Indiana Tribüne, Volume 28, Number 49, Indianapolis, Marion County, 19 October 1904 — Page 6

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Europäische Nachrichten.

Mttekdeutsche Staaten. Ä u m a. Durch Großfeuer wurden in der Windmühlenstraße vier Wohnhauser zerstört. Betroffen sind mt Häuser von Scharch, Wächter, Schaub und Abe. B r a u n f ch w e i g. Bei einer Schlägerei in Oelschlägern erhielt der Zimmermann Fritz Wiedemann von hier einen Schlag mit einem Bierschoppen über denKopf, der ihn besmnungs103 zu Boden streckte. Der Verletzte wurde zunächst in seine Wohnung, dann aber, als sein Zustand sich verschlimmerte, nach dem herzogl. Kranenhause gebracht. Dort ist Wiedemann, ohne die Besinnung wiedereranLt zu haben, verstorben. E i s e n a ch. Der Besitzer der russischen Luftschaukel auf dem Schützenplatze, Poltermann, stürzte von der Platform des Schaukelgestells infolge eines Fehltritts hinab und erlitt so schwere Verletzungen, namentlich im Rückgrat, daß man an seinem Auskommen zweifelt. G o t h a. In Gegenwart desGroßHerzogs von Sachsen - Weimar und des Herzogs von Sachsen - KoburgGotha und vor emer meltausendkopfigen Menge fand die Einweihung des Denkmals für Herzog Ernst denFrommen statt. K o b u r g. Der herzogliche Hofschauspieler a. D. Eonrad Bellosa, Ehrenmitglied des loburg-gothaischen Hoftheaters, dem er etwa 40 Jahre als hochgeschätztes Mitglied angehört hatte, ist hier gestorben. Ohr'druf. Der Mühlenbesitzer Louis Eschner gerieth in die AntriebMaschine seiner Schneidemühle und wurde dabei am Kopfe so schwer verletzt, daß der erst 40jährige Mann alsbald starb. R u d o l st a d t. Ein grotzerWaldbrand brach auf den Höhen des Thuringer Waldes bei der Ortschaft Quelltz aus. Der Branv wüthete mit großer Heftigkeit. Vernichtet wurden gegen 100 Morgen schöner Bestand. In der Hauptsache ist die Fürstliche Staatswaldung, zum kleineren Theil sind die Gemeindewaldungen von Rohrbach und Meura betroffen. Der Schaden wird auf ca. 60.000 Mark geschätzt. W a l d e a. Das Fest der goldenen Hochzeit feierten im Kreise ihrer Knder und Enkel in aller Stille Daniel Hallenberg und seine Ehefrau Henriette, geb. Böhle. Sachsen. D r e sd e n. Hofopernsänger a. D. Wilhelm Eichberger ist hier gestorben. Eichberger, der. an der Oper seit dem 1. April 1858 künstlerisch thätig war. stammte aus Kassel, wo er 1830 als Sohn des Heldentenors Joses Elchberger geboren wurde. Schwere Brand wunden erlitt der Maurer Hempel beim Reinigen eines Kanals in der Glasfabrik Dohlen, so daß er mit dem Krankenwagen nach hier in's Stadtkrankenhaus gebracht werden mußte, wo der Bedauernswerthe seinen Verletzungen erlag. Den Feuertod erlitten hier bei einem Stubenbrande der 3'jährige Sohn und die 2jährige Tochter des Maschinisten .Pätzold in Abwesenheit der Eltern. Die zu Mittag heimkehrenden Eltern fanden die Kinder als verkohlte Leichen vor. A u e. Hier erschoß sich der Fabrikarbeiter Max Schönherr in der elterlichen Wohnung. Schönherr, der im 24. Lebensjahre stand, litt an einer unheilbaren Krankheit, die ihn oft nöthigte, die Arbeit auszusetzen. E l st e r. In dem zur König!. Vadeanstalt gehörigen großen Teich wurde der 48 Jahre alte Hausbesitzer und Moorarbeiter Albin Reudel aus Sohl ertränkt aufgefunden. Kleinrückerswalde Feuer zerstörte das Wohnhaus des Landwirths Aug. Köhler. Leipzig. Der in weiten Kreisen bekannte Verlagsbuchhändler Dr. phil. Eduard Brockhaus, der in Loschwitz in der nach ihm genanntenStraße wohnt, feierte bei rüstiger