Indiana Tribüne, Volume 28, Number 41, Indianapolis, Marion County, 10 October 1904 — Page 5

Jndiana Tribuno, 10. Oktober 19

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Politische AnZündlgnngcn James E. MrCnllough empsiehlt sich den Stimnigebern von Marion County als demokratischer Candidat für Count Staatsanwalt. Wahl am Dienstag, den 3. November 1904. Henry C. Cor empfiehlt sich den Stimmgebern von Marion Countq als demokratischer Candidat für Richter des Zugend'GeriÄts. Wahl am Dienstag, den 8. November 190t. Adolph G. Emhardt empfiehlt sich den Stimmgebern von Marion County als demokratischer Candidat für Revräsentant zur Legislatur. Wahl am Dienstag, den 3. November 1904. James E. Bcrry Mitglied deAlTelegraphisten. Verein, Local No. 7.) empfiehlt sich den Stimmgebern von Center Township als demokratischer Candidat für Townslzip Assessor. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. JohnMcGrcgor empfiehlt sich den Stimmgtbern von Marion County als republikanischer Candidat für County-Commissär des 2. Distrikts. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. MBHBMMBBM0HBMMBMBMB.aHaaMn Henry W. Klausmann empfiehlt sich den Stimmgebern von Marion County als republikanischer Candidat für County Surveyor. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. George W.StuM empfiehlt sich den Stimmzebern von Marion County als republikanischer Candidat für Richter des Jugend.Gerichts. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. M. L. Jcsserson empfiehlt sich den Stimmgebern von Center Township als republikanischer Candidat für Assessor von Center Tovnship. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904

Harry D. Tutcwiler empfiehlt sich den Stimmgebern von Marien County als republikanischer Candidat für County Coroner. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. John E. McGaughey empfiehlt sich den Stimmgebern von Marion County als republikanischer Candidat für County Commissär deö 1. Distrikts. Wahl am Dienstag, den 8. November 1904. Grundeigenthums Uedertragungen. ' Albert E. Metzger an Wabash Realty & Loan Company, Lot 1 MillerZ Sub Theil von Johnsons Erben Add., 19. Str. und Monon Eisenbahn. $2875. Herman E. Mariens an Cordelia B. Behymer, Lot 4, MartenS Subd.. Theil in Jrvington. $400. Cornelius O'Brien an William Flemming, Lots 1720, Hunts Sub Wheatey & McClainS südöftl. Add., nahe Belt A. R. $400. . Mary E. gleicher an Clementtne T. Ruddell, Lot 236 in Morton Place, New Jersey Straße, nahe der 19. Str. $6500. Fred. D. Stilz an Walter A. Ford, Lot 5 in LangSdale'S Subdivifion, Northwestern Avenue, nahe Fall Creek. $350. John Heiner an Kate Tomlinfon, Lot 54 in Cottage Grove Addition, südlich von Prospekt Str., nahe Cot tage Avenue. $1500. Corydon R. Shimer an Amelia B. DunnmgtonLot 46, Sell'S West In dianapoliZ Add. $1600. Arthur 23. Brown an Emma Wag ner i:. A., Lot 233 gleicher u. A. Subd.. Außenlot 96 u. A., nahe Huron und Pine Str. $1100. William D. Norton an George T. Moore, Lot 220, Culver u. A. Subd., Columbia Place, nördlich von Crown Hill. $800. Aetna SavingZ & Loan Afsn. an Eirdy C. Gresham, Lot 2, Hubbard'S S. Meridian Str. Add.. nahe der Gürtelbahn. $1350. 131 Grundstücke im Gesammtwerth von $229,713,58 wechselten in der verflossenen Woche den Bester.

