Indiana Tribüne, Volume 28, Number 38, Indianapolis, Marion County, 6 October 1904 — Page 3

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Jndlans Tribüne, . Oktober 1904U r O

Aerzte.

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1.50

avPt-Jntcressc

Der russischen Hauptstadt

gen conccntrirt. Alczicss wieder in Gnade.

Die strategische Lage. Noch immer

Bericht über die Port Arthur Kämpfe. 10,000 Japaner hierbei gefallen. Gewalt-Regiment in Korea. Aus S.-W.-Asrika.

Ostasien. A l e x i e f f und Kuropatkin. Da von der Front keine Ereignisse von Bedeutung gemeldet werden, so concentrirt sich das Interesse Petersburg'S auf die Besetzungen gewisser wichtiger Civil und Militärämer. Gerüchtweife verlautet, Vicekönig Alexejeff sei wieder in die kaiserliche Gunst aufgenommen und werde nach der Rückkehr der Leiter von Rußlands auswärtiger Politik. Freunde Kuropatkin's hoffen zuver sichtlich, daß er schließlich mindestens das zeitweilige Commando über beide Mandschurei'Heere erhält. An sichten der MilitärKritiker. St. Petersburg. 5. Okt. Die Militär-Kritiker sind der Ansicht, daß die Japaner östlich von Liao Fang eine starke Bewegung planen, wahr scheinlich ein Scheinmanöver vom Westen, daß die Taktik von Liao Jang wiederholt wird und Gen. Kuroki eine vierte Flanken Bewegung vom Osten versucht. Oyama und die Port Ar t h u r L a g e. Einige weisen darauf hin, daß die Port Arthur Lage den Marschall Oyama zur Aenderung seiner Pläne zwingt. Das fortgesetzte Mißlingen von den Angriffen auf die Festung und die ungeheuren Verluste der Belagerer mögen Oyama nöthigen, Reserve-Trup pen der Mandschurei Armee General Nodzu zu Hilfe zu senden, da die jetzt vor Port Arthur anlangenden Ver stärkungen meist aus Reservisten bestehen. Russische Verstärkungen. Kuropatkin erhält Verstärkungen, besonders Artillerie. Nichtsdestoweniger zweifeln die Sachverständigen, ob Ku ropatkin mehr als passiven Widerstand bei Mulden plant, wo die topographischen Verhältniffe einer Vertheidigung nicht günstig sind. Die chinesische Gefahr. Die Beweise mehren sich, wonach japanische Offiziere an der Spitze chine sischer BanditeN'Banden stehen, die auf der rechten Flanke Kuropatkins operiren. Auch die fortdauernden Berichte über Agitation unter den Chinesen zur Ausbreitung der fremdenfeindlichen Propaganda mehren die Besorgniß. Mit diesen Faktoren wird Rußland bald zu rechnen haben. Das voraussichtliche K a m p f . F e l d. Tokio, 5. Okt. Augenscheinlich wird das Gelände von Mulden bis Fushan am oberen Laufe des Hun Fluffes bald der Schauplatz ausge dehnter Kriegs-Operationen sein. Die Russen benutzen Tie Paß als Hauptstützpunkt und führen eine Reihe von Äerlyelolgungs Werken zum Schutze gegen Süden und Osten auf. Zwei Straßen führen vom Süden zum Tie Paß. Die eine ist die Hauptstraße von Mulden, die andere kleinere geht von Fushan aus und windet sich durch Hügelland. 19 Meilen nördlich von Mukden liegt die Stadt Iitu, durch scharfherab fallende Höhen, die einen natürlichen Schutz bieten, gedeckt. Diese Hügelketten werden von den Ruffen stark befestigt. Der nicht tiefe Bitu Fluß fließt durch das Städtchen. Fufhan ist mit einer starken rufst schen Truppe besetzt und sie errichten. wie man glaubt, Schanzwerke von dort bis zum Tie Paß entlang. All' dies stärkt die Meinung, daß Kuropatkin lediglich dem Marshall Oyama die Ueberschreiiung 'des Hun FluffeZ zu erschweren sucht und daß er in der Gegend, welche er jetzt so eilig befestigt, eine Schlacht anzunehmen beabsichtigt. 10,000 Japaner gefallen. St. P e t e r S b u g. 5. Oktbr Gen. Stoessel sagt, die japanischen Verluste hätten bei den Port Arthur Angriffen vom 19. bis 22. Sept. 10,000 betragen. Vom 23. bis 30. Septbr. kamen nur Vorposten-Scharmützel vor.