Gesundheit mit seiner Gattin die goldene Hochzeit. Dr. Brockhaus verbringt seit vielen Iahren den Sommer auf feinem Landsitze in Loschwitz, während er im Winter hier wohnt. Neugersdorf. Die 23 Jahre alte Ehefrau des Zuschneiders Schuster verunglückte beim Wäschemangeln in der Tempel'schen Wasch- und Mangelanstalt tödtlich, indem ihr durch die elektrisch betriebene Wäschemangel der Kopf zerdrückt wurde.' Roedewisch. iV. Ein Mord versuch wurde in der Lenk'schen Webwaarensabnk verübt. Die dort beschäftigte' Arbeiterin Rosa Schmidt wurde von dem ebenfalls dort beschäftigten Arbeiter Seifert aus Nützengrun zuerst mit einem großen Schrau benschlüssel lebensgefährlich verletzt und dann mit einer Schnur zu erdros seln versucht. Der Thäter ist flüchtig, die Schwerverletzte nicht vernehmungssahlg. S i e g m a r. Schieferdecker Stirn lein aus Pleißa bei Limbach fiel vom Dache des dem hiesigen Schmiedemei ster Roeger gehörigen Neubaues. Kun lein, welcher ohne Besinnung aufge hoben worden war, starb bald darauf. Zwickau. In Langebrück bei Dresden verschied Schuldirektor a. D. Lippmann, der vierzig Jahre hier im Schuldienst angestellt war. KefseN'Darrnstadt. D a r m st a d t. Hier ist! der öster reichische Feldzeugmeister in Vension,

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Iftrdlnand Freiherr v. Eronenbold, gestorben. Der Hochbauaufseher Ludwig Schwarz feierte sein 25jährice3 Dienstjubiläum im hessischen Staatsdienst. Bingen. In dem Magazin der Firma Eämmerer & Specht in der Amtstraße brach Feuer aus, das den Dachftuhl total zerstörte. Das bedeutende Waarenlager wurde ein Raub der Flammen. E r b a ch O. Vatienten der ErnstLudwig - Heilstätte zu Sandbach entdeckten auf einem Waldspaziergang im Distrikt Scheuerberg" bei Sandbach die Leime emer alteren Frau. Dieselbe wurde als die 65jähriae, seit einigen Tagen - vermißte Johann Heinz Wittwe aus Sandbach erkannt. Die altersschwache Frau wurde beim Vrombeerensammeln von einem jähen Tode überrascht. Gießen. Der Geh. Medizinalrath Prof. Dr. Riegel, Direktor der hiesigen Klinik für innere' Medizin, ist in Ems im Alter von 61 Jahren gestorben. Mainz. Ein fürchterlicher Unglücksfall ereignete sich auf der alten Eisenbahnbrücke. Dort werden gegenwärtig Anstreicherarbeiten vorgenommen, an denen der-Anstreickier Mlnk von hier, ein verheiratheter Mann und Vater von zwei Kindern, beschäftigt war. Als er mit der Arbeit beginnen wollte, fuhr gerade ein Eisenbahnzug über' die Brücke, dem Mink nicht mehr auszuweichen vermochte. Vor den Augen zahlreicher Personen wurde er von der Lokomotive erfaßt und umgerissen. Dem Unglücklichen sind beide Beine und eine Hand abgefahren; autzerdem erlitt er einen schweren Schadelbruch. Sterbend brachte man ihn hierher in das Rochusspital. Offenbach. Der seit einiger Zeit vermißte Jagdaufseher Franz Horn von Heusenstamm wurde im gräflich Schönborn'schen Forste in einem Dickicht von 'einem Arbeiter todt aufgesunden. K e l z e n. Die 73 ährige Wittwe Hinkel wurde todt in einerKothgrube ausgesunden. Sie hatte Selbstmord verübt. Wayern. München. Herzog Ludwig WilHelm ist gelegentlich einer ManöverÜbung . bei Landshut vom Pferde gestürzt und zog sich, eine Gehirnerschütterung zu. Herzog und 'Herzogin Karl Theodor haben sich an das Krankenlager ihres Sohnes begebey. Kammermusiker Professor Sigler, ein berannler Veteran unseres Hoforcyeuers, ist durch den Tod von langem Leiden erlöst worden. In seiner Wohnung an der Hohenzollernstraße No. 47 tödtete sich der verheirathete