Indiana Tribüne, Volume 28, Number 19, Indianapolis, Marion County, 14 September 1904 — Page 5
Jndkena Tribüno September 1904;
Sie Annahuzcrcdc des Präsidenten Rooscvclt.
Oyster Bay, 12. September. Der Brief, mit dem der Präsident Roosevelt die ihm angebotene republikanische Nomination für die Wieoerwähl annimmt, ist veröffentlicht worden. Der Inhalt lautet der Hauptfache nach: Es ist schwierig, aus den Aeußerungen unserer Gegner die Wablfragen herauszufinden, auf Grund deren sie den bevorstehenden Kampf führen weh len. Es ist nicht unbillig, zu erklären, daß sie jetzt, nachdem sie die m:isten Grundsätze fallen ließen, für die sie während der verflossenen acht Jahro eintraten, nicht zu wissen scheinen, an was sie wirklich glauben und wie stark sie ihren Glauben an irgend etwas bekräftigen sollen. Es ist in der That zweifelhaft, ob sie eine einzige Wahlfrage entschlossen in den Vordergrund schieben werden. Sobald sie eine geltend machen, weichen sie auch wieder zurück und suchen sie durch Erklärungen aus der Welt zu schaffen. Die Partei, welche jetzt am NegZerungsruder sieht, wird durch keine derartigen Schwierigkeiten beunruhigt. Wir brauchen nicht an unseren eigenen Ueberzeugungen wie an Räthseln kzerumzurathen und die Lösung zu ändern, wenn sie unpopulär erschein!. Die Grundsätze, zu denen wir uns be kennen, sind solche, an die wir fest mit Herz und Seele glauben. Andere mögen andere Ansichten hegen, als wir, sie können uns aber nicht der Spiegelfechterei und Unaufrichtigkeit zeihen. Die Politik, welch? wir verfolgen, halten wir ehrlich für die Grundlage . unserer nationalen Wohlfahrt und unseres nationalen Ansebens. Unser: Thaten sprechen noch lauter, als unsere Worte für die Ueberzeugung, die uns inne wohnt. Unser Appell an das Volk stützt sich auf das, was wir geleistet haben und leisten, auf unseren Rekord .in der Verwaltung und Gesetzgebung während der letzten sieben Jahre, in welchen wir die vollstendige Regierungsgewalt besaßen. Unsere Absicht ist es, die Regierung künftighin in derselben Weise zu führen. wie wir sie in der Vergangenheit geführt haben. So wohl haben wir unsere Aufgab: erfüllt, daß unsere Gegner es nickzt wagen, Thatsachen zu nennen und sie zu bekämpfen; sie greifen nur an, nachdem sie die Thatsachen entstellt haben, denn . eine wahrheitstreue Wiedergabe würde keinen Anlaß zu abfälliger Beurtheilung bieten. v Panama. So liegt es mit Panama. Unsere Gegner können das, was wir dort gethan haben, nur tadeln, wenn sie unser Thun entstellen. - Unsere Regierung handelte dort durchaus in gutem Glauben, mit außerordentlicher Geduld und großer Freigebigkeit. ?ie hielt sich genau an die von dem fton greß getroffenen Bestimmungen. Wäre die Republik Panama nicht ungesäumt anerkannt und der Verkehr über den Isthmus in Uebereinstimmung mit unseren Vertragsrechten und Pflichten aufrecht erhalten worden, so wäre es zu einem Kleinkrieg gekommen, fremde Mächte hätten sich vielleicht hineingemischt und die Gelegenheit, den Kanal zu bauen, wäre sicherlich um Jahre, wenn nicht um Generationen hinausgeschoben worden. Ein Tadel unserer Handlungsweise ist der Tadel des einzig möglichen Ver--fa'i.-ens, das den Kanalbau sichert? und den Frieden wahrte. Der Prä.