Indiana Tribüne, Volume 28, Number 25, Indianapolis, Marion County, 21 September 1904 — Page 1
O lO QO gSS6S60Clt2S23 n Tage, und , A rV C,C V0 rfC 1 vr? A l fl tEaac lind , $ Sounlagsbtu. 10 per Woche. C; ' SomitagsMatt 1 1LH lOc vu Woche. l IHJ o inyjwo IVxO 5. S TSV Srsicheint seden Nart,nrittag. Jahrgang 28. Indianapolis, Ind., Mittwoch, 21. September 1H04 No. 25.
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Gefährliches Studium. Um Material für eine Novelle zu sammeln Bringt Organisten in Schwulitäten. Unter der Beschuldigung die Post zu betriigerischenZwecken benutzt zu haben, befindet flch ein 34jähriger Musillehrer, der sich Ernst Schellabeer nennt und seine Wohnung als 1302 Harlin Str. angiebt hinter schwedischen Gardinen. Er ist ein gutgekleideter intelligent aus. schauender Mann. Die mit dem Falle in Verbindung stehenden Einzelnheiten lassen auf eine Eorrespondenz unter falschen Vorspie gelungen schließen. Frau Emma Goe, die mit ihrer 13jährigen Tochter und einem Sohne, 815 Dorman Straße, wohnt, erhielt vor kurzem einen Brief, angeblich von einem Advokaten Arthur Palmer, der erst kürzlich aus Jamaica zurückkehrte und der dort von einer Hinterlassenschaft im Betrage von 565,000 Kunde erhielt, für welche eine Frau Emma Du Bot die Erbin sei. Der Advokat sagte in dem Schrei den. daß er erfuhr, daß Frau Goe den Mädchennamen Du Boiö führte und daß sie die Erbin sei. Als eine der Bedingungen der Erblasserin, die in früheren Jahren hintergangen war, wurde genannt, daß die Erbschaft nur unter bestimmten Bedingungen anzu treten sei.
Die Frau übergab den Brief dem Detektive Manning und zu sammen mit Detektiv Simon machte flch dieser zur Verfol gung der Verfasser auf. Eine Ant wort wurde geschrieben und mit der Post an die verlangte Adresse gesandt. Shellabeer wurde verhaftet, nachdem er den Arief von der Post abholte. Er giebt an, daß er denselben nur schrieb um Material für eine von ihm zu der. fassende Novelle zu erhalten, er beab sichtigte nur, auszufinden, was die Mutter unter diesen Umstünden thun werde. Shellabeer ist der Organist einer hiesigen Kirche, sowie auch ein bekannter Gesang und Klavierlehrer. Wie die mit der Sache betrauten D tektive Manning und Simon mitthei len, soll der Verdächtigte, der dem Ver treter der Tribüne" jegliche Aussagen verweigerte, auch gegen klingenden Lohn seine Dienste in schwindelhaften Hei-rathSvermittlungS-Angelegenheiten an geboten haben. Ans der Coroner's Office. Die Untersuchung der Todesursache deS im Central Jrrenhospitale verstor denen Frank Stout zeigt deutlich, daß Stout.mit gebrochenen Rippen in der Anstalt abgeliefert wurde. Die Leichen schau ergab, daß ihm fast alle Rippen gebrochen waren, doch wird dieses nicht als die Todesursache angesehen, sein Tod trat durch Erschöpfung ein. Dr. Dunlavy sagt, daß Stout ohne Zweifel vor der Ueberfühung in's Hospital verletzt und daß er sehr rauh gehandhabt wurde. Er gab an, daß Vielleicht e'm Beamter den Mann in einem Ringen mit demselben so derletzte, ohne sich zu denken, wieviel Krast er eigentlich anwandte. Stout wurde seinerzeit in der Jail festgehalten, bis eine Commission über seinen Geisteszustand entschied. O. K. Hinkle brachte ihn von dort nach hier. Er giebt zu, daß Stout auf dem Wege gewaltthätig wurde und er giebt indirekt zu, das er Gewalt anwenden mußte, um ihn zu kontrolliren, er bestreitet aber, den Mann rauh behandelt zu haben und fühlt sich verletzt durch die Verdacht! gungen, daß er dem Manne die Rip pen brach. Zeugen aus Lafayette wer den vorgeladen werden. Z e i t u n g S w e ch s e l. R i ch m o n d, 20. Sept. Die hie sige NachmittagSzeitung Richmond Palladium" , wurde heute verkauft und dieselbe wird nach dem 1. Oktober als ein Morgenblatt erscheinen. DieS ist die erste Morgenzeitung' unserer Stadt seit zehn Jahren. John S. Fitzgib. bonS übernahm die Leitung desselben.
