Indiana Tribüne, Volume 28, Number 44, Indianapolis, Marion County, 13 October 1904 — Page 6
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Europäische Nachrichten.
He st?rre ich "gl n g am. Wien. In Mödling, wo er zum Sommercufenthalt weilte, ist der in Wiener Kunstkreisen sehr bekannte Oberlandesgerichtsrath Dr. Victor Böller, Ehrenmitglied des Wiener cademischn Wagner - Vereins, nach lern gem und schwerem Leiden im 51. Lebensjahre gestorben. Jm Heustadelwasser im Prater ist der 20jährige Steinmetzgehilfe Konrad Geier beim Baden ertrunken. Der 14jährige Jo sef Sperl tauchte unter und zog den Körper an's Land. Geier war aber bereits todt. Auf dem KonstantinHügel im Prater schoß sich der 31jährige Kellner August Zipfer, der aus Olmütz von der Waffenübung .nach hier kam, aus einem Revolver eine Kugel in die rechte Schläfe und stürzte über den Abhang des Hügels in den Teich. Ein Wachmann zog ihn aus dem Wasser. Die. Freiwillige Rettungsgesellschaft, die sofort zur Stelle war, constatirte eine Verletzung am Kopfe und transportirte ihn nach dem Spital der Barmherzigen Brüger. Zipfer soll die That wegen Stelknlosizkeit verübt haben. Die Gattin des Tischler - Gehilfen Robert Haider, Waldmüllergasse No. 10 wohnhaft, wurde in der Gbäranstalt des Allgemeinen Krankenhauses von drei gefunden Mädchen entbunden. Der 4jährige Sohn Franz der Hilfsarbeiterin Therese Heindl wurde mit le bensgefährlichen Brandwunden am ganzen Körper im Bette liegend gefunden. Der Knabe dürfte in Abwesenheit seiner. Mutter mit Zündhölzchen gespielt und die Bettwäsche in Brand gesteckt haben. Adelsdorf. Erzpriester Pater Robel feierte das 50jährige Priesterjubiläum. B i t t o w s ch i tz' Der 8jährige Wenzel Machek stürzte, während er am Ufer des Mühlengrabens spielte, m 3 Wasser. Der Knabe, von der starken Strömung fortgetragen, gerieth in das im Gange befindliche Mühlrad, von dem er zu Tode erdrückt wurde. Brünn. Anlaßlich des Lzahrrgen Direktor - Jubiläums des Schulrathes Dr. Heinrich Sonneck fand im Festsaale der städtischen Höheren Töchterschule eine Feier statt. D i e t k o w i tz. Der 7jährigeHäuslerssohn Josef Spa-zil ist beim Baden in einem Steinbruchtümpel ertrunken. F r a n k st a d t. Der 47jährige Grundbesitzer Josef Adamer fiel beim Kirschenpflücken von einem Baume herab und war auf der Stelle todt. Graz. In Fernitz brach in der Nacht ein Feuer aus, bei welchem infolge des heftigen Windes zehn WohnHäuser eingeäschert wurden. I g l a u. Der Religionslehrer an der hiesigen Volks- und Bürgerschule für Mädchen, Pater Johann Kerpes, feierte sein 25jähriges Priesterjubiläum. Der Jubilar wurde von allen Seiten beglückwünscht. T r a u t e n a u. In der Fiedlerfchen Ziegelei in Neuhof verunglückte der Ziegeleiarbeiter Koschelsky, indem eine Masse Lehm sich loslöste und ihn erdrückte. Der Verunglückte hinterläßt 1 unversorgte Kinder. Luxemburg. Luxemburg. Das der Wittwe Eiden - Schenk zugehörige und in der Fayenceriestraße auf Limpertsberg gelegene Wohnhaus ging zum Preise von 30.000 Fr. in den Besitz des Herrn Bricher von Straßen über. E ch t e r n a ch. Hier