Indiana Tribüne, Volume 28, Number 38, Indianapolis, Marion County, 6 October 1904 — Page 6

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Sie alte SKönch JCur gegen Neuralgla 5 besänftigt und besiegt den Lhmlj. Tausende dc leugen für dessen unbe dingt .Heilungen. Preis 25c und 50c. ...Warum nicht ihr Heim... anziehend machen, durch brauch eines den GeGarland Ofen... XXTT Range... Dieselben übertreffen alle andern in Schon heit. Dauerhaftigkeit, Heizkraft und Spar samkeit im Kohlen Verbrauche. Dieselben werden mit Vergnügen gezeigt, in WILLIG'S ...Möbel-Handlung... 141 West Washington Straße. ? TAGGARTS Ml My little Mary cornes to rne And softly clirnbs on Mother's knee 111 know her wish füll soon ; So with an artful little sigh She asks when supper will be nigh, This long, long afternoon. Don't keep the little ones hungry. GooJ bread, butter and sugar will shorten and sweeten the langest afternoon. Paritan Bread is sold at the Taggart bakeries and by grocers. Ask for it. fcUMirt 1863, rnrnrnt jederzeit Sngage, rnti entgegen. Irgendwelche Orchester SDtefi! und irgend eine Anzahl von Musilerr. tefcb seliefert. Neue Ausstattung und neue Unifonnen. R. A. Miller, Director. Henry Sprengpfeil, Geschäftsführer. 301 Aentuchz Vvenue. Telerdon Neu 4593. LAKE ERIE & WESIERII R. R. .... Fahrzeit der Züge . . .. Abfahrt Lnkun! Zoltbo, hica und Vttchigan Vxvreß. 7.15 tl0.il kokdo. Detroit und Chicago Lim 12.20 3.24 Vichtaau ity. Munrie .LafayetteEpLi 7.20 H0.M

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tfljIitJ) t ausgenommen sonntags.

Europäische Nachrichten.

