Indiana Tribüne, Volume 28, Number 41, Indianapolis, Marion County, 10 October 1904 — Page 1

j SSCSSSSStS (4 Ci Caac und $ Sormtagsblaxi F jj 3Taac und jj vvo A. n VIkUlUv)?L'vUll "I STCnrfi d AM . tT 4 MS lOo Der Woche. (i V ck -v vwy c. ix w o iyo ÖS8S9S3S Erscheint sedon Nachmittag. Jahrgang 28. Indianapolis, Ind., Montag, 10. Oktober 1904 No. 41.

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Schreckliches Eisen-bahtt-Nttglück. Warrensburg. Mo., 10. Oct. In einer Collision zwischen einem Personen und einem Frachtzuge, etwa 2 Meilen östlich von hier, heute früh, verloren etwa 20 Paffagiere ihr Leben. Die Züge rannten mit voller Fahrt gegeneinander. Alle umliegenden Orte sandten Aerzte und Verbandmittel so fort nach Kundwerden deS Unglücks. Sobald die Verunglückten unter den Trümmern hervorgezogen werden konnten, wurden dieselben nach hier überführt, auch die Leichen werden nach hier gebracht. Man befürchtet, daß vielleicht einige der Leichen durch Feuer verzehrt werden könnten, da beide Lokomotiven völlig demolirt sind. Einige der Leichen sind so schrecklich verstüm melt, daß sie schwerlich werden identi ficirt werden können. St. LouiS, Mo., 10. Octbr. Der Personenzug, welcher mit dem Frachtzuge kollidirte, brachte den Ueber schuß an Passagieren vom Zuge No. 30 und lief als zweite Abtheilung die-

ses Zuges. Er war heute um 8:06 Uhr hier fällig und fuhr zur Zeit des Zusammenstoßes mit großer Eeschwin digkeit. Die Passagiere waren zum größten Theile Besucher der Ausstel. lung. Die eiserne Sand der Welt. Die Beamten der Eisernen Hand der Welt einer nationalen Verein!gung, die sich den Schutz der Frauen zur Aufgabe gemacht, und die darauf hin arbeitet. Angriffe auf Frauen in allen Staaten mit dem Tode zu bestrafen, beabsichtigt ihre erste Versammlung im kommenden Winter in Indianapolis abzuhalten, falls zufrie-denftellend-. Arrangements getroffen werden könneu. Die Vereinigung nimmt rapide an Mitgliederzahl zu und der Präsident der Vereinigung, E. L. Pearson aus Bedford hofft, daß sich gleich die erste Sitzung als erfolgreich erweisen wird. Die Veremiauna entsprang der durch den Sarah Shafer Mordfall in Bedford hervorgerufenen Entrüstungen über die Unzulänglichkeit bestehender Gesetze, wie verlautet. Tafchendieb nach Chicago gesandt. Fred Ray, der hier am 4. Juli unter der Anklage des Taschendieb . mm 1 9t stayis veryastet wuroe, xx letzt m Chicago, wo er sich unter ähnlicher Anklage zu verantworten haben wird Er soll dort ertappt worden sein, als er gerade im Begriffe stand die Taschen eines Mannes um $190 zu erleichtern. Ray ist'ein gut gekleideter Mann, der. als ihn ein Chicago Detektiv nach dem Bahnhofe brachte, nicht wcnig Auf sehen erregte. In St. Lonis beftohlen. M. I. Moore, der sich im New Jork Hotel in St. LouiS befindet, berichtete der dortigen Polizei, daß die Spieler, welche in der Nähe des Delmar Gar tens ihr Unwesen treiben, ihn um 45 erleichterten. ES wurde ihm gesagt. daß er den Haupttreffer in einer Lot terie gezogen habe, und als er seine Geldbörse zog, um fernen Umsatz zu bezahlen, nahmen ihm die Spieler sein Geld ab. Viele Besucher der Welt Ausstellung sollen auf diese Weise ihr Geld verloren haben. Stürzte mit seinen Rade. Indem die Gabel an seinem Rade brch, stürzte Fred. Mezel 705 Oft Morris Str., ein in Diensten der Century Bi5quit Co. stehender Mann, und zog sich schmerzliche Verletzungen zu. Er wurde im Diöpensarium ver bunden. Außer einer tiefen Wunde über.dem Auge zog er sich erhebliche

Gesichtsverletzungen und Abfchürfun gen zu. ;

Jm Zeichen der Wenzel.

