Indiana Tribüne, Volume 28, Number 40, Indianapolis, Marion County, 8 October 1904 — Page 4

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Jlldtana Tribüne, 8 Oktober 190.

Jndiana Tribüne. HnauZgegeien von der Sutenderg Ts. Indianapolis, Ind. Harry v. Thudinm Präsident. GeschäftSloeal: No, 31 Süd Delaware Straße. Telephone se.

.rtered at the Post Office of Indianapolis as iccond dass matter. Klippen. Die Deutsche Tag-Feier in St. L ouiZ giebt Anregung zu ernstem Nachdenken. Der bei derartigen Feiern zum Aus druck kommende Enthusiasmus kann; wenn in falsche Bahnen gelenkt und für selbstsüchtige Zwecke benutzt, MiMnge hervorrufen, welche die Stellung des Deutsch.AmerikanerthumS im Lande andauernd erschüttern könnten. Es ist keine schwere Aufgabe, den Deutfchgeborenen zur Begehung eines Festes zur Ehrung des alten Vaterlandes zu begeistern. Die Liebe zum Lande feiner Geburt erstirbt ja nie, wenn sie auch lange schlummern mag in der Brust deS Menschen. Unfkrupolösen Menschen, Abenteurern und gewissenlosen Strebern aber, die keine Gelegenheit, wie hehr und heilig sie auch fein mag, vorbeigehen lassen, um sie nach Möglichkeit zu eigenem Vortheile auszunutzen, werden auch versuchen, möglich viel Kapital aus den Deutschen Tag Feiern zu schlagen. ES darf den Arrangeuren der Einzelheiten eines solchen Festes nicht daS Verdienst beigemessen werden, eine Begeisterung hervorgerufen zu haben, 'die in Wirklichkeit fortwährend existirt. Die Einberufung zur Begehung einer nationalen Deutschen Tag Feier sollte deshalb durch den National - Verband Deutscher Vereine erfolgen und alle Vereine, die zum Bunde gehören, sollten sich weigern, einer von Privat-Personen einberufenen Deutschen Tag Feier ihre Sanktion zu geben. Wir freuen unS mit den anderen Deutsch'Amerikanern, daß der von den St. Louifer zerren bei Gelegenheit der .Welt-Ausstellung veranstaltete Deutsche Tag zu einem großartigen Ereigniß wurde. Wir erachten es aber für ein großes Versehen, daß die Executive des National-Verbandes sich die Angelegen heit gänzlich aus der Hand nehmen ließ. Wirerachten eS als Pflicht des NationalVerbandeS über die Reinhal tung der Bewegung zu wachen, nicht feine Mißbilligung durch schmollendes Schweigen auszudrücken, sondern offen, frei und fest den Standpunkt zu be Häupten, den er sich zum Wohle deS Deutsch-Amerikanerthums vorgezeichuet hat. Als die Einladung an uns erging, in . dem nationalen ExecutiveEomite bei der Feier vertreten zu sein, lehnten wir höflich aber bestimmt jede ossicielle Theilhaberschaft an dem Unternehmen ab, well'der National-Verband der deutschen Vereine, dem die Einberufung der Feier' zustand, völlig ignorirt wor den war. Der National-Verband hätte vielleicht dieselben Arrangeure ernannt, denn die Herren haben bei anderen Gelegenheiten schon österS bewiesen, daß sie das Zeug dazu haben, Festlichkeiten zu leiten. Nicht immer wird die Abhaltung einer Deutschen Tag-Feier" hohen Mo. tiven entspringen und wenn unlautere Absichten je der Beweggrund dazu sein sollten, so wären die Folgen für die junge deutschamerikanische Bewegung geradezu vernichtend. Männer, welche amerikanische Poli' tiker davon überzeugen wollen, daß ihr Einfluß über daS Deutfchthum ein riesiger ist, würden ihre Netze spinnen. Weiß doch der Amerikaner nicht, daß . nicht wegen der betreffenden sondern trotz derselben ein Deutscher Tag als Fest nie ein Fehlschlag sein wird. Der National-Bund als solcher hat mit der Sammlung der deutsch-ame-rikanischen GeschichtSdlätter ein schönes Werk begonnen, aber daß die spätere Geschichte nicht zur Schande des Deutsch-AmerikanerthumS ausfällt, ist eine weit höhere Verpflichtung. Die Vereine im Verbände des deutschen Nationalbundes sollten nie einer nationalen deutschen Tag-Feier ihre Unterstützung geben, die nicht vom Eentralbunde sanktio.?irt worden ist. Nur so können die gefahrdrohenden Klippen umschifft werden. Raucht die B0NANZA,