Die ttabni" von Paris.

tluf hohen Bäumen hausten sie, bis die Po it(t das 9ltt aushoo. In' den hohen Platanen, die den Quai des Celestins in Paris unisäu mzn, in der Nahe der Insel St. Louis, nistet seit vielen Jahren eine große Schaar von Raben und Dohlen, die U den blutigen Kämpfen um die alten Nester durch ihr wildes Geschrei die Aufmerksamkeit der Passanten erregte. Nichts störte das gefiederte Volk in seinem Idyll, bis es eines Tages die unuebsame Entdeckung machte, daß es nicht allein Besitzer der dichten Baumkrönen war. daß vielmehr noch eme andere Sorte von Raben ihr Asyl theilte. die zwar auch zwei Beine, aber nicht zwei Flügel aufzuweisen hatten. Was aber die richtigen" Naben am meisten verdroß, war, daß die Nachbarn dem Augenschein mehr Glück auf ihren Streifzügen hatten und lohnendere Beute heimbrachten als sie, die doch durch das Sprichwort als Spihbuben ersten Nanges legmmirt waren. Die Sicherheitspolizei konnte deshalb den alteingesessenen Krähenvögeln keinen besseren Dienst erweisen, als indem sie den Schlupfwinkel der Pseudoraben gründlich .aushob. Im Zusammenhange nämlich mit einem Verbrechen in der Nue Brantome machte die Polizei die überraschende Wahrnehmung, daß sich alltäglich mit hereinbrechender Dämmerung eine zahlreiche Bande -von Strolchen an dem Pont Marie einfand. Man überwachte die Gesellschaft und entdeckte dabei ihren merkwürdigen Unterschlupf, der begreiflicherweise bisher der Wohnungspolizei entgehen konnte. Kriminalbeamte sahen, wie mehrere Burschen über das Geländer des Quai des Celestins kletterten, die großen Zweige der Platanen erfaßten und schließlich im Laub der mächtigen Bäume verschwanden. Nicht weniger als 16 dieser sonderbaren Raben kletterten einer nach dem anderen in das verschwiegene Versteck, wo sie bis zur Morgenröthe nächtigten. Als aber jetzt Die naven von der Jsle (st. xioin?, wie sie sich in ihren Kreisen gern nennen hörten, wieder den festen Boden zu erreichen suchten, machte sich bei ihnen der Mangel an Flügeln recht unangenehm geltend. Sie fielen nämlich sämmtlick in die Netze der Polizisten, die mit dem Fang der 16 losen Vögel" durchaus zufrieden waren. Auffallend war übrigens, daß keiner der Galgenvögel einen Namen hatte, der mit ihrer Rolle als Raben einigermaßen harmonirt hätte. Ihre Spitznamen waren vielmehr ziemlich prosaisch. Nur der Kapitän" zeichnete sich durch einen etwas klangvolleren Spitznamen aus; er hieß der Ambos der Jsle St. Louis." Tcr friedliebende Nacybar. In der Nähe von Hannover grenzen die Wohnungen zweier Freunde anein ander, deren Harmonie bisher nichts gestört hatte, bis unlängst in dem Verkehr der beiden eine Dissonanz eintrat. Schuld der Mißstimmung waren die Hühner des einen, der einen kleinen Hof, aber keinen Garten besaß, während sein Nachbar im Besitz eines schönen Gartens war, aber keine Hühner hatte. Das Federvieh flog nun über die Hecke, die den Hof von dem Garten trennte, und richtete in letzterem arge Verwüstungen an. Lange Zeit hatte der Gartenbesitzer diesen Uebelstand stillschweigend geduldet, bis ihm die Sache doch zu bunt wurde. Er sann aus ein Mittel, wie er die Hühner aus seinem Garten entfernen könnte, ohne die Freundschaft seines Nachbarn einbüßen zu müssen. Sein Nachgrübeln brachte ihn auf eine brillante Idee. Er kaufte mehrere Dutzend Eier und überbrachte seinem Freunde acht von den Eiern mit dem Bemerken, daß diese seine Hühner in seinen Garten gelegt hätten. Als ehrlicher Mann überreichte er ihm Tags darauf sieben Eier mit derselben Bemerkung. und wiederum nach einigen Tagen lieferte er ihm fünf Eier ab. Sein Freund bedankte sich herzlichst bei ihm, trug aber nun Sorge, daß feine Hühner fürderhin keine Ein auf des Nachbarn Grundstück legen konnten. Er zog einen Stacheldrahtzaun vor der Hecke her, so daß sein Federvieh nicht wie früher auswandern konnte. Das Mittel hatie geholfen und die Freundschaft beider wurde gefestigter denn je. Belgis che Handelshochschule. Die erste Handelshochschule Belgiens wurde dieser Tage in Brüssel eröffnet. Ernst Solvay. der nicht nur einen großen Ruf in Chemike.rkreisen genießt, sondern auch als Sozialpolitiker bekannt ist, hat seinen früheren Schenkungen eine neue hinzugefügt, nämlich Gebäude und vollständige Einrichtung der Handelshochschule. Die Schule ist nach dem Vorbilde der Anstalten in Köln. Leipzig und Frankfurt eingerichtet worden. Das Studium umfaP drei stehe. Nacb bestan dener Prüfung wird den Studirenden ver )lm eines Handelsingenieurs" ertheilt. I m Kongo st aate laufen die Telegraphenlinien gewöhnlich den Ilußufern entlang. Durch den den Fluß besäumenden Wald wird ein Pfad gebahnt; einzelne lebende Bäume werden ausgeputzt und zu TelegraphenPfosten hergerichtet. Wo dieses Verfahren nicht angängig erscheint, setzt :nan eiierne elegrapyenpsahle. D i e Einnahme Italiens von ausländischen Besuchern wird auf $40,000,000 im Jahre. geschätzt.

