunkt aus erschien sie aerecktferiat. von ihrem undurchführbar. Di? Schlustwoite machten sie stutzen? Asta, denke immer daran, daß Du mit William verlobt bist und Dein Wort nicht brechen darfst. Du bist ihm ungeheuer viel Dank schuldig. Glaub es mir!" Asta ballte das Papier ungeduldig zusammen. Wofür bin ich ihm denn so Viel Dank schuldig? Ach. Tätiger bewog ja Ellen, das Geld zu leihen! Aber das war doch kein so großes Opfer für ihn!" xix evanle an Tormann verstimmte sie immer. Wenn man Jemand ein Unrecht anthut oder anthun will, an den denkt man nicht gern. Das eigene schlechte (Gewissen, die damit vcrbundenen unbehaglichen Empfindungen legt man dem Unschuldigen unwillkürlich zu? Last. Die steifen, nichtssagenden Briefe an ihn, die sie mühsam zu Stande brachte, wurden ihr stets blutsauer. Es stand wenig drin hauptsächlich lang ausgezogene Berichte über ihre Studien, Erwähnung irgend eines Buches, das st? flüchtig durchblättert batte. Weder die Menschen, mit denen sie hauptsächlich verkehrte, nannte sie außer flüchtig einmal Marka Paulsens Namcn noch von den mannigfachen Soircen und Theateraufführungen, di? sie mit Bengals und Mengersky zusammen besuchte, mochte sie ihm erzählen. Ein: eigene ?cheu hielt sie sogar ab, von dem Bild zu sprechen, das Professor Bengal von ihr malte. Di? Sitzungen' fanden dreimal wöchentlich in seinem Atelier statt. Frau. Bengal bebielt sie dann stets zum Essen bei sich. Mengersky kam oft. um sich von dem Fortschreiten des Porträts zu überzeuzen. Wenn er Asta ermüdet aussehend fand, spielte er auf seiner zauberischen Ceige. bis wirklich der hold?, träumerische Ausdruck wieder in ihren Auren lag. Venaal wußte diesen süßen Blick mit dem Pinsel festzuhalten. Das Bild war ein Meisterstück geworden, wie er selbst saqte. Es lag allerdings ein eiaener Zauber über der in schlichtes Weiß gekleideten Mädchena:stalt, die sich von emem licht grünen Hintergründe abhob. In ihren Händen hielt sie einen Veilchenstrauß. Der blonde Kopf, etwas zur Seite geneigt, sah den Beschauer mit einem süß nachdenklichen Ausdruck m dem re: zenden Gestcht voll an. Um die kleinen Füße in goldenen Schuhen .sproßten Veilchen. Ein voller Veilchenkranz aus lila Emaille schlang stch um den Rahmen. Unter dem Bilde stand in großen Buchstaben: Ein Veilchen aus der Wiese stand. Porträt der Konzertsan - aerin Asta r. Hollen." Das sieht! Sie sollen sehen." V.engal rieb stch die Hände. ..Bei Schulte wird's ausgestellt. Ich sag' Ihnen, schon deshalb allein haben wir ein volles Haus bei Ihrem ersten Konzert. Prachtvoll? Reklame! So gut wie der beste Waschzettel des Verlegers auf der breiten Leibbinde eines neuen Buchs!" lachte Van Tielen, als er das Porträt besah. Bengal versteht sein Geschäft großartig! Wenn Bengal. ' Menzersm und Älarla Pautjen q v2ieinen dann gibt es einen guten Guß!" Wollen's hoffen.'. Sie verderben uns dieö Kunstwerk nicht durch Ihren Spott, lieber Sielen," meinte Men gersky. Morgen srüh steht unser .gemaltes Veilchen' bei Schulte und das lebende steht es stch an. Um zwei Uhr bin ich auch dort. Fräulein v. Hollen, Sie müssen hmkommen. Eigentlich habe ich Angst," gestand Asta, aber es wird mich wohl Niemand erkennen. , ..Nein, denn Sie stnd tausendma schöner " saate Mengersky leise. Nein nein, ich finde mich auf dem Bilde viel zu hübsch." Benaal sah prüfend vom Origina auf das Cemälde. Ich habe nur der . . ri? trr i Vlainx einen gunuigen ncomeni aog? lauscht.-" Astas Herz klopfte laut, als sie sich . . , i am anderen age fernz mamie, um Schuttes Salon aufzusuchen. Sie wollte nicht zu sehr hinter dem Bilde zurückstehen ind wählte darum eine der . ' t 5 , rr r scnicknen. nocy unoezamien ?enomoileiten. Ein hellgraues Tuchkleid, dessen weiche Falten über einem starren Seidenrock rauschten und knisterten. Ein yroßer schwarzer Federhut mit dickem Rosentuff lag auf dem mattblonden Haar.Natürlich konnte man in der elegan ten Toilette keine .Pferdebahn benutzen
