Indiana Tribüne, Volume 28, Number 32, Indianapolis, Marion County, 29 September 1904 — Page 6

Jndiana Tribune, 29. September 190a

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B Ä 1 I 1 1 1 Je heißer der Tag, desto schlimmer fhln toir, wen vslt an irgend einer Anordnung 3 des Sföagens Ä leiden; und wie viel besser füdlen wir, enn w3 wir sofort Hf. Aijnuai Koenia' 3 Sp sCfc r frO SiJctlHUUtyLW Dropsen gebrauchen, das tvobl bekannte deutsche Qt.U mitte!. Es giebt nichts besseres. Sichcrc Kur. .Warum nicht ihr Heimanziehend machen, durch den Ge brauch eines .'. .. .'. Garland Ofen... .... unH .... Range... Dieselben übertreffen alle andern in Schonheit. Dauerhaftigkeit, Heizkraft und Sparsamkeit im Kohlen Verbrauche. Dieselben werden mit Vergnügen gezeigt, in WILLIG'S ...Möbel-Handlung... .141 West Washington Straße. r Sehr diel wird jetzt über die hohen Mehlpreise gesprochen. Dies bringt die Versuchung nahe das Brod kleiner zu machen. Wiegt das Vrod ! Joseph Taggart's Puritan" und Jndiana" ist nicht nur das beste in Qualität, sondern Sie bekommen auch Ihres Geldes werth in Gewicht. CZ Fragen Sie Ihren Grocer nach Joseph Taggart's Brod. toi Mm 301 West Washington Str. LerZSustt deS berühmt Quinine :: Whisky DaZ beste Mittel gegen Malaria und Erkältung. Salosn und Restaurant. Neues Telephon 4048. Cfir X R5. -

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Europäische Nachrichten.