der Der internationale Friedens Congreß zu Boston faßte gestern einen Befchluß, der. wenn auch sicher nicht von praktischer Bedeutung, doch daS interessantefte Ergebniß seiner Thätigkeit genannt werden darf. Wir meinen die Empfehlung des Congresses,jene Staaten, welche seinerzeit der Haager Convention beitraten, mögen mit anderen, die noch sich anschließen, eine Friedens'Union" unter sich begründen, unter Wahrung voller Souveränität, aber unter der Verpflichtung gemeinsam zur Förderung des Welt-FriedenS zu wirken. Die Contrahenten verpflichten sich, dem Haager Schiedsgericht jeden Streitfall, der nicht friedlich 'gelöst werden kann, zu unterbreiten. Ob den Leuten, welche diesen Beschluß entwarfen, hierbei der berühmte Welt-FriedenS.Plan deS französischen Königs Heinrich IV. vorschwebte, wissen wir nicht. Die Idee dieser Welt-Friedens-Union ist die gleiche, mit einem einzigen Unterschiede nur, der aber um so bedeutungsvoller ist. In dem Plane des 17. Jahrhunderts war Frankreich das stete Präsidium deS Welt-Bundes zugedacht, während nach den Empfehlungen der Bostoner Herren der Vorsitz unter den einzelnen Mächten jedes Jahr nach alphabetischer Reihenfolge wechseln würde. Dieser Unterschied zeigt zugleich die völlige Undurchführbarkeit deS Bostoner Planes. Man kann sich vorstellen, daß Kriege durch einen Welt-Bund verhindert werden, falls die Mitglieder an thatsächlicher Macht dem leitenden Staate so weit nachstehen, daß sie immer mehr in die Stellung der Abhängigkeit gerathen und schließlich die Möglichkeit zu eigenem Handeln in wichtigen Fragen überhaupt verlieren. Mit anderen Worten, wenn die Welt-Hegemonie einer Nation mit überragenden Machtmitteln begründet ist. wie sie Heinrich IV. und später Napoleon I. vorgeschwebt hat. Eine derartige Union aber unter gleich oder annähernd gleich starken Mächten, die alle souverän bleiben, hat praktisch absolut keine Bedeutung, da sich unter den heutigen Verhältnissen ein Staat einfach an sie nicht kehren könnte, selbst wenn die augenblicklichen Staatölenker den guten Willen hierzu besäßen. Der Begriff der Souveränität" im heutigen Sinne schließt eS von vornherein aus, daß ein Staat Fragen, die seine Existenz berühren, einem Schiedsgerichte überweist, und erst vor einigen Tagen machte das Berliner auswärtige Amt bei einer Auslassung über Roosevelt'S Friedensplan aus drücklich den Vorbehalt, solche Fragen nicht vor daS Forum des Tribunals zu ziehen. Gerade im Hinblick auf die genugfam bekannte Haltung Deutschlands, deren Ehrlichkeit Anerkennung verdient,' erscheint der Beschluß der Bostoner Convention umso unverständlicher. Daß Deutschland einem solchen WeltBunde nicht beitreten würde, mußte den Schöpfern deS Antrags doch bekannt fein. Sicherlich würde England sich an einer solchen Farce betheiligen, aber das Abkommen ebenso willkürlich auslegen, als es dies hinsichtlich der Bestimmungen über die KriegSContreBande gethan hat. Auf