Indiana Tribüne, Volume 28, Number 19, Indianapolis, Marion County, 14 September 1904 — Page 1

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Einbrecher wird ertappt und angeschossen. C. E. Campbell, 820 Nelson Str. hörte heute früh, wie sich ein Einbrecher mit den Fensterladen seiner Wohnung beschäftigte. Campbell stand auf und ergriff seinen Revolver und gab einen Schuß auf Gradewohl durch? Fenster ab. Er hörte einen dumpfen Fall und da er wußte, daß der Räuber sich geflüchtet hatte, legte er sich ruhig in'S Bett und schlief weiter. Heute beim Tageslichte wurde eine große Blutlache unter dem Fenster vorgefunden und die Blutspuren liefen durch den Hof bis zur Alley, wo dieselben sich verloren. Die Polizei ist auf der Suche nach dem verwundeten Verbrecher, dem durch die Wunde ein Merkmal beigebracht wurde, welcher einige Anhaltepunkte liefern wird, die eventuell zu seiner Jdentisizirung leiten mögen. Ein Opfer seiner Unvorsichtigkeit. Samuel Sleeth au Shelbyville, der .n der Nähe von Julietta für die In dianapolis & Rushville Jnterurban Co. arbeitete, versuchte heute Morgen zwischen den Waggons eines langsam fahrenden C. H. & D. FrachtzugeZ hindurchzuklettern. Er verlor seinen Hatt, fiel, und wurde augenblicklich getödtet. Sein rechter Arm und daZ rechte Bein wurden völlig abgeschnitten. Augenzeugen brachten die Leiche nach der be nachbarten Irrenanstalt, wo dieselbe bis zur Ankunft des CoronerS und des Leichenbestatters aufbewahrt wurde. Sleeth hinterläßt Frau und vier Kin der. Seine Leiche wird in Shelbyville beerdigt werden. Die Milizen erhalten endlich ihre Löhnung. General Parry, der General'Quartiermeister der Jndiana StaatZ-Milizen hat gestern mit der Rest Auszahlung der Löhnung an die tapferen Land soldaten begonnen, welche an dem kürz, lich abgehaltenen Staats Feldlager theilnahmen. . Dieser Rest besteht aus 43 Cents per Tag für jeden Gemeinen und wird von der Bundes Regierung bezahlt. Im Ganzen erhalten sie S1 per Tag; 57 Cents, welche der Staat zu bezahlen hat, haben sie bereits erhalten. .Noch glücklich abgelaufen. Ein wild dahinstürmendes Gespann vor einer Kutsche, in welcher sich Frau Mary K. Eastmann und ihre Tochter Frau Dav, nebst deren kleinen, 1 Jahr alten Tochter befanden, erregte an der Nord Meridian Straße gestern große Aufregung. zumal wohl keiner der vielen Augenzeugen an einem glücklichen AuZgang glaubte. Dennoch gelang eS dem Kutscher, die Pferde an der 25. Straße unter Controlle zu bekommen, nachdem dieselben eine Strecke von fast 2 Meilen mit den geängstigten Jnsaffen der Kutsche in rasendem Laufe zurück gelegt hatten. Verletzt wurde niemand. Polizeiliches. Unter der Anklage, ein Haus mit verbrecherischer .Absicht betreten zu haben, wurde heute Robert Wright von den Radiern Hull und Grissin verhaftet. Wright ist beschuldigt, im Stub binZ Hotel, wo er im Stockwerk sein Zimmer hatte, das Zimmer eines im dritten Stockwerke wohnenden GasteS einer gründlichen Examination unterworfen zu haben. Laura TruckS wurde heute Vormittag wegen BedrohenS mit tödt lichen Waffen verhaftet. ES wird ge sagt, daß sie ihren an der Eisenbahn arbeitenden Gatten aufsuchte und denselben, zum Hochhalten seiner Hände aufforderte und dann einen Revolver nach ihm warf. Die Waffe entlud sich im Fallen, ohne jedoch irgend jemand zu verletzen. Der Vorfall spielte sick in Nähe des Greenlawn Kirchhofes an der Kentucky Avenue ab.