- . sident übte ein ihm, und zwar ihm allein, durch die Verfassung .gewährlerstetes Recht aus, indem er die Regierung Panamas anerkannte und einen Vertrag mit ihr abschloß, der nach der Ratifikation durck den Sena: Landesgesetz wurde. Des Präsiden" ten Pflicht ist es, dem Lande der Verfassung gemäß zu dienen, und ich würde es für eine Pflichtvernachlassigung halten, wenn ich eine falsche Auslegung der Verfassung als einen Scknld für Schwache und Furchtsamseit oder für Regierungsunfahigkelt benutzen wollte. Auswärtige Politik. Eine ähnliche Entstellung dient unseren Gegnern bei dem Angriffe auf unsere auswärtige Politik und die nützliche Verwendung unsere? Flotte bei der Durchführung dieser Politik zur Waffe. Auch hier wünschen wir nicht mehr, als daß sie die Thatsachen wahrheitsgetreu gelten lassen und dann erklären, ob sie dageaen Einspruch er heben wollen oder nicht. Verwerfen st: die Mittel, mit denen wir d:e Monroedoktrin aufregt erhalten und gekräftigt haben? .st es unseren Gegnern zuwider, was oir für die Juden in Kischinew und in Rumänien und die Armenier in der Türkei gethan haben? , Keine andere Regierung der Welt trat kräftiger für das Vrudertbum des Menschengeschlechts ein und keine andere nahm eine entschlossenere Haltung als wir g:gen jedes Unrech! an, das die Zivilisation im eigenen Lande oder in der Fremde befleckte. Haben unsere Gegner etwas dagegen einzuwenden, daß wir den internationalen Schiedshof im Haag aus der Unthätigkeit erweckten und in einen machtigen Fnedensvermittle: verwan delten? Opponiren sie der Regelun der Grenze von Alaska? Oder der Gewährung einesReprozitätsvertraaes an Kuba, nachdem wir die Insel refreiten? Opponiren sie der Hissung
unserer Flagge über Portoriko oder
der Erwerbung Hawaiis? Opponiren sie der Rolle, welche wir in China spielten? Wissen sie, daß die Vereinigten Staaten im fernen Osten jetzt nicht mitsprechen dürften, wenn sie die Philippinen aufgegeben und in China nicht so gehandelt hätten, wie sie ge--handelt haben? Opponiren sie der Thatsache, daß unsere Reoierung eine friedliche Beilegung der venezolanir Jl rm ? y r r i n 7! - ia;en girren yeroeisuyrie aoen iz etwas dagegen, daß amerikanische Kriegsschiffe schnell vor Beirut erschienen, als ein Mordversuch auf einen amerikanischen Beamten verübt wor den war, oder vor Tanger, als' ein amerikanischer Bürger entführt wor den war? Haben sie etwas dagegen, daß die Schiffe, welche unsere Flagge führen, beute eine artilleristisch und seemännisch besser ausgebildete Vemann' haben, als i zuvor? Uebcrg riffe der Exckutivc. Wenn unsere Gegner von Eingrif fen der Exekutive m die Vefuguisso des Kongresses und der Justiz sprechen. so meinen sie offenbar die Pcn sionsorder No. 78. Tiefer Bestem niimg zufolge soll jeder Veteran auö dem Bürgerkriege bei Vollendung des 62. Lebensjahres zu einer Pension von 6 monatlich berechtigt sein. Xz Verfügung wurde in Uebereinstim inung mit dein Kongreßbeschluß ge troffen, demzufolge dem Präsidenten die Pflicht obliegt, die Vorschriften für die Geschäftsführung des Pen sionsaintes und Vestimmungen darüber zu erlassen, wer zu Penuonen berechtigt sein soll. Der Präsident Clevewiid übte diese Vefugniß aus, indem er das 75. Lebensjahr als Al tersgreiize festlegte, bei deren Erreicfrmq die Veteranen auf einfachen Antrag hin als gänzlich erwerbsunfähiq angesebeii werden sollten. Tr Präsident McKinley bestimmte, daß das 65. Lebensjahr als die Grenze halber Erwerbsfähigkelt zu gelten habe. Wenn es unseren Gegnern in der Sache thatsächlich ernst ist, so können sie ja erklären, daß f:c diese Ver fugnngen widerrufen wollen, wenn ne einmal an's Nuder kommen. . Di? Goldfrage. In einer der wichtigsten Fragen. welche das amerikanische Volk wäh rend des letzten Jahrzehnts beschäftig. ten, hüllen unsere Gegner ihre An sichten in Schweigen. Sie behaupten. daß die laue Zustimmung zu dem, was Andere vollbracht haben, ihnen das Recht verleiht, über die finanzielle (5H re und die Handelsinteressen zu wachen, welche sie noch vor rurzem zu ruiliiren suchten. Da sie sich nicht darüber einig sind, ob die