Indiana Tribüne, Volume 28, Number 20, Indianapolis, Marion County, 15 September 1904 — Page 3

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Jndiana Tribüne, lS. September 190H

SIDUJL

eltausfiellung . . . ltCl Big Four Route Raten von Indianapolis folgendermaßen: Saison Fahrkarten, giltig für die Rück, fahrt bis 15. Dezember 1901 zu 812.00 Sechzig Tage Fahrkarten, giltig für Rückfahrt innerhalb sechzig Tagen, aber nicht später als 13. Dezember 1901 zu . . . 810.50 Fünfzehn Tage Fahrkarten, giltia für Rückfahrt innerhalb 15 Tagen zu ... . 89.00 Waggon ExcnrsionS Fahrkarte, giltig für Rückfahrt innerhalb sieben Tagen werden nur verkauft für angekündigte Waggon Excursions Tage, Fahrkarten sind nur giltig in den Tag Waggons, ob regulärer oder Spezialzug, jeden Dienstag und Don nerstag bis 29. Sept. inklusive zu.... $0.00 ffü? völlige Information und Einzelnheiten etc. spreche man bei den TtcketAgenten der Big Four Lahn Vor oder schreibe an Unterzeichnete. Warren J. Lynch, Gen. Pass. & Ticket AgU, tnnnnaii, iyio. oder H. M. Bronfon. A.G. P. Indianapolis, Ind. i Etablirt 1863, nimmt jederzeit Engage. rnentS entgegen. Irgendwelche Orchefter Musik und irgend eine Anzahl von Musikern roird geliefert. Neue Ausstattung und neue Urformen. R. A. Miller, Direktor. Henry Tprengpfeil, Geschäftsführer, 301 Kentuckq Avenue. Telephon st Neu 459S. Mg 4 Route ...Excursionen... Sonntag, 18. Sept. Cincwnati und zurück. Svenalma. lnaa veiven Nlmrunaen mrgends für Passagiere anhaltend) verläßt In dianapolis um 7 Uhr Morgens. Rückfahrt von Cincinnati 7 Uhr Abends. $1.50 Louisville und zurück. Abfabrt des Spezialzuaes von Jndianapolis um 7 Uhr Morgens ; Retourfahrt von L,uisville um 7 Uhr Abends. Für Information svreche in der Ticket Office No. 1 Ost Washington Straße oder Union Bahnhof vor. H. M. Bronson, A. G. P. A. I asked a rnaid of laughing eye And cheek as ruddy as the rose Where I such joyous health rnight buy I victim of dyspepsia's woes. "Tis in the bread, my mother says, And father says, the dear old man, Buy honest bread, it always pays' And so we buy the PURITAN Joseph Taggart's Puritan, sold by the Taegart Bakeries and br grocers. Ask sor it. Die Gerfeet Gas Range wird zum Kostenpreise verkauft, abgeliefert und aufgestellt ohne Unkosten. Der sparsamste Ofen für Kunstgas. Sprechen Sie vor und sehen Sie dieselben im Gebrauch. THE INDIANAPOLIS 6AS CO,, 49 S. Pennsylvania Str. v o - 301 West Washington Str. LerkSufer UZ berühmtm Quinine :: Whisky Da? beste Mittel gegen Malaria und (Erkältung. Saloon nnd Restaurant. 7 Neues Telexhon 4043. cff zag H nct.

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Zahrcstagung

Vorschlag auf Schaffung eines Garaniie-Fonds gegen

Verluste durch Angestellte abgelehnt.

Lena-Affaire. Voraussichtlich wird der

abrüsten. Schluß des Parlaments-Congresses. Zwei grausige Funde. Tod eines bekannten Jndiana Geschäftsmannes.