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tt 1 0 ro a von Henrictte v. Meerheimb u n - u A.t V V Eine Droschke erster Klasse blieb das rinzig mögliche Beförderunasmittel. Marka und Fraulein Ries begeg?eten ihr auf dem Korridor. Fräulein Ries machte eine bisstge Bemerkung über die 'vielen neuen Toiletten und das häufige Ausfahren. Marka sah ihr. wie in letzter Zeit oft, etwas beorgt fragend m's Gesicht. Asta umarmte sie stürmisch, machte ?räulein Nies einen etwas svöttiscki tiefen Knicks und huschte schnell an ihnen vorbei. Berlin, von einer rasch fahrenden Droschke aus gesehen, ist bübfcher, wie wenn man es. zwischen Marktfrauen lnd Briefträaern eingequetscht, in der Straßenbahn betrachten muß. Die kahlen Zweige der Bäume hoben stch wie feine, graue ledern von dem mattblauen Herbstbimmel ab. Der Rasen schimmerte noch grün. Auf den Beeen zwischen den weisen Statuen blühen leuchtend rots? Astern, die letzten Georainen und Reeden. Schult:? Salon var so von Menschen anaefüllt. daß Asta zuerst, Niemand erkannte. Ttm ersten Saal als Mittelstück Kwischm zwei farb?nsreni?an Wnfiim schen Landichalten Vlcyenvacys mng lyr Bild. Dicht zusammengedrängt stand das Publikum davor. Asta sah nur. wenn ste stch aus M Fußspitzen stellte, einen Schimmer ihre aemalten blonden ÄaareZ. Wie reizend ein ccyler ZLengai wirklich Porträt ?-Asta v. Hollen. Konzertsängerin steht darunter!" Wenn sie so gut singt, wie sie hübsch ist dann lass' ich mir die Sache gefallen!" Durch die Ausrufe btx Bewunderung fühlte sich Asta heftig erregt. EZ kam ihr so vor, als ob die Menschen ihr aufmerksam in's Gesicht starrten. Sollten ste m ihr das Original des bewunderten Bildes erkennen? Wenn ste nur fort konnte! Aber eng eingekeilt stand ste zwischen dem st: umdrängenden Publikum. Mengersky -bahnte stch einen Weg durch die Menschenmassen und zog ihren Arm durch seinen. Was habe ich prophezeit? Großartiger.Erfolg!" Man drehte stch nach dem Paar um. Das war sie!" Wo?" Die blonde Dame in dem grauen Tuchkleid mit dem großen Federhut." Ist sie wirklich so hübsch wie das Bild?" Mindestens." Haben Sie das gehört?" Mengerskys lachende Augen sahen in Astas rosig glühendes Gesicht. Kommen Sie mit fort, wenn Sie Aufsehen vermeiden wollen. Ich habe das Bedürfniß nach frischer Luft. Wir bummeln die Linden herunter dem Thiergarten zu." Sie gingen durch das Brandenburger Thor. Die Sonne lag voll auf den schlanken jonischen Säulen. Die Schutzleute dirigirten mit majestätischen Handbewegungen die Fuhrwerke und Fußgänger, die über den Platz hasteten. Jetzt ist Berlin schön,' im Sommer ist's schrecklich!" sagte Asta. Sind Sie gern hier, Herr Mengersky?" Ich? Augenblicklich ja. Im Ganzen ist Berlin aber keine Stadt für Künstler. Der Militarismus, ' der Handel dominiren zu sehr. Im Frühling gehen wir nach München. Da sollen Sie einmal Künstlerfreiheit kennen lernen." Wir?" Ja Sie, ich und Fräulein Paulfen. Sie werden sehen, wie diese