Goldwäh rung ein Flilch oder ein Segen ist. und ob wir freie und unbeschränkte Silberprägung haben sollen oder nicht, so halten sie es für passend und angebracht, eine Stellungnahme zu vermeiden und es jedem Einzelnen zu überlassen, in - der Frage seiner eigenen Neigung zu folgen. Im großen Ganzen scheint die Mehrheit unserer Gegner der Ansicht zu sein, daß es gegenwärtig nicht räth' lich ist, eine Erklärung nach der einen oder der anderen Seite hin abzuge ben, iknd daß die von der repnblikani' schen Partei eingeführte Goldwäh. rung nicht aestört werden solle, sofernge sich d.is Verhältniß der Förderung von Silber und Gold nicht ändert. Wir unsererseits glauben an die Goldwährung, wie sie durch Gebrauch und das Machtwort der Geschäftswelt festgeselzt ist, und an ein gesundes Finanzsysteni aus Grundsatz wir hallen sie nicht für Frage der politischen Zweckmäßigkeit, fondern der festen or ganischen Politik. Tie Thätigkeit der am Nilder befindlichen Partei beweist, daß von ihr weitere Schritte zur Ver besserung und Festigung unseres Geldsystems zu erwarten sind, während unseren Gegnern nicht in gleicher Weise Vertrauen geschenkt wer deil kann. Es ist ein müssiges lln terfangen. zu behaupten, daß die nationale Währungsfrage unwiderruf. lich geregelt ist, so lange die Partei, welche bei der letzten Wahl annähernd 4G Prozent der Gesammtstimmenzahl abgab, sich weigert, eine dahingehende Erklärunug in ihre Grundsatzerklä rung aufz-unehmen. D i e T r u st s. Tie Durchführung der Antitrust uiid zwischenstaatlichen Handelsge setze, die Erweiteruug des zwischeiistaatlichen Handelsgesetzes und die Schaffuug eines Handels- uud Ar beitomiuisteriums mit einem Korpo ratienöbureau gaben der Vundesrogierung zum ersten Male Gelegenheit, sachgemäß an die Frage der Trusts heranzutreten, welche das Gemein wohl, gut oder böse, eug berühren, weil sie Capitalien bei den großen Korporationen anhäufen und neue Verhältnisse schaffen. Die Gesetze werden mit durchgreifendem Erfolge angewandt, uud je nach Bedarf wer den für die Oeffeutlichkeit der öl. icl'äftsführung oder für den größeren Schutz der uilente zusätzliche Ve stlNlinungen getroffen werden. Es wird jetzt behauptet, daß das Gcmeinrecht vollständige Abhülfe gegen die Gefahr der Monopole bietet. Die Vereinigten Staaten haben ade? fein Gemein recht. Dessen Vcstim mungen können nur durch die Staats gerichte durchgeführt werden. TUejc Thatsache führte im Verein nu dee
Unfähigkeit der Staaten, die Tnlsts
uud Monopole kontrolliren zu kön nen, zur Schaffung des sogenannter. Sherman-Eesetzes und des zwischen staatlichen Handels'Gei.etzes. Nur rnt tXttf Cj-t Tl st t (OCAtt cy 1 1 c im Ut ViJt -tc iiuu vwv w teneraärnuna durck den letzten Kon greß wurde es der Bundesregierung möglich. Gerichtsbarkeit in der Sachz zu erhalten. Kapital und Arbeit. Soweit die Rechte des einzelnen Ar beiters und des einzelnen Kapitalisten sowie die Haltung beider dem Publi knm und den Arbeiter und Kapital! steN'Verbäuden gegenüber in Frage kommen, so ist die Stellunguahme der Regierung so klar, daß sür eine Entstellung keine Entschuldigung möglich ist. Die Regicrung hat verjuckt. Jedermann innerhalb der ver fassungsmäßien Grenzen das Rech zu wahren, sich des Lebens zu er freuen und über sein Eigenthum uno seine Arbeitskraft Twch Möglickkeit gut zu verfügen, so lange nicht Andere dadnrck aesck.