Mord ander Central Ave.
Der Farbige Albert Roß von einem Rasie-Genossen erschössen. Ein Schuß und mit einer Kugel wunde hinter dem linken Ohre lag der Farbige Albert Board, alias Roß, der sich, zusammen mit seiner angeblichen Frau, bei seinem Schwager Wm.Board, einem farbigen Janitor im Jlat 2440 Central Avenue einquartiert hatte, . am Boden. Ein In der Näh? wohnender Arzt legte einen Verband an und dann wurde der tödtlich Verwundete in's Hospital überführt, wo er eine Stunde später seiner Wunde erlag. In der Nachbarschaft und im Hause selber konnte nichts über die Affaire in Erfahrung gebracht werden. Die Be wohner des Hauses behaupteten den Namen des Mannes, sowie auch den Namen deS JanitorS nicht zu kennen und wußten auch nicht, wo derselbe wohnte. Die Polizei wurde hierauf zur Hilfe gerufen und dann wurde der Name deS Getödteten, sowie auch die Wohnung, die sich im selben Jlat be findet, ausfindig gemacht. Der Revol der, aus welchem der Schuß abge feuert wurde lag auf dem Tische, Blut spuren waren noch zu sehen, aber von Bewohnern keine Spur. Kurz darauf jedoch erschienen Wm. Board und seine Schwägerin und die selben wurden beide von Capt. Kinney einem scharfen Verhör unterzogen. Board behauptet, daß ' er und seine Schwägerin zum Hause seiner Mutter gegangen seien, um ihr von dem Vor falle Mittheilung zu machen, daß sie jedoch vor dem Hause umgekehrt seien, um ihr die Geschichte heute Morgen zu erzählen. Seine Schwägerin sazte, daß sie nur ein wenig spazieren gingen, ohne ein bestimmtes Ziel oder einen Zweck im Auge gehabt zu haben. Board behauptete, daß er im näch ftm Zimmer war, als der Schuß ertönte, während feine Schwägerin sagte, er habe im selben Zimmer in einem Stuhle ihnen gegenüber gesessen. Die DetectiveS brachten beide nach der Sta tion, m das Verhör fortzusetzen. Beide behaupteten, daß die'Schießerei ein Unfall gewesen und daß sich die Waffe entlud, als der Geschossene mit derselben spielte. Sie gestehen jedoch ein, daß der Todte in lächelnder Weise sagte, er werde seine Frau erschießen. Geständniß in früher Mor genstunde. Heute Morgen nach 1 Uhr, als der Schwitzprozeß durch Superintendent Krueger und Capt. Kinney mehrere Stunden bereits angedauert hatte, brach endlich die Frau unter den Fragen zusammen und sie gestand, daß ihr Name Hattie HigginS sei und daß sie seit einer Woche mit Albert Roß dieS ist der rechte Name des Getödteten in wilder Ehe lebte und daß Wm. Board der Mörder desselben sei. Board habe Roß die Pistole auS der Tasche gezogen und habe dieselbe auf ihn ab geschossen. Board wurde unter der Anklage deS Mordes, Hattie HigginS wegen Beihilfe verhaftet. AnS der Welt, in welcher man sich versichert. Im Versammlungsfaale deS Eng lish Hotel wurde gestern die 35. jähr liche Convention der Versicherungs Commissäre der Vereinigten Staaten eröffnet. Commissäre von 31 Staaten der Union, in der Anzahl von über hundert waren vertreten. Die Sitzungen werden morgen ihr Ende. erreichen. Gouverneur Durbin, sowie Mayor Holtzman hießen die Delegatm will kommen. Local-PolitischeS. DieNational Roosevelt Liga hält am Freitag Abend in der Germania Halle ihre monatliche Ver sammlung ab.