Die SkatSaison imDcutschen Hause eröffnet. Die alten Beamten wieder erwühlt. Im Deutschen Hause wurde gestern Nachmittag die Skatfaison mit einem flotten Turnier eröffnet. Auf Anregung des Präsidenten Hrn. Emil Martin beschloß die Skatsektion sich als solche dem Nordamerikanischen Skatverbande anzuschließen. DemWunsche des Herrn Martin diesmal die al tenBeamten durch ganz neue zu ersetzen, wurde nicht Folge geleistet. Er und sämmtliche alte Beamten wurden auf Antrag von Dr. Wagner so sehr sich auch Herr Martin sträubte, wieder erwählt. Die Beamten find: Präsident Emil Martin. Vice.Präsident Robert Keller. Schatzmeister Henry Kothe. Sekretär Fred Bachmann Jr. Skatmeister Wm. Springhorn. Sieger im Turnier blieben folgende Herren: 1. Preis Chas. Wocher; 16 ge wonnene Spiele. 2. Preis Hugo Thorsch; 455 Points. 3. Preis John Bertermann; Kreuz-Solo gegen 5 Matadore. 4. Preis F. M. Bachmann; 16 gewonnene Spiele. 5. Preis Jacob Metzger; 452 Points. 6. Preis Hermann Lieber; hoch stes Spiel, 96 Points. Trostpreis Theodor Stempfel. Schwarze Pocken sollen im Staate grassiren. Hütet euch vor Pocken. Die gefähr liche Krankheit breitet sich mit ungeheurer Schnelle aus. Diesmal aber sind'S die sogenannten schwarzen Pocken, eine Krankheit, die bisher hier fast unbekannt gewesen. Die Gefahr scheint augenblicklich groß zu sein, drei Sterbe fülle sollen in Benton County vorge kommen sein; ein Fall wird auö Prince ton und noch einer auf, Terre Haute gemeldet. Diese Krankheit bildet eine große Gefahr für den Staat, die nicht Geimpften und die Unreinlichen wer den zu leiden haben. Die Krankheit sell bereits guten Fuß gefaßt haben und eine Epidemie gehört nicht zu den Unmöglichkeiten. Vermißt. Bruce AUord, ein in der Nahe von Greensield Rural Route No. 2, wohn haster Farmer, benachrichtigte die Po lizei, daß seine 14 Jahre alte Tochter Clara seit gestern vermißt wird. Er glaubt, dieselbe sei mit einem jungen Manne. Carl Whitacker entflohen, um sich demselben antrauen zu lassen. Polizeiliches. Elbridge Rice, 2430Bright wood Ave., wurde gestern Abend unter der Anklage des thätlichen Angriffs mit tödtlicher Absicht verhastet. Er ist an geklagt dem im selben Hause wohnen den John Moore aus Bellefountain, 0., einen tiefen 4 Zoll langen Meffer schnitt im Gesichte beigebracht zu haben. Der angebliche Angriff soll die Folge eines demselben voraufgegangenen Streites fein. Harry A. Smith, ein 33 Jahre alter Farbiger wurde gestern Abend beim Geschäftsschluß unter dem Ladentische in Wolf Süßmännö Wirthschaft 245 W. Washington Str. liegend aufge funden und unter der Anklage des Bummelns von den Polizisten Larsh und DeRoffett verhaftet. Vom Kasernenhof. Feldwebel (zum neu eingetretenen Einjährigen): Wie heißen Sie? Einjähriger: Müller! Feldwebel: Waö sind Sie? Einjähriger: Coassisient an der Gynäkologischen Poliklinik. Feldwebel: W a s? Na, treten Sie ab; aber das sage ich Ihnen, wenn Sie bis morgen nicht etwas sind, was ich auch sagen kann, dann laß' ich Sie ein-sperren.

