Indiana Tribüne, Volume 28, Number 25, Indianapolis, Marion County, 21 September 1904 — Page 7
Jndlana Tribüne, 21. September 1904U
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SaS Lied ist auö.
Von Dagobert von Gerhardt-Amntor. Ging wo ein Glück in Scherben, Verwelkte ein duftiger Strauß, Kam wo ein Held zum Sterben, Dann heitzt'S: DaZ Lied ist an3. Warum, wenn stumm bezwungen Der Mensch deö Kampfes Graus, Wenn nie sein Lied erklungen. Sprecht ihr: Das Lied ist aus?" Weil Leben, Leid und Minne Ein Lied ist, wohlgestimmt. Das mit dem innern Sinne Die Seele nur vernimmt. Weil auch im tiefsten Schweigen Ein Etwas in dir tönt. Das schmeichelnder denn Geigen Dich mit dem Sinn versöhnt. Auch Schmerz nur ist hinicden Ein Sevtimenakkord Auflösung ist beschicken Ihm einst am rechten Ort. Drum, wenn auf schwarzem Wagen Man Einen fuhr hinaus. Dürft ihr berechtigt klagen: Das Lied, das Lied ist aus! Der llnpraktisdje" in der Zamilie. Novellette-von Ch. Esquier. Nebertragung ins Deutsche von A. Heim. Cäsar Pirodel war mit 13 Jahren Waise, und als nächste Verwandte hatte er nur drei Vettern: Pierre, Charles und Gaston Pirodel, die Söhne vom Bruder seines Vaters. Cäsars Vater hatte feiner Zeit dem Bruder die nöthigen Mittel gewährt, um seine drei Sohne zu erziehen und ihnen die Möglichkeit gegeben, sich später selbständig zu machen. Als Cäsar nun seine Schuljahre hinter sich hatte und es sich darum handelte, einen Beruf zu ergreifen, glaubte er auf die Dankbarkeit, wenn auch nicht auf die Anhänglichkeit seiner Vettern rechnen zu können und aing zu ihnen, um ihren Rath zu erbitten. Die um ein Bedeutendes älteren Männer, die alle so viel Erfahrungen im Leben hatten, waren doch sicherlich in der Lage, ihm einen guten Nath zu geben. Ich möchte gern Maler werden," sagte Cäsar, was meint Ihr dazu?" Du, Maler?" Warum nicht?" Und Cäsar Pirodel mit seinem Naturell, seinem träumerischen und sentimentalen Wesen und seiner großen Schüchternheit, hätte sich auch vielleicht ganz gut dafür geeignet, denn er hatte ein hübsches Zeichentalent. Seine Pläne wurden aber von den Vettern auf das lebhafteste bekämpft. Werde Baumeister, wie ich," sagte Charles. Oder Kaufmann, wie ich," fügte Gaston hinzu. Oder Bankier, wie ich," meinte Pierre. Das sind noch praktische Berufszweige, mit denen man es zu etwas bringt. Aber Maler! Dabei kann man verhungern." Vergebens sprach Cäsar ganz ängstlich von Rembrandt" und Ltubens" und anderen noch unter den Lebenden weilenden Malern. Ja, die hießen auch Rembrandt" und Rubens"! Du heißt nur Cäsar Pirodel," antworteten die Vettern a tenipo mit der strengen und alltäglichen Logik, wie sie eben sehr praktischen Menschen eigen ist. Ach, der arme Cäsar war wirklich zu unpraktisch; der würde nie auf einen qrünen Zweig kommen!" Und von jenem Tage an sahen alle, die zur Familie der Pirodels gehörten, auf den armen Cäsar" mit jenem, von leiser Verachtung begleiteten Mitleid, wie es eben wohlsituirte Leute für solche haben, die es nicht verstehen, die Leiter zum Glück hinaufzuklimmen. Cäsar merkte das und litt darunter. Seine Vettern hatten jedenfalls recht, denn sie waren ja alle einstimmiq gegen ihn und seinen Plan. Von dem Moment ab fehlte Cäsar das rechte Vertrauen zu seinem Können, er arbeitete ohne Hoffnung auf Erfolg, und das Resultat war denn auch ein negatives. Wenn er von dem, was ihn bedrückte, zu den Vettern sprach, dann zuckten diese gringschätzig die Achseln und meinten wie immer: . Ja, Du bist eben zu unpraktisch!" Praktisch! Ja, die drei Männer' waren es. Der Kaufmann und der Bankier derdienten ordentlich, und der Baumeiestr hatte von der Regierung den Auftrag zum Bau sehr kostspieliger, mit allem modernen Komfort versehener Gefängnisse erhalten.... Charles Pirodel wurde dadurch zum reichen Mann! Während es so allen glänzend erging, kam nur Cäsar nicht weiter, blieb arm und unbekannt und verkaufte nur selten einmal ein Bild zu Spottpreisen! Da begriff der Unglückliche, daß es verfehlt sei, noch länger sich der Kunst zu widmen, und er beschloß, einen anderen Beruf zu wählen! Aber inzwischen hatte er verbraucht, was er vom Vater geerbt hatte. Er ging also zu seinem Vetter Charles. " Lieber Vetter," sagte er zu ihm, Du hast recht gehabt! Ich bin im Unrecht der Beruf, den ich erwählt habe, aiebt mir nichl das, was zch zum Leben gebrauche. Ich will davon absehen."