Keffen-arrnstadt. D a r m st a d t. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Malchen, Christian Steinmetz und Karl Mertz daselbst, den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Beerfelden, Leonhard Jäger, Heinrich Beysal, Jsaak Nosenthal, Friedr. Neff, Josef Rosenthal und Adam Eifert, sowie den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Pfungstadt, Bernhard Martin, Philipp Werner, Georg Baumann, Peter Liebig, Heinrich Voos, Valentin Herold und Peter Leichtweiß. A l z e y. Seilermeister Karl Korn und dessen Ehegattin, geb. Böhmer, begingen das Fest der silbernen Hochzeit. Büdesheim. Küfermeister Peter Paul Krämer von hier, welcher eine Reise nach Mainz machte, wurde auf der Rückreise von einem Unwohlsein befallen und mußte auf der Station Gau - Algesheim aussteigen und per Droschke nach Hause fahren, wo er verstarb. Krämer war früher langjähriger Präsident und jetziger Ehrenpräsident des Turnvereins sowie Veteran der Kriegsjahre 1870 71. Beerfelden. Die hiesige freiwillige Feuerwehr beging ihr LSjähriges Stiftungsfest. D i e b u r g. Stationsvorsteher Adolf Langbeiz feierte im Familienund Freundeskreise das Fest seiner silbernen Hochzeit. H a i n st a d t bei Groß-Steinheim. Der bei einer hiesigen CigarrenfabrikFirma als Fahrbursche beschäftigte Heinrich Hach nahm unmittelbar nach dem Mittagessen im freien Main ein Bad und verschwand fast augenblicklich in den Stromesfluthen. Mainz. Die Unterschlagungen der Kontoristin Else Fretwurst betragen nach den jetzigen definitiven Feststellungen die Summe von nahezu 39.000 Mark. Die Verhaftete hatte häufig Geldsendungen" in Werthbriefen aus ihrer Heimath erhalten, allein diese Sendungen waren von ihr fingirt. Die Adressen zu den Werthbriefen" hatte sie selbst geschrieben und nach auswärts an eine Freundin gesandt. Die letztere sendete dann die Geldbriese" an die Adressatin hierher. So wußte die Defraudantin die Welt zu tauschen. Mit Einwilligung der Fretwurst wurden die bei ihr beschlagnahmten 36,000 Mark an Fett ausgeliefert. Nonzernheim. Arbeiter Julius Kraus von Becherbach bei Kusel gerieth während des Betriebes der Dampfdreschmaschine in die Trommel der Dreschmaschine und wurde bis zu? Unlenntlichkeit verstümmelt. Der Unglückliche hinterläßt eine Frau nebst Kinder. -Mayern. München. In einer Faßhalle der Franziskaner - Leistbrauerei an der Hochstraße brach auf unaufgeklärte Weise ein Feuer aus, dem die Halle und der roßte Theil der dort lagernden Fässer zum Opfer fiel. Die Frau des im hiesigen Schlacht- und Viehhof bediensteten Arbeiters Hufschmied verunglückte gelegentlich eines Erholungsaufenthalts bei ihrem Bruder in Marzling bei Freising bei dem Zusammentreffen eines Automobils mit dem Gefährte, auf dem sie sich befand, t'ödtlich. Einige Bahnstationen von München bei Veuerberg wurde der 47jährige Holzhändler Jsidor Pauli durch einenSchuß in die Schläfe ermordet und beraubt aufgefunden. Nunmehr glaubt man den Thäter in dem Unterhändler Jakob Heinrich aus Traubmg, das in derNahe des Standberges liegt, gefunden zu haben. Er konnte aber nicht verhaftet werden. B a m b e r g. Erzbischof Dr. Joseph Ritter v. Schork feierte sein 50jähriges Priesterjubiläum. Die Stadt ließ ihm durch die Kapelle des 5. Infanterieregiments vor feinem Palais eine Serenade darbringen. Dippersreuth. Die Frau des Bauern Steiner wollte ihr der Futterschneidermaschine sich näherndes Kind zurückhalten, dabei wurde sie am Arme erfaßt und gräßlich verstümmelt. Die unglückliche Frau. Mutter von fünf kleinen Kindern, verschied infolae Verblutung. Ebermannstadt. Der 34 Jahre alte Postbote Nothlauf in Drügendorf hat sich erhängt. Rothlauf. Vater von drei kleinen Kindern, war seit dem im Mai erfolgten Tode seiner Frau trübsinnig. Gindersdorf bei Pfaffenhofe n. Die Frau des weithin bekannten Oekonomen Brummer hier stürzte beim Scheuwerden der Nferde vom Wagen und verletzte sich dabei so schwer, daß der Tod sofort eintrat. In g o l st a d t. Im Anwesen des Gütlerhändlers Lew! in Menning brach Feuer aus. welches das große Anwesen mit Wohnhaus und Stallungen, Erntevorräthen, Baumannsfahrnissen u. s. w. sowie das Maschinenhaus, Kuhstallung, Stadel und landwirthschaftlich: Geräthe des Oekonomen Thomas Mittermaier total einäscherte. Laufen. In der hiesigen Station wurde der Reisende Johann Seislechner aus Stockham. Vezirksgerichts Oberndorf, von einem aussahrenden Lokalzua. den er während des