öljährige Hausbesitzer Max Seitz durch Oesfnen der Pulsader am linken Handgelenk und durch einen Stich in's Herz. Das Motiv zum Selbstmord ist unbekannt. Altenschneeberg bei Oberviechtach. Hier brannte ein Haus mit Stadel ab, wobei eine Frau Namens Margarethe Politzka verbrannte. B a m b e r g. Der Aushilfsrangirer Georg Ollmann gerieth am BahnHof beim Rangiren zwischen die Puffer zweier Wagen und erlitt mehrere Rippenbrücke und innere Verletzungen. Der Verunglückte ist im Krankenhause seinen Verletzungen erlegen. Hof. Bürgermeister Bräuninger feierte sein 25jähriges Jubiläum als rechtskundiges Mitglied der städtischen Verwaltung. Ihm zu Ehren fand ein großes Concert statt. Die Stadtgemeinde und die städtischen Beamten überreichten dem Jubilar Adressen. N e u b e u e r n. Der Genuß giftiger Schwämme brachte der Familie des Musikmeisters Paul großes Unglück. Frau Paul ist gestorben. Vater und Sohn liegen schwerkrank darnieder. Pfreimd. Feuer, vernichtete an der Hauptstraße 6 Wohnhäuser und 18 Nebengebäude. Dasselbe entstand im Hintergebäude des Bierwirths Simon. In kurzer Zeit standen sammtliche Nebengebäude des Bäckermeisters Stich, des Gastwirths Kleber, der Gastwirthswittwe Mühlbauer und des. Brauereibesitzers Meier (Wilder Mann") in Flammen; auch die Häuser der vier Erstgenannten wurden ein Raub der Flammen. Thier Häupten. Der 19jährige Zieglerssohn Landes und der Taglöhner Bürger wurden beimLehmgraben verschüttet. Landes konnte nur mehr alsLeiche geborgen werden.Bürger, der Vater von fünf kleinen Kindern ist, wurde lebensgefährlich verletzt. WaldmInchen. Hier sind durch eine Feuersbrunst wiederum dreißig Häuser 'zerstört worden. Es liegt zweifellos Brandstiftung vor.' Zwei verdächtige Personen wurden verhafzsurttemoerg. Stuttgart. Oberfinanzrath Knapp, Collegialmitglled der' General direktion der Staatseisenbahnen, beaina im Kreise seiner ??amilie das fteft der sielbernen Hochzeit und gleichzeitig sein 25jähriges Dienstiubiläum. Der Jubilar war während seiner Laufbahn m allen Zweigen des Verkehrsdienstes praktisch thätig. Der hiesige Tourist Johann Äehnelt ist in der Laaser Gruppe todt ausgefunden worden. B i b e r a ch. Zu der Enthüllung der Gedenktafel für den berühmten Goldschmied Johann Melchior Dinglinger und seine beiden. Brüder war eine größere Anzahl von Goldschmieden aus verschiedenen deutschen Städten hierhergekommen; .aber aucb die

Bevölkerung zeigte hirzliche Antheil-

nähme an der wohlgelungenen Feier. E l l n g e n. Aus , der Staatssiraße zwischen hier und Obereßlingen wurde ein zwei Jahre altes Mädchen Namens Leins von einem Fuhrwerk aus Köngen überfahren. Das Kind war sofort todt. Den Fuhrmann trifft keine Schuld. Feuerbach. Buckdruckreibesitzer und Herausgeber der Feuerbache? Zeitung". E. Weber, ist im Alter von 59 Jahren hier gestorben. Herlbronn. In der Maschrnenfabrik von Weippert u. Söhne in der Salzstraße entstand em Brand, der sich im Nu über das ganze Gebäude. in dem die Modellschreinerei und Dreherei untergebracht war, verbreitete.' Der Gebäude- und Mobllienschaden dürfte annähernd 150.000 Mark betragen. Mönsheim. Sechs Wohnhauser und drei Scheuern brannten völlig nieder. Das Feuer brach bei Schreiner Asphalt aus. An den Löscharbeiten betheiligten sich die Feuerwehren von Mönsheim, Wimsheim und Friolsheim. Reutlrngen. Der größte Baumwollindustrielle SüddeutschlandS, Chef der hiesigen Firma Ulrich Gmünder, Commerzienrath Louis Gmünder, ist nach längerem Leiden gestorben. U i g e n d o r