BankierConvention. New York, 14. Sept. Die Convention des amer. BankierVerban des nahm heute mit Willkomm An. sprachen von Bürgermeister McClellan und von James Stillman im Namen der New Jorker Bankiers ihren Anfang. Präsident Bigelow aus Mil waukee hielt dann seine JahreZ-An-spräche. Das Creigniß des TagS war eine erhite Discussion über den sogmannten Fidelity".Plan. Die Debatte war veranlaßt durch ein ConstitutionsAmendement, der Cxecutiv-Rath möge Trustees zur Verwaltung eines ,,Ga rantie-Fonds der amerikan. Bankiers" ernennen. Ver tfono louie eine er sicherung der Mitglieder gegen unehren hafte Handlungen ihrerAngestellten bilden. Nach lebhafter Debatte, in der auch der Comptroller of the Currency Ridgely seinen Standpunkt entwickelte, lehnte die Versammlung den Vor schlag ab. Lena" rüstet Voraussichtl i ch ab. O y st e r B a y, .14. Sept. Im Falle des russischen HilfS-Kreuzers in Son Francisco hat sich bis jetzt nichts weiter ereignet. ES scheint ziemlich sicher, daß daS Schiff abrüsten wird und bis zum Friedensschlüsse in San Francisco bleibt. Eine entgiltige Entscheidung ist aber noch nicht getroffen. Britische Schutz-Vor. k e h r u n g e n. Victoria, B. C., 14. Septbr. Flaggschiff Grafton vom Pacific-Ge-schwader, das kürzlich zu den SchießUebungen in Comox abfuhr, kam heute wieder zurück. Der Grund liegt in der Ankunft des russischen Kreuzers Lena in San Francisco und der Grafton erhielt aus London telegraphische Anweisung, die britische Schiffahrt auf der amerikanischen Seite des Stillen Oceans unter allen Umständen zu schützen. Der gesammte User-Urlaub ist suspendirt. Der große Kreuzer liegt unter Dampf, wie zu sofortiger Abfahrt bereit. Schluß des ParlamentsrierCongreffeS. St. Louis, 14. Sept. Die 12. Conferenz des internationalen Par lamentS'Verbandes, der hier 8 Tage lang in Session war, vertagte sich heute. Die nächstjährige Zusammenkunst findet in Brüssel statt. Bei der Eröffnung durch Präsident Bartholdt war die Versammlung kaum beschlußfähig, da alle wichtigen Geschäfte bereits gestern ihre Erledigung gefunden hatten. Heute wurden nur Anträge geringerer Bedeutung berathen. Eines der letzten Geschäfte bildete die Wahl von Mitgliedern zum ZwischenParlamentär Rath. Der amerikan. Vertreter ist Congreß Abg. Burton aus Cleveland. Die Wahl Brüffel's als nächster Versammlungsplatz wurde sodann genehmigt. Heute Abend setzten die Herren als Gäste der Nation ihre SQU fcurA'Ä 9nnt fnr Wnrnpn rnirh W V fr f w..t mm v q w w KansaS City besucht. Aus dem Seziertisch tote d e r gefunden. Louisville, Ky., 14. Sept. Nach einer Depesche aus Lexington, Ky., kam daselbst heute D. R. Hurst aus Jackson, Ky., mit der Leiche von W. Hampton aus Simpson, Ky., an. die er auf dem Seziertische eines St. Louiser Hospitals fand. Er hatte Hampton auf dem Aus stellungsplatze verloren und nach lan gem Suchen in dem Hospitale als Leiche gefunden. Der Leiter des Ho spitalS, deffen Name nicht genannt wird, lehnte alle Angaben ab. Hurst will eine Untersuchung anstellen. Grubenbesitzer geben nach. Spring field, Jll., 14. Sept. Der Streik der KohlengrÜber der Dia mond Grube, Coal City, hat mit einer Rückkehr der 300 Ausständigen geendigt. Die .Grubenbesitzer stellten den Fuhrmann, wegen deffen Entlassung der Streik entstanden war, wieder an.

der Bankiers.