Anfahrens verlassen wollte, übersah-

ren und getödtet. Nürnberg. In ihrer Wohnung in der Paradiesstraße nahm sich die 46 Jahre alte Jngenieurswittwe Lammermeyer das Leben, indem sie sich erhängte. Motiv Schwermuth. Der seit kurzem vermißte verheirathete 40 Jahre alte Bäcker Georg Trimel wurde in seiner Wohnung an der Wöhrder Schulaasse erhangt aufgefunden. Das Motiv des Selbstmordes ist unbekannt. S ch w a b a ch. Nach längerem Leiden verstarb hier Commerzienrath Michael Stadler, der Grunder der größten hiesigen Nadelsabrik Firma Städler & Uhl, im Alter von nahezu 76 Jahren. Die Stadt verliert an ihm einen weitblickenden, ehrenden und stets, thatkräftigen Burger und die Armen einen herzenswarmen Wohlthater. S i e g e r t sh o f e n. Der 74jährige Gütler Michael Kastenmüller wurde imMoosabzugsgraben bei Harmating todt aufgefunden. Es liegt Unglucksfall durch Ertrinken vor. Winterhausen. Der Beteran des Liberalismus Friedrich Richter verschied hier im 82. Lebensjahr. Der Verstorbene war 27 Jahre lang Burgermelster und 21 Jahre Landtagsabgeordneter. Mürtlemderg. Stuttgart. C. Zweigle, der Hausmeister der Bereimgten 6tfenHandlungen Zahn 3E Cie. und Fr. Nopper, beging sein 25iahrlgesDlenstjubiläum. Der Jubilar wurde von Seiten der Prinzipalität mit einer ansehnlichen Geldgabe bedacht; von den Angestellten der Firma wurde ihm eine Uhr und andere Geschenke überreicht. Der im Kaltenthaler Steinbruch beschäftigte Arbeiter Franz Hos wurde durch abstürzende Erdmassen getodtet. V i b e r a ch. Florian Gnant von Warthausen fiel in dem benachbarten Rohrwagen, nachoem er sich in einer dortigen Wirthschaft mit Schnaps bezecht hatte, in ein offenes Güllenloch, aus dem er todt herausgezogen wurde. G m ü n d. Unter außerordentlich großer Theilnahme von Leidtragenden aus allen Schichten unserer Stadt wurde Privatier Stadtrath W. Graf zu Grabe gebracht. Er erlag im Alter von nur 46 Jahren einer Magenkrankheit. Durch sein liebevolles, freundliches Wesen gegen Jedermann, seine arone Wohlthätiakeit. hat er viele Freunde und viele dankbare Herzen erworben und sich ein ehrendes Andenken gesichert. Heilbronn. , Der 52 Jahre alte Schiffer Georg Michael Wunsch von Hirschhorn, der hier von einem Schiff auf ein anderes gehen wollte, m r t i r siel in den Neckar uno ertrank. In der Militarschwimmschule außerhalb des Bassins ertrank der des Schimmens unkundige 21 Jahre alte Friseur Karl Bos von Utzmemmingen beim Baden. T&asen. Karlsruhe. Der frühere Groß kaufmann und Privatier Ludwig Vrombacher, ein hochangesehener Bürger und langjähriges Mitglied des laolveroronetentouegiums, oer emzige noch amLeben geweseneBegründer unseres weithin berühmten Stadtgarten, ist, 84 Jahre alt, gestorben. Die 24 Jahre alte Frau Geppert warf sich kurz vor dem Muhlburger Thor vor den herankommenden Zwj und war sofort todt. B r e h m e n. Auf nicht aufgeklärte Weise entstand Großfeuer. Gänzlich abgebrannt ist das Wohnhaus des Ge melnderechners Dosch und die zwei größtentheils gefüllten Scheunen des Kaufmanns Keller und des Landwirths Hofmann. Ein viertes Ge bäude, das Wohnhaus des Kauf manns Keller, hat unter dem Brande schwer gelitten. Freiburg i. B. Beim nahen Mooswald wurde der Maschinist Karl Wittwer (Familienvater) vom Fahr rad heruntergeschossen und beraubt. Äermit werden tm Fahrrad, eine silberne Cylinderuhr und ein Portemonnaie, in dem sich nur ein paar Mail befunden haben sollen. Grüningen (Villingen). Letz tens zog ein kurzes, aber schweres Gewitter' über unsern Ort, wobei ein Blitzstrahl die auf dem Felde mitGarbenladen beschäftigte 12jährige Marie Erndle traf uns sofort todtete. Heidelberg. Der Civilprozeßund Strafrechtslehrer, ordentlicher Prof. Hofrath Dr. jur. Karl v. Lilienthal feierte das fünfundzwanzigjährige Jubiläum als akademischer Lehrer. K a n d e r n. Die 60 Jahre alte Oeste:reichecin Anna Zacharda wurde von dem bei ihr in Miethe wohnenden, ca. 30 Jahre alten Steinhauer Fuchs (aus Bayern) erstochen. Dieser kam betrunken nach fmuse. Als die Frau Kostgeld und Mietbe verlangte, gerieth Fuchs in Wuth und verübte die schreckliche That. Er stellte sich selbst der Gendarmerie. Mannheim. Der 12jährige Volksschüler Wilhelm Joshag von hier fiel von ein:m xur Volksbelustigung ausgestellten Gerüste m der Kaiser Hütte und zog sich eine Rückenmarks verletzuna zu, deren Folgen er erlag. Offen bürg. Ertrunken ist im Zürcher See beim Baden der hiesige 35iähriqe Muller Buhlmann. Mus ketier Beutel aus Weinheim von der 7. Compagnie des 170. Regiments ertrank hier beim Baden m der Munar

I schwimmanstalt.

