Indiana Tribüne, Volume 28, Number 27, Indianapolis, Marion County, 23 September 1904 — Page 3
3
Jndiana Tribüne, 2. September 1902.
Aerzte.
DR. F. M. PKAY, Spezialist. Uuge, Ohren, Nase und Salö 31 Ost Ohio Straße, Indianapolis. Hume Vebäude. OssteeStund : s 12 Uhr Vorm.; 1 Uhr. Nachm. SonstazZ von lii 4 Uhr Nachm. M a Dr. Carl Q. Winter Deutscher Arzt. Behandelt alle akute und chronische Krank heiten. Geburtshülse Spezialität. Office: 14 West Ohio Str. OfftLtuuden: 1011 Bonn. i Kachm. eonntagl : 9.M-10.30 Lm. XtlüsSon, Neu 43. Wohuung: 1250 Rabflon ve. SpreSstunden : 78 dendl Sonntag : 6 ?kachm. Wohnung Telephone : HXt. 025 ; Neu. 9282. - Hacob Boiler 301 West Washington Str. LerkSufer des berühmten OuitllflS II Whisky DaZ beste Mittel gegen Malaria und Errkltug Saloon und Restaurant. Neues Telexhon 4043. Offe Xft uH NSt. ig 4 Route ...Exeurfionen... Sonntag, 25. Sept. Lawrenceburg, Aurora und Zwischenftationen. 01 oder weniger die Rundfahrt. Spezial Zug fährt von Indianapolis 7.30 Morgens ab und verläßt Aurora zur NüSsahrt um 7 Abends. Terre Haute 81.00 k Nund- . - l lgreencastle 75c j fahrt, UÄ 7 Uhr Abends. Für Information spreche in der Ticket Office No. 1 Ost Washington Straße oder Union Bahnhof vor. H. M. Bronson, A. G. P. A. Sonntag, 25. September. $1.25 Hamilton ; $1.00 Nushbille und Connersville. Zwei Soezialmge fahren von JndianapoT?a rtft 5W rft m sist nhr imh her am dere um 7 Uhr Morgens; Rückfahrt von Cmemnati 6.20 Uhr Abends. . Louis 8 eltausftellung .via. 9 A . I Otst JOUr oure ,...."..., . jiuwu von $noinna(ioii9 laendermaken : Tat on ixayrrarken, gnng iuro:e Nui. fahrt bis 15. Dezember 1901 zu $12.00 Sechzig Tage Fahrkarten, giltig für m )" v . r w r r r. v m m pm i v m i vmaam : ijnejjoio mrnin, ww? iroicr ai io. VDCjeinccrxw ju....xu.uu i ünsiebn Taae Kabrkarten.ailtia für Rückfahrt innerhalb 15 Tagen zu ... . yS.o Waaaon ExcursionS ffayrkarte, if:- t?.- r.ffci i,-x,sK .K. Trc I erden nur verkauft für angekündigte Wag. aon Ercurnons Tace, Fahrkarten smd nur giltig In den Tag Waggons, ob regulärer oder Svnialzua. jeden Dienstag und Don. nerstag bts 29. Sept. inclusioe zu.... V.o Jür rölliae Jaformation und Ewzelnheiten etc. sVrecheman dtt denTickeAyentendnB:gFourayn vor ooer iqrnoe au unierzeiqneir Vrren J. Lynch, Gen. Pass. & Ticket Agt, tannnan, ut)io. der 0. M. B r o n s o n. Zl. S. P. ., Indianapolis, Ind. Pennsylvania Linie. ;i.25 Madison $1 QR und zurück. (PliUÜ Sonntag, 25. cpttmbct.
m 81.50 Rundfahrt.
Der Zug verläßt Indianapolis um 7.30 Uhr Morgens. Rückfahrt von Madison um 6 Uhr Abends. W. W. Nichardson, A. G, P. A.
Oyama's
Dreißig Meilen südlich von Mulden Kamps . um
die Stadt kaum vor Kunde bezüglich Port Arthur's dürftig.
der Japaner berichtet Nuss. Kapcr-Kreuzcr Tcrc?. Protest in Peking wider Tibet-Efpedition -Nevidirte Verlust-Liste.