wurde beim Böllerschießen der Feldhüter Mathias Mohr durch einen Schuß schwer getroffen; die Ladung hatte ihm den rechten Schenkel förmlich zerschmet!ert und die Wade aufgerissen. Erpeldingen. Pfarrer Michel Girres von hier hat in Anbetracht seines hohen Alters und seiner geschwächten Gesundheit seine Entlassung als Pfarrer gesucht und erhalten. Pfaffenthal. Es brannte die Stohbdachung des Waschbrunnens hinter dem Hause Völker zu Pfasfenthal ab. Ursache der Entstehung unbekannt. Waden. Karlsruhe. Taglöhner Gabel wollte von einemMöbelpacker im GastHaus zum Schwanen" ein Glas Bier bezahlt haben, war dieser verweigerte. Als der Möbelpacker das Lokal verließ, ging ihm Gabel nach, packte ihn am Hals und drückte ihn gegen den Gartenzaun. Der Anqeqriffene zog sein Messer und versetzte Gabel einen Stich m den Unterleib, an dessen Folgen der Gestochene später starb. Der Thäter ist verhaftet. Altlußheim (Schwetzingen). Gegenüber dem Schulhaus in der Scheuer des G. Büchner 1. brach Feuer aus. Bald schien der Brandherd inmitten gefüllter Scheu nen lokalisirt zu sein, als plötzlich die anstoßende Doppelscheune des K. Huber brannte, sowie gleich darauf die der Wittwe Krauß und Holzinger, denen auch die Wohnhäuser, sowie das des W. Köhler und I. Stephan folgten. Niedergebrannt sind 3 Doppel und 2 einfache Wohnhäuser und 3 Doppelscheunen sammt den Futterund Erntevorratben. B r u ch s a V Leopold Beisel, 70 Jahre alt, Stemklopfer, verunglückte,
während er ein Kind retten wollte, welches von einem leeren Sandwagen ohne Fuhrmann bedroht war. Dabei
wurde' er selbst überfahren; er wurde
sofort ln's Spital gebracht. . Eichen (Schopfheim). Ein Blitz schlug in das Haus des Jacob Grein'er, welches eingeäschert wurde. Die Erntevorräthe gingen zugrunde. Der Schaden beträgt ca. 8000 Mark. Freiburg. In dem Hause des Professors Koblbevv lGutleutstrake im Vorort Haslach) brach Feuer aus, welches das ganze Anwesen in Asche legte. Bei dem Brande kam de- in den 70er Jahren stehende Taglöhner Max Dold um's Leben. Heidelberg. Unerwartet starb hier Gymnasialprofessor Dr. A, Ansfeld im 48. Lebensjahre, einer der besten Kenner der Alexandersage und des Alexanderromans. Er hat mehrfach werthvolle Studien veröffentlicht und gedachte das Ergebniß seiner Lebenszeit in einem grundlegenden Werke niederzulegen. Mannheim. Einen SelbstMordversuch unternahm der verheirathete Metzgermeister Fr. Bissinger. Anscheinend in einem Tobsuchtsanfalle schnitt sich der Unglückliche mit einem Metzgermesser Seide Pulsadern durch. Der durch furchtbaren Blutverlust entkräftete Mann wurde mittelst Sanitätswagens in das Krankenhaus verbracht, , wo er starb. Niederrimsingen. Ein Witz schlug in das Anwesen des Stesan Redhabtt, welches völlig niederbrannte. Sand. Ein Blik schlua in das Gehöft des Johann Rieber ein und sämmtliche Gebäulichkeiten und Fahrnisse wurden ein Raub der Flammen. 