Indiana Tribüne, Volume 28, Number 20, Indianapolis, Marion County, 15 September 1904 — Page 4

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Zndiana Tribüne. Heraulgtkedtn vou der Suttbrg s. Indianapolis, Ind.

Harry O. Thudin Präsident Geschäftslocal: 3lo, 31 Süd Deaware Straße. TELEPHONE 269. Krte:ei at the Post Office os Indianapolii as second dass matter. Bom Fricvens-Parlamcnt. Die bedeutsame Convention des Par laments per Parlamente, welche nun in St. LouiZ taflt wurde vom Vorsitzer BartHoldt mit folgenden Worten eröff net : Ich würdige die Aus eichnung. die Sie mir zu Theil werden ließen, indem - Sie mich zu Ihrem Vorsitzer erwählten. und im Namen der amerikanischen Gruppe danke ich Ihnen. Indem ich den zwölften interparla mentarischen Cogreß eröffne, heiße ich Sie im Namen des Congreffes der Ver. Staaten herzlich willkommen. - Mit Genugthung bemerke ich, daß vierzehn verschiedene europäische Länder hier vertreten sind und, einschließlich der Ver' Staaten, fünfzehn verschiedene Parlamente der Welt Delegaten ent sandt haben. Diese Besucher sind weder gekommen, um die Wunder der Welt, noch die Weltausstellung zu schauen, sondern sie haben Tausende von Meilen zurückgelegt, um im In teresse der .Menschlichkeit, im Interesse des Friedens zu wirken. Wir sind hier nicht als Personen versammelt,', die irgend einem .,Fad" huldigen, sondern als Mitglieder na tionaler Gesetzgebungen, welche vom Volk mit gewissen Vollmachten ausge stattet sind, und, obwohl wir von dem Volke, das uns gewühlt, nicht be fonders beauftragt wurden, die Ziele zu verfolgen, die uns hier zusammen gebracht, sind wir überzeugt, daß wir den Constituenten keinen besseren Dienst erweisen können, als durch Verringe rung der Möglichkeit vrnt Kriegen und Blutvergießen. Wir haben uns verpflichtet, für VermeidungzvonZKrieg zu wirken, indem wir im Publikums Propaganda für unsere Sache machen und iu den legislativen Körperschaften, denen wir angehören, unseren ganzen Einfluß aufbieten, in internationalen Angelegenheiten Recht und Gerechtigkeit walten zu lassen, anstatt brutale Macht. In anderen Worten: Wir bestehen darauf, daß alle Zwistigkeiten zwischen Nationen auf dieselbe Weise geschlichtet werden wie Zwistigkeiten zwischen einzelnen Personen, nämlich durch Vermittelung durch Gerichte, anstatt durch Krieg. Sind wir im Rechte? Man sagt, der Krieg werde doch fortdauern. Das ist wahr. Wir können den Krieg ebenso verhindern wie Mord und Verbrechen, iudem wir Gesetzegegen dieselben annehmen. Aber ist das ein Grund, weöbalb wir nicht Gesetze gegen Mord machen sollten? .... Das höchste Ziel einer Regierung ist doch die Wohlfahrt und die Prosperität des Volkes, die, wie wir wissen, nur durch Frieden gefördert werden kann, die der Krieg aber vernichtet. Die Freunde internationaler Arbitration haben also nur das Wohl des Volke am Herzen. Große Fortschritte sind in neuer Zeit in dieser Richtung gemacht worden, in dem man internationale Meinungsverschiedenheiten in Uebereinstimmung mit den Principien moderner Civilisation durch Arbitration schlichtet, anstatt zum Schwert Zuflucht zu nehmen. Die Haager Conferenz und das Haager Gericht, auf die zuerst Wifeacres" und Skeptiker mit Verachtung herabblickten, werden immer mehr als Obergericht der civilifirten Welt anerkannt. . Die öffentliche Stimmung, besonders im in telligenteren Theil der Bevölkerung civilisirter Länder, neigt sich immer mehr der Schlichtung internationaler Streitfragen durch Arbitration zu. Reli gionskriege gehören mit ihrem Schrecken der Vergangenheit an, EroberungSkriege werden nicht mehr geführt werden, und Fragen, in denen es sich um die nationale Ehre handelt, werden sehr sorgfältig geprüft, ehe man zu den Waffen greift, scheint es deshalb nicht, als ob die DogS of War" langsam verhungern?" Jedermann wird wohl dem Redner zustimmen. Die Gerichte haben in Streitigkeiten zwischen Privat.Personen öfters Fragen von einschneidenderWichtigkeit, als solche, die zum Kriege zwischen Nationen geführt haben, zu ent-scheiden.

