Indiana Tribüne, Volume 28, Number 35, Indianapolis, Marion County, 3 October 1904 — Page 4
Judiana Tribüne, S Oktober 1.
Jndiana Tribüne. HerauZgeAebtn von der utenberg Es. Indianapolis, Ind.
garry O. Thudiu t t Präsident. GeschöftSlocal: No. 31 Süd Delaware Strabe. TELEPHONE LLV. Entered at the Post Office of Indianapoli i as second dass matter. Socialisten als Frievensvermittler. Weit bedeutender in praktischer Hinsicht als bic Beschlüsse deZ Friedens. Parlamentes, die Etablirung des Haager Schiedsgerichts und die Berathungen des Juristen'CongresseS hinsichtlich der Erzielung des Weltfriedens, erscheint die von den französischen Sozialisten angebahnte Bewegung der Aussöhnung Frankreich? und Teutschlands. Weder einzelne Parlamentarier noch Juristen-Berathungen können mit solcher Wucht für Friedensbestrebungm wirken, wie die Vertreter der Masse des Volkes. Einen höheren Sinn erhält der den Sozialisten gemeiniglich gegebene Name Umstürzler", wenn es ihnen gelingt, bestehenden nationalen Haß und kriege rische Bestrebungen umzustürzen. Solchen Umsturz würde die Welt mit Freuden begrüßen und zugleich den Sozialismus auf den hohen Plan stellen, der das Ideal der Urheber der sozialistischenBestrebungen war. Es ist keinHirngespinft, das den Führern der französischen Partei vorschwebt, sondern ein praktisch wohl ausführbarer Plan. Im deutschen Parlament ist die sozialistische Vertretung so zahlreich, daß sie einen starken Druck auszuüben im Stande ist und in der französischen De-putirten-Kammer sind die sozialistischen Stimmen ausschlaggebend. Die Regierunzen und da Volk der beiden mächtigen Länder leiden unter dem gespannten Verhältniß, welches eine fortwährende Kriegsbereitschaft nöthig macht. Ihre culturellen Bestrebungen werden durch die Anforderungen, welche die Armeeverwaltung an Land und Volk stellt,- in den Hintergrund gedrängt. Die versöhnende Politik der Regierungen der beiden Länder sind vergeblich, solange Iran zosen- bezv. Deutschenhaß im Proletariat der Völker schlummert und nur des Funkens harrt, um zum Kriegsfanal emporzulodern. Aus der Mitte 'des Proletariats, dessen Vertreterin die sozialistische Partei ist, kann die Versöhnung der beiden Nationen erfolgreich angebahnt werden. Man bedenke, das Gespenst der Regierungen die Sozialisten setzten sich an die Arbeit, um die Regierungen und das Volk von dem furchbaren Druck zu befreien, der so lähmend und hemmend für geistigen Fortschritt der Nationen war. Die Welt war geneigt, mit Mißtrauen auf die Machtentfaltung der Sozialisten Deutschland's und Frankreich'S zu blicken. Die Beschlüsse der französischen Sozialisten werdeü, wenn von den deutschen Sozialisten unterstützt, dieses Mißtrauen, daß in den Sozialiften Aufwiegler und Ruhestörer sah, schnell zerstreuen. Hl Es ist im Leben häßlich einge richtet, daß unsere schönen Schattenbäume den Straßenräubern und Wegelagerern so wirksame Verstecke bieten. Schwerer noü als die Frage, wo all die fabrizirten Stecknadeln bleiben, dürste die Frage zu beantworten sein, wo unsere Polizisten während der Nachtzeit verbleiben. Die Geldgier welche die Hallunken veranlaßte die den Dampsbooten ge lieferten Rettungsgürtel mit Eisen zu beschweeren, ist beinahe unfaßbar. Das Zuchthaus ist zu gut für diese Kerle. Die Gold'Temo5raten haben ihre Mission vollendet, auch sie betrachten nun die Währungsfrage für immer erledigt, ihre Dienste waren für das Land van unermeßlichem Werth. Eeneral-Postmeister Payne wird wie eS scheint, dem Senator Hoar bald in's Jenseits folgen, man geht rsobl nicht fehl, menn man den Zerfall der Körperkräfte des General.PostmeisterS mit der aufregenden Arbeit der Post-amts-Unterfuchungen in Verbindung bringt, obwohl er schon vor Beginn derselben ein kranker" Mann war.