1200 Garben und viel Heu fielen dem Brand zum Opfer. P h l l l p p s b u r g. Die 2Ljährige Ehefrau des Arbeiters Xaver Odenwald II von hier fiel in die Pfuhlgrübe und erstickte. Thannheim. Auf der Thalmühle erschoß sich der SchreinerScherzinger, 53 Jahre alt, in seiner Wohnun?. Er war dem Trunke sehr ergeben und verübte die That in einem Anfall von Delirium. Windenreute. Auf schreckliche Weise verunglückte die Tochter des Waldhüters Schlenker, ein Mädchen im Alter von siebzehn Jahren. Sie hatte im Obstgarten Pflaumen aufgelesen und war im Begriffe, dieFrüchte in ein aufrecht stehendes großes Faß zu schütten. Sie kletterte wahrscheinlich auf dasselbe hinauf, verlor das Gleichgewicht und fiel mit dem Kopfe nach unten in's Faß. Als die Eltern das Kind fanden, hatte dieses bereits den Erstickungstod erlitten. Wolterdingen. Der vermiete Landwirth A. Strobel wurde im Walde entleibt aufgefunden. yeinpfakz. S p e i e r. Jm hohen Alter von 76 Jahren starb der in weiten Kreisen gut bekannte Maler Josef Mayr. Derselbe hat mit Meister Schraudolph den hiesigen Dom gemalt und sich dann im Laufe der Jahre einen guten Namen als Kirchenmaler erworben. Die Ausschmückung vieler Kirchen der Pfalz wurde von ihm besorgt. Frankenthal. Der mit dem Ausdreschen von Frucht für einen hicsigen Landwirth beschäftigte DreschMaschinenbesitzer Paul Willer aus Edigheim gerieth, als er eine UnregelMäßigkeit an der Maschine abstellen wollte, mit dem linken Arm in diese, wobei der Arm viermal gebrochen und derartig stark gequetscht wurde, daß er abgenommen werden mußte. Germersheim. Die seit sechs Jahren bei Fabrikant Josef Bertel hier bedienstete 35 Jahre alte Therese Stubenarzt stürzte gelegentlich des Fensterputzens vom zweiten Stockwerk des Wohnhauses ab und erlitt schwere Verletzungen. Hochstätten. Der Wirthspächter Husch von hier machte einen SelbstMordversuch. Er brachte sich mit einem feststehenden Messer 13 Stiche in den Unterleib und die Herzgegend bei. Kaiserslautern. Jm Garten des Turnerheims hier war der 23 Jahre alte Philipp Hamm aus Bubenhausen bei Zweibrücken, auf einer Leiter stehend, an dem auf dem Turnerheim aus Anlaß der Augustkerwe aufgestellten Karussell damit beschäftigt, das Umhängetuch abzunehmen. Durch einen plötzlichen Windstoß wurde die Leiter umgeworfen, und Hamm fiel so unglücklich auf den Hi.terkopf, daß er nach kurzer Zeit starö. Vlscrß.Lotyringen. S t r a ß b u r g. Ein Aufsehen erregender Zwischenfall ereignete sich kürzlich im hiesigen Eden - Theater bei der Aufführung der Straffer - Weinzierl'schen Operette Der Schwiegerpapa". Während des zweiten Aktes wurde der Tenorist Max Heller von einem Hitzschlag getroffen. Die Vorstellung wurde sofort abgebrochen und konnte nicht zu Ende geführt werden. Die Erkrankung Heller's ist eine erhebliche. In Rombach lauerte der Trinkhallenbesitzer Rothärmel Nachts Dieben auf, als der 15jährige Alfons Schmitt an der Rolllade erschien, um ein Stelldichein mit der Kellnerin Rothärmel's zu haben. Rothärmel glaubte einen Einbrecher vor sich zu haben und gab einen Revolverschuß auf Schmitt ab. Der junge Mensch wurde in's Herz getroffen und brach todt, zusammen. Böse Sache. Frau (zu ihrem Mann, der mit leeren Händen von der Jagd kommt): Hast Du denn garnichts getroffen? . Mann: Doch Deine Mutter.
Aas Ehrenwort der Z-rau.