f. Sonnenwirth Joseph Blersch von hier fiel in seiner Scheuer von der Leiter und zog sich dabei so schwere Verletzungen zu, daß er, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben, starb. - W a l d d x f. Das Doppelwohnhaus des Schreiners Bitzer und Taglöhners Seeger hier brannte bis .auf den Grund nieder. Mitverbrannt sind eine Anzahl Hühner und ein Hund. Brandstiftung wird vermuthet. Der Leutnant Ali Hamdi Ayad und Hauptmann Mohammed Mäher vom 15. sudanesischen Bataillon waren an Bord eines Nildampfers,'üm eine Anzahl egyptischer Truppen von Khartum nach Vahr-el-Ghazal zu bringen. Wenige Tage vorher hatte Ali Ayad verabsäumt, einige Befehle auszuführen, worauf sich Hauptmann Mäher bei dem befehlshabenden Offizier beschwerte. Leutnant Ayad erhielt einen strengen Verweis, und an jenem Tage schwur er seinem Vorgesetzten Rache. Als er nun eines TageF den Auftrag erhielt, die Vertheilung von Schwarzbrot unter die Mannschaft zu beaufsichtigen, folgte er dem Befehle nicht. Als der Hauptmann ihn vor sich kommen ließ, erschien der Leutnant im Nachthemde! Zuerst tadelte ihn Mäher wegen seines Erscheinens in einem derartigen Aufzuge und dann, weil er den ihm gegebenen Auftrag nicht ausgeführt hatte. Wüthend ging Ayad davon und kehrte mit einem geladenen Revolver zurück. Er näherte sich dem Hauptmann, der, ihm den Rücken zuwendend, an einer Thür faß, und schrie: Sie haben sich immer über mich beschwert und mich bei jeder Gelegenheit getadelt. Drehen Sie sich um, da ich auf Sie feuern will!" Hauptmann Mäher antwortete ruhig, ohne sich zu rühren: Gehen Sie und überlassen Sie dergleichen unreifen Knaben. Ich werde mich immer über Sie beschweren, wenn Sie Ihre Pflicht vernachlässigen." Daraufhin feuerte Ali Ayad zweimal, und der Hauptmann fiel zu Boden. Der Mörder machte einenSelbstmordversuch, brachte sich jedoch nur eine unbedeutende Wunde am Halse bei. Als andere Offiziere herbeieilten, war. Mäher schon todt. Sein Mörder stand neben ihm und rief seinen Gefährten entgegen, daß er . die Offiziere des Bataillons von Hauptmann Mäher befreien wollte". Ayad wurde am 15. Juli vom Kriegsgericht zum Tode verurtheilt und ist am 31. August in Khartum in Gegenwart des ganzen Bataillons hingerichtet worden. Man hatte bis zuletzt auf seine Begnadigung gehofft. Allerlei sür'S HauS. AufdieStellungderBett e n legen vieleMenschen keinen Werth, weil sie überhaupt gut schlafen. Es gibt aber auch sehr viele Menschen, die keinen gesunden Schlaf haben. Für diese sei Nachstehendes aus der Feder eines deutschländischen Arztes mitgetheilt: Besonders nervenschwache und empfindliche Personen seien darauf aufmerksam gemacht, daß der Erdmagnetismus auf das Nervensystem einen Einfluß ausübt, und da sich die magnetische Strömung vom Nord- und Süd Pol fortbewegt, so sollte man stets mit den Füßen nach Süden und mit dem Kopfe nach Norden liegen, damit man in der Richtung vom Kopfe nach den Füßen und nicht in umgekehrter Richtung von dem Magnetismus bestrichen wird.. Gestattet die Lage des Zimmers aus irgend einem Grunde diese Stellung desBettes nicht, so dürfte als die nächst beste Lage desselben die von Ost nach West angesehen werden, so daß, wenn man im. Bette aufrecht sitzt, die Augen .nach Süden oder Osten gerichtet sind, - aber nicht nach Norden oder Westen. Der beste Aufbewahrungsort für Bügeleisen ist eine Kiste, deren Boden, Deckel und Seiten mit dickem Löschpapier bedeckt sind. In einer solchen Kiste sind die Bügeleisen vollständig gegen Rost ge-schützt.

