Indiana Tribüne, Volume 28, Number 45, Indianapolis, Marion County, 14 October 1904 — Page 5
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Karpalhen-Sieb'e. HuNoreske'von Edniin Bormann. Wir saßen an einem heißen Sommerabend in Jschl auf der HotelVeranda. Die Damen hatten uns eben verlassen, und wir Herren ließen ein frisches Glas Pilsner kommen und rückten näher zusammen. Gesprächsweise erwähnte ich, daß ich als Abfchluß meiner Sommerfrische noch einen achttägigen Ausflug in die Karpathen. unternehmen wollte. Schau, schau, .in die Karpathen?" sagt: mit dem Kopfe vor sich hin nickend der Rittmeister v. H. aus Wien, ein munterer Vierziger mit leicht angegrautem Haar, der sich eines Sturzes vom Pferde wegen hatte pensioniren lassen. Eine gefährliche Gegend, mein junger Freund!" Sie meinen wegen der Wölfe, Herr Rittmeister?" Wenn's nur das wäre! Mehr Dinge gibt's jenseits der Leitha, Bester, als Euer Jünglingsherz sich träumen läßt. Wenn mir die Herren ein Viertelstündchen Gehör leihen, so will ich Ihnen erzählen, wie mir mein erster Ausflug in die Karpathen bekommen ist." Die feierliche Stille, die sofort eintrat, war die beredteste Zustimmung zu diesen Worten, und der Rittmeister begann: Wiederholt hatte mich mein Freund, Baron Viktor von S., eingeladen, ihn auf seinem Schlößchen in der Hohen Tatra zu besuchen. Er hatte einige Jahre in unserem Regiment gestanden und dann eine Cousine geheirathet, deren Schönheit und Liebenswürdigkeit weit und breit gepriesen wurde. We--gen Geldgeschäften kam er jährlich zwei-, dreimal nach Wien, und immer wiederholte er seine Einladung an mich. - Komm' mit, Sepperl," begann er wieder eines Tages, wir jagen zusammen Wölfe." Ach was," sagte ich, Rebhühner sind mir lieber." Komm' mit, Sepperl, wenn du willst,, weiden wir Lämmer und Hornvieh!" Habe schon an meinen Rekruten genug von der Sorte," brummte ich. Komm' mit, Sepperl, vielleichs erleben wir einen Schneesturm in den Hundstagen!" . Danke, danke ! Komm' mit, Sepperl, ich habe eine Schwiegermutter zu verheirathen!" Donnerwetter!" rief ich imScherze, das wäre was!" Sofort ergriff er meine Hand: Na das ist schön, daß du endlich ja sagst! Morgen früh reisen wir." Der Kerl war die Liebenswürdigkeit selbst und freute sich offenbar so herzlich, daß ich unmöglich wieder zurück konnte. Wenn du mir versprichst, daß ich mich nicht den ganzen Tag mit der Schwiegermutter und andern Antiquitäten abgeben muß. dann also gut. Aber nicht morgen. Ich komme in vierzehn Tagen nach. Der Urlaub wird mir nicht verweigert werden." Zwei Wochen darauf zog mich das Dampfroß ostwärts. In Poprad derließ ich die Bahn und bestieg den bereitstehenden Wagen meines Freundes, der mich in zwei Stünden nach seinem malerisch gelegenen Schlößchen brachte. Viktor und die Schloßherrin, eine voll aufgeblühte Schönheit von etwa fünfundzwanzig Jahren, empfingen mich wie einen Bruder, und wir hatten zu dritt ein reizendes Abendessen. Besonders mit der Baronin fand ich allerlei Anknüpfungspunkte. Denn, während Freund Viktor sich wesentlich in den Gedankengängen der Viehzucht, Landwirthschaft und Jagd bewegte, wußte sie vortrefflich in der deutschen und französischen Literatur Besieid. Wenn es das Gespräch gestattete und das kam wohl im Laufe des Abends recht oft vor heftete ich meine Blicke einige Sekunden lang auf mein weibliches Gegenüber. Sie senkte dann die Augen auf den Teller, machte sich eifriger mit dem Essen zu thun, und ich sah wiederholt, wie eine leichte Röthe über ihr Gesicht flog. Nach zehn Uhr erhob sie sich, gab mir die