Indiana Tribüne, Volume 28, Number 39, Indianapolis, Marion County, 7 October 1904 — Page 5

Jnd5cna Tribüne, 7. Oktober 19.031.

, Zm Zlrwald. Räch einer ahren Begebenheit erzählt von M Lorenz. '.Hans Burger war eigentlich gar mcht geneigt, auszuwandern. Es gefiel ihm außerordentlich gut auf diesem' alten Continent, und er hatte gar nicht die Absicht, sich jenfeits des großen Teichs" heimisch zu machen. Aber wie das so geht! Da war er, nachdem er sein Jahr bei den Husaren abgedient, plötzlich nun, sagen wir, ein bissel zu lustig geWesen hatte das Portemonnaie oder vielmehr dessen Inhalt zu wenig geschont wenn auch kein Privatkanönchen. so doch alle acht Tage eine neue Mütze, alle drei Wochen einen neuen Attila, Pferdeausrüstung und wer weiß was gebraucht! Na, und dann das Traktiren! Ja, und als das Jahr um war, hatte Hans Burger mehr Schulden als Haare auf dem Haupt! Da hieß es, Urlaub nehmen und sich entschuldigen, um zu Schiff, zwar nicht wie der unqalante Liebhaber Elisabeth's nach Frankreich sonder als Kohlenschipper mit nach Südamerika zu dampfen! So war's gekommen, daß Hans Bürger trotz aller Europaliebe auswanderte. In. Paraguay wohnte ein alter Freund seines verstorbenen Vaters, Don Staderio nannte er sich, zu Hause hatte er Heinrich Stade geheißen. Hans dachte auf der Ueberfahrt auch schon an eine spanische Gestaltung seines guten deutschen Namens Don Juan Burgos das klang! Ueber Haupt Don Juan! Ob sie da drüben was von dem Schwerenöther mit den 1003 Liebsten in Hispanien allein wußten? Hoffen wir's und na das übrige findet sich... Und nun war Hans Burger da und wohnte bei Henriquez Staderio, und Donna Anita und Donna Esperanza lächelten über seine Versuche, ihnen spanisch" zu kommen. Donna Esperanza, die fechszehnjährige Tochter des Don Henriquez, war ein keckes Teufelchen, das sah Don Juan da Burgos sofort, und er konnte, ihr weder mit schönen Redensarten noch mit dem süßesten Augenaufschlag imponiren. Sie sprach, trotz des spanischen Namens, gut deutsch, wie ihr Vater, sie lachte die Mutter aus, die sich als Spanierin frisirt unverkennbar echt vorkam mit Mantille und Fanchon und dem in diesen Klimaten unvermeidlichen Fächer. 'Nun, wie's auch war, Hans Burger war zur guten Stunde nach Paraguay gekommen, denn Heinrich Stade brauchte gerade einen guten Reiter, und das war der'bisherige Husar und iuch ein Pferdkenner . und tüchtiger Pfleger. In den weiten Prärien grasten die Ninderheein des Hacienderos, die zu schützen oft zur Nothwendigkeit wurde. wenn die feindlichen Rothhäute und Neger aus dem Urwald ihre Raubzüge in das Gebiet der Weißen antraten. Hans, war ein couragirter Mensch, aber als ihn eines Tages bei einem strammen Ritt durch die Prärie plötzlich zehn oder zwölf Rothhäute unverschämt umzingelten, angrinsten und fein Pferd anhielten, war ihm kolossal ungemüthlich. Sein Gaul, ein edelgezogener, feuriger Andalusier, war mindestens ebenso entrüstet wie unser junger Don Juan da Burgos über dies programmwidrige Intermezzo, und, angefeuert durch einen Zuruf seines Herrn, stieg das Thier kerzen-