Ende gut, alles gut!

Die Nachfeier der Rirmeß im Germania j)ark Gestaltete sich zu einem urgemutZ lichen Deutschen Fest. ES war eine glückliche Idee seitens des Vorstandes deS Germania Park Vereins noch eine Nachfeier der Kirmeß in seinem Park zu veranstalten und damit in fröhlicher Weise die Saison zu beschließen. Nach vielen Hunderten zählten gestern die Besucher deS Park'S und für ihre Unterhaltung war in ausgiebiger Weife gesorgt worden. Die City Band" lieferte unter Lei tung ihreS bewährten Dirigenten, Herrn Reinhold Miller vortresfliche Conzert, Tafel- und Tanzmusik. Nächst einigen Erfrischungsplätzen war wohl die Stätte, wo man vergnügt das Tanzbein schwingen konnte, am meisten frequentirt, und Alt und Jung nutzte das Privilegium, noch einmal m Parke tanzen zu können, weidlich aus. Die Mitglieder sämmtlich:? Comites, welche für den Deutfchm Tag und die Kirmeß so außerordentlich thätig wa ren, waren gestern Nachmittag die Gäste des Germania Park Vereins. Dieselben wurden in nobler Weise bewirthet. Herr Joseph Keller, der unermüdlich thätige Vic.Präsident des Germania Park Vereins, hielt eine längere mit großem Beifall aufgenommene Ansprache. Seine Bemerkungen, daß der Germania Park in allen Schichten der oeu: cven Bevolleruna rmmer populärer wird, weil dieselbe end lich zu der Einsicht gelangt sei, daß der Park eine Stätte der frohen, heiteren und liberalen Lebensauffassung sei. fand warmen Anklang in den Herzen der Zuhörer. Herr Fred M a ck Sr., der all zeit thätige Vorsitzer deS Ordnung?' Comites, ließ ebenfalls eine mit Beifall aufgenommene Ansprache vom Stapel. In Anbetracht der großen Ver dien te, welche der von der wtaot zur Zeit abwesende Präsident deS Park Vereins, Herr Fred Francke sich um denselben erworben hat, forderte er die Versammlung auf, ein dreifaches Hoch auf Herrn Francke auszubringen. Be geistert stimmten alle Anwesenden in dasselbe ein. Hierauf wurde beschlossen, eine De pesche folgenden Inhalts an den m New Jork weilenden Herrn Francke zu schicken: Ihre Freunde zur Feier im Ger mania Park versammelt, senden herz liche Grüße." Mit dem vortresslichen Menu des BanquetS legte Herr Ambuehl, der Verwalter deS Parks und seine tüchtige Gattin einmal wieder große Ehre ein. Alles in Allem gestaltete sich die gest m i. 0.9 9 rtge naaneler oer lrmen zu emer erfolgreichen Festlichkeit, mit welcher zu gleich die Saison des Germania Parks in fröhlicher Weife, wie sie begonnen hat, auch beschlossen wurde. Damen-Berein des Sudseite Turnvereins. Die gestern Nachmittag in der Süd feite-Turnhalle veranstaltete Euch Parthie für Herren uud Damen, er freute sich eines ausgezeichneten Besu cheS. Als Sleaer gingen aus dem Turnier hervor: Damen. 1. Preis Frau Hilkene. 2. Schonemann. 3. Frl. Maria Probst. Herren: 1. Preis Frank Orcutt. 2. Gustav Mack. 3. L. König. Am Dienstag Abend wird die Da men'Section ihre Kartenparthie für die Mitglieder derselben abhalten. AI?- Die beste 5 Cent Cigarre der Stadt, Mucho'S Longfellow". lN