Alter Veteran zur groben Armee abberufen.
Hermann Ziegelmüller, der vor drei ßig Jahren an der Ecke der Alabama und Market Str. ein Restaurant und eine Wirthschaft betrieb, ist gestorben. Ziegelmüller wurde im Jahre 1831 in Württemberg geboren, siedelte als jun ger Mann nach hier über und trat als solcher in die Armee ein. von welcher er als Sergeant im 32. Regiment seinen ehrenvollen Abschied erhielt. Sein Leiche wird morgen Nachmittag 2 Uhr zu: letzten Ruhe gelegt. Das grunängige Gespenst Wird den Farbigen Wm Jackson noch zu einem Mörder machen. In einem Anfalle von Eifersucht ver. suchte gestern Abend gegen 8 Uhr der Farbige Wm. Jackson seine Frau Josie Jackson, die getrennt von ihm bei ih rem Vater Abel HigginS, 317 Susque hanna Str., wohnte, zu ermorden. Das Paar war schon seit mehreren Monaten, der schlechten Behandlung, die er ihr angedeihen ließ, halber getrennt. Der Vater der Frau begab sich gestern Abend zur Kirche und kurz darauf erschien Jackson und forderte seine Frau auf mit ihm in' Theater zu gehen, sie weigerte sich, ihn zu begleiten und während deS darauf ent standen! Wortwechsels zog Jackson sein Messer und schnitt ihr von Ohr zu Ohr den Hals ab. .Sie lief, aus der fürchterlichen Wunde blutend, durch die Reihe der Zimmer zur Straße und sank schließ' lich erschöpft auf der Straße im Rinnsteine nieder. Die sofort her beigeeilte Ambulanz brachte sie in's städtische Hospital, wo die Aerzte, trotzdem die Luströhre und die Hals ader durchschnitten wurden, sie dennoch am Leben zu erhalten hoffen. Jackson entfloh, wurde aber kurz vor Mitter nacht von der nach allen Richtungen nach ihm spähenden Polizei ergriffen. Er hatte sich am Halse selbst eine tiefe Schnittwunde beigebracht, die ihm im Dispensarium ' verbunden wurde. Captän Hyland, Sergeant Giblin und Polizisten Vaughn und Okey batten ihn abgefaßt,' als er auf einem Jnterurban Wagen auf der Reise nach Anderson war. Noch gut abgelaufen. John Rall, 324 Nord Pine Str., ein Angestellter der Home Brauerei, war gestern Nachmittag damit beschäftigt altes Holz vom Dache deö Maschi nenraumeS zu werfen, als er im Be griffe einen alten Fensterladen hinab zuwerfen, sich mit seinemZeug in einem an demselben verfing und vom Dache etwa 30 Fuß tief herabstürzte. Er kam mit verhältnißmäßig leichten Verletzun gen davon, und wurde am Abend vom Hospital, wohin man ihn zuerst über führte, später nach seiner Wohnung ge bracht. J Personal-Notiz?. FrauCharlesMalyasist aus Washington, D. C., zum hochwillkom menen Besuch ihrer Schwester, Frau Victor Jose, hier eingetroffen. Gestern Nachmittag veranstaltete Frau Jose zu Ehren ihres lieben Gastes ein Kaffee kränzchen. zu welchem sie auch die Da men deS Picanninny Club'S eingeladen hatte. Dieselben verlebten einige sehr vergnügte Stunden. Herr und Frau F i l i p S z w i r s i a nedft ihrer Nichte waren ge stern die Gäste des Herrn und Frau Henry Sprengpfeil. Sie befanden sich auf der Durchreise von St. Louis nach Cincinnati. m in , Unterhaltungs-Abend im Deutscheu Sause. Heute findet der zweite der vom Deut schcn Haufe eingeführten muflkalischen UnterhaltungS.Abende statt. Ein in teressantes Programm ist . für die Ge legenheit vorbereitet. '
Die Internationale Convention der Brauerei-Arbeiter.