diesem Wege ist kein Vorwärtskommen und, trotz aller Achtung vor dem guten Willen solcher Frieden? Apostel, kann man höchstens die mit nutzlosen Geschäften verbrachte Zeit bedauern. Unter der jetzigen GesellschaftSordnung ist die Begründung des Weltfriedens eine SisyphuS - Arbeit. Erst, wenn im Organismus der einzelnen Staaten eine vollkommene UmWandlung Platz gegriffen, kann man Plänen näher treten, um den greulichen Massenmord gründlich zu befeitigcn. Es war nickt sehr klug, dak man in Berlin die Lippe'sche Erdfolge.Frage abermals auffrischte. Berührt schon der Umstand, daß der Kaiser Schwager des einen ThronAnwärterö, also persönlich interessirt ist, in hohem Grade Peinlich, so wird diese Stimmung durch den Rechtsgrund, auf welchen sich die angebliche Unfähigkeit der BiegerfeldLinie stützt, nicht vermindert. Die Bestimmungen - über Ebenbürtigkeit in regierenden Häusern, die in der Zeit der schmachvollen absolutisti schen Periode aufkamen, sind durch aus veraltet uud eine Beleidigung für die gefammte deutsche Nation. Vielleicht würde das Reichsgericht über die Giltigkeit dieser Seite deö Privat-Für. ften'RechtS auch zu anderer Auffassung kommen als die Hofjuristen und das Verlangen, dem höchsten Gerichtshof den Fall zu überweisen, ist schon darum vollauf gerechtfertigt.

Der Friedens-Bund Bostoner Conserenz.

Lokal-Politischcs. Die demokratische Campagne in Marion Counts eröffnet.

Massenversammlung in der Tomliw son Halle. Reden von Mel ville E. Jngalls und B. F. Shively. Die Demokraten von Indianapolis, resp. Marion County eröffneten gestern Abend die Präsidentschafts.Campagne durch eine großartige Demonstration in der Tomlinson Halle. Die Versammlung war eine der größten, welche hier seit Jahren abgehalten wurde und gleichzeitig war sie eine der enthusiastischten. Der Versammlung ging eine impo sante Parade voran, an welcher sich sämmtliche demokratischen ClubS der Stadt betheiligten. Die specielle Escorte der Herren M. E. JngallS und Benjamin F. Shively, der beiden Redner des Abends, bildete. Der Club der EisenbahnLeute. Es war weit über neun Uhr als Herr A n d r e w N. S w e e n e y, der Vorsitzer in der Versammlung, dieselbe mit einer kurzen, aber wohldurchdachten und beifällig ausgenommenen Ansprache eröffnete. Er stellte sodann den Hauptredner des Abends, Herrn Melville E. JngallS, Präsident der Big Four Bahn-Gesellfchaft vor. Demfelbe wurde seitens des Publikums ein herzlicher Empfang zu theil. In seiner Rede hob Herr Jngalls zunächst hervor, daß er seit vielen Jahren mit den Jnteregen Indianapolis eng verbunden ist und daß ihn mit Münnern wie HendrickS, McDonald, Harrison, Porter, Baker und Gresham enge Bande der Freundschast verknüpft hätten. Redner erwähnte, daß er zum letzten Mal hier in derselben Halle während der McKinley Campagne gesprochen hätte. Damals lagen die Verhältnisse weszntlich anders als heute und 'nur den Gold-Demokraten hätten die Republikaner es zu verdanken, daß sie den Sieg davon trugen. Die Führer der Republikaner beanspruchen jedoch alleEhren für sich allein. Wenn man ihnen glauben wollte, so wäre ihnen u. A. ganz allein das Verdienst zuzuschreiben, daß wir in '.den letzten Jahren so gute Ernten gehabt hätten. Ein solcher Egoismus, wie er ' sich heute in der republikanischen Partei vom Präsidenten bis zum Wardpol!tiker zeige, sei noch nie zuvor dagewesen. Redner zog sodann den Dingley' Tarif durch die Hechel, durch welchen