Ostasien. Vormarsch d e r japan. Armee. St. Petersburg. 22. Sept. Die japanischen Operationen gegen Mulden entwickeln sich rasch. Gen. Ku. ropatkin meldet, daß die japanische Armee in Bentstaputze nordwärts marschirt. Gestern versuchten die Vorposten Kaoutou Paß, der die Straße nach Fushun beherrscht, zu nehmen. Die Russen leisten energischen Widerstand, ber wahrscheinlich entscheidende Opera. Harten fimmtSFAtffit. tionen hinausschiebt. Kuropatkin hat die Mulden und Fushun Straßen nach Bentstaputze mit starken Abtheilungen besetzt. Auch alle Pässe zum Da Gebirge werden ge f .Uten. Bevor eS den Japanern gelingt, an den Hun Fluß zu kommen, stnd schwere Kämpfe wahrscheinlich. Schlacht bei Fushun erwartet. Mulden, 22. Sept. Stündlich erwartet man eine Schlacht in der Ge gend von Fushun, 30. Meilen östlich von hi:r. DaS Wetter wird kalt. Japanische Flanken Angriffe. St. Petersburg, 22. Sept. Kuropatkin telegraphirt unter gestrigem Datum, daß die Japaner ihre Flanken Angriffe auf die russische Linke fort setzen, aber ohne Erfolg. Protest gegen Tibet Vertrag. St. Petersburg, 22. Sept. Der russische Protest gegen den eng. ?r x. itt-.L !n m..i. A . lifch - tibetanifchen Vertrag wurde in Peking überreicht. Der russische Gemachte das Auswärtige Amt'dl'rauf aufmerksam, daß China sner Suzeränitüt über Tibet verlustig ginge, falls es den Vertrag genehmige und damit ein englisches Protektorat schafft. Eine Depesche an die Morning Post sagt. China sei nicht zur Ratisi. cirung gewillt. Kreuzer Terek. LaSPalmas, Canarifche Inseln, 22. Sept. Der russische Kreuzer ,,Te rek", der britische Schiffe in der Um. gebung von Gibraltar anhielt, begann gestern hier Kohlen zu fassen, wurde aber nach Befehlen von Madrid zum Verlassen deS HafenS aufgefordert. Der Capitän erwiderte, er könne Reparaturen halber nicht in See stechen. .. izz .v, :nv& ,mtrfftrt v-m ..." - ,-u-. Kohlen, Wasser oder LebmSmittel an mnrx ... ,,.,. jjr Kohlen für die russische Flotte. E m d e n, 22. Sept. Drei von der Hamburg Amerika Linie gecharterte Dampfer verladen hier Kohlen, die ei nem Bericht zufolge für die russische Flotte bestimmt sind. Die Cilpitäne U(l J4JUliH. UUlll WUtl IfcV MtttfcV VfcV v in.iMtid rrsM Vi rtv V,?. tttfi h." siegelten Befehlen abfahren. Rtvidirte Verlust. Liste. St. Petersburg, W etpior. Der Keneralliab erliefe eine revidirte h vniiiscken Nerluste bei Liaa Xtyt m russlscyen Verluste vei lao Fang. Hienach sielen 1,800, verwun. - . bet wurden 10,811, ÜCtmifet K . ... , , ..v.i oo 54 Ossiziere sielen, verwundet 2o2, 2 Generale gefallen und 3 verwundet. k nff? rmu " -"WO m--BeiZurückweisung deS kürzlichen An LriRmifn 5 NK ma&tt lRen. Ne " ' terhoff verschiedene Gefangene und erbeutete Munition und Waffen. Von . t . ..v n om NUNkN NeteN klN UpilllN UUü O Leute, 40 sind verwundet. Von den bei Liao Jang Verwunde, ten kehrten 1.334 Leute und 34 Ossi ziere bereits wieder in den Dienst zu rück. Die als vermißt Gemeldeten sind voraussichtlich todt. KeineSchiffe verkauft. Buenos Ayres, 22. Sept. Der argentinische Marine Minister stellt in Abrede, daß 4 Kriegsschiffe von Argentinien gekauft und zum Ost See'Geschwader in Libau' gestoßen sind. St. Petersburg, 22. Sept. Die letzten Nachrichten, welche hier aus
Vorposten
