Indiana Tribüne, Volume 28, Number 26, Indianapolis, Marion County, 22 September 1904 — Page 3

Jndianc. Tribüne, 22 September 1901

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Fcld-Opcrationcn in der Mukdm Gcgcnd von kcincr cntschcidcndcn Art.

Große Gefechte vor Port Arthur vermuthet. Kampf am Da Paß. Stellung der japan. Hauptmacht. Oyama's Pläne Großfürst Sergins Artillerie-Chef. Uruguay Revolution.

Keine Ereignisse von Entscheidung. St. Petersburg, 22. Sept. Entscheidende Nachrichten von der Front fehlen noch immer, obwohl allem Anschein nach derzeit sich bedeutungsvolle Ereignisse vor Port Arthur abspielen. Die Bewegungen im Norden tragen noch immer einen taftenden und vorbereitenden Charakter, die zu keinem grö ßeren Zusammenstoß geführt haben. Die Fortsetzung des japanischen Vor Marsches wird täglich erwartet. Ostasie:. Japaner amDaPaßge schlagen. St. Ptersburg, 21. Sept. General Kuropattin telegraphirt, daß die Japaner gestern zweimal die russische Stellung am Da Paß angriffen. Sie wurden zurückgetrieben und ihre Flan ken'Bewegung durch russische Cavallerie. mit Maschinen Geschützen, ge hemmt. HunFlußnichtüber schritten. Die Berichte, wonach Gen. Kuroki den Hun Fluß bei Fusbun gekreuzt habe, erweisen sich als falsch. Die Russen halten die Straße nach Fushun und Bentsiapuze stark besetzt. Falls die Japaner in den Besitz Fnshun'ö gelangt wären, so hätten die Russen Mukden räumen müssen, da Fushun dem Tie Paß näher liegt. Geplänkel bei Yentai. General Kuroki' S FeldHauptquartier, via Fujan, 20. Sept. (verspätet). Die Japaner drängen langsam nordwärts vor. Bei Jentai sind die Vorposten in Berührung, Scharmützel kommen täglich vor. Wie man annimmt, concentriren die Russen in Ventai eine starke Trup. p?macht, um die Kohlengruben vertheidigen zu können. St. Petersburg, 21. Sept. Der Kaiser hat heute befohlen, daß Contingente von den GardeRegimentern nach der Front zu gehen haben. Großfürst SergiuS in wichtiger Stellung. St. Petersburg, 21. Sept. Großfürst SergiuS wurde heute zu dem eigens für ihn geschaffenen Posten eineS General.JnspektorS der Artillerie ernannt und er erhält damit die thatsächliche Leitung dieses gefammten Truppenkörpers. Er ist erst 35 Jahre alt und als ler erste russische Artillerie Sachverständige anerkannt. Beide Heere wieder kampffähig. Tokio, 21. Sept. Nach hiesigen Eindrücken kommt es bald bei Mukden zu einem Kampfe. General Kuropattin ist augenschein lich entschloffen, gegen jeden Berdrängungs'Versuch entschlossenen Widerstand zu leisten; er läßt Schanzwerke ausführen und verfügt über eine gewaltige Truppenmacht. . Doch wird die Ansicht ausgedrückt, der Tie Paß sei für Ver-theidigungs-Zmecke günstiger gelegen. Indeß wollen sich die Russen nicht dem Verlust ihres Prestige 'durch die Ränmung von Mukden aussetzen. Beide Heere haben sich jetzt wieder er holt, sind kampffähig und daö Wetter ist für Operationen günstig. Die Straßen trocknen auf und die Bahn wird von den Japanern rasch wieder in Stand gesetzt. Militär.AttacheS, die kürzlich aus Tokio in Liao Fang ankamen, wurden 100 Meilen weit von Kulis in offenem Wagen geführt. Oyama'S Eampagne-Pläne. Betreffs der Herbst und WinterCampagne herrschen viele Vermuthungen. Allgemeiner Meinung nach drängt Feldmarschall Oyama den Gen. Kuropattin bis zum Eintritt deS Winters zurück und wird dann seine Vormarschlinie bis Früjahr stark befepigen. Ausfall geplant. S h a n g a i , 21. Sept. Ein aus Port Arthur angelangter Chinese meldet, die Flotte sei wegen der andauernden Beschießung entschlossen diese Woche einen Ausfall zu machen, um Tsing-

