Indiana Tribüne, Volume 28, Number 35, Indianapolis, Marion County, 3 October 1904 — Page 5
Indien Tribüne, 3. Oktober ISttü.
SIMS dem tSqliSien Leben PinS'X. . Tem Papst ist der ungewöhnlich heife, diesjährige Sommer sehr gut bekommen; er hat sich durch die Hitze in seinen Gewohnheiten nicht stören lassen. Wenn sein Kammerdiene? Sitta. der Sohn eines päpstlichen Stallmeisters, um 5 Uhr früh das Schlafgemach des Papstes betritt, hat sich Pins schon erhoben. Um 6 Uhr nest er in seinem neben dem SchlafZimmer gelegnen Oratorium unter der Assistenz seines Ceheimsekretärs Monsignor Breton! und eines anderen Prälaten die Mes.. Dann hört er. vor dem Alter fnieenb" die Dankesmezsc an. Inzwischen bereitet Sitta das erste Frühstück, das aus einer Tasse Kaffce und Zwieback besteht. Hierauf macht der Papst einen Morgenspaziergang ?der eine Wagenfahrt durch die Gärten des Palastes, ohne andere Vegleihing als die seines Geheimsekretärs. Auf die berittene Ehrengarde, die seinen Vorgänger begleitete, hat er versichtet und den Verkauf der Pferde befohlen. Nach dem Spaziergang begicbt sich Pius X. an die Erledigung der immer sehr umfangreichenKorrespondenz. Mit peinlicher Genauigkeit prüft und beantwortet er alle Briefe, ganz gleich ob es sich um Verwaltungsangelegenheiten oder religiöse Dinge oder BittGesuche handelt, dann folgen zahlreick-e Empfänge. Seine Mittagmahlzeit ist sehr einfach, so einfach, daß er selbst einmal scherzend einer Klage über die allgemeine Verschwendungssucht hinzufügte: Mein? Mahlzeit kostet kaum eine Lira!" Pius X. speist immer in Gesellschaft seiner venezianischen Prälaten, und die Unterhaltung, welche dabei im d:nszianischen Dialekt geführt wird, ist fehr lebhaft und. witzig. Der einzige Luxus, den sich Pius X. gestattet, ist der Genuf; eines svläschchens von dem kostbaren Wein, den die leoninischen Kellereien enthalten. Der Nachmittaa wird durch eine kleine Siesta eingeleitet, es folgen Empfänge, ein Sdanergang in den Gärten und die Erledigung der laufenden AnaelegenSeiten.' Um 9 Uhr speist der Pavst sehr einfacb zu Abend, um 10 Uhr aebi er ?u Veit und um 10 löscht ihm Sitta das Licht und kützt ihm die Hand.
Ta-y v?rgrttf'e?ic Zvrankreköi. Durch die französischen Blätter geht die sonderbare Kunde, daß die sogenannte Oberfläche des kontinentalen Frankreichs sich seit 1871 um nahezu 16,000 Quadratkilometer (?) vermehrt habe. Diese Ge5ietserweiterunz ist auf einem friedlichen Wege erzielt worden, nämlich durch eine genauere Messung der Oberfläche, die die geographische Abtheilung des KriegsMinisteriums unter der Leitung des Generals Derrecagaix vorgenommen und die nicht weniger als 5 af)Tt ge dauert hat. Die nach Abtretung von Elsaß-Lothringen im Jahre 1871 angenommene Ziffer der Oberfläche Frankreichs betrug nach den französischen Generalstabskarten 520,400 Quadratkilometer. Nun machte aber die mit der Vermellung betraute Kommission die Wahrnehmung, daß die Generalstabskarten sich ausdehnen und zusammenschrumpfen. Daraus ergaben sich so gewaltige Irrthümer, daß die Kommission ihre Vermessungsarbeiten auf den Kupferplatten vornahm, auf denen die Karten gedruckt werden, und sich zur Controlle des Normalmeters aus Platin bediente. Diese genauen Messungen weisen für die Gefammtoberfläche Frankreichs 536,891 Quadratkilometer auf. Passanante nd Acciarito. Ein Redakteur des römischen GorTiere della Sera" besuchte in diesen Tagen das Gefangenen - Irrenhaus von Montelupo. wo sich Acciarito und Passanante befinden, die Beide einst versucht hatten. König Humbert zu ermorden. Der Redakteur erzählt: Ich kannte Passanante von einem Besuche her. den ich 