russische Kreuzer in San Francisco Louisiana-Tag. S t. L o u i s, Mo.. 14. Sept. Auf dem WeltauSstellungsplatze fand hente die Feier des Staats von Louisiana statt. Nach einer Parade hielt Präsisiden Francis im Pavillon Louisianas eineWillkomm-Ansprache. Das Ereigrnß diS Tages bildete die Darstellung der historischen Vorgänge bei der Uebertragung des Louisiana Gebiets an die amer. Regierung. St. Louis. Mo.. 14. Sept. In dem dicht mit Besuchern gefüllten Elektricität Palaste wurde beute der ElektricitätS-Tag gefeiert; ein Bankett mit 1950 Gästen des Internat. Elektr. Congresses fand statt, Abends waren das Gebäude und die Buden mit farbigen elektrischen Lichtern beleuchtet. Ein Empfang durch die Aussteller, zu dem verschiedene Tausend geladene Gäste erschienen, bildete den Höhepunkt des Festes. Zwei grausige F unde. C l e v e l a n d , ., 14. Sept. In einem Koffer fand man heute auf dem Flusse treibend die Leiche einer Frau, deren Schädel zertrümmert war. Briefe aus Steubenville, O.. an eine unbekannte Frau in Cleveland enthielt der Koffer ebenfalls. Kurz nach dieser Entdeckung zog man die Leiche eines Mannes aus dem Flusse, mit einem Strick um den Nacken, die Hände gefesselt und die Taschen mit Steinen gefüllt. Eine Gewerk chaftskarte auf den Namen R. Lowrie, Colorado, lautend, fand man bei dre Leiche. Augenscheinlich liegt ein Mord vor. In Verbindung mit der Frauen Leiche in dem Koffer wurde der Neger Lyons in Hast genommen. Brauerei - Besitzer Wagner gestorben. Lafayette, Ind., 14. Sept. John Wagner Sr.. Millionär und Präsident der Thieme & Wagner Brauerei.Gesellfchaft, erlag heute im Alter von 75 Jahren einem Schlagan falle. Wagner war an zahlreichen financiellen Unternehmungen interes sirt; er gehörte zum Direktorium der MerchantS National Bank, Lafayette Loan und Trust Co. und der Merchants Electric Light Co. Er hinter läßt 2 Söhne und 5 Töchter. Republikaner in Connec ticut. Hartford, Conn., 14. Sept. Vice-Gouverneur H. Roberts wurde heute von den Republikanern als Gou-verneurs-Candidat aufgestellt. Starke Beschädigung be stätigt. W a s h i n g t o n, 14. Sept. Der Kegcl-Jnspektor in San Francisco übermittelte dem HandelS-Departement einen Bericht über den Zustand des Transport-Dampfers Lena. Die Er klärung von Leutnant Commander Herter, das Schiff bedürfe dringend der Reparaturen, die gewisse Zeit in An spruch nehmen, wird hierdurch bestä tigt. Der Bericht ist an das Staats Departement überwiesen. Baumwolle geschädigt. Austin, Tex., 14. Sept. Die ausnehmend schweren Regengüsse, welche seit sast 24 Stunden fallen, haben noch immer nicht aufgehört. In Mittel und Süd . TexaS ist die Baumwolle schwer geschädigt. Jackson, Mass., 14. Sept. Ueber weitausgedehnten Schaden für die Baumwoll'Ernte durch Infekten laufen noch irrster Berichte ein. Nach dem früheren Gouverneur Longino werden viele Pflanzer nicht mehr als fünfzig Prozent der üblichen Ernte gewinnen. Hebung des Ausstellung sb e f u chs. Louisville, Ky.. 14. Sept. Hi,?r eingegangenen Nachrichten zufolge nimmt die Zahl der AusstellungS'Rei senden vom Süden rasch zu. Alle Züge sind dichtbesetzt und führen Extra-Wa gen. Am 15. treten im Südwesten er mäßigte Fahrpreise in Kraft, was den Zustrom noch erhöhen wird.

Nepubli?an. Feier Söhne von Staatsmännern der Lin colN'Aera sungiren als Nedner.

