Indiana Tribüne, Volume 28, Number 44, Indianapolis, Marion County, 13 October 1904 — Page 4
Jndiana Tribüne, IS OZwber 19!
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Indiana Tribüne. HnauZgegeben von der Vutenderg . Indianapolis, Ind.
Harry O. Thudinm Präsident. GeschiiftSlocalt No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 2Z9. Kr.tere i a: the Post Office of Indianapoli as secoad class matter. Socialistische Propaganda. Bremen, den 25. September, 190-1. Mit dem jubelnden Rufe: Hoch die internationale SozialdemoZratie"wurde gestern hier im Festsaale des Kasino der sozialdemokratische Parteitag gefchlof sen- Aber die Theilnehmer standen selbst unter dem Eindrucke, daß die Sozialdemokratie ihrem alten Programm nicht mehr treu bleiben kann und daß der früher so stark betonte internationale Zusammenhalt der Arbeiterbemegung verloren gegangen ist. Umsonst suchten wir unter den vielen Mottos, mit denen der Festsaal geschmückt ist, die berühmte Devise der Marxistischen Agitation: Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!" Was unZ schon bei den Verhandlungen des 6. internctiockalen Kongresse- in Amsterdam in der dritten Woche des Au guft auffiel und was die Berichte über den vom 5. bis 10. September in LeedS abgehaltenen 37. Kongreß der englischen Gewerkschaften unS lehrten, das war in verstärktem Maße hier der Gesammteindruck: Der Bau hat Risse und man müht sich ängstlich die Risse zu verkleistern." Am stärksten zeigte sich die Furcht vor kraftvollem Hervortreten mit den eigentlichen Zielen deS Kampfes wohl an der Thatsache, daß man die Diskusfion über den Generalstreik wieder verschob, obwohl doch gerade der noch nicht beendeteiVersuch der italienischen Arbeiter, in allen Industriestädten Italiens zu gleicher Zeit eine allge meine Arbeitseinstelluug durchzuführen, diesem Thema das actuellste Interesse gegeben hätte. Die früher als Kraftprobe so stark bewerthete Maifeier wurde praktisch von dem eigentlichen Parteiprogramm abgesetzt, weil man merkte, daßLdie in Gewerkschaften dereinigten Genossen" sich keiner Vorschrift darüber unterwerfen würden. Gegen die Anträge, unter den Rekruten des stehenden Heeres eine besondere sozialistische Agitation zu versuchen, erhob sich eine so allgemeine und so scharfe Opposition, auch seitens deS einst so revolutionären Parteihauptes Bebel, daß die Phrase von dem dröhnenden Schritt der Arbeiterbataillone wohl vorläusig begraben ist. Die Lockerung der Parteidisciplin und die principiellen inneren Gegensätze der Sozialdemokratie konnte man schon aus den sehr auseinandergehenden 117 Anträgen erkennen, die den Delegirten von ihren Wählern mit auf den Weg gegeben waren. Mit einer grotesken Deutlichkeit traten sie aber bei der Behandlung der Anträge hervor, den Genossen Schippel aus der Partei zu entfernen, weil er in vielen Schriften die Berechtigung der deutschen Getreidezölle erwiesen hatte, obwohl sie nachZ der Parteidoktrin den Arbeitern das Brot unnöthig vertheuerten. Während vor einem Jahre in Dresden Göhre wegen geringerer Abweichungen zum Austritt aus der Partei gezwungen Iwurde, bleibt jetzt der falsche Prophet Schippel Vertreter seineZ Wahlbezirks. Die vor einem Jahre in den Bann gethanen Revisioniften konnten Isichj ganz still verhalten; denn ihre Ideen beherrschten die Versammlung. Die Ursache dieser Nachgiebigkeit der temperantvollen Vorkämpfer strengster Observanz liegt nicht allein in den deutschen Verhältnisseu. Vielmehr hat schon der internationale Sozialistencongreß in Amsterdem dazu beigetragen, die Parteigenossen über die Zeichen der Zeit aufzuklären. Das Wort, das dort JaureZ den deutschen Delegirten zurief: Ihr habt ja gar keine revolutionäre Tradition". istZeine Wahrheit, die durch keinen Phrasenschwall mehr übertönt werden kann. Bebel mußte in seinem eigenen Bericht über den Amsterdamer Eongreß zugeben, daß dort der Japaner Katayama am meisten umworden" war. weil kseine Stimme das Zünglein der Waage- bildete. Vertrat aber dieser interessante Gast aus dem Lande der aufgehenden Sonne auch nur eine Hand voll japanischer Arbeiter? In Japan gibt esjja noch gar keine Ardeiterpartei und keine Arbeiterfrage. Da