gerade m die Hohe und entriß dem Indianer den Zügel. Don uan alias Hans Burger griff in die Mähne. wickelte sie sich um die Hände, und: Hopla, Caballero avanti!" da war das edle Roß über die rothen 5Vopfe hinweggesaust, mit seinen feinen. unbeschlagenen Hufen noch zweien die Schädel etwas antippend, daß ihnen Hören und Sehen verging. 1TW f. . i 1? tiMT. uiiu vuiiui; vtiyiuy vu? uuu uui rem braven, freiwilligen Ex - Husaren, denn der Caballero" raste dahin, steuerlos, zügellos wie eine Schwalbe schoß er dahin weiter, weiter. . . Und dann stand er still mitten in des Urwalds unendlich grüner wildschöner Einsamkeit! Ein Gewirr von goldenen, rothen, blauen, weißen, flammenden BlüthenZeichen, von grünen Ranken, von Riesenwurzeln, die, verästet und bei. schlungen, nicht Weg, nicht Steg freigaben, umrankten den jungen Fremdling. In den Wipfeln, die ein dichtes, grünes Gegitter .bildeten, durch das die heißen Sonnenstrahlen nur wie durch Schleier gedämpft zum Boden drangen, kreischten jene farbenreichen Zaubervögel, die in den Häusern der civilisirten Welt so gern durch ihren kreischenden Gesang, durch ihr gelehriges, unangenehmes Plappern zur Plage werden, Papageien, dazwischen blitzte es wie von fliegendem Edelgestein, winzige Kolibris versteckten sich in den duftenden Blüthenglocken, und ein leises Singen und Klingen wehte durch die balsamischen Lüfte. . Donnerwetter!" dachte Hans Burger sehr prosaisch. Das ist ja n ordeniliches Vergnügen, hier bei Mutter Grün zu kampiren, bloß ein bißchen allein, wenn die Speranza dakei wäre, auf die Gefahr hin, daß die Speranza Sperenzchen machte

hier müßte sich's famos schwärmen, lieben trinken lassen!" Er sprang vom Pferde, fast knietief in rankende Lianen hinein, und es ließ sich schwer vorwärtskommen in dem dichten, bahnlosen Gestrüpp. übiens trinken saa mal, edier Caballero.- wendete ans tat an sein Pferd, Durst hätten wir wohl aber was zu löschen ja Kuchen! und den noch'nich mal!" Ungemüthlich knurrte sein Magen ungemüthlich trocken waren ihm Gaumen und Zunge. Das Pferd raufte an dem üppig wuchernden, zarten Geblätter aber er, nein zum Nebukadnezar, der Gras fraß, war er doch noch nicht geworden und keine Idee hatte er, wo hinaus es nach der Haciendawohinaus es nach Los Campillas", der nächsten Siedelung ging. Das Pferd schritt unbeirrt vorwärts, mit zierlichen Pas überschritt es die schirr unerträglich mühsam für den Menschen zu durchklimmende Wildniß. Erschöpft hielt Hans an einer quelligen Lichtung das Thie', an schwang den Zaum um einen Palmbäum und warf sich todtmüde, halb verhungert, halb verdurstet in das schwellende Gras. Schlafen," dachte er. Seine Flinte, die er, über den Rücken gehangen, die ganze Zeit geschleppt, legte er neben sich, schnallte den Genickfänger ab da ein Zischen. Heiliger Vater im Himmel auch das noch!" Entsetzt, ermuntert griff Hans nach seinen Waffen, dicht vor ihm ringelte vom Baume herab eine Schlange! Keine Sekunde war vergangen, da fiel sein Schuß da war die Feindm getödiet aber an Rast war nicht mehr zu denken. Er schwang sich auf den müden Caballero" weiter, nur weiter! Ihn schauderte. Auf jedem einzelnen dieser Bäume konnte der Tod lauern. Es ward stiller und stiller der Tag neigte sich. Die Dämmerung gibt es in diesen Zonen nicht dem Tage folgt fast unvermittelt die Nacht. Da. krähte da nicht ein Hahn? Nein, nein, welche Phantasie, am Abend ein Hahn! Hans hätte beinahe gelacht. Seit gestern Abend nichts gegessen, nichts getrunken die Aufregung, die Gefahr freilich, das macht, die zäheften Nerven mürbe. Aber plötzlich was war das da? funkelte es im letzten Sonnenstrahl wie aufglühende Fenster zwischen den Stämmen. Gott im Himmel, wieder ein neues Unglück? Feinde? Hans, noch so unbekannt mit des Landes seltsamen Verhältnissen, hatte keine Ahnung, daß im Urwald verstreut sich hier zu zweien und dreien kleine Ansiedlungen finden, Anfänge künftiger, blühender Ortschaften, mühselig dem Urwald entrungen mit Menschenkraft und Intelligenz! Fast plötzlich lag, mitten zwischen des Waldes nächtiger Stille, eine