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tau, den deutschen Hafen auf der Shantung Halbinsel, zu erreichen. Die ruf f. Kriegsschiffe. S h a n g a i , 21. Sept. ES ist jetzt entgültig entschieden, daß die Mannschaften der abgetakelten russischen Schiffe Askold und Grozovoi. die nach der Seeschlacht von Port Arthur am 10. August hie? Schutz suchten, an Bord ihrer Schiffe bleiben. Sie erhalten gelegentlich Urlaub. Japanische Hauptarmee 22MeilenvonMukden. Paris, 21. Sept. Nach 'einer Mukden Depesche des Temps enthüllten Recognoscirungen am Montag die Hauptmacht der Japaner unter Kuroki etwa 22 Meilen südöstlich mit zwei DiVisionen in Jentai. Di? japanischen Barken fuhren zurück, nachdem sie den Liao Fluß hinauf fast nach Sinmintin gefahren waren. Dem Hun Flusse entlang wird eine große Schlacht erwartet. Italien. Congreß der Freidenker. Rom, 21. Septbr. Der Congreß der Freidenker trat hier zusammen. Dem Ereigniß kommt besondere Bedeutung zu, einmal, weil heute der Jahrestag des Sturzes der weltlichen Macht deö Papstthums ist und sodann im Hinblick auf den sranzösifch-vatika-Nischen Couflikt. Ueber 5000 Delegaten waren zugegen, Franzosen allein etwa 1000. Spanien sandte 300 Vertreter, meist Republikaner aus Catalonien. '10 Delegaten kamen aus Amerika, darunter Dr. Conwati, N. Y., Dr. I. B. Wilson, Cincinnati und Prof. Mangasarian aus Chicago. Der Vorsitzende Prof. Sergo pries in seiner Ansprache den Triumph der Wissenschaft über den Aberglauben, verurtheilte den Katholicismus als veraltet, protestirte gegen den Krieg und trat für allgemeine Verbündung der Völker ein. Prof. Haeckel aus Jena überbrachte die Grüße der deutschen Freidenker, von dem kranken franz. Professor Berthalot kam ein Vortrag zur Verlesung. Der Vortrag erregte Begeisterung, der sich noch durch die Klänge des Gari-baldi-MarscheS und Marseillaise erhöhte, während die Socialisten die ArbeiterHymne sangen. Später marfchirten die Delegaten nach den Mauern Rom's und hingen dort, wo die italienischen Truppen 1830 durchgebrochen waren, Kränze auf. Professor. Haeckel. Rom, 21. Sept. Professor Haeckel von der Jenenser Universität, welcher dem Congreß die Grüße deutscher Frei denker überbrachte, ließ in der Sitzung gedruckte Formulare seines Berichts vertheilen. Er sagt, der Congreß biete eine günstige Gelegenheit, um die Welt gemäß den Ansichten der Gelehrten nach wissenschaftlichen Grundsätzen anstatt Dogmen zu reorganisiren. Er fügte hinzu, Mitte Oktober finde in St. Louis eine internationale Conferenz unter den Auspicien des amer. Freidenker - Verbandes mit gleichem Programm und gleichen Zielen statt. Björnstjerne Björnson ist zum Eh' ren'Prüsidenten für Scandinavien ernannt. Großbritannien. Ratenkrieg geht weiter. London, 21. Sept. Die White Star Linie kündigte heute an, daß sie ihre Zwischendecks-Preise nach Amerika auf 815 erhöht habe, die amer. Linie erhöhte die Preise nach Philadelphia von $7.5 auf $12.50. ) Die Linien schließen sich hiermit dem Nordd. Lloyd und der Hamburger Gesellschast an, die schon gestern ihre Pr?ife erhöhten. H a m b u r g, 21. Sept. Der Raten'Krieg ist nicht vorbei und die deutschen Linien sind nicht zum Nachgeben gewillt. Die Linien beschlossen bedeutende Ermäßigung der ZwischendecksPreise nach und von Oegerreich-Un-garn.'

Jntereffante Schilderung.