Die regierenden Fürsten in den mit

Verfassungen gesegneten Ländern hüben längst einsehen gelernt, daß sie nicht mehr der Staat sind. , Hl Der Besuch des russischen Kriegs schiffes Lena" im Hafen von San Francisco ist jedenfalls nur ein neuer Anlehnungsversuch. Die ländliche Bevölkerung unseres Landes ist nach Versicherung des Ame rican Agriculturist" in verhältnißmäßig besserer Lage, als irgend ein anderer Theil der Beevölkerung der Ver. Staa ten. Nach einer Aera hoher Produk tenpreise ist der amerikanische Farmer finanziell unabhängiger, als das je in der Geschichte des Landes der Fall war. Ein Rückblick zu den niedrigen Pro duktenpreisen vor zehn Jahren ist so gut wie ausgeschlossen. In den mei sten Produkten übersteigt das Ernte angebot nicht den Bedarf. Die dies jährige Minderernte in Weizeu und ein Ausfall in der Mais- und Haferernte, wie er sich noch einstellen mag, werden voraussichtlich durch Steigerung der Preise mehr als ausgeglichen werden. Die ungewöhnlich reiche Baumwoll ernte, auf die man gegenwärtig rechnen darf, wird zu den in Aussicht stehenden normalen Preisen den Pflanzern wahrscheinlich einen besseren Erlös gewähren. als die ungewöhnlich knappe letztjährige Ernte mit ihren abnormal hohen Preisen. Kurz, allem Anscheine nach wird der amerikanische Farmer mehr Geld für sein diesjähriges Ernteprodukt er halten, als in irgend einem früheren Jahre. . Ob der Netto - Profit insgesammt größer sein wird, als je zuvor, läßt sich schwer sagen. Aber trotz der Knapp heit an Arbeitskräften und dem hohen Preise für Farmarbeit und daher den vermehrten Kosten des landwirthfchast lichen Betriebes in vieler Hinsicht dürfte der verhältnißmäßig niedrigere Preis für viele Fabrikate, welche der Farmer benöthigt, dagegen die hohe Preislage der Produkte, welche er zu verkaufen hat, doch aller Wahrscheinlichkeit nach das Jahr 1904 zu dem profitabelsten machen, welches bisher in der Geschichte des amerikanischen Ackerbaues erlebt worden ist. Bezüglich der Industrie läßt sich im Allgemeinen nicht gleich Günstiges sagen. Die Fabrikanten und Eisenbah nen haben nach zweijähriger Readjustirung von abnormalen auf normale Verhältnisse weniger Anlaß zur Zufriedenheit. Doch der Bahnverkehr beginnt sich wieder in aufsteigender Richtung zu entwickeln, und das allgemeine Geschäft ist bei Weitem nicht so schlecht, wie es von manchen Pessimisten gescbildert wird. Das Capital hat sich nach der jüngsten Orgie der Spekulation an Wall Street wie in industriellen Unternehmungen auf normale Verhältnisse eingerichtet. Nur die Arbeiter vermögen noch nicht einzusehen, daß die Ge-sammt-Jndustrie auf eine Basis zurückgekehrt ist, welche normalen Profit für entsprechenden Aufwand an Fleiß und Energie. Capital und Geschäftskenntniß in Aussicht stellt, an Stelle der ungewöhnlich hbhen Profite während der jüngsten Boom"-Periode. Gesalzene Strafen. Die neulich aus dem Hause No. 319 West New York Straße in Begleitung einer vollständigen Opium-Ausrüstung zur Station beförderten Neger standen gestern im Polizeigerichte vor Richter Whallon. Jack Mansfield, der angeklagt war, eine Opiumhölle betrieben zu haben, erhielt 8100 und Kosten zudictirt. George Lilly, der mit Dieben Umgang gehabt haben soll, erhielt 80 Tage Arbeitshaus. Alice Redd, unter der Anklage eine bekannte Diebin zu sein, sowie auch wegen Bummelns, erhielt unter der letzteren Anklage 60 Tage, während Eva Mack und Lula Fields, die wegen Umganges mit Dieben verhaftet wurden, schwere Strafen erhielten, die unter der Bedingung, daß sie sofort die Stadt verlassen würden, suspendirt wurden. Grundeigenthums Übertragungen. William L. Thompson an Orlando Smith, Lot 40, Adams & Houston's Brookside Add. nördlich vom Woodruff Place. $1,200. William L. Thompson an William C. Hunt, Lot 8, dieselbe Add. $1,200. William L. Thompson an William G. Riley, Lot 11, dieselbe Add. 81,. 200. William L. Tompson an Patrick E.