9 Eine wahre Tkieaterqesjichte von Adolf Oppenheim. Die Primadonna des HoftheaterZ in M., Fräulein Gabriele Mondana, alias Gabriele Feilhauer. war der erklärte Lieblina des Publikums. Trotz dieser einhelligen Gunst wurde sie während der Vorstelluna von Don Juan, in welcher Fräulein Mondana die Donna Anni vorzüglicher denn je sang. von den Mitgliedern des Jockeycluos, welcher die zwei Eckloaen im Parkett und ersten Rang abonnirt hatte' ausgezischt. Der Theaterskandal wurde erst beim Diner im Club inscenirt, hätte sonst entschieden größere Dimen sionen angenommen, denn sämmtliche Mitglieder waren empört, als sie folgende Ankündigung in dem Morgenblatt der Nachrichten lasen. Statt besonderer Anzeige: Gabriele Mondana kgl. Kommersängerin Hans Hummel Privatgelehrter Verlobte. Den ältesten Theaterhabitues war eine derartige Künstlermesalliance noch nicht vorgekommen. So ein riesig anständiges Mädchen, eine so große Künstlerin, und dieser Hummel!" rief Graf Schliessen nach der Lektüre des Verlobungsinserate Heirathen, heirathen, nun ja, auch Künstlerinnen haben die Berechtigung zu diesem Unsinn, aber dann doch nicht einen Menschen, dem man ob seiner Häßlichkeit von Rechtswegen den Verkehr mit Damen überhaupt verbieten sollte. Aber der Mondana sah diestr Streich ähnlich, sie hatte ihren eigenen Kopf." Der Schlußsatz traf zu. Sie hatte einen Kopf voll eigener Ideen und Träume. Diese. Ideen waren die Frucht eigener herber Erfahrung, sie waren gestählt im Feuer des Lebens. Gabriele hatte einen starken, ausgeprägten Willen. In Hans, dem von allen Kameraden wegen seiner Krüppelhaftigkeit, seines häßlichen Kopfes verspotteten Knaben fand sie einen theilnehmenden Genossen. Wohl fühlten auch ihre Schwestern mit ihr, aber sie fürchteten den Vater. Nur Hans kannte keine Furcht, wenn es galt, für Gabrielen einzustehen, und als einst der Vater Gabrielens die beiden in der lauschigen Laube beim Studiren überraschte und in seinem Zorne die Hand gegen Gabriele hob, da fing der Krüppel den wuchtigen Schlag auf, indem er sich schützend vor seine Freundin stellte. Die große Narbe auf der Stirn des armen Hans bildete das bleibende Zeugniß seiner That. Wie oft hatte Gabriele diese heilende Wunde geküßt. Als eines Ta. ges die Mutter des buckeligen Knaben halb inWehmuth, halb scherzend sagte: Nun ist der Kopf von meinem Lieblang ganz entstellt, welches Mädchen wird ihn nun nehmen?" Da entgegnete Gabriele ruhig: Ich, Frau Hummel, wenn Hans mich einst wählt!" Heute", sagte Frau Hummel, bist du 16, Hans 19 Jahre alt, wer weiß, welche Umstände später eintreten, und wie du über diesen Punkt denkst, wenn du zwanzig zählst." Genau,, wie heute. Was ich verspreche, halte ich auch. Das gegebene Wort einer Frau muß ebenso heilig sein, wie das Wort eines jeden Ehrenmannes." Als Frau Hummel, welche Gabrielens Worten ungläubig lächelnd angehört, sich entfernte, fühlte das Mädchen sich plötzlich kräftig umschlungen und Hans' Lippen, die heiß begehrend die ihren suchten, sagten ihr im heißen Kusse Dank für ihr Versprechen. Gabriele riß sich los und. mied seit dieser Stunde die Nähe des Jugendfreundes. Ein Gefühl überkam sie, über welches sie sich selbst keine Rechenschaft zu geben vermochte. Da trat ein Ereigniß ein. Gabriele liebte die Mustk und Gesang. Der Vater hieß sie zwar das Klavierspiel lernen, aber nur soviel, als eben nothwendig, ein Lied oder Tanzstück in Gesellschaft spielen zu können. Mehr brauchte ein Mädchen, das einen Kaufmann einst heirathen soll, nicht zu kennen. Gabriele