Run, das ist vocy etnrnai vernünftig," meinte Charles und fragte darauf: Und was willst Du nun beginnen?" Ich hatte mir gedacht, ich wollte einen Handel mit ffarben anfangen!" .Gut! Sehr gut! Das ist prak tisch!" Aber ich brauche etwas Geld, um mich zu etabliren und ich habe nichts mehr! Kannst Du mir borgen, so wie es seinerzeU mein Vater für Euch gethan hat?" Und als der Baumeister die Stirn in Falten zog, fuhr Cäsar fort: Es soll Dich nicht gereuen; ich erstatte es Dir bald zurück Du weißt ja, daß ich ein ehrlicher Mensch bin!" ' Ja, gewiß," entgegnete Charles sehr kühl... Du bist ein tadelloser Ehrenmann aber die Ehrlichkeit ist nur eine schwache Garantie und mit all Deiner Redlichkeit glaube ich doch kaum, daß Du es zu etwas bringen wirst, denn Du bist zu unpraktisch!" So würdest Du also Dein Geld lieber einem praktischen Schuft als einem ehrlichen, aber unerfahrenen Mann anvertrauen?" rief Cäsar erregt. Ja! Mein Gott! Beim ersteren wäre doch auf mehr Erfolg zu rechnen." Nun, dann ist es ja recht bedauerlich, daß ich ein ehrlicher Mensch bin," meinte Cäsar ironisch und schlug die Thür hinter sich zu. Bei seinen Vettern Pierre und Gaston holte Cäsar sich so ziemlich dieselben Antworten. Man schätzte seine Ehrlichkeit aber man wollte ihm nichts leihen denn er wäre eben zu unpraktisch! Und mit dieser Begründung wies man ihn höflich ab ... . So wurde er von den nächsten Verwandten behandelt, denen oer Vater Gutes gethan hatte! Ihretwegen hätte er verhungern können! Keiner wollte ihm helfen, nur weil er nicht praktisch war .... Nun, er wollte es werden er wollte sich an diesen Egoisten, diesen Geizhälsen rächen und sie mit ihren eigenen Waffen schlagen.