heinpfalz. S p e y e r. Auf dem Rhein bei den vereinigten Ziegelwerken schaukelten sich während der Mittagsstunde in einem Kahne mehrere Arbeiterinnen, wobei' die Mädchen Grieshaber und Kayser in das Wasser fielen. Wäh- . . , e ... . 11. i reno erstere mu großer ncuye gerenci wurde, ertrank letztere. Das Mädchen stand im Alter von 16 Jahren und ist eine Tochter von Maurermeister Kayser hier. D ü r k h e i m. Stadtschreiber Jalob Wanner und dessen Ehefrau Elisabeth, geb. Scheerer, feierten das Fest der goldenen Hochzeit. Der Jubilar zählt 81, die Jubilarin 74 Jahre. Ebernburg. Der Sohn des Steinbruchbesitzers in Fürfeld wurde im Steinbruche durch einen nieder, gehenden Felsen getödtet. G e r m e r s h e i m. Bei den ArSeiten für einen Hausanschluß an die städtische Kanalisation rutschte plötzlick das Erdreich des Grabens zusammen und verschüttete den Maurer Karl Bandner von hier. Erst nach harter Arbeit konnte die Leiche geborgen werden. Kaiserslautern. Das 4 Jahre alte Töchterchen des TenderWächters Eonrad Schuh fiel in einen mit kochendem Wasser gefüllten Zuber und erlitt dadurch so schwere Brandwunden, daß es starb. N e u st a d t. Unter großer Theilnähme hiesiger und auswärtiger Freunde und Bekannten fand eine Trauerfeier für den im 52. Lebensjähre verstorbenen Bankier Albert Altschüer statt. Roxheim. Erhängt hat sich hier der 30 Jahre alte Fabrikarbeiter Heinrich Trutzel. W e st h e i m. Der 24jährige Heizer August Batteiger von hier wurde bei Biebrich von einer Lokomotive mit zwei Anhängewagen überfahren. Der Verunglückte, dem beide Beine abgefahren waren, kam in das Hospital nach Biebrich, wo er infolge der erhaltenen Verletzungen starb. Ersaß'Lottzringen. Straßburg. Der Direktor der Tabakmanufaktur, Johann Hammerschlag, ist im Alter von 52 Jahren verstorben. Hammerschlag hat sich um die Hebung deö Tabakbaues im Elsaß große Verdienste erworben. Bernweiler. Zwei Menschenleben hat das Gewitter gefordert. Die beiden, 13 und 16 Jahre alten Töchter des Ackerers Denker wurden, im Bette liegend, vom Blitzstrahl getroffen und auf der Stelle getödtet. Forbach. Mehrere Kinder vergnügten sich damit, vor einer Wagenschmiede unter einem Wagen durchzukriechen, dessen Hinterräder zur Reparatur entfernt und durch zwei Stützen ersetzt waren. Als daS