Ein vielumworbener Gaul

Bringt Alex Alexander in Trubel. Unter der Anklage der Hehleeei wurde gestern der Farmer Alex. Alexander von Oaklondon verhastet. Er soll einen Gaul in seinem Besitz haben, welcher vor einigen Monaten gestohlen und seitdem etwa 34 Mal verkauft worden ist. Kein Selbstmord. Gestern Nachmittag fanden C. W. Horn, No. 1534 Nevada Str., und ein Nachbar, Smith Taylor, als sie in der Nähe der Fair-Gründe im FallCreek fischten, einen Zettel, mit den Buchstaben G. I. W. unterzeichnet, in welchem der Schreiber anaiebt, daß eine Leiche innerhalb 100 Fuß von der Stelle gefunden werden wird. Horn und Taylor durchsuchten das ganze umliegende, mit dichtem Gebüsch bewachsene Ufer des FallCreek und auch das an dieser Stelle nicht sehr tiese Gewässer, ohne etwas zu sinden. Ein auf der entgegengesetzten Seite deS Flusses angelnder Mann, der das Ufer auf der Seite absuchte, fand ein Paar Schuhe im Gebüsche liegend vor, an diesen jedoch wurde nichts weiter entdeckt. Neben dem Zettel standen zwei Morphium Flaschen, von denen die eine geleert, die andere aber noch halb voll war. Die schon ziemlich ver blichene Etiquette der Flasche, welche Horn in seinem Besis genommen hatte, zeigt den Namen eines Droguiüen in Philadelphia, Pa. Ob ein wirklicher Selbstmord stattgefunden, oder ob sich nur Jemand einen schlechten Scherz er laubte, wird eine heute von der Polizei vorzunehmende Untersuchung lehren. Durch die Polizei angestellte Recher chen heute früh ergaben, daß ein in der Nachbarschaft wohnender Mann ein Bad genommen und zugleich einen neuen Anzug sich beigelegt. Die alten Kleiderließ derselbe im Gebüsche lie gen, wo dieselben heute- früh von der Polizei aufgefunden wurden. Eine Leiche wurde trotz eifrigster Unter suchung seitens 'der Polizei nicht ent deckt. Mike's" unangenehme Erfahrungen. Heute früh wurde ein Mann, der seinen Namen als Mike Shugrue. 516 West Maryland Straße angab, von den Polizisten Larsh und DeRosset verhastet. Shugrue behauptete an der Ecke der Maryland Straße und Capi tol Ave., ohne Grund von. mehreren Männern angefallen, niedergeschlagen und gestoßen zu sein. Daß dem Manne Übel mitgespielt war, zeigten mehrere große Beulen am Kopfe, sowie auch sein völlig mit Blut besudeltes Gesicht. Er wurde unter der Anklage, Personen öffentlich beleidigt zu haben, regiftrirt. Anregung die Fairgrunde zu verschönern. In ihrer letzten Sitzung beschloß die Bürger Verbesserungs Liga mit der Staats-Ackerbaubehörde zu konferiren. um auszusinden, was geschehen könnte, um die Staats Ausstellungsgründe dauernd zu verschönern. Die Anre regung wurde von Herrn C. A. Wullingford gegeben, der dann als Einzel Comite ernannt wurde, um die Sache in die Hand zu nehmen. Herr Walling ford erklärte, daß er von der Weltaus stellung zurückkehrte und daß die Schön heit des Ausftellungsplatzeö einen großen Eindruck bei ihm hinterlassen habe und da kam ihm die Idee, daß wenn ein Ausstellungsplatz, der nur einmal gebr?"t werde, so schön eingerichtet sei, auch unser Staats AuSstellungS Platz, der ja dauernd zur Verwendung kommt, unbedingt so viel wie nur mög lich verschönert werden solle. ES wird gesagt, daß diese Gründe so hergerichtet werden können, daß dieselben während deS ganzen Jahres, zur Abhaltung von athletischen Contesten, Rennen und an deren Veranstaltungen dienen könnten.