1896 der Anstalt machte. Dieses Mal lag Passanante regung-los mit erloschenen Augen auf seinem Bett. Er i völlig erblindet. Auf meine Fragen antwortete er mit der Miene eines Mannes, der dadurch sehr gelangweilt wird. Was wurdct Ihr thun, wenn Ihr herauskämt?" fraate ich. Immer nach dem Prinzip". antwortete er. Wißt Ihr, daß Umberto todt ist?" Er lebt und soll leben!" war die Antwort. Aiicb von Acciarito ist wieder Kund an die Öffentlichkeit gelangt. Er hat an seine 73jährige Mutter geschrieben: Wir hoffen alle, daß das frohe Ereigniß im Königshause für uns Alle Gutes brinat. Wenn Ihr, liebste Mutier, Eingaben gelegentlich des frohen Ereignisses an Ihre Majestäten macht, und man Euch nicht antwortet, dann werde ich Euch meine letzten und end gültigen Gedanken darüber mitlyelUu Die Mutter Accianio's Hai Erlaubniß erhalten, ihren Sohn zu besuchen. , Der wegen Fahnenflucht und Unterschlagung amtlicher Gelder steckbrieflich verfolgte Leutnant Walter vom 03. preußischen Jnfanterie-Regi-ment wurde in Ungarn verhaftet und nach Ratibor zurückgebracht. Die niederländische und die belgische Regierung werden vereint aegen die vom deutschen Geschwader während ihres Aufenthaltes in 3hj singen auf der Scheide vorgenommenen
Tiesenmczfungen proleniren.
Vom Jnlande. Mit Baldrian bestreute dieser Tage in der 5. Straße New Yorks, da wo es in ihr viele Katzen giebt, ein gewisser Weiß die Haustreppen. ' Bekanntlich übt Baldrian auf Katzen eine ganz eigenartige Wirkung aus, indem sie, sowie sie daran riechen, sich wie toll geberden, sich niederwerfen, miauen und sich herumrollen. So kam es nun auch in genannter Straße. Eine Menge Menschen sammelte sich und hatte an dem tollen Gebahren der Katzen ihre geräuschvolle Freude. Die Katzenvorstellung wurde jedoch von einem Polizisten unterbrochen, der den Weiß mit sich nach der Polizeiwache nahm, wo in den Taschen des Arrestanten noch etwas Baldrian gefunden wurde. Vor Polizeirichter Ommen geführt, bat Wiß um Gnade, da er nicht gewußt habe, daß Baldrian solch eine wunderliche Wirkung ausübe. Der Richter belegte Weiß trotz feiner offenbar plumpen Ausrede mit einer Geld büße von $5, welche dieser sogleich erlegte. Eine Einladung zu feiner Hochzeit, welche Alfred Schultz; in Green Bay. Wis.. seine.' zu Saginaw. Mich., lebenden Tante hatte zugehen lassen, hat für ihn sehr unangenehme Folgen gehabt. Alfred Schultze wird beschuldigt, vor drei Jahren in Saginaw ein Pferd gestohlen zu haben. Die dortigen Behörden hatten seitdem vergeblich auf ihn gefahndet, und erfuhren nun durch die an seine Tante übersandte Einladung zur Hochzeit seinen Aufenthaltsort. Schultze stauo im Begriff, sich dieser Tage mit Frl. Burnemann, ei ner Tochter des wohlhabenden Farmers Fred Burnemann in Morrison, zu verheirathen. Schultze hat sich des Pferdediebstahls schuldig bekannt und erklärt, sich nach Saginaw begeben zu wollen, ohne daß vorher ein Auslieferungsverfahren stattfinde. Auf seine Braut hat die Sache einen solch' niederschmetternden Eindruck gemacht, daß sie schwer erkrankt ist. Ueber eine schändliche Grab- und Leichenschändung wird aus New Nochelle, N. Y., berichtet: Eine