einzelne Corporationen auf Kosten von Tausenden von Gewerbe- und Geschäftstreibenden bereichert wurden. Der Tarif sei der Vater der Trusts.' DeS Längeren verbreitete sich Herr JngallS sodann über die außerordentliche Extravaganz in der republikanischen Administration. Er wies darauf hin, daß unter Cleveland die AuSgaben sich auf $400,000,000, unter Roosevelt aber auf 700,000,000 belaufen hätten. Mit der vielgerühmten Prosperität unter der republikanischen ' Verwaltung sei es ebenfalls nicht weit her. ' Die Preise von fast sämmtlichen LebensMitteln seien gestiegen, die Löhne der Arbeiter aber dementsprechend nicht und eS stände die Gefahr bevor, daß diefel ben in vielen Fällen erniedrigt werden würden. In sarkastischer Weife ließ sich Herr Jngalls über Präsident Roosevelt als Civil Reformer" auS. Er führte Beispiele an, wo er in grober Weise die Civildienst-Gesetze über den Haufen warf, um feine Günstlinge in Amt und Würden zu bringen. Die PhilippineN'Angelegenheit gab dem Redner ebenfalls Gelegenheit, die Handlungen deS Präsidenten und feiner Administration zu kritisiren. Er kam ferner auf die schnöde Behandlung zu sprechen, welche dem General Miles von Oben herab von dem Augenblicke an zutheil wurde, als derselbe als PräsidentschastS . Candidat genannt wurde. Zum Schlüsse seiner Rede sagte Herr Jngalls: Derbeste Name auf dem republikanischen Ticket ist der meines alten Freundes Senator FairbankZ. Er ist ein guter Mann, aber was kann er in einer Schule thun, welche von dem Waghalsigen Teddy" und seinen Rathgebern geleitet wird? Wenn

sie seine Subscription und die wenigen Stimmen seiner Nochbarn erlangt haben, dann werden sie ihn bei Seite werfen; denn er gehört nicht zu Leuten ihres Schlages." Herr Jngalls forderte fodann die Anwesenden auf, um daS Land vor dem Imperialismus und vor Extravaganzen zu retten, für Richter Parker zu stimmen. Nach Herrn JngallS sprach sodann Herr B. F. S h i v e l y von South Bend, welcher mit seiner glühenden Be redsamkeit den Enthusiasmus der Zuschauer erregte. Der demokratische Gouverneurs-Can-didat John W. Kern wird in der nächsten Zeit wie folgt sprechen: Oaklandon, 8. October, am Tage; Covington, 8. October. AbendS; Terre Haute, 10. October, Abend,; Lofayekte, 11. October, Abends. Veedersburg, 12. October, 9 Uhr 30 Vormittags; Peru, 13. October, 1 Uhr Nachmittags; Patricksburg, 15. Octo ber, 1 Uhr Nachmittags; Kempton, 20. October, 2 Uhr Nachmittags; Tipton, 20. October, AbendS; Kokomo, 21. October, 2 Uhr Nachmittags; Greens bürg, 22. October, 2 Uhr Nachmittags; Elwood, 24. October, AbendS; Brookville,'5. November, 2 Uhr Nachmittags; ConnerSville, 5. November, AbendS. In der Germania Halle hielt gestern Abend Herr Charles Hunter C o r r e g a n, der PräsidentschaftsCandidat der Socialistischen ArbeiterPartei vor einem auS mehreren hundert Personen bestehenden Publikum eine Rede, welche von den Zuhörern mit großem Beifall aufgenommen wurde. Den Vorsitz in der Versammlung führte der Gouverneurs-Candidat der Partei, Herr G. F.Dillon vonMarion. Derselbe hielt ebenfalls eine längere Ansprache, welche vgn den Zuhörern beifällig aufgenommen wurde. Grundeigenthums UebertragungenHenrietta Schißler an Florian Fry, Lot 17 in Chamber's Subdivision zu Jrvington. nördlich von Washington Str. $2000. Thomas Hensley an MoseS Sapirie, ein Theil der Lots 93 und 94 in Wiley'S Subd. der Außenloe 162. nördlich von Jndiana Ave. und westlich von West Str. $2000. Hills F. Hackedorn an William M. True, Lot 30 in Meridian Height'S Add. $1009. Rufus D. Couch an Charles E. Ba con, Theil von Lot 110, Woodruff Place. 