' Der deutsche Feldwebel Gestrich, der in Tanga in Deutsch-Ost-

afrika als Polizei - Feldwebel thätig war, ist auf einer Loweniagd durch einen auf den Löwen abgegebenen Schuß eines Astari versehentlich getödtet worden. Gestrich wurde von dem verwundeten Löwen unvermuthet angegriffen, die Askaris drängten zur Abwehr heran, wobei einer der Schüsse den Feldwebel traf. Gestrichs Gewehr wurde durch den Löwen zerbissen; er selbst wäre auch wohl ohne die Askaris von dem Löwen getödtet worden. I n dem französischen Orte Vesoul wurde in einem Flusse der zerstückelte. Leichnam der Gattin eines Hotelbesitzers aufgefunden. Der Tod war schon vor acht Tagen eingetreten und die Leiche stark' in Verwesung übergegangen. Die Brüste waren abgeschnitten und der ganze Körper bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Der Urheber des Mordes ist dei eigene Gatte der Ermordeten. ' Er wurde verhaftet und hat bereits ein völliges Geständniß abgelegt. Bei seiner Verhaftung mußte der Mörder vor der Volkswuth geschützt werden. DerenglischePremierminister Lord Balfour hat sich unlängst als Lebensretter bewiesen. Während er, der Colonialsekretär Lyttleton und mehrere andere Gäste des Earl of Wemyß auf dessen Schloß Kelspindie Golf spielten, wurde plötzlich vom Meere aus um Hilfe gerufen. Ein Boot mit mehreren Knaben war im Sinken. Balfour und Lyttleton machten in aller tzile ein Äoot flott, wobei Balfour bis an die Schultern in's Wasser lief, und es gelang den Herren, die Knaben im letzten Augenblick ,vor dem Sinken ihres Bootes zu retten. Die Welt der Markensammler ist in Aufregung; man hat in Paris eine der sehr seltenen Marken von der Serie mit dem Bilde des kaiserlichen Prinzen" gefunden, die Napoleon III. im Jahre 1869 von Ferdinand Joubert in London stechen ließ. Der Kaiser hatte die Anfertigung dieser Marken in dem Augenblick angeordnet, in dem er die neue Constitution vorbereitete, deren Unterzeichnung am 7. October 1869 erfolgte. Im Eeheimen wurde eine sehr beschränkte Aufläge in neun Farben hergestellt, Die wenigen Exemplare der .Marke mit dem Bilde des kaiserlichen Prinzen, die sich noch finden, erzielen hohe Preise. Eine Flucht aus einer Irrenanstalt macht in Dänemark viel von sich reden. Vor einiger Zeit wurde die Frau Oberst Munthe - Morgenstjerne aus Aarhus zwangsweise in die Irrenanstalt zu Middelfart übergeführt, da das Auftreten der Dame ihre geistige Zurechnungsfähigkeit ' fraglich erscheinen ließ. Wiederholt hat sie nämlich versucht, Wechsel mit der gefälschten Unterschrift des Prinzen Harald von Dänemark abzusetzen. Sie trat in Kopenhagen mehrfach mit solchen gefälschten Papieren auf. bis endlich der Prinz die Polizei in Bewegung setzte und gleichzeitig der nichts ahnende Mann von den Transaktionen seiner- als exzentrisch bekannten Gemahlin unterrichtet wurde. Die nächste Folge war,, daß sich die aristokratische Familie sofort um die Jnternirung der Frau Oberst in die genannte Jrrenanstalt bemühte. Hier war es ihr erlaubt worden, im Garten zu spazieren, und in einem unbewachten Augenblicke ergriff sie die Flucht. Sofort alarmirte man die Polizei und nahm die Verfolgung auf. Bald ermittelte man, daß die Frau mit dem Zuge nach Vejle gefahren sei, wo man sie denn auch bald festnehmen konnte. Nach