sollte ein japanischer Zeitungsschreiber, der in seiner Heimath vergeblich einen Arbeiterverein und eine Agitation nach dem Muster Europas zu begründen dersucht hatte, den Ausschlag geben, wo die englischen Arbeiter bas stärkste, und die Deutschend und Franzosen doch auch starke Eontingente gestellt haben? Aber auch die jetzt erst in den eigentlichen politischen Kamps eintretende englische Arbeiterpartei kann für die nächste Zukunft zu einer einheitlichen Agitation nicht kommen. Das beweisen die Vorgänge auf dem 37. Eongreß der englischen Gewerkschaften in LeedS. Die Gewerkschaftler wollen sich die geistige Vorherrschaft, die Keir Hardie und daS von thm beeinflußte Labour Repräsentation Cornmittee an sich reißen wollen, nicht gefallen lassen. Nur mit Mühe wurde der Antrag, die Zugehörigkeit zur Arbeiterpartei nur Gewerkschaftlern zu gestatten und die Sozialisten auszuschließen, von der Tagesordnung abgefetzt. Ebenso mangelt in Frankreich die zielbewußte Einigkeit, solange der Kampf zwischen Millerand und JaureS noch nicht beendet ist. Weil also neuerdings die inneren Gegensätze innerhalb der sozialistisch aufgereizten Arbeiterklasse in den Hauptländern Europas so stark hervorgetreten sind, erschöpft sich daS Leben der sozialistischen Organisationen in persönlichem Zank und verworrenem Streit. Augenblicklich sind sie auö Mangel an Aktionsfähigkeit kein Machtfaktor in der praktischen Politik unserer Zeit. E. C.
Gleich nach der Wahl wird die Statue des Alten Fritz", daS Geschenk deS deutschen Kaisers, in Washington enthüllt werden. Hoffentlich wird das Standbild deS königlichen Philosophen gewissen Washingtoner Kreisen Anregung zum Nachdenken geben. An die Stelle der bisherigen Trust bildungen diesseits und jenseits des Meeres scheinen nun die internationa len Trusts treten zu sollen. Ein internationaler Stahltrust trägt sich, wie eS scheint, mit der Absicht, den Anfang zu machen. DaS deutsche Stahl-Syndikat pflegt gegenwärtig in Köln eine Conferenz mit den britischen, französischen und belgischen Fabrikanten der einschlägigen Industrie. So viel man weiß, ist der amerikanische Stahltrust nicht vertreten, allerdings weigerte sich da? deutsche Syndikat, die Anfrage zu beantworten, ob auch amerikanische Fabrikanten reprüsentirt seien. Der Zweck der Verhandlungen besteht darin, ein internationales VerkaufsArrangement" zu erzielen, mit anderen Worten: einheitliche Stahlpreise für die ganze Welt zu schaffen. Das käme der Schaffung eines Riesen Trusts gleich. Da die Interessenten der StahlIndustrie nur eine kleine Schaar von Krösussen bilden, so dürfte die Verständigung nicht allzu schwer fallen. ES müßte mit merkwürdigen Dingen zugehen, wenn die Amerikaner nicht ihre Hand im Spiel hätten, obwohl sie sich "'aus verschiedenen Gründen bemühen, noch im Hintergrund zu bleiben. Die Folgen einer Panik ans einem Zuge. Im Superior Gericht wird zur Zeit über die öl0,000-Schadenersatzklage, welche Jennie Arthur gegen die Big Faur Bahn angestrengt hat, verhan delt. Klägerin sagt, daß aus der Rückfahrt vom jährlichen Ausflüge der Big Four Angestellten nach BateSville die Zugbeamten einen betrunkenen Mann vom Zuge zu werfen , versuchten und daß bei dieser Gelegenheit eine Kanne mit Gasolin umgeworfen wurde, daS durch die Laterne deS Bremsers Feuer sing. Eine Panik folgte und Klägerin sprang vom Zuge und verletzte sich. Eine Jnvesimeut Co. der Scheindelei beschuldigt. Elizabeth Maxwcll, in einer gegen W.A. Scott, Cermic Gibford, Howard Anderson, W. B. Bonham und Frank Champ eingereichten Klage, beschuldigt die Verklagten indirekt des Schwindels. Im Oktober letzten Jahres, sagt sie. versuchte sie durch Verklagte, die zur Zeit Beamte der Anchor Loan & Investment Co. waren, eine Anleihe zu machen und deponirte $23 zur Bestreitung etwaiger Unkosten, doch hat sie bis jetzt, obgleich die Verklagten innerhalb eines Jahres ihr eine Anleihe versprachen, ihrer Klageschrift nach, nichts von denselben gehört. Sie giebt ferner an, daß sie nicht glaube, daß die Com pagnte noch existire..
