Indiana Tribüne, Volume 28, Number 23, Indianapolis, Marion County, 19 September 1904 — Page 5

Indien a Tribüne 19 September woa.

Einst. ." - ( V Don Julius Gersdorf. Einst, so begann in süßer Weise Ein Märchen, daZ so gern erzählt Die Mutter oft uns Mndern leise, . Wenn wir sie bittend drum gequält. .' Einst. ach, da laben wir in Nöthen , An Mutterbrust daZ Haupt geschmiegt, Sie Kie, uns artig sein und beten Und hat uns lieb m Schlaf gewiegt. WaZ liegt m diesem schlichten Worte! Ein ganzes Leben schließt es auf. Einst zogen vor der Jugend Pforte Sie kühnsten Hoffnungen herauf. Einst ruhete in stillem Frieden, Q-o selig, hingegeben warm, TaS Haupt des Wanderer, dcZ müden, Mit Wonne in der Liebe Arm. Einst trieb's auch mächtig, nothgedrungen, Ten Mann zu Lebenskampf hinaus. Er ruhte nicht, bis er errungen Ein liebend Weib, ein eigen HauZ. i Einst, ach das Schicksal haspell schnelle Den kmzen Lebcnöfadcn ab, Wild rauscht daher der Zeiten Welle Und nimmt dann alles in das Grab.

Eine Fußtour. Erzählung von ftiifc Reutter. Stundenlang schon marschirte ich inühsam durch den strömenden Regen dahin. Noch vor Abend wollte ich den alten römischen Badeort Vormio auf der südlichen Seite des Stilfser Jochs erreichen. Dort wenigstens harrten meiner die Freuden guter Nahrung, eines luxuriösen Bades und reiner Bettleinen. Auf der Höhe des Passes angekommen, hatte ich glücklicherweise das Vergnügen, den großen Madatsch(Zletscher, das wottenumhüllte Haupt der Ortler Spitze und die Majestät der Tyroler Alpen zu genießen. Durchnäßt und unbehaglich ging es bergab. Ich war noch mehrere Kilometer von meinem Ziele entfernt, als ich zwei Fußgänger einholte, deren Fall noch 'schlimmer als mein eigener war, denn diese zwei bejammernswerthen Wanderer waren Damen, denen die nassen Kleider hemmend um die Füße schlugen. Einige Worte, die ich überhörte, zeigten mir auch, daß sie Landsleute von mir waren; mein Interesse, meine Sympathie war also wachgerufen. , Nur noHXeine Stunde, Bettie, im äußersten Fall, und dann können wir ausruhen! Man sollte nicht meinen, es könnte in diesem wunoervollcn Lande so furchtbar schütten." . . Das Mädchen, das sprach (sie konnte Anfangs der Zwanziger sein), schritt wieder munter voran, um ihrer Begleiterin neuen Muth einzuflößen. Der gleichmäßige Takt meiner Schritte veranlaßte wohl Bettie, nervös zurückzublicken, und ich bemerkte, wie hübsch sie trotz ihres zerzausten Wanderkostüms war.' Einer augenblicklichen Eingebung folgend, lüftete ich den ut und murmelte . einige Worte des Grußes.' Ah, Sie sind ein Deutscher?" Der Ton des . Vergnügens, der Freude lag unverkennbar in dieser Stimme. Es war Bettie, deren dunkle Augen voll auf mich gerichtet waren, die den Ruf ausgestoßen. Allerdings bin ich ein Deutscher," antwortete ich in biederem Tone, daruf berechnet, das Vertrauen dieser irrenden Fräulein zu gewinnen; und ich bin auf dem Wege nach Bormio." Wir auch. Der Weg scheint nichtrnehr enden zu wollen." Es ist eine weite Wanderung von Trafoi her," bemerkte ich. Wir kommen blos von FranzenHöhe, haben uns in Santa Maria aufgehalten und hoffen,- Vormio vor Abend noch zu erreichen," sagte das andere Mädchen, deren Name, wie ich nachher erfuhr, Käte war. In welches Hotel werden Sie geJen?" ,Jn die Nuovi Bagni." Da ich auch dorthin gehe, erlauben Sie mir vielleicht, Sie zu begleiten und Ihnen Ihren Rucksack tragen zu dürfen?" Nach einigem Zögern konnte ich mir die Last auf den Rücken schnallen, und ich sah mit Genugthuung, wie die schlanke Gestalt Bettie's, von der Bürde befreit, sich gerade aufrichtete