fünfjährige Söhnchen des Herrn Krewenig unter dem Wagen durchkroch, krachte der Wagen zusammen und begrub das Kind unter sich, das sofort getödtet wurde. H a y i n g e n. Ein seit einigen Monaten beschäftigungslos sich umhertreibender Arbeiter Namens Hcnbei wurde dabei abgefaßt, als er eine Kiste, in welcher sich Lebensmittel aller Art befanden, über die Parkmauer warf, wahrscheinlich um die Gegenstände später daselbst abzuholen. Metz. Aus Furcht vor Strafe wegen Verleumdung Vorgesetzter in einem anonymen Brief an den Obersten des Regiments erschoß sich der Gefreite Munding vom bayerischen Infanterie - Regiment No. 8. M o l s h e i m. 5luf gräßliche Weise zu Tode gekommen ist hier die in den 20'er Jahren stehende Ehesrau des Wegewärters Kordian. Die Frau stellte, um besser an emen Vogelkäfig gelangen zu können, zwei Stühle übereinander, diese fielen um und ein Stuhlbein drang ihr in den Unterleib, was ihren Tod zur Folge hatte. ZirecNkenburg. Fried land. Das Wohnhaus des Pantoffelmachers Schwulst in der Mauerstraße brannte nieder. Den Wehren gelang es, die benachbarten Häuser des Lehrers Joh. Müller und des Müllers Ballschmieter vor dem Uebergreifen des Feuers zu schützen. G i e l o w. Hier feierte der frühere Mühlenpächter, jetzige ErbpächterAltentheiler Benduhn das Fest der goldenen Hochzeit. Hohen-Viecheln. Der Lehrer K. Bennöhr Hierselbst tritt mit dem 1. October d. I. nach 48jährigerWirksamkeit in den wohlverdienten Ruhestand. Obgleich 72 Jahre alt, erfreut er sich noch besonderer körperlicher Rüstigkelt und Geistesfrische. Zu seinem Nachfolger ist sein zungster Sohn, der gegenwärtig die- zweite Lehrerstelle in dem Nachbardorfe Kleinen verwaltet, berufen worden. P a r ch i m. Infolge eines Unqlücksfalles starb nach qualvollem Leiden im hiesigen Krankenhause der 23 Jahre alte Arbeiter Marawardt aus Tesse.iow. Er kam mit einem Sack Hafer, den er eine Treppe hinunter trug, zu Fall und zog sich dabei eine Verletzung des, Beines zu, die er wenig beachtete. Bald trat eine Verschlimmeruna der. Wunde ein. sodaß das Bein abaenommen werden mußte Trotzdem breitete sich die Eiterung weiter aus und führte den Tod Marawardts herbei. Schwaan. Der seit ca. 14 Iahren beim biesiaen Postamt angestellte.

Postschaffner Carl' P'ohlmann 'feierte .a rr' n:..c:f "