41.436 oder 3.5 v. H. gesunken. Auf 100 Einwohner kommen i. I. 1873 40.5. 1902 36.2 Geborene und im Jahre 1878 27.8, 1902 20.6 Gestorbenene. Die Zahl der Geburten, mehr aber noch die der Sterbefälle hat also im Vergleich zur Bevölkerung abaenommen. Von einer Stagnation hinsichtlich der Bevölkerung kann also im deutschen Reich noch lange keine Rede sein! ixin Vcsi.ch 2löm,ral Togo. Die auslänoischen Korrespondenten, die an der Rundfahrt auf dem von ver japanischen Negierung zur Verfügung gestellten Dampfer Manschu Ma:u' theilnahn-.en, hatten bei ihrem Besuche, den sie der japanischen Flottenbasis bei den Eüiot-Jttscln abstatteten, auch Gelegenheit, den Admiral Togo persönlich tenisn zu lernen. Der Daila Teleg:aph"-5?orrespondent schildert die Vcgegiiilng mit dnn Admiral an Bord der Mikasa" folgendermaßen: Plötzlich ertönten Hornsignale. Der Aomiral kommt!" rief Jemand, und Alles sprang erwartungsvoll von den Sitzen auf. Einen Augenblick später betrat der Admiral Togo die Kajüte, und mit einem Schlage hörte das Stimmengewirr auf. Aller Augen richteten sich auf den Admiral, der leichien Schrittes, ein wenig nach vorwärts geneigt, ging, eine mittelgroße Erscheinung, in einfacher weißer Uniform, deren einziger Schmuck der Stern des Ordens der aufgehenden Sonne bildete. Auf den goldenen Schulterstreifen waren die drei silbernen Kirschblüthen angc bracht, von denen eine etwas befleckt war, ein Zeugniß für die Schwierigkeit. mit der im aktiven Dienst die Beschaffung von frisch errungenen Abzeichen eines höheren Ranges verknüpft ist. . Unser Blick traf ein freundliches, ernstes Gesicht, das sofort den Eindruck eines Mannes erweckte, dessen Erfolg eher stetigem, vorsichtigen Beharren, als dem gl'anzenden Griff des Genies zuzuschreiben ist; eines Mannes, der immer aufpaßt, weit vorausblickt, nichts auf's Spiel setzt und dem Gegner, wenn es sich vermeiden läßt, keine Gelegenheit bietet; kurz, eines Mannes, der ein Vertreter der wissenschaftlichen Richtung und ein durchdringender Denker ist, zugleich begabt mit jener autorativen Art, die strengen Gehorsam findet, ohne gebietende Hoheit zur Schau zu