Zusammenstellung das Berliner KonzertPublikum begeistert. Das muß in München wiederholt werden. Uebrigens morgen früh gehen Sie gleich zum Photographen zu Bieber in der Leipzigerstraße und lassen stch in diesem Kostüm Photographiren. Darunter wird geschrieben: Original des Gemäldes von Bengal ,Ein Veilchen auf der Wiese stand Die Veilchenidee muß für unsere Zwecke grundlich ausgeschlachtet werden. Ich sage Ihnen, wenn Sie das erste Mal in Ihrem weißen Kleide das Lied sinken, rast das Publikum." Mir kommt das alles etwas marktschreierisch vor." Ist es auch. Aber was thun? Die Welt will nicht nach verborgenen Talenten suchen. Die vorhandenen müs sen selbst nachdrücklich auf sich aufmerksam. machen. Später, wenn Sie erst emen Namen haben,- ist das alles über flüssig." ' Es ist nicht leicht, Künstlerin sein! sagte Asta seufzend. Mengersky hätte am liebsten laut aufgelacht. Was ahnte dies Kind von den Kämpfen einer nnaenden Kunstler feele. was wußte sie von einer in Entbehrungen verbrachten Jugend! Wie er stundenlang in der kalten Dachkammer übte, bis die Finger so steif loaren, daß sie den Bogen nicht mehr führen konnten! Was ahnte sie v,on den bitteren Seelenaualen. wenn andere unbedeu tende Talente an die Öffentlichkeit g zogen, mit Lob überschüttet wurden und ihn nur lauwarme Kritiken flüchtiq erwähnten, das Publikum stumm und kühl in seinen Konzerten blieb, in
denen er sein höchstes Können, sein iief-
stes Empfinden vor den tauben Ohren stumpfsinniger Hörer preisgeben mußte, bis es ihm durch die Aufopferung einer ihm nahestehenden Person gelang, Geld ausstreuen zu können, Geld für Reklame, Geld für Reisen und elegantes Auftreten! Ich soll also wirklich mit Ihnen nach München gehen?" unterbrach Astas Frage feine Gedanken. ' Ja. das sollen Sie!" Er nahm sei. nen weichen Filzhut ab. Der Wind strich durch sein lockiges, dunkles Haar. Wenn der Frühling auf die Berge steigt, dann wollen wir am Starnberger See jodeln, in der kleinen Künstlerkneipe ,Backhähnerl' und .Rahmstrubei essen. Wollen S' mithalten was?" Wenn ich dürfte!" Wer hat denn etwas dagegen zu reden?" Meine Geschwister und" Asta stockte. ' Und?" fragte Mengersky gespannt. Sie wandte den Kopf befangen zur Seite. Und mein Bräutigam." Mengersky drückte stch den Hut ties in die Stirn. ..Also einen Bräutigam hat das kleine Veilchen auch schon? Wo weilt denn der Herr?" Er ist Marineosfizicr und macht eine zweijährige Seereise." Mengers!y lachte. Plötzlich so laut auf, daß die Vorüberaebenden sich Derwundert nach ibm umsahen. MarineOffizier und schwimmt auf dem Stillen Ozkan. während Sie in Berlin Koncerte aeb-n! Reneidenswerthe Seelenrübe! Lassen Sie den Herrn Bräutigam ruhig roeiterschwimmen. Diese Liebe scheint etwas wässerig zu sein." Herr Mengers ty!" Mas gefällig?" Sein listiger Gestchtsausdruck brachte sie zum Lachen. Sie konnte ihm nicht böse sein. So ist's recht. Lachen Sie, das steht' Ihnen reizend. S!s sind zur Leiensfreuoe geschaffen." Er ergriff ihre Hand und drückte sie heftig. Sie sollen nur die heitere Seite unseres Lebens mit genießen: den Beifall und den Erfolg. Wenn Sie stch mir anvertrauen, werde ich den Ernst, die Schwermuth für mich behalten. Mustk ist die Wurzel aller Künste, sie schließt ein unbekanntes Reich auf, das nichts gemein hat mit der äußeren Siisnenwelt. In dem Reich lebe ich, und Sie sollen auch hineinsehen. Mich hat meine Kunst entschädigt für Hunger und Armuth, Mißachtung, t)äufiges