Hunt, Lot 12, dieselbe Add. S1, 200.

William L. Thompson an William F. Corey, Lot 13, dieselbe Add. Hl..

100. Frederick N. Billing an George W. Füller, Lot 23, EvanS Subd., John son'S Erben Add. Park Ave. nahe 19. Straße. $2,300. Arthur V. Brown an Dinah M. Johnson, Lotö 86 und 87, Ost Meri dian Heights iAddition, nahe Central Ave. und 46. Str. '$1200. Eliza P. Sullivan u. A. an Cliza beth I. Cotton u. A., Theil von Lot 31, Grandview Add., östlich vonCollege Ave., nördlich von 27. Str. $3500. Permelia A. Hinchman an Ehester A. Hinchman, Lot 16, Rajen's Süd Brookside Addition, Rural Str.. nörd lich von 10. Str. S1500. Andrew Miller u. A. an Sarah C. Fahrley, Lot 19, Reisner's 2. West Indianapolis Subdivision. S1000. Joel T Elliott an Henry S Trent, Lot 3 Elliott & Grinder's 28. Str. Subdivision, südlich von Crown Hill. $1,700. . Indianapolis Brewing Company an Frank H Weber, Lot 12, Woodruff's Sub. von Morris Add., nahe East und Lincoln Str. $5,050. Jewett W. Jones an Henry Coburn, Lot 579, McCarty's12. Westseite Add. West Indianapolis, und Lots 116 und 117 Clark & OSgood'S 1. Add., West Indianapolis. $4,400. Wilhelmina Theine an John H. Elliott, LotS 29 und 30, Douglaß Park Add., nordwestliche Ecke Talbott Ave. und 25. $6500. Union GrimeS an Edwin A. West, Lot 19, Krewsons Sub., Theil der Unioersity Place Add., Jrvington. $2600. Union Trust Company, Trust, an die Capital City Brewing Co.. Lot 31 in der Peru & Indianapolis Railroad Co's. Subd., westlich von West Str. und südlich von Morris. $4,630. John N. Wilson an Amos V. Glidewell, Theil von See. 2. Tp. 16. Range 2, Wayne Tp. $2,263. George H. Walton an John H. Whiteman, Theil von Lot 40 in Vutler's Add., College Corner nahe Wai senhauZ. $6,200. William Q. Smith an Andrew F. Burns, LotS 44 und 45, Moesch'Z 3. Add.. südlich von Crown Hill, Lot 173, Julian u. A. Subd., Jrvington, Lot 53, FlemingS 4. North Park Add. östlich von Central Ave., nördlich vom Fall Creek. $6000. Alice C. Hoover u. A. an Laura M. Pittman, Theil Lot 94, gleicher u. A. Subd. Fltcher Ave. nahe Pine. $5000. Charles E. Murphy. Administrator, an Virgil E Lamb, Lot 216, Fletcher's 2. Add., Brightwood. $1,400. Marea F. Hare an Belle Shimer, Lot 81, Arsenal Park Add., südwestlich von Woodruff Place. $1000. George H. Metzger an Catherina Lombards, Lot 4, DowneyZ 2. Sub., Außenlot 102, nahe Virginia Avenue und South Str. $2100. Bafe-Ball. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt : American Association. LouiStzille, 14. Sept. Louisville ) Sviel verschoben: Indianapolis j nasse Gründe. Milwaukee, 14. Sept. Erstes Spiel. Milwaukee ... .0 0 1 0 0 2 0 0 03 KansaS City.. ..0000000000 Batterien Stricklett und Wolfe; Eel und Ryan. Zweites Spiel. Milwaukee 0001 130 5 KansaS City 2 011000 04 Batterien Dougherty, Speer und Wolfe; Durham und Ryan. Minneapolis, 14. Sept. . MinneapoliS. .. 00201341 11 St. Paul ....00 00 02 0 0 1 3 Batterien Thomas und Weaver; Slagle und Piere. Toledo, 14. Sept. Toledo.. 001 00000 0 1 Columbus 0 0 0 0 0 2 1 0 36 Batterien Martin und Clark; Berger und Veager. National-Liga. Cincinnati, 14. Sept. Cincinnati ) Spiel nach Pittsburg auf Pittsburg s den 6. Octbr. verschoben; nasse Gründe. Brooklyn, 14. Sept. Brooklyn.....0 0 000 1 00 1 2 Philadelphia. ..00000100 0 . 1 Batterien Reisling und Ritter; Corridon und Dooin.