Schickaffaire an der Sudseite. Ein Knabe beim Spielen mit einer Pistole

schwer verwundet. Durch Spielen mit geladenen Was fen wurde gestern Abend am Foun tain Square der 13 Jahre alte Herman Sommers 1115 Shelby Straße durch den 15 Jahre alten William MohZ, 1109 Shelby Straße, geführlich verwundet. Ob er den Drücker berührte sagt der Junge, kann er nicht angeben, da er durch den Schuß so sehr erschreckt wurde, daß er selbst nicht wußte, wie sich der Vorfall zutrug. Die Waffe, ein 32 Kaliber Revolver, behauptete er in einem Zimmer, welches früher von einem Manne, der für seinen Vater arbeitete, bewohnt war, gefunden zu haben. Der kleine Sommers erhielt eine Schußwunde in die Brust. Aus sagen, die einiges Licht auf die Affaire werfen können, konnten soweit nicht er langt werden; die einzigen Aussagen von irgend welchem Zusammenhange sind die durch Wm. MohZ gemachten. Der Knabe wurde verhaftet und zur Station gebracht, während der kleine Herman Sommers in seiner Wohnung vom Fämilienarzte in Behandlung ge nommen wurde. Seine Verwundung ist eine sehr gefährliche, die Kuael durchbohrte die Brust und setzte sich im Rücken fest. Wegen Uebertretung des SonntagsgesetzeS bestraft. Weil er das Sonntagsgesetz übertrat. wurde der farbige Barbier Richard Harden, 709 West Nord Straße, von Friedensrichter Smock mit einer Strafe von S1 und Kosten belegt. Herden stand unter Anklage seinem Geschäfte am vorletzten Sonntage nachgegangen zu sein und die Beweise waren positiv. Vor mehreren Wochen verheirathete sich Herden zum 7ten Male, und zwar zum ersten Male mit einer Raffengenofsin; seine andern sechs Frauen waren sämmtlich Weiße gewesen. Damen-Vcrein des Südfeite Turnvereins. Der Damen Verein des Südseite Turnvereins veranstaltete gestern eine Euchre - Partie, welche einen sehr ge müthlichen Verlauf nahm. Die Palmen des Sieges trugen da von: 1. Preis Frau Louis Koehler. 2. ' Aug. Arndt. 3. Frl. Minnie Schumann. Fair Bank angeblich verkauft. Wie eZ heißt, soll Fair Bank, der prächtige Sommergarten am Fall Creek von seinen Eigenthümern, der Terre Haute Brewing Co. an die Wabash Realty Co. von Terre Haute für $40,. 000 verkaust worden sei. Herr Wm. Tron, der jetzige Pächter des Etablissements, hat daffelbe bereits für nächstes Jahr gepachtet und er wird e5 in derselben vortrefflichen Weise wie bisher weiter fortführen. Feuer. Die Maschinenabtheilung der Cooperative Granite Co., wurde gestern durch ein Feuer zum Betrage von annähernd $5000 geschädigt. Der Verlust ist nur theilweise durch Versicherung gedeckt. Freigesprochen. John Goodwin, der unter der Anklage, 52.50 unterschlagen zu haben, vor Polizeirichter Whallon stand, konnte den Richter durch Vorzeigen eines Loches in seiner Tasche, durch welches er das Geld verloren haben wollte, genügend von seiner Unschuld überzeugen, um ein Urtheil auf nicht schuldig zu erlangen. Goodwin fand sich mit seinem Arbeitgeber Whillock ab, indem er ihm den Verlust vergütete. Raucht die Tish I Mingo.

Mysteriöse Stecherei au der W.

