Indiana Tribüne, Volume 28, Number 33, Indianapolis, Marion County, 30 September 1904 — Page 4
u
Judtana Tribune, 30. September 1904U
Jndiana Tribüne. H,rausegeben von bet utenbS Indianapolis, Ind.
Harrtz O. Thitdinm Präsident. GeschäftSlocal: 9lo, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269. h.rte.ed at the Post Office of Indianapolii as econd dass matter. Der gefälschte Brief. Die Regierung hat ihre besten Spür nafen auf die Führte des Schuftes ge fandt, welcher den angeblichen Roose velt Brief an den Streilführer Don nelly fabrizirt hat. Der nun berüchtigte Brief gelangte zuerst im MinerS Magazin in Denver zur Veröffentlichung mit einem Com mentar, der die Gruben.Arbeiter gegen die republikanifchePartei verhetzen sollet, und von einer Anzahl Parteiorgane sofort als werthvolles CampagneMaterial" abgedruckt worden. In dem fälschten Brief sagt der Schreiber, daß Donnelly's Erklärung, eö sei jetzt Sache des Präsidenten durch ein Wort den Streik zu Gunsten der Ausständigen zu lenken, eine versteckte Drohung sei, die nur ein Schwächling ruhig hinnehmen könne. Den Versuch, den Streik in die Poli tik hineinzuziehen, verachte er aus tiefstem Herzensgründe. Die Anspielung, daß er geneigt sein könnte, für Herrn Donnelly in einem PräsidentschastS. jähre zu thun, was er sonst nicht thun würde, sei eine Beleidigung. Wenn er nicht gewählt werden könne, ohne vor den Arbeiter Unionen in die Knie zu sinken, dann mag im Sinne meines hervorragenden Gegners die, Wahl flö ten gehen. Nichts trägt mehr zur Ent Würdigung unseres politischen Leben? bei, als solche Anstrengungen, auf einen Kandidaten einzuwirken, in der Hoffnung, er möge seine Selbstachtung opfern, ein paar Stimmen zu gewin nen . . . . Sie scheinen zu glauben, der Präsident der Ver. Staaten sei dazu da, in jeden Trubel" einzugreifen, der irgend eine Oertlichkeit in ernster Weise berührt, besonders wenn eine Arbeiter Union in irgend einer Weise damit zu thun hat. Lassen Sie mich Ihnen sagen, daß Sie sich schwer irren. ES wäre schlimm, wenn'S so weit gelom men wäre. Die Amerikaner regieren sich iu Stadt, County und Staat selbst. Der Gedanke, mit jeder Ordnung? störung gleich nach Washington zu laufen, wenngleich der Staat allein zu ständig und durchaus fähig ist, mit ihr fertig zu werden, ist abstoßend. Auf diese Weife würde die örtliche Selbstregierung zu einem wesenlosen Schatten und der Präsident die irdische Vorsehung werden. Nur wenn die Pogbeförderung und der zwifchenstaat liche Handel , behindert würden und die Staatsbehörden versagten, wie Anno 1894, würde er sich einmischen und dann allerdings, wie fein berühmter Vorgänger Cleveland, die Macht der Union aufbieten gegen alle örtlichen Gesetzesleugner, Bei dieser Gelegen heit müffe er ein $ort über die Poll. tik der Unordnung und Gewaltthat" sagen. Einen Mann zu prügeln, zu foltern undtzn todten, nur weil er als Scan" arbeitet, das fei so ungeheuer lich wie, einen Mann zu verbrennen, weil er schwarz ist. Das aufrührische Treiben, dieZEinschüchterung, die thät lichen Angriffe und Mordthaten, deren sich Union-Leute schuldig machten, der letzten nicht nur den amerikanischen Gerechtigkeitssinn, sondern auch die GrundsützeZ der amerikanischen Regie. rung. WennZein Streik keinen Erfolg haben kann ohne Verbrechen und Gewaltthat, so sollte er verloren gehen. Die erste Pflicht der Behörden und Be. amten sei die: die öffentliche Ruhe und Ordnung aufrechtzuerhalten und