tragen. Admiral Togo ist 56 Jahre alt, erhat seine erste Ausbildung in England erhalten, kommandirte im japanischchinesiichen Kriege als Kapitän und wurde bei Beendigung des Krieges um Kontreadmiral befordert. In seinen braunen Augen unter der hohen, breiten Stirn drückte sich freundliche Verwunderung aus, als er sie langsam, fast scheu in der Runde gleiten lien, mit einem Blick, der Jeden und Alles bemerkte. Ein weißer Schnurrbart und ein ebensolcher kurzgeschmttener Vollbart umgeben das Gesicht. Sobald man in Unterhaltung mit ihm kam, wurde man sofort gewahr, daß man mit einem wahrhaft großen Manne sprach, vielleicht deshalb, weil er aller Asfektirtheit entbehrte und sich als liebenswürdigen, bescheidenen Gentleman gab. der wirkliches Jnieresse an den kleinen Angelegenheiten seiner Besucher nahm. Wie die meisten Leute in einer derartigen Stellung, erkannte er, daß jedem seiner Wort? eine Bedeutung beigelegt werden würde, und er beschränkte sich deshalb auf taktvolle Ausdrücke der Begrüßung'. Obgleich Admiral Togo gut englisch spricht, zog er es doch vor. zu den Gästen durch Vermittelung des Kapitäns Takeraba japanisch zu sprechen. Ich schätze es mir zur großen Ehre", sagte er mit leiser, sanfter Stimme, daß Sie gekommen sind, mich zu o"esuchen, und ich begrüße Sie herzlich." Darauf antworteten die englischen Pressevertreter mit einem höflichen Ausdruck deö Dankes und der Hoff, nung, er werde die Operationen bald zu einem erfolgreichen Ausgang bringen. Der Admiral erwiderte, er wür. dige die Sympathie Großbritanniens. Aehnliche 'Höflichkeiten wurden zwischen dem Admiral und den deutschen und italienischen Korrespondenten ausgetauscht. Dann hob Togo ein ihm gereichtes Glas Wein und tran! auf das Wohl seiner Besucher, die den Toast mit lautem Banzai!" erwiderten. Der Admiral ließ sich danach wieder auf seinen Sitz nieder und b:gann sich Luft zuzufächeln, welchem Beispiel seine Besucher folgten. Eine Anzahl Pressevertreter wurden ihm vorgestellt. In der Unterhaltung mit ihnen bemerkte Admiral Togo, er fühle sich wobler als sonst zu dieser Jahreszeit in Japan; er gab jedoch zu, daß sich die Anstrengungen fühlbar machten, besonders weil er selten mehr als vier bis fünf Stunden Schlaf in der Nacht habe. Die Besucher betrachteten sich dann nach Gefallen das Schiff in allen 'Theilen, kletterten auf die Kommandobrücke, von welcher aus Admiral Togo seine Befehle ertheilte, und drangen auch in seine Privatkajute ein. Dort war allerdings wemg zu sehen. Togo's Kajüte ist ein sehr einfacher Raum, der mit zwei Stühlen und einem Tisch dürftig ausgestattet ist. Die Gäste verabschiedeten sich schließlich persönlich von Admiral Togo, der den ringsum auf ' i.l f. i ir'f i- tr . iyn gericuieien pl)vlvgiaomi.Hen Apparaten freundlich Stand hielt und den Besuchern mit herzlichem Händedruck Lebewobl saate.