Washington Straße. Während er mit Myrtle Dawfon an der West Washington Straße die River Brücke kreuzte, wurde Claud Slufher, 27, von No. 944 West Maryland Str. von einem unbekannten Mann angefallen und durch mehrere Messeistiche an Kopf und Brust verwundet. Die Ambulanz wurde gerufen und der Ver mundete in's Stadt-Hospital übersührt. Er war durch den Blutverlust sehr geschwächt. Eine Untersuchung ergab, daß außer derBrustwunde, welche durch die Brustwand sich bis zur Lunge er streckt, keine seiner Verletzungen als ge fährlich anzusehen sind. Kurz nachdem die Ambulanz vom Hospitale zurückge kehrt war, wurde gemeldet, daß an derselben Stelle eine Frau einen SelbstMordversuch unternommen habe. Untersuchungen ergaben, daß die? die mit Slufher zusammen gewesene Myrtle Lawson war, welche von einem hysterischen Anfalle, höchst wahrscheinlich durch die Aufregung bervorgerufen. befallen wurde. Dispensariums'Arzt Hawley nahm sich derErkrankten an.die in ihrer Wohnung verblieb, weil kein Grund zu ernsteren Befürchtungen vor lag. Wer der Angreifer gewesen, ließ stch soweit nicht ermitteln. Eskapaden eines Berauschten. Unter der Anklage de5 Großdieb stahls wurde gestern Abend der 55 Jahre alte John Donaldson zur Poli zeistation gebracht. Der alte Mann, in etwas beduseltem Zustand, war beschul digt Pferd und Wagen, Eigenthum Fred Howden's, welche an der Ecke der Washington Straße und Highland Avenue gestanden, entwendet zu haben. Er wurde durch G. A. Schaub und Howden, die dem wie wild mit dem be trunkenen Dr.Donaldson dahinstürmen den Pferde in die Zügel gefallen waren und daffelbe angehalten hatte, zur Station gebracht. Donaldson behauptet, daß ihm ein unbekannter Mann zu der Spazierfahrt eingeladen habe. Noch immer unter FriedenSbürg schaft. Richter Alford im Criminalgerichte verhörte die Vetheiligten in dem Falle von Mary A. Miller, 107 Nord East Str., gegen Gertruds Miner. Ger trude Miner soll das Leben der Frau Miller bedroht haben und sie wurde von Richter Stout unter S100 Frie densbürgschaft gestellt. Richter Al ford verlängerte die Frist der Friedens bürgschaft und wird später Entschei dung in dem Falle abgeben. Unabhängiger Turnverein. Heute Abend 8 Uhr regel mäßige Geschafts-Versamm-lung. I. H. Ballmann, 1. Sprecher. Adam Großkopf, 1. Schristwart. Neue Klagen. Elmira Reinhardt reichte gegen Jos. Reinhardt eine Scheidungsklage ein, in welcher sie angiebt, daß er nicht für sie sorgte, daß er betrunken nach Hause kam und daß er sie schlug und ihr fluchte. GladyS Grace Barnes, die von Wm. Barnes geschieden zu sein wünscht, giebt an. daß er gleich nach der Hochzeit sich als ein jähzorniger Mensch entpuppte, der sie befchimpste und schlug. Sie ersucht um Wiedergabe ihres MädchennamenS, GladyS Grace Temple. Orville C. Wright, der im Oktober letzten Jahres im Purdue EisenbahnUnglück verletzt wurde, klagt gegen die C. C. & St. L. Eisenbahn auf $25,. 000 Schadenersatz. Adeline G. Bohnum reichte gegen die Indianapolis Traction & Terminal Co. eine Klage auf $10,000 Schadenersatz eiu. Sie giebt an, daß sie durch das plötzliche Anfahren eines Straßenbahnwagens mit Gewalt zur Erde geschleudert wurde, und daß sie außer einem gebrochenen Arm, noch ändere, bleibende Verletzungen erlitt.

Die Staats.Fair.