den Pöbel mit eiserner Hand niederzur werfen. Jeder Beamte, der'.sich dieser Pflicht entziehe, sei ein Feigling, und jeder Bürger, der ein kräftiges Vorgehen gegen die Ruhestörer verdamme, sei im Herzen ein Anarchist. Er zähle den Senator HopkinS zu diesen, der sagte, die republikanische Partei habe nichts zu sürchten, da Demokraten die einzigsten seien, die daS Gesetz durchführen. Alle Ehre solchen demokratischen Beamten, und wehe der eigenen Partei, wenn sie je verderbt gmug wird, mit den bewaffneten Ruhestörern zu liebäugeln. Dann giebt der angeb liche Roosevelt dem Herrn Donnelly den Rath, den Streik aufzugeben, wenn er genug davon habe, da derselbe offen
fichtlich Übel berathen gewesen sei, was daraus hervorgehe, daß die GroßSchlächter genügenden Ersatz für die Streiker finden konnten. DaS Recht Arbeitwilliger, unbehindert arbeiten zu dürfen, müffe aufrecht erhalten bleiben, wenn die Regierung dieses Landes
nicht in den Sumpf gerathen solle. Herr Donnelly möge Frieden schließen, so gut er könne. . Er, der Präsident, werde nicht eingreifen und sich nicht in eine Sache hinein ängstigen laffen. die ihn nichts angehe. Das Land wird von Gesetzen regiert, nicht von Dikta toren, oder AllerweltShelfern oder selbst sehnsüchtigen Candidaten. DaS Gesetz muß seinen Lauf nehmen, und eS wird Sie zu Boden werfen, wenn Sie nicht aus seinem Weg gehen." Natürlich ersieht jeder vernünftige Mensch aus dem Inhalt des Briefes, daß es sich um eine ganz gemeine Fälschung handelt. Auch ist eS sicher, daß der Brief nicht von demokratischer Seite ausgeht, fondern von irgend einem ob scuren Kerl, dem daran liegt, die Arbeiter zu verhetzen. Herr Donnelly hat erst durch die Presse von dem gefälschten Briefe ge hört, er hat das Schriftstück niemals gesehen, S wünschen wäre eS, daß der Kerl, der den Brief verbrochen hat, entdeckt und auf einige Jährchen in'S Zuchthaus geschiZt würde. -i Die deutschen Colonien in Süd westafrika erweisen sich mehr und mehr als ein ebenso kostspieliges wie riskan tes Unternehmen. Der Aufstand der Hereros hat neben zahlreichen Men schenopfern der deutschen Regieeung über 50 Millionen Mark gekostet. Die Verluste, welche die Coloniften durch Verwüstungen erlitten haben, find ebenfalls . riesig. Mer die Zukunft der Colonien läßt sich das MorgenJournal" folgendermaßen aus: Soll diese Zukunft rosig sein, so müssen die Fehler, welche den HereroS die Waffen in die Hand drückten, vermieden und das ganze System der Verwaltung reorganisirt werden. Man erzählt in Berlin, Oberst Leutwein wäre seinerzeit nur deshalb auf seinen Posten zurückgekehrt, weil der Kaiser tüchtige Männer nicht allein lassen wolle. DaS ist einer der charakter! stischsten Züge des Monarchen. TUchtigkeit ist aber ein relativer Begriff. Leutwein ist mit den Jahren verbraucht worden. Bei feiner letzten Rückkehr empfing man ihn in Swakopmund mit 'eisiger Kühle. An seiner Stelle hatte man Lindequist erwartet, den früheren stellvertretenden Gouverneur und jetzigen Generalkonsul in Kapstadt. Dieser Mann freilich ist nicht Offizier. Somit hatte Leutwein den Vorzug. Die rein militärische Tüchiigkeit scheint aber in Afrika ihre Schattenseiten zu haben. Noch ist keine Aufklärung erfolgt über die zweite Affaire a la Ahrenberg, die brutale, langsame Tödtung eines Schwarzen in eisigem Wasser! Daraus geht hervor, das ein tüchtiger, humaner Civilgouverneur die wichtigste Frage für Deutsch-Afrikas Zukunft ist. Wohin der