Die Frage der Ehescheidungen beschäftigte auch den Juristen-Congreß in St. LouiS. Sir William R. Kennedy, Beisitzer der High Eourt of England, verlas ein längeres Referat über diesen Gegenstand, in welchem er die Ansicht vertrat, daß ein Scheidungsdekret nur dann von anderen Ländern anerkannt werden sollte, wenn dasselbe in demselben Lande, wo auch die Heirath stattgefunden, erlangt worden sei. Als einzige Ausnahme sollte es gelten, wenn eine Frau von ihrem Manne im Auslande verlassen worden sei und dann die Hülfe der dortigen Gerichte anrufe. Eine einheitliche Gesetzgebung bezüglich Ehescheidungen sei schon deshalb nicht praktikabel, weil die Heirathsregulationen in den verschiedenen Ländern grundverschieden seien, nicht nur auf Grund religiöser Anschauungen und gesellschaftlicher Gebräuche, sondern auch auf Grund des durch klimatische Einflüsse veränderten Pubertätsalters. In den Ländern Süd-Europas sind die Gesetze grundverschieden von denen in Nord-Europa. Während bei den romanischen Völkern eine ohne Genehmigung der Eltern beziehungsweise Vormünde? der Braut eingegangene Ehe nicht gültig ist, würde dasselbe Paar in England oder Amerika als gesetzlich verheirathet gelten. Wenn aber die Ehe als ein Civil-Eontract angesehen werde, so könne sie folgerichtig auch nur dann gelöst werden, wenn eine oder mehrere contractliche Verpflichtungen verletzt worden seien. In anderen Worten könne die Scheidung kompetenter Weise nur unter den Gesetzen des Landes erfolgen, unter denen auch der Ehekontrakt eingegangen wurde und welche bestimmen, unter welchen Umständen und Bedingungen der Pakt hinfällig werden solle. Zum Schlüsse sprach Sir William die Hoffnung aus, daß dieser Congreß eine Verständigung zwischen den verschiedenen Nationen betreffs der Ehescheidungsfrage anbahnen möge. In der Diskussion, welche sich an die Verlesung des Referats knüpfte, schloß sich Signor Angela Pavia von Rom im großen Ganzen den Aussührungen seines Vorredners an, während Richter Wallace Nesbitt von Canada der Ansicht war, daß Sir William in der Frage einen zu extremen StandPunkt einnehme. Seiner Ansicht nach sollte eine Scheidung in dem Lande, wo der Mann (und mithin die Frau) das Bürgerrecht erworben habe, unter allen Umständen als zu Recht bestehend gelten, denn niemand könne gleichzeitig den Gesetzen zweier Nationen unterwarfen sein, noch deren Schutz beanspruchen. Wenn daher ein Ehepaar auswandere und die Staatsangehörigkeit des Heimathslandes ablege, sei es eine logische Folge, daß eS kn Zukunft mit den Gesetzen der neuen Heimath zu rechnen habe. Kriminalgericht. Preston Asher, der unter der Anklage des GroßdiebftahleS stand, bekannte sich des Kleindiebstahles schuldig und erhielt nebst Kosten, 6 Monate Arbeitshaus und Verlust der Bürgerrechte für gleiche Dauer. Er war angeklagt, Eva Duncan, 611 Holly Ave. um eine Uhr und Kette im Werthe von 35 bestohlen zu haben. Ehas. Jordan, unter der Anklage des Diebstahles und der Hehlerei stehend, bekannte sich des Kleindiebstahles schuldig und wurde mit Zuchthaus von 13 Jahren bedacht. Er bestahl Franz Pitzer,.120 West Michigan Str. um einen Pferdezaum und Leine im Werthe von $3. Ralph Calborn, ein Laufbursche im Elaypool Hotel, der unter der Anklage einen Gast bestohlen zu haben, dem Gerichte vorgeführt wurde, bekannte sich gleichfalls schuldig, wurde jedoch mit suspendirtem Urtheile entlassen. Bernard Benson, ebenfalls ein Laufbursche im selben Hotel, der angeklagt war, einem Gaste ein Paar Hosen gestöhlen zu haben, wurde gegen' seine eigene Bürgschaft entlassen, da dieses seine erste derartige That gewesen. Der Richter nahm seinen Fall unter Berathung. Charles Schlotz und Martin Gennon, beschuldigt $1 in Baar und $3 in Zeug aus Abe CopelandZ Wirthschaft 1009 Maple Straße entwendet zu haben, bekannten sich schuldig und wur den mit Sl und Kosten sowie 60 Tagen Arbeitshaus bestraft.