Die Staats-Fair erfreute sich gestern eines sehr zahlreichen Besuches. Für Kinder und die Veteranen des Staates war gestern der Eintritt zur Fair frei und zahlreich wurde natürlich die Gelegenheit benutzt, sich auf den Fairgründen umherzutummeln und die vielen Sehenswürdigkeiten auf allen Gebieten der Landwirthschaft zu bewundern. Die reichhaltigen Programme der Vaudeville - Vorstellungen übten na türlich auf die Besucher eine große Anziehungskraft aus. Gestern Nachmittag begannen auch die Rennen, welche einen intereffanten Verlauf nahmen. Ein nach Tausenden zählendes Publikum wohnte denselben bei. Der Andrang zu der Fair war für einen Dienstag ein ungewöhnlich großer. Schon um 7 Uhr Morgens rückten die ersten Besucher, bewaffnet mit Lunchkörben , heran und von 9 Uhr an strömten dieselben in Schaaren herbei. Heute findet in der Gartenbauhalle die erste Ausstellung von geschnittenen Blumen statt. Um 1 Uhr heute Nachmittag ist die große Parade der Pferde und des Rindviehs ; wahre Prachtexemplare werden vor den Augen der Zuschauer vorüberziehen. An der Spitze dieser eigenartigen Parade wird eine MusikKapelle marschiren. Sowohl am Vormittag, als auch am Nachmittag finden Concerte und Vaudev!lleVorstellungen statt und am Nachmittag sind wiederum Wettrennen. Sergeant Sandman, welcher der Ober-Commandeur der Polizeitruppen auf den Fairgründen ist, hat heute ere klärt, daß auf denselben absolut keine Hazardspiele geduldet werden. Deutsch-Amerikanischer Demo-kraten-Clnb. Morgen, Donnerstag Natisikations Ver, sammlung. 'Der Deutsch-Amerikanische Demokra-ten-Club veranstaltet morgen, Donnerstag, den 15. September, Abends 8 Uhr, in Ottmar Keller's Halle, 217 Ost Washington Str., eine Ratisika. tionS-Versammlung. Sämmtliche no minirte Candidaten sind eingeladen und werden kurze Ansprachen halten. Erfrischungen werden frei servirt. Bon einem Strakenbahnwagen gestürzt. . Lilly Bloom, die im Haufe No. 21 Highland Ave. in Diensten steht, siel gestern Abend, als sie an der Ecke der Delaware und Washington Straße von einem Jrvington Straßenbahnwagen steigen wollte und zog sich eine leichte Erschütterung zu. Sie wurde mittels Ambulanz in ihre Wohnung übersührt. Eine verunglückte Spazierfahrt. Frau Lon Frye und ihre Tcchter Bertha unternahmen gestern in Gesillschaft von Frau Coleman eine Spa zierfahrt. Ihr Pferd scheute an der Ost Washington Straße und Ritter Avenue vor einem Wagen der Greensield Bahn und lief davon und konnte trotz allen Bemühungen der Frauen nicht zum Anhalten gebracht werden. Endlich stürzte das Gefährt um und alle drei wurden herausgeschleudert und erlitten schmerzliche Verletzungen. Sie wurden in die naheliegende Wohnung von Joseph Hunter gebracht und durch die herbeigerufenen Aerzte Dr. ToliS und Powell in Behandlung genommen. Später wurden sie nach Cumberland, wo die Damen ansässig sind, überführt. Unabhängiger- Turnverein. Der Unabhängige Turnverein hält heute Abend seine regelmäßige Versammlung ab Die beste 5 Cent Cigarre in der-Stadt, Mucho'S Longfellow".

Neunion der Jndpls. Artillerie.