alleinseligmachende Militarismus führt, selbst wenn er sich mit dem verdienten Nanzen eines Leutwein deckt, zeigt der Herero. Aufstand ja deutlich genug. Noch andere Aufgaben sind zu lösen. Die Schutztruppe sollte unter einen tüchtigen Commandeur gestellt, Polizei und Zoll von der Truppe getrennt werden. Die schlimmsten Schäden sind aber der Viehzucht erwachsen. Deutsch.Südwestafrika ist ein Land der Viehzucht und schon vor dem Kriege war eS, wie die Kap - Kolonie öffentlich erklärt hat. infolge unrich tiger Maßregeln der Seuchenherd für ganz Südafrika. Nach dem Kriege wird Deutschland Millionen aufwenden müssen, um Zuchtvieh zu impvrtiren. Die Truppen aber, die jetzt für Kaiser und Reich sterben, werden umsonst gestorben sein, wenn man in Berlin nicht erkennt, welche Art von Tüchtigkeit für die Colonien gelten muß. Zwischen den letzteren und Bilse's kleiner Garnison scheint ein bedrohlicher Kausalnexus zu bestehen. Videant consuleö!" Elkhart, 29. Sept. Frau Orville Culland, welche für irrsinnig befunden war, beging in dem Augenblick, in welchem Sheriff Robertson von St. Joseph County sie betreffs Überführung in'S Irrenhaus abholen wollte, in deffen Gegenwart und derjenigen ihres VaterS Rev. D. P. Miller "und ihres Schwiegervaters Simon Culland, Selbstmord, indem sie eine Dosis Car bolsüure verschluckte.
Im diamantenen (Lheschmucke! Die Jubelfeier des Herrn und Frau Paflor Seba fiten Barth.
r i $ ' ' v ä "jC -Jf ' ' i i jr-: -JWH-
it
V U XsWlP
- ' f ! i -j .1 s nS' ' ' " ' , & I fe-;:;,,-!)
WW, w
-Q
' 1 1 t JfJ tmtfK-Li r --Er T i w v fc - 112 V '- , , JLr rV? fr .1. . : t-. 31 i. : - . A.rv , , y t-' TT" ?. -Jl-"v ZA r V- "ZLA rSV?2 -1,'t , -- , -f. Ä '"tA . ' t j " . z y '
i
.'jll',.) ' f. :
. It kMU W'AWM --MtM--s-trr,--"- CVi?Bi.a!Ati VL -?.--t , M , iim ilm n
. - " . "", f V- H j V. S .' j
Pastor Sebastian C. Barth.
Unser hochgeschätzter Mitbürger Herr Pastor Sebastian C. Barth und seine wackere Gattin Elisabeth feiern heute ein Fest, wie es nur wenigen Sterblichen beschicken ist ihre diamantene Hochzeit! Sechzig Jahre find im Strome der Zeit dahingerauscht, seitdem sie sich am Altare die Hände zum ehelichen Bunde reichten und noch heute schlagen ihre Herzen so warm für einander, als wie einst, als sie im Schmuck der grünen Myrthen die gemeinschaftliche Wanderung durch'ö Leben antraten. - Leicht und eben waren die Pfade nicht immer, an Sorgen fehlte es auch nicht, aber über dieselben half ein glückliches. Familienleben hinweg. Der Jubilar, welcher zur Zejder älteste deutsche Geistliche der Stadt- ist, erblickte am 12. Oktober 1815 in Hes-sen-Darmstadt daS Licht der Welt. Mit seinen Eltern kam er im Jahre 1831 nach de Vereinigten Staaten. Dieselben ließen sich zunächst in Baltimore nieder, woselbst er noch die Schu len besuchte, in seinen Mußestunden benutzte er jede Gelegenheit, um sich weiter auszubilden. Später siedelten feine Eltern sich auf einer Farm in Chambersburg, Pa., an. Sein Vater und deffen fünf Söhne waren sehr musikalisch; sie bereisten häufig den Süden und gaben Concerte. y Unser heutigerJubilar war schon damals sehr vielseitig; er spielte Clarinett, Trombone, Violine und nebenbei noch einige andere Instrumente. Nachdem er elf Jahre lang sich im Dienste der Kunst durchgeschlagen hatte, wurde er Geistlicher der Methodisten Episcopal'Kirche. Er predigt auö schließlich in Deutsch. Er wurde als Wanderprediger ' angestellt, und sein Gebiet, welches er hoch