einigen Tagen. Einige weniger bedeutende Erfolge Vladivostock anlangten, zeigen, daß die Reparaturen der russischen Kreuzer Bogetyr, Rossia und Gromoboi jetzt beendet sind. Japaner stehen 30 Meilen südlich von Mulden. St. Petersburg, 23. Sept. Der japanische Vormarsch gegen Muk den vollzieht sich langsam. Nach amtlichen und Preß-Depeschen stehen Oyamas Vorposten 30 Meilen südlich von Mulden; Berichte, eS habe bereits eine große Schlacht bei Mulden, begonnen, stnd also nicht gerechtfertigt. Die Wichtigkeit MukdenS als WinterStützpunkt für die Japaner wird voll erkannt und sie dürften alle Anstrengungen zur Vertreibung der Ruffen machen, aber ein ernster Kampf um den Besitz der Stadt gilt für noch mehrere Tage entfernt. Zuerst werden die Japaner mit einer energischen Vertheidigung der Fushion Gruben zu rechnen baben. wo der nächste wichtige Kampf staltsinden dürfte. Frankreich. China leistet Abbitte. P a r i S, 22. Sept. Das auöwärige Amt erhielt Meldung vom franzö ischen Gesandten in Peking, wonach China für einen kürzlichen Angriff chi nesifcher Soldaten in Peking auf Haupt mann Laribe von der französischen Ge andtfchaftSwache volle Entschuldigung und Entschädigung leistete. Die fünf Rädelsführer wurden von der chinesi chen Regierung zu schweren Strafen verurtheilt. Hayti. Die Ausweisung der Syrier. P o r t a u P r i n c e, 22. Sept. Die haytische Regierung gewährte den yrifchen Bewohnern deS Landes einen letzten Aufschub von 6 Monaten, um ihre Angelegenheiten zu ordnen und das Land zu verlosten. Der amer. Gesandte Powell unter suchte die Beschuldigung, daß viele Sy rier, welche sich für naturalisirte mm kanische Bürger ausgaben, gefälschte Bürgerpapiere besitzen. Eine Anzahl solcher Papiere sind be schlagnahmt. Philippinen. Mönche verwerfen daSAbkommen. Manila. 22. Sept. Die Au. gustiner Mönche verwerfen das in Rom von dem verstorbenen Papst Leo, dem verstorbenen Erzbifchof Guidi und dem früheren Philipp. Gouverneur Taft abgeschlossene Abkommen, wonach das von Amerika für die MönchS.Ländereien gezahlte Geld auf den Inseln bleiben solle. Die Augustiner ver langen, daß Zahlungen an sie durch Wechsel auf London gemacht werden. Großbritannien. Die letzte billige Fahrt. Liverpool, 22. Sept. Die Straßen zu den Bureaus der Übersee! schen DampferGesellschasten waren mit Tausenden von Auswanderern gefüllt, welche eine letzte Gelegenheit, um $10 nach Amerika f zu reisen, ausnützen wollten. ' Dampfer Baltic" nahm über 2,000 Zehn-Dollar Passagiere mit und viele blieben wegen Raum-Man gels zurück. Dampfer Merion von der Amerika Linie hatte gleichfalls eine große Schaar für Philadelphia, meist Skandinavier. Mi ß g l ü ck t e 5 Attentat. St. Petersburg, 22. Sept. Als Polizei. Chef Neidgardt mit seinem Gehülfen Fürst ObolenSky in Odessa heute einige neue Regierungsgebüude besichtigte, feuerte aus einer Entser nung von 6 Schritten ein junger Mann in blauer Bluse einen Revolver ab. Die Kugel traf den Polizeichef nicht. Beim zweiten Schieß'Versuche wurde der Thäter von Obelensly ergriffen. Die Waffe siel auf den Boden und eö entstand ein verzweifelter Kampf, wäh rend dessen Neidgardt eine Dolchwunde an der Hand davontrug. Der Thäter ist verhaftet ; er verweigert jegliche Auskunft.
Handels-Bertrage.