Saratog a,N. I., 14. Sept. Strömender Regen beeinträchtigte die Halb.Jahrhundert Feier der republ. Partei, die heute Abend stattfand, hinsichtlich des Besuchs wenig. Fast alle Sitze waren besetzt ; die Senatoren Fairrbanks und Chauncey, M. Depew wurden bei ihrem Erscheinen lebhaft begrüßt. Die Feier hatte ein Comite überlebender Delegaten von der ersten republikanischen Staats Convention am 16. August 1854 zu Stande gebracht. Auf der Tribüne saßen 120 weiß. haarige Vetranen, die für John C. Fremont gestimmt hatten. Nach einleitenden Worten, in denen er die Zeit vor 40 Jahren beleuchtete, ernannte W. Barnes, tr.. als Vor Itzenden grederick S. Seward, ' den Sohn von Lincoln's StaatS'Sekretär. Seward stellte nach seiner Ansprache Senator Fairbanks vor, auf dessen Rede folgte Major F. B. Fremont, ein Sohn von John C. Fremont ; den Schluß bildete Senator Depew mit ei ner Ansprache an die Versammlung. Saratoga, N. Z).. 14. Sept. Es Hai heute Abend allen Anschein, daß die hier tagende republ. StaatS-Con-vention einen Wahlzettel mit Frank W. HigginS von CatarauguS als GouverneurS'Candidat an der Spitze aufstellen wird. Blxtiger Aufruhr. W h e e l i n g, W. Va., 14. Sept. In der Fremden-Ansiedlung von Port. and Station ist ein Aufruhr im Gang. 25 Hilfs.Constabler sind zur Unter drückung der Unruhen eingeschworen. Ein Mann wurde fast zu Tode ge schlagen; Pistolen, Messer und Knüp. pel bilden die Waffen. Der Grund ist unbekannt. Bis heute Abend waren 19 Tumultuanten in Haft. Rücknahme der Unionisten gehtlangsam. C h i c a'g o, 14.Sept. Gegen 10, 000 Unionisten stnd noch immer nicht wieder in den Viehhöfen .eingestellt; heute wurden 600 angenommen. Falls nicht die Einstellung in größerer Zahl erfolgt, drohen die Metzger wieder mit einem Streik. Geständniß eines großen D i e b st a h l s. Cleveland, O., 14. Septbr. Nach Aussage von Polizei-Beamten ge stand der Gefangene Newton, an dem Diebstahl von 874,000, der sich vor einigen Jahren im Chicagoer Bundes. Gebäude ereignete, betheiligt gewesen zu sein. Da er jedoch stark getrunken, legt man dem Geständnisse des ManneS keinen großen Werth bei. Fall Waggaman. Washington, 14. Sept. Das Distrikts - Obergericht verfügte heute. daß das gesammte Eigenthum des in ein Bankerott - Verfahren verwickelten Thomas Waggaman von einem BundeSmarschall verwaltet werden solle. bis der ConcurS gegen den Beklagten. eröffnet ist. Parker nach New Zlork. Efopus, N. Y., 14. Sept. Richter Parker reiste heute Abend auf der Jacht Sapphire" von I. B. Mc Donald nach New Jork.) Er hat Zim mer in einem Hotel belegt; Pläne zum Besuch des Hauptquartiers oder für einen Empfang find nicht getroffen. AmtS-Entfetzung. OysterBay, 14. Sept. Robert M. McWade,.Generalconful in Can ton, China, wurde heute vom Präsi denten abgesetzt. Hilfs-Sekretär Peirce, der lürzllcy tm Orient war, kam zu dem Schlüsse, daß die gegen den Con cul erhobenen Anklagen vollauf be gründet waren. Der EntlassungS'Be fehl wurde heute Nachmittag ausgege ben. Peabody's Triumph. Denver, Colo., 14. Sept. Die republ. StaatS-Convention stellte heute ein Ticket mit I. H. Pcabody als Gouverneurs - Candidat an der Sitze auf. Die Platform drückt die Zuftim mung aus zur Verwaltung des Gouverneurö Peabody und fordert alle Bür ger ohne Unterschied der Partei auf ihm bei feinem Bemühen den Geist der Gesetzlosigkeit, der die Volksregierung in unverantwortlichen Despotismus I umwandeln würde," zu unterdrücken. Beihilfe zu leisten. Ein Acht-Stun-den-Gesetz wird empfohlen.