Genukreicher MusikAbend im Deutschen Sans.
Das Thorner Concert ein künstlerischer Erfolg. Die Besucher des von Frau Helen Thorner gestern Abend im Deutschen Hause unter Mitwirkung der Violistin Frl. Jeanette Orloff gegebenen ConcerteS wurden durch reiche musikalische Genüsse erfreut und gaben ihrem Beifall durch häusige enthusiastische Kundgedungen Ausdruck. Diejenigen, die daS reife Können von Frau Thorner schon bei dem Concert in letzter Saison im großen Saale deS Deutschen HauseS zu bewundern Gelegenheit hatten, waren füglich überrafcht, um wie viel vollendeter noch Vortrag und Stimmmaterial der Sängerin in dem akustisch so vorzüglichen kleineren Saal, in welchem der gestrige Musikabend stattfand, zur Geltung kamen. Der Besuch war ein guter und als das Concert seinen Anfang nahm waren nur wenige Sitze in den Reihen frei. Mit der wundervollen Wiedergabe der Arie aus Webers Freischütz Wie nahte mir der Schlummer", gewann Frau Thorner sofort die Herzen ihrer Hörer. Ihr reiches Organ und der seelenvolle Vortrag hielt das Publikum in förmlichen Bann, der sich später in begeisterten Beifall'auflöste. In das zweite Lied, Ein Maienmorgen von Denza wußte die Künstlerin den ganzen Jubel des erwachenden Frühlings zu legen und dem Publikum einen hohen Genuß zu bereiten. Doppelt wirksam erschien nach den jubilirenden Tönen deS Maienliedes, die getragene Weise deS Liedes von Bohm Nur ein Traum", welches die Sängerin nun vortrug. Süß und weich drangen die reichen Accorde an das Ohr nnd wohlverdient war der EnthusiaSmuS des Publikums, der dem herrlichen Vortrag folgte. Die Musikfreunde unserer Stadt können wahrlich stolz darauf sein, eine so vollendete Künstlerin in ihrer Mitte zu haben. Jtt Fräulein Jeanette Orloff, welche nun mit Violin-Vorträgen folgte, lern ten wir eine vorzügliche Virtuosin auf dieser Königin der Instrumente kennen. Ihr erster Vortrag, Romanze" von Wilhelmy, ließ keinen Zweifel darüber aufkommen.Idaß sie die größten technischen Schwierigkeiten mühelos überwinden kann; zur Virtuosin aber stemstempelten sie die Innigkeit des Vortrages und das feine Gefühl, welches jede Note durchwehte. In breiten Zügen brachte sie die schwierige Compositlon zu Gehör, ohne jede Künstelei. Fräulein Orloff spielte sodann den neckischen Capricio Valse" von WieniawZki, bei dem ihre technische Fertigkeit im besten Lichte erschien. Auf den rauschenden. Beifall hin gab die junge Dame eine anmuthende D'reingabe, in der sie die Klänge des Dudelsacks meisterlich durchtönen ließ. Im weiteren Verlaufe deS genußreichen Abends wußte Frau Thormer noch mit der Wiedergabe von Liedern von Schubert, Brahm, Bizot und Mozart und Schumann .die Zuhörer zu entzücken, und Frl. Orloff gab genußreiche Violin Vortrüge mit Godard'ö Adagio Pathetique und spanischen Tänzen von Sarasate. Frau S. L. Kiser und Herr Paul E. Teichert begleiteten die Solistinnen in vortrefflicher Weise auf dem Piano. Reiche Blumengaben, die den Vortragenden aus der Mitte deS PublikumS überreicht wurden, bewiesen, welch hoher Gunst sie sich bei unsern Musikfreunden erfreuen. Sehörde für off. Werke. Die Behörde für öffentliche Werke erledigte in ihrer gestrigen Sitzung nur Routine-Gefchäfte. Angebot? wurden entgegengenommen für: Cement-Seitenwege in Martrndale Ave., von 19. bis 20. Str.; F. M. Lackey $1.23; I. D. Hoß $1.24. Far Cement-Seitenwege in Audubon Road, Ostseite von Michigan Str.'biS Lowell Ave., waren keine Angebote eingelaufen. Die Primär Asseßment-Liste wurde bestätigt für: Cement-Seitenwege und Rinnsteine in Newman Str., von 10. bis 12.Str. Cement-Seitenwege und Rinnsteine in 28. Str., von 'Illinois Str. bis Capitol Ave. Cement-Seitenwege in Brightwood Ave., von Roosevelt Ave. bis 25. Str.