Das nahm Cäsar sich vor und dachte bei sich, daß er den lieben Vettern wahrlich keine Rücksicht mehr schulde. Und es vergingen zehn Jahre, ohne daß die Pirodels etwas von dem armen Cäsar" gehört hätten. Wo war er nur geblieben? Lebte er überhaupt noch? Im Grunde.kümmerte sie das sehr wenig, und wenn wirklich einmal die Erinnerung an den Vetter auftauchte, so war es immer nur mit dem Gefühl des Bedauerns, wie man es für arme Verwandte, die es zu nichts gebracht haben, eben empfindet. Eines schönen Tages empfing jeder der Herren Pirodel einen Brief, der sie auf's höchste in Verwunderung setzte. Der Brief war aus Havre datirt und von Cäsar Pirodel- geschrieben, der ihnen mittheilte, daß er iuAmerika ein kolossales Vermögen verdient habe und, um seine Rückkehr in die Heimath fröhlich zu feiern, die lieben Vettern mit ihren Frauen und Kindern zu einem großen Diner im Hotel Splendid", woselbst er in Paris logiren werde, einlud. Die Einladung lautete für den übernächsten Tag. Als Postskriptum war dem Brief zugefügt, daß beim Dessert eine große Ueberraschung für alle kommen würde. Das bewies doch deutlich, daß Cäsar die Seinen mit freigebiger Hand an seinem Glück theilnehmen lassen wolle. Der gute Cäsar! So hatte er es doch trotz aller Prophezeiungen noch zu etwas gebracht! Und er trug den Vettern ihre einstige Weigerung nicht nach ganz im Geheimen machte sich jeder leise GeWissensbisse, so gegen den jetzt so reichen Mann gehandelt zu haben! Doch dann trösteten sie sich, indem sie sich sagten, daß die damalige Weigerung Cäsar gezwungen habe, sich nach etwas anderem umzusehen, und daß sie somit die eigentliche Ursache zu seinem Glück seien. Ein Punkt reizte ihre ganze Neuaierde. Wie und auf welche Art war Cäsar Millionär geworden? In dem Brief stand nichts darüber. . . . Aber schließlich, was machte das aus? Er war reich! Das war die Hauptsache! Und zur festgeseen Stunde fehlte auch keiner beim Rendezvous", und die drei Vettern mit ihren Frauen und Kindern erschienen pünktlich im Hotel Splendid". Um Cäsar zu ehren, kamen die Herren im Frack, die Frauen und die jungen Mädchen in eleganten Gesellschaftskleidern und mit all dem Schmuck angethan, den man nur zu seltenen Festlichkeiten trägt. Und die Diamantkolliers, die goldenen Armbänder und Ringe blitzten und funkelten nur so an den Toiletten der Damen. Die jungen Mädchen hatten sich ganz besonders geputzt", denn Cäsar war ja nicht verheirathet vielleicht aefiel ihm eine der niedlichen Cousinen, die er ja vor nunmehr zehn Jahren, also nur als Kinder, gesehen hatte... Jedenfalls mußte man bemüht sein, einen möglichst günstigen Eindruck hervorzubringen und das Resultat war denn auch erreicht, denn' der Vetter aus Amerika bewunderte galant
immer und immer wieder den Schmuck
der Damen. Wie verändert der Vetter war! Ganz wohlbehäbig sah er , aus, während er doch früher so mager gewesen. Und den goldblonden Bart hatte er sich nack Art der Iankee zurecht ge' schnitten das stand ihm sehr gut! Und seine einstige Schüchternheit hatte einer großen Sicherheit Platz gemacht wie das eben kommt, wenn man Geld hat und überall hatte er etwas von Gold: Ringe an den Fingern und goldene Manschettenknöpfe und vorn in dem Chemisette, ja sogar an seinen Zähnen war Gold. Und die Pirodels wetteiferten m Liebenswürdigkeiten gegen den goldenen Vetter. Der gute Cäsar! Nein, wirklich! ein aoldenes Herz! Und ein goldenes Gemüth! Ich hab's ja immer gesagt, daß es ihm gut gehen würde!" So gut und so ehrlich und solch Glück! Alles sprach zu seinen Gunsien!" Aber wie hast Du denn Dein Vermögen