ädiat wurden. Vei unserer Negierungsform sind die Machtbefugnisse der Bundesregierung deuStaatsregiernngen gegenüber eng begrenzt. Was wir dabei in unserem Kreise thun konnten, haben wir ge than. Wir haben, eingedenk der uns auferlegten Veschränkuugen, auf der einen Seite sorgfälig mit der Abgabe von Vcrsprcchuugeu und aus der an dem Seite gewissenhaft mit dem Hal ten unserer Versprechungen sein müs sen. Unsere Gegner sind durch sei uerlei derartige Bedenken beschränkt gewesen und haben Versprechungen geleistet, und leisten sie heute noch, welche sie verfassungsmäßig nicht hal ten können, und die, wenn sie gehal ten werden sollten, Handel und .Wan del lahmlegen wurden. Der Tarif. Wenn wir uns der Tariffrage zuwenden, dann gerathen wir wirtlich in Zweifel darüber, ob unsere Gegner das memen, was sie sagen. Sie bezeichnen den Schutzzoll als einen Raub, aber zugleich geben prominente Demokraten uns zu verstehen, daß sie unsere Politik befolgen wollen, falls sie die Regierung erlangen, soweit der Tarif in Betracht kommt, wahrend andere uns beweisen wollen, daß sie nur eine bedingteMach! verlangen, also keinen Unfug anrichten konnten. Der letzte Grund ist für eine Partei, welche die Regierung zu erlan gen sucht, sehr bezeichnend. Der Versuch, die Frage der Tarifrevision mit der Trustfrage in Verbindung zu bringen, beweist stets der Wunsch, einem ernsten Bestreben in der Behandlung der Trustfrage aus dem Wege zu gehen. Ueber diesen Punkt sagte ich am 4. April in Minneapolis: Die Frage der Tarifrevision hat mit der 'Trustfrage nichts zu thun. Keine Veränderung der Zölle kann auf die Lösung dieser Frage einen Einfluß ausüben. Es giebt große Trusts und große Korporationen die von dem Tarif nicht im Geringsten berührt werden. Andere Trusts haben eine Mazse kleiner Konkurrenten und eine Veränderung des Tarifs, welche den Trusts schaden könnte, würde diese kleinen Konkurrenten vernichten und die hier beschäftigten Lohnarbeiter ebenfalls in's Unglück stürzen. " Ich brauche nur noch hinzuzufügen, daß ein vor 10 Jahren gemachterVersuch. durchHerabsctzung der Zölle einige Leute an der Sammlung zu großer Reichthümer' zu verhindern, sehr erfolgreich war. Dieser Versuch trug die Schuld daran, daß in dem betreffenden Jahre und in mehreren folgendenJahren Niemand Reichthümer sammeln konnte, die Arbeiter am allerwenigsten. Die Frage, welcher Tarifsatz am besten ist, kann nicht auf abstraktem Wege, sondern muß im Lichte der Ersahrung gelöst werden. Von Zeit zu Zeit können Veränderungen getroffen werden, die durch die Verhältnisse bedingt sind, doch solches kann nur durch diejenigen geschehen, welche Anhänger des Schutzzolles sind. Der Zusammenbruch dieses Svstems wäre gleichbedeutend mit der Verarmung der Farmer, dem Ruin der Kapitalisten und dem Hungertode der Arbeiter. Wenn also unsere Gegner wirklich glauben, daß der Schutzzoll ein Raub ist, dann müssen sie ihr Bestreben darauf richten, ihn aufzuheben, mit anderen Worten, unserem Handel und unserer Industrie die Grundlage zu entziehen. Handelsverträge. Unsere Gegner behaupten, Anhänger gegenseitiger Handelsverträge zu sein. Aber sie waren Gegner des HandelsVertrages mit Kuba. Außerdem ist ein Handelsvertrag ohne einen festen Tarif nicht denkbar. Freihandel und Handclsvcrträge sind nicht vereinbar. Wir sind zu Gunsten gegenseitiger HandelsVerträge mit anderen Nationen, die beiden Theilen nützen, weil wir dadurch unseren auswärtigen Handel weiter verbreiten wollen. Unsere großen Erfolge auf dem kommerziellen Gebiet haben die Weisheit dieses Vorgehens bewiesen. Es ist zu bedauern, daß der Schutzzoll, der in den letzten 40 Jahren dem Lande einen so großen Segen gebracht hat, noch nicht als endgültig besteheno angesehen werden kann. Zwar wäre ohne den Unternehmungsgeist und dem Geschäftssinn unseres Volkes die Pros perität ausgeblieben, doch nichtsdestoweniger hat unsere Zoll- und FinanzPolitik nicht wenig dazu beigetraaen. ba wir die Hülssqvpllen des Landes