Haarpflege lici Mlden.

Eigenartige Frisuren in ?!ustralien, den Sudsceinscln und Afrika. Ueber die Pflege des Haares bei wilden Völkern bringt die Kölnische Zeitung die folgende interessante Schuderung: Den Kopf des australischen Negers bedecken bald eine Menge kleiner, glänzender, rother Lockchcn, bald ist er mit Stricken umwickelt und mit einer festen Masse thonähnlicher Pomade überzogen, oben darauf ist wohl auch ein Büschel Emu- oder Kakadufedern oder der Schwanz eines wilden Hundes gesteckt; bald ist er mit einem Blumenkränz umwunden; bald endlich sind unzählige kleine Thonstückchen an den Enden des Haares befestigt, die zede Bewegung mit Rasseln begleiten. Den kostbarsten und geschätztesten Schmuck aber bildet für den Australier der Bart. Mit größter Zärtlichkeit pflegt und liebkost er diese buschigen Reize! Denn der Bart bringt ihm Rechte, sogar die wichtigsten politischen- Recyte seines Stammes. Er darf nicht h:lrathe:i. kem Emu todten, ehe er nicht im B:sitze eines Bartes ist. Bei den Salomon-Jnsulanern wird das Haar in Zöpfe geflochten, die mit Gummi Zusammengeklebt und oft rr.th, schwarz, gelo oder weiß gefärbt werden, stets aber mit Federn, Blumen, Muscheln geschmückt sind; durch Einflechten von Gras wird es in Neukaledonien verlängert. Weiße Papageiensedern auf dem Scheue! werden als Ehrenzeichen sehr geschätzt. N r mm m ölem Aoll aoer verwendet gronere Sorgfalt auf sein Haar als die Bewohner der Fidschi-Jnseln. Jeder Häuptling hat je nach Rang und Vermögen zwei bis zwölf Haarkünstler in seinem Haushalt, die keine andere Arbeit verrichten. Das Frisiren eines solchen Stutzers nimmt mehrere Stunden taglich in Anspruch. Erst wird der Kopf mit Oel eingeneben, das mit der Kohle der Laudi-Nuß vermischt ist. Dann ergreist der Kunstler die fchildpattene Haarnadel und zupft damit fast em jedes einzelne Haar, so daß es sich kräuselt und aufrecht stellt, bis das Ganze endlich eine ungeheure Perücke bildet. Darauf wird ein Stück vom feinsten weißen Tapatuch, so leicht und luftig wie Musselin, m losen Falten rings um die buschige Frisur geschlungen. um sie gegen Thau und Staub zu schützen. In diesem Tuche, dem sögenannten Sala, steckt gewöhnlich eine lange Schildpattnadel, die zum Kratzen des Kopfes dient, da kem Kamm im Stande wäre, das enorme Haardickicht zu durchdringen, in welchem natürlich auch das Ungeziefer sich nach Herzens lust vermehrt. Die reichste Mannigfaltigkeit und die seltsamsten Formen aber