erworben?" fragte der Baumeister schüchtern. Das ist mein Geheimniß," entgegnete Cäsar mit vielsagender Miene wenn Ihr alle recht nett seid, theile ich es Euch beim Dessert mit." Man wagte es nicht, weiter in ihn zu dringen, alle verstanden ja, daß der Vetter auf die Ueberrascbung, von der er in seinem Brief gesproöen, anspielte und mit bestem Appetit ließ man sich das übrigens äußerst feine Diner aut munden. Während die Leckerbissen so folgten, berichtete der Gastgeber von seinen Jagden in den Bergen und seinen Kämpfen mit den Rothhäuten. Der Baumeister nahm danach an, daß Cäsar Goldgräber war! Und der Nachtisch kam. Die schweren Weine hatten alle mehr oder weniger benommen, und die Erzählung, die der Vetter aus den fernen Ländern zum besten gab, erregte die schon erhitzten Gemüther noch mehr. Die Frauen erschauerten, als Cäsar erzählte, wie ein Indianer ihn beinahe skalpirt hätte und daß er dennoch dem Feinde großmüthig das Leben gerettet, indem er ihn von einem mächtiqcn Vären befreit habe! Ja," fuhr Cäsar fort, und das Sprichwort hat wohl recht, wenn es sagt: Wohlthun bringt Zinsen!" Aus Dankbarkeit hat der Indianer mir ein wunderbares Geheimniß anvertraut; ein geheimnißvolles Versahren, durch welches ich Silber in Gold und Gold in Diamanten verwandeln kann ....". Ein .ungläubiges Lächeln wurde durch diese Mittheilung hervorgerufen. Aber ohne sich ' dadurch irgendwie beeinflussen zu lassen, fuhr Cäsar fort: Ihr glaubt mir wohl nicht? Nun, wenn Ihr mir Eure Schmucksachen, die Ihr an Euch habt, anvertrauen wollt, so verbürge ich mich dafür, sie Euch in einer Viertelstunde mit dem dreifachen Werth, den sie durch mein Verfahren erhalten haben, zurückzugeben!" Die Pirodels begriffen sofort, daß Cäsar diesen Vorschlag nur machte, um ihnen in der feinsten Weise die Geschenke, aus welchen seine Unberraschung bestand, zukommen zu lassen. So gingen sie denn alle gern auf feinen Vorschlag ein und gaben ihm mcht ohne viel Wichtigkeit die Schmucks Äen, die sie für die Festlichkeit angelegt hatten. Cäsar that alles zusammen in eine Serviette und erklärte: Tiefes Schweigen und vollständige Dunkelheit sind für mindestens eine Viertelstunde nothwendig, wenn die Prozedur gelingen soll." Sofort schwiegen alle. Die elektrischen Flammen wurden ausgedreht und während einer Viertelstunde hörte man nur das angstvolle schwere Athmen der Pirodels. ' Die fünfzehn Minuten vergingen! Nichts! Eine Frauenstimmer flüsterte: Ist es nun o weit?" Von allen Seiten wurde scht seht" geflüstert, um diesen Störenfried zum Schweigen zu bringen. Und weitere fünf Minuten vergingen. Endlich hielt der Baumeister es nicht mehr aus und entzündete ein Streichholz. Zum allgemeinen Erstaunen war der Platz von Cäsar Pirodel unbesetzt! Es wurde nach dem Kellner geklingelt. Er erschien und brachte auf einem Teller die Rechnung und einen Brief für die Familie Pirodel. Der Baumeister machte das Schreiben mit einer gewissen Unruhe auf und las mit lauter Stimme, was darin stand. Cäsar Pirodel schrieb: Liebe Vettern! Eine Sache von großer Wichtigkeit zwingt mich, sofort nach Amerika abzureisen. Aber ich will es nicht thun, ohne Euch vorher für das schöne Diner. das ihr mir gegeben habt, zu danken ich danke Euch auch für die kostbaren Geschenke, welche Ihr mir so freundlich mitgegeben habt. Sie häben für mich einen doppelten Werth: den, als Andenken an Euch, und den, daß ich Dank Eurer endlich gelernt habe, nicht mehr so unpraktisch" zu sein. Also: Hoch!" .Hoch!" und abermals Hoch!" alle Pirodels! Euer dankbarer jetzt praktischer" Vetter Cäsar Pirodel.
Waldlied.