von der Polizei angestellte Nachforschung enthüllte die Thatsache, daß die Leichenräuber, welche das Grabgewölbe ver Harrison - Familie auf Little Harrifon Island im Sund schändeten, den Schädel von David Harrison fr., einem Millionär - Anwalt, stahlen, der vor mehr als dreißig Jahren bestattet wurde. Man hatte erst angenommen, daß die Leiche einerFrauensperson mit rothem Haar an Stelle der Leiche des alten Harrison gelegt worden war, aber Louis Fagan jr,, der Manager des New Nochelle IachtClub, sagt, daß der Bericht unwahr sei. Herr Fagan meint, daß es sich um eine gemeine Beraubung der Leichen handele, weil seit Janren das Gerücht ging, daß sowohl mit dem alten als dem jungen Harrison werthvolle Juwelen begraben wurden. Aber nichts Gewisses weiß man nicht. Die Räuber gingen bei ihrem schändlichen Bucnstück mit einemBandalismus vor, der keine Grenzen kannte. Durch das entschlossene Einschreiten des Helden - Darstellers wurde in Cumberland, Md., einTheaterunglück verhütet. Das Theater war gepackt voll, als auf der Gallene ein Streit entstand, indem eine Anzahl Nicht - Unions - Glasblaser einen Knaben, welcher sie mit einem Namen belegte, der aufreizend auf die Leute wirkte, über die Brüstung in das Parterre werfen wollten. Anwesende Unionleute nahmen . die Partei des Knaben, und die Streitenden wurden schließlich aus dem Theater entfernt; in diesem Augenblicke schrie Jemand Feuer!" und die 'Menschen sprangen auf ihre Füße und eilten nach den Gängen. Mehrere beherzte Männer hielten die Andrängenden zurück; der erwähnte Schauspieler kam vor den Vorhang auf die Bühne und ermähnte die Zuschauer mit Löwenstimme, die Sitze zu behalten, da durchaus keine Gefahr vorliege. Er sah dabei, wie seine eigene Mutter mitten in einem Gedränge eingeklemmt war. Die Leute beruhigten sich denn auch bald und die Vorstellung kam ohne weitere Unterbrechung zu Ende. Beim Schulrath von San Francisco liefen unlängst Beschwerden ein, daß in manchen der städtischen Schulen die Zahl der japanischen Kinder eine so große sei, daß weiße Kinder deshalb zurückgewiesen werden müssen. Die Schulbehörde hatte daher den Stadtanwalt Long um ein Rechtsgutachten ersucht, ob sie gesetzlich berechtigt ist, die japanischen Kinder vom Besuch dieser Schulen auszuschließen. Der unverhältnißmäßig starke Andrang japanischer Kinder hatte sich zu Ungunsten der weißen auch im Polytechnikum beson ders fühlbar gemacht, wo Handfer iigkeitsunterricht in allen feinen Zweigen gelehrt wird. Herr Long hat nun eme lange Entscheidung abgege ben, deren Kernpunkt ist, daß die Schulbehörde nicht berechtigt ist, Kindern lapanischer oder chinesischer Ab stammung den Besuch der städtischen Schulen da zu untersagen, wo nicht für besondere Mongolenschulen ge sorgt ist. Eine Schule der letzteren Art besteht, reicht aber hei Weitem nicht aus; nnb ein besonderes Poly technikum sur Mongolenkinder giebt UlUi.
LvN Auslande.
Dieser Tage gelang es in Paris zwei Dieben, einen Handwagen mit Geflügel zu entwenden, während der Besitzer in einem Restaurant eine Erfrischung zu sich nahm. Ein patrouillirender Schutzmann jedoch bemerkte den Diebstahl und nahm die Verfolgung der Spitzbuben auf. Während einer der Männer dem Verfolger entging, kletterte der andere, dem der Polizist auf den Fersen war, auf das Denkmal von Diderot und verbarg sich unter dem Fauteuil des Gelehrten. Aber auch hier wurde er von denSpähäugen der Polizei entdeckt. Da er sich aber weigerte, sein eigenartiges Versteck zu verlassen, mußte man eine Leiter an das Denkmal legen und den Dieb unter dem Gelächter der Passanten mit Gewalt hervorziehen. Eine neue Fahrgelegenheit von Marseille nach Egypten wird der Norddeutsche Lloyd schaffen, indem er eine Linie für Personen- und Frachtverkehr einrichtet, welche die Hafenstädte Barcelona, Marseille, Neapel und Alcxandrien berührt. Diese Linie kommt nicht bloß für aus Frankreich oder Italien Kommende in Betracht, sondern auch unter Umständen fürReisende, welche direkt aus Deutschland nach Egypten fahren wollen. Auf den Reichspostdampfern nach Ostasien und Australien kann für die kurze Zwiscbenstreck? Genua ? Neapel - Port Said der Platz nicht im Voraus fest gesichert werden, weil die bis zumEnde der Reise fahrenden Passagiere den anderen voranstchen. Auf der neuen Linie dagegen, die nur für die Zwischenstrecke eingerichtet wird, kann ein bestimmte? Platz lange Zeit voraus belegt werden. ' Von einem zweiten Frühling" im Monat September schreibt man aus Berlin: Ein zweiter Frühling macht sich in den Parkanlagen, auf denSchmuckplätzen und in den mit Blumen bepflanzten Straßen Berlins bemerkbar. An manchen Kastanienbäumen, Linden usw., deren Laub in dem heißen und trockenen Sommer dieses Jahres noch zeitiger als in den anderen Jahren dürr geworden ist, zeigen sich neue Triebe und frische grüne Blätter. In Berlin selber wird diese Erscheinung fast m jedem Jahre, bald in größerem, bald in geringerem Umfanae. beobachtet. Diesmal aber begegnet man ihr auch in der Umgebung Berlins häufiger als sonst. Einen hubfchen Anblick bieten jetzt mehrere Kastanienbäüme, die an der Chaussee von Niederschoneweide nach Adlershof siehen. Sie haben nicht nur neuen Blätterschmuck angelegt, sondern sogar Vlüthenknospen hervorgebracht, die sich zu einer zweiten Blüthe entfaltet haben. E i n schweres Verbrechen scheint jetzt in Ostfriesland an's Licht gebracht zu werden. Um Mitte Juli wurde bei Lathen aus der Ems die Leiche eines jungen Mannes geländet, die in Frauenkleider gehüllt war. In einem Köfferchen, das an anderer Stelle antrieb, fand man einige PaPiere, aber alle Namen waren herausgetilgt. Jetzt wurden sie aber festgestellt. Der Verstorbene entstammt einer achtbaren Familie aus dem Kreise Lyck - Ostpreußen, die er mit emer Baarschaf! im Betrage von 1500 Mark im März verlassen hat, um nach Amerika auszuwandern. Den Angehörigen, die seither nichts wieder von ihm hörten, ist es unerklärlich, wie er nach Duisburg kam, wohin die ArbeitspaPiere deuten, und dann nach der Ems. Sie bestreiten entschieden, daß er geistesgestört gewesen sei. Ebenso haben sie den in dem Koffer vorgefundenen Anzug nicht als den des Vermißten er kannt. Diese Thatsache und der Umstand, daß an der Leiche Verletzungen festgestellt wurden, lassen einen Raubmord als sicher erscheinen. Wahrscheinlich wollte der Betreffende mit er nem Schiffe zur See hinab fahren und wurde dabei von den Schiffern ermor det, beraubt und in die Ems geworfen. Die Behörden sind jetzt eifrig mit weiteren Nachforschungen beschäftigt. I n dein niederländischen Orte Stadskanaal spricht man nicht mehr von Einem, der im Rausch unter den Tisch, sondern von jemand, der unter die Dielen gefallen ist. Das rührt daher: Zur Zeit baut jemand in Stadskanaal einHaus. Er selbst trinkt nun gern einen Bittern, und so kommt es vor, daß er oft des Mittags mehr nach Hause schwankt als geht. So auch vor wenigen Tagen. Er kommt nach seinem Neubau, in dem gerade der Fußboden gelegt wird. In dem einen Zimmer war die Arbeit zu zwei Dritteln beendet. Der schwankende Herr geräth in dieses Zimmer, stolpert,fällt vornüber und rollt unter den Fußboden, wo erbald den Schlaf des Gerecbten schlief. Als nun die Zimmer leute nach der Mittagspause wieder an die Arbeit gingen, dielten sie 'das letzte Drittel des Zimmers, ohne ihren Herrn bemerkt, zu haben. Und er, er hat sie auch nicht bemerkt. Der tolle Lärm und das Hämmern hatten ihn mcht zu wecken vermocht. Nach emi gen Stunden erst wird er nüchtern; er greift um sich und fühlt nur Sand und kann sich mcht erklaren, wo er ist Schließlich zieht er einen Schuh aus und schlägt damit unaufhörlich aeaen den Holzboden. Aber lange dauerte es, ehe man ihn hörte und ihn aus seinem unfreiwilligen Versteck befreien
konnte.