und von Neuem leichter vorwärts schritt. Wie kommt es, daß Sie bei solchem Hundewetter über das Stilfser Joch gehen?" fragte ich. Wenn man eine Fußtour macht," antwortete Bettie gutgelaunt, muß man das Wetter, ob gut oder schlecht, ebenso gut in Kauf nehmen, wie die . ebenen oder holperigen Theile des Weges. Meine Freundin und ich sind gute Fußgängerinnen und lieben eine Alpenwanderung, wie diese, über Alles, trotz Regen und Ungewitter." Nach und nach erfuhr ich von den beiden Mädchen, wie sie den größten Theil -des Weges von Innsbruck über den Brenner nach Bozen zu Fuß zurückgelegt, wie sie von da mit dem Zug nach Meran gefahren, dort von Neuem ihre Fußwanderung weiter fortgesetzt hätten und endlich in mehreren Tagemärsch:n über Spöndeleck, Trafoi und Franzenhöhe gekommen wären. In Bormio werden wir einige Tage bleiben und ausruhen. Kennen Sie Bormio?" Nein." Wir auch nicht. Eine amerikanische Dame in Innsbruck empfahl uns das Hotel Nuovi Bagni. Käte," sagte sie Plötzlich, zu ihrer Gefährtin gewendet, sieh doch einmal, da drun ien im Thal, das muß die Adda sein. Der erste italienische Fluß."

Allerdings Italien! Aber bei welchcm Wetter!" Nur guten Muth, morgen wird es schön werden." Die Mädchen, so unabhängigen und selbstständigen Charakters sie auch jem mochten, versicherten mich doch, meiner Begleitung froh zu sein, besonders als wir durch jene dunklen, höhlenartigen Gallerien passirten, die die Straße vor den Lawinen schützen. Wir plauderten freundlich mit einander, der Klang junger Stimmen, der Anblick hübscher Mädchengesichter trug viel dazu bei, um mich di: Einförmigkeit des Weges vergessen zu machen. Der nächste Morgen war prachtvoll. Der Himmel strahlte im reinsten Blau. Der Sonnenschein glitzerte auf dem zarten Grün der Akazienbäume, Roseit und Oleander blühten im Garten und auf feinen Gipfeln glitzerte der Schnee. Dieser Contrast war ganz pikant. Vom Hotelgarten schlenderte ich hinunter in's lachende Thal zu dem schwerfälligen Dörfchen, das auf der einen Seite- der Adda am Berghang hing. Ich stand auf der Brücke, die den schäumenden Strom überspannt, und schaute den sich überstürzenden Wassern zu und horchte auf den klaren Ton einer Frauenstimme, die ein italienisches Volkslied sang. Die lerchengleiche Freude des Liedes schien in voller Harmonie mit der prächtigen Gegend, dem herrlichen Morgen. Träumerisch sinnend lehnte ich am alten Brückengeländer. Die Stimme kam näher. Zuerst sah ich einen weißen Strohhut, dann eine rosafarbene Bluse. Das war kein italienisches Bauernmädchen. Käte Marschall stand mir gegenüber ein flüchtiger Blick in's Fremdenbuch hatte mich über die Namen meiner Reisegefährtinnen von gestern belehrt. Das Mädchen sah reizend aus. Ich wünschte ihr Guten Morgen und erkündigte mich nach ihrer Freundin. Oh, Bettie ist ganz wohl, ich danke Ihnen, bloß etwas müde. Ich selbst dachte, es wäre jammerschade, an einem so himmlischen Morgen auch nur eine Stunde zu verschlafen. Ich nahm mir vor, eine Skizze'von dieser alten Brücke aufzunehmen.'" Also sowohl Malerin wie Sängerin?" fragte ich lachend. Ah, Sie hörten mich? Wissen Sie, man muß singen, wenn man außerordentlich glücklich ist." Sie fetzte sich auf den Steinrand der Brücke und begann, mit dem Skizzenbuch auf dem Knie, das alte Mauerwert aufzunehmen. , Ich bewunderte Fräulein Käte mit ihrer Energie und setzte mich in ihre Nähe, um ihr zuzuschauen. Es lag eine reizende Frische und Ursprünglichkeit in ihrem Wesen, sie sprach von der großartigen Scenerie des Stilfser Jochs, sie erzählte mit Frohsinn einige Abenteuer ihrer