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bloß Vorpostcn-Gefcchte. Slocßcls Wie Stoessel beifügt, blieb von den Wasserwerkö-Redouten nichts übrig, als die überlebenden Russen sie räum ten. Der letzte japanische Angriff, auf den sich Stoessel bezieht, war auf den sog. hohen Berg, südlich von Jntham. Verzweifelte Tapferkeit der A n g r.e i f er. . Stoessel's obiger Bericht über die viertägigen Kämpfe vor Port Arthur sagt, daß die Japaner mit verzweifelter Tapferkeit kämpften, aber der einzige Erfolg bestand in Eroberung zweier Redouten zum Schutze der Wasserwerke. Den Angriff leitete eine Beschießung ein, worauf sie gleichzeitig von Nord und West vorgingen. Tag und Nacht fochten sie unter starkem Bombardement der BelagerungSgeschütze und kamen endlich an die Redouten der Nordseite, aber erst nachdem die Vertheidigungswerke durch Geschütz.Feuer vom Westen völlig zertrümmert waren. Gemetzel war grauenhaft. Die Anstrengungen der Japaner ichteten sich hauptfächlich gegen die beherrschende Stellung des hohen BergeS über der Taubenbucht, 500 Fuß hoch. Das Gemetzel dort war entsetzlich, am 'chauderhaftesten am 22. Sept., als die Japaner die Schanzwerke einnahmen, von wo aus sie am folgenden Tag den Gipfel zu stürmen hofften. Nachts erstieg Flottenleutnant Poggorsky mit Freiwilligen die Schanzen und sprengte sie mit PyroxylinBomben. Der Belagerer bemächtigte sich eine Panik; sie flohen, während der Berg mit Todten angefüllt war. Nach einigen Tagen der Erholung erneuerten die Japaner die Beschießung der Stadt und Außenwerke. Stoessel schlägt verschiedene Offiziere für das Georgs'Kreuz vor. Offenbar hat die völligeZurückwerfung der Japaner die Stimmung der Garnison bedeutend gehoben. Bis zum letzten Blutstropfen. Stoessel sagt, die Tapferkeit der russischen Truppen sei über jedes Lob erhaben und fügt hinzu, die Garnison werde bis zum letzten Blutstropfen aus halten. Angeblicher Ausfall der Port Arthur Flotte. London, 5. Oct. Eine Depefche aus Tokio an eine Neuigkeits Agentur sagt : Es wird gemeldet, daß das russische Geschwader aus Port Ar thur heute einen Ausfall machte und eine große Seeschlacht stattfand. Keine Einzelheiten angeführt. Gewaltthaten der Japaner in Korea. P o s s i e t B a i, russische Mandschu rei, Dienstag, 4. Okt., (verspätet).Der japanische Gesandte in Söul ver langt, daß jede Stadt in Korea 40 bis 60 Leute für die jetzt zu bildendeArmee stelle, allein der Kaiser von Korea wei gerte sich. Trotzdem rekrutiren die Japaner Koreaner unter dem Vorwand sie als Kulis zu verwenden. In Ping Fang hoben sie 600 Mann aus, sandten sie in Uniformen nach der Mandschurei, gellten sie an Pfosten gefesselt in die Frontlinie. bis beinah alle getödtet waren. Nur einen Mann fanden die Russen am Leben. Zahlreiche neue japani s ch e Kriegsschiffe. SanFrancisco, 5. Okt. Hier eingegangener Nachricht nach beabssch tigt Japan sofortige 'Schritte zu nam hafter Verstärkung seiner Wehrkraft. Die japanische Regierung beschloß weitere 20 Kriegsschiffe zu möglichst baldiger Ablieferung zu bestellen. Die Mehrzahl dieser Schiffe soll in Amerika, einige davon hier gebau werden. , Attach-e geehrt. Tokio, 5. Okt. Der Kaiser derlieh heute dem österreichischen Militär Attache Oberst Hoad. den Orden der aufgehenden Sonne. Hoad ist der erste Attache, der also geehrt wird.