helle Blöße vor dem einsamen Reiter. Ein Blockhaus, Hütten, ein eingezäunter Hof! Vor Haus und Ställen brannten helle, große Feuer der Pferch war noch nicht fertig, so schützte man sich durch die Flammen vor wildem Gethier. , Hans ritt in die vorn noch offene Umzäunung hinein. Da standen neben dem Feuer zwei riesige, fast unbekleidete Neger. Unserm Don Juan entsank das Herz in diejenigen Kleidungsstücke, welche seine nunmehrigen Wirthe nicht trugen. Er sprang vom Roß. Der eine der Schwarzen kam auf ihn zu. - Unheimlich glitzerten seine weißen Zähne zwischen den dunklen Lippen. Aber noch biß er nicht, und Hans stotterte ängstlich ein paar spanische Brocken hervor, die um Gnade und gütige Aufnahme für einen Verirrten und sein Roß baten! Der Schwarze nickte Gewährung und leitete das edle Roß mit wohlgefälligem Schmunzeln in den Stall. Dann bedeutete er Hans, nachdem dieser sein Thier auf's sorglichste abgerieben, getränkt und gefüttert hatte, ihm zu folgen. Vor des Blockhauses Thür lag zu Burger's Staunen ein wunderhübscher, weißer, kunstgerecht geschorener Pudel, dem die Locken den Kopf umhingen und dessen Piedejtale allerliebsie Höschen zeigten. Hans beugte sich nieder, den hübschen Hund zu streicheln, der strebte an ihm empor, leckte ihm die Hände und wedelte stolz und fröhlich mit der Ruthe. Drinnen empfing ihn eine einfach europäisch gekleidete Negerin, die ein rosa Musselinkleid an und o Wunder ein richtiges Hamburger Häubchen auf dem Wollkopf sitzen hatte. Der Mann verständigte die Gattin im Füstcrton mit ein paar Worten, die nicht spanisch waren, aber zu leise gesprochen wurden, um sie zu verstehen, aber doch schien es Hans wie Heimathklänge, wie deutsch. Sein überhungerter Magen griff ihm den Geist an. Es dauerte nicht lange, so winkte ihm die Negerin. Er trat in eine Kammer!

Wirklich, er hatte wohl starkes Fieber? Wie. kamen in dies Negerblockhaus das saubere Stübchen, das eiserne Feldbett, die sauberen Decken, die frischen Gardinen, der birkene Tisch, die blitzende Marmorplatte des Waschtisches, der irdene Krug?! Und auf dem Tisch eine Serviette, ein .regelrechtes Gedeck Fische mit ...Petersiliensauce und Kartoffeln goldaelbe Butter, ein biederer Laib Brot eine Flasche Moselblümchen! Ich träume," sagte Hans und faßte sich an die Stirn. Sein Wirth war mit eingetreten. Er hörte die Worte und stand mit einem Satz lachend ynb weinend neben Hans Burger. Herr, Herr Sie sind ein Deutscher!" rief der Neger im unverkennbaren Berliner Dialekt. Ich bin schwer krank." lallte Hans mit klappenden Wimpern, nun träumt mir, der Wilde spricht deutsch." O nein Herr!" rief letzterer. Es ist kein Traum lieber, lieber Herr endlich ein Deutscher Karlineken, Karlineken, komme bloß, Fritze hat richtig gewedelt, Fritze is der Klügste mang uns Fritze hat's jerochen, det des'n Deutscher is!" Jeses nee, Willem wo is er denn her?" Die schmucke Negerin rief es jubelnd. Mit Hans drehte sich das Zimmer. Aber erklären Sie mir. . ." Ach so, Sie meinen von wegen mei nen dekolletirten Zustand, ach, entschuldigen Sie" der Neger wäre roth geworden, hätte sich das mit seiner Couleur vereinigen lassen einen einzigen Ogenblicksmomang!" Hinaus war-er. Die mit Karlineken" angeredete, ebenholzfarbige Dame nahm Hans gegenüber am Tische Platz; Fritze, der Pudel, kuschte sich zu seinen Füßen. Essen Sie man, während dem er sich menschlich macht, mir geniert das Nackigte ooch." sagte sie, aberst bei die schwere Rodearbeet mang den jrünen Jrunewald da draußen"... Sie bestand darauf, daß Hans ulangen sollte. Und Hans langte zu und