Neuer Federweißer, bei August Pietfch, Ecke Wabafh und Liberty Straße.
Das herbstfest des Turner parkVereins
Gestaltete sich zu einem gemüthlichen Dentichen Volksfeste. Mttsikverein" und (iederkranz" trugen zu dem schönen Erfolge desselben wesentlich bei.
Es war ein Sonntag, hell und klar!" Ein herrlicher idealer Sonntag Vormittag beglückte gestern die Bewohner der guten Stadt Indianapolis im All' gemeinen und die Mitglieder der Turner Park Gesellschaft im Besonderen. Sie geriethen vor Freude fast aus dem Häuschen, als sie den azurblauen wolkenlosen Himmel sich über ihren Häuptern wölben sahen und sie hatten nichts dagegen, daß Frau Sonne freundlich ihre Strahlen auf dieselben niedersandte. Die Turner Park Gesellschaft hat unter den Launen des himmlischen WetterDirectors sehr schwer zu leiden gehabt und um so dankbarer ist sie ihm, daß er sich gerade gestern ihr gegenüber so gnädig erwies. Schon um die Mittagsstunde hatte sich bereits im Park eine stattliche Anzahl von Besuchern eingefunden und von da an strömten dieselben in Schaaren herbei. Die eingeladenen Vereine, vor Allem aber der L i e d e r k r a n z " und die Activen des Deutscher Club und Musikverein" waren dem Rufe bereitwilligst gefolgt, und sie haben nicht nur durch ihre Liedervorträge, sondern auch durch ihr fideles und liberales Auftreten sehr viel zum schönen Erfolge des Feste? beigetragen. Der Sociale Turnverein mit seinem ersten Sprecher, Herrn George Vonnegut an der Spitze, war natürlich sehr stark vertreten und die Zöglinge der Freisinnigen Sonntags-Schule desselben tummelten sich ebenfalls zahlreich im im Park umher. Die Cameraden vom DeutschAmerikanischen Veteran e n - V e r e i n waren in großer Anzahl erschienen und dasselbe läßt sich auch von den Mitgliedern des Südseite Turnvereins sagen. Herr Henry Victor, der Erste Sprecher desselben, fehlte natürlich nicht und -er zeigte sich wie immer von der noblen Seite. Auch der M ä n e r ch o r sowie der U n a b h ä n g i g e T u r nverein hatten viele Repräsentanten gesandt. Der Damen-Verein des Socialen Turnvereins aber war unter der Aegide seiner Präsidentin, Frau Anna Siebold, vollzählig erschienen. Wenn Turner und Sänger sich aber zusammenfinden, dann giebt es einen guten Klang", dann fehlt eS nicht an der echten fröhlichen Stimmung, um ein Fest zu einem genußreichen zu gestalten. Der Deutsche Club und Musikverein", sowohl als auch der Liederkränz" hatten Hauptquartiere aufgeschlagen und in denselben herrschte von Anfang an eine urgemüthliche Stimmung vor, welche wohlthuend auch auf die NichtfangeZbrüder wirkteZ Unter der Leitung ihrer respectiven Dirigenten, Ernestinoff und Riegner, erfreuten die Sänger die dankbaren Zuhörer durch den Vortrag mehrerer Lieder. Aber auch an Rednern fehlte fehlte es nicht; Herr Franz Schäfer brachte in schwungvoller Weise ein Hoch auf den Turner-Park-Verein aus, dem er Gedeihen bis in die fernste Zeit wünschte, und Herr Adolph Falbisaner ließ im Namen deS Vereins mehrere hochpoe tische Ansprachen vom Stapel, durch welche die Sangesbrüder sich sehr geschmeichelt fühlen mußten. Während sich diese Intermezzos in den Hauptquartieren abspielten, entfaltete sich in dem anderen Theile deS freundlichen- Parks ein heiteres Leben und Treiben. Freie Abend-Hochschule-i Heute Abend wird die Freie Abend-Hochschule in dem ShortridgeHochschul - Gebäude eröffnet werden. Unterricht wird ertheilt werden in Algebra, Geometrie, Griechische Geschichte Amerikanische Geschichte, CivilRegierung, Literatur, Politische Oeconomie, Latein, Deutsch, Botanik, Physiologie und Englisch.