Bülow nähert sich der Vollendung des ungemein schwierigen Werkes. Hamburg, 22. Sept. Reichs kanzler von Bülow traf heute hier mit Herrn Sturdza, dem rumänischen Mi Nisterpräsidenten, zusammen, um per sönliche Rücksprache betreffs der Hin derniffe bei dem Handelsvertrag zwischen Deutschland und Rumänien zu nehmen. Lange Verhandlungen durch andere Stellen sind vorher gescheitert. Man erwartet von dieser Conferenz ein Abkommen, ebenso wie seinerzeit von der Begegnung Bülows mit Herrn Witte zu Norderney in Sachen des russischen HandelS-Vertrags. Graf Bülow war fünf Jahre Ge. sandte? in Bukarest und kennt daher die rumänischen Verhältnisse aus eigener Anschauung. Das große Projekt des deutschen Kanzlers, vor 4 Jahren mit Erhöhung der Zölle beginnend und aufGrund hier von Gegenseitigkeits.Verträge mit an deren ContinentalStaaten anbahnend, nähert sich der Vollendung. Noch ein parlamentarischer Kampf muß gewonnen werden, um den Reichs tag zur Annahme der neuen Verträge zu bestimmen. Die alten Verträge werden dann gekündigt und Deutsch land's auswärtiger Handel ist auf 12 Jahre durch ein verwickeltes System von Geb und Nehme-Verträgen geregelt. Verträge dieser Art sind bereits mit Italien, Belgien und Rußland abgeschlössen; mit der Schweiz ist ein Ein Verständniß erreicht, das sich ohne Mühe in Vertragsform bringen läßt. Verhandlungen mit Oesterreich-Un garn sind im Gange. Die Agrarier möchten die Regierung zur Kündigung der Meift-Begünsti gungs'Claufeln mit America, England und andern Ländern zwingen; obwohl aber die Fabrikanten durch die derzeit! gen HandelS-Beziehungen zu America nicht befriedigt sind und einen direkten Vertrag lieber sähen, dürfte die Regie rung keine Vorschläge für einen Han delS'Vertrag machen. Denn eine günstige Antwort aus Washington scheint unwahrscheinlich. Die deutschen Zeitungen sind mit Besprechungen über die neuen Verträge gefüllt, da die Angelegenheit für die wirtschaftliche Zukunft deS Reichs als von ausschlaggebender Bedeutung be trachtet wird. Mit dem Resultat des GegenseitigkeitS'ArrangementS ist auch Bülow'S persönliches Schicksal eng ver knüpft. Der Kaiser gab ihm freie Hand. Sollte der Reichstag die Ver träge ablehnen oder nach ihrer An nähme eine wohlthätige Wirkung für Industrie und Landwirthschaft aus bleiben, so wäre das Ansehen des Kanz lerö stark erschüttert. Attentat auf einen Anwalt. Philadelphia, 22. Sept. Eine heutige Depesche aus Genua, Italien, meldet, daß Frank R. Shat tuck, ein angesehener Anwalt von hier, an Bord des Dampfers Prinz Oskar" von einem Irrsinnigen erschossen wurde. Den Schiffs'Eapitän traf, als er den Attentäter zu entwaffnen suchte, gleichfalls ein Schuß. Der Name des Thäters ist W. M. Alcivar und der Vorfall spielte sich bei Dover ab. In Neapel kamen die bei den Verwundeten in's Hospital. New Bork. 22. Sept. Depe schen an die Hamburger Linie bezeich nen die Verletzungen beider Männer als nur leicht.- Capitän Drazzo tra bereits wieder seinen Dienst an. Genua, 22. Sept. R. M. Al civar, ein mexikanischer Pflanzer des Hamburger Dampfers Prinz Oscar, wurde bei der Ankunft des Schiffes plötzlich wahnsinnig und suchte den Ca pitän Dugge und den Anwalt Shattuck zu tödten. Er schoß zuerst den Capi tain in den Mund und dann Shattuck in die linke Schulter. Alcivar ist in eine Irrenanstalt ge bracht. Feuerwehrleute ver u n g l ü ck t. Denver. 22. Sevt. Durch die Einathmuna von Rauch bei einem unbedeutenden Brande kam ein Feuer wehrmann um's Leben, vier werden durch Oxygen am Leben erhalten und 13 andere sind schwer erkrankt. Pbhiladelphia. Die Ver mählung von Ruth Snyder mit dem belgischen Grafen Bourchgrave d'Al tena fand in der St. Patricks röm. kath. Kirche statt..
Kurze Depeschen.
