Indiana Tribüne, Volume 28, Number 22, Indianapolis, Marion County, 17 September 1904 — Page 6

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Europäische Nachrichten. Hesterreich.Zlnaarn ' Wien.. Der 24jährige Hörer der Rechte an der hiesigen Universität, Friedrich Oskar Haas, tödtete sich in seiner Wohnung, Landstraße, Hauptstraße No. 2, durch einen Revolver schütz in die linke Schläfe. Haas hat die That aus Kränkung darüber 6e gangen, daß er beim Rigorosum repro birt wurde. Der 13jährige Maurerssohn Josef Weiß. Brigittenau, Engertstraße No. 134 wohnhaft, ertrank beim Baden im Donaukanal an der Brigittenauerlände. Die Leiche konnte nicht geborgen werden. In ihrer Wohnung Johannesgasse Ro.17 verstarb Jda Gräfin und Marquise Piatti, gewesene Regentin des Herzoglich Savoyen'schen Damenstiftes und zuletzt Kapitularin dieses Stiftes, sowie Sternkreuzordens-Dame. Auf dem Stadtbahnkörper zwischen den Haltestellen Pilgramgasse und Margarethengürtel wurde die Leiche des 26jährigen Fensterputzers Lorenz Hammer gefunden. Es liegt ein Selbstmord vor. Richard Wolf, Prokurist der hiesigen Filiale der Brunnenunterneh mung 5!orndorf, feierte das 25jährige Jubiläum seiner geschäftlichen Thätigkeit bei genannter Firma. V u d a p e st. Der wegen Verübung eines Sittlichkeitsverbrechens flüchtig gewordene Chefredakteur des Organs der Kossuthpartei, Alexander Fenyö, wurde in Sargans (Schweiz) verhaftet. In der Papierwaaren- und Pappendeckelfabrik des Josef Weil in der Lehelgasse brach ein Brand aus, welcher die ganze Fabrik einäscherte. Die Waarenmagazine konnten gerettet werden. G m u n d e n. Im Bauernguie der Wittwe Kaltenbrunner bei Altmünsier brach ein Brand aus, den der Stief söhn der Wittwe ans Rache gelegt hatte. Die Wittwe verbrannte, während sie ihrem Vieh zu Hilfe eilte. L a i b a ch. Der Hauptmann deS 7. Divisions - Artillerie - Regiments Franz Meyer stürzte vom Pferde und erhielt dabei einen so wuchtigen Hufschlag, daß er sofort todt war. O b e r m o l d a u. - In dem besonders in Touristenkreisen bekannten Paulik'schen Gasthofe brach ein Brand aus, der das große Gebäude sammt allen Nebenräumlichkeiten, Stallungen und Scheunen in Asche legte. Ober - Praußnitz. Der hiesige Lehrer Vrandner, Sohn eines in Trautenau seit Jahren im Ruhestande lebenden Oberlehrers, schnitt sich im Bette mit einem Rasirmesser die Kehle durch. Preßburg. Der 19jährige Beamte der Schuckert - Werke Kovacsowies, Sohn eines Kanzleidirektors im Finanzministerium, hat sich aus unbekannte? Ursache erschossen. Luxemburg. Luxemburg. Durch großh. Beschluß ist Herr Ingenieur Eugen Koltz Direktor der Brauerei von Geschw. Thilt in Löwen) zum Ritter des großh. Eichenlaubordens ernannt worden. Bettemburg. Als der WeZchensteller Johann Assa von Weitembürg eine Weiche in die richtige Stellung bringen wollte, wurde er von ei nem Wagen in den Rücken gestoßen, wobei er zu Fall kam und erhebliche Verletzungen davontrug. C r e n d a l. Dieser Tage war die 64 Jahre alte Ehefrau des Ackerers Lamborelle von hier im Begriffe, vom 1. Stockwerke ihrer Wohnung die Treppe herunterzusteigen, als sie ausrutschte, abstürzte und infolge einer Gehirnerschütterung starb. Petingen. Die 16 17jährige Tochter der Wittwe Snell machte nach der Frühmesse ihrem Leben durch einen Schuß mit demRevolver in die Schläfe ein Ende. Der Keller in Korea.

