Indiana Tribüne, Volume 28, Number 29, Indianapolis, Marion County, 26 September 1904 — Page 5
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?as Zchibbolety der Afra. Burleske von Karl Pauli. - Jedes Haar auf meinem Kopfe sträubte sich, und ich habe sehr viele (Haare natürlich), meine Knie zitierten, meine Zähne schlugen heftig gegen einander, ' entsetzlich, schrecklich, fürchterlich, gräßlich, unerhört! Und so etwas anhören zu müssen und nicht helfen zu können, es war zum Wahnsinnigwerden! Und wenn ich wenigstens noch wüß' te, was das bedeutet: Das Schibboleth der Afra!" Kann vielleicht Ja so, ich vergesse ja ganz, zu erzählen, was sich eigentlich zugetragen. Ich wollte an meinen Freund telephoniren und war zu diesem Zwecke genöthigt, ein Telephon zu benutzen. Ich trete also heran und klingle an. Hier Amt sieben," tönt es sofort. Bitte, Amt neun." Drrr tak tak tak zschlik tack. Hier Krarnscht St speun." Wie?" Hie? Kramscht St reu b t." Unglaubliche Sprache, dachte ich, aber es wird wohl Amt neun sein. Bitte Achtundfechzig-Achtzehn!" Wll 7 MU su klll ll katuka!" Was?" Wu mu su klu li katuka!" Ich verstehe Sie nicht! Bitte derbinden Sie mich mit Acht und sechzig acht zehn!" Wu-waluka schuh!" Es ist unmöglich! Verstehen Sie mich denn nicht?" Mu trie vier Hu fen!" Aha, Hufen hat sie gesagt, das he'ßt gewiß rufen", denn das Fräulein hal gar keine Veranlassung, mir den eventuellen Besitz von vier Hufen oorzuwerfen. Jawohl, ich habe richtig verstancen, da geht schon die Klinke. 2xt tack, tack, tack zscht tack. Ich drehe die Kurbel. Nrrrrr? ja, verkünden scheine ich zu fein, aber es meldet sich Niemand, nur ein wüstes Tosen schlägt an mein Ohr. Ich drehe wteder. Da, mit einem llia'e ei ? gräßlich?.? Aufschrei! Um Gotteswillen, was geschieht da?" Ich reiße den zweiten H'örer auch herunter und nehme ihn an's Ohr an's andere natürlich und muß so Zeuge einer entsetzlichen Scene fein, die sich blutig vor meinen hörenden Ohren abspielt. Hilfe, Hilfe!" höre ich ganz deutlich eine markerschütternde Stimme im Tone der höchsten Todesangst. Schweig, Elender!" tönt ein rauhes Organ. Suche wenigstens so anständig wie möglich aus der Welt zu gehen, nachdem du sie so lange mit deinem Dasein besudelt!" Mach' ein Ende!" ruft eine dritte Stimme.' - - Gnade! Erbarmen!" Hast du Gnade gekannt? Erbarrnen gchabt? Kennst du dieses Messer?" Thun Sie das Messer weg!" schrie ich in das Telephon,' aber sie hören
mich nicht. Gnade!" wimmerte das Opfer. Sühne im Himmel!" Oder in der Hölle!" ruft die dritte Stimme wieder. Gnade, Gnade, denkt an meine arme Frau meine Kinder!" Denk' an das Schibboleth der Afra!" dröhnt es auf einmal mit furchtbarem Tone, und den Worten folgt ein Aufschrei, so gräßlich, so entsetzlich, so martervoll, daß mir das Mark in den Knochen gefror. Entsetzt drücke ich die beiden Hörer, um mir die Ohren zuzuhalten, fester an den Kopf und stürze mit der Schnelligkeit eines Tausendfußes davon. Natürlich reiße ich das Telephon von der Wand, verletze mich an. beiden Ohren und erdrossele beinahe ein Kind, um dessen Hals sich der linke Leitungsdraht geschlungen. In ' meiner Verwirrung hänge ich das Kind an die Wand, klebe ein Pflaster auf das Telephon und stürze fort, fort, unaufgehalten zum Bahnhof Jannowitzbrücke, rufe dem Lokomotivführer: Königgrätzerstraße fünfundsünfzig" zu und springe in den bereitstehenden Zug, der zwei Minuten früher abgeht, als mir einfällt, daß man mit der Stadtbahn