22. September. Ausland. Wien. Die österreichische Regie ung hat bei GlaSgower Firmen 25 Torpedoboote bestellt. Berlin. Der Kaiser verlieb dem Präsidenten Harper von der Chicago Universität den Rothen Adler zweiter Classe, den KronenOrden II. Classe an Vice.Prüsident Judson. London, 22. Sept. Der Zu stand der Lady Curzon, Gattin des in dischen VicekönigS, die gestern erkrankte, wird als ernst bezeichnet. Lady Cur. on ist das frühere Frln. Leiter aus Chicago. Sydney, B. C. Dampfer Arc ic" mit der kanadischen Cxpedtion fuhr nach der Hudson Bucht und dem Nor den. Dauer der Reise drei Jahre. Ein Versuch zur Aufsindung des Nordpols st geplant. Inland. smifffLfirtrr N. 99 w y j mm m mr w m Das Wyoming Thal wurde gestern r( 4 kin ffiVnvaM jiuuji uuu huhu luyiv&itu Ulul V(lul - . r. jt i geiuryi. In Harvey's Lake betrug die Tem peratur heute 23 Grad. Base-Ball. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt : N a t i o n a l - L i g a. Broollyn, 22. Sept. Erstes Spiel. Brooklyn 2 0000000 2 Pittsdurg 00000 00 00 0 Batterien Scanlon und Bergen ; Lynch und PhelpS. ZweiteSSpiel. Brooklyn 00201003 PittSburg 000 001 01 Batterien Durham und Jacklltch ; Camnitz und Phelps. Boston, 22. Sept. Erstes Spiel. Boston 01000020 3 St. Louis. ...0000000202 Batterien Willis und Doran; Ni chols, Grady und Swlndell. Zweites Spiel.' Boston 0 0 0020000 2 St. Louiö....22 000 00 00 4 Batterien Wilhelm und Lauter. burn; McGinley und Grady. Philadelphia, 22. Sept. Erstes Spiel. Philadelphia. ..0 0110000 02 Chicago 0 020001014 Batterien Frazer und Roth; Wicker und Kling. Zweites Spiel. Philadelphia 0 0 4 1 10 6 Chicago 1 10 0 0 0 0 2 Batterien Caldwell und Dooin Briggs und O'Neill. New York, 22. Sept. Erstes Spiel. New York 0 3 0400 0 0 7 Cincinnati 0 1000112 05 Batterien McGinnity u.O'Rourke; Kellum, Schlei und Peitz. Zweites Spiel. New Nork 100 1 0 0 13 Cincinnati. 00 00 7 00- 7 Batterien Wilse und Warner; Walker und Street.. Schiffsnachrichten. A n g e k o m m e n: New Jork Deutschland" von Ham bürg; Sardegna" von Genua und .Neapel. Liverpool: Majestic" von New York; Saroma" von Boston. Greenock: Carthagenian" von Phila delphia" via St. John N. F. nach Glasgow. Havre: La Touraine" von New York. Neapel: Hohenzollern" von New York nach Genua. Abgefahren. New York: Großer Kurfürst" nach Bremen; Blücher" nach Ham bürg; La Lorraine" nach Havre. Genua: Lombardia" nach New York. Boulogne: Moltke" von Hamburg und Dover nach New York. Glasgow: Sarmatian" Boston. Queenktown: Merion" von Liver Pool nach Philadelphia; Baltic" von Liverpool nach New York. Liverpool: Bavarian" nach Mon treal via Moville; Canada" nach Montreal; Republic" nach Boston via Queenstown.
Onpantscsie Taktik. Märsche, Rast, Erkundungen und X Besetzung von Stellungen.
Gebirgepfade un Vagagebeförderung Bi wakö-Iraucn alö Köche und ttrenkenpfie ger Ehincsische Lpione Vionier und Slg naldienst-Hintcrhelte. Ein russischer Offizier theilt der Rowoje Wremja" Erfahrungen mit, die er auf dem Kriegsschauplatze über die Japaner gesammelt hat. Ein Hauptgrundsatz der Japaner ist es, bei den Märschen Schluchten und Thäler zu vermeiden und hauptfächlich Gebirgspfade zu benutzen. Die Vortheile dieses Grundsatzes sind augenfallig folgende: Man braucht niemals Flüsse zu überschreiten, ,mi vermeidet die Gefahr, umgangen oder überfallen zu werden. Der Marsch der Japaner ist für den Gegner nicht so leicht zu erkennen. Im Allgemeinen marschiren die Japaner sehr langsam, was sich daraus erklärt, daß sie nicht an daS Schuhwerk gewöhnt sind, und dadurch, daß sie möglichst vorsichtig vorgehen und ihre Leute nicht ermüden wollen. Der Truppe voran bewegen sich Chinefen, welche jeden Busch absuchen. Die Bagage ist meist sehr weit rückwärts. Sie wird gewöhnlich durch Kulis auf Mauleseln befördert. Als