Ncklamc-Glahcn.

, Vor mehreren Jahren, erregten eines Abends in der niederländischen Oper zu Amsterdam fünf Herren die allae meine Aufmerksamkeit, die, als der Orchesterdirigent eben seinen Taktstock erhob, im dicht besetzten Theatersaal erschienen, trn Gansemarsch zu fünf ihnen vorbehaltcnen Sitzplätzen der ersten Reihe marschirten, sich niederließen, erst dann ihre Angströhren abnahmen und nun dem Hause auf ihren fünf Kahlköpfen die Inschrift zeigten: v. V. U. R. E. N." In wenigen Minuten durchschallte ein stürmn ches Ge lächter den Saal. Van Buren war der Name eines Schweinemetzgers, der eine ausgezeichnete Wurstsorte berstellte, sie an allen Straßenecken ankündigte und auf allen öffentlichen Plätzen durch die Cassenjugend besingen ließ. Und fo stimmte denn auch der Olymp der niederländischen Oper beim Anblick der fünf Reklamehäupter flugs den damals in der Stadt schon volksthumlich gewordenen Kehrreim an: Van Buren, van Buren, Wai heb je lekkre Worft!" Von der Oper war keine Rede mehr: die Polizei mußte emschreiten und die fünf Burenfreunde an die Luft setzen. Aber die ganze Stadt sprach von der van Buren'schen Wurst und der Me?aer hatte sein tel tirtichl Barbarische Grausamk e i t. Ein Agent des bulgarischen Generals Tzonschefs nahm neulich einen walachischen Hirten im Distrikt Melnik gefangen, brach ihm die Zähne aus, durchbohrte ihm mit einem Dolch die Wangen an fünf Stellen und ließ ihn dann laufen zur Warnung, für alle, welche Banden der inneren Organisation mit Proviant versehen und den Revolutionär Iani Sandansky unterstutzen. Fahrraddiebin in Man ne r t i t D u n a. Die kolner Kri minalpolizei verhaftete zwei berüchtigte Fahrraddiebe, welche beide, vcn Dussel dorf kommend, gestohlene Räder ab setzen wollten. Die beiden Diebe. ?to hann Lehnhardt und Emil Schröder, wurden am anderen Tage vernommen und bei letzterem stellte es sich heraus, daß man es mit einem verkleideten Frauenzimmer m thun Mit. und zwar der 18jährigen Elisabeth Wegner aus Ludert. Schnöder U n dank. Am Tage der Taufe des Zarewitsch wurden in Riga in der russischen Ostsceprovinz etwa 100 Gefangene freigelassen. Zum Danke hiefür bewaffneten sich die Zuchthausvogel mit Revolvern. Mes fern und Pflastersteinen und griffen die Polizei an. Polizeihilfschef Lishin wurde schwer verwundet, wahrend er sich bemühte, die Ruhestörer auSeinan der zu treiben. Er erhielt drei Revolverschüsse in Kopf Ohr und Arm. Der Arm mußte abgenommen werden. Flock der Kriegshund. Einen eigenthümlichen Kampfgenossen sah man neulich in dem Waaen. der die Verwundeten aus Südwestafrika in die Kieler Kaserne brachte. Auch Flock" gehörte zu den Blessirten. Ein Schuß m die Vorderpfote hatte i$n am Taae des Gefechts bei Owihokorero getroffen. Taae war mod verschwunden: da stieß er wieder zur Abtheilung Glasenapp, betheiligte sich am Gefecht bei Okaharui, wo er vor der Schützenlinie mutma seinen Dienst verricktete und sich durch keine Herero-Kugel schrecken ließ. Der glimmende Ciaarr e n st u m m e l. 5ln Linz. Oberösterreich, ging unlängst die junge Frau eines Unteroffiziers. Aucrnste Smterberger, durch eine Straße, als ihr leichtes Sommerkleid plötzlich zu brennen begann; ein glimmender Cigarrenstummel, der auf dem Trottoir lag, hatte das Kleid in Brand gesetzt, und im vlu glich die man emer fliehenden Feuersäule. Endlich stürzte die Unglückliche besinnungslos zusammen; die Kleider waren bis auf das Mieder vervrannt. man mterberaer wurde sterbend in das allgemeine Krankenhaus übergeführt. Refüsirtes Geschenk. Der Inhaber eines Stahlwaarenaeschäfts in Potsdam hatte vor Kurzem dem Kronprinzen ein Rasirmesser zum Geschenk angeboten. Es war ein prächtiges Messer mit Damaszener Knnge, Perlmutterschale, Inschrift u. s. w. Der Spender erhielt das Messer aber umgehend zurückaesandt mit dem Begleitschreiben, daß der Kronprinz reine Geschenke annehme und seme Gebrauchsaegenstände kaufe. Darauf bat dann der Geschäftsmann dem KrönPrinzen das Rasirmesser zum Kauf angedoten; er verlanate 300 Mark dafür. Der Ankauf wurde aber nicht abgeschlossen. Die Luftratte. Die Luftschiffer, die dieser Tage mit dem lenkbaren Luftschiff Lebaudy II" bei Paris in die Höhe stiegen, machten hoch oben in den Lüften eine merkwürdige Entdeckung. Sie bemerkten aus dem Tauwerk des Ballons eine aroße Ratte. die sich ruhig dem eigenartigen Vergnügen dieser Luftschifffahrt hingab. Sie war wahrscheinlich während der Nacht dorl hinaufgeklettert. Ten Luftschiffern machte die Anwesenheit des Nagers durchaus keinen Spc:ß. Sie fürchteten, daß das Thier den Versuch machen könnte, die Ballonhülle zu zernagen, um in das Innere einzudringen. Glücklicherweise war das mcht der Fall; die vcatte benahm sich sehr vernunrng und konnte, als der Ballon unten anlangte, gefangen und getödtet werden.