Mißverstehen später übertriebenes Lob." Mengerskys Augen nahmen ein'en ernsten, fast düsteren Ausdruck an. Er behielt, in seine . Gedanken vertieft, immer noch Astas Hand in seiner. Sie standen am Rand des Reuen Sees. In dem matt gefärbten Wasser spiegelten stch die umstehenden Baume ganz klar. Wünschen Sie sich Erfolge?" Mengerskys faszinirende Augen hielten Astas Blicke wie gefangen fest. Dann lassen Sie stch diese Gelegenheit nicht entgehen. Man muß wissen, was man will. Möchten Sie Ihren Marineoffizier heirathen, so sagen Sie es of,en. Dann braucht der Münchner Plan nicht ausgeführt zu werden." Ich will mit nach München reisen." Astas Antwort klang sehr leise. Ge dankenvoll sah sie aufs Wasser. Die stille graue Fläche erinnerte sie an den Kieler .Hasen. Ein hineingeworfener Stein zog langsam immer weitere Kreise. Sie haben gut gewählt!" Mengerskys Stimme durchitterte mühsam verbaltener Triumph! Ich würde an Ihrer Stelle Ihre Angehörigen mit der Thatsache überraschen, nicht lange vorher darüber schreiben und von München aus dem Bräutigam den Abschied ertheilen." Briefe erreichen ihn in der nächsten Zeit überhaupt nicht." Desto besser. Wenn er, im Hafen dann keinen Brief, sondern nur Zeitungen mit glänzenden Kritiken über Ihre Konzerte findet, wird er wohl wissen, was das bedeutet." Das glaube ich auch." Ich biete mich Ihnen als Jmpresario an. Alleö Geschäftliche, alle Arrangements übernehme ich. Sie sollen nur die goldenen Früchte milernten. Ich dächte, der Vorschlag ließe stch hören." Sie stnd sehr gut zu mir!" Asta sah so kindlich dankbar zu Mengersky auf, daß es ihn rührte und ein wenig beschämte. Er gab ihre Hand frei und trat tief aufathmend einen Schritt von ihr zurück. ' Sie fuhr fort: Oder halten Sie mein Talent für so groß, daß Sie nur um der Kunst willen mir helfen wollen?" Er verbiß wieder ein Lächeln. Die Antwort auf diese Frage gebe ich spätir einmal. Wann? Vielleicht sehr bald in München. Ich will mich aber nicht besser machen, wie ich .bin. Ganz objektiv, nur um der Kunst zu dienen, handle ich, nicht. Was ist das überHaupt für ein Blödsinn mit de.r gefordertcn .Objektivität' des Künstlers. Ich ich will leben, leiden, genießen ein volles Leben, großes Leiden, Kampf. Qual und Sieg daraus wird der Künstler der subjektive Künstler, der seine Wonne, sein Leid Euch vorjauchzen, vorweinen soll. Geht mir doch mit Eurer pappledernen ,Objektivität!'" , Sie sprechen wie Marka. Die sagte mir auch, durch Leiden erst reifte man zur Künstlerin."
ffiaxia Paulsen!" Menaersky zoa
die Schultern hoch. Ja, ste ist eine große Künstlerin, weil sie tganz Weib ist. Jeden Tag würfe ste ihre Kunst ! hin-für ihre Liebe." x j Das finden Sie recht?" Recht recht? Beim Künstler fraat man nicht nach Recht und Unrecht. Uns gelten andere Gesetze. Markas Denkungsart, ist erhaben." Mir riethen Sie doch, meine Liebe der Kunst zu opfern." Niemals. Nur Ihren Verlobten sollen Sie aufgeben. Herz und Kunst gerathen bei Ihnen nicht in Widerspruch." Hier biegt mein Weg ab," sagte Asta gepreßt. Sie wußte selber kaum, was sie an Mengerskys Worten so aufregte. Ein tiefer, heißer Unterstrom schien durch all seine Reden zu gehen und ihnen einen verborgenen Sinn unterzulegen. Ich bringe Sie nach Hause," antwortete er kurz. Von glcichgiljigeu Dingen plaudernd, schritt er neben ihr her. Erst vor der Thür ihres Ziinmers ?erabschiedete er sich. Er nahm ihre Hand, streifte schnell den Handschuh ab mit