zu Roß bereiste, umfaßte ein Areal von 300 Meilen. Dreier Wochen bedürfte es, bis er in feinem Reiche alle die verstreuten protestantischen Ansiedelungen besucht hatte. Juwelen angeblich im Hotel gesiohlen. A. W. Keys aus Salt Lake City, Utah, der mit seiner Frau während der letzten Woche im Claypool Hotel Quartier genommen hatte, telephonirte aus KnighStown, Ind., daß seine Frau ein goldenes Lorgnette nebst perlenbesetzter Kette von großem Werthe vermisse und daß ihr die Artikel ihrer Anficht nach, im Hotel hier entwendet wurden. Detectio Manning und Haley verhafteten gestern den 14 Jahre alten Carl Keplinger, 431 Nord Capitol Ave., als derselbe in einem JuwelierGeschäste an der Massachusetts Ave. ein dem verschwundenen ähnliches Lorgnette vorzeigte um den Werth desselben ausfindig zu machen. Der Knabe war zur Zeit als Laufbursche in dem Hotel bedienstet gewesen, war jedoch seit Samstag nicht mehr dors angestellt Er behauptet, unschuldig zu sein.
l
z I! -"SO ' v? S i , ' LtVi V , h vAV 6 o ii , 'tU5rrvi r ' itlt. r. VI. . i''j'? ,Z l L2 Später wirkte er als Missionar und Geistlicher in Burlington, Ja., Quincy, Jll.,. Ost St. Louiö, Wheeling, Pitisburg'' und Toledo. Beim Ausbruch des Bürgerkriegs siedelte er mit seiner Familie von Nashville, Tenn. nach Cincinnati über. Im Jahre 1861 kam er mit' seiner Familie nach Indianapolis. Bald nachdem er sich hier häuslich niedergelaffen hatte, wurde ihm das Paftorat der'Deutschen Reformirten Kirche übertragen. Drei Jahre läng war er Seelsorger der Gemeinde. Vom Jahre 1873 bis 1831 bekleidete er in verschie. denen protestantischen Gemeinden des südlichen Jndiana das Amt eines Pastors. Drei Jahre später kehrte er nach Indianapolis zurück und. hier war er für einheimische Mission in Bright wood und Haughville ,und dem 10. Str. Diftrict bis zum Jahre 1890 thätig. Er zog sich sodann in den wohlverdienten Ruhestand zurück. Der glücklichen Ehe des Jubelpaares entsprossen neun Kinder, welche sämmtlich dem Leben erhalten blieben und heute mit ihren respectiven Familien den Jubeltag ihrer Eltern mitfeiern. Die Kinder sind: John W., Charles S., George William. Jacob S., Clay. ton A., .Frau Henrietta McHolme, Frau Frank Jngalls, FrlS. Ottilia und Mildred. Der Jubilar sowohl als auch die Jubelbraut erfreuen sich einer bewunderungswürdigen geistigen Frische und körperlichen Rüstigkeit. Sie werden sich sehr freuen, heute Nachmittag und Abend ihre Freunde begrüßen zu können. Einladungen find weiter nicht erlassen worden, da Alle herzlich willkommen find in dem freundlichen Tusculum No. 715 N. West Str., in welchem, das Jubelpaar, in liebevoller Weise von seinen Kindern gepflegt, be schaulich seinen Lebensabend verbringt. Der Mahor vird die Standard Oil"-Ordinanz nicht unterzeichnen. Mayor Holtzman wird die sogen. Standard Oil"-Ordinanz. welche in der letzten regulären Sitzung des Stadtrathes angenommen wurde, mit seinem Veto versehen, dem Stadtrath zurückschicken. Er ist der Anficht, daß die Ordinanz in ihrer jetzigen Fassung ungesetzlich ist. Er wird dem Stadtrath seine Gründe, aus welchen er die Ordinanz nicht unterschrieben hat, in einem Schreiben ausführlich auseinandersetzen. Er glaubt, daß, würde die Ordinanz in ihrer jetzigen Fassung angenommen werden, viele blühenden Jndufirien der Stadt, welche z. B. Erdöl' für Hei zungSzwecke benutzen, arg geschädigt werdm würden. Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho'S.Longfellow".