Hand und hauchte Viktor einen leisen Kuß auf die Stirn. Gute Nacht! Und lassen Sie sich etwas Schönes träumen, .Herr Rittmeister. Man sagt immer, der erste Traum in einem neuen Heim und als das dürfen Sie dieses Haus betrachten hat eine gute Vorbedeutung." Als ich eine Stunde später vom Diener in meine traulichen Fremdenzimmer geleitet wurde, merkte ich doch, daß ich etwas zu oft an dem treffliehen Rüster meines Gastfreundes genippt hatte. Die gerechte Strafe war ein wüster Traum in den ersten Nachtstunden. Ich war mit Viktor auf der Wolfsjagd, als plötzlich ein Prachtvolles Exemplar vor uns auftauchte, gleich darauf aber wieder im Dickicht verschwand. Wir hinterher. Bald aber waren wir im Eifer der Verfolgung von einandtr abgekommen, und ich sah den Wolf in einer Lichtung kaum zwanzig Schritte vor mir. Was mir an dem Thiere' auffiel, war eine eigenthümliche schwarze Mähne. Eben legte ich an und wollte feuern, da drehte der Wolf den Kopf. Himmel! Das waren ja die Augen der Varonin, die er in feinem Schädel hatte, und das darüber war ihr dunkles Lockenhaar! Und in demselben Augenblick trat die Schwiegermutter des Barons (die ich über dem liebenswürdigen Empfange ganz vergessen hatte) aus den Tannen hervor und rief mir mit ge-
reizter Stimme zu: Willst du nicht' V rv , i ... n . ii e
iituzi vas ammiein ymen, pn aus fremdem Revier dunkeläugigen Wölsinnen nachzuspüren, nichtsnutziger Wiener du?!" Da aber sprang auf der anderen Seite der Baron hervor, stiek die Schwieaermutter wea. vackii den Wolf, oder vielmehr die schöne Wölfin, gelassen wie einen jungen Hund am Fell und steckte mir das Wild lächelnd in meine Jagdtasche. Wie gesagt, ein wüster Traum, meine Herren. Aber ich mochte doch dann noch einige Stunden ruhig geschlafen haben, und so erwachte ich früh genug, um zu rechter Zeit am Familienkaffeetisch erscheinen zu können. Nun, was haben der gnädige Herr geträumt?" fragte die Baronin mit einem Schelmenkächeln. O, allerlei Hübsches, gnädige Frau." Dabei spürte ich. wie mir die Gluth in die Wangen stieg. ' Von einer Jagdbeute, wie ich sie mir nicht schöner denken konnte." Sepperl!" rief der Baron, übermorgen nehmen wir einmal den Schießprügel auf den Rücken und statten dem Meister Jsegrimm einen Besuch ab." Dann las er die eingegangenen Briefschaften. Ein Stündchen darauf gingen wir gemeinsam in den Garten. Die Baronin war die Munterkeit und Liebenswürdigkeit selbst, der Baron aber erst sehr einsilbig; dann gab es zwischen den beiden einen Wortwechsel, worauf er sich mit seinem Gartenmesser an den Rosensträuchern zu thun machte. Meine Unterhaltung mit der Baronin stockte keinen Augenblick. Die Frage nach der gnädigen Frau Mama (Viktors Schwiegermutter) wurde dahin beantworter, daß Mamachen seit acht Tagen zur Kur in Karlsbad sei. Mir fiel bei diesen Worten' ein Stein vom Herzen; um so mehr hatte ich Hoffnung, mit der Baronin allein plaudern zu können. Und als wir von einem Seitenwege auf das äußerste Weflende des Schlosses wieder zuschritten, und ich ein Wort der Bewun,derung über die schönen Geranien an den letzten drei Fenstern des ersten Stockwerkes aussprach, sagte sie kurz: Mein Boudoir." , ' Das. Schlafzimmer des Barons ich hatte ihn am Morgen herauskommen sehen lag am entgegengesetzten Ende des Gebäudes. Mittags eröffnete, uns der Baron, daß ihn dringende ' Geschäfte nach Krakau, riefen. Ihr werdet euch eben so lange ohne mich behelfen müssen." Und so folgten denn Stunden süßer Qual für mich. Immer höher und höher fühlte ich eine Leidenschaft in mir aufwachsen, die ich doch