seinen frauenhaft geschickten Künstlerfingern und drückte seine Lippen auf ihr zartes Gelenk, dann auf jeden einzelnen Finger. Auf Wiedersehen, Asta - liebe. schöne, kleine Asta!" Fräulein Ries steckte in diesem Auqtntüd ihren Kopf zur Zimmerthur heraus. Asta machte ihre Hand von Mengersly frei. ' , Wie gejagt lief sie in ihre Stube, warf sich vor dem Vett auf die Kniee und drückte d-as heiße Gesicht, in beide Hände. - 7. K a p i t e l. ind Sie sehr aufgeregt?" Fräulein Ries streifte Asta das weiße Kleid über. Sie erbot bei der oilette zu helfen. natürlich nur, um Gefühisjmdien an einer angehenden Künstlerin" zu machen, wie Asta stch ausdrückte. Auf Bett und Stühlen lag der ganze Toilettenapparat herum. Das alte Fräulein musterte mit geheimer Empörung die eleganten Sachen: reich gestickte Wäsche, seidene Unterröcke, seidene Strümpfe, lange Handschuhe, Taschentuch mit echten Brüsseler Spitzen, Fächer, weißes Plüschcape mit dunklem Pelzbesatz. Man muß wirklich hoffen, daß das Konzert gut besucht sein wird. Wie wollen Sie sonst diesen Toilettenaufwand bestreiken, liebes Fräulein v. Hollen?" Asta machte sich ungeduldig von den an ihr herumzupfenden Händen der alten Jungfer frei. Natürlich bin ich zufgeregt!" sagte sie mit nervösem Lachen. Fühlen Sie meine Finger. Eiskalt nicht wahr? Vor. meinen Augen tanzen lauter runde, rothe Sonnen. Unirwemx Sie mich fragen, was für ein Lied ich singen soll, ich weiß es wahrhaftig nicht weder die Worte noch die Melodie. ' , Marka klopfte an die Thür. Sind Sie fertig? Wir müssen fahren! Sie trat ein und streichelte Astas heißes Eestcht. Lampenfieber, Kleine? Nur ruhig Blut! Sehen Sie über all die Köpfe hinweg, und stngen Sie Ihr Liedchen. wie. wenn Sie ganz allein wären." Wenn das nur so ginge! Ich habe Angst, solche schreckliche Angst. Ich bringe gewiß keinen Ton heraus. , Dann bieten Sie wenigstens den Leuten einen angenehmen Anblick. Mengersky und ich sorgen für den Ohrenschmaus. Wegwerfen thut däs Publikum sein Geld also nicht," meinte Marka trocken. Als ich mein ' erstes Konzert in Moskau gab das, ist lange her: O schöne Zeit o scl'ge Zcit, Wie liegst du feru, wie liegst du weit! Nehmen Sie Ihre Notenrolle mit, Asta! Mengersky will, daß ich auswendig stnge." Natürlich, aber Sie müssen sie bei sich haben. Das Gedächtniß könnte Sie im Stich lassen." Ich halte. Ihnen den Daumen," versprach Fräulein Nies. , Dann kann uns ja nichts passiren. Marka wickelte Ästa in ihr ape. e länger wir herumtrödeln, um so schlimmer wird Ihre Angst. Wahrend der .Fahrt ipracy nur Marka. Asta antwortete keine Silbe. Sie fürchtete, in Thränen oder in ein krampfhaftes Lachen ausbrechen zu müssen, wenn ste ein Wort erwiderte. Das Publikum strömte von allen Seiten zu ftuft und zu Waaen der - - u j v w Philharmonie' zu. Ausverkauft!" In großen Buch staben vranate der Zettel über der Kasse. Das ist immer so, wenn Mengersky spielt," sagte Marka. Sie führte Asta durch einen besonderen Eingang in das Zimmer der Künstler. j TOnsrtrtrtrl rrfeH strfi Yifri 'ftP yitv tu tliai nimt l"""7 reits auf dem Sofa herum. , . Mengersky sprach mit seinem Klavierbealeiter m einer Ecke. Als di? Damen eintraten, ging er ihnen entgegen. Rosengart überreichte Marka fe:erlich ein wundervolles Rosenboukett. 's Mengersky hielt Asta einen Veilchens ri ..... r w r, " . T . !t ' Ilraun. ym. ?ie uonerie muyam lyren Dank. - (Fortsetzung folgt.)
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