in so vortheilhafter Weise ausnützen
konnten. Der Farmer und d er Tarif. Die Zukunft des amerikanischen Ackerbauers steht in einem innizen Zu sammenhange mit der Zul'.ft des amerikanischen Fabrikanten. Beide unterhalten Wechselbeziehungen, welche sie in eine Weise von einander abhänglg machen, daß der Vortheil des einen Zweiges denjenigen des andern bedingt. Dasselbe kann von den Kapitalisten und Lohnarbeitern gesagt wrden. Hier und da mag eine ungleiche Vertheuung des Gewinnes stattfinden, welcher durch den Schutzzoll verursacht wird, doch Gewinne erlangen beide Theile, und eine Veränderung in der Politik würde beiden Theilen schaden; am schwersten aber den Lobnarbeitern. Da die Verhältnisse sich von Zeit zu Zeit ändern, müssen die Gesetze sich diesen Veränderungen anpassen, aber die allgemeinen Prinzipien des Schutzzollcs haben in allen Zweigen so segensreich gewirkt, daß :ine Aenderung nur mit größter Vorsicht und nicht durch die Gegner, sondern durch die Anhänger des Schutzzollsystems vorgenommen werden sollte. Bei dieser Gelegenheit kann ich es nicht unterlassen, ein gutes Wort für die amerikanische Handelsmarine einzulegen, die in irgend einer Weise durch eine geeignete Gesetzgebung unterstützt werden sollte. Es gereicht uns nicht zum Ruhm, daß unser großes Export- und Importgeschäft fast ausschließlich durch Ausländer vermittelt wird. Die Armee. Es ist schwer zu sagen, ob unsere Gegner wirklich im Ernst sind, wenn sie eine Verringerung unserer Heeresstärke befürworten. Beruht ein solches Verlangen auf Täuschung, dann bedarf es keiner Widerlegung. Ist es ihnen aber Ernst, dann muß man sich darüber wundern, daß man eine Armee von 00.000 Mann, welche die Jnteressen von 80.000.000 Einwohner, zu schützen haben, noch verringern will. Die Armee ist im Verhältniß zur Bevölkerung jetzt kleiner als in den Tagen Washington's; denn bei der damaligen Bevölkerung' von 4.000.000 Einwohnern belief sich die Friedensstärke der Truppen auf 3600 und während der friedfertigen Regierung Jefferson's kamen auf 5.300.000 Einwohner 5100 Soldaten, während jetzt nur ein Soldat auf je 1400 Enwohner kommt. Sollten unsere Gegner an die Regierung gelangen, so könnten sie. ohne eine nationale Pflicht zu verletzen, die Armee nisM verringern. Verschwendung der R e -- g i e r u n g." z Unsere Gegner behaupten, daß in der Regierung dieses Landes eine große Verschwendung eingerissen ist. daß. roährend das Jahr 1900 mit einem Ueberschuß von Z80.000.000 abschloß, wir jetzt ein Defizit von über Z40.000.000 zu beklagen haben. Aber diese Defizit bildet man sich nur ein. indem man die Zs0.000.000 dazu benutzt, welche für diePanamakanalrechte bezahlt und dem Bundesschatze entncmmen wurden. Zieht man dagegen die üblichen Ausgaben in Betracht, so ergiebt sich für je zwei Jahre ein Ueberschuh von nahezu 80 Millionen und für das letzte Jahr ein solcher von 8 Millionen. Doch dieser Unterschied ergibt sich aus ' der Abschaffung' der Kricgssteuer.. welche zwischen den beiden Daten eintrat. Die Hauptursache für die Verwehrung der Ausgaben besteht in, dem Verlangen derBevölkerung nach gewissen Verbesserungen oder Maßnahmen, z. B. die Einführung der freien Ablieferung der Post, der zZleischinspektion, der Bewässerung. Wenn unsere Gegner Ersparungen einführen wollen dann müssen sie die Pensionen beschneiden, das Censusbureau, die Einwanderungsbehöroe, die freie Briefablieferung auf dem Lande, den Telegraphen in Alaska abschaffen; oder thun ihnen die Zc0,000.000 für den Panama-Kanal leid? Sie können nur Ersparnisse einführen, wenn sie die öffentliche Verwaltung verschlechtern. DiePhilippinen. Den Bewohnern der Philivvinen