Englische ÄttstcmöSnke. Tie Free Fisherö and DredgcrS os Whitstable" und ihre Gerechtsame.

berühmte nstern-Umfang der Bänke. Tas Waffergericht" Ansternflotte-Fang nd Versandt der Royal Statives" Rö mische Fnde. Von den vielen seltsamen Handelsgenossenschaften, die es heutzutage noch in England gibt, ist wohl keine so eigenthümlich, wie die den Austernfang betreibende Gesellschaft der Free Fishers and Dredgers of Whitstable" in Kent County an der südöstlichen Ecke des Landes. Schon zur Zeit der Römer war Whitstable wegen seiner Austern berühmt, und im Jahre 80 n. Chr. hat Julius Agricola bereits von dort aus Austern nach Rom exportirt." Im Jahre 1793 wurde dann die Korporation gegründet, die noch heute das ausschließliche Recht hat, in Whitstable Austern zu fangen. Das Gebiet dieser Gesellschaft hat einen Flächeninhalt von etwa 1 englischen Quadratmeilen, aber nur in einem kleinen Theil befinden sich Austernbänke. Eine große Partie liegt zur Ebbezeit vollständig trocken, und ein anderer Theil wird als Ankerplatz benutzt. Die Gesellschaft hat absolutes Recht über ihr Gebiet und darf sogar von jedem Schiff, das dorthin kommt, 1 Shilling (23.5 Centy Zoll verlangen. Die dadurch entstehende Einnahme beläuft sich im Durchschnitt auf 51000 (1 gleich $4.70) im Jahre. Früher hatte jeder Sohn eines zu der Genossenschaft gehörenden freien Fischers" das Recht, ebenfalls ein Freimann" zu werden. Da aber die Zahl der Mitglieder mit der Zeit zu groß wurde, wurde die Bestimmung getroffen. dak nur immer der älteste Sohn das Recht habe. Wenn eine Versammlung der Genossenschaft einberufen werden soll, geht ein Beamter mit einer Glocke durch die Stadt und klingelt die Mitglieder zusammen. Die Leute smd verpflichtet, an bestimmten Tagen auf den Austernfang auszuziehen, und jeder muß erne festgesetzte Anzahl Austern mitbringen, denn es dürfen niemals mehr qefanaen werden, als Bestellungen vorliegen; was zu viel gegangen ist, wird wieder in die See geworfen. Der Mann mit der Glocke zieht täglich in der Stadt herum und ruft die Namen jener auf, die auszusahren haben, und glelchzeitlg rne Zahl der Austern, die sie m:tbrmgen müssen. Am zwei ten Donnerstag im Juli tritt die ganze Genossenschaft, die in diesem Falle das Wassergerlcht heißt, zusammen. Bei dieser Geleaenheit werden neue Be Müsse gefaßt, und alle Anträge oder Klagen smd bei dieser Versammlung vorzubringen. Die Flotte der Gesellschaft besteht aus 80 kleinen