Kaiser. Gräber bei Mukden. St. P e t er s d u r g . 5. Oktbr.

General Kuropatken stellt in einer Depefche an den Kaiser energisch die Beschuldigungen der chinesischen Regierung in Abrede, die russischen Truppen hätten die Heiligkeit der Kaisergräber bei Mukden verletzt. Canton-Hankow Bahn. Peking. 5. Okt. Die amerikanische Gesandtschaft theilt hinsichtlich der Canton-Hankow - Bahn mit. eine rühere Mittheilung, wonach bei Ausdehnung der Linie nach Chunling amerikanische und britische Finanziers bevorzugt werden sollten, sei unrichtig. Die chinesische Regierung versprach, sich bei der Verwendung fremden Kapi als zunächst an amerikanische und briische Finanziers zu wenden; aber um eine Bevorzugung handelte es sich nicht. Grokbritannien. Anti-katholifche Demon st r a t i o n. London, 5. Oct. Liverpool sah gestern anläßlich des dortigen JahresCongresses der Kirche von England außergewöhnliche Scenen. Der Bürgermeister hielt einen Empsang im Rathhause, dem die Bischöfe und der CleruS deS Ver. Königreichs beiwohnten. Eine Prozession zog hierauf nach der Cathedrale; als die Bischöfe und andere Geistliche in ihren Roben zu Fuß sich der Kirche näherten. schrie die Volksmenge, unter welche vorher anti-ritualistische Flugschristen vertheilt worden waren Nieder mit der Papisterei; ach käme nur ein neuer Luther!" Dem Erzbischof von Jork. der sein silbernes Amtskreuz vor- sich hielt, schrie die Menge Berräther" entgegen. Papisterei auf der Straße, fchickt sie Alle nach Rom". Eine starke Polizei-Truppe wurde vor dem Gebäude postirt. Wie die Untersuchung ergiebt, war das Schiff der griechisch: Dampfer Clementine, 1675 Tonnen, der am 14. Sept. aus Jbrail nach Antwerpen fuhr. Afrika. Schwere Schlappe der Portugiesen. Lissabon, 5. Okt. Wie der Marine-Minister heute w der Kammer ankündigt, wurde eine portugiesische Truppen-Abtheilung, die in Portug. West Afrika gegen die GuanhamaS operirte, von den Stammesleuten bei Kreuzung deS CuneneS Flusses überfallen. Von den 499 Offizieren und Mann fielen 245, darunter 10 Offiziere; 50 sind verwundet. Amtlicher Ankündigung nach stellt Deutschland 8000 europ. Truppen ge gen die Hereros, die Nachbarn der GuanhamaS in's Feld. Beide Stämme wohnen im Cunenes - Distrikt. Der Cuneneö-Fluß bildet die Grenze zwi schen Deutsch' und Portug. S.-W. Afrika. Base-Ball. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt : National-L i g a. Boston, 5. Okt. Boston 0 0000000 00 Chicago 0 1 0000 0 1 0 2 Batterien Lundgrew und Kling; Needham und Wilhelm. Kurze Depeschen. 5. Oktober. Inland. Washington. Präsident Roose velt erhielt einen Besuch von Carlos Pellegrini, dem früheren Präsidenten der Republik Argentinien. R e n o , Nev. Die Senatoren Fairbanks und Fulton sprachen in Ne vada in Reno, Carson und Virginia. AbendS erfolgte Abreise nach Utah. Washington. Präsident Roofevelt ernannte den ersten Hilfs General-Poftmeister R. I. Wynne zum stellvertretenden General - Postmeister. Findlay, O. Die Fabrik der National Rasining Co. ist mit einem Verluste von etwa $200,000 völlig ad gebrannt. Die Gefahr für umgebende Gebäude wandte eine plötzliche Aende rung der Windrichtung ab. Ausland. London. Joseph Chamberlain eröffnete seinen Fiscal-Feldzug in Lu ton, Bedfordshire. Der Herzog von Bedford führte den Vorsitz.