finden wir in Afrika. Vorzugsweise sind es die Manner, die alle erdenkliche Sorgfalt darauf verwenden. Bald haben sie das Haar in der Mitte gescheitelt und rechts und lmks verschiedentlich anaeordnet. meist in Knoten gelegt, aus denen wiederum kleine Zöpfchen gleich Schnüren herabhangen. Bald umgibt das Haar strahlenförmig das Hauvt. md:m es. ringsum in dünne Flechten gebracht, noch an einem größeren Reifen ausgespannt wird und so emem Heiligenschein gleicht. Dieser Reifen wird am Hute an allen vier Seiten durch Drähte befestigt, die aber vor dem Schlafengehen herausgezogen werden. Bald wiederum gefällt man stch im Aufbau künstlicher Lockenfrisuren, die oft aus mehreren Etagen bestehen, bald endlich werden die Haare des Hinterkopfes und Scheitels zu einem cyllndrischen Chignon geformt, der durch ein Rohrgestell im Innern festgehalten, in schraq?? Richtung nach hinten dann überhan gend emporstarrt, wahrend die Haare des Vorderkopfes in Gestalt dünner Fädchen zusammengedreht und über die Stirn von Schlafe zu Schläfe ena aneinandergelegt verlaufen. Das Okapi. Der Zoologische Garten in Amsterdam, Holland, ist unlängst in den Ve sitz eines werthvollen ausgestopften Thieres gekommen. Es ist ein Okapi, ein merkwürdiges Thier, das etwa die Mitte hält zwischen dem durch Gaudry m dem Tertiargestem von Pikermi, Griechenland, aufgefundenen, jetzt ausgestorbenen Helladotherium und der Giraffe. Das Okapi ist in gewisser Beziehung mit den Wiederkäuern und Einhufern verwandt und leot m den fast undurchdringlichen Wäldern des inneren Afrika, die sich vom Aequator bis zum zweiten Vreitegrad erstrecken. Vor einigen Jahren wurden Körpertheile dieses seltenen Thieres entdeckt, ebenso ein Stück seines Felles, das sehr dem des Zebras ähnelt. Spater fand der schwedische Offizier Eriksson wieder em Stuck des Fells und zwei Schadel jenes unbekannten Vierfüßlers; die Funde wurden im Juni 1901 dem Britischen Museum übergeben. Seitdem ist es wirklich gelungen, diese seltenen Thiere zu erjagen, aber keines konnte lebendig gefangen werden. Uebrigens besitzt auch das Kolonialmuseum im Park von Tervüren bei Brüssel ein ausgestopftes Okapl. Riese n-Teleskov. Das Observatorium von Harvard wird ein Riesen-Teleskop bekommen, das größte der Welt. welSeS mit einem fünffüßi gen Reflektor versehen ist. ES ivurde von dem engllZchen vlitronomen u. Kommen konsirul'ri und dem Observa torium von einem anonymen Geber aTAM AflH 4 X 1 $uui vicu;uu yuuuui.