lern zojarjugcs icnmuuuuum. T e s s i n. Im frohen Kreise ihrer Kinder und Enkel begingen Konditor Albert Cornehl und Gemahlin das Fest ihrer goldenen Hochzeit. Der Großherzo,i übersandte sein Bild in prachtvollem .Rahmen. W i s m a r. In dem. Hebungsdorfe Vorwendorf brach Feuer aus. Es brannte der mit Stroh gedeckte Katen des Erbpächters Gildemeister mit dem dazu gehörigen Stall ab. Gerettet wurde wenig; zwei Tagelöhner waren nicht versichert. Hrdenöurg. Oldenburg. Der Großherzog hat dem Gendarmerie - Oberwachtmeiste? Lüttmann in Virkenfeld das Ehrenkreuz zweiter Klasse verliehen. V u r h a v e. Der Großherzog hat den Pfarrer Kuhlmann in Burhawe zum Kirchenrath befördert. V a r e l. Das Vermögen des im November 1902 in Jaderaußendeich verstorbenen Landmannes Dieksen, das ungefähr 560,000 Mark betrug, wurde m unserer Stadt an die 61 lachenden Erben ausbezahlt. Varelerhaven. Dem ehemangen Schiffskapitän Ulffers in Barelerhasen ist der Dienst eines Hasenmeisters übertragen. Zwlschenahn. Endlich ist mit Sicherheit die Persönlichkeit des jungen Mädchens festgestellt worden, das neulich durch Ertrinken im See seinem Leben ein Ziel setzte, Alma Harms aus Hamburg, 16 Jahre alt. Der Vater stammt aus Westerstede. Ireie Städte. Hamburg. Der Decksmann Johannes Frank fiel bei der Veddel von Bord des Fährdampfers Hagedorn" in'S Wässer und konnte trotz sofort angestellter Rettungsversuche nur noch als Leiche geborgen werden. Frank wohnte in dem Hause Vorsetzen No. 19. x- In dem Hause Südstraße 49 fehlte sen einiger Zeit eme Sprosse des Treppengeländers. Letztens wollte der kleine Knabe Jacobsen sich in die in dem Hause in der dritten Etage belegene elterliche Wohnung begeben. Das Kind fiel durch die Lücke und snirzte von der dritten Etage in die Tiefe, wo es bewußtlos liegen blieb. Der Kleine hatte sich emen schweren Schadelbruch zugezogen. Sem 25jähriges Dienstjubiläum feierte Georg Roebe, Bureauvorsteher am hiesigen Gewerbegericht. Vom Senat wurde dem Jubilar durch den Vorsitzenden des Gewerbegerichts, Rath Boysen, ein Portugalöser feierlichst überreicht; auch anderweitig wurden ihm zahlreiche Ehrenbezeugungen zutheil. Das in der Zollvereinsniederlage, Schonstraße, befindliche Papierlager von Lüttge und Bösche wurde ein Raub der Flammen. Auch das in demselben Hause befindliche Stiefellager von Joseph Asch und Co. hat gelitten; die im Erdgeschoß des Hauses gelegene Polizeiwache wurde unter Wasser gesetzt. Der Schaden wird auf 80.000 Mark geschätzt. Bremen. Ein größerer Baumwollenbrand kam in der südöstlichen Ecke des Kaiserhafens zu Bremerhaven vor dem Schuppen No. 9 zum Ausbruch. Dort lagerten im Freien ca. 1,000 Ballen Baumwolle, die von dem englischen Dampfer Atlantian" angebracht waren und von den Firmen Anton Günther, P. H. Ulrichs & Co. und Uhlemann empfangen waren. Durch das Feuer sind etwa 350 Ballen beschädigt und durch Wasser etwa 600. In der Weser ertrunken ist der Fährpächter Suling, dessen Fähre sich am Osterdeich beim Sielwall befindet. Lachsfischer fanden seine Leiche bei Ebbe am Stadtwerder auf dem Strande. Lübeck. Die nahe bei Schwartau belegene Tremser Knochenmühle und chemische Düngerfabrik Paap & Christ ist bis - auf die Umfassungsmauern niedergebrannt. Der reiche Inhalt der Gebäude und die maschinelle Einrichtung ist vernichtet. Im vollendeten 80. Lebensjahre entschlief der frühere Hauptlehrer I. P. F. Burmeister. Der Entschlafene galt als einer der tüchtigsten Schulmänner Lübeck's. Nachdem er als Nachfolger des bekannten Nechenmeisters Hase lange Jahre hindurch, die einzige hier bestehende KnabenMittelschule in dem alten Jakobikirchenschulhause geführt hatte, ward er bei Uebernahme der Schule auf den Staat ebenfalls mit übernommen und seine Anstellung vom 1. Juni 1859 festgestellt. Am 1. Oktober 1889 trat er dann nach 30jähriger Thätigkeit als Hauptlehrer rn den Ruhestand. Schweiz. Bern. In Folge einer Lungen entzündung starb im Alter von 71 Jahren Gymnasiallehrer Hegg. .Basel. Hier starb Moritz Kahnt, der seit fünfzig Jahren in Basel als erster Cellist gewirkt hat. Kahnt, noch ein Schüler Grützmacher's, war allgemein als hervorragender Lehrer geschützt. E l m. Der Fabrikarbeiter Cam panini, ein 23jähriger Mann von Schwanden, stürzte beim Evelwelßsu chen am Erbserstock zu Tode. Kavvel (Solothurn). Bei einem auf einem Misthaufen entstandenen Brande ergriff das Feuer die nächststehenden Häuser. Zehn Bauernhäuser, meist der wenig bemittelten Klasse angehörend, wurden mit Mobiliar