Wanderungen wie in Trafoi eine Truppe deutscher Studenten - wie eine Schaar Heuschrecken in5 stille Dörflein einfielen und eine zeitweilige Hungersnoth hinter sich ließen; wie sie in den Berdacht der Spionage kam, weil sie eine kleine Skizze des Sulden Thals mit dem Fort entworfen hatte. Als ich sie endlich bat, die Skizze der Brücke ansehen zu dürfen, war ich geradezu überrascht von der Meisterschaft der Zeichnung und ihrer Kenntniß der Perspektive. Ich bin ein Künstler in höchst bescheidenem Maße ich arbeite in Schwarz-Weiß für Zeitungen," sagte sie naiv als Antwort auf mein Lob. Und Ihre Freundin?" fragte ich mit Interesse. Sie ist begabter als ich, bloß " Sie hielt inne und schloß ihr Skizzenbuch und zusammen kehrten wir nach dem Hotel zurück. Im Garten fanden wir Fräulein Bettie. Sie sah jetzt so zierlich und so frisch aus. Beim Mittagessen geschah es, daß ich ganz zufällig Fräulein Bettie bei ihrem Namen nannte, und obgleich ein Schein der Ueberraschung über ihr Gesicht glitt, ob der Geläufigkeit, mit der ich ihn aussprach, war sie doch nicht mißvergnügt oder beleidigt; im Gegentheil, ich schöpfte neuen Muth und bot ihnen meine Begleitung für einen Ausflug nach der Stadt Bormio an. Der sonderbare, alterthümliche Ort mit seinem rauhen Pflaster, seinen schmalen Straßen, den gelbangestricheneu Häusern, den eigenthümlichen Loggias und den stillen, altersgrauen Kirchen war das Entzücken für Fräulein Käte und gab ihrem Stift reiche Beschäftigung. Fräulein Bettie Bertrand, deren künstlerische Ueberlegenheit die Freundin so hervorgesirichen, machte keine einzige Skizze, vielleicht prägte sie sich die Eindrücke des Ortes für spatere Zeiten ein. r Ich konnte den Gedanken mcht loS werden, daß dieses etwas zurückhaltende Mädchen einen wirklich ' tiefen Eindruck auf mich gemacht hatte. Der Zauber ihres Wesens riß mich hin, ihre ganze Persönlichkeit zog mich gewaltig an. Die Grazie ihrer Beniegungen, der einnehmende Klang ihrer Stimme, der Magnetismus im' Blick ihrer hellbraunen Augen durchbebten all' meine Nerven, wenn sie mit mir sprach oder mich nur anblickte. Ich ärgerte mich über mich selbst. In ein Mädchen sich zu verlieben, das man sechsunddreißig Stunden zuvor nicht einmal gekannt! Ich war kein romantischer Gelbschnabel. Ein nüchterner, ernster Mann von dreißig Jahren, ein sich plackender Jurist, zu arm, um zu heirathen, und dem Zöli bat und der dumpfen Routine ge weiht. Aber trotz all' der Lächerlich

seit, die ich auf mich häufte, war ich im Geheimen entzückt, stolz erhoben. Ich war verliebt. Italiens sanfte Luft machte mein Blut schneller in meinen Adern kreisen; die reichen Farben, der Sonnenschein des südlichen Lebens erregte meine Gefühle auf's Lebhafteste und lullte jene Kräfte der Selbstbeherrschung, des klaren Verstandes, worauf lch sonst so stolz war, vollständig in Schlaf. Nichts als die Flucht konnte mich retten. Aber ich zögerte, meine Ketten liebkosend; und die zwei Mädchen verweilten auch, aus welchem Grunde,' wußte. ich allerdings nicht. Der Ort übte einen mächtigen Zauber aus; hier vereinigte sich die Großartigkeit der Gebirgswelt mit der. Pracht des Südens. Eine Woche verstrich, während welcher die zwei Mädchen und ich fast immer bei einander waren. Ueber ihre weiteren Pläne hatten sie noch nichts vereinbart, nur einmal hatte etwas verlautet von einer Fußwanderung über den Berninapaß nach dem Engadin. Ich war natürlich sofort entschlössen, ihnen zu folgen. Schon maßte ich mir in selbstherrlicher Gewalt das männliche Recht der Protektion an. Die beiden Mädchen horchten bescheiden, fast