mit aller Kraft meiner Seele zu bekämpfen suchte. Es wqr. vergebens. - Am. Nachmittag 5es zweiten .Tages, in' einer abgelegenen Gartenlaube geschah's. Was ich alles vorher geredet haben mochte, ich weiß es nicht mehr zu sagen. Aber der Schluß war, daß ich ihr zu Füßen sank. Engel, ich liebe dich! Verzeih' meinen Wahnsinn! Aber, wenn die Verhältnisse es gestatteten, du und keine andere .müßte mein Weib werden!" ' Ein heißer Kuß brannte auf meinen Lippen. Dann stürmte ich davon. Was thun? was thun? Viktor durfte ich nicht wieder unter die Augen treten. Ihr erst recht nicht. Der eine Kuß mußte, zugleich der Abschied für immer sein. Ohne daß ich recht wußte, wie es geschah, war ich in's Dorf gelaufen, um mich nach einem Wagen umzuthun. Alles Geschir war auf dem Felde und, fo hieß es, würde erst spät nach Hause kommen, die Thiere ermüdet. Morgen früh war ein Bauer bereit, mich zur Bahnstation zu fahren. Ich bestellte den Wagen auf sieben Uhr an eine Nebenpforte des Gartens, eilte noch zwei, drei Stunden in der Irre umher und begab mich, auf's Schloß zurückgekehrt, indem ich plötzliches Unwohlsein vorschützte, sofort auf. mein Zimmer. Die Nacht war fast schlaflos, und als ich am Morgen aus der Thüre hinaushuschte, um einen Diener für's' Tragen meines G:päcks zu erspähen, lief ich zu meinem Schrecken geradezu dem Baron in die Arme. Servus, Schwiegerpapa! Da wäre ich wieder!" rief er. Eben i.st auch' meine Frau aus Pest heimgekommen, und die Schwiegermutter erwartet dich mit Ungeduld." Was? denke ich. ist der Kerl denn übergeschnappt? Welche Anrede! Und dieses Verwechseln von Mutter und' Tochter. Pest und Karlsbad! Aber schon hatte er die Thür aufaerissen und mich in den Salon hineingeschoben und gewirbelt. Zwei Damen sprangen vom Kaffeetisch auf, die Baronin und eine junge Dame, die wie eine um fünf Jahre jüngere Schwester aussah. Hier, liebes Weibchen," wandte sich der Baron zur jüngeren von beiden, mein alter Freund, der Rittmeister von H. aus Wien. Und nun, ihr lieben Leutchen, genirt euch nicht und gebt euch einen officiellen Verlobungskuß." Dabei legte Freund Viktor die Hand der schönen Angebeteten in die meine. Ich stand wie vor den Kopf geschlagen. Ja, aber..." stotterte ich. Ja, aber...? Nicht wahr, jetzt willst du uns wohl auch noch Vorwürfe machen in deinem Glück. Sepperl? Vorwürfe, daß wir dich in eine Falle gelockt hätten? Bist aber einzig
und allein selbst daran Schuld. Wenn ich dir diese Dame hier, deine jetzige Braut, meine liebe Schwiegermutter, als Baronin von S. vorstellte, so hatte das natürlich feine Richtigkeit, denn als Wittwe meines verstorbenen Onkels führt sie eben denselben Namen wie meine Frau. Daß du sie für mein Ehegesponst hieltest, war lediglich deine Schuld. Als wir deinen Irrthum bemerkten, machte uns die Sache Spaß und wir ließen dich darin verharren. Das ist aber auch alles, was wir m der Angelegenheit thaten, les übrige'hast du und deine Phantasie verschuldet." Ja, und, lieber Freund," begann die schöne Wölfin selbst, die mir Freund Viktor eben in die Arme geführt hatte, daß Sie gestern Nachmittag so schnell davonliefen, als ich eben Ihren Irrthum berichtigen wollte, und die schlaflose Nacht, die Sie sicher davon gehabt haben, das ist auch Ihre Schuld. Aber ich will Ihnen großmüthig verzeihen." Meine Augen schweiften immer noch von der einen zur andern der Damen. Ich sehe, du stellst Vergleiche an. Ja. Sepperl, wenn eine Frau mit sechzehn und ihre Mutter mit fünfzehn Jahren' geheirathet hat, so gibt das eben eine Schwiegermutter von zweiunddreißig. Und wenn diese. Schwiegermutter von zweiunddreißig wie ein fünfundzwanzigjährigesMädchen aussieht, willst du ihr das verübeln, Sepperl? Stimmt übrigens famos zu deinen vierzig!" Da sehen Sie," schloß' der Rittmeister seine ' Erzählung, eine wie gefährliche Gegend die Karpathen sind.". Wir tranken lachend und gratulirend unser, Bier aus und wollten gleichfalls zu Bette gehen. 