Von LauraFrost. Ich bin zu dir gekommen. Du ucbes Waldcsgrün, Weil ich war krank geworden Von meines Lebens Mühn. $n deinen! kühlen Schatten v rand ick schon manchmal Rub lnd hörte deinem Rauschen In frommer Andacht zu. Denn meines Gottes Stimme Klang mir daraus hervor. Und sanfte Licbesworte Vernahm mein lauschend Ohr. Nicht such' ich diesmal Frieden, Nicht ist die Seele krank. Nicht lausche ich voll Sehnsucht Aus deiner Vögel Sang; Nur wie im Traume fühl' ich Die Schönheit deiner Welt, Mit stillen Augen schau' ich Hinauf zum Himmelszelt. Ju jedem Wunsch zu müde. Zu schwach zu jedem Thun Laß mich nur eine Weile In deinem Schatten ruhnl Mitterdcutsche Staaten. Alten bürg. Der Herzog hat dem Schuhmacher Max Erwin Petzold in Lößnitz für bic mit eigener Lebensgefahr bewirkte Rettung eines Knaben vom Tode des Ertrinkens aus der Pleiße die Lebensrettungsmedaille verliehen. B r a u n s ch w e i g. An der Eisenbahnbrücke zwischen Nußberg und Riddagshausen wurde die Leiche eines jungen Mannes gefunden, von der der Kopf abgetrennt war, der neben den Schienen lag. Nachforschungen ergaben, daß es sich um den Bierzapser Walter Meyernberg handelte, der seine Arbeitsstätte, den Saalbau", verlassen hatte. Es ist zweifellos, daß Meyenberg sich vor einen von Gishorn hier eintreffenden Zug geworfen hat, doch ist Näheres über die Gründe des Selbstmordes nicht bekannt. Der N,2t,r Meyenberg hat seinerzeit ebenfalls Selbstmord verübt; sein Bruder ist ertrunken. B ü ck e b u r g. Der Reichstagsabgeordnete für den Wahlkreis Schaumburg - Lippe, LandgerichtsPräsident Deppe (frk.), ist im Alter von 60 Jahren an einem Darmleiden gestorben. E i s e n a ch. Kürzlich erhielt die Familie des Werkmeisters Kemps hier eine Sendung Obstkuchen von Aer wandten. Infolge der großen Hitze muß wohl der Kuchen gelitten haben. Jedenfalls erkrankten Frau Kemps und deren sechs Kinder nach dem Genuß des Kuchens unter Ruhrerscheinungen. Zwei von den Kindern' sind gestorben. Die Mutter und die übrigen Kinder liegen noch schwer krank darnieder. Gif Horn. Die dem Bürger Karl Klußmann beim Bahnhof gehörende alte Spinnerei, spätere Maschinenfabrik und ietzige Glasmalerei und das dem Reisenden Richard Ahrberg gehörende Hintergebäude brannten total nieder. Das diesem gleichfalls gehörende einstöckige Wohnhaus wurde so beschädigt, daß es abgerissen werden rnu&. Jena. Im Alter von 61 Jahren verschied hier der Großh. Rechnungsrath Anton Magnus Lichtwer, der sich um die Sache des Thüringer Waldvereins Verdienste erworben hat. Schmalenbuche. Das vierjährige Töchterchen des Glaskünstlers Greiner kam der Gasflamme am Arbeitstische ihres Vaters zu nahe. Die Kleider fingen Feuer und das Kind wurde derart verbrannt, daß es alsbald starb. Die Familie hat vor Jahren n Kind durch einen ähnlichen Unfall verloren. S u n st e d t. Ein auf bisher unerklärte Weise entstandenes Schadenfeuer äscherte die Feldscheune des Oekonomen Otto Jürgens hier ein. Allerlei für'S Haus. j Kirschenflecke zu entfernen. Flecke von Kirschen werden durch das gewöhnliche Bleich- oder Fleckwasser getilgt. Ein gutes Fleckenwasser bereitet man sich aus einem Theil absoluten Alkohol, drei Theilen Schwefeläther. Zuerst wäscht man das Zeug, soweit der Fleck reicht, mit reinem Wasser aus, dann vermengt man nach Verhältniß der Größe des Fleckes Bleichwasser mit ebensoviel reinem Flußwasser, taucht den befleckten Theil in diese Flüssigkeit und läßt ihn darin liegen. Nach einiger Zeit ist der Fleck gänzlich verschwunden; man wäscht die Stelle gut nach, und dann wird das Zeug wie gewöhnlich gewaschen und getrocknet. Cigarrenasche gegen Ins e k t e n st i ch e. Von dem Salmiakgeist, dessen günstige Wirkung auf frische Insektenstiche allgemein bekannt ist, kann man auf Wanderungen vielfach keinen Gebrauch machen, aus dem einfachen Grunde, weil er nicht iir Handelst. Ein einfacheres Mittel, um die infolge eines Insektenstiches auftretenden Schmerzen und &u Schwellung zu verhüten oder zu beseiiigen, bietet die Cigarrenasche. Man bringt etwas Asche auf die Stichstelle, fügt einen Tropfen Wasser hinzu (im Nothfalle auch Bier, Wein, Kaffee) und reibt den entsprechenden Brei tüchtig auf die Stelle ein. Am rathfamsten ist es, frische Asche zu verwenden,' da dieselbe infolge des vorher erfolgten Ausglühens am besten Garantie dafür bietet, daß eine Verunreinigung ausgeschlossen ist.