anderer Mittheilung soll die Frau zu ihrem Manne nach. Aarhus zurückgekehrt und von diesem wieder aufgenommen worden sein. Man sieht die Frau für etwas überspannt an, hält sie allgemein aber nicht für irre. Die Hauptstadt Velgiens ist dieStadt der Versteigerungen. Man versteigert dort alles, vom prächtigen Landschloß herab bis zur Kohlenschaufel; man versteigert in den Markthallen Fleisch, Geflügel, Käse und Obst, auf der sogenannten Cri6e"; man versteigert auf offener Straße, in eleganten Verkaufssälen, im Pfandhaus überall bietet sich reichliche und vortheilhafte Kaufsgelegenheit. Dieser Tage hatte man dort die seltene Gelegenheit zur Erwerbung einer Menagerie. Der Besitzer des Thierzeugs hatte Bankerott gemacht, die Thiere mußten infolgedessen versteigert werden.' Eine ungeheure, wenn auch nicht gerade fehr kauflustige oder kaufkräftige Menge hatte sich zu dieser Auktion eingefunden. Ein Panther fand einen Liebhaber für 125 Francs, ein Leopard 'erzielte 5 Francs mehr. Eine Hyäne und ein Wolf wurden zusammen für 95 Francs losgeschlagen, nachdem beide separat nur einen geringen Preis erzielt hatten. 'Das Angebot von 100 Francs für eine Löwin wurde verächtlich zurückgewiesen. Der Versteigerer forderte stolz für die Lös wenmutter uebß drei Jungen 10,000 Francs und ging dann langsam bis auf 4000 Francs herunter. Niemand steigerte. Auch ein Bär' fand keinen Liebhaber, obgleich er nur 10 Francs kosten sollte. ' Der Zoologische Garten von Antwerpen erwarb em Lama für 100 Francs. , Ein harmloser Hammel dagegen wurde mit 40 Francs bezahlt; er triumphirte über den Wolf, für den man nur 22 Francs bot.

DieBierr auerund Splrituosenhänder in Cumberland sind auf das Höchste über die hohe Spiri-tuosen-Steuer in West-Virainien auf geregt. Nach einem neuen besetze, das nächstes Frühjahr in Kraft tritt, müssen nämlich die Bierbrauer und Spirituoftnhändler, wenn sie in dem benachb'artcn West-Virginien Geschäfte thun wollen, eine Steuer von $1500 Pro Jahr, bezahlen. In einen imNewForker Nachlaßgericht eingereichten Testament hat Charles S. Woodward für den Unterhalt seines Pferdes Trilby" ein Legat von $600 Bestimmt. Der Rest des Nachlasses geht an die Gattin des Verstorbenen zur Nutznießung für Lebenszeit und soll nach deren Tode unter seinen Töchtern getheilt werden. In Springfield, Mass.. ist eine Trolleybahn-Compagnie zu einem Schadenersatz von 234 Dollars verurtheilt worden, weil die Drähte der Gesellschaft einen Baum an der Straße zu Grunde gerichtet hatten. Auch in anderen Städten werden Bäume durch elektrische Drähte ruinirt, die Eigenthümer der Bäume erhalten aber keinen Schadenersatz. Zwei italienische Straßen - Orgelspielerinnen verdienen in Brooklyn in der Nähe der Navy Jard mit einer neuen Schaustellung viel Geld. Nachdem sie ihre große automatische Orgel ein paar Minuten haben spielen lassen und auf 'diese Weise Schaulustige angezogen haben, bringen sie vier Tambourins zum Vorschein, mit denen sie Jongleurkunststücke produziren. Zuerst wirbelt die Mutter ein Tambourin auf ihrer Fingerspitze herum und wirft es dann ihrer an der anderen Seite der Orgel stehenden Tochter zu, welche das Tambourin auf der Fingerspitze auffärigt und in drehender Bewegung erhält. Aus diese Weise werden die Tambourins hinund