mit der Ruhe, die die Sättigung, das Gefühl wieder erlangter Sicherheit bringt, kam ihm allmählich Klarheit, daß er nicht träume, daß er ganz wirklich und wahrhaftig hier mitten 'im paraguaischen Urwald deutschredende Menschen gefunden. Der Fisch schmeckt gut! . Da kam der Hausherr zurück. Hans glaubte an Märchen und Wunder, er konnte nicht fassen, daß dies Wirklichkeit sei. Patent, im weißen englischen Anzug, weißer Wäsche, alles tadellos sitzend, eine zart gemusterte Krawatte unter dem hohen Umlegekragen, hübsche Lackschuhe und schwarzseidene Strümpfe an den Füßen, trat sein dunkelhäutiger Wirth ein: Willem Franzke!" stellte sich der Neger vor. Hans Burger nannte seinen Namen. So, na ick bin nämlich der Sohn von n Leibkutscher vom alten Herzog Carl von", erzählte der Neger, während Karlineken die Gläser auf's Neue füllte, un meine Olle, die is de Dochter von de schwarze Amme von der Gräfin JppenhofJdenheim. Na wir sind beide mit Spreewasser uff jut evanjelisch getooft, und Berlin is unsere beiderseitige, villejeliebte Vaterstadt!" Hans schüttelte bei dieser Erklärung den beiden die Hände. Aber, Herr Franzke, wie kommen Sie denn hierher?" Ja. das will ick Ihnen sagen." Wilhelm seufzte tief, Berlin is schön, und de Berliner, zu denen ick mir ja ooch rechne, sind jut aber die Berliner Rangen, was so die richtije Sorte is. die kann einem, richtig jesagt, das bißchen Leben jründlich verekeln! Was können Karlineken un ich dafür, daß unsere schwarzen Mamas uns schwarz in de Welt geliefert haben? Sind wir, die wir gute deutsche Schulen besucht, Kinder von ehrlichen, braven Beamten sind, darum schlechter wie die weißen Jungens, die uns gröblich verulken? Und nun war ich noch dazu Küchenjunge bei der seligen Excellenz Wankelstein, und die Karline half der Kammerzofe der alten Gnä-, digen, na, un da ging ja nun bei dem Personal das Geuze los, und trotzdem wir zwei schwarzen armen Deubels die reine schneeweiße Engelsgeduld hatten, platzte mir denn doch mal der Faden, und ich verbimste so 'ne freche Schnodderschnauze von Berliner Jungen ganz gehörig! Da kam nu so eins zum andern, Klatscherei und Klimbim und kurz und gut wir gingen auf das Standesamt ließen uns trauen, auch kirchlich na, und scheiden und meiden thut weh aber wir schifften uns hierher ein. Vaterns alter Fürst hatte uns an das hiesige Consulat empfohlen, wir kriegten Land, auch hilfreiche Hände zum Urbarmachen des Waldes nun sind wir bald fertig haben nur noch zwei Knechte hier, eine weiße deutsche Maid aus Magdeburg für die Kinder, denn wir haben Zwillinge, Herr Burger, zehn Monate alt Willem und Auguste heißen sie na, nu aber gute Nacht!" Sie stießen mit einander an, mit deutschem , Wein und deutscken Wor-

ten, mitten in der Wildniß des Urwalds auf die theure Heimath, auf den Kaiser und das Reich, sie leben, blühen und wachsen in .Gottes Namen immerdar! Kräftig schallte das Hurrah" in die schweigende Nacht hinaus. Dann verließen Franzkes ihren todtmüden weißen Gast. Als Hans Burger am anderen Tage erwachte, stand Wilhelm Franzke an seinem Lager. Er hatte schäumende Milch hereingebracht und von dem prächtigen eigengebackenen Brot Frau Karlinens. Mein Pferd!" war des Husaren allererster Gedanke, der zweite: Wis finde ich aber den Rückweg nach Los Campillos oder der Hacienda Stadero's?" Letzterem Zweifel gab er Ausdruck. Der lange Schwarze beschwichtigte auch diese Sorge, er kannte Wege und Stege. Ich geleite Sie selbst!" Kaum hatte der freundliche Wirth das gesprochen, da tönten Roijeshufe. Zum Kuckuck!" .rief Wilhelm. Wen haben wir da?"