gar nicht nach der Königgrätzerstraße fahren kann, und daß ich eigentlich eine Droschke besieigen wollte. In verzweifelnder Ratlosigkeit steige ich auf dem nächsten Bahnhof aus. Ich eile auf die Straße hinunter, und dort legte sich meine Erregung so weit, daß ich einsah, es wäre, wenn, ich nach der Königgrätzerstraße fahren wollte, Vortheilhafter, nicht in einen Pferdebahnwagen 'zu sieigen, welcher nach dem Rosenthaler Thor fährt. Endlich gelangte ich an das Ziel meiner Wünsche. Schneller als das letzte Mal hinab, fliege ich die Treppe hinauf.- Die Corridorthür steht offen aha, die Mörder sind entflohen! Aber 'sie haben Spuren zurückgelassen,' man wird sie finden! Ich reiße die Thür auf, der Anblick, der sich mir bietet, läßt mich zurücktaumeln ich sehe meinen Freund ein Messer tief in der. Brust einer gebratenen Gans haltend, ganz gemüthlich mit seiner Frau bei Tische sitzen. Was gibt's, was ist geschehen? rufen mir Beide entgegen. Ich will reden, es geht nicht. Mein Freund bringt Wein, seine Frau Senfspiritus. Ich trinke den Senfspiritus und rieche an dem Wein. Das bringt mich so weit zu mir, daß ich erzählen kann..
Hter war es man," lagle mein Freund kopfschüttelnd Dann war es vielleicht wo anders bemerkt seine Frau. Sie haben sal schen Anschluß qehabt. Falscher Anschluß ja das ist's!" sckrie ich. Die entsetzliche That ist geschehen, aber sie war falsch ange schlössen!" Sie müssen sofort auf's PolizeiPräsidium!" ruft mein Freund. Ja, natürlich!" antwortete ich. Sagen Sie mal wissen Sie nicht,, was das bedeutet: , Schibboleth der Afra?" So ziemlich," antwortete er. Schibboleth ist ein Erkennungswort und Afra ein arabischer Stamm, der stirbt, wenn er liebt." Das weiß ich allein," antwortete ich und ging auf's Polizeipräsidium. Wie ich durch die Charlottenstraße komme auf der linken Seite gehen zwei Herren vor mir her, an einer Ecke trennen sie sich, und der eine ruft dem andern nach: Dent' an das Schibboleth der Afra!" Ich hatte ein Gefühl, als wäre ich von Eis und hundert Wiesel liefen an meinem Körper herab. Die Stimme, die Betonung, er war's! Lautlos folgte ich ihm. Es ist ein großer, schlanker, elegant gekleideter Mann mit blondem, krausem Haar und intelligentem Gesicht. Und dort ein Glück kommt wirtlich selten allein erscheint zum Glück ein Polizeileutnant. Ich eile auf ihn zu. Das ist er, der dort!" Wer was?" fragte der Officier. Der Mörder! Der heute Mittag ge gen 1 Uhr gemordet hat. Verhaften Sie ihn!" Der Officier macht ein ungläubiges Gesicht.' . Verhaften Sie ihn, ich bestehe darauf!" schrie ich. Er schreitet auf den Mörder zu und spricht höflich und leise einige Worte mit demselben. Dieser stutzt, schüttelt den Kopf, scheint sich aber fügen zu wollen. Die Beiden steigen in eine Droschke ich ebenfalls, komme aber etwas später an, da mein Kutscher nicht wußte, wo sich das Polizeipräsidium befand und mich nach dem Packetpostamt fuhr. Als .ich in's Verhörzimmer trat, war der Criminalcommissarius gerade bei der Frage: Wo waren Sie heut Mittag gegen 1 Uhr?" Zu Hause, mit ein paar Bekannten," antwortete mit erkünstelter Ruhe der Mörder. Und den einen hast du ermordet. Elender!" rief ich mit Donnerstimme. Und wenn ich dich nicht sah, so hörte ich dich hörte dein Opfer um Gnade flehen, hörte deine' und deiner Mitschuldigen erbarmungslosen Worte hörte, wie Ihr Euer Opfer umgarntet, hörte, wie du ihm das Messer in die Brust bohrtest! Denk' an das Schibboleth der Afra!" .