Nachrichten aus Jndiana. L a f a y e t t e. 12. Okt. DaS gol dene Jubiläum der katholischen St. BonifaciuS Kirche wird am 23. dieses Monats hier abgehalten werden, wobei die Geistlichkeit der ganzen Diöcese vertreten seinZ wird. Bischof Alerding von Fort Wayne wird die Festpredigt halten. Die Kirche ist neu renovirt und man verspricht sich eine eindrucksvolle Feier. Hammond, 12. Okt. Die Behörden von Lake County bemühen sich, Edward Donaha zu verhaften, da er der muthmaßliche Mörder deS A. M. Northrup sein soll, welcher am letzten Sonntag in einer Sandgrube todt aufgefunden wurde. Donaha war erst vor Kurzem aus dem Zuchthause entlassen worden, wo er einen Termin wegen Pferdediebstahls abgesessen hat. Goshen, 12. Okt. Der Lagrange Bankier Rollin Ellison bekannte sich während eines Kreuzverhörs schuldig, 9103,000 Depositengelder verspeculirt zu haben. Sein persönliches Eigen thum beläust sich auf $15,000. L a p o r t e, 12. Okt. Mit einer Schnelligkeit von 40 Meilen in der Stunde fuhr der Pere Marquette-Zug No. 4 bei Dune Park in', den Knickerdocker Sand-Zug. Der Zugfübrer und der Heizer sprangen ab. Fast alle Passagiere wurden mehr oder weniger verletzt. Der Weichensteller ist seitdem verschwunden und man hält ihn für das Unglück verantwortlich. L a p o r t e, 12. Oktober. Wölfe zeigten sich im Kankakee-Gebiet und überfielen das Vieh. Die Farmer zogen auf die Jagd nnd eS gelang ihnen, drei von den Bestien zu stellen. Zwei durchbrachen den Kreis der Jäger und nur ein Wolf wurde getödtet. Shelbyville, 12. October. Der 46 Jahre alte Farmer Jacob Warsield wollte einen hohlen Baum fällen, in welchem er Eichhörnchen vermuthete, als der Baum plötzlich stürzte und ihn auf der Stelle tödtete. Er hinterläßt eine Wittwe unn fünf Kinder. South Bend, 12. Okt. Wm. S. GriffithZ, früher Polizist und in letzter Zeit Contractor ist unter Hinterlassung von $6000 Schulden spurlos veaschwunden. K o k o m o, 12. Okt. Elmer Crume, ein MilchereiBesitzer, wurde zu 1 14 Jahren Zuchthaus wegen Entführung seines Kindes verurtheilt. Er war von seiner Frau geschieden und das Gericht sprach den 2-jährigen Sohn der Mutter zu. Elmer brachte das Kind nach Illinois, wurde' aber verhastet und das Kind wurde der Mutter zurückgebracht.