Die MandschulirZbcr bri Mukdcn. Anulnlhige Lage und Einrichtung der Statten Chinesischer Aberglaube. Die Gräber der Mandschuherrscher in der Nähe von Mulden beschreibt ein englischer Korrespondent wie folgt: , Die Tung-Ling oder östlichen Gräber, in denen die alten Mandschuherrscher ruhen, liegen im tiefen Schatten eines Parkes, der einer der reizendsten Flecke der ganzen Mandschurei ist; von blumigen Wiesen durchzogen, in dichtem Grün eingesponnen, von Blüthen

durchleuchtet, dehnt er sich weithin aus. Nur hie uno da tauchen Pagodenstguren auf, und man stolpert über Steinplatten, bedeckt mit chinesischen Inschriften. Die Gräber bestehen aus einer großen Anhäufung von Erde, von Kalk bedeckt und von einem alten Baum gekrönt. Dieser künstlich errichtete Hügel, der sehr werthvolle Gegenstände in archäologischer und historischer Hinsicht enthält, ist der eigentliche Grund dafür, daß der Wald sich so viele Meilen in der Runde erstreckt, daß sich Tempel und Heiligthünr darin befinden und daß ein kleiner Erdwall nach Norden hin aufgeworfen ist, um all die schädlichen Einflüsse dieser Himmelsrichtung abzuhalten, die die todten Herrscher stören könnten. Im Norden hausen nach der Meinung der Chinesen alle bösen Geister; so wird jeder Chinese, dessen Hausfront nach dieser., verhängmßvollen. Himmelsgegend hin gerichtet ist, einen kleinen Wall aufwerfen, damit die Dämonen bei ihm vorbeigehen müssen; denn ste können sich nur in gerader Richtung fortbewegen. Daher kommt der große Haß gegen die Eisenbahnen, weil sie den bösen Geistern den Weg weisen, so daß sie Hunderte von Meilen geradeaus laufen können. Die Lage der Gräber wird genau von den Sternkundigen bestimmt; ebenso muß man sich durch große Geschenke ihre Einwilligung erkaufen, um Raum zu gewinnen für Anlegung einer Eisenbahn, einer Bohnenmuhle oder eines sonstigen Baues, und dann auch noch chinesische Priester finden, die einen langwierigen und kostspieligen Gottesdienst veranstalten, um die Geister von solchem Ort fernzuhalten. Ueberhaupt sieht der "Chinese in der Luft und in den Wolken lauter Geister, vor denen er Furcht hat und sich zu schützen sucht. So sind die Thierdarstellungen an den Tempeln angebracht, um Vogelgeister der Luft fernzuhalten, und die heiligen Hunde aus Stem am Giebel halten Wacht gegen die schwärmenden Dämonen. Der große Wall, der die Gräber und die zu ihnen gehörigen Tempel umgibt, hat drei große Eingangsthore, von denen der nach Süden zu sehr kostbar Mit Holzschnitzereien verziert ist. In jedem Winkel ringelt sich der Schweif eines mythischen Drachen, der von einem Schwert durchbohrt ist, und überall hängen an dem Thore kleine Glockchen. Betritt man dann den Tem pelkomplex, so sieht man vor sich einen langen, breiten Weg, der mit Steinen gepflastert, von alten Bäumen besäumt und von einer Reche steinerner Thiere ungefaßt ist, unter denen sich Elephan ten, Pferde und Kameele befinden. Die hellgelben Dachziegel heben sich scharf ab von dem tiefblauen Himmel und leuchten herauf aus dem dunkelgrünen Hintergrund des Waldes. Tiefe Stille herrscht; nur die Tempeltauben gurren, die Insekten fliegen brummend umher, ein Paar Spatzen schreien dazwischen. Hin und wieder stört das dumpfe Poltern eines Eisenbahnzuge die Stille. Die Pay-Ling oder nördlichen Gräber sind eine fast genaue Kopie der östlichen Gräber; nur ist die Gegend wilder und romantischer. Berliner Burcaubautcn. Eine ganz neue Erscheinung hat die Zunahme der industriellen Betriebe m Berlin gezeitigt. Man baut jetzt, wie die Deutsche Tageszeitung" berichtet, Häuser, die nichts enthalten als Vureaus für kaufmännische und industrielle Unternehmungen. So geht der malen an der Ecke von Universit'ätsund Ceorgsiraße ein umfangreicher Bau seiner Vollendung entgegen, in dem die einzelnen Zimmer und euch große zusammenhängende Räumlichkeiten ausschlauch für Vureauzwecke emgenchte werden. Der Unternehmer des Baues stellt für die Bureaus auch die Vedienung; große Warteraume für die Be sucher der Bureaus sind eingerichtet; ein Fahrstuhl, Dampfheizung, elektrisches Licht sind vorhanden. Bei dem Bau ist der Hauptwerth darauf geleg worden, daß die. Räume viel Tageslkch! bekommen.' Die Einrichtung eines solchen Bureauhauses wird in V:rlin zum erstenmal unlernomme; in Hambürg bestehen ähnliche Hau, er m kleinerm Umfange. Lange p o st a l i s ch e Reise. Einer f?irma in Thorn. Westvreußen. wurde dieser Tage von der Post eine Postkarte aufstellt, die am 5. Apn 1889 in Reichenbach, Schlesien, aufgeaeben worden war. Da d:e Karte Mi einer anderen Art Fünfpfennigmarken, als der lent aebrauchltchen. versehen war, wollte die Post zehn Pfennige Zusatzporto erheben, liiso rne Postkarte so lange war, entzieht sich jeder Vermuthung. denn sie trug merkwürdigerweise nur den Aufgabe- und den Annahmestempel. Der Bau des neiten Vun?d e s k r e u z e r s Milwaukee" hat einen Kostenaufwand von 2,825,000 verursacht.