Die 2. jährliche Reunion derJndplS. Leichten Artillerie, der 27. Batterie und der Batterie A wird am Freitag und Samstag.' Sept. 23. und 24. in der Waffenhalle der Batterie A, Ecke der 16. und Senate Ave. abgehalten werden. . Folgendes Programm ist für die Reunion aufgestellt worden : Freitag, 23. Sept. Vormittag Ankunft der Mit. glieder in der Waffenhalle, Registrirung der Namen, Vertheilung der Abzeichen u. s. w. Nachmittag 2 Uhr Automobilfahrt nach dem Riverside Park ; Baseball Spiel zwischen den Mitgliedern der alten" und neuen" Batterien. Abends3:30in derWaffen. Halle Große Vaudeville-Unterhal-tung im Exerziersaal ; Erfrischungen werden servirt werden. S am st ag, 24. S e p t. Vormittag 10 Uhr Ge schäfts-Versammlung. Nachmittag 3 Uhr Große Parade. Abends 8Uhr -Lagerfeuer und Smoker. Das General'Comite für die Reunion setzt sich aus folgenden Cameraden zu sammen: Ehren-Vorsitzender, Dr. William W. Wands; Vorsitzer, H. H. Van Wie; Oscar Frenzel, Charles Adam, Sam. I. Morrison, Thomas A. Winter rowd, H. A. Fulmer, Hon. John W. Holtzman, W. H. Rost, Dr. D. A. Thompson, Capt. W. W. Heiskell, H. H. Adams, E. E., Gates, Capt. Harry Ä. Callon, L. W. Cooper, C. A.RailS back, A. L. Willard, R. P. Van Camp, Capt. C. A. Garrard, H, V. Ridgely, A. I. Navin, T. B. Pritchard, C. C. Crawford. Die Vorsitzer der übrigen Comites sind: Finanz Wm. Cooper. Preffe Henry Palmer. Decoration T. B. Pritchard. Unterhaltung Will. H. Rost. Erfrischung C. C. Crawford. Ordnung - Leut. C. A. Railsback. Empfang Capt. JameS R. CurtiS. Die Fall Creek BoulevardAngelegenheit. Ueber den von Besitzern von südlich vom Fall Creek belegenen Grundeigenthum eingereichten Protest gegen die ihnen seitens der Behörde für öffentliche Werke auferlegten Special-Asseß-mentS wird morgen im Kreisgericht verhandelt werden. Dieser Protest ist eine Folge der Fall Creek Boulevard Controverse, über welche schon deS Oefteren berichtet worden ist. Neue Inkorporationen. Die Morris Hardware Manufac turing Co., Marion; Capital $20, 000; Direktoren: Charles MorriS, C. L. W. Krause, I. N. PheniS, C. H. Holbrook, I. E. Merrill. Die Portland Lumber Co.", Portland, Capital $10,000; Directoren : Joseph M. Minch, John T. Mowry, Edward R. Stowell. Die Joest Land and Jmprovement Co.", Mt. Vernon, Capital $8,000; Directoren: H. S. Tansey, V. E. Wade und Henry Lubermann. Die Wabash Gas and Oil Co.", New Harmony, Capital S200.000; Directoren: L. G. StallingS. I. N. Stallings, C. A. Greathouse, G. V. Menzies und George Baldwind. Unsichtbare Tinte. Tinte, die beim Schreiben auf weißem noch besser auf rosa Papier unsichtbar ist, jedoch die. Schrift nach Erwarmen des Papiers blau erscheinen und nach Erkalten wieder verschwinden läßt, kann man sich leicht selbst herstellen. Man kauft sich für vielleicht 10 Cents Kobaltchlorür", das man wohl bei jedem Drogisten bekommt, und verdünnt bezw. löst , 'dieses Salz in Wasser auf, wodurch man eine hellrothe Flüssigkeit die gewünschte Tinte erhält.

Nachrichten aus Jndiana.