versprechen unsere Gegner die Ünabhängigkeit. Aber hier stellt sich ihnen die Uneinigkeit m ihren eigenen Reihen entgegen, ihre Unfähigkeit zur Scharfung einer aufbauenden Politik und ihre Bereitwilllgkeit, zur Erlangung momentaner Erfolge ihre Prinzipien über den Haufen zu werfen. In ihrer Platform verlangen sie die Unabhangigkeit der Philippinen, ohne für den Eintritt derselben einen Zeilpunkt anzugeben und die Angabe eines solchen Zeitpunktes wäre ja auch ein Unnnn. denn wir haben weder da-5 Recht noch die Macht, unsern Nachfolgern Vorschriften zu machen. Und außerdem, wenn es unrecht ist, den Philippinen die Unabhängigkeit zu verweigern, so kommt die Zeitdauer dabei nicht in Betracht. t Später jedoch undin gleichfalls offizieller Weife ließen unsere Gegner den Ausdruck Unabbängigkeit" fallen und substituirten dafür 'elbstregie rung" und die Auslegung dieses Ausdrucks stimmt genau mit der jetzt befolaten Politik Lberein. Wäbrend die Platform eine radikale Aenderung der bisherigen Politik verlangt, befürwor tet die spätere offizielle Aeußerung die Veibebaluna ' der bisherigen Politik.
zivxz mt5 veruriaazie unetmglett in den eigenen Reihen, weshalb eine sp'atere Aeußerung die Rückkehr zu der in der Platform niedergelegten Politik mit der Hinzufügung andeutete, daß die Unabhängigkeit bald erfolgen solle. Hier sind also drei verschiedene Stellungnahmen innerhalb von 50 Tag:n. Welche vfn diesen Versprechungen soll nun gelten? Und vor allen Dingen, was sollen die Bewobner der Philippinen sich dabei denken? Verspricht man ibnen Unabhänaiakeit, so erwarten sie solche für sicü selbst, nicht etwa für spätere Generationen. Und es Ware eine böse Sache, ihnen etwas zu versprechen und es nicht zu halten. Sollten aber unsere Gegner wirklich zur Macht gelangen und den Insulanern die Unabbänaiqkeit geben, so würde eine solche Wandlung ein Unglück für die davon Betroffenen sein und einem internationalen Verbrechen aleich kommen. In den letzten fünf Jabren ist für die Philippinen mehr gethan worden als in der ganzen übriaen Zeit seit die Inseln zuerst von zivilisirten Menschen betreten wurden. Unter unserer Verwaltynq wurdenLandltraßen angelegt, Schulen und Bibliotheken gegründet, für die Gesundheit gesorgt und äum ersten Mal eine qeordnete Gerechtigkeitspflege einaefübrt. Jedenfalls sollte wir jetzt das Resultat abwarten, ehe Wir vorschnelle Versprechungen abgeben. Da14.Amendement. Man hat der Befürchtung Ausdruck gegeben, daß die Bewohner der Philippinen von der Wohlhat des 14. Amendcments. ausgeschlossen sein würden. Aber diese Regierung ist dem Geiste des-14. Amendements auf den Philippinen treu geblieben. Können dagegen unsere Gegner es leugnen, daß hierzulande das 14. und 15. Amendement mit Füßen getreten wurde? In diesen wie in andern Sachen können wir hierzulande uns ein Beispiel an der Art und Weise nehmen, wie die Philippinen verwaltet werden. Wir stehen hier jetzt vor dem Problem, jedem Bürger. ohne Rücksicht auf. seine Hautfarbe, die Gleichheit vor dem Gesetz zu sichern, und diese Aufgabe können wir nur lösen, wenn wir'sie in dem Geist auffassen. wie Gouv. Taft. Gouv. Wright und ihre Mitarbeiter sie ansahen. Die großen Fragen, welche ich hier erwähnt, sollten nicht vom ParteistandPunkt betrachtet werden, denn sie berühren die Wohlfahrt des ganzen Volkes. Wir. die wir auf unsere Erfolge zu Hause und in Verbindung mit dem Auslande stolz sein können, wollen versuchen, künftig noch mehr zu leisten und das. was wir in der Vergangenheit erreicht, sollte als Maßstab dasür dienen, was wir künftiq thun werden und das Volk veranlassen, die Regierung dieses Landes uns auch ferner anzuvertrauen.