gehorsam auf meine Rathschläge und erhoben nicht den geringsten Einwand, als ich erklärte, auch nach dem Engadin zu gehen und sie zu begleiten. In meinen Gedanken hatte ich bereits diesen Roman zu Ende gelebt; ich würde Bettie heirathen; wir würden zwar arm sein, aber ihr Geschmack, ihre Ansprüche an's Leben waren einfach. Da die Mädchen entschlossen waren, von Bormio nach Pontresina zu wandern, machten wir drei uns in aller Gemüthsruhe auf den Weg, wie respektable Alpenfreunde und Reisegefährten. Der Weg war gut, das Wetter herrlich und fröhlichen Muthes kamen wir über Bolladore nach Tirano, wo mein Abenteuer sich zu seiner Klimax steigerte. Wir waren im Hotel San Michele abgestiegen, einem Gasthof, der früher einer friedlichen Schwesternschaft zum Aufenthalt gedient hatte. Gewölbte Schlafzimmer, steinbedeckte Boden, kreuzähnliche Gallerien, an deren Ende sich eine geräumige Loggia anschloß, die auf Piazza und die Kätheorale hinausging. Die Mädchen schwärmten für die seltsame Mischung von Mönchthum und modernem Italien und hatten sich bald die Loggia zum Lieblingsauftnthalt wie auch, zum Speisesaal ausgewählt, obgleich das geräumige Refektorium ganz in der Nähe war. Dort saßen wir des Abends nach der Table d'hote, plaudernd über den Zauber des Städtchens, der uns noch immer gefangen hielt. War es der ernüchternde Einfluß des altersgrauen Gebäudes oder das geschäftige Treiben der Piazza oder des Asketismus, der von den zellengleichen Schlafgemächern herwehte? Die Miene der Mädchen schien mir an diesem Abend wie verändert. Vetties hübsches Gesicht war traurig. und Kätes Heiterkeit verschwunden. Sie schützte Kopf, weh vor und zog sich nach dem Essen sofort zurück, daß Bettie und ich allein zurückblieben. Ich schlug ihr einen Spaziergang im alten' Klostergarten vor, woher das Geklapper der Kugeln und Kegeln drang der Garten war sehr groß und diente den Stadtbewohnern als eine Art Spielclub in freie: Luft. Bettie willigte ein und bald wanderten wir durch den kühlen Laubgang dahin nach einem ruhigen Plätzchen, wohin das Rollen der Kugeln und das Lachen der Spieler nur noch gedämpft drang. Die Sonne war untergegangen und durch die großenBläiter des Feigenbaumes und der Weinreben flüsterte eine kühle Brise. Bettie schien scheu und wortkarg. Ich aber faßte Muth. Ich erzählte ihr von meiner Jugend, meinen Hoffnungen, von den Kämpfen meines ehrgeizigen Strebens, ganz als ob ich ein Rech: auf ihre Sympathie hätte ich sprach, wie ein Mann selten sprich:, ausgenommen zu dem Mädchen, das er liebt und dessen Liebe er zu gewmnen hofft. Ein sanftes Erröthen auf ihrem holden Angesicht machte mich noch kühner, und ich schilderte diesen Kampf, den ich allein zu kämpfen hatte ich platzte mit meinem Geheimniß heraus. Im grauen Dämmerlicht bemerkte ich ihr erstauntes, bleiches Gesicht, die zwei großen, erschrockenen Augen, die mich voll Schrecken anblickten. Herr Mariens," keuchte sie, schweigen Sie doch. Nicht ich liebe Sie, sondern " und sie hielt inne und biß sich in die Lippen. Um Himmels Willen! Die alte Geschichte! Ich las ihre unausgesprochenen Gedanken in einem ' Augenblick. Sie glaujtc, ich liebe Käte und weile Kätes wegen so lange in Italien. Ich stand eben im Begriff, zu protesiiren, daß ich sie Bettie und bloß sie sie allein liebe, als sich Bettie aufraffte und mit gelassener, ruhiger Stimme mir ihre Lage auseinandersetzte: . Sie müssen vergessen, daß Sie je solche Worte zu nur gesprochen haben je an mich gedacht haben auf diese Weise; denn ich bin ja verheirathet. Mein Mann wird nach Pontresina kommen und uns dort treffen." Ungläubig starrte ich sie an. Aber Fräulein Bertrand Ich war Fräulein Bertrand einmal. Jetzt heiße ich Frau Hiller vielleicht kennen Sie meinen Mann, er ist Advokat. Er konnte diesen Som-