Hier schnurrte das Glücksrad, welches von einer dichten um Fortuna's Gunst ringende Schaar umgeben war, dort wogte eine nicht minder heitere Menschenmenj?e um den F i s ch t e i ch, aus dessen geheimnißvoller Tiefe die wunderbarsten Gegenstände zum Vorschein kamen. Wenn man eS nicht selbst erlebt, so würde man es niemals glauben, was solch ein Teich alles in seinem Schoße bergen kann. Brillante Geschäfte wie das Glücksrad und der Fischteich aber machte auch die Candy Bude, wo bildhübsche Verkäuferinnen ihre Süßigkeiten im Handumdrehen an die großen und kleinen Leckermäuler los wurden. Doch dem Guten ist zu gönnen, ' Nach dem Untergang der Sonnen, Daß er in sich geht und denkt. Wo man einen guten schenkt! Und da ja nur gute Menschen im Park weilten und ein guter Mensch in seinem dunklen Dränge, sich des rechten Weges wohl bewußt ist", so war es kein Wunder, wenn die Stätte, wo der sagenumwobene Zecherkönig Gamdrinus sein feuchtes schaumumspÜlteS Scepter sührte, ununterbrochen das Mekkal'für an unstillbarem Durst: leidende Pilger wurde. In unmittelbare Nähe war aber das Medina", das Bratwurst Glöckle" ohne Glöckle, die Schwäbische Wurst, bude" ohne Schwaben, aber wohl versehen mit der weit über die Gauen von Indianapolis berühmten ,.Jfenflamm" Würsten und einem Sauerkraut von solcher Schmackhaftigkeit, daß dem Fabrikanten desselben, dem Gastro' nomen Herrn Heinrich Ruth nur warme Worte des Lobes gespendet wurden. Und da wir doch nun einmal bei Mekka und Medina sind, fo können wir unmöglich des brillanten Moccha" vergessen, welcher von den Mitgliedern des Damen-Vereins des Socialen Turn-Vereins wie immer in liebenswürdiger Weise servirt wurde. Für Tafel - Promenaden - Conzertund Tanzmusik sorgte die City Band" unter der tactfesten Leitung ihres Dirigenten Herrn Reinhold Miller in zufriede'nstellenster und anerkennenswerthester Weife. Selbst als unter der Leitung des Herrn Henry Moesch von einem aus einer großen Anzahl Gästen gebildeten Gefangverein etwa dreißig Volkslieder zu den unschuldigen Wipfeln der Baum-Veteranen stiegen, da sorgte die Capelle in wohlthätiger Weise dafür, daß die Herren Sänger nicht aus dem Geleise kamen und der Gesang nicht allzuweit vernehmlich war. Aber schön war's doch! Auch der Kinder war in liberaler Weise gedacht worden, indem für sie Preisspiele arrangirt waren. Aus dem Sonntag hell und klar" wurde leider, nachdem Frau Sonne sich zur Ruhe begeben hatte, ein höchst ungemüthlich trüber Geselle. Die kalte Welle, welche sich vor einigen Tagen auf ihrem Flug vom fernen Westen nach hier irgendwo verkrümelt hatte, machte plötzlich ihr unerwartetes Erscheinen u. mahnte empfindlich, gänsehaut erregend an die Vergänglichkeit alles Schönen auf der Erde, selbst eines schönen Herbft-Sonntag Nachmittag im freundlichen Turner-Park. Da die Bedienung und Bewirthung nichts zu wünschen übrig ließen, die Gesellschaft eine sehr angenehme war, so konnten die Besucher bis zum Eintreffen des rauhen Boreas nur über einen genußreichen Tag quittiren. Der Turner Park Verein aber kann auf den schönen Erfolg seines Herbstfestes nur stolz sein.