85100. Samuel D. Pray an Eliza I. ElliS, 9 Lots in Graceland Park Addition, Ss.l.ich von Northwestern Ave., nahe 25. Str. $2500. Union Grimes an John W. Dillingee, Lot 4, Greenleaf'S Subdivision, Theil von Fletcher'S Oak Hill Addition,, westlich von Brightwood. 81000. FranriS A. Armstrong an Charles G. Davis. Lot 120, Keystone Park Add., Nord Indianapolis. $600. Charles P. Bück an CashiouS C. Buck, Lot 165, RobbinS 2. Nord Indianapolis Add., westlich aom Canal. $2,000. Caroline M. Gramling an CitizenS' Loan and Deposit Company, Trustee, Lot 30, Fletcher'S Woodlawn, nördlich von Madden'S Fabrik. 81,250. Harry M. Sloan an Joseph T. Stozeö, Lot 166, Ogle'S Ost Park Add., nördlich von der Pennsylvania Eisenbahn Fabrik. William I. Newton an MarcelluS Gustin, LotS 142, 143 und 144, Bradley u. A., Ost Washington Str. Add. östlich der Gürtelbahn. 81,250. . Kate Ulbrich an Andfc Niebling, Lot 33, Goodlet & Thornton'S Haughville Subd. 8900. Berlins I. Evans an Winamac Tribe No. 279, 1. O. R. M., LotS 21 und 22, Block 11, Nord JndianapoliS. 81,000. Wabash Realty Co. an Arthur R. HeiSkell, Lot 126 und Theil von 127, Heywood's 2. Park Add. nördlich der Creek und westlich der Central Ave. 82,830. , IHM Der Führer der armen ischen Aufständischen, Andranik, soll nach Mittheilungen französischer Vertrauensmänner im vorigen Monat auf bulgarischem Voden mit Boris Sarafow eine Zusammenkunft gehabt haben. Die Waffen und die Sprengstoffe. über die Adranik verfügt, sollen vonBulgarien aus auf einem russischen -iz'.'schisfo nach der nordöstlichen Klei'.sZcns eingeschmuggelt werden sein.

Torpedos und HöUmmaschincn. Ihre Srf.dung und erst, Anwendung im 17. Jahrhundert. Da im gegenwärtigen ostasiatischen Kriege der unterseeische Kampf mit Minen und Torpedos eine hervorragende Bedeutung hat. so wird eine Notiz nicht uninteressant sein, die das alte Sammelwerk Theatrum Europaeum" in Band 8 l ttugust 1658) berichtet. Einer namens Küster (scheint also ein Deutscher gewesen zu sein) machte bei Tetford (England) die Probe mit einem nie erhörten Feuerwerk, welches also zugerichtet ward, daß der Erfinder, mit zehn Personen in einem Boot sitzend, mit einem Instrument solches unter das Wasser an ein Kriegsschiff brachte und vermittelst eines in dasselbe geschlagenen großen Lochs solches in einem Augenblick versenkte. Die Gewalt dieses Schlages war so groß, daß die auf 100 Klaffte? umherliegenden Schiffe davon auf- und niedersprungen. Man hielte dafür, daß man dieses Kunststück auch zu lande brauchen könnte, um ein Regiment auf einmahl zu vernichten, und bei einer Belagerung gantze Wälle zu zerschmeissen. Cromwell sahe dieses Kunststück selbst mit an, doch war sein Gemüth mit Betrübniß so erfüllet, daß kein Vergnügen mehr Platz fand." In Band 7 desselben Werkes finden wir folgende Mittheilung: Zu Marseille wurde dem Bürgermeister durch zwei Schiffleute, so einander auf der See angetroffen, eine Kiste üöerbracht; bei deren Eröffnung fand man einige Feuerröhre, die vermittelst eines Schlosses losgingen. Wiewohl nun hierdurch kein Schade geschahe, so griffen doch die Einwohner zum Gewehr, unter dem Vorwand, daß dieses von dem Gouverneur Grafen von Alaix angestellet wäre, wie sie denn auch sein Bild an den Galgen hencklen." Von