Die angeschmierte Tante.
s-,ö 'jjM'I!II II . WM ( A 'hl v I
rtsr--'4 i v-jijv''5r vwws'M HWKlMM Jr 1 I! 5 1. Hier, liebe Tante, hab' ich Dir ein Mittel gebracht, welches alle Sommersprossen sofort verschwinden macht!" Ach, wie lieb von Dir!" 2. Wenn Du erlaubst, werde ich Dich gleich damit einreiben!. . .So, nun sieh Dich in dem Spiegel; Du wirst. . . 3. nicht eine Sommersprosse mehr sehen!" E i n Enideckergenie. Der Professor Schneller soll ja eine Capacität auf seinem Gebiete sein?" Stimmt, fast jede Woche macht er eine neue Entdeckung; vorige Woche hat er' beispielsweise ein neues Erz entdeckt und gestern, daß seine junge Frau nicht kochen kann." Ein kluger Vater. Jetzt können Ihnen, Frau Nachbarin, Ihre beiden Buben auch bald 's Bier, holen!" Das thun sie jetzt schon! Ich hab' mir extra a' Krügel mit zwei Henkeln ang'schafft!" Ein Glücklicher. Professor (zum Bräutigam seiner Köchin, einem einfachen Arbeiter): Ja, wenn Sie die Auguste zur Frau kriegen, da können Sie wohl lachen, denn besser wie sie versteht es keine Köchin in der Stadt, Fasanen und Schnepfen zuzubereiten." EingutesHerz. Ich höre im Vorzimmer sprechen! . . . Das ist gewiß wieder meine Modistin! Die kommt heute schon zum drittenmal mit der Rechnung da müssen wir ihr doch etwas recht hübsches bestellen!" N a i v. Professor (nachdem er sich durch einen Straßenauflauf gearbeitet hat): O, über diese schlechte Welt! Jetzt hat mir einer aus dieser Menge mein rohes Ei, das ich jeden Morgen auf dem Spaziergange trinken soll, aus der Tasche geholt und ein zerquetschtes hineingelegt!"
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Washington SU 1 No. 10 Spritzenhaus Jllinoii u Merrill : Jllino u Louisiana 5 West und South 44 West und NcTartö Senate Lve. u Henry 47 Meridian und Ray No. 4 Spritzehaut NadtsonAv.n Morris 45 Madion Sv.uDunlop n No Haken Leiterhaut South nah Delatvar S Venn.uMerr!ll 13 Telaware u. TKLartd M afiney U New Jersq u. MerrÄ vtrg. Llv. radshaw Last nd Prospekt II Bicking und High n No. ii Spritzenhau Cir Lve. nahe Hur, rt Elft und Georgia 75 Gebar und Clrn 74 Davidson u Georgia rt english Llv. Pine rt Shelby und Bäte "8 No. 3 Spritzenhaus Prospect nahe Ehelich ffletcher Av. u Shelby n Market .New Zersey 32 Delaware und Wash. $3 East u Washington 44 New York u. Davids? TaubstuNMm Anstalt 53 ver. Staaten Arsenal 7 Orients! und Oaff. Fraucn-Reformat. n No. 13 Spritzenhaus Naröland nahe Mer. n Meridian u. Heorzia. ?8 Meridian und South U Pennal) u. Louistana V. Lirgini Lve u. Llab. 46 Hatauartier. 17 Grand Hotel. 93 (laüiial Ave und 061 23 No. 16 Spritzenhaus 16. und Ash. 24 Alabama und 18. 26 Zentral Ave und tf. 25 Ande und 15. 