M u t h i g e r Retter. Als letzthin die in Bad Aibling, Bayern, zu Besuch weilende Polizeibeamtensgattin Dora Altmann aus München mit ihren Kindern neben der Mangfall spazieren ging, glitt sie, als sie einem Reif nacheilen wollte, aus und fiel in das hochgeyende Wasser. Auf den Lärm ihres dreijährigen Knaben eilte ein elegant gekleideter Herr herbei und retteie unter eigener Lebensgefahr, er selbst konnte auch nicht schwimmen, die Dame vom sicheren Tode des Ertrin-kens.

Ehescheidung in zwölf M x n u i c n. Frau Mary Fetzer in Chicago reichte an einem Vormittage um 10 Uhr 30 Minuten durch ihre Anwälte den Antrag auf Scheidung von ihrem Gatten ein. Um 10 Uhr 40 Minuten rief Richter Brentano den Fall auf. Um 10 Uhr 42 Minuten verließ Frau Fetzer den Gerichtssaal mit einem Scheidungsdekret und um $35,000 reicher, die ihr als Alimentation zugesprochen waren. Der angegebene einzige Grund war böswilliges Verlassen. Teuflisches Werk. Durch eine gewaltige Dynamitexplosion wurde zungsthin kurz nach Mitternacht das Avenue Hotel" in Elmira Heights, N. F., beinahe vollständig zertrümmert. Die Thäter hatten es augenscheinlich darauf abgesehen, dem Besitzer des Hotels, Pearl Scott, unter den Trümmern des Hotelgebäudes den Tod zu bereiten. Das Sprengmaterial war an der Außenmauer unter dem Fenster des Schlafzimmers des Hotelbesitzers zum Explodiren gebracht worden. Die Gewalt der Explosion war derart, daß ein zehn Fuß tiefes Loch mitten durch das Gebäude gerien und Scotts Schlafzimmer vollständig demolirt lvurde. Ein Wunder war es, daß der Mann unverletzt entkam. Ein Steingebäude hinter dem Hotel wurde aus den Fugen gerissen, Fensterrahmen und Thüren wurden zerschmettert und nach allen Richtungen hin g:schleudert. Die von der Polizei angestellten Nachforschungen zur Ermittlung der Thäter blieben erfolglos. Hirt e n-K r i e g.. Ueber 1000 Stück Schafe, Eigenthum der Ranchbesitze? Morrow & Keenan von Willow Creek, Ore., wurden auf ihrem Weideplatz von Cowboys, welche die WeidePlätze für ihre Heerden beanspruchten, in brutalster Weise abgeschlachtet. Eine Schaar von etwa 20 Cowboys, die ihre Gesichter geschwärzt und unkenntlich gemacht hatten, brachen plötzlich aus einem Hinterhalt hervor und überwältigten die Schafhirten. Aus Flinten und Revolvern wurden sodann Schüsse unter die armen Thiere abgefeuert, die sich angstvoll auf einen Haufen zusammendrängtcn. Volle zwei Stunden dauerte daö erbarmungslose Morden, bis