Scharfe Abweisung. Lippe's Minister wendet sich energisch gegen die Ciumisä ung des Kaifers.

Berlin, 5. Okt. Das Interesse an der Streitfrage über die Regentschaft drängt ein heutiger Vorgang bei der Eröffnung des Lippe'fchm LandtageS in den Hintergrund, als der Ministerpräsident Giveput erklärte, daß deS Kaisers Weigerung, den Grafen Leopold anzuerkennen, nicht bindend sei und daß allein Gewalt die Regierung zwingen könne, das 1898er Gesetz über die Thronfolge-Ordnung der gegenwärtigen Linie aufzugeben. Die Regierung werde niemals EinMischung in die Autonomie des FürstenthumS gestatten." Der Landtag ernannte eine ComMission zur Berathung der Frage. Berlin, 5. Okt. Die Lippe'sche Regierung veröffentlichte eine Depesche deS Kaisers an den Grafen Leopold, Sohn des j Regenten Grafen Ernst Lippe-Biesterfeld. Der Kaiser condolirt ihm zum Tode seines VaterS und benachrichtigt ihn, er könne ihn als Regenten im Hinblick auf die Ungewißheit der rechtlichen Lage nicht anerkennen. DaS Militär erhalte daher keine Erlaubniß, Leopold den Treueid zu leisten. Die Regierung von Lippe regt an. die Streitfrage über die Erbfolge dem Reichsgericht oder einem sonstigen unparteiischen Gericht anstatt dem Bun desrath zu übertragen. (Der Protest gegen die Erbfolge der Biesterfeld-Linie seitens deö Fürsten Georg v. Schaumburg-Lippe stützt sich darauf, daß die ganze Linie durch Abstammung von der nicht dem Hochadel angehörenden Modeste v. Unuh, ihre Rechte verwirkt habe. Heinrich'sUnfall. Berlin, 5. Okt. Herzog Heinrich Borwin v. Mecklenburg-Schwerin, dem einer Mittheilung vom 27. Sept. zufolge Fürst Otto Schoenburg-Wal-denburg auf der Jagd anschoß, wurde einem weitverbreitetenBerichte nach nicht auf der Jagd, sondern im Duell verletzt. Jedoch behauptet das Berliner Tageblatt", der Herzog fei zufällig durch einen Herrn vom Gefolge Waldenburg'S geschossen worden. Schiffsnachrichten. Angekommen: Plymouth: Deutschland" von New York. New Bork: Princeß Irene" von Neapel; Justiee" von Liverpool; Graf Waldersee" von Hamburg. Hongkong: Manchuria" von 'San Francisco. Liverpool: Friesland" von Philadel. phia; Jvernia" von Boston. Glasgow: Ethiopia" von New York. Stettin: New York" von Boston. Der Geist des Ermorbeten. In der ungarischen Gemeinde Szekolas wurde vor einigen Jahren der Waldheger der österreichisch-ungarischen Staatseisenbahn - Gesellschaft' Georg Fratoi, ermordet. Des Mordes wur den etwa 20 Personen verdächtigt, ein Bauer saß sogar acht Monate unschuldig in Untersuchungshaft. Der Gendarmeriewachtmeister Molnar machte nun vor elNlgen Monaten die Beobach tung, daß bei jedem Vollmond ein Bauer aus dem Dorfe, Peter Gavrilla m:t Namen, m den Friedhof hinaus schlich und dort an dem Grabe des er mordeten Waldhegerö niederkniete und betete. Molnar nahm Gavrilla und dessen Bruder m Haft, und nach lan gerem Verhöre gestanden die Beiden ein, daß sie die Mörder Fratois seien. Peter Gavrllla gab an. er habe deshalb am Grabe seines Opfers gebetet, damit er dessen erst um Verzeihung bitte. Das Schwurgericht verurtheilte Peter Gavrma zu zehmahnger Zucht Haus strafe; sein Bruder wurde freigesprechen. Molnar wurde die von der Staatselsenbahn - Gesellschaft ausge schrieben? Prämie von 2000 Kronen ausgefolgt. Königlicher Dank fü einen V e n n v. Ein merkwiir diger Apparat ist .von einem Beamten des größten londoner Krankmyauses erdacht worden. Dem Beschauer wendet der Apparat das Zifferblatt einer Uhr zu. auf . dessen weiter Blöcke aeschrieben steht, daß die Unterhaltung des Krankenhauses emen Penny m der Sekunde erfordert; gleichzeitig wird der Besucher eingeladen, die Gesammtkosten des Krankenhauses wenigstens für eine Sekunde auf feine Schultern zu nehmen. Wenn der wünschte lenny emgeworsen wird, so ruckt der !eiaer um eine Sekunde weiter und beiiäiiat sodann dem Wobltbäter den Erfolg seiner Gabe. Der Erfinder betnji:i r . x t . uiuugi, einem 'zippaxai nocy ein Grammophon hinzuzufügen, bas mit der Stimme des Königs Eduard nach der Gabe .Danke schön!" ruft.