Deutschland im letzten Vierteljahr-

hundert. Ein außerordentlich verdienstliches Werk ist das vom kaiserlichen Statistischen Amt herausgegebene' Statistische Jahrbuch für das deutsche Reicy, das lurziicy in einem sumundzwanziaiten Jahrgang erschienen ist. Wenn man das Zahlenmaterial dieses Jahrgangs mit dem des ersten im Jahre 1880 ericylenencn vergleicht, so erhalt man ein lehrreiches Bild von der' Entwicklung Deutschlands in diesen 25 Jahren. Zunächst m die Auaen fallend iii öle Angabe, vag der Flächeninhalt des deullchen Reichs letzt um 1000 Quadratkilometer größer ist, als er im Jahre 1880 angegeben wurde, trohdem Deutschland in der Zwischenzeit nur durch die Einverleibung von Helgoland einen evletszuwachs von noch nicht ganz 1 Quadratkilometer ersahen hat. Die Differenz ist auf Ncumcssungen zurückzuführen, durch die z. B. der Flächeninhalt Preußens um 1143 Quadratkilometer gestiegen, dagegen der von Mecklenburg - Schwerin 173. von Schwarzburg-Sondershausen um 80, und Anhalt um 48 Quadratkilometer abgenommen hat. SchleswigHolstein zeigt allein eine Zunahme um 721. Hannover eine solche um 226 Quadratkilometer. Die Einwohnerzahl von Deutschland konnte in 1880 nur auf Grund der Zählung von 186 angegeben werden, während jetzt nur die Ergebnisse der Volkszählung von 1900 maßgebend sind. In diesen 25 Jahren hat sich die Bevölkerung von Deutschland von 42,727.360 Einwohnern auf 56.279.901 vermehrt, also um rund 13j Millionen oder 31.7 Prozent. Die männlich: Bevölkerung ist von 20.986.701 auf 27,737.247 gestiegen, die weibliche von 21.748,659 auf 23.629.931. Die Weibliche Bevölkerung überwiegt sonach die männliche um 892,684, während sie vor 25 Jahren nur einen Ueberschuß von 753.958 hatte. Bon den einzelnen Provinzen zeigt die verhältnißm'äßig stärkste Zunahme Westfalen, demnächst die Rheinprovinz und Brandenburg. Die Zahl der Haushaltungen ist von 1875 bis 1900 von 8,731,919 auf 12.260,012 gestiegen, so daß auf eine Haushaltung nur noch 4,6 Personen entfallen, gegen 5,0 im Jahre 1875. Im Jahre 1900 waren 34,7 Prozent der Bevölkerung verheiralhet, gegen 33,5 im Jahre 1875. 59.5 Prozent waren ledig gegen 60.6 Prozent im .Jahre 1875 uno 5.8 (5,9) waren verwittwet oder geschieden. In den Religionsvcrhälinissen der Reich-einwohner ist in den Jahren von 1875 bis 1900 eine Aenderung insofern eingetreten, als der Antheil - der Evangelischen auf Kosten der Katholiken und Juden gestiegen ist. Unter 10Q0 Einwohnern befanden sich im Jahre 1900 625 Evangelische gegen 623 in 1875, 361 Katholiken gegen 362 in 1875 und 10 Juden gegen 12z in 1875. Die Ziffer der Andersgläubigen und Religionslosen stellte sich in den Vergleichsjahren auf 3 gegen 3.5. Wie stark sich die größeren Ortschaften vergrößert haben, geht daraus hervor, daß es im Jahre 1875 nur 271 Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern gab, im Jahre 1900 dagegen 473. Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern zählte Deutschland im Jahre 1875 12, im Jahre 1900 dagegen 33. Mehr als 200,000 Einwohner ha!ten im Jahre 1900 folgende Großstäote (die eingeklammerten Zahlen stellen die Einwohnerzahl von 1875 dar): Berlin 1.888.848 (1875 966.585), Hamburg 705.738 (264.675). München 499.959 (193.024), Dresden 480.658 (197.295). Leipzig 456,12; (127,387). Breslau 422.709 (239,050), Köln 372,529 (135.371). Frankfurt a. M. 288,989 (103,136), Nürnberg 261.081 (91.018). Hannover 235.649 (106.677), Magdeburg 229,667 (87.925), Düsseldorf 213.711 (80.695), Stettin 210.702 (80.972) und Chemnitz 206.193 (78.209). Von diesen Stäcten haben in den 25 Jahren 12 ihre Einwohnerzahl mehr als verdoppelt, zum großen Theil allerdings durch Eingemeindung, an: meisten Leipzig, das nahezu auf die vierfache Einwohnerzahl gekommen ist. Nur in Berlin und Breslau ist dieEinwohnerzahl nicht auf das Doppelte gestiegen. Bceölau, das vor 25 Jahren noch die drittgrößte Stadt Deutschlands war, ist auf den 6. Platz zurückgedrängt, Königsberg vom 8. auf den 15., Stuttgart vom 9. auf den 17., Düsseldorf ist vom 20. auf den 12. un) Charlottenburg sogar vom 74. auf den 16. Platz gestiegen. Die Zahl der Ausländer ist in den 25 Jahren sehr stark gestiegen, von 290,799 auf 757,185, so daß auf 10.000 Einwohner jetzt 134 Ausländer entfallen, gegen 68 im Jahre 1875. Die überseeische Auswanderung öetrug im Jabre 1878 46.381. im-Jahre 1903 36.910. In den dazwischen liegenden Jahren hat sie starke Schwankungen durchgemacht und war bcson ders in den achtziger Jahren sehr hoch. Die Zahl der Eheschließungen betrug im Jahre 1878 340.016, 1902 457.208, sie h.at sich also in diesen 24 Jahren um 117,192 oder 34.5 v. H. vermehrt. Die Zahl der Geborenen ist 1878 bis 1902 von 1,785.080 auf 2.089,414. also um 304.334 oder 17.0 gestiegen, die der Gestorbenen von 1.228.607'auf 1.187.171. also um