Neue Inkorporationen. ' PudlisherS Selling Machine Co.", Jndpls., Capital $10,000; Dirctoren. Frank R. Lay, Henry C. Churchman und Glen E. Halliwcll. Jndikota Land Co.", Jndpls., Capital $20,C00; Dlrectoren, John D. Holliday, Rod. I. Blakeman, Orange G. Pfass, George I. Cook und Lafayette Page.
Octobervetter.
Obgleich der verflossene Sommer und aucb die ersten Herbsttage, was Witternngsverhältnisse anbetrifft, es an Überraschungen nicht haben fehlen lassen und ungewöhnlich in jeder Hinficht gewesen sind, so dürften die Beobachtungen des hiesigen Wetter Bureaus über die Witterung während des Monats Oktober in den letzten dreiunddreißig Jahren doch einige AnHaltspunkte über das Wetter bieten, welches, wir im kommenden Monat eventuell erwarten dürfen. Die DurchschnittZ-Temperatur im Oktober der letzten dreiunddreißig Jahre betrug 55 Grad mit dem wärmsten Mo.iat mit . 03 Grad im Jahre 1900 und dem kühlsten Monat im Jahre 1888 mit durchschnittlich 53 Grad. Die höchste Temperatur betrug 87 Grad am 13. Oktober 1884 und 3. Oktober 1900, die niedrigste 22 Grad am 30. Oktober 1837. Der erste schwere Frost trat am 21. September ein, durchschnittlich war derselbe jedoch erst am 19. Oktober zu verzeichnen. Im Durchschnitt belief sich der Regenfall auf 2.79 Zoll und zwar regnete es an durchschnittlich 9 Tagen. Der stärkste Regenfall, 8.56 Zoll war im Oktober 1833, der geringste, 0.23 Zoll im Jahre 1892 zu verzeichnen. Der stärkste Regenfall in 24 Stunden trat am 12. und 13. Oktober 1901 3,13 Zoll ein. Im Oktober konnte man im Durchschnitt 12 klare, 10 theilweise bewölkte und 9 wolkige Tage verzeichnen. Der Wind wehte meist vom Süden mit durchschnittlicher Geschwindigkeit von 8 Meilen pro Stunde. Die höchste Geschwindigkeit von 43 Meilen pro Stnnde wurde am 7. Oktober 1903 bei Westwind erreicht. Ans deutschen Vereinen. Der Vorstand des Verbandes der deutschen Vereine hält heute Abend um 8 Uhr in der Halle des Unabhän gigen Turnvereins eine Sitzung ab. Um dieselbe Zeit werden auch die Comites, welche für die Kirmeß thätig waren, in Sitzung sein. Der P fälze r - Vere in hielt gestern Nachmittag in der Columbia Halle eine gut besuchte Versammlung ab. Das Comite für den am 9. October in der Columbia Halle abzuhaltenden Dürkheimer Wurstmarkt berichtete, daß es alle Vorbereitungen für die Festlichkeit getroffen hat, und daß die Mitglieder und deren Freunde jedenfalls einen vergnügten Abend verbringen werden. Nach der Versammlung credenzte der Herbergsvater, Herr Peter Hammerle, einen feinen Lunch" und als Zugabe ein Fäßchen schäumenden Gerstensaftes. Der Gärtner-Verein beschloß in seiner gestrigen wie immer zahlreich besuchten Versammlung, am Danksagungstage in der Germania-Halle seinen jährlichen Ball abzuhalten. Für denselben wurde ein aus folgenden Mitgliedern bestehendes Comite ernannt: Wm.- Busche, Simon Haag, Heinrich Höhlt, Ed. PeterS, Wm. Meyer, H. Schöneman, Julius Neumaker, Wm. Westerfeld, Wm. H. Höhlt; die Beamten gehören dem Comite exofficio an. Ein.Candidat für Mitgliedschaft wurde gestern angemeldet. In der gestrigen in Chr. Roepke's Halle abgehaltenen Versammlung des 30 er Unter st ützungs. Vereins wurde nach Erledigung der Routine Geschäfte die Wahl der Beamten vorgenommen. Sämmtliche alte Beamte wurden per Acclamation wie der gewählt. Gewiß der beste Beweis, daß sie sich das Vertrauen der Mitglieder in hohem Grade erworben haben. Diese bewährten Beamten sind: Präsident Chr. Schoershusen. Vice-Präsident Thomas Jorger. Schatzmeister Ed. Anschütz. Sekretär Carl SchakoKranken - Comite Chr. Roepke, John Moos und Chas. Wilkins. Ion einer Strafanstalt in die andere. 