hergeworfen und schweben zeitweise alle vier zu gleicher Zeit in der Luft. Die Schaustellung wirft eine reiche Ernte an Nickels und Cents besonders von den Blaujacken ab. Ein Opfer der Wissenschaft wurde Clarence M. Dally in Orange, N. I. Dally war 16 Jahre lang im Laboratorium der Edison Works, West Orange, beschäftigt, die letzten Jahre als erster Assistent. Er experimentirte fast ausschließlich mit dem Fluoroskop, um die Geheimnisse der Röntgenstrahlen zu ergründen, dabei tödtliche Gifte verwendend. Es stellten sich bei ihm Schmerzen in den Handen ein, dann Schwellungen und Absonderung der Haut. ' Die Bereiterung nahm einen krebsartigen Charakter an und im August 1902 wurde Dally im Post Gradüate - Hospital der linke Arm an der Schulter ämputirt. Danach warf sich das Leiden auf die rechte Hand. Im Laufe des Iahres 1903 mußte der Unglückliche sich zuerst einen, dann drei Finger, und schließlich den ganzen rechten Arm abnehmen lassen. Aber das Gift war schon in den ganzen Körper einzedrungen und schließlich trat auch noch Wassersucht hinzu. Dally verschied nach langen unsäglichen Leiden. NacheinervonRichter Kirwan in Sheboygan, Wis., abgcacbenen Entscheidung ist ein Vater unter Umständen dazu berechtigt, seine unerwachsenen Kinder mit der Pferdepeitsche zu, züchtigen, und er ist auch dann nicht strafbar, wenn die Züchtigung sichtbare Spuren zurückläßt. Diese Entscheidung wurde in dem Falle Franz Radloffs, eines Contraktors aus Plymouth, abgegeben, welcher vor etwa Jahresfrist wegen strenger Züchtigung seines neunjährigen Sohnes verhaftet worden war. Letzterer war nicht zum Abendessen erschienen, als seine ältere Schwester ihn gerufen, sondern hatte es vorgezogen, sich einen Umzug der Uncle Tom's Cabin" Co. anzusehen, weshalb ihn sein Vater mit der Pferdepeitsche durchgeprügelt hatte. Die Nachbarn hatten infolgedessen Radloff verhaften lassen. Drei Aerzte hatten bezeugt, daß sie an den Beinen des Knaben blutunterlaufene Striemen wahrgenommen hätten. Der Richter gab die Entscheidung auf Clrund des Wahrspruches der Jury ab, welche 30 Minuten in Berathung geWesen war. UnserHandel mitden Philippinen, Puerto Rico. Hawaii, Guam und Tutuila beläuft sich auf üler 70,000,000 Doll. . Exportirt wärden von uns nach Puerto Rico Waaren im Werthe von $11,100.000, nach Hawaii $11.683.303, nach denPhilippinen $4832,000, nach Guam und Tutuila (letzteres ist der amerikanische Theil Samoa's) $205,000. Die Einfuhr aus jenen Ländern stellte sich im Werthe wie folgt: Aus Puerto Rico $11.722.826. Hawaii $25.157.255, aus den Philippinen $12.066.934, und aus Guam $25,000. Aus Puerto Rico wurden hauptsächlich Zucker im Werthe von fast neun Millionen Dollars, Tabak $1,721.000. Früchte und Nüsse $427,000 und Kaffee $280.000 importirt; die Einfuhr aus Hawaii be.stand fast ausschließlich au? Zucker, rund 737,000.000 Pfund. Aus den Philippinen kam hauptsächlich Hanf und Zucker, von letzteren 62 Millionen Pfund. Die Ausfuhr nach Puerto Rico bestand im Wesentlichen aus. Vaumwollwaaren, Stahlwaaren, Vrodstoffen und Provisionen,' nach Hawaii wurden ebenfalls diese Artikel und Petroleum verschifft; nach den Philippinen außer .den genannten Artikeln auch Leber- und Holzwaaren.

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