liebte aber die Musik. Sie spielte, wenn der Vater aus dem Hause war, und Hans hielt Wache, um sie zu verständigen, wenn der Vater nahte. Sie liebte den Gesang, und um sich zu üben, erbat sich Gabriele im Kirchenchor mitzuwirken. Sie entzückte die Hörer durch ihre Stimme. Hans jubelte. Auch der junge Doktor Falk, welcher als Freund des Hauses dem ersten Debüt in einem großen Sologesang in der Kirche beiwohnte. Falk' liebte Gabriele seit langer Zeit mit allen Fasern des Seins. Stundenlang saß er bei ihr und hörte es, wenn das kluge Mädchen alle Fragen des Lebens berührte und logisch die Gleichberechtigung der Frau mit dem Manne bewies. Ob sie ahnte, welche Regung in dem gereiften Manne immer mehr dieOberhand gewann? Als er eines Tages den günstigen Zeitpunkt fand, Gabriele zu sagen, wie sehr er sie liebe, anbete, und daß er sie zu seinem Weibe machen wolle, antwortete sie sanft: Nicht daran denken, mein Freund, nicht daran denten, denn ich kann, darf Sie nicht lieben, obgleich ich
Sie spracy nicht aus, isnorn drückte Doktor Falk die Hand und verließ das Zimmer. Was in ihrem Innern vorging, wußte kein Mensch. Sie sprach auch später freundlich mit Falk, und vermied noch mehr, Hans zu beaegnen. Eines Tages war Gabriele verschwunden. Der Vater Gab'rilens erstattete die Anzeige gegen Dr. Falk, welchen er direkt beschuldigte, seine Tochter mit Geldmitteln versehen und zur Flucht verleitet zu haben. Da Beweise für eine Schuld des jungen Arztes nicht erbracyt werden konnten, wurde die Untersuchung gegen denselben eingestellt. Alle Nachforschungen, den Aufenthalt Gabrielens zu ermitteln, blieben vergebens. Nur Hans kannte den Grund, weshalb Gabriele heimlich da väterliche Haus verließ. Als er früh, nach dem Verschwinden Gabrielens, das Fenster seines Zimmers öffnete, fand er zwischen den Fensterflügeln einen Zettel eingeklemmt, welcher von Gabrielens Hand die Worte enthielt: Ich mußte gehen. Ich konnte dieses Leben nicht mehr ertragen. Ich will meiner Kunst leben, Künstlerin werden. Ich will und muß das Ziel, das ich mir gesteckt, erreichen. Forsche nicht nach mir. Sei bedankt für deine Liebe und Güte. Der Himmel gebe, daß ich dir einst deine Anhänglichkeit lohnen kann. Gabriele." Vier Jahre nach der Flucht aus dem elterlichen Hause besprachen italienische Blätter mit Begeisterung das Auftreten der Sängerin Gabriele Mondana, einer jungen Deutschen, in der neuen Oper von Mascagni. Jm Triumph hielt Gabriele nach wenigen Monaten ihren Einzug in der Königlichen Hofoper zu M., der ersten deutschen Residenz. Sie war der verwöhnte Liebling des Publikums, welchem man begeistert entgegenjauchzte. Als nach Schluß der Oper Lohengrin", wenige Abende nach dem ersten Auftreten an der königl. Hofoper, Gabriele den Wagen besteigen wollte, der sie nach Hause bringen sollte, erwartete sie eine Gestalt im Halbdunkel des Ganges, der zum Ausgang führte. Ein eisig kalter Wind berührte Gabriele. Sie schauderte. Gabriele", flüsterte jetzt eine Stimme halblaut. Die Sängerin wendete sich nach jener Seite, und das fahle Licht der Lampe beleuchtete das häßliche Gesicht Hans Hummels. Hans!" hauchte Gabriele erschrocken. Doch bald faßte sie sich, reichte ihm mit sanftem Lächeln die Hand und sagte: Komm, laß uns nach Hause fahren." Man zischte Gabriele aus, als ihre Verlobungsanzeige in den Blättern erschien. Gabriele schien die Zischlaute nicht zu hören. In der Kirche Maria Trost fand bald darauf die Trauung statt. Hans strahlte vor Wonne, und seine Züge erschienen dadurch noch häßlicher.