mer eines wichtigen Prozesses wegen Berlin nicht verlassen, deshalb -reinen wir zwei Freundinnen allein allerdings nicht zum ersten Mal in die Schweiz. Dies alles ist Kätes Fehler dies alles dieser fürchterliche Irrthum! Sie bestimmte mich, der alten Zeit, der alten Freundschaft zulieb, diese Fußtour mit ihr zu unternehmen und wieder wie früher Fräulein Bertrand zu sein. Sie war es, die meinen Namen so in's Fremdenbuch eintrug, undKäte war entzückt von dem Spaß und bestand darauf, ihn zu Ende zu führen!" Es war aber unrecht gegen mich," versetzte ich muthlos. Die komische Seite der Sache trat mir nicht sofort vor die Augen, ich vergaß sie in der Qual verscherzter Liebe. Verzeihen Sie, wir hatten keine böse Absicht," murmelte sie. , Früher auf unseren Touren waren wir so vergnügt und das verleitete uns wohl zu diesem unsinnigen Spaß. Als ich mich Fräulein Bertrand nennen hörte, vergaß ich fast, daß ich einen Mann in Berlin habe." Armer Hiller! Er würde sich nicht geschmeichelt fühlen." Kennen Sie meinen Mann?" , Vom Sehen. Wir treffen uns hin und wieder in den Gerichtssälen," antwortete ich trocken. Ach, Herr Mariens, was müssen Sie von mir denken! Und ich liebe Eduard und ich ich freue mich, ihn endlich in Pontresina wieder zu sehen. Und ich ich ich glaubte immer, Sie schwärmten für Käte. Sie ist ein so liebes, gutes Mädchen, so unab.hängig, so geistvoll sie' sagt, . sie würde niemals heirathen, niemals außer " ' Und wieder hielt sie inne, und von Neuem las ich in ihren schönen Zügen die Pointe dieses kleinen Romans, der im Regenwetter auf dem Stilfser Joch begonnen. Welch' komische Verwickelung! Ich, der scharfblickende Advokat, verliebt in die Frau anstatt in's Mädchen! Und Bettie ich mußte sie immer noch bei diesem Namen nennen hatte den Spaß erlaubt, und ich war ein Mann mit gebrochenem Herzen für mindestens fechsunddreißig Stunden. Durfte ich die zwei einsamen Damen allein nach Pontresina wandern lassen? Ich begleitete sie. Hiller kam einige Tage später auch dorthin; ich blieb dort; denn wir Alle fanden, daß Bergexcursionen sich leichter in Gesellschaft von Vieren als von Dreien ausführen lassen. Und thatsächlich ist Fräulein Käte Marschall ein gar hübsches, angenehmes Mädchen und jetzt weniger unabhängig als zur Zeit, wie ich zum ersten Mal ihre Bekanntschaft machte.

Wortspiel. Bauer (zum Nachbar): No Hias, Du hast jetzt aa a paar Summafrischler! Was sans denn für Leut?" Hias: Sie is a herrische Dam' und er is a damischer Herr!" Ausnahme. Gatte (aus dem Wirthshaus früh heimkehrend): So ein Pech, g'rad heute schlaft schon nies Alte, wo ich ganz nüchtern bin; die muß ich wecken!" Um nicht aus der Uebung zu kommen. Ein reisender Gymnastiker bittet um einen kleinen' Zehrpfennig." Unerhört. Besuch: Deine Köchin ist schon wieder gegangen, Else?" Junge Frau: Ja, ich hab' sie Knall und Fall entlassen! Denk' Dir nur, die gemeine Person wollte-die Knödel mit den Händen machen!" Neue Sckuhe werden .haltbarer, wenn die Sohlen einige Tage vor dem Gebrauche mit gekochtem Leinöl gut eingerieben werden. Mehr noch ist das Bestreichen der Sohlen mit Vernsteinlact zu empfehlen. Derselbe trocknet so schnell, daß dieSchube schon am folgenden Tage gebraucht werden können. Geschieht das Bestreichen monatlich einmal, dann bleiben die Sohlen sehr dauerhaft.

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