K,Px
l ' lK '"i f! iN :!
t V w
, . .. V I' ? v . , ' ) l j : j ,
Eine solenne Prügelei. Eine allgemeine Keilerei entspann fich gestern Abend kurz nach 8 Uhr in H. Simpson's Wirthschaft, Ecke 14. und Nord West Straße, als die RadierPolizisten Askin und Duncan einen Griechen, ' Namens Aug. Marim, zu verhaften fich anschickten. Marim war in die Wirthschaft gekommen nud hatte verlangt, daßZihn der Schankkellner Abe Walpa begleite, widrigenfalls er die Wirthschaft säubern werde. Sämmtliche Anwesenden flüchteten sich in'S Nebenzimmer, da Marim außer einem großen Messer auch noch ein Schießeisen im Besitze hatte, und benachrichtigten die Polizei. ASkin und Duncan machten sich dann auf denWeg' Sowie der Grieche die Polizisten sah, griff er nach seinem Schießeisen, war jedoch nicht schnell genug, denn ASkin hatte ihn schon beim Kragen und warf ihn zu Boden. Während die Polizisten mit dem riesenstarken Manne rangen, faßten die im Hinterzimmer Verbarrikadirten Muth, und eilten zur Hilfe, wobeillsie sich dann gegenseitig bald in die Haare gerathen wären. Marion stellt? sich, als ob er todt sei und mußte getragen werden, kam aber bald zu sich, als er sah, daß ihm .die Verstellung'nichtS nützte. Er wurde unter den Anklagen des thätlichen Angriffes, des Tragens verborgener Waffen, des BedrohenS mit tödtlichen Waffen und der Widersetzlichkeit gegen die Polizei eingeschrieben und kann sich, falls alle Anklagen bewiesen werden, auf eine gesalzene Strafe gesaßt machen; Havy und Abe Wopa wurden unter Anklage des thätlichen Angriffs gleichfalls verhaftet.
In Meiiioriani. Die StaatS-Beh.Srde für E r z i e h u n g S w e f 6N hat anläßlich deS jAblebenS deS ehemaligen Schulsuperintendenten. Prof. David K. Goß TrauerbefchlÜsse gefaßt, in welchen sie seinenlvortrefflichen Charaktereigenschaften, seiner Energie und seinem Wissen hohes Lob zollt. r. j Interessante, Misch eid eines Bnndesrichters. ' 'l I-- ? 's ' . Richter Thompson vom Bundes KreiSappellationSgericht in Cincinnati hat gegen die streikenden Eisengießer in Newport auf eine Klage ihrer Arbeitgeber hin einen Einhaltsbefehl erlassen. In seiner Entscheidung führte der Richter folgendes auS: Jeder Mensch hat ein Recht zur Ar beitZ. Einstellung und ebenso hat jeder Mensch ein Recht, Arbeit anzunehmen, wenn sie ihm geboten wird. Die hier in Frage kommenden Leute weigerten fich, weiter zuarbeiten, als ihre Löhne beschnitten wurden und waren dazu ebenso berechtigt, als fie in legitimer und geeigneter Weise fich die 'Sympathien ihrer Mitarbeiter erwerben dürften. Dieser Gerichtshof wird dabei nie interveniren, aber Einschüchterung ist keine Ueberredung. Wenn große Haufen von Männern fich um ein Etablissement herum ansammeln und fich in Beleidigungen, Drohungen und in Handlungen ergehen, die Thätlichkeiten sehr nahe kommen, so kann das nicht friedliche Unterredung genannt werden. Leute in Angst versetzen, indem man ihre Familien besucht, und tausend andere kleine Mittel, welche angeblich hier angewandt werden, sind ungesetzlich. Die Art und Weise, wie ein einzelner Streiker mit einem Manne, der seine Stelle übernommen hat. Verfährt, kann eventuell eine Drohung sein und diese wird nicht geduldet werden. Dasselbe gilt von der Aufstellung von Wachen (Picketing)." Local-Politisches. - X r -rDie demokratische Campagne in Marion County wird hier am 7. October durch Reden von M. E. JngallS, Präsident der Big Four Bahn und Benjamin F. Shively eröffnet werden. ' Am 12. October wird sodann Wm. JenningS Bryan in der Tomlinson Halle sprechen. Am 17. October wird David Bennett Hill von New Jork in derselben Halle eine Rede halten. UM .. W.lliam D. Smitson an Nellie C. Corcoran, Lots 1 und 2, Smitson's Subd., westlich vom Fluß. $550. Central Trust Co., Trustee, an Hy. M.. Trimpe, Lots 23 bis 32, Lenox Park, nordwestlich von Brightwood. S700.