und theilweise auch Vieh ein Raub der Flammen.

Montreux. Ein Gast des hiesigen Grgnd Hotel de Caux, v. Rutt aus Freiburg i. B., wurde auf tmem Ausflua nach dem Jamanpaß von plotzlichem Tode ereilt, v. Rutt war 65 Jahre alt. Münster. In Rossemaison wurde ein Mord verübt. Der 22jahrige Emil Cortat schnitt einer 70mhnae Frau Josephine Couttat die Kehle durch und verletzte eine Frau Josephine Hublard schwer. Cortat hatte von seinen Opfern erfolglos Geld verlangt und au? deren Weigerung hin die That beaangen. Einige Bürger nahmen ihn fest und hielten ihn in Courrendlin bis zur Ankunft des Gendarmen gefangen. Er wurde in's hiesige Gefängnitz gebracht. Sattel. Beim Brande einer AlpHütte im Hinteren Theile des Riemenstaldenthales, oberhalb Sistkon (Kanton te), verunglückte Franz Karl Amgwerd, Sohn des Kantonsraths Al. Amgwerd von hier. Der 25jährige junge Mann wollte einige Habseligkeiten retten und zog sich dabei schreckliche Brandwunden zu, denen er erlag. Auch vier Stück Kleinvieh blieben in den Flammen. S ü v a t a n. Infolge unvorsichhger Handhabung seiner neuen Pistole jagte sich Oberleutnant O. de Riedmatten eine Kugel m den Unterleib und verwundete sich tödtlich. De Riedmatten war kantonaler Steuerkontrolleur in Sitten und nahm an einem Wiederholungskurs der Landwehr in den Festungen von St. Maurice theil; er zählt 43 Jahre. St. Gallen. Unter großer Betheiligung des Volkes fand die Einweihung desDenkmals des St. Galle? Bürgermeisters und Reformators Vadian, der 14841551 lebte, . statt. Dem Schöpfer des Denkmals, Kißling, wurde ein Lorbeerkranz überreicht. Wegen Unterschlagung öffentlicher Gelder in hohem Betrage ist der Bezirksschulrath Bücheli - Altstätten verhaftet worden. Utzwill (St. Gallen). Der 16jährige Gärtnergehilfe Schmid versuchte einen Raubmord an seiner Mei sterfamilie Näf, indem er durch Hammerfchlage Frau Naf schwer und Herrn Näf leichter verletzte. Zürich. Das Obergericht hierselbst verurtheilte den 22jährigen Jakob Lindinger, der mit seinem sieben Monate alten Kind in's Wasser ging, sich selbst dann aber noch rettete, weil er vergessen hatte, von seiner Frau Abschied zu nehmen, zu 2y2 Jahren Zuchthaus. Das Gericht nahm verminderte Zurechnungsfähigkeit an. Hesterreich.'Fl.ngarn. Wien. Die 18jährige Komptoristin Hermine P. trank im Closet eines Hauses aus unglücklicher Liebe verdünnte Salzsäure. Sie wurde in's Rudolfspital bracht. Der 23iährige Hilfsarbeiter Joseph Milda, in Florisdorf wohnhaft, hat sich in sei nem Schlafzimmer erhängt. Anaestell te Wiederbelebungs - Versuche hatten keinen Erfolg. Oberleutnant des 93. Infanterie - Regiments Anatol Neumann Ritter v. Spallart, ein Sohn des' verblichenen Hofrathes Professor Franz Xaver v. NeumannSpallart, wurde im großen Festsaale der Universität zum Doktor der Philosophie promovirt. Von einem Gerüste im 4. Stockwerk eines Neubaues in der Brigittenau, PLchlergasse No. 15, fiel ein Ziegelstein in die Tiefe. Der 44jahrlge Taglohner Thaddäus Wleczka wurde mit voller Wucht getroffen und starb kurz dar auf. Baden. Der bei Baron Rothschild beschäftigte Aufseher Jos. Weiß aus Enzersdorf stürzte . auf einem Ritte nach Loebersdorf vom Pferde, wurde eine Strecke geschleift und blieb dann todt am Platze. B r ü n n. In Namiest brach in einer mit Futtervorrathen gefüllten Wagenremise des GrundbesitzersRou schek ein Brand aus, der dieses Ge bäude, das Wohnhaus, die Stallun gen und sämmtliche in den Bodenräu men befindlichen Vorräthe einäscherte. K l e l n z e l l. Hier wurde m fei erlicher Weise die von der Sektion Klemzell des Oesterrelchlschen Touri stenclubs errichtete Schwarzwaldeck warte" (1069 Meter) eröffnet. Olmütz. Lehrer Franz Brzostowski beging das Jubiläum seiner 25jähriqen hiesigen Lehrthätigkeit und gleichzeitig feierte mit seiner Gattin das Fest der Silbernen Hochzeit. Da! Jubelpaar erfreut sich in den deutschen , Kreisen unserer Stadt großer Beliebtheit. Proßnitz. Der Häusler Wenzel Balasch wurde bei dem Dorfe Char wat während eines Unwetters vom Blitze erschlagen. Salzburg. Vom Stielkogl bei Hüttau ist beim Edelweißsuchen ' der 62jährige Schneider Karl Bühler aus Hengersberg rn Württemberg ab gestürzt und war sofort todt. '.S G e m ü t b l i ch. Sevp (bei der Kirchweih): Du, Michel, i' mein', heut' kommst D' noch mit dem Habersepp zum Raufen?" Michel (dem der Habersepp von' rückwärts ' einen Vierkrug an den Kopf geworfen): I' mein's aa', denn er hat schon a' Bemerkung von hinten 'rum fallen lass'n!"

parkcrs Uachstlgrr.

U Nmiation Richter Vnllens zum vhes, Nchter des New Yorker AppellhofeS. Wie vorauszusehen war, ist Edgar M. Cullen sowohl von der republikani schen als der demokratischen Staatskondention des Staates New Fork zum Chefrichter des Appellationsgerichts nominirt worden. Für das Amt war Edgar M. Cnllen. tt bereits vor einiger Zeit von Gouverneur Odell für die Dauer bis zum 1. Januar 1905 ernannt worden, und zwar an Stelle des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Parker, der von dem Posten resignirt hatte und dessen Termin am besagten Tage abgelaufen wäre. Die Amtsdauer des Chefrichters ixs New Yorker Appellationshofes,' dieses höchsten Gerichts des Empire-Staates, währt 14 Jahre. Edgar M. . Cullen, der 1843 in Brooklyn, N. F., geboren ward, siudirte das Jngenieurswesen. Er trat bei Ausbruch des Bürgerkrieges als Zweiter Leutnant in das Erste New Dorker Jnfanterie-Regiment ' ein und betheiltgte sich an den blutigen Schlachten bei Corinth und Vicksburg; binnen kurzer Zeit war er zum Obersten aufgerückt. Cullen beendigte nach dem Kriege seine Ausbildung als Ingenieur, wandte sich dann aber Rechtsstudien zu und wurde 1867 zur Barre zugelassen. Bald war er einer der führenden Advokaten Brooklyns. Gouverneur Tilden machte ihn 1876 zum Mitglied seines Stabes und verlieh ihm den Titel eines Brigadegenerals. Cullen wurde 1880 auf die Dauer von 14 Jahren zum Richter des Staats-Obergerichts erwählt und 1894 wiedergewählt. Ex.Dbcrst c. D. 2er Korrespondent des Berlin:, Tazcblat tes" in der Mandschurei gematzregelt. Unter den auswärtigen Kriegskorrespondenten m Kuropatkms Haupt quartier haben wenige durch die gründ liche und besonnene Schilderung der Ereignisse, soweit eben die Censur eine Oberst N. Vaedke. solcze durchlieb, in so hohem Maße das Interesse der Fachmänner erregt, wie der frühere preußische Artillerieoberst Richard Gaedke. der Berichterstatter des .Berliner Tageblatts." Ihm ist dieser Tage ein eigenes Mißgeschick Passirt, das er allerdings erwartet haben dürfte. Gaedke, dessen unerschrockene Kritik über die Zustände im deutschen Heer . den regierenden Gewalten schon längst ein Dorn im Auge war, hat nämlich seinerzeit bei einer Besprechung des Belgrader KLnigZmords die serbischen Offiziere bis zu einem gewissen Grade in Schutz genommen, indem er darauf hinwies, daß sie nicht allein ihrem Kriegsherrn, fondern auch der von diesem gröblich gebrochenen Verfassung ihres Landes Treue geschworen hätten, und daß der hieraus entstandene Konflikt ihrer Pflichten vom historischen GesichtsPunkt aus auch anders als rundweg verdammend aufgefaßt werden könnte. Ein Ehrengericht hat nunmehr, wenn auch etwas spät, dem bisherigen Oberst a.. D. das Recht zum Führen seines Titels und zum Tragen der Uniform abgesprochen. Ob Gaedke bei seinen russischen Freunden durch die Maßregelung besonders diskredirt werken wird, ist ledenfalls eine offene Frage. . - ' t Ueber 700 Bahnstationen, und 795 Meilen Eisenbahnlinien gibt es innerhalb der Gemarkung Groß-Londons.

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Eismic Disziplin. Tie Erziehung der japanischen Offiziere sür ihren Beruf. Zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten des Mikado-Landcs zählt die Marine- und Kadettenschule auf Etajima, einer großen Insel zwischen Ku:e und Migajima. Diese Schule ist die einzige ihrer Art in Japan. In Tokio gibt es dann noch eine Marine-Akade-mie. Die Kadettenschule steht unter dem Kommando de Kontreadmirals Tomioka. Das Lehrerkollegium zählt 22 Offiziere. 15 Civillehrer und drei Engländer für Sprachunterricht. Entgegen den Armeekadettmschulen, auf welchen nur Teutsch und Französisch getrieben wird mit Ausnahme eines Bruchtheils für Russisch in Toiio lernen in der Kadettenschule der Marine die Schüler, nur Englisch. Die englisch sprechenden Offiziere der Armee sind frühere Avantageure, die nach Ablegung des Mittelschulexamens in die Armee eingetreten stnd. Auch an der Marineakademie ist kein Deutscher als Lehrer beschäftigt. Die Kadettenschule für die Marine ist 1869 in Tokio gegründet und dann 1888 nach Etajima verlegt worden. Die Schüler' gliedern sich in drei Jahrgänge. Der erste zählt augenblicklich 195. der zweite