ßXT Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho's Longfellow". Frau Morris Chamber's Testa ment betreffend. Das Testament der kürzlich Verstor been Frau Elenor MorriS ChamberS, Tochter deS Generals Thomas A. MorriS ist bis jetzt noch nicht bestätigt worden. Ihre Brüder Thomas O. und Milton A. MorriS behaupten, daß ihre Schwester bei der Aussetzung deS Testaments von Harry GraveS beeinflußt worden ist, welcher auch der Haupterbe sein soll. General MorriS starb im Mai in LoS Angeles, Cal. Die Leiche wurde nach hier gebracht und im Crown Hill Friedhof beigefetzt. Der Nachlaß entsiel zu gleichen Theilen auf seine beiden Söhne und seine Tochter Frau ChamberS. Letztere bekam das Geschäfthaus Ecke Meridian und Georgia Straße, $85.000 werth und die Morris'sche Heimstätte an 12. und New Jersey Straße, $15,000. Wie eS heißt, werden die Brüder das Testament beanstanden. Kampf mit einem Farbigen. W. L. Hearsey, 3207 Nord Capitol Ave. hatte gestern Abend einen Kampf mit einem Neger, den er in verdächtiger Weife beim Hause herumschleichen sah, zu bestehen. Derselbe unterwarf aller Wahrscheinlichkeit nach die Fensterlüden einer eingehenden Untersuchung, als er vonLerrn Hearsey angegriffen wurde. Leider gelang eS dem Schwärzen zu entwischen. - Gottlied L eukhardt, .Die gemüthliche Ecke," Ecke Noble und Market Str
Frönzel Bros., No. 1 W. Washington Str (Merchant8 National Bank.)
Ein europäisches Department Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen aus alle Städte Europas Schiffsscheine "r Hn- und verkauf ausländischen Geldes. Aravermantt'ö Schicksal in den Sänken der Geschworenen. Im Criminal'Gerichte wurden gestern die Geschworenen, welche in dem Falle Abraham Bravermann und seiner Frau Maud Webber Bravermann, un ter Anklage sich einen Koffer, der ihnen auS Verseyen von der Frank Bird Transfer Co. überliefert wurde, angeeignet zu haben, dienen sollen, verei digt. Nach einer vom Superintenden ten der Transfer Co. beschworenen Aussage wurde der Koffer, daS Eigenthum der Frau eines prominenten Eincinnatier Bürgers durch ein Versehen in die Wohnung Bravermann'S, 537 Norwood Str., abgeliefert. Detektiv Larsh und Wm. ReynoldS, die denselben nach KansaS City begleiteten, bezeugten daß die Braverman'S sich zur Zeit ihrer Verhaftung schuldig bekannten. Der ganze Nachmittag ging mit den Verhandlungen hin. Um 5 Uhr wurde der Fall den Geschworenen übergeben. Bis um 9 Uhr AbendS gestern hatten sie sich noch nicht geeinigt.
Politische Anknnöignngen.
Demokratische Kandidaten. Chas.E.Cox empfiehlt fich den Stimmgebern von Marion County als demokratischer Candidat für Staats-Senator. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. James E. McCullough empfiehlt sich den Stimmgebern von Marion County als demokratischer Candidat für County Staatsanwalt. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. Henry C. Cor empfiehlt sich den Stimmgebern von Marion County als demokratischer Candidat für Nichter des Jugend'Geriüts. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. Adolph G. Emhardt empfiehlt sich den Stimmgebern von Marion County als demokratischer Candidat für Repräsentant zur Legislatur. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. James E. Bcrry (Mitglied desITelegraphisten , Vereins, Local Vto. ?.) empfiehlt sich den Stimmgebern von Center Toninship als demokratischer Candidat für Affessor von Lenter Township. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. Neue Klagen. Thomas Keller, der von Hattie SttU ler Scheidung sucht, zeiht sie des böZ willigen VerlassenS und der Trunkenheit. Schlechte Behandlung giebt Jda M. Pierson als den Grund an, der sie dazu treibt, Scheidung von Clinton C. Pierson zu suchen. ' , Harvey Hoffman und Wm. Hoff man reichten gegen die Indianapolis Traction und Terminal Co. eine Klage auf Zahlung von $500 Schadenersatz für ein in einer Collision mit einem Straßenbahnwagen an der Washing ton Str. und Emerson Ave. Ecke demo lirtes, ihnen gehöriges Fuhrtrerk. Chris Harmening in, seiner Schei dungSklage gegen Cora Bell Harmening giebt als Scheidungsgrund an, daß sie in Gesellschaft ihm unbekannter Männer Tanzhallen aufsuchte und spät vom Hause fortblieb.
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