Schiffen. Jeder Kahn hat eme Besatzung von fünf ms sechs Mann. Der Werth der Whitstabler Austernbänke wird auf 5150,000 bis 5250,000 geschätzt, der Jahresertrag auf 590,000 bis 5100,000. Eine rr-' . i ! crr tliri-tf cvr.. lgenlyumucyieil oer uimoiei nusternbänke ist. daß die Austern das ganze Jahr auf ein und denselben Bänken bleiben können, während man anderswo gewöhnlich gezwungen ist, die Austern während gewisser Perioden f m i m. r r i I l TV ' an oej onoers gejcyuyie bleuen zu oringen. Die Whitstabler Austern, auch Royal Natives" genannt, sind die besten Austern, die man überhaupt erhalten kann. Sie haben einen eigen-thümlich-aromatischen Geschmack, wie keine andere Auster in der Welt. Man schreibt ihre Vorzüglichkeit dem Umstand zu, daß ste in Whitstable eine Mischung von Salzwasser des Meeres und süßen Flußwassers haben. In früheren Zeiten sind sehr viele Austern m Whitstable gestohlen worden. Man sah sich deshalb veranlaßt, die kolossal hohe Strafe von 51 für die gestohlene Auster festzusetzen. Der Fang der Austern geschieht in der Weise, daß, anstatt der Netze, durchlöcherte Säcke auf den Bänken entlang gezogen werden. Alle zehn Minuten wird der Sack aufgezogen und der Inhalt in dem Boot durchsucht. Unreife Austern werden wieder in die See geworfen, dagegen werden die Feinde der Austern, zu denen besonders verschiedene Schneckenarten und Seesterne gehören, an's Land gebracht und dort vernichtet. Die gelandeten Austern kommen in die große Lagerhalle, in der sich verschiedene Wasserbehälter bef' i . Br. w. . n . . smoen, oie icg vuill) eine uuuciujc Einrichtung bei jeder Fluch wieder mit frischem Scewasser füllen. . In diesen Behältern befinden sich große Mengen Reserveaustern, manchmal bis 500 Schock. In einem andern Theil der Halle sind immerfort mehrere Leute damit beschäftigt, die Austern zu sortiren' die in Kasten und Tonnen zu je Tausend verpackt werden und dann mit dem seltsamen Sieael der Gesellschaft verschlossen werden. Während der Hochsaison werden täglich mit dem Abendzug 50,000 Austern nach London geschickt. In der kälteren Jahreszeit versendet man auch Austern nach Mit-tel-und Osteuropa, sogar bis nach Moskau. Beim Austernfischen bringen die Fischer häufig alte, römische Thonwaaren zum Vorschein, und die Genossenschaft hat nack und nach in Whitstable ein ganzes Museum solcher Funde eingerichtet. Das Zebra wird in Ostafrika vielfach in gezähmtem Zustande als Hausthiet benützt.