In demLande, das denAnlaß (wenn auch nicht die Ursache) zu dem blutigen Kriege zwischen Japan und Rußland gegeben hat, ist jedes Haus unterkellert. Selbst die bescheidenste ärmlichste Stube hat ihren Keller, der freilich nicht, wie bei uns zum Aufbewahren von Vorräthen dient um von Weinkellern ganz zu schweigen. In-Korea vertritt der Keller den Ofen. Er hat stets ein Luftloch außerhalb des Hauses und durch dieses Loch wird er, wenn nöthig, mit Holz, dürrem Laub usw. gefüllt. Ist diese Masse mit Geschick angezündet worden, so brennt sie langsam und verhältnißm'äßig recht lange fort und das ganze Haus das ja in der Regel einstöckig ist wird ausreichend durchwärmt. Wirksames Mittel. Wie haben Sie Ihre Frau nun wieder in's Leben zurückgerufen, als sie bei dem Wortwechsel in Ohnmacht fiel?" Als Alles nichts half, habe ich dem Dienstmädchen, welches zur Hilfe herbeigeeilt war, einen Kuß aegeben ... Da hatten Sie sie aber ein mal lebendig werden sehen sollen!" Unerwartete Aufklärung. Herr (zu einer Dame, die bei einsamer Bootsfahrt verunglückte, aber gerettet wurde): Haben Sie Jhrem Lebensretter nicht aus Dankbarkeit Herz und Hand angeboten? Dame: DaS traute ich mich nicht. Herr: Seinen Nmen haben Sie wohl auch nie erfahren? Dame: Doch, Nero hieß der wackere Neufundländer!

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Der Haupttreffer. Humoreske von 2tta$ Wundk. Sie hieß Liddy und stammte aus gutem Hause. Eigentlich ist es überflüssig, das hinzuzufügen, denn alle Liddys stammen aus gutem Hause. Einfache Leute heißen ' ihre Töchter nicht Liddy, sondern Anna, Marie oder sonstwie. Sie hatte gute Erziehung genossen und war in Wohlstand aufgewachsen. Ihre Eltern waren aber kurz nach einander gestorben und hatten die bereits Einundzwanzigjährige allein und ohne Mittel zurückgelassen. Nun trat die Noth des Lebens an das hübsche, aber auch etwas kapriziöse Mädchen heran, und da hieß es: Geld verdienen! Liddy gab Klavierunterricht und schlug sich damit zur Noth durch. So, das wären Liddy'Z Personalien. Jetzt zur anderen Hauptperson, von der allerdings nicht viel zu sagen ist. Franz hieß er, war aber das gerade Gegentheil von einer Canaille. Er war ein braver Junge gewesen und hatte sich diese Bravheit bis jetzt erhalten. Die Vorsehung hatte ihn aus dem Holze geschnitzt,, aus dem man ausgezeichnete Ehemänner macht. Daß er sonst noch eine hübsche Erscheinung besaß und wenn auch selber vermögenslos ein leidlich gutes Einkommen als Ministerialsekretär bezog, konnte ihm füglich ebenfalls als 6rn pfehlung angerechnet werden. Liddy war nicht blind für die Vorzüge des Herrn Franz. Sie waren übrigens schon von Kindheit auf in einander verliebt. Liddy selbst und ihre Freundinnen hielten ihn für eine gute Partie. Ein angesehener Beamter. . . Lebensstellung. . . WaZ konnte s i e dafür in die Waagschale werfen? Nichts! Aber wie gesagt, sie war ein bischen kapriziös und spielte gern die Spottdrossel! Er hat zwar nichts, aber das hat er doch sicher," pflegte sie zuweilen sarkastisch zu sagen, wie überhaupt ihre beiderseitige Mittellosigkeit sehr oft Gegenstand ihrer Ironie war. Trotzdem war sie ihrem Franz im Herzen von Grund aus gut. Liddy," ging Franz eines Tages direkt auf sein Ziel los; Liddy, Du weißt ja, wie ich zu Dir stehe, ich weiß auch, daß Du nichts besitzest. Meine Ersparnisse reichen aus, uns ein bescheidenes Nestchen einzurichten, und mein Gehalt wird uns leben lassen. Es hat doch keinen Zweck, länger zu zögern. Willst Du?" Nein!" Nein? Aber Liddy!" Aber Franz!, Ich bitte Dich! Ich müßte in solchen kleinlichen Verhältnissen ja verkümmern . ." Ja mein Gott Liddy," unterbrach er sie bestürzt, in was für Verhältnissen lebst Du denn jetzt? Ich wollte sagen. Du wärst Millionärin, dann . . . ja, dann hätte ich freilich nicht den Muth gefunden, Dich zu bitten. . ." O, Du meinst, weil ich arm bin, müßte ich für alles dankbar sein? Nein, ich werde in kurzer Zeit sehr, sehr reich sein." Sehr reich? Dann verzeihe! Davon hab'' ich nichts gewußt. Woher ward Dir denn diese Kunde?" Die alte Lehmann. . ." Die Kartenschlägersche? Nun, da bist Du allerdings vor die rechte Schmiede gerathen. Die muß es ja wissen!" Weiß sie auch! Ich werde einen Haupttreffer machen!" Das hat sie Dir geweissagt?" Jawohl einen Haupttreffer, in vier Wochen. Es ist gar kein Zweifel möglich." Einen Haupttreffer? So so! Du spielst ja gar nicht Lotterie. Worin soll denn der Haupttreffer bestehen?" Liddy zuckte die Achseln. Darüber schweigen die Karten. Etwas Lebendiges soll's sein, nichts Todtes!" Um Franzens Lippen spielte ein schalkhaftes Lächeln. So hat Deine Kartenschlägerin vielleicht gar nicht so unrecht. Nimm