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Peoria Division östlich.

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Pittsburg Special, tägl 3 .. 3 30Vm ColumbuS Accom tägl 7 3033m New Aork Expreß täg s ä. . . . 8 lOVm Keystone Expreß tägl ä k s. 3 05Nm ' S . . mm M Atlantic Expreß täglich ... kOONm NA Lim täglich sdb 6 60Nm Ohio u Birg Expreß, tägl sd 7 , 05Nm Chi e.a go D Chicago Special, tglpd .. 1136Vrn Lou k Chi F Expr täglich 8 11 60Nrn öouiSville Southern Expreß tagl 8.. .. 3 35Vrn Pittö äLou F L tägl 8.... 7 OOVrn Mad Ace nur Sonnt 7 3053m Louiöv d Madilon Accom.. 8 OöVrn Chicago Zo Leu F L täglich p b 3 55Nrn Madison Accom tägl 3 55Nm Louisville Accom tägl . . . . 6 45Nm Louisville Acc 6 45Nm Indianapolis & Cairo ck'Vineen Expr täglich 7 20Vm Vincenneö Expreß tägl 3 50Nm Spencer k Bedford Ae, tägl. 4 45Nm vandalia Abgang World's Fair Spcl., tägl 8 12 OöVm Terre H'ute Accom., tägl. . . 6 OOVm StLouiS Lin tZglich sdkb 6 5033m Caviral Expreß tagl v ä.... 7 OOVm St LouiS Expreß tägl d s.. 12 20Nm St Louis Expreß täglich äs. 3 25Ns? THck Elfingham Aee tägl. 4 00 Nm St L Fast Mail täglich.... 3 3N

Chicago, Indianapolis 8c louisville Ry. (Monon Route.) Abgang Ankunft Chic ?!ight Expreß tägl 8. ..12 k5Vm Cmcinnati Best tägl s...r.. 3 358m Fast Mail täglich g. 7 OOVrn fZaS Mai! täglick 8 7 5023m Chi Expreß, nur Sonaxä..11 50 2m Monon Acr,tägl auögSsn,io 00?"m ffhi k Mch City Veft äp. . 3 35N Cincmnati Lest taglich ä p. 4 62Nrn Monon Acc, 4 oN

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