einer wirklichen Höllenmaschine vom Jahre 1623 berichtet der 1. Band: ..Man entdeckte zu Genua eine neue Verrätherey, indem der Rath einen gefangen bekam, der ein Instrument wie ein Uhrwerk gehabt, welches mit Pulver zubereitet gewesen, um den Saal,. wo der Doge Rath zu halten pflegt, in die Luft zu sprengen. Sonst war das gemeine Volk sehr schwärig auf den Adel, daher man, zu Genua wegen eines schlimmen Ausgangs inSorgen stund Wassermolch im Magen. Vor Kurzem badete in einer Badeanstalt in Zürich. Schweiz, ein etwa neunjähriges Mädchen. Dabei gerieth es einen Moment unter Wasser und schluckte unwillkürlich einen Mund voll 'hinunter, wobei es ihm freilich war, als ob mit dem Wasser ihm noch etwas anderes in den Schlund gerathen. Nach dem Bade aß das Kind, zu Hause angekommen, ein Stückchen Brod. Darauf stellte sich Unwohlsein und Erbrechen ein. So oft nun das Kind aß, wiederholte sich die Uebelkeitserscheinung. Es fühlte jedesmal, daß ein Gegenstand wieder herauf bis zum Schlund gebracht wurde, ohne daß er entweichen konnte. Nach einigen Tagen stellten sich starke Fieberanfälle, , Kopfschmerzen und ein solch krankhafter Zustand ein, daß der Arzt geholt werden mußte. Die Diagnose lautete auf Gehirnentzündung. Alle angewandten Mittel blieben erfolglos und unter furchtbaren Schmerzen starb das Kind. Kaum war der Tod eingetreten, als durch die Nasenlöchc? sich etwas zu bewegen schien. Es zeigte sich ein schwarzer Körper; a's man ihn herausgeholt, hatte man einen etwa zwei Zoll langen Wassermolch vr sich. Das Thier hatt? offenbar beim Baden lebend diesen Weg in den Körper des Kindes gefunden und dasselbe furchtbar zu Tode gequält. Drehbare Brückentheile. Ein interessanter Versuch wurde aus der Hochfelder Rheinbrücke in Duisbürg, Nheinprovinz, ausgeführt. Es handelte sich darum, die beiden an den Enden der Brücke befindlichen drehbaren Theile, die im Kriegsfalle ausgedreht werden, auf ihre Funktionsfähigkeit zu prüfen. Zu diesem Zwecke war ein ganzes Heer von Arbeitern aufgeboten, die unter Oberleitung. mehrerer technischer Beamten mit großer Schnelligkeit die Laschen von den Schienen lösten, worauf zunächst die linksrheinische und dann die rechtsrheimsche Brücke ausgedreht wurde. Der Mechanismus arbeitete tadellos. Mißglückte Luftschifferübung. Während einer Uebung einer Militär - Luftschifferabtheilung bei Stuhlweißenburg, Ungarn, trieb ein plötzlicher Windstoß einen Ballon, der 'von einer Anzahl Soldaten an Seilen gehalten wuroe, in die Höhe. Acht von den Soldaten wurden gegen einen Felfen geschleudert, und von diesen wurden zwei auf der Stelle getödtet, während die übrigen fechs tödtliche Verletzungen erlitten. Der Ballon verschwand in den Lüften. .. Schlimm verlaufenes W a g n i ß. Um einem Mädchen seinen Mu,th zu zeigen, kletterte der Klempnergeselle Sickinger im Oberhohendorfer Schachtwerk. Sachsen, an dem 30 Fards hohen Schornstein an den Steigeisen empor. Als er etwa 20 Fards hoch gekommen war, erfaßte .ihn der Schwindel; er ließ los und stürzte hinab. Seine Verletzungen waren derartig, daß er starb. D i e erste Tageszeitung in deutscher Sprache in China erscheint seit Kurzem in Tientsin. Sie führt d'n Titel Das Tageblatt für Nordchwa."

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M. L. Jcfferson empfiehlt sich den Stimmgebern von Center Township als republikanischer Candidat für Township Trustee. Wahl am Dienstag, den 8. November 190.