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s giebt nur wenige Leute, welche bezweifeln, daß der TOne os Cartfut Francnschwäche kurirt. Niemand bezweifelt es, der ihn probirt hat. Aber der Wlne os Cardul kurirt nicht nur, sondern er verhütet auch Krankheit. Er ist eine Medizin, die jede Frau

gebrauchen sollte. Tausende von Frauen, welche über keine ernstliche Krankheit klagen, fühlen oft müde und erschlafft nach Verrichwng ihrer Pflichten, nicht nur in der Versorgung ihreö Haushalts, sondern auch nach der Arbeit in der Geschäftswelt. Das kommt daher, weil der weibliche Organismus die Anstrengung nicht ertragen kann. Er bedarf der Nachhilfe.

Wlne os Cardui stärkt erschlaffte Frauen und macht sie für ihre Pflichten taugf Der Wiiie os Card ui bringt einer erschlafften, entmuthigten Frau ihre Kräfte und dheit zurück. Er ist ein belebendes Stärkungsmittel, das zu jeder Zeit wohlthätig

Sie sollten eine Flasche Wlne Raufen Sie (jcule noch eine mich, dann hast Du einen 'Haupttreffer!" Liddy sah ihn eine Weile erstaunt an, dann fiel sie ihm um den Hals, küßte ihn und rief unter silberhellem Lachen: Sieh einmal. Du Eingebildeter! Nein, ein Loos von der Pferdelotterie hab' ich mir gekauft, und paß auf, ich ziehe den Hauptgewinn, die Equipage mit sechs Vollblutrappen im Werthe von 15,000 Mark! Das ist es! Wie kann man nur so eitel sein, Franz! Adieu!" Etwa zwei Wochen hörte und sah Franz nichts mehr von Liddy. Eines Tages kam sie plötzlich hereingestürmt und schwenkte ein Lotterieloos wie eine erbeutete Fahne um ihren widerspenstigen Krauskopf. Gewonnen! Gewonnen!" jubelte sie. Ich habe den Haupttreffer!" Franz stand wie angewurzelt. Er nahm das Loos, verglich die Nummer mit der Gewinnliste in der Morgenzeitung. .. wahrhaftig, es stimmte! Eine Equipage mit sechs Vollblutrappen! Der Gewinn wird eventuell für zehntausend Mark zurückgekauft. So ...da hast Du allerdings Deinen Haupttreffer, Deinen lebendigen Haupttreffer. Nun bist Du vermögend und brauchst nicht in meinen kleinlichen Verhältnissen verkümmern. Ich gratulire!" Liddy sah ihn zweifelnd an. Noch zuckte der lustige Uebermuth um ihre Augenwinkel, aber als sie sah, daß es Franzen bitterer Ernst war um feine Bemerkung, warf sie das Köpfchen trotzig zurück und sagte nur: Auch gut." Dann wollte sie sich empfehlen Was gedenkst Du nun mit Deinem' Haupttreffer zu machen?" fragte er noch. Oder willst Du jetzt thatsächlich durch's Leben fahren? Sechs Pferde zu erhalten, ist ein theures Vergnügen." Nicht so theuer, wie ein eigensinniger Ehemann," gab sie pikirt zurück. Natürlich verkaufe ich, werde mir aber zuvor das Vergnügen machen, einmal sechsspännig durch die Stadt zu kutschiren. Magst Du nicht mitfahren? Ich lade Dich ein!" Danke! Ich ziehe es vor, auf eigenen Rappen zu gehen." Wie Du willst! Adieu!" Adieu!" Einige Tage darauf geht Franz in den Anlagen vor der Stadt spazieren. Eben will er auf der Hauptallee die Rückkehr antreten, als vielstimmiges Angstgekreisch ihn aufblicken läßt. Da vom Thore her, wie von Furien.gepeitscht, rast ein Sechsergespann die Straße entlang. Herüber und hinüber fliegt die Staatsequipage; der Kutscher hat offenbar jede Gewalt über die feurigen Pferde verloren. Mit schreckhaft aufgerissenen Augen, mit den Händen die Wagenbrüstung umkrampfend, steht Liddy bleich wie der Tod, mit zerzauster Frisur im Eoup6. Jeder Stoß kann sie auf die Straße hinausschleudern. Franz spürt, wie das Blut in seinen Adern gerinnt. Diese sechs wüthenden Thiere aufzu halten, ist eine Unmöglichkeit. Plötzlich stürzt das eine der vorderen Pferde gerade vor Franz, das Nebenpferd macht einen gewaltigen Sprung nach der anderen Seite; dadurch wird der Wagen nach der Richtung geschleudert, wo der junge Mann wie gelahmt steht. Durch den Anprall an den Chausseesiein brechen die Felgen des einen Rades, das Gefährt legt sich auf die Seite und Liddy stürzt halbtodt in de trockenen Chausseegraben. Franz, der seine Geistesgegenwart im gefährlichsten Augenblick wieder gewonnen hat, ist noch rechtzeitig herbeigesprungen, um das Mädchen zum Theil aufzufangen und so den Sturz etwas zu mil dern. Um das Sechsergespann kümmerte er sich nicht mehr; seine ganze Sorge n.hörte jetzt Liddy. Er ließ sie nach ihrer Wohnung schaffen und war emsig um ihre Pflege bemüht. . Nach acht Tagen war Liddy wieder vollständig hergestellt. 'Der Schreck lag ihr allerdings noch lange in den Gliedern. Der Hauptgewinn de Pferve-