4 Fred Rey aus Chicago, der am Samstag unter der Anklage, ein Justiz Flüchtling zu sein, verhaftet wurde, saß zur Zeit seiner Verhaftung hier im Arbeitshaufe, wo er eine ihm zugedachte Strafe von 6 Monaten abzusitzen hatte. Er wurde nämlich hier am 4. Juli unter tot Anklage des Taschendiebftahls verhaftet. Rey wurde gestern nach Chicago ausgeliefert, wo er unter An klage des Großdkbstahls sehnlichst ge-
wünscht wird. j
Grundeigenthums Übertragungen. Arthur I. de Coursey an Marion R. Beal, ein Theil der Lot 19 in Goodlet & Spafford's Haughville Addition. $1600. P. C. Weyenberg Comp. an Samuel S. RhodeS, Lot 4 in Beauty Aoenue Add., nördlich von West New York Straße und östlich vom River, $1500. Charles N. Thompsou an Susie M. Shirley, Lot 14 in Kenwood Addition, östlich von Crown Hill. zw. 32. und 33. Straße. $1200. Walter L. Widdows an Charles A. Conder, Lot 13 in Sqr. 8 in Lincoln Park, N. New Jersey nahe 24. Str. $4,000. Henry Kothe an Adele E. Burkhardt, Theil von Lots 9 und 10 in Blaker'Z Subd. von Outlot 7, Meridian und South Str. $7,000. Mortimer Levering an die Central Trust Co., Trustee, Theil van Block 4 in St. Clair's Md., Pennsylvania nahe 13. Str. $10,000; Albert Bonge an Frederick C. Schäkel, Lot 2, Bonge's Add., Stadt Cumberland. $300. Charles N. Thompson an Ferdinand H. PrintZke, Lot 45, Kenwood Add. östlich vom Crown Hill, zwischen 32. und 33. Straße. $800. Jeffe I. Privett an Samuel S. Rhodes, Theil Lots 13 und 14, Block 37, Nord Indianapolis. $1,200. Rebecca Gustin an Mads P. Anderson, Theil Square 79, New Jersey i iT r. w ä M
sir. naye tfon Waye Ave. $50. William B. West an John F. AHern, Lot 332, McCarty's 8. Westseite Add. West Indianapolis. $1,340. In der verflossenen Woche wechselten Grundeigentbum im Gesammt-Werthe von $212,116.57 den Besitzer. Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho's Longfellow". wssg m In 5 3Z?. 1 W. Washington Str (Merchants National Bank) Em europäisches Department. Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen ans alle Städte EurovaL. rtfPÄMistlttd nach und vo wuiiiiuiuvt Eurova. 2fo' und verkauf ausländischen Gelde. Wo ist öas A das Sie verdient haben in all den Jahren ? Sie haben es verausgabt und Andere deponirten es in der Bank. Warum deponiren Sie nicht Ihr eignes Geld in der Bank ? Warum lassen Sie einen Anderen sparen waö Sie verdienen ? Beginnen Sie sofort ein Conto und Sie werden sich freuen, wie die kleinen Summen anwachsen. Mr bezahlen Ihnen 3 Prozent an Ihren Depositen. Ecke Washington Str. und Virginia Ave. Kapital ----- Kl, 000,000.00 Ueberschnß , - . . 223,000.00 LAKE ERIE & VESTERN N. R. ....Fahrzeit der Zuge..... Abfahrt Snkuus lolkdo. Chicago und Michigan Expreß... 7.15 tlO.il vledo, Detroit und Thuago Lim 12.20 f SM Michigan City, Munrie n.Lafayett!Epls 7.2g flO.85 tägliä , t ausgenommen ontiagl. Dichmann & Grabhorn, .Fabrikanten von feinen Schau-Kästen. ZlaS Ladentische und Cigarren-Tische. 22 Ost Washington Straße. lter Phone 3Rain 135.
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