Kulis die nen Koreaner und Chinesen. Der Soldat trägt aus dem Marsch: möglichst wenig Gewehr, Patronen, Feldslasche mit Wasser und gepreßten Reis. Die Japaner geben den Biwaks den Vorzug und quartieren sich nur selten in Städten und Dörfern ein. Sie vermeiden Biwakplatze an den Hauptstraßcn und richten sich an versteckt liegenden Orten im Gebirge ein. Die Viwaks werden mit allem Komfort eingerichtet; Offiziere und Soldaten haben aus Stroh geflochtene Möbel, Sessel, Feldbetten, Teppiche und sogar ganze Hauser sur die höheren Offiziere. Der Armee folgen eine Menge Frauen, die das Essen zu kochen haben und sich mit der Pflege der Verwundeten befassen. Die Japaner vermeiden es, Feuer anzuzunden und sitzen lieber die ganze Nacht im Dunkeln. Die Biwaks werden außerordentlich stark gesichert durch Infanterie- und Kavallerieposten, welche schachbrettartig vorgeschoben werden Alle Erkundungen und Patrouillen sind auf der Spionage begründet. Chinesen, wenn auch nur drei Mann, werden jeder Patrouille vorausgeschickt. Bei der Annäherung an den Gegner geht eine dichte Kette chinesischer Spione, die gut bezahlt werden, der Truppe voraus und vertheilt sich nachher auf die Flügel. Sie haben die Pflicht, jede Bewegung der Russen zu beobachten. Nähert sich eine japanische Abthulung einer Stellung, die besetzt werden soll, so werden eingeborene Chinesen, die das Gelände genau kennen, vorausgeschickt, um Nachrichten hierüber zu sammeln. Erst wenn sich der Führer der Abtheilung überzeugt hat, daß nichts Verdächtiges in der Nähe ist, werden die Hauptkräfte herangezogen. Unverzüglich beginnt man mit dem Ausheben der Schützengräben, die von den Japanern äußerst sorgfältig und mit guter Sachkenntniß hergerichtet werden. Dann werden die Entfernungen nach besonders erkennbaren Geländegegenständen in der Front und auf den Flanken festgelegt. Die ganze Vertheidigungszone wird auf vorher vorbereiteten Täfelchen in Quadrate eingetheilt, in diese Quadrate werden Nummern eingetragen, welche die Visirhöhe angeben. Diese Täfelchen werden in der Stellung an einer für Offiziere und Mannschaften weit sichtbaren Stelle aufgestellt und den Leuten erklärt, so daß für den Fall, daß die Führer abgeschossen werden, die Leute genau über das zu wählende Vlsir orientirt sind. Gleichzeitig heben Pioniere im Rücken Verbindungsgräben aus, verbessern Wege, schlagen Brücken, legen Telephonleitungen und richten auf den Bergen SZgna.stationen zur Verbindung mit den Vorposten ein. Der Signaldienst wird durch Heliographen, Leuchtfeuer, Rauch, Laternen und Winkerflaggen ausgeübt. An der Anmarschstraße des Gegners werden Truppen in den Hinterhalt gelegt. Jeder Hinterhalt besteht aus zwei Theilen, dem sogenannten Thoorps" und den Hauptkräften. Das Thoorps besteht aus nur wenigen Schützen, die den Gegner ruhig vorbeimarschiren lassen und sich auf keinen Fall verrathen dürfen. Die ruf-' sische Patrouille reitet ruhig vorbei und stößt auf die Hauptkräfte, von denen sie mit Salven, die nachher in Schützenfeuer übergehen, empfangen wird. Sucht die Patrouille in ihrer Verwirrung überrascht durch eiligen Rückzug zu entkommen, so wird sie von den Mannschaften, die sie vorher haben passiren lassen, mit erneutem Feuer empfangen. Aerzte in B e l u d f ch ist a n. In Veludschistan, Mittelasien, muß ein Arzt, wenn er eine Dosis Arznei verabreicht, als Beweis für sein Vertrauen darauf, eine ähnliche Dosis auch selbst einnehmen. Sollte der Patient unter seinen Händen sterben, so haben dessen Hinterlassene das allerdings selten ausgeübte Recht, den Arzt zu tödten, wenn nicht vorher cme Verabredung getroffen war, die ihn von' Zeder Verantwortlichkeit befreite; bestehen sie im andern Falle auf seinen Tod, so erwartet man, daß er sein Geschick auch wie ein Mann auf sich nehme.