Nahm Chloroform. Ein Mädchen in der Carpet Fabrik
an der 17. Straße, in Nähe der North. western Ave., beschäftigt, machte heute Vormittag einen Versuch, sich durch Einnehmen einer Dosis Chloroform ums Leben zu bringen. Dr. Carter vom Stadt - Ho-pitale wurde sofort Herdeigerufen und es geang seinen Bemühungen, das Mäd chen, die ihren Namen als Unterwood angab, soweit herzustellen, daß sie ins Hospital überführt werden konnte. Ihr Zustand ist gefährlich. Schlechte Geundheit wird als Motiv zur That angesehen. Die Existenz der TelephonMädels bedroht. Die Bell Telephon Co. sucht jetzt eine kürzlich gemachte Erfindung zu verwerthen, durch welche es möglich gemacht werden soll, daß Subskribenten mit einander direkt verkehren können, ohne erst die Telephon-Ofsice aufrufen zu. müssen. Sollte sich die Erfindung bewähren, dann würden, so heißt eS, nicht nur die Betriebskosten der Gesellschaft bedeutend verringert werden, sondern auch die Gebühren für die Sudskribenten. Sonach droht auch den Hello"Mädchen der Untergang, doch ist vorläufig für sie die Gefahr nicht sehr groß, da die Gesellschaft die AnWendung der Erfindung vorerst nur auf kleine Orte beschränken will, wo es sich nicht für sie bezahlt, eine eigene Exchange" zu unterhalten. Das in Verbindung mit dem neuen System in den Häufern bezw. Officen anzuwendende Telephon ist dem ähnlich, das jetzt im Gebrauche ist, es hat aber zwei besondere Merkmale. Das eine ist vorne ein Zifferblutt, auf dem hundert bis zweihundert Zahlen angebracht sind, das andere ist ein Knopf, ans den zu drücken sein wird, wenn man die Subfcribenten am anderen Ende der Linie aufrufen will. Auf dem Zifferblatt befindet sich ein Zeiger mit einem Art Pfropfen am Ende. Bei jeder Nummer des Zifferblattes befindet sich ein Loch. Wird nun eine bestimmte Nummer gewünscht, so dreht man den Zeiger nach der entsprechenden Richtung und setzt den Pfropfen in das Loch dabei. Der Pfropfen wird dann wieder herausgenommen und sobald er sich in seiner normalen Lage befindet. nach oben gerichtet, dann wird auf den Knopf gedrückt und gewünschte Nummer automatisch aufgerufen. In jeder Station, wo viele Subfcribenten zu bedienen sind und Nummern bis vier Zahlen umfassen, würde dasselbe Prinzip zur Geltung kommen. Zur Illustration: Nehmen wir an. die Zahl 2456 wird gewünscht, so wird der Pfropfen erst in zwei, dann in vier, nachher in fünf und schließlich in sechs gesetzt, von wo aus man ihn dann in seine normale Lage, nach oben, gehen läßt. Durch ein automatisches Arrangement auf der Centralscheibe wird dort den Bewegungen des PropsenS in jedes Loch gefolgt, und im letzten Loche wird dann der Draht, von wo gerufen wird, mit dem verbunden, durch den gesprochen werden soll. Studenten im Vuchstab ? r e n geprüft. Em merkwür diges Licht auf das, was die Hochschulen in der Vorbereitung von Studen ten für die Staatsuniversitäten leisten. wirft die neueste Verfügung der Regenten der Universität von St. Paul, Minn., dahingehend, dasz Kandidaten für Immatrikulation sich erst noch einem besonderen Examen in englischer Sprache, Lezen, Schreiben und Buch stabilen unterwerfen müssen. Vor Aufregung gestorben.. Emanuel Miner aus Wichita, Kas., kam nach Alton, um feine Mutter zu besuchen, die er seit sieben Jahren nicht gesehen hatte. ' Er hatte kaum die ersten Begrußungsworte mit ihr gewechselt, als er todt zu Boden stürzte. Die Aufregung des Wiedersehens war für den erst 22jährigen jungen Mann zu viel gewesen. Die Mutter wurde in Folge des jähen Todesfalls auf' Krankenlager geworfen. Drahtlose Verbindung ist zwischen St. Louis, Mo., und Chi. cago, Jll., eingerichtet worden. Die erste drahtlose Depesche erhielt dieser Tage ein a:wisser White in St. Louis. Bei dem Versuche wurden nur drei Pferdckräftemaschinen benutzt, man beaosichtigt aber in Kurzem Apparate zu 20 Pferdekräften einzustellen. Die Depesche von Chicago nach St. Louis und die Antwort wurden direkt geschickt. SaUgo)prärtx. E r : . . . Ich versichere Sie, es war ein" furchtbares Gewitter! Jeden Augenblick meinte ich, der Älitz müsse in den Baum einschlagen, unter dem ich stand!" S i e : Nun. und warum gingen Sie nicht unter einen andern Baum?"
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