Der Dürkhcimcr Wurst-

Markt Erfreute sich eines ausgezeichneten Besuches. Die Pfälzcr können auf den Erfolg ihres Festes stolz sein. Wer zählt die Völker, nennt die Namen, die gastlich dort zusammen amen", nämlich auf dem in der Co umbia Halle abgehaltenen Dürkhei mer Wurftmarkt." Dieser Markt mit dem anheimelnden Titel vertheilte sich über sämmtliche Räume der weilüu figen Halle. Diese vernünftige Eintheilung der Halle oben Bar", in der Mitte Bar" und unten Bar" brachten dem Herbergsvater Herrn Peter Hammerle daS Ehrenbürgerrecht von Dürkheim ein. Zahlreich waren die Freunde der Pfälzer mit ihren Freunden erschienen, denn sie wußten ja, daß sie in angeneh mer Gesellschaft nicht nur angenehme. sondern auch in des Wortes tiefinnerster Bedeutung genußreiche Stunden ver leben würden. Als die Nachricht erscholl, daß der Wurstmarkt eröffnet sei, da hielt eS die Tänzer nicht länger im Saale und Alle strömten nach der Stätte, wo die de rühmten Würste zum Verkaufe gelang ten. Es war eine wahre Völkerwan derung, und die schönsten Weisen, welche Meyer's Kapelle zum Besten gab, verfehlten, foweit das Tanzen anbetraf, fast ihren Zweck. Hunderte von Portionen der fchmack haften und vortrefflich zubereiteten Würste fanden in kurzer Zeit Absatz. Die wackeren Damen in der Küche Frau Catherine Hammerle, Frau Ger trud Waller, Frau MarylFahrner und Frau Catherine Burk können noch heute, über ihren gestrigen gastronomi schen Erfolg mit Recht stolz sein. Sie haben ihr Wesentliches zum Ge lingen des Dürkheimer WurftmarkteS beigetragen. Im Uebrigen ließ gestern die Be wirthung und Bedienung absolut nichts zu wünschen übrig. Der Dürk heimer Wurstmarkt des Psälzer Ver einS war ein Erfolg auf der ganzen Linie ! Personal-Notizsn. Die Herren CaptainJacob Vieler und Frau, ChaS. Truemper und Frau, und Wm. F. Brommer undFrau sind von ihrem Besuch der Welt-Aus stellung in St. LouiS wohlbehalten und voll Bewunderung über dieselbe wieder zurückgekehrt. Damen-Berein des Socialen Turnvereins. Nächsten Sonntag Excursion nach LouiSville. Der' Damen-Verein des Socialen Turnvereins traf in seiner gestrigen Sitzung die Schlußvorbereitungen für die am nächsten Sonntag flattsindende Excursion nach Louisville, welche zum Besuche der Turner-Damen der LouiSville Turngemeinde unternommen wird. Die Mitglieder deS Vereins sollten einen edlen Stolz darin setzen, daß sie sich so vollzählig als möglich an der Ex cursion betheiligen. . Nähere Einzelheiten über die Cxcur sion sind von folgenden ComiteMit gliedern zu erlangen: Frl. Charlotte Dinlelaker, Frau Carl Mode und Frau Richard Kinklin, In der Sitzung wurden ferner Vor bereitungen für die DanksagungSFeier getroffen. Verband deutscher Vereine. Der Verband deutscher Vereine hält heute Abend in der Halle des Unab hängigen Turnvereins eine DelegatenVersammlung ab. In derselben soll Wahl der Beamten vorgenommen wer den. ' ' , "

Nachrichten aus Jndiana.