ffln füttfigjädrtceS Professor jul'iläu:n. Tcr berühmte Zioilrcchtslchrcr der Berliner Nniversität, Geheimer Iu stizrath Professor Tr. Heinrich Dern bürg, beging das fünfzigjährige Jubiläum als Professor. Vor einem halben Jahrhundert, am 26. August 1854, wurde er zum außerordentlichen Vrofcssor in Zürich ernannt. Er war damals erst 25 Jahre alt. Geboren in Mainz, hatte er seine Lehrthätlg seit 1851 zu Heidelberg begonnen. Tie Schweizer Hochschule, die ihm die erste Professur verlieh, ernannte ihn schon nach einem Semester zum Ordinarius. 18G2 folgte Ternburg einem Rufe nach Halle, und elf Jahre später wurde er in Berlin der 9!achfolger Nudorff's als Lehrer des Pandektm rechtes. Er ist jetzt, dem Dienstalter nach, der Senior der Juristenfakultät. 188185 stand er als Rektor an der Spie der Berliner Univcrsi' tät. Ternburg ist seit langer Zeit Mitglied des Herrenhauses, früher als Vertreter der Hallenser Universi tät, später durch königliche Ernennung. Neben seiner Lehrthätizseit liegt der Schwerpunkt seiner Lcbensarbeit in ausgezeichneten Werten des Zivilrechts, in , den Lehrbüchern und snstemati schen Darstellungen des Preußischen Privatrechts, der Pan. dekten und des bürgerlichen deutschen Nechts. Nebenher gingen noch andere wichtige Arbeiten. Die durch juristi