Englische Gattin eiues russ. Ossiziers über die Port Arthur Zustände. Ehe F o o, 21. Septbr. Frau Anna Krawtchenko, die englische Gattin eines russischen Offiziers, die hier am 17. mit Leutnant Fürst Radziwill aus Port Arthur ankam, ist die erste Frau, welche seit der schärferen Bewachung der Japaner die Blockade durchbrach. Ihre Reise war äußerst gefährlich, da sie sich in Gesellschaft des Fürsten und eines andern Offiziers befand, die Botfchaften von Gen. Stocssel an Kuro patkin überbrachten. Beide Offiziere waren verkleidet; im Falle der Gefangennahme hätten sie die Japaner sicher hingerichtet. Frau Krawtchenko war derart erschöpft, daß sie dem CorreSpondenten der Assoc. Presse erst heute eine Unterredung bewilligen konnte. Nachdem sie zunächst die Fährlichketten der Fahrt, wo sie von einer japanischen Dschunke verfolgt wurde geschildert, prieS die Dame das Werk der verschiedenen Hospitäler in Port Arthur, denen Damen zugetheilt sind. Auf 1000 Patienten kommen 30 Pflegerinnen; die Damen machen Kleider für die Soldaten, die Wäsche besorgen arme Frauen und Gattinnen von Soldaten. Ansteckende Krankheiten gibt es nicht in Port Arthur, aber viele Todesfälle führt der Biß einer großen rothen Fliege herbei, die sich an den verwesten Leichen auf den Schlachtfeldern nährt. Ein Arzt, der in den Daumen gebissen wurde, schnitt das Glied sofort ab; auch der Arm wurde amputirt, trotzdem verlief der Fall tödtlich. Die Wunden von den Maxim-Ge-schössen und der Kugel des Osaka GewehrS heilen rasch, aber Verletzungen durch Erplosiv-Geschosse find fürchterlich und eine Wiederherstellung ist aus geschlossen. Der alte Stadttheil von Port Ar. thur liegt fast gänzlich in Trümmern. In den Straßen befinden sich eine Unmenge Löcher durch ExplosionSGeschosse. Der Verlust an Leben in Port Arthur durch die Beschießungen war auffallend gering. Die Dame zählte einmal 57 japanische Geschosse, die nach einer russischen Batterie gefeuert wur den und von denen kein einziges traf. Die Garnison ist guten MutheS. Eine tapferere oder tüchtigere Truppe läßt sich nicht vorstellen. Nach dreitägigem Dienst bei den Schanzwerken kehren sie singend zurück. Die Dame schloß mit der Bemerkung, sie glaube nicht, daß die Festung fallen werde. Deutschland. Die letzte Ehrung. Friedrichsru he. 21. Septbr. Die Beerdigung deS am 13. Sept. verstorbenen Fürsten Herbert Bismarck fand heute statt. ES war eine einfache Feier, obwohl sich eine erlesene Gesellschaft, die meisten in Uniform, Vertreter deutscher Fürsten, deS diplomalischen Corps und Beamte, emgefunden hatten. Reichskanzler v. Bülom, allezeit ein warmer, persönlicher Freund deS Fürsten, war zugegen. Der Kaiser ließ sich durch den Chef deö Militär-Cabi-nets General v. Hahnke vertreten, Prinz Heinrich durch Capitän Schwindt, für das auswärtige Amt erschien Staatssekretär v. Richthofen. 16 Diener in alter spanischer Tracht, wie sie früher die Diener deS Hamburger Raths benutzten, trugen den Sarg nach dem Mausoleum. Schiffsnachrichten. Angekommen: London: Lancastarian" von Boston. Liverpool: Westernland" von Philadelphia. QueenStown: Majestic" von New Vork. Liverpool: Baltic" nach Neto York via QueenStown; Merion nach Philadelphia via QueenStown. Cherbourg: Kaiser Wilhelm II." von Bremen und Southampton nach New York. Abgefahren: New Jork: Cevfc" nach Liverpool; Sicilian" nach Hamburg; Oceanie" nach Liverpool. Dover: Moltke" nach New York. Liverpool: Sylvania" nach Boston. London: Cambrian" nach Boston. Southampton: Kaiser Wilhelm II." naH New York.

Peters Krönung. Der langersehnte Tag mit demPowpe der griechischen Kirche gefeiert.