Evansville, 9. Okt, Einer Kornernte, wie sie selbst in diesem für den Maisbau so geeigneten Landstrich nur selten zu verzeichnen ist, kann Herr Henry Schüler, ein bekannter Land Wirth an der Stringtown Road sich er reuen. Herr Schüler hat auf seinem, aller dings mit der größten Sorgfalt bear beiteten Felde Maisstauden gezogen, die durchschnittlich etwa 13 Fuß hoch sind und von denen jede mit zwei außergewöhnlich großen Aehren versehen ist. Der Ertrag, den Herr Schüler vom Acker erzielt, dürfte durchschnittlich etwa 75 Büschel betragen. C,y n t h i a n a , 9. Okt. Inder Nähe von hier in Posey County ist in der Tiefe von 780 Fuß Oel gefunden worden, das dem der Princeton Oel felder in Qualität fast gleich sein soll. DaS Oel wird in ziemlicher Menge ge funden, und die Folge ist, daß sofort große Ländereien in dortiger Gegend gepachtet worden sind, um die Aus beutung in möglichst großem Style zu betreiben. C a r l i S l e , 9. Okt. Seit dem Ausbruche hier am Freitag, au welchem Tage die Wohnung des Farbigen WilliamZButler mit Steinen beworfen wurde, hat sich die Aufregung wieder etwas gelegt. ButlerS Haus wurde von dem Mob lfast völlig demolirt, alle Fensterscheiben wurden eingeworfen. Selbst diejenigen Farbigen, welchen man vor mehreren Wochen den Verbleib in der Stadt erlaubte, wurden während der letzten Ausschreitungen von Knaben mit Steinen angegriffen. Die beffere und ruhig denkende Klaffe der Bürger verdammt die Gewaltthaten. Fowler, 9. Oct. Während eines Gewittersturmes wurde das Free land Bankgebäude öon Räubern heim gesucht. Mittels Dynamit wurde der große Geldschrank gesprengt und ob gleich die Bankbeamten keine ofsiziellen Aussagen machten, muthmaßt man dennoch, daß die Räuber etwa $4000 erlangten, welche Summe völlig durch Versicherung gegen Einbrüche gedeckt ist, daS Holzgedäude, in welchem sich die Bankibefand, ist theilweise durch die Explosion beschädigt. EvanSville, 8. Oktober. Eine elektrische Linie ist zwischen White Sulphur SpringS und Leavenroorth, sechs Meilen Distanz, zur Verbindung mit den Dampfern der LouiSville und EvanSville Packet Co. vermessen worden. Die Linie! dürfte bis nächsten Sommer six und fertig sein. Terre Haute, 9. October. In den letzten zwei Tagen wurden wiederum drei neue Blatternfülle ge meldet. Mayor Bidaman, in Begleitung der Doctoren Bell und La Bier, machte dem Pesthause einen Besuch. Er un tersuchte sämmkliche Räume deS Hauses und fand, daß Alles in guter Ordnung fei und füa die Kranken in jeder Hin sicht gesorgt war. M i t ch e l l, 9. Oct. Eine der größten Sensationen in Lawrence County seit der mysteriösen Ermordung der Sarah Shaefer wurde erregt durch die Verhaftung Dr. W. H. DingS und George Thompfon, die unter Anklage stehen, von einer! angeblich criminellen Operation an Frl. Carrie Sham zu wissen. Das Mädchen starb am 18. September klund erfreute sich eines guten Rufes. Dr. W. H. Dings sagte in seinem Todtenschem, daß daS Mädchen an Fieber starb. Ein Gerede wurde unter den Bewoh nem des Städtchens in Umlauf gesetzt und die Verdächtigungen gegen gewisse Personen wurden so bestimmt, daß der Coroner eine Leichenschau abhielt. Die Leiche wurde ausgegraben und für meh rere Tage waren der Coroner und die Aerzte mit der Untersuchung beschäftigt. Gestern Abend gab der Coroner sein Berdict dahin Zab, daß das Mädchen einer kriminellen Operation erlag. Die kleine Stadt, ist begreiflicherZWeise in großer Aufregung. ZZr- Hcu 't t;j Thh I Uin-o.