01 0 No. 1 W. Washington Ztt (Merchants National Bank.) Ein europäisches Department. Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen auf alle Städte Europa?. Schiffsscheine Nd V0' Eurova. An und verkauf ausländischen Geldes. Wie man Erfolg im Leben Haben kann ist wirklich eine ernste Frage. Kein besierer Rath, kann ertheilt werden, als der, ern Spar Conto anzulegen. Nehmen Sie, das Sparen zum Vorsatz und halten Sie an dem Vorsätze fest. Mit der Zeit ist der Erfolg sicher. Die Jndiana Trust Compaanie acceptirt Dcpo siten von 25 CentS bls zu $5,000.00 und zahlt 3 Proz. Zinsen, halbjährlich verrechnet. Ktrpital ..... $1,000,000.00 Ueberschuß 1225,000.00 Infliana Trnst Co. Ecke Washington Str. und Virginia Ave. Durchlaufende Züge. ö.Louis. Die einzige Linie, welche Passagiere und Gepäck in dem AnöstellungSplatz landet, ehe der Zug in St. Louis einfährt. $R 1111 Waggon Exkursion jeden Taq, vUUU ausgenommen Freitags und Samstags, giltig für 7 Tage. $9.00 Uden Tag. Mlg sr ! Abfahrt von Indianapolis II. 50 Uhr Vor. mittags und 11. 10 Uhr Abends. Ankunft auf dem Ausstellungsplatz 7 UhrAbends und 7:40 Uhr Morgens. Stadt'Oksice: 8 Nord Jllinoiö Str. Pennsylvania Linien. Letzte Excursion der Saison. Louisvillc und zurück Sonntag, 16. Oktober Abfahrt von Indianapolis um 7.15 Uhr Äorgens. Retourfahrt vom Louisviller Union Bahnhof um 7 Uhr Abends. Fünfzigjähriges Jubil ä u m. St. Nazianz, Wis., feierte letzthin das 50jährige Jubiläum der Gründung der Ortschaft und der Besiedelung der Umgegend durch den verstorbenen Pfarrer A. Oswald. Am 26. August 1854 kam der verstorbene Pfarrer Ambrose Oswald von Baden mit ungefähr 50 Begleitern bei St. Nazianz an und besiedelte die Gegend. Seltsames Gelübde. Während eines Gottesdienstes in der M. E. Kirche in Wilkesbarre, Pa.. legte die ganze Gemeinde das Gelübde ab, sich alles Fleisches, Butter, Backwerk, Candy, Obst und theureren NahrungMittel für eineWoche zu enthalten, leine Straßen-Car zu benützen, während die Frauen ihre Wäsche selbst zu besorgen gelobten. Das so gesparte Geld soll zur Tilgung einer Hypothek auf deren Kirche verwendet weiden. Verwegene Bahnräuber. Der westlich fahrende Transkontinen-tal-Expreßzug der Kanadischen Paci-fic-Vahn wurde westlich von Mission Junction, Man., von vier maskirten Banditen überfallen, welche in den Expreßwagen eindrangen, den Expreßboten mit vorgehaltenen Revolvern nn Schach hielten und die Spinde, sowie die registrirte Post plünderten. Nach. dem sie Z6000 erbeutet hatten, entflohen sie in die Wälder.
kmm
!'0
1,50
1.50