DanVrl drr Philippinen.

Krten und Werth dcr (?in- und AuSfuhrarrt kcl-Tic vinwanderung. Nach einer Statistik des Bureaus für Jnsulaneranaelegenhciten hat de? Werth des Handels der Philippinen in den mit dem letzten Marz beendigten neun Monaten um über Z2.000,000 zugenommen. Während der Jmfori um die angegebene Summe gestiegen ist. war die Abnahme des Erports unbedeutend. Die Abnahme beschränkte stch auf die Ausfuhr von Copra und Zucker. Hanf und Tabak wurden in größeren Quantitäten als in den entsprechenden 9 Monaten des Vorjahres ausgeführt. Der Gesammtwerth der importnten Waaren war $25,927,024, der der exportirten Waaren $22,256,169, eine Zunahme von 7 Prozent des Imports und eme Abnahme des Exports von 2 Prozent. Die Abnahme des Exports nach den Äer. Staaten betrug, was Zucker betrifft, $700,000, und $600,000, was yanf betrifft. Ueber die Hälfte des Gesammtimports bestand in Lcbensmitteln und Thieren: der ErPort bestand meist in Ackerbu-Produk-ten. Der Werth des exportirten Hanfs war $16,000,000. Der Haupthandelsverkehr wurde durch amerikanische Fahrzeuge vermittelt. In zweiter Linie kam Großbritannien. Ter ImPort von Mehl, Fleisch und lebendem Vieh zeigte eine Zunahme, während die Zolleinnahmen von Spiritussen infolge der vergrößerten einheimischen Produktion eine Abnahme zeigten. Der ImPort von Vaumwollwaaren fiel im Werth von $5,138.112 auf $3,509,992; der Import von Stahl und Eisen stieg auf $1,914,511, eine Zunahme von $500.000. Großbritannien lieferte faktisch den ganzen Bedarf importirten Eisenblechs und Eisens in Platten. Das Geschäft in Zucker fiel von $2,479,011 auf $1,827,074; aller Zucker, der produzirt wurde, ging nach Japan, Hongkong und China, nach den Ver. Staaten wurde kein Zucker exportirt. Der Werth des exportirten Ta-' baks war $875,977, eine bedeutende Zunahme; die Hauptabnehmer waren Spanien und Oesterreich. Der Export von Cigarren nahm um $712.952 zu, wovon Hongkong und Britisch-Ost-indien über die Hälfte nahm. Die EinWanderung fetzte sich zu mehr als der Hälfte aus Amerikanern zusammen, wovon der größere Theil Professtonisten waren. Aufgefangenes Funkentclegramm. Unlängst ging dem norwegischen Panzerschiffe Eidsvold" mittelst drahtloser Telegraphie vom Panzer Tordenskjold" der Befehl zu, behufs Löschung eines Waldbrandes nach Larvik abzugehen. Es war dies das erste Mal, daß die Funkentelegraphie in Norwegen praktisch angewandt wurde, nachdem ste aus dem Stadium der Versuche gelangt war. Bald nach der Ankunft in Larvik machte das Schiff eine weitere interessante Ersahrung auf dem Gebiete der Funkentelegraphie. Eines Nachts gegen drei Uhr begann der Telegraphen-Apparat zu arbeiten. Der wachthabende Offizier nahm das empfangene Telegramm auf, merkte aber sofort, daß es in keiner der ihm bekannten Sprachen norwegisch, englisch, französisch oder deutsch abgefaßt war, obwohl es aus klaren Buchstaben bestand. Da holländische Schiffe in der Nähe waren, so gelangte man zu der Annahme, daß das Telegramm von diesen kommen könne, aber es zeigte sich, daß dies nicht der Fall war. Erst am andern Tage wurde festgestellt, daß es sich um ein von einem russischen Kriegsschiff abgesandtes Telegramm handelte, und die Lösung des Räthsels wurde gefunden, als aus den Zeitungen ersichtlich wurde, daß russische Kriegsschiffe den Belt und Kattegatt passiri hatten. Ueber den Inhalt des Telegramms ist nichts an die Öffentlichkeit gedrungen. Mittel gegen Nasenbluten. Gegen Nasenbluten wurden schon die verschiedensten Mittel empfohlen, wie Einschlürfen von Essigwasser, Gurgeln mit Alaun oder in schlimmen Fällen Trinken eines Eßlöffels Wasser, in dem fünf Tropfen Terpentinspiritus enthalten sind. Auch Emporhalten eines Armes, Zurückbeugen des Kopfes und kalte Kompressen., auf Stirn und Genick üben eine gute Wirkung aus. Wer an häufigem Nasenbluten leidet, wird gut thun, täglich Morgens und Abends, besonders in der Sommerszeit, zur Kräftigung der Nasenschleimhäute kaltes Wasser einzuziehen und während des Schlafens den Kopf möglichst hoch zu betten. Auch fleißiges, aber langsames SpazierenI ehen und Barfußlaufen nach Kneipp'eher Methode tragen zur Verhütung des Uebels bei. Im Uebrigen das Bluten der Nase nicht so schädlich, als man noch häufig annimmt; bei vollblütigen Personen dürfte es sogar eine Erleichterung bewirken. Frauenkauf. In Uganda, Mittelafrika, kann sich ein Mann eine Frau für vier Rinder, eine Schachtel Patronen und sechs Nadeln erkaufen. Ein Kaffernmädchen ist je nach dem Range ihrer Eltern vier bis zehn Kühe werth, und in der Tatarei gibt kein Vater seine Tochter weg, ohne für sie eine große Menge Butter zu erhalten. In gewissen Theilen Indiens kann kein Mädchen heirathen. außer wenn ihr Vater nach dem Empfang eines Geschenkes an Reis und einicen Rupien sich damit einverstanden erklärt hat.