-H-H. Inland I . . . . . !? -H-H-Zu Tode geniest hat sich jüngst James Ritchie in Valley Junetion. Ja. Er bekam einen so starken Niesanfall, daß ein Blutgefäß im Kopf prang, welches nach kurzer Zeit semen 5 od herbeiführte. Kartenspiel endete mit Mord. In Hazelkirk, Pa., fand unlangst im Verlaufe eines Kartenspiels ein Mord statt. George Nazo! gewann $3 von George Kopko und wurde von letzterem des Betruges beschuldigt. Nazok antwortete heftig und verließ das Zimmer, wurde jedoch von Kopko verfolgt, der drei Schusse auf ihn abfeuerte und ihn tödtete. Acht Männer ertrunken. Der Schleppdampfer Israel W. Durham" ging letztens nn Delawarefluß bei Willmington, Del., unter, wobei acht Personen um's Leben kamen. Als das Boot umschlug, befanden sich der Kapitän und die Besatzung von fünf Mann, fowie vier Angestellte der Amcncan Drcdgmg Company an Bord und nur zwei von ihnen wurden gerettet. Töchter ermorden den Vater. Die 13 und 15 Jahre alten Töchter des Farmers C. Stuart in Falls Eounty, Tex..' haben das schreckliche Geständniß abgelegt, daß sie ihren Vater ermordet haben und gaben als Motiv hierfür an, daß ihr Vater gedroht hatte, die ganze Familie von vier Mädchen aus der Welt zu schaffen. Die entmenschten Mädchen hatten dem Vater den Kopf mit emer Azt abgehackt. Auch ein Salomo. Rekorder Lazarus von Bayonne, N. I., fällte neulich em kurioses Urtheil, mdem er einen Wirth anhielt, die Hälfte der Strafe für einen Betrunkenen zu zahlen, der in dessen Wirthschaft Unfug angerichtet hatte. Besagter Richter bestrafte den Betrunkenen um Z10 und erklärte, daß der Wirth, der eigentlich für den Zustand des Beklagten verantwortlich sei, die Halste der Strafe zahlen solle. Ein Weibchen zu viel hat P. V. Kachelhofer in St. Cloud, Minn., und deshalb mußte er hinter die schwedischen Gardinen wandern. Die erste Frau dieses Don Juan ließ sich von ihm scheiden, die zweite war Anna Stang von Cold Springs, welche er nach fünf Tagen verließ, um auf eine Wette hin Mary Holquist in Alexandria, Minn., an sein liebendes Herz zu drücken. Die Anna Nr. 2 ließ aber den liebegirrenden Täuberich einlochen. Bombe aus dem Bef r e i u n g s k r i e g. Als unlängst eine Anzahl Arbeiter in Baltimore, Md., mit dem Legen von Wasserleitungsröhren beschäftigt war, fanden sie eine große Bombe von 14 Zoll Umfang, welche sich in gutem Zustande befand, und es war ein Wunder, daß dieselbe nicht 'explodirte, zumal sie einer der Arbeiter zweimal mit der Hacke traf. Sachverständige glaubet, daß die Bombe noch vom Befreiungskriege in 1812 herrührt. Rasende Eifersucht.. Das Haus der Farbigen Julia White in Martinsburg. W. Va., wurde mit Dy- . namit in die Lust gesprengt, während dort ein Tanzvergnügen stattfand. John Harris, einer der bekanntesten Neger der Stadt, wurde getödtet und Jennie Smith von Pittsburg und Julia White lebensgefährlich verletzt. Ein Mann, Namens John Thompson, der auf die Smith eifersüchtig war, und Ernest Hollins befinden stch unter der Anklage des Mordes in Haft. Stecknadel aus dem Hals entfernt. - Eine schwierige Operation wurde kürzlich an dem anderthalbjährigen Töchterlein eines Farmers in einem Hospital in Milwaukee vollzogen. Das Kind hatte eine Stecknadel verschluckt, die im Halse stecken geblieben war und eine Entzündung hervorgerufen hatte. Die Lage der verschluckten Nadel wurde mittelst der Nocntgenstrahlen entdeckt, und durch einen Einschnitt in den Hals konnte das Hinderniß entfernt werden. Vom Atlantic zum Pac i f i c. Binnen zwei Jahren wird das Gould'sche Eisenbahnsyflem sich von einem Ozean bis zum andern erstrecken, da durch ein Abkommen desselben mit der Western Pacific die 800 Meilen lange Lücke zwischen Salt Lake 'und dem Pacific-Ozean ausgefüllt werden wird. Die Western Pacific hat ihre Vermessungen von Salt Lake bis San Francisco so gut wie beendet und in San Francisco und Oakland ausgedehnte Distrikte für Bahnhofsanlagen erworben. Straßenbahnwagen in die Luft gesprengt. Ein von Boston kommender elektrischer Straßenbahnwagen, dicht mit Passagieren besetzt, wurde kürzlich in Mclrose. Mass., durch eine furchtbare Exvlosion zertrümmert, welche sechs Personen sofort den Tod bereitete, mehrere auf den Tod verwundete und mindestens 15 Personen schwere Verletzungen beibrachte. Die Ursache des gräßlichen Unfalls war eine 50 Pfund schwere Dynamitkiste, die von :incm Expreßwagen gefallen war. welcher dicht vor dem elektrischen Straßenbahnwagen fuhr. Als der Kutscher des Wagens zurückeilte, um den Explosivstoff von den Geleisen zu entfernen, erdröhnte schon die Ervlosion.

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