Warum verdaut der Magen sich nicht selbst. Die wirksamen Bestandtheile des Magensaftes, den die Magendrüsen aussondern, sind die Salzsäure und das Pepsin. Sie wandeln die pflanzlichen und shierischen Eiweißstoffe der Nahrung in eine in. Wasser lösliche Form um. Daß der Magensaft wirkr- r i r . j . vc:: nen qkz urnjegung ucuiuuu, uum sprechen unter anderem die Versuche über künstliche Verdauung. Wenn man nämlich die Magenschleimhaut von einem Thiermagen, beispielsweise von dem eines Kalbes, abzieht, sie fein zerschneidet, sie darauf kurze Zeit mit Alkohol behandelt und sodann den gewonnenen pulverförmigen Niederschlag mehrere Tage hindurch mit Glyzerin auszieht, so erhält man in dem Glyzerin das Pepsin, das in den Magendrüsen der Schleimhaut vorhanden war. Bringt man nun einige Tropsen des Pepsins zugleich mit verdünnter Salzsäure bei einer. Temperatur von 37.5 Grad Celsius, also bei der regelmäßigen Körpertemperatur, auf eine Scheibe von hartgekochtem Hühnereiweiß oder ein Stückchen Muskelfleisch oder auf ein Stück eines Thiermagens, so kann man verfolgen, wie diese Theile allmählich mehr und meh? aufgelöst werden. Es vollzieht sich demnach hier auf künstliche Weise die Verdauung ebenso, wie sie sich sonst im Körper abspielt. Unter diesen Umständen wirft sich die Frage auf, warum denn der Magen nicht selbst von dem Magensaft angegriffen und verdaut wird. Denn wie außer den 'Knochen die Zellen aller Organe unseres Körpers, abgesehen vom Wasser, aus Eiweißstoffen bestehen, so ist dies aul-ft bei den Zellen, die die Schleimhaut, und die Wandungen des Magens bilden, der Fall. Die Erklärung für die Widerstandsfähigkeit des Magens liegt in dem Gehalt des Blutes an schwefelsaurem, phosphorsaurem,' kohlensaurem Natron und Kalksalzen. Diese Stoffe stumpfen den Magensaft ab, und indem sie von dem Blutstrom unablässig der Schleimhaut und der Magenwand zugeführt werden, schützen sie den Magen vor Selbstverdauung. Hört die Zufuhr an Schutzstoffen auf, so tritt denn auch eine Selbstverdauung des Magens ein. Wird beispielsweise ein Blutgefäß des Magens krankhafterweise durch ein Blutgerinnsel verstopft, so erweicht an dieser Stelle der Magen, das heißt er wird vom Magensaft angeatzt, und die. Zellen fallen der Verdauung anheim.