Belgrad, 21. Sept. Peter Karageorgevitch wurde heute zum Könkg von Serbien gekrönt. Es fanden keine feindlichen Kundgebungen statt und kein Versuch, die zahlreichen Drohungen gegen des Königs Leben auszusühren. Unter dem Schaugepränge und dem Donner der Geschütze wurde der Mord an dem. König Alexander wenigstens äußerlich vergessen. Hier und in jeder serbischen Staot wurde der Tag durch 21 Salutschüsse einge leitet und vor Sonnenaufgang ritt Peter vom Schlosse weg. Der glänzende Zug bewegte sich durch mit Truppen eingesäumte Straßen nach der Cathedrale; hinter den Soldaten stand eine dichte Menge. Vor dem König fuhren Wagen mit montenegriniscben und serbischen Prinzessinnen, neben ihm ritten seine beiden Söhne Georg und Alexander. In der Kirche warteten die fremden Vertreter, die Minister und Andere auf den Eintritt des Königs, worauf nach einem Gottesdienst unter Leitung des Metropolitan der Premier und andere Minister dem Könige Krone und KrönJnsignien überreichten. Der König setzte sich die Krone auf'S Haupt, zog das Krönungs-Ornat an und ein Salut von 101 Schüffen kündete dem Volke die vollzogene Krönung an. Der Ritus der griechischen Kirche hatte die Feier auf fast 3 Stunden ausgedehnt. Der König ritt später zum Schlöffe zurück und empfing die Glückwünsche der Diplomaten und Anderer. Ein theilweises Amnestie-Dekret ist erlassen worden. Allen Gesandten verlieh der König den Karageorge Stern; Herr Jackfon, der amerikanische Gesandte, der keinen Orden annehmen darf, erhielt eine Photographie deS Königs. Nachmittags wurde die CentennarFeier der serbischen Revolution unter Karageorge, PeterS Großvater, mit ri ner großen Parade begangen. Die Truppen zogen durch die HauptStraßen in den Uniformen, welche das serbische Heer in den verschiedenen Perioden seit 1331 trug. Der König befichttgte die Parade von einem Baikon deS Schlosses aus. Uruguay. Friede scheint gesichert. M o n t e v i d e o, 21. Sept. Die Friedensbedingungen zwischen Regierung und Rebellen wurden von Präfident Ordinez entworfen und von den Revolutionären im Princip angenom m?n. Ein Waffenstillstand ist geschlos. fen und der Friede scheint gesichert. Nach den Friedens Bedingungen müssen die Revolutionäre die Waffen niederlegen, die Regierung verspricht das Eigenthum der Rebellen nicht anzutasten sowie vollkommene Wahl-Frei-heit. Niederlande. Stände-Eröffnung. I m H a a g, 21. Sept. Königin Wilhelmine eröffnete hier die Generalstaaten. Die Thronrede weist darauf hin, daß die einheimische Industrie den Wettbewerb mit fremden Unternehmungen nicht erfolgreich aufnehme und daß die Finanzen in Holländisch-Jn-dien sowie Holland einer Kräftigung bedürfen. Die Königin kündigt die Einbringung von Vorlagen für AlterZ-Pensio-nen und für höhere Unterrichtszwecke an. ..- Getöd:eter S t i e r f e ch -t e r. Bei einem Stiergefechte in Madrid, Spanien, wurde der Vanderillero Perlita v?n dem wüthenden Stier auf die Hörner genommen. Er erlitt dabei so schwere Verletzungen, daß er vor den Augen. des entsetzten Publikums in der Arena verblutc-e. Ter junge Mann war kein geschulter Stierftchier, sondern hatte sich nur von seiner Leidenschaft für das spanische Nationalschauspiel verleiten lassen, sein Glück zu versuchen, um seiner schönen, ehrgeizigen Frau, 'einer Französin, ein glänzendes LoIs bieten zu können. No. 7. Drake's Palmetto Wine. Die wunderbare tonische Medizin, welche jede ingeinon uns lese ttmnrn oer oiiaien ji yane, Gewebe und aus den' Blut beseitigt. Ein Eßlöffel voll einmal im Tage genommen lin hert snfnrt itnS tariert nfisnfiit UrthprhnilH.-fiTpifr Blähungen, Verstopfung und Katarrh der ,4 s:..!. rr t Ti. mii- - a --. fr? ujHsimyuuic;. vrt ii exn poiuioed vspeaijumii aeaen onnpftinn her Qoftpr imh hi I --V - r ..V Wr fc V l. l.it 44tiV uNtaunbllim hör ffUrrs rpiif hert Mnneiii KKt - -.v,v, . -v. fClill, VIV Nervensystem und reinigt und bereichert n. sm I 4 j-IUl ftÜTTfimhnrfiifrt CTonH frtsfrf ; .r. rtr-. . , i j' M 4Vm vic ymtjV: VJ1U!U)C, d?e übliche Tollar-Gröbe. bei Llpotbelern. aber eine Probeflasche wird kostenfrei jedem Leser oieser Zeiwng zugesandt, der sie nötig hat und u die Träfe Formula Company. Trale v rj. :ti '""'U vyimiW vuiuüI llCUl.