27 Brookside und Jupita 28 Central Ave und 17. 29 Delaware und 19. 31 Alabama und 11. 3 Bcllesontawe und ö. 34 College Ave und tt. 35 Delawere und 15. 35 Alabama und Nsrth 37 Neiomann und 19. 33 College Ade und 14. 3 Ecrnell Ave und 18. 41 DanKeö unl IS. 42 Highland Ave und 10, 43 Tecumsch und 10. 45 New Jersey und 52. 46 Alvord und 17. 47 No. 2 Spritzenhaus HtKside Ave und 1. 8 College Lve und 3. 19 College Ave und 7. .2 Park Ave und 2. S5 LGu. W Bahn u.!. m Namsey Ave und IS. SS Stoughton u Newme 37 AtlaS und Pik SS Bloyd und Pawvani. 68 No. 21 Cprttzenhaui Brizhtwood 5 Arden und Depot 63 Brigztwosd und 25. 4 Rural und Bloyd 65 St. Clair u. Kcystsne 67 Slrsenal Ave unk 23. 68 Bellcfontaine und . iSS Park Lve d 1t 1S Capital Ave und 17. 213 PennZhÄ. u. Rutiaaft 214 SUIinoU nd . 215 Senate Ave und 21. 6 Vennsvlvania nd li xll SKentian und 16 218 Cucttal Ave und t 21 Nroadway und 10. 3) j:i:nri und Wcfc 234 Nn. 14 Spritzenhaus Aenwood und 80. tZb Illinois und 33. 236 Lnnet:a und 3P 237 51c. 8. Ep.rnyl Ittlll und Ral 233 UveU Kldder iDorki S Iszbel und 27. 241 MmdiL und 24. 242 Illinoi u St. Cla?, 243 Eldrioge und 23. 812 West uud Walnut 318 West und 12. 814 Howard und 16. 15 Dorbet und Pa 81 Capital Ave und ife 817 Northwestern Are u 18 Een t und 18. 819 Qanxl und 10. 824 Cerealine Wortt 824 Vermont und Lynn 825 Bismak u Srandvier 826 No. 20 Spritzenhaus Haughville, 827 Michigan u. elmei, 828 Michigan u. Concert 41 West und McJntyre 412 Missouri u. Marylan 413 Missouri und s5hio 415 Capital Ave . Georgia 416 Migourt u Kentucky R. 417 Senats Ave u. Süa 421 P und E HuniAaul S3. Washington. 423 Irren-Hospital. 424 Miley Ave.JDS 425 Wash und Harr 426 No. 18 SpritzenhaH 23. Washington 427 Olwer und Lirch 423 Oliver und OSzoed 42g Nordyke und Fort 431 Hadley Av u. Morr 432 River Lve u. Vlsrvi 434 Niver Lve und Ratz 435 Hardwg u. Big 4 436 Harding und OUvei 437 No. IS SprltzenhZ Morri und tttta HotSSOS5 4etoSyU 421 eiln und C?3 45t Hotvarb und 2a 458 Morr und JCsiftMl 5 Earntet vaCb BclcMCi 47 Nordete Lve . tat um WorU 818 West und Rech ' 618 Kenkuky Ave u. Lterrv 14 Meridian und MorrF Kl J2inoi nd SUmedt 617 Morris und Dekota 618 MorrU und Church 61 Capital 2, u 33carv, 621 Meridian und Palm 623 Pine und Lord 524 Mdisor. Lve u Ltncv! 52 Meridian und Belt RS 627 Carlos und Ratz 28 Meridian und Arizona H29 zeridian u. Raymond 631 Meridian u. M.-Cat.! 632 No. 17 feptitzentSrff Morris nahe West 51 Mtrtcnd Dounk 61 Eaft u. Lincoln irrn. 614 Eaft und Beecher 15 Wright uno Sandert 617 McCarty und Beaty 18 New Jersey u vtk L 71 Spruce wu Prrsp T13 english Lvt. tt. 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