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ot Cardul im Hause halten. lasche ffing 0s Cardui bei Ihrem loinxk iü-zz l "ständig zu Wapei et worden. Zwei Pferde hatten sofort getödtet werden müssen. Drei andere waren so zu Schaden gekommen, daß jedes Kind ihnen das Prognostikon als Droschkengäule in spe stellen konnte. Von der Equipage war überhaupt nicht viel übrig geblieben. Der gesammte Erlös aus denTrummern des stolzen ges reichte kaum bin, um die vielfachen Schmerzensgelder " und Schadeners atzansprüche ?u befriedigen. Kurz und gut - Liddy hatte von der ganzen Herrlichkeit nichts übrig behalten als die Erinnerung an den Schrecken. Sie sckien übrigens sehr niedergeschlagen. Nun, das war aber 'mal ein Haupttreffer!" scherzte Franz. Die Kartenschlägerin hat also doch recht behalten. . . ein recht lebendigerHaupttreffer, nicht war, Liddy?" Du Böser! Du kannst noch spotten? Wird mir der a n d e r e Haupt treffer nun ebenso in die Brüche gehen?" , Der erste? Niemals, Lieb! Das Loos ist da, Du brauchst nur zu ziehen!" Ach Franz!" Sie schlang ihre Arme um seinen Nacken und lehnte den Kopf an seine Schul?. So ist's recht, Närrchen!" sagte er und küßte zärtlich ihr Kraushaar. Glaub's mir, dieser Haupttreffer aeht Dir nicht durch!" Bedenkliches Gefüngnißkraut Man hat sich schon an allerhand Ueberraschungen in dem berühmten californischen Gefängniß San Quentin gewöhnt; aber was man neuerdings dort gefunden, hat doch ungewöhnliches Aufsehen gemacht. Es ist auch schon in sonstigen Gefängnissen gelungen, den Häftlingen verbotene Beduselungsstoffe zuzuschmuggeln, aber hier hat Mama Natur selber dafür gesorgt! Denn sie hat m den Anlagen der Strafanstalt ein Kraut wachsen lassen, das als Mariguana" bekannt und berüchtigt ist. Zudem ist hier indischer Hanf käuflich oder war es dessen Ruf so ausgebreitet ist! Mariguara hat in Californien einen einheimischen Verwandten, welcher Cattleweed" genannt wird; die vorliegende Gattung stammt jedoch aus Mexico und ist, zu Cigaretten gemacht, noch schlimmer als Opium! Das Rauchen ruft bald eine Art Delirium Tremens" hervor. Der Samen des besagten Hanses aber bildet, pulverisirt und mit warmem Wasser versetzt, ein dämonisches Berauschungsgetränk für die Sträflinge. Viele dieser halten Vögel, und sie konnten bisher allzeit mit ihrem selbstverdienten Gelde den Samen einfach als Vogelsamen kaufen. Dann vollzog sich aber größtentheils eine ebenso unheimliche Wandlung mit ihm, wie mit den Schiffen der russischen Freiwilligenflotte, nachdem sie glücklich durch die Dardanellenstraße geschlüpft waren. Natürlich dürfen diese Dinge nicht länger geduldet werden, und so wurden denn strenge Befehle gegen die beiden Beduselungsstoffe erlassen Mehrere verläßliche indianische Sefangene wurden damit betraui, jede Mariguana - Wurzel in den Gefängnißanlagen auszugraben. Ob's wohl auf die Dauer hilft? Herstellung eines guten Magenbitters. Man läßt in einem Stein- oder Glas - Kruge 1 Unze Varbadoes Aloe, 1 Unze Enzian Wurzel, 1 Unze Kalmuswurzel, lUnze Nelken, 1 Unze Zimmet und 1 Unze weißes Agarizin 14 Tage auf 3 Quart recht gutem, alten VouroonWhiskey stehen. Dann seiht man die Flüssigkeit durch Flanell und füllt auf Flaschen, welche gut verkorkt werden. Dosis: ein kleines Spitzgläschen voll, eine halbe Stunde vor jeder Mahlzeit.'