sche Klarheit und Stärke bemerkens werthen, umfangreichen Werke Dern burg's gelten als eine Zierde der Nechtsliteratilr. Ter Gelehrte ist Ehrenmitglied der Universitäten Petersburg, Moskau und Kiew. Bayeriscke Möverunfallr. Ueber schwere Manöverunsälle wird aus der Schrobenhausencr Gegend oerichtet: Beim. xKavallerieezerzieren konnten die Mannschaften des vierten Chevauxleger-Regiments durch den Staub, den die ausgetrockneten Stoppelfelder verursachten, das Gelände nicht mehr übersehen. Bei einer stei len Erhöhung, die sich mitten im Gelande befand, stürzte eine Reihe von Reitern, die sich jedoch nicht verletzten. Dagegen stürzten von der nachfolgenden Eskadron der Leutnant v. Höszlin, Vizewachtmeister Wigmann und ungefähr 20 Reiter, Unteroffiziere und Mannschaften, von denen ein Unteroffizier und ein Mann schwer verletzt wurden, während die anderen mit geringfügigen Verletzungen davon lamen. Der Vizewachtmeister hat einen Schlüsselbeinbruch erlitten. Ein Sergeant der fünften Eskadron des zweiten Regiments verunglückte dadurch, daß bei einem Transport die Pferde durchgingen und er vom Wagen geschleudert wurde. Er erlitt eine schwere Gehirnerschütterung. Ein Reiter wurde bei einer Angriffsübung von einer Lanze durchbohrt und so schwer verletzt, daß er gleich darauf starb. Der Automobil- und Motorrad park für die deutschen Kaisermanöver, de? die Kaserne des 2. Eisenbahnregiments am 5. September Berlin verließ, ist sehr umfangreich und besteht aus 22 Automobilen und 34 Motorräder:?. Das Selbstfahrerdetachement der königlichen Eisenbahnbrigade hat zu diesem Zweck 28 Infanteristen zurDienstleistung während des Manövers ausgebildet, weil es selbst nur aus 40 Köpfen besteht und den Manöverdienst allein nicht bewältigen kann. Da das Detachement nicht die genügende Anzahl Automobile und Motorfahrräder besitzt, so sind 15 Automobile und 23 Motorräder für die Dauer des Manövers gemiethet worden. Diejenigen Firmen, deren Material sich im Manöver am besten bewährt, werden dann bei späteren Bestellungen bevorzugt. Im Falle eines Krieges werden übnaens die Automobile von ihren Besitzern ebenso requiriri, wie dies bei den Pferden üblich ist. Das Selbstfahrerdetachement soll hinter der neuen Kaserne des 3. Eisenbahn-Regiments ein eigenes Heim erhalten. Außerdem besitzt die Eisenbabnbrigade noch ein Dampfwagendetachement, das nur zur Beförderung von Lasten dient. Tcr lluc'.c ipö ist dem klugen Hans noch über. Durch einen gut vorbereiteten Scherz hat ein Göttinger Einwohner seinen Stammtisch in helle Verwunderung über die Klugheit seines Terriers versetzt. Er erzählte den Stammgästen seines Wirthshauses, daß Fips tags vorher Vier getrunken und nun einen riesigen Kater habe. Wie gewöhnlich gab er dann während des Ftühschoppens dem Hunde einen Groschen, für den er sich vom Fleischer ein Stück Wurst holte. Nach einigen Minuten kam de? Hund auch wieder, fein säuberlich sein Frühstuck, m Papier eingewickelt, in der Schnauze tragend. Sein Herr nahm es ihm ab, um ihm, wie sonst, stückweise das Frühstück zu verabreichen. Als er das Papier öffnete, fand sich aber siait der Wurst eine saure Gurke, die der vom Kater geplagte Hund sich vom Kaufmann geholt, hatte, in dem Papier. Das Erstaunen der Gäste war natürlich sehr groß. Goldfische werden zahlreich in diesem Lande gezüchtet. Die größte Goldfischzüchterei in den Vereinigten Staaten befindet sich in Waldron im sunty Shelby.rn Jndlana. .