Hahahaha, hahahaha" ein nicht
.enden wollendes Gelächter erschütterte
die hohe Gestalt des Mörders. Wo haben Sie denn das gehört?" Durch's Telephon!" donnerte ich ihn an. Ich hatte falschen Anschluß." Den haben Sie noch!" erwidert er. Ich bin der Schauspieler Joseph Tarnau, und die Worte: Denk' an das Schibboleth der Afra" kommen in einer Nolle vor, die ich studirte." Aber," rief, ich, warum gaben Sie denn keine Antwort, als ich anklingelte?" Weil ich das gar nicht gehört habe; ich hatte, um nicht fortwährend gestört zu werden, den Hörer abgenommen." Ach so, hr? ja!" Ich wollte noch stoaS fagn, ber der Beamte ließ mich nicht dazu kommen, sondern entließ uns; bei dem Künstler entschuldigte er sich höflichst der Störung wegen, zu mir .sagte er: Und Sie können auch gehen!" Ich ging. In meiner Niedergeschlaginheit wurde ich nur dadurch aufgerichtet, daß ich endlich erfahren würde, was das Schibboleth der Afra" für ein Ding sei. Ich konnte es kaum erwarten, bis ich die Frage an Tarnau stellen konnte, aber meine Hoffnung war eine vergebliche gewesen, er wußte es selbst nicht!
Der Ehestifter.
Carmela NosatZ und Giuseppe Ausili haben vor zehn Iahren in Rom igeheirathet. Heute ist aber Carmela 45 Jahre alt und verblüht, wählend ihr Mann mit 38 Iahren noch Verehrerinnen findet, soviel er mag. Die Folge davon waren standige Eifersüchteleien von Seiten Carmelas, bis Giuseppe, des ewigen Streites müde, eines TageS nicht mehr nach Hause kam und sich eine andere Wohnung suchte. Das Weib ' schwur Rache, und als Giuseppe in einer Osteria friedlich seinen Schoppen Wein trank, stellte sich Carmela vor das niedrige Fenster der Kneipe, zog einen Revolver aus der Tasche, zielte lange und bedächtig auf den still schlürfenden Gatten und drückte aö. Giuseppe brach mit einem Schrei todt zusammen, das Glas entrollte seinen Händen und spranq in tausend Stücke. Die
Kugel war durch den geöffueten Mund.
ln's Gehlrn gedrungen. Die Morderin wurde nach einer wilden Jagd in der Via Nazionale verhaftet. '
Humoreske von Paul Bliß. Seit ungefähr acht Tagen machte Hauptmann Wolfram eine Entdeckung, die ihn zu einem eifrigen Nachdenken zwang, er merkte zu feinem nicht geringen Erstaunen, daß seine Weine rapid abnahmen, und auch in' seinen Cigarrenvorräthen entdeckte er täglich größere Lücken. Der Hauptmann, ein humorvoller Junggeselle, konnte keine Erklärung dafür finden, wo die entschwundenen Herrlichkeiten hingekommen sein konnten; der.einzige Mensch, auf den zuerst Verdacht fallen mußte, war Franz, der Bursche; diesen aber kannte der Hauptmann feit langer Zeit als einen treuen, zuverlässigen Menschen und deshalb traute er ihm nicht zu, daß er derartige Dummheiten machen würde; trotz alledem aber nahm der 'Hauptmann sich vor, von heute ab die Augen offen zu halten, um endlich dem Langfinger auf die Spur zu kommen. Als die Sache im Kasino bekannt wurde, rief , der kleine Hauptmann Schmettwitz dem so gefoppten Kameraden lachend zu: Sehen Sie, lieber Wolfram, das kommt davon, wenn man ewig ledig bleibt; hätten Sie eine Frau, dann würde so etwas gar nicht vorkommen, sehen Sie mich an, in meinem Haufe geht Alles, seit ich verheirathet bin, wie am Schnürchen, und Sie wissen doch, wie es ehedem stets bei mir aussah! Nein, ich bleibe dabei: in einen ordentlichen Haushalt gehört eine