Der VndduiSmnS in Tibet. Wie ein französischer Reisender, der in den Jahren 18931894 im Lande des Dalai-Lama weilte, erzählt, hat sich dort der Buddhismus den Sitten des Landes angepaßt, diese aber nur wenig verändert. Zu den Elementen des alten Aberglaubens sind neue hinzugekommen, namentlich die Lehre von der Seelenwanderung, die der Tibeter sich dahin zurechtgestutzt hat, daß er sich keine Gewissensbisse zu machen braucht, wenn er einen Zeitgenossen betrügt, da dieser auch ihn in einem frühern Lebenbetrogen haben kann. Immerhin hat der Buddhismus die Abschaffung der Menschenopfer herbeigeführt, Achtung vor dem Gelehrtenthum und den Büchern in's Land gebracht, einzelnen Auserlesenen ein edles sittliches Lebensziel gesteckt und überhaupt auf den Bergen Tibets ein schwaches Flämmchen des Ideals angezündet. Im Grunde aber ist der Einfluß des Buddhismus nur materieller und politischer Art geWesen und durch eine Geistlichkeit ausgeübt worden, die eine unerhörte Weltliche Macht gewonnen hat, alles beherrscht und die Seelen zu einem Passiven Gehorsam gebeugt hat. Abschied von der Arena. . Der berühmteste spanische Torero der jüngsten Zeit, Mazzantini, will, von seiner an Ehren wie an Gold gleich reichen Karriere endgiltig Abschied nehmen. Mazzantini übt 34 Jahre die. gefährliche Profession eines Stierkam' pfers aus und hat in dieser langen Zeit nicht nur die Madrider und die Bewohner anderer großer spamscher Städte entzückt, sondern auch in Paris vor mehreren Jahren große Erfolge zu verzeichnen gehabt. Der Stierkämpfer, der auf den stolzen Namen einer prima, ospaäa Anspruch erheben kann, steht im 50. Lebensjahre und beabsichtigt nun, sich nur seiner Familie zu widmen. Der Gefeierte erzählte einem Journalisten, daß er während seiner Thätigkeit als Torero nicht weniger alL 3500 Rinder getödtet und ein Verm'ögen von zwei Millionen erworben hat. Allerdings könnte er mehr als vier Millionen sein eigen nennen, wenn er sich nicht in unglückliche Spekulationen eingelassen hätte, die ihn die Hälfte seines Geldes kosteten. Daß übrigens Vt nicht gerade sanfte Profession eineS Stierkämpfers es doch erlaubt, idealen

Bestrebungen zu huldigen, beweist wohl am besten der Umstand, daß Mazzantini in, seinen Mußestunden Stücke von Bach und Beethoven formvollendet auf der Orgel zum Vortrag zu bringen versteht. Der Abschled emes berühmte Torero von der Arena ist übrigens stets mit großen Festlichkeiten verknüpft, bei denen sich der Abtretende den kur? Zopf der Stierkämpfer abschneidet, zum Zeichen dafür, daß er nicht mehr in der Arena zu erscheinen gedeckt. Mexikanischer Mul -Millionär. Der reichste Mann in Mexiko. General Terrazas, der Gouverneur des Staates Chihuahia, hat einen viermonatlichen Urlaub angetreten, den er in den Ver Staaten verbringt. Das Vermögen Terrazas' wird auf über 5200,000,000 in Gold geschätzt. Unter Anderem besitzt der Gouverneur nahezu 20.000,000 Acker Land, das in 15 Ranches" eingetheilt ist. Sein Viehbestand wird auf 1,000,000 Rinder und auf viele Hunderttausende von Pferden und Mauleseln geschätzt. Außerdem nennt der General m seiner Residenzstadt über 9000 Wohnhäuse" sein eigen. Der liebe Gott im Luftb a l l o r. Ein englischer Luftschiffer, der in einem kleinen weltentlegerrei Dorfe auf n britischen Inseln cinca Abstieg unternahm, sah zu seiner großen Ueberrzschung die Einwohner in alle Richtungen der Windrose davoneilen. Nur ein junger Bursche faßte sich ein Herz und kam, wenn chon ni ganzen Leil' zitternd, näher. Eto fcrn ich, mein Junge?" fragte der Luftschif fer, und stl''ternd antwortete ihm taZ über die Ganzen seines Heimathdorte.. bisher nick' hinauszzkommene Naturkind: Lieder Gott, Du bist in Elayton." Pennsylvania Linie. Madison und zurück. Sonntag, 25 September. Der Zug verläßt Indianapolis um 7.30 Uhr Morgms. Rückfahrt von Madison um 6 Uhr Abends. . W. W. Nichardsou, A. G. P. A. Sonntag, 25. September. $1.25 Hamilton ; 1.00 Rushville und Conneröville. Zwei Spezial;üge fahren von JndianapoIte ab. Der erste um 6.30 Uhr und der an dere um 7 Uhr Morgens; Rückfahrt von Cintinnati 6.20 Uhr Abends. ,

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