'Als Sie sich, vorhin von Ihrer Fräulein Tochter verabschiedeten," begann einer der Zuhörer zum Rittmeister gewandt. Von meiner Fräulein Tochter?!" rief der Rittmeister lachend. Ja, Verehrtester, das war ja eben meine Karpathen-Frau, diejenige, von. der ich Ihnen eben ein Langes und Breites erzählt habe! Sie sieht jetzt beinah' noch jünger aus. Wenn Sie sich aber, vielleicht für die Mutter der Dame interessiren die Karlsbader Kur ist ihr .trefflich bekommen. . Viktorö Schwiegergroßmutter,. meine Schwiegermutter. lebt jetzt als Generalswittwe, Excellenz in Graz. Haben Sie Lust, mein Schwiegervater zu werden, so halten Sie sich dazu, sonst wird es vor Ihnen ein anderer."
Slus dem Jenseits. Ein böser Spiritistenstreich ist einer jungen Wittwe in Warschau gespielt worden, die ' sich mit einem Beamten verlobt hatte. Bevor sie aber den Bund für's Leben mit dem Auserwählten schloß, wollte sie pietätvoll die Erlaubniß ihres seligen Mannes auf spiritistischem Wege einholen. Sie sah sich eifrig nach einem geeigneten Medium um und hatte schließlich auch damit Erfolg.- Es erschien bei ihr eine junge Frau, die ihr versprach, ihr die Antwort des seligen Gatten zu besorgen. Natürlich verlangte sie vorläufig 50 Rubel als Honorar für ihre Arbeit". Die Wittwe zahlte rückhaltlos. Am nächsten Tage waren noch einige unbedingt nothwendige. Reqmsiten zu besorgen, die 20 Rubel betrugen, und wieder einen Tag später sollte der Teufel besänftigt, werden, da der Verftorbene'bei Lebzeiten nicht gerade zu den Frömmsten gehört hatte. - Dies kostete 40 Rubel. Darauf wurde der Wittwe befohlen, drei Tage lang zu beten, was diese mit Gewissenhaftiakeit ausführte. Am vierten Tage erschien das Me dium und verkündete der harrenpen Braut, daß nun alles so weit wäre. Das Medium hatte einen kleinen Tisch und einen Becher mitgebracht, in den die Wittwe 500 Rubel und einige Schmucksachen thun mußte. Nachdem dies geschehen, kniete das Medium nieder. sprach Gebete und deckte übet Becher und Tisch ein Tuch, das es segnete7 Darauf entfernte es das Tuch wieder und gebot nun der Wittwe, bis zum Anbruch der Morgenröthe deZ nächsten Tages nicht in die Nähe des Bechers zu gehen; dann aber könne sie diesen emporheben und werde da die Antwort ihres Seligen finden. Die Wittwe that vor Aufregung die ganze Nacht 'kein Auge zu, und als die Rosenfingrige am Himmel emporzog. trat sie klopfenden Herzens an den Becher heran und sah zunächst, daß Geld und Schmucksachen verschwunden waren. Sie hob den Becher empor, und da lag wenigstens eln Zettel mit der Antwort. Diese lautete: Ich wünsche meinem Nachfolger viel Vergnügen, wenn er Dich trotz Deiner Dummheit heirathen will!" . Selbstkritik. A.: Wie hat Jhnen'denn mein neues Lustspiel gefallen?" B. (zuckt stillschweigend mit einem Lächeln die Achseln.) A. (entrüstet): Ich verbitte mir Ihr Lachen. über mein Lustspiel gibt es nichts zu lachen." ' Praktisch. Tante: Na. Elschen, wie gefällt Dir denn Dein neues Puppenhaus?" Elschen: Ach, sehr gut, aber ich brauche es nicht, und da habe ich es für zehn Pfennig die Woche an meine Freundin Lieschen vermiethet." .
-seuer - Signale.
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