Aus schweißtriefendem Roß ein zunges Weib, gefolgt von einem dicken Herrn, beide weißgekleidet, aufgelöst, keuchend. Der Neger trat vor das Haus: Senr Stadero!" Ist - ist. . .?" Er vollendete die Frage nicht Esperanza hatte ihn schon entdeckt, da trat er heraus: Juan, Juan mein lieber, lieber Hans!" Und lachend und weinend warf sie sich dem freudig Erschrockenen an die Brust. Speranza!" O du o du!" Heinrich Stade wischte sich noch umstündlich den Schweiß von dem kahlen Schädel und fmg an spanisch zu reden. . . Nee, nee, Herr Stade," sagte das schwarze Karlineken. auf jedem Arm eins ihrer Babys haltend, hier wird nicht geradebrecht, hier is allens gut Berlinisch, gut deutsch, und sehen Sie die beiden da" sie wies auf Speranza und Juan die sind auch für die Einigkeit, die. . . die sind glücklich!" Vater Stadero stand starr! Und dazu hetzen Sie mich nu in der Hitze in den Urwald!" sagte er rcsignirt. Wilhelm'Franzke präsentirte sein Moselblümchen und stieß mit dem neuen Glase an. -Prosit!" sagteer. Deutschland. Deutschland über alles! Das Brautpaar soll leben!" Und die Gläser klangen, und ein großes Glück schritt durch das heilige Schweigen des Waldes! ' Ein Liebesdrama mit blutigem Ausgange hat sich in Worms abgespielt. Ein dortiger Feldschüh traf in den sog. Wooggärten ein junges Pärchen einen 18 Jahre alten Gymnasiasten und. eine 16jährige Modistin, beide aus Kaiserslautern gebürtig, beim Obstdiebstahl an. Zwecks Feststellung ihrer Personalien brachte der Beamte die beiden zur Wache des nächstgelegenen Polizeireviers, wo der Gymnasiast in dem Augenblicke, als das Mädchen in dem anstoßenden Zimmer einem, Einzelverhör unterzogen wurde, einen Revolver hervorholte und sich einen Schuß in die rechte Schläfe beibrachte, ohne daß der anwesende Flurfchütz es zu hindern vermochte. Durch die Vernehmung des Mädchens und auch durch einen bei dem Verletzten aufgefundenen Brief wurde festgestellt, daß die jungen Leute verabredetermaßen die elterlichenWohnungen heimlich verlassen hatten, in der Absicht, gemeinsam in den Tod zu gehen. Nach einer weiteren Aussage des Mädchens waren beide thatsächlich kurz vor ihrer Verhaftung auf die Rheinbrücke gegangen, um sich dort durch Erschießen und Absturz in das Wasser das Leben zu nehmen, doch habe ihnen schließlich der Muth zu? Ausführung der That gefehlt. .Nachdem ihre wenigen Baarmittel verausgabt worden seien, hätten sie einige Tage hindurch ihr Leben von dem Ertrage einiger Obstdiebstähle gefristet. Der Grund zu dem geplanten Doppelselbstmorde ist darin zu suchen, daß die Eltern ein von den beiden Kindern" schon längere Zeit unterhaltenes Liebesverhältniß nicht weiter dulden wollten. - Eifersüchtig. Gattin zu ihrem Jüngsten: .Trink' Herzl!". Gatte: Siehst', Alte, das hast Du die ganzen zwanzig Jahre, die wir verheirathet sind, zu mir noch nie gesagt!"

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