Kokomo, 14. Sept. Rev. A. D. Alexander, der sich am Donnerstag von hier nach Warsaw begab, um einem Begräbnisse beizuwohnen, and der sich nach der Beerdigung von dort wie-' der auf den Heimweg nach hier begab. ist seit dem Tage spurlos verschwunden. Da keine Gründe für seine Abwesenheit vorliegen, rnrnrnj man an, daß er das Opfer eines Anschlages oder eines Unfalles wurde. C a r l i s l c, 14. Sept. Seit dem Aufruhr vorgestern Abend wurde in unserer Stadt kein Neger, mit Ausnahme einer Familie, der man das Verweilen erlaubte, mehr gesehen. Zwei Fami lien, die heute Morgen nach hier zurückkehrten, wurden durch eine Anzahl Weißer benachrichtigt, daß sie sich unse rer Stadt fernzuhalten haben. Zwei Schwarze, die am Tage des Aufruhrs fortgejagt waren, wurden heute beim Ausladen eine? Eiswagens angetroffen. ES wurde ihnen gesagt, daß sie unver züglich die Stadt zu verlassen hätten. Solange sich die Schwarzen von der Stadt fernhalten, werden keine weitere Demonstrationen zu befürchten sein. Die Bürger sollen entschlossen sein, wei tere Neger aus der Stadt fernzuhalten und selbst den in der Umgegend wohnenden wird die Verrichtung von Arbeiten in der Stadt versagt sein. B o o.n v i l l e , 14. Sept. Die schöne Residenz der Frau Susie Hart, welche auf ihrer'Farm, westlich von hier wohnt, wurde durch Funken vom Schornsteine in Brand gesetzt und dieselbe brannte bis auf denGrund nieder. Marion, 14. Sept. Unter der Anklage, Gelder unter falschen Vorspiegelungen erlangt zu haben, wurde der frühere Apotheker George Spröwl in Anderson verhaftet. Seine Verhaftung geschah aus Verlanlassung der Marion Brokeroge Co., A. W. Edgar, der ihm auf die Versicherung hin. daß Sprowl ein schuldenfreies Geschäft besitze, 5200 lieh. Es wird gesagt, daß das Ge schüft dagegen seiner Schwiegermutter gehörte und daß dasselbe mit Hypotheten belastet war. Kalte Füße. Warme Füße sind die erste Bedingung des Wohlbefindens. Kalte Füße verursachen Blutandrang nach Brust und Kopf mit seinen schlimmen Folgen. Um kalte Füße zu vermeiden, reibe man dieselben jeden Tag früh nach dem Aufstehen tüchtig mit kaltem Wasser. In das Schuhwerk lege man Korksohlen, oder schlage graues Löschpapier (FließpaPier), nachdem man dasselbe etwaZ gerieben hat, um die bloßen Füße und ziehe die Strümpfe darüber. Besonders Frauen ist dies einfache Mittel gegen ihre mannigfachen Leiden, Migräne u. s. w. m empfehlen. Gehäkelte Tücher zu reinigen. Man erhitze Mehl in einer Schüssel, so heiß, als man die Hände darin halten kann, darin drücke und knete man nun das gehäkelte Tuch, bis es rein ist. Wird das Mehl schmutzig, ehe das Tuch rein ist, so muß man frisches nehmen, natürlich ebenfalls heiß machen. Zuletzt klopft man es aus. breitet es auf ein Betttuch, bestreut e mit Corn-Starch", deckt ein andere., Tuch darüber und rollt es so zusam-. men bis zum andern Tage. Dann wrrd es klar weiß sein. Beim Waschen! verliert es rmmer etwas vom neuen Aussehen. I Marmprplatten halten sich gut und verlieren ihre frische Farbe nicht, wenn man sie nur mit heißem Wasser ohne Zusatz von Seife (dies schadet der Farbe) reinigt und darauf achtet, daß keine Flüssigkeit in dieselben eintrocknet. Haben sich bereits Flecken von Wein, Kaffee, Vier u. dergl. gebildet, so reinige man mit verdünntem Salmiakgeist, sehr verdünnter Salzsäure. Eau de Iavelle. Ochsengalle, oder man nehme eine Quantität frisch gelöschten' Kalk, rühre ihn zu einer breiartigen Consistenz mit Wasser an, trage den Brei mit einem Pinsel gleichmäßig auf die Flecken und lasse den Anstria) 23 Tage ruhig stehen, bevor man ihn abwäscht. Sollten die Flecken nach einmaliger AnWendung noch nicht verschwunden sein, so wiederhole man das Verfahren. Wendet man Eau de Javelle an, so gieße man vorsichtig auf jeden Flecken 12 Tropfen und spüle mit Wasser nach. Auch ein Gemisch von gleichen Theilen Alkohol und Aether oder von Salmiakgeist und Terpentin soll im Stande sein, Wein- und Bierflecken auf Marmor zu vertreiben.