Gabriele ward sein Weib. Die Trauungsstunde in der menschengefüllten, Kirche war die letzte glückliche '.m Leben des buckligen Hans. Er war vermählt, aber er war allein im Taumel seines Glücks. Aus tausend heimlichen Quellen brauste der Strom seiner Leidenschaften, die heißersehnten Wonnen tu träumten Glückes thürmten sich vor seine Seele, und kalt wehte es ihm von den Wänden des Zimmers, das seine Frau, sofort, nachdem sie nach der Trauung in die Wohnung zurückgekehrt, verlassen. Gabriele war in ihrer Neigung zu ihm unverändert. Nur hie und da ein sonniges Lächeln, ein Kuß . Eines Tages sah er im Spiegel, wie sie, nachdem er sie umarmt, sich abwandte, und in ihren Zügen sich Ekel abspiegelte. Von diesem Tage an zog er sich zurück. Ein armer krüppelhafter Mensch, mit einem Kopf voll Geist und einem Herzen voll heißer, inniger, treuer Liebe, der sich wegen seiner Häßlichkeit von dem einzigen Wesen, das er anbetete, das sein Weib wurde verachtet sah. Er war und blieb ein Fremder im Hause seiner Gattin. Eines Morgens kam plötzlich Gabriele in sein Zimmer, lächelnd, mit einem Blick, der ihn an die sonnigen Tage der Jugend ermnerte, trat sie auf ihn zu, schlang ihre Arme um seinen Hals, und ihn zärtlich an sich ziehend, sagte sie: Ich blei be heute länger als sonst auf der Probe. Lebe wohl!" Ehe Hans sprechen konnte- hatte fit einen Kuß auf seine Stirn gedrückt' und war verschwunden. Wenige Stunden später brachte ihm ein Bote einen Brief es war Gabrielens Handschrift. Hastig öffnend, las er: Ich fühle nicht die Kraft in mir, das Kind, das ich unter meinem Herzen trage, als Mutter an mein Herz schließen zu können. Nur mit Furcht würde ich es zum ersten Male sehen. Fluch: mir nicht, mein Freund, mein Wort habe ich als Weib eingelöst. Lebe wohl." . Der Polizei - Anzeiger brachte am nächsten Tage die lakonische Nachricht, daß in einem kleinen Hotel der Stadt die berühmte Sängerin Gabriele Mondana, welche sich vor acht Monaten mit dem Privatgelehrten Hans Hummel vermählte, todt aufgefunden wurde. Motive des Selbstmordes unbekannt. "
D in Hauptsache.
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Der Protzenbauer ist eifrig bestrebt, es allen anderen in Geldsachen vorzuthun, und scheut keine Kosten, um der kleinen Gemeinde zu imponiren. Aus diesem Grunde hat er sich auch ein Telephon angeschafft. Eben verläßt der Monteur, der den Apparat eingerichtet, das Haus, und das bäuerliche Ehepaar macht sich eine Zeitlang an der neuen Telephonanlage zu schaffen, sie von allen Seiten mit freudigem Stolze betrachtend. Da mit einem Schlage legt sich die Freude des Protzenbauern, und sich verlegen hinter'm Ohr kratzend, bricht er ärgerlich in die Worte aus: Sakra, sakra, an wen telephonir'n wir aber jetzt?" Die Seifenblasen. Em musikalischer Bubenstreich in vier Bildern. Die Vorbereitungen. Es geht los. Der lange Ton und die Riefenblase. Finale. Doppelsinnig. Bankier (zu einem Bauer): Nehmen Sie nur diese Loose, Sie können einen großen Gewinn machen, ' bei uns sind schon viele hereingefallen!" Bescheiden. Dame: Und glauben Sie, daß ein Genie jemals ein gute? Ehemann sein kann? Dichterling: Ja, da müssen Sie doch eigentlich meine Frau befragen. Scheinbarer Widerspruch. Vater: Früher bliebst Du doch immer auf, bis Dein Mann heimkam? Tochter: Ich bin es. müde, imrner munter zu bleiben.
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