die ganze Heerde zusammengeschossen war. ' Nur wenige Thiere entrannen dem Verderben. Die Schafheerdenbesitze? beschlossen, blutige Rache zu nehmen. Ein Züchter in.Raceville, N. F., verkaufte 16 Hennen und drei Hähne für den Preis von 3400. Das theure Federvieh hat ein Liebhaber in Berlin erworben. Zwei Ex - Sträflinge wurden neulich von Recorder Goff in New York zu 9z Jahren ' Gefängniß verurtyeilt. weil sie e;e arme Vixau um 30 Cents beraubt hatten. Die Einwohnerzahl M i ch i g a n s beläuft sich nach einem im Juni aufgenommenen Census auf 2,530,016. Dies bedeutet eine Zunähme von 109,034 seit dem Jayre 1900. Hospitäler gab es bereits im frühen Alterthume. In Indien, Persien und Arabien existirten in der vorchristlichen Zeit Spitäler, die von den Königen und Herrschern unterhalten oder unterstützt wurden. Kanadas Weizenernte wird für heue? auf 63,000.000 Vushels geschätzt. Die in diesem Herbst abzuerntende Fläche umfaßt 3,500,000 Acker. No. 1. WUM Wir wollen euch frei, absolut kostenlos, eine Vrobeflascbe Trake'S Palmetto Wine" usen den. Scbiclt uns eine Vofllarte und scknell ist sie dort. Ihr wißt, das; schon in alttestament lichen Zeiten die Leute AZein tranken um ihres Magens willen-. Aber der moderne Trauben tnpirr ist tri.it nitt tnchpr für bprt Wanrrr trosfi das Gehirn, noch für die Tasche. Drale's Pal metto Wine" ist aanz anders. Er svrudelt auS der Palmfrucht unseres eigenen sonnigen Sü dens hervor. Er ist ein vorzüglicher Appetit erreger. ein Tonic und ein Nervenstartcr. Er reinigt und klärt das Blut und nährt dadurch Gehirn und Muskeln. Er kräftigt Athleten und nährt die Denker. Braka'2 Pülmctioüino Ist ferner eine natürliche Medizin. Er ist ein wunderbares Spezisilum für Verstovfung. Bläh ungen ul'd alle dyspeptischen Beschwerden. Er eutanz posttlv Katarrh der Nase, des Halses, er Mäzens oder der Eingeweide. Er reguliert in vollkommener Weise die Leber, die Nieren und die Blase. Für Frauen ist er eine wahre iSottesgave. Eme klokseidosts täglich kuriert alle diese Beschwerden. Ter Wein hat einen reichen apvctitlichen Beigeschmack unö Hrwgt sofortige Belebung. Wir beweisen alles Obige, Ädem wir eme freie Probeilasche auf Ersuchen zusenden. Dnko Formula Company, Drake Bldg., Chicago, III. Leser, Achtung! M-ars Vaimetw

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Der Zug verläßt Indianapolis um 7.30 Uhr Morgens. Rückfahrt von Madison um 6 Uhr Wends. W. W. Nichardsou, A. (3. P. A.