Für den gestrigen Tag wurden Dele gat Alting zum Vorsitzer und Delegat HenSler zum zweiten Vorsitzer erwählt. Die vom BefchwerdeComite einge reichten Berichte betrafen nur interne Angelegenheiten des Vereins und ent ziehen sich somit der Veröffentlichung. Heute wird daS Organifation.Comite feine Berichte einreichen. Sodann wird die Nominati'onen für die National Sekretäre und die Mitglieder der Executive vorgenommen unfc die Dele gaten für die A. F. es L. erwählt wer den. Es ist aber nicht anzunehmen, daß dieses Arbeits-Pensum heute erledigt werden wird und somit wird die Con vention wohl erst morgen Nachmittag ihr Ende erreichen. Die wichtigste Frage, welche in dieser Woche auf der Convention erledigt wurde, war jedenfalls die Verwer fung einer Resolution, welche 'be stimmt, daß die Brauereiarbeiter aus der American Federation of Labor ausscheiden und sich mit der American Labor Union asfiliiren sollten. Arbeit für die Großgeschworeneu. Vor. einigen Tagen wurde Harry Kelso von den Radlerpolizisten Ber nauer und Kitzmlller verhaftet und mehrere Zeugen sollen zu der Zeit aus gesagt haben, daß Kelso seine Frau schlug, auch soll grau Kelso ähnliche Aussagen gemacht haben. Gestern kam die Sache im Polizei gericht zur Verhandlung und alle be stritten von der Affaire etwas zu wissen und behaupteten den Polizisten gegenüber keine Aussagen gemacht zu 'haben. Richter Whallon überwies den An geklagten an die Großgeschworenen. Motormann schwer verletzt. . . Straßenbahnwagen No. 401 der Oft Washington Str. Linie verließ gestern Abend 6:45 Uhr an der Ost Washing ton Straße die Geleise und . kam mit einem plötzlichen Ruck zum Stehen. Die Passagiere wurden ziemlich aufge rüttelt, der Motormann LewiS WilliamS aber fiel vom Wagen und erlitt so starke Erschütterungen, daß er mit telft DiSpensariumS-Ambulanz von Dr. Reed in seine Wohnung überführt wurde. Schnitter Tod. Frau Emmy Krueger, die Wittwe deS vor etwa 6 Jahren ver storbenen Edward Krueger, ist gestern in ihrer Wohnung an der Buchanan Straße im Alter von 37 Jahren aus dem Leben geschieden. Sie war die Tochter. deS Herrn und Frau Frank Koehler und erfreute sich allseitiger Be liebtheit. Merchant'S Jce Co. Die JahreS'Versammlung der Activ näre der Merchant'S Jce Co." Präsident John Wolsiffer, Secretär Victor R. Jose findet heute Abend in der Germania Halle statt. Es wird die jährliche Dividende vertheilt und die Wahl der Beamten vorgenommen werden. Die Actionäre sind ersucht pünktlich zu erscheinen. ES stehen ihnen in jeder Beziehung sehr angenehme Stun den bevor. Znm Feuer w Staats -Zucht-häufe. DieControll.BehördedeSStaatszucht Haufes hat in ihrer gestrigen Sitzung bcschloffen, mit dem Wiederaufbau der vier abgebrannten Gebäude bis zum nächsten Frühjahr zu warten. Bis dahin ist die Legislatur in Sitzung und derselben ist sodann Gelegenheit geboten, die - nöthigen Verwilligungen für neue Gebäude zu machen.
Würgengel Schwindsucht Wüthete wieder grauenhaft im Staate.