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Ehestatistik GrokvritannienS und Irlands. Die geringe Zahl der Verheirathungen in Großbritannien und Irland erhellt aus einer jüngst veröffentlichten Statistik. Danach sind von den 20,102,408 männlichen Individuen in den Vereinigten Königreichen nur 6,867,250 Ehemänner und 711,105 Wittwer. Von den 21,356.313 Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts sind 6,998.823 verheiratet und 1,682,843 Wittwen. Die Zahl der Junggesellen beträgt also 12.524.053 und die der unverheiratheten Frauen 12,724,647, so daß sich das betrübliche Resultat ergibt, daß 200,594 Frauen überhaupt keinen Mann bekommen können, selbst den Fall gesetzt, daß alle' Männer heiratheten. Die Ehemänner machen nur 34,2 Procent in Großbritannien und Irland aus, die verheiratheten Frauen nur 32,8 Procent. Doch wird der geringere Procentsatz an verheiratheten Frauen wieder ausgeglichen durch die große Anzahl von Wittwen, die über das Doppelte von der der Wittwer beträgt. Die besten Chancen, einen Mann zu bekommen, hat die Frau von allen drei Königreichen noch in Irland, wo auf 1000 Männer 1027 Frauen kommen; schwerer ist es schon in Schottland, wo 1000 Männer immer 1057 Frauen gegenüberstehen. Die größte Auswahl für den Mann aber bietet sich in England, wo 1063 Frauen auf 1000 Männer kommen. Sie w e iH sich zu helf e n. Was ist denn das für ein eigenartiges Gericht, mein Schatz?" Ach, Hans, ich hatte das Kochbuch verlegt, und da hab' ich ein Gericht zubereitet, daß ich in der Beschreibung einerReise durch Jnnerafrika erwähnt fand." - Bei Staatsanwalts. Männchen, nächste Woche hat mein Bruder, der Schriftsteller, Geburtstag; dem könntest Du doch auch eine kleine Freude bereiten!" Na, schön ich werde seinen letzten Gedichtsband konfisziren lassen!" Glück im Unglück. A.: Habe von dem Feuer inJhrer Papier fabrik erfahren. Weshalb haben Sie aber die Hilfe der Feuerwehr abgelehnt?" B.: I, wo werd' ich denn?" Es hat doch in der Abtheilung für Löschpapier gebrannt." Eine fürchterliche Dro hung.

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&aik: Frau, wenn Du mir heute nicht den Knopf an das Jacket annähst, dann passirt was! Frau (pikirt): So, was passirt denn da? Gatte: Dann dann nähe ich mir ibn selber an.