Frau, sonst geht Alles drunter und drüber." Hauptmann Wolfram wurde einen Augenblick nachdenklich, dann aber raffte er sich gleich wieder auf, schüttelte den Kopf und rief: Nein, nein! Lieber ertrage ich noch weiteres Ungemach, als daß ich meine goldene Freiheit so leicht preisgebe!" Run gut, wer nicht hören will, muß leiden," sagte der kleine Schmettwitz gelassen. Gewiß, leiden wir also! Prosit!" und lachendhielt Wolfram den Sektkelch hoch. Prost, Kinder! Auf daß wir niemals mehr zu leiden haben als hute!" Und hell tönten die Gläser zusammen, und jubelnd stimmten alle Junggesellen in den Ruf mit ein. Aber als Hauptmann Wolfram in dieser Nacht heimkam, hatte er doch das Gefühl eines leisen Unbehagens. Die Worte des kleinenKameraden SchmettWitz wollten nicht fort von ihm, immer klang es ihm in den Ohren: In einen ordentlichen Haushalt gehört eine Frau, sonst geht Alles drunter und drüber," fortwährend mußte er darüber nachdenken, und als er sich nun in seiner Junggesellen - Wohnung umsah, da mußte er es sich eingestchen, daß der, Kamerad wirklich nicht so unrecht hatte, denn obgleich es hier sehr nobel und elegant ausgestattet war. man merkte es doch bald, daß die ordnende Hand einer Frau fehlte, eben jenes letzte Etwas, das die Wohnung traulich und anheimelnd macht, und das auch wirklich nur Frauenhände schaffen können.' Deshalb sprang er auf, schüttelte die trüben Gedanken von sich ab und dachte: am besten, man trinkt noch einen guten Schoppen, dann wird der Gram wohl verscheucht werden. Er machte sich also auf, seinen Vurscheu zu wecken, damit er ihm eine Flasche Schloßabzug" aus dem Keller heraufhole. - Aber als der Hauptmann an des Burschen Kammerthür pochte, antwortete Niemand, auch ein zweites und drittes Pochen blieb unbeantwortet; da drückte er auf die Klinke, die Thür ging auf, aber kein Bursche war im Zimmer. Erstaunt sah sich der Hauptmann um, zugleich aber bemerkte er auch, daß die Flurthür, die zu den Hintertreppen führte, offen stand und nur angelehnt war. Immer erstaunter ging er nun dahin, um die Sache näher zu untersuchen. Kaum hatte er den Treppenflur betreten, als er auch schon ein Gespräch h!te und deutlich die Stimme seines Burschen erkannte. Behutsam trat er näher, und da sah er denn, wie in der Küche der fremden
Wohnung fein Bursche es sich außerordentlich bequem gemacht hatte: er saß bei einer schmucken Köchin, mit der er eben auf eine glückliche Zukunft" anstieß; sie tranken Wein, die beiden Verliebten, guten Rothwein, den der Hauptmann recht gut kannte, und sie hüten sicher guten Durst, denn ihre Gesichter waren bereits hochroth und auf dem Tische standen schon drei leere Flaschen! Nun wußte der Hauptmann, wo sein Wein geblieben war.
Grenadier Müller!" rief er mit
lauter barscher Stimme. Ein greller Schrei aus zwei Kehlen. Dann stand der Bursche stramm da,
die Hände an den Hosennähten, während die arme Köchin vor Schreck in die äußerste Ecke geflohen war. Runterkommen!" Zu Befehl, Herr Hauptmann!" Schamloser, pflichtvergessener Kerl er!" Todtenstille ringsum. - Eben . wollte der erzürnte Hauptmann die Küche verlassen, als die gegenübe? liegende Thür geöffnet wurde und eine Dame im Hauskleide eintrat. Um Gotteswillen, was gibt es den hier?" fragte sie entsetzt und.hüllte sich, so gut es anging, in das weite Ge-wand.