180 und der dritte 196 Kadetten, zusammen 571 Schüler. Das Durchschnittsleöensalter der untersten Klasse beträgt 19 Jahre 7 Monate, das de? zweiten 20 Jahre 7 Monate und das der obersten 21 Jahre 6 Monate. Der Unterricht dauert von 812 bezw. 13 Uhr. Später werden dann noch hin und wieder besondere Stunden abgehalten. Außer in den Wissenschaften werden die Kadetten natürlich auch im praktischen Dienst und in Leibesübungen unterrichtet. Unter letzterem findet das Fechten nach alier Weise mit einem zweihändigen (Bam-bus-) Schwert besondere Aeachtuna. Beim Fechten wird jeder Hieb von einem Schrei begleitet. Spring?n. Vorund Rückwärtsgehen, wie überhaupt die Stellung verändern ist erlaubt. Als Schutz dient ein einer Rüstung ähnlicher Paukschurz und eine Maske ähnlich den Filzmasken, welche beim Fecb-tenlernen-auf deutschen Universitäten benutzt werden. Die Hiebe werden mit großer Wucht geführt, und es gehört gemeiniglich ein recht harter Schädel dazu, deren viele nach der Reihe auszuhalten. Die Gebäude der Schule sind geräumig und nach den neuesten Vorschriften gebaut. Schlaf-, Wohn- und Schulräume machen einen freundlichen Eindruck. Eine Sammlung von Modellen allerlei Art unterstützt den Unterricht. , Eine soziale Lektion. -Die elenden Gehalte, welche von vielen Pariser Handelshäusern ihren Augestellten gezahlt werden, haben jüngsthin dortigen Geschworenen Veranlassung gegeben, einem Defraudanten mildernde Umstände zu bewilligen. Ter Schuldige war Buchhalter bei dem großen Finanzinstitut der Societe Generale." Er hatte dort circa 22.000 Francs (1 Franc 18.8 Cents) unterschlagen. Davon gab er monatlich 200 Francs seiner Frau und seinem Töchterchen. deponirte als sorgsamer Mann 6000 Francs nach und nach beim Credu Lyonnais" und verjubelte den Rest mit einem Fräulein . Jonlot. Wäre diese Liaison nicht gewesen, so hatte ihn die Jury vielleicht gänzlich freigesprochen. Denn die Geschworenen stellten sich auf den Standpunkt des Vertheidigers, der ausführte: Indem die Societe Generale' einem ihrer Beamten, der genöthigt war, einen anständigen Rock, saubere Krägen und Manschetten, einen ordentlichen Hut und ganze Stiefel zu tragen, einen Monatsgehalt von 142 Francs 50 Centimes gab, verurtheilte sie diesen Beamten und Familienvater zum Hungertode. Die ,Societe Generale' würde weniger bestohlen werden, wenn sie ihre Leute besser bezahlte." In einer Flasche g efangen. In manchen Ländern Pflegt man enghalsige Flaschen mit etwas Zuckerwasser oder versüßtem Bier darin an Obstbäumen aufzuhängen, um schädliche Insekten wegzufangen. Der Inhalt einer solchen Flasche, die einen Monat lang an einem Pflaumenbäum gehangen hatte, bestand aus 57 Schmeißfliegen, 5 Marienkäfern, 20 Motten, 12 Schmetterlingen, 45 Wespen, 1 Raupe, 33 weniger bekannten Insekten, 4 Bienen. 64 Ohrwürmern, 450 gewöhnlichen Fliegen, 1 Insektenpuppe. 13 Pferdefliegen. 27 Käfern und 5 Spinnen, außer einer unzähligen Menge von ganz kleinen Fliegen, Ameisen und anderen winzigen Insekten. Petroleum als HeizMaterial. Das deutsche Reichs-, marineamt hat in Kiel den Bau 'von zwei neuen Tankdampfern in Auftrag gegeben. 'Sie sind bestimmt, den deutschen Kriegsschiffen Petroleum als Brennmaterial zuzuführen. Petroleum ist bei großen Linien-(Schlacht-)schiffen bereits mit solchem Erfolge als BxnnMaterial benützt worden, daß die deutsche Flottenverwaltung beschlossen hat. es in Zukunft in größeren Quantitäten zu verwenden. In Indien kommt eine Art von Schmetterlingen vor, bei denen das Männchen einen gelben linken und einen rothen rechten Flügel hat. Leim Weibchen erscheint die fflügelfarbe um-gekehrt.

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