Seuer - Signale,
ü Pumsyls rcb Mark i Tngliff's Opern-Hau 5 Eastund N'V Dork ? Noble und Mickigan ? N. Jerjey u. ftcfi St i Pine und North Market und Pine "1 Vermont nahe Saft ' N. S SpriZ?nhau Haft. Ave nafft SRcSIt 18 Deuiware ud Wainu: U Jersey u Central 16 Viaund SorneL Tv :6 flfb w.d 11. Lrraße 17 Park Ave und 12 S n .6 Columbia undHIstt : Highland Ave u. Prelt tl Illinois und Ct. I ZZ Pennsylv. und Pratt u Meridian und 11. Ctt i5 7n). 6 TpriMhauS 15 nahe JllinoiZ es SmateAreu.Lt?la 27 Illinois und swichigan s Lefylvania und 14. c-enate Ave. und 15. ZI S?o. 1 Spritzenhau In Zlve naheWichiga 32 Meridian und Oalnut 4 California u nnonß s5 Blake und New Fork S Ind. Av. u. et Elai? 37 EiH Hospikl 88 Blake und Norch 39 Michigan und tt tl No. 6 Spritzenhau Washington nah SBeß Esendorf u Wash. 43 Miskeuri u New York 5 Meridian u Wasy JlknoiS und Ohis 7 Eapitol Zkv.u Waff 48 mgan'S Porkhau 49 Straßenbahn Etäll W. Wafhwgtvn Ett 11 N. 10 Spritzenhaus Illinois uWerrill ZI Illinois u Louisiana West und South West und McEarty 66 Senate Ave. u Henry 7 Meridian und Ray S!o. 4 Spritzenhau Radtson v.uRorriö öS viadiion Lv. u Dunlop No Haken LeiterhcmS South nahe Delawar, 2 Pen.uMriU 23 Delavan u. TKCartS aftHVcttz 6 New Jersy u.VrÄ 7 irg. Av. u radsha SS Saft und Prospect Bicking und High n No. 11 Eprchenhau LirAve.7lheHuroa 7 f s und Georgia 7 Cedar und Ein 74 Davidson u Seorgia 76 English Av. u Pine 7 Chelby und Bäte No. 3 Spritzenhaus Prospekt nahe Chelky Fletche? Av. u Cbellt) öl Market u. New Zerset) LZ Delaware und Wash. 83 Saft u Washington ' S4 New York. Davids 85 Taubstummen Anstalt tt er. Staaten Arsena 37 Oriental und Waff. 89 Frauen-Reformat. Sl No. 15 Spritzenhaus Marhland nahe Äer. 2 Meridian u. Morzia. SZ Meridian und Couth 34 Pennsyl) u. Louisiana 5 Virzini Ave u. Llab. 86 Hauptquartier. 7 Grand Hotel. 98 Capital Ave und hi &i No. 16 Spritzenhaus 16. und Ash. 24 Alabama und 16. (25 Central Ave und 15. 126 Dandeb und 15. 127 Brookside und Jupita 12g Central Av und 17. 129 Delaware und 19. 131 Alabama und 11. 132 Bellefontawe und'55. i34 College Ave und 6. tZS Delaware und 15. i38 Alabama und North 127 Nevmann und IS. 138 College Ade und 14. 139 Cornell Ave und 15. 141 FandeS und 19. 142 Highland Ave und 10. U3 Tecumseh und 10. 445 New Jersey und 2i, U6 Alvord und 17. .47 No. 2 Spritzenhaus Hillside Swe und 1. 48 College Ave und t. i49 College Ave und 7. i52 Park Ave und 2. 163 C u. 23 Bahn u. 22. 54 Namset) Ave und 10. t56 Stoughton u Newman .57 AllaS und Pik. i5S Bloyd und Pawpaw. :5S No. 21 Epridenhaus Srightwood .ti Arden und Depot 3 Brigytwood und 25. 164 Rural und Blovd '.66 Et. Clair u. 5ehstone 167 Arsenal Ave unh 23. 168 Sellefontsine unr . tt? 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Die so bezeichneten Signale werden taa born Zhnn ächter angegeben da an den betreZZd TtraH keuzung ktne Alarmköste anabracht stufe Chicago und der große Nordweften tia Tt rnsTi ?Tm r" rn. , sirr:t i ;ni ; ii nn?! -rWJWUJ JKLJJJf j Msw.U. . I vsa-t , : tt. t sem ligg (Ca Makka-Sawaii-Plziliddine Inseln. Vier tägliche Schnellzüge nach Chicago. &T Von der Monon 47. Ctr. Station, Chicago, finö Snurö Minuten mittelst elektrischer llar nach den Union Blehdöfen French LIck Springsg, Indern Orange Connty Hochland. ffamilien-Hotei anter neuer Geschüftöleitung. Pluto, Proserxwe ind Bowle Quellen. Beste? Tlineralwasser In Seit. Zwei Züge täglich via Sree-.icaftle. TicketOsftcen : Univn Station, Mafsachnsett fltt und SS West Washington Straße. R. P. A l g e . Distrikt Vass. Agent, JndkanapollS, 5?nd. .H.McDoei, . S.H.Rckell. Präs. und Gen. Mgr. Betriebkleitex ffrank J. Reed, eu.Pzss. Agent, bicago, JH.