Erstaun: Jan der sauplmann aus die liebliche Erscheinung; sofort schwand sein Groll, und mit eleganter Verbeugung entgegnete er lächelnd: -' Tausendmal Verzeihung, meine Gnädigste, ich fyiU mir nur meinen desertirten Burschen zurückgeholt." Die Dame übersah sofort die Situation, sie erröthete leicht, mußte aber dennoch, heimlich ein wenig lächeln. Noch einmal Verzeihung für die unbeabsichtigte Störung!" sagte er noch einmal mit einem feschen, Militär rischen Gruß, dann schob er den Vurschen vor sich her und so verließen Beide die fremde Küche. Unten angekommen, war der Zorn des gestrengen Hauptmanns schon ein wenig gemildert, denn er gedachte fortwährend der lieblichen Gestalt, die er da oben gesehen hatte, dies entzückende feine Gesicht mit den erschreckten Augen und den krausen blonden Locken, ein so liebliches Bild, wie er es lange nicht geschaut hatte. Stramm, mit weit aufgerissenen Augen, stand der Bursche vor ihm. Frecher Kerl, er! Wie kann er sich denn erdreisten, meinen Wein zu plündein?" Verzeihen, Herr Hauptmann, nämlich die Auguste von oben und ich, wir haben uns vor acht Tagen heimlich verlobt, na und nun wollten wir eben ein bischen feiern." Mir scheint, Ihr feiert schon seit acht Tagen so'n bischen und, dem Vcrbrauch der Weine nach m urtheilen, mit recht gutem Durst." Schweigen. Na, stimmt's vielleicht nicht?" Zu Befehl, Herr Hauptmann, es stimmt!" So na, dann werde ich ihn jetzt mal vier Wochen in den Kasten stecken. Na, was sagt er denn? Das wird wohl helfen, wie?" Gnade, Herr Hauptmann! Es soll auch nicht wieder vorkommen," bat der arme Kerl. Jawohl, .jetzt verspricht er das Blaue vom Himmel herunter." Auf Ehrenwort, Herr Hauptmann!" Pack' er sich in die Klappe!" rief er nur noch und ging dann in sein Zimmer zurück, aus dem, er aber gleich wieder heraustrat. Erst hol' er mir noch eine Flasche herauf." Als der Hauptmann dann beim Sekt saß, vergegenwärtigte er sich die ganze Situation noch einmal, und nun mußte er herzhaft und laut lachen; am meisten aber mußte er an die schöne Nachbarin denken, und dann nahm er sich vor, gleich morgen einen Besuch zu machen, wozu ja die denkbar beste Gelegenheit da war, er brauchte ja nur noch einmal um Entschuldigung zu bitten für die Störung, die er'ihr heute Nacht bereitet hatte. Und richtig, gleich am anderen Mittag machte er den Besuch, und das Resultat dieser "ersten officiellen Zusammenkunft war, daß er derartige Besuche jetzt öfter machte, denn er fand nun mit einem Male, daß er in seiner öden Junggesellen - Wohnung fast gar nicht mehr, im Kasino ebenso wenig, sondern fast immer nur bei der lieblichen jungen Wittwe seine freien Stunden zubrachte. Und als dann sechs Wochen später die Verlobungsanzeigen herauskamen, da waren feine Kameraden und Bekannten gar nicht mehr sonderlich erstaunt darüber, weil sie auf etwas Aehnliches ja bereits sich gefaßt gemacht hatten. Der Bursche ist natürlich nie in den Kasten gesteckt worden, war er ?s doch gerade, der als Anstifter dieser glücklichen Liebe seines Herrn gelten konnte!
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Humoristische?.' Ungenügend. Redakteur: ..Sie wollen Reporter sein? Sie
wissen ja nie mehr, als was wahr lst! Zweideutige Anpreisung. Wirth: Wenn Sie diesen Wein trinken, ist Ihnen so wohl, wie einem Fisch im Wasser!" Auch einGratulant. Was sagt denn Dein Hausherr dazu, daß Deine Frau . Zwillinge gekriegt hat?" Er hat uns gratuliert und gekündigt!" Aus dem Examen. Examinator: Sagen Sie, Herr Eandidat, was ist Nießbrauch?" Eandidat: Daß man Prosit" sagt, Herr Professor." Glück im Unglück. .Die Gasexplosion kam mir gar nicht so ungelegen! Mich mahnte nämlich gerade mein Scbneider na, der flog aber hinaus!" Durchschaut. Hausirer (zudringlich zur jungen Hausfrau): Kaufen Sie wenigstens .ein l?aar Nähnadeln, junge Frau, Sie wissen nicht, wie Sie sie mal gebrauchen' können im Leben." KleinerJrrthum. Frau (Nachts ihrem Mann die Hausthür öffnend): Um Gotteswillen, Mann, ich denke, Du bist lange zu Haus? Da habe ick ja eben in der Schlaftrunkenheit einen ganz andern Ehemann aus dem Haus durchgeprügelt." Gerieben. Chef: Herr Tei tel, hier haben Sie 60.000 Kronen; fahren Sie damit hinüber nach Am: rika und wenn Sie drüben sind, telegraphiren Sie mir" Teitel: WaS werden Sie dann machen. Herr Chef?" Chef: Dann mach? ich Pleite und komme Ihnen nach!" . .
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