Aus dem soeben veröffentlichten Be richt der Staats.GesundhcitS.Behörde für Monat August geht hervor, daß wiederum die tückische Schwindsucht der Erzwürgengel deö Staates war. Von derselben wurden 364 Personen hin weggerafft; dem Nervenfieber erlagen 100 Patienten. Von 52 gemeldeten Blatternfällen verliefen nur 3 tödtlich. ES starben ferner 103 Personen am KrebS, 2 wurden ermordet und 139 waren die Opfer von Unglücksfällen. Dem Leben, der schönen freund lichen Gewohnheit des Daseins und Wirkens" sagten 34 unglückliche Men schenlinder im Staate freiwillig Valet. Im Vergleich mit August 1903 war die Krankenrate um 7 Procent und die TodeSrate um 5 Procent niedriger. Die größteSterblichkeit herrschte unter Kindern unter einem Jahre (24 Procent) und unter Personen über 65 Iah ren (23 Procent). 227 bedauernS werthe Kinder wurden im verflossenen Monat zu Waisen. ' n Ein guter Fang. Der hier auf den Fairgründen wäh rend der Ausstellungswoche unter der Anklage deS Diebstahls verhaftete Jas. S. Moore scheint ein alter Bekannter der Polizei anderer Städte zu sein; wenigstens lassen die aus anderen Städten vom Superintendenten Kruger über ihn eingezogenen Erkundigungen auf eine langjährige Verbrecherlauf bahn schließen. In Chicago soll er am 5. Juli 1880 unter dem Namen ChaS. Harting wegen Diebstahls unter Anklage gestanden haben. Er .wurde nicht überführt und freigelassen. Zwei Tage später wurde er unter dem Na men JaS. Harding wieder verhastet und wieder entlassen, da keine Beweise gegen ihn vorgebracht werden konnten. Am 15. September 1892 wurde er unter dem Namen JaS. Morrison wegen Einbruches für 2 Jahre in das Wisconsin StaatSgefängniß gesandt und in 1893 wurde er wegen Dieb stablS in Illinois in'S Joliet Gefüng niß befördert. Hier wurde er wegen Diebstahls auf Veranlassung von Dr. BateS aus Broad Ripple verhaftet, der die Polizisten auf ihn aufmerksam machte. Mordaugriff auf einen Farbigen. Während er sich auf einem ProS pect Straßenbahnwagen befand, wurde gestern Abend spät der 23 Jahre alte Porter Page, 715 West 11. Str. ein Farbiger durch die Hand und in's Bein geschossen. Page sagt, daß er mit einem Manne, dessen Namen er als Shirley angiebt, sich auf dem Heimwege befand und daß ein anderer unbekannter Farbige, den sie in Nor wood getroffen hatten, sie einholte und ihnen seinen Revolver zeigte. Der Fremde bestieg mit ihnen den Straßenbahnwagen, setzte sich neben Page, zog seinen Revolver und schoß und sprang dann vom Wagen ab. Wo der Angreifer war, sagt Page, kann er nicht sagen, jedoch sei derselbe dem Schankkellner-der Wirthschaft, in der sie ihn zuerst antrafen, bekannt, da derselbe ihn beim Namen genannt habe. Der Angreifer wurde später verhaf tet und zur Station gebracht. Der Revolver, aus welchem der Schuß abge feuert wurde, ist zweifelsohne die größte Wage, die noch je in der Station gesehen wurde, eine kleine Miniatur Kanone 14 Zoll lang, die der Schieß bold in einem Marktkorbe mit sich herumschleppte, weil eben die Taschen nicht für solche Geschütze eingerichtet sind. Heute reift Polizist Patrick Doh?rty unter 60tägigem Urlaube nach Nash ville, Tenn., ab, um wenn möglich seine untergrabene Gesundheit zu bes fern. Dougherty ist einer derPolizisten unseres Departements, die auf eine langjährige treue Dienstzeit mit Stolz zurückblicken können und es ist nur zu wünschen, daß eS ihm gelingt, Heilung zu finden und für den Dienst neu ge stärkt nach hier zurückzukehren.
Nachrichten aus Jndiana. i Idyllische Zustände im R e g i e r u n g s-D e p o t. I e f f e r s o n v i l l e, 20. Sept. Der Gehülfsgärtner im hiesigen Regie rungS.Depot, R. I. Foster, ist auf die Anklage eines mit dem Dienste nicht vereinbarten Betragens" seines Amtes enthoben worden. Der Mann soll an eine Jeffersonviller Zeitung einen Ar tikel geschrieben haben, der gegen den Respekt für den Commandeur, Col. I. M. Marshall, verstieß. Dieser über zeugte sich durch eine Untersuchung, daß Foster der Sünder sei. Dieser hat drei Jahre, meist auf den Philippinen, gedient, und man ist ge neigt, seine sarkastische Auslassung als Scherz zu betrachten. Im Uebrigen giebt er zu, die anonymen Zeilen ge schrieben zu haben. In demselben wurde das Leben im Depot als eine Idylle dargestellt, bei dem etliche Män ner mit Gärtnerei, andere mit dem Schmetterlingsfang für die Vöglein deS Gewaltigen" beschäftigt seien. Der Abfall wurde mittelst einer Karre
fortgeschafft, die in acht Stunden zwei Meilen gleiste". Um den Angestellten Arbeit zu schaf fen, mache man die tollsten Mätzchen, und habe kürzlich etwa 1000 Wagen deichseln von einem Fleck auf den an deren schaffen laffen. An jederStelle.wo Unkraut ausgerupft werde, streue man ein bischen Salz. Col. Marfhall wird besonders arg mitgenommen, und das Leben der Angestellten in lustiger Weise als geradezu paradiesisch dargestellt. New Alb an y, 20. Sept. Nach dem die Jndianaer MethodistenConfe renz seit letzten Mittwoch Morgen in der Centenary.Kirche in New Albany in Sitzung gewesen war, vertagte sie sich gestern kurz nach Mittag. Man indosfirte noch das famose Nicholson Gesetz, dankte der Bevölkerung der Stadt für ihre Gastlichkeit, und etliche Pastoren hielten Reden. T e r r e H a u t e, 20. Sept. In der in voriger Woche zu Louisville, Ky., abgehaltenen und am Samstag Nachmittag zu Ende gegangenen Cen tral'Conferenz der Deutschen Bischöf lichen Methodisten Kirche wurde Herr SRslftnr NV w 4,1.,, ff fii.r X Gemeinde Mt. Auburn. Cincinnäti. . . . , , r mT w tr " " " als neues Ziriungsseio zugelyem. Herr Pastor Schruff hat die hiesige Gemeinde seit den letzten fünf Jahren zu voller Zufriedenheit bedient imd sie sieht ihn nur ungern gehen. Der Nachfolger von Herrn Pastor Schruff wird Herr Pastor I. H. Holt camp von Cleveland, O., werden. Pastor I. H. Schimmelpfennig (vor Jahren hier amtirend) wird der Vor sitzende Aelteste deö Distrikts sein. Jndianklpoliser in Terre Sante verunglückt. Lawrence Driggs, 22, dessen Mutter hier No. 1902 Nord Illinois Straße wohnt, wurde gestern von einem Zug in Terre Haute überfahren und schwer verletzt. Beide Beine wurden ihm ab gequetscht und er erlitt äußere schwere Kopfwunden. An seinem Auskommen wird gezweifelt. Seine Mutter reiste mit dem ersten Zuge nach dort ab. DriggS war ein Bremser und machte seine dritte Fahrz als solcher, als er verunglückte. cl7-Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho's Longfellom". Grundeigeuthums Übertragungen. William E. Denny an Margaret M. Riegar, Lot 139, Denny'S Pro fpect Str. Add., nahe der Gürtelbahn Kreuzung. $800. Emma Bergener an Clären L. Marlott, Lot 22, Houghton Dawfon's Sub. Johnson'S Erben Add., nahe Ashland Ave. nnd 20. Str 52,600. May P. Connaty